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E_1936_Zeitung_Nr.064

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 1. ÜTTGÜST 1938 ~ N° 64 LUFTFAH Ein Schweizer Sport-Flugzeug. In den letzten Jahren hat sich das schweizerische Sportflugwesen immer stärker entwickelt Dadurch entstand von selbst der Wunsch nach einem schweizerischen Sportflugzeug, gebaut nach den besonderen Anfordernissen unseres Landes. Einen ersten Versuch hat seinerzeit die jetzt eingegangene Flugzeugwerft Alfred Comte in Horgen unternommen und noch heute stehen einige ihrer Flugzeuge im Dienst. Der Grossteil der Sportflugzeuge wurde dagegen im Ausland gekauft, dessen Angebote relativ günstig und vielfältig waren. Es handelte sich hauptsächlich um italienische, französische, deutsche und englische Typen, von denen sich bisher die De Havilland-Moth als die beliebteste erwies. Abgesehen aber vom begreiflichen Wunsch nach Unabhängigkeit von der ausländischen Produktion, wie sie ja auch im militärischen Flugwesen aus naheliegenden Gründen immer stärker angestrebt wird, stellte sich der Wunsch nach einem schweizerischen Sportflugzeug auch aus technischen Erwägungen ein. Nun ist es den Bemühungen des Eidgenössischen Luftämtes gelungen, diesen Wünsch zu erfüllen. Dabei war es durchaus überflüssig, nach einer völlig neuen Konstruktion zu suchen und sich auf teure Versuche mit schweizerischen Prototypen einzulassen. Es war haushälterischer, unter den bereits bestehenden Typen diejenige auszusuchen, welche sich für schweizerische Verhältnisse besonders eignet und sie unseren speziellen Bedürfnissen durch Aenderungen anzupassen. Nach eingehenden Prüfungen der zur Verfügung stehenden Modelle fiel die Wahl auf das Flugzeug Bücker-Jungmann, für dessen Eigenbau als schweizerisches Standard- Flugzeug für den Motorflugsportbetrieb vom Eidg. Luftamt und in Zusammenarbeit mit dem Aero-Club der Schweiz die besonderen Richtlinien festgesetzt und die Lizenz erworben, wurde. Heute ist es nun so weit: Wir besitzen ein hervorragend taugliches schweizerisches Sportflugzeug, welches vollständig aus schweizerischem Material in der Schweiz gebaut wird. Der Bauauftrag wurde an die Aktiengesellschaft für Dornier-Flugzeuge in Altenrhein vergeben, und zwar mit der Vorschrift, beim Bezug von Halb- und Fertigfabrikaten, die in Altenrhein nicht selbst hergestellt werden, nur inländische Erzeugnisse zu verwenden, und zwar auch hinsichtlich der Instrumente, deren Herstellung in der Schweiz neu aufgenommen worden ist. Bereits sind mehrere Maschinen des schweizerischen < Bü 131 > an Sektionen des Schweizerischen Aero-Clubs und der Avia geliefert worden. Ziel der Aktion war, eine All Round-Maschine ea bekommen, welche sich ebensowohl für den Schulbetrieb (einschliesslich Blindflug-Schulung), ' wie als Touren-Flugzeug und für den Kunstflug eignet, welcher bekanntlich in der höheren Ausbildung der Sportflieger in beschränktem Masse ebenfalls verlangt wird. Es darf auf Grund von Versuchsflügen gesagt werden, dass dieses Ziel voll und ganz erreicht worden ist. Denn unsere Bücker ist sowohl hinsichtlich ihrer Flugeigenschaften, wie der konstruktiven Ausführung ein Sportflugzeug geworden, auf welches wir stolz sein dürfen. Ausgerüstet mit dem 100 PS Hirth-Motor HM 504 erreicht das Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 187 km, eine Reisegeschwindigkeit von 160 km. Es steigt in 6 Minuten auf 1000 m, in 12:38 auf 2000 m und in 20 :13 auf 3000 m. Seine Gipfelhöhe beträgt 5100 m. Die Reichweite für normale Ueberlandflüge beträgt 600 km. In wirtschaftlicher Beziehung wurde angestrebt, den Anschaffungspreis und die Kosten pro Flugstunde möglichst niedrig IM halten. Das Flugzeug ist ein verspannter, einstieliger Doppeldecker, der in Gemischtbauweise aufgebaut ist (Holz für die Flügel und Stahlrohre für den Rumpf; Stoffbespannung). Länge über alles: 6,7 m; Höhe 2,25 m; Spannweite 7,4 m. Weitere technische Daten: Tragwerk: Der Oberflügel ist dreiteilig, seine Aussenteile sind an einen Baldachin angeschlossen. Die am Stummel angesetzten Unterflügelteile haben gleiche Abmessungen wie die Oberflügel und sind mit diesen austauschbar. Die Bauweise zeigt zwei Holzholme in Doppel-T-Form, Holzrippen, Innenverspannung mit Stoffbespannung. Rumpf: Der Querschnitt des Rumpfes bildet ein der Ovalform angenähertes Vieleck. Das tragende Gerippe ist ein vierseitiges Fachwerk aus verschweissten Chrom-Molybdän-Stahlrohren von 60, bis 80 kg/mm 2 Festigkeit und zirka 12% Dehnung. Der Rumpf ist zum grossen Teil stoffbespannt. Leitwerk: Querruder sind in Ober- und Unterflügel vorhanden. Das verspannte Schwanzleitwerk ist in üblicher Form ausgeführt. Das Seitenruder ist nicht entlastet, dagegen hat das Höhenruder im Flug verstellbare Trimmklappen. Die Steuerung erfolgt über Stoßstangen und Seile. Fahrwerk: Das geteilte Fahrwerk ist mit Federbeinen ausgerüstet, die mit Spiralfeder und Oeldämpfüng arbeiten und Stossarbeit vor Einsetzen der eigentlichen Federung aufnehmen. Die Räder sind mit Bremsen versehen. Das Rumpfende trägt ein mit dem Seitenruder steuer- und aüskuppelbares Sportrad. Triebwsrk: Als Motor für das Muster Bü 131 dient ein luftgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor Hirth HM 504 von 100 PS. Motoren ähnlicher Leistung, auch Sternmotoren, sind zum Einbau vorgesehen. Die Motorlagerung erfolgt an einem abnehmbaren Gerüst aus verschweissten Stahlrohren. Der Brennstoff ist in einem Behälter von 90 Liter Fassungsvermögen im Rumpf hinter dem Motor untergebracht; die 'Förderung erfolgt durch motorangetriebene Pumpe. Instrumentierung'und Ausrüstung: Drehzahlmesser, von beiden Sitzen aus sichtbar.. 2 Fahrtmesser, 2 Höhenmesser, 1 Kompass, 1 Querneigungsmesser, 1 Borduhr, 2 Kurzschlußschalter, 1 Kraftstoffvorratmesser, 1 Kraftstoffmanometer, 1 Einspritzvorrichtung, 1 Feuerlösch-Einrichtung, von beiden Sit- Die «Bücker-Jungmann »-Maschine des Berner Aero-Clubs, welche anläselich des Schweiz. Sportfliegertages am 1. August aus der Taufe gehoben wurde. Ing. Siegfried, Präsident des Berner Aero- Clubs begrüset die Sportflieger vor dem eigentlichen Taufakt. zen aus bedienhar, 1 Werkzeugkasten, 1 Sanitätskasten, 2 Anschnallgurten. Für Blindflug kann an Stelle des Querneigungsmessers ein Wendezeiger und ein Variometer eingebaut werden. Abmessungen (siehe auch oben): Pfeilform 11°. V-Stellung der Oberflügel 1,5°. V-Stellung der Unterflügel 3,5°. Gewichte: Leergewicht 375 kg. Zuladung 255 kg. Fluggewicht mit 1 Passagier 630 kg. Fluggewicht für Vollakrobatik (ohne Passagier) 500 kg. Fluggewicht für normale Akrobatik ohne Looping nach vorn 600 kg. Flächenbelastung bei 630 kg Fluggewicht 46,5 kg/m'. Leistüngsbelastung 6,3 kg/PS. Flächenleistung 7,4 PS/m 2 . 160 Millionen Kilometer im Luftverkehr. Die United Air Lines, Amerikas bedeutendste Luftverkehrsgesellschaft, feierte soeben ihren 160millionsten Kilometer im regelmässigen Luftverkehr. Diese imposante Flugleistung wurde im Verlaufe der letzten 10 Jahre erzielt, und zwar hauptsächlich auf der Strecke New York - Chicago - San Franzisko. Statistiker haben errechnet, dass zur Erreichung von 160 Millionen Flugkilometer ein Pilot 23 000 Tage und Nächte lang ununterbrochen mit einer Stundengeschwindigkeit von 280 km fliegen müsste. Im Verlaufe der letzten 10 Jahre haben die United Air Lines 775 000 Passagiere, 17 000 Tonnen Post und i% Millionen kg Luftfracht befördert. Eine solche Steigerung des Luftverkehrs ist nur durch die rasche Entwicklung des Flugzeuges möglich gewesen, speziell durch die Einführung von Schnellmaschinen, was besonders durch die Tatsache bestätigt wird, dass beinahe ein Drittel der 160 Millionen Flugkilometer in den letzten 2 Jahren zurückgelegt wurde. Der Flugplan des New York - Chicago- Dienstes wurde dank der hoch entwickelten Bodenorganisation, die einen durchgehenden Tag- und Nachtverkehr ermöglicht haben, von ' 32 Stunden Flugeigenschaften: Die Steuerbarkeit am Boden ist ohne Zuhilfenahme der Bremsen auch bei starkem Wind sehr gut Die Stabiiitätseigenschaften um alle Achsen und bei allen in Frage kommenden Schwerpunktlagen bei losgelassenem Steuer sind einwandfrei; hervorzuheben ist die gute Steuerbarkeit bei geringer Geschwindigkeit Die Steuerwirkung der verschiedenen Ruder zeigt gute Abstimmung aufeinander. Auch die Trudeleigenschaften nach beiden Seiten bei allen Schwerpunktlagen entsprechen den gestellten Anforderungen; das Flugzeug trudelt unfreiwillig nicht, aber gewollt vollkommen normal und kommt leicht wieder aus dem Trudeln heraus. Es können alle Kunstflugfiguren geflogen werden. b. auf die heutige Durchgangszeit von 16 Stunden heruntergebracht. United Air Lines fliegen heute in einem Monat durchschnittlich 2 500 000 km. Der Anteil der Fabriken an der internationalen Verkehrsluftfahrt. Zu einer vor kurzem auf Grund einer Statistik vom Department of the Director- General of Civil Aviation in England veröffentlichten Meldung, nach der die De Havilland-Werke den grössten Anteil an den im Betrieb befindlichen Verkehrsflugzeugen stellten, veröffentlichen die Junkerswerke die nachfolgende Zusammenstellung über den Anteil der einzelnen Firmen an den im regelmässigen internationalen Luftverkehr eingesetzten Verkehrsflugzeugen: Junkers 283, De Havilland 233, Fokker 199, Boeing fl6, Douglas 92. Potez 63, Latecoere 60, Lockheed 55, Stinson 46, Sovoia 30. Ein Luftmillionär In Genf. Der Chefpilot Charpentier, der seit langen Jahren die Air France in Genf vertritt und Tausenden von Schweizer Passagieren der Linien nach Paris und Marseille als Pilot gedient hat, hat soeben den millionsten Kilometer im regelmässigen Flugdienst zurückgelegt •. • ist schneller Immer bereit, seine Überlegenheit zu zeigen, wenn es darauf ankommt — dabei so spielend leicht zu handhaben, wie Sie das Fahren lieben. Ab Fr. 4650.— Modelle 6, 8, 18 PS. Generalvertretung und Ersatzteillager Grossgarage Sihlhölzli, Zürich Stauffacherquai 56/58 • P. Glättli - Tel. 36.696/97 fjfßfi Automobile HOTCHKISS Vertretung und Ersatzteillager GÜST. BÄUERLEIN, WALLISELLEN - ZÜRICH Stets gute Occasionen Tel. 932.121 — Hauptmerkmal: stets zuverlässig während maximaler Lebensdauer. 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N° 64 « FRETtSCf, 7. ATTGTJST AUTOMOBIL-REVUE Schweizerische Rnndsdiaii Nochmals Spritbeimischung zum Oel. In Nr. 63 der «Automobil-Revue» war von einem neuen Projekt der Alkoholverwaltung die Rede, den enormen Spritvorräten, die sich dank einer ans Groteske grenzenden Geschäftsführung in den Depots angehäuft haben, dadurch einen Abfluss zu sichern, dass man den Alkohol dem für Heizungen und für bestimmte Lastwagenmotoren verwendeten Schweröl beimischt. Eine Handvoll Einzelheiten darüber mögen vielleicht interessieren. Der Gedanke reifte im Verlauf einer Untersuchung zwischen dem Chefchemiker der Alkoholverwaltung und dem Oberzolldirektor. Unverzüglich stellte man Untersuchungen an, aber das Ding hat einen Haken, weil die Mischung sich sowohl für Heizungen als auch für Schwerölmotoren eignen soll. So oder so kommt man um die Entwässerung des Alkohols nicht herum, so wenig wie bei der «Taufe > des Benzins mit Schnaps. Nur dass das Oel einer innigen Verbindung mit dem Alkohol noch grössere Widerstände entgegensetzt. Sie rühren vor allem daher, dass es an experimentellen Grundlagen völlig gebricht. Währenddem die Alkoholbeimischung zum Benzin immerhin in einer Reihe von Ländern praktiziert wird — wobei man Auf unseren Paßstrassen mit ausgekuppeltem Motor talwärts fahren, helsst Aerzten und Apothekern eine Chance geben ! sie freilich mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen und nicht gerade erfreuliche Erfolge damit eingeheimst hat — kann sich die Regie beim Problem der Beigabe von Sprit zum Oel überhaupt auf keine Erfahrungen stützen, vielmehr betritt sie dabei vollkommenes Neuland, Aber Not macht erfinderisch ... Vor einer leichten Aufgabe stehen die Chemiker an der Länggasse somit nicht. Ein homogenes Gemisch zu brauen, scheint eine harte Nuss zu sein, aber man gibt die Hoffnung nicht auf, das richtige Mischungsverhältnis und damit die Lösung zu finden, die sich vermutlich um eine Beimischungsquote von 15—25 % herum bewegen wird, ähnlich wie beim « melange » Alkohol-Benzin. Petrolbohrungen in Cuarny. Der flämische Spezialist, der die Bohrungen nach Erdöl in Cuarny leitet, schläft seit etlichen Nächten nicht mehr. Er stand dabei, als der Bohrer aus einer Tiefe von 350 m ölhaltige Erde ans Tageslicht hob. Er stand dabei, als man bei 430 m auf richtiggehendes Petrol stiess. Jedoch, er kennt sich aus, bleibt -vorsichtig und kühl und verfällt deswegen durchaus nicht in rosaroten Optimismus. Vielmehr neigt er zu der Ansicht, dass es sich dabei lediglich um geringfügige isolierte Vorkommen handle, die rasch erschöpft sind und ^orin nicht einmal ein Druck herrscht, der Mn- Veichen würde, um dem Oel einen Ausweg durch das Bohrloch zu verschaffen. Inzwischen frisst sich der Bohrer immer weiter in die Erde. Wenn die Suche im gleichen Tempo fortschreitet, so wird man in zwei bis drei Monaten Tiefen erreicht haben, in denen eich « abbaufähige > Petrollager finden. Am Sonntag erhält die Bohranlage den Besuch der Bauern aus der Umgebung, aus Cuarny und Pomy. Mit ihren Spazierstöcken stochern sie in den ausgehobenen Stein- und Erdhaufen herum und stellen in Gedanken Ueberschläge an, wie hoch wohl der Wert ihres Bodens steige, so die Bohrungen wirklich von Erfolg begleitet sein werden.,. Die Schweiz als wichtigstes Absatzgebiet des tschechischen Autoexports. Die soeben veröffentlichten statistischen Ziffern über den Autoexport der Tschechoslowakei im ersten Halbjahr 1936 zeigen eine ganz beträchtliche Konjunkturbesserung. In Fachkreisen wird angenommen, dass dieses Jahr zum erstenmal seit 1931 wieder einen aktiven Automobilaussenhandel bringen wird. Diese günstige Entwicklung wird also um so erfreulicher bezeichnet, als die USSR, früher ein massgeblicher Kunde auf dem Gebiet des Autohandels, seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr als Käufer in Frage kommt. Als Ausfuhrobjekt figuriert fast ausschliesslich der Kleinwagen, als hauptsächlichste Kundin kommt die Schweiz in Betracht. Bekanntlich haben die Prager Aero-Werke ja sogar eine eigene Fabrik in Zürich-Oberrieden eingerichtet. >2kut«»l*ua*so Verkehr auf den Alpenposten. Wie schon die vorhergehende, so hat auch die Woche vom 27. Juli bis 2. August den schweizerischen Alpenposten wieder einen erheblichen Frequenzausfall gebracht, der wohl in erster Linie auf das schlechte Beisewetter zurückzuführen ist. Wurden während der Berichtswoche insgesamt 29,817 Personen befördert, so belief sich die Zahl der Passagiere während der entsprechenden Woche des Jahres 1935 auf 40,849. Daraus ergibt sieh eine Frequenzverminderunf um 11,032 Personen oder mehr als 25%. Von den zwei Linien Sembrancher-Fionnay und Sierre-Val d'Anniviers abgesehen, warten sämtliche übrigen 34 Kurse mit geringeren Fahrgästekontingenten auf. Den stärksten Bückgang verzeichnen die Kurse St. Moritz - Maloja - Castasegna mit — 1571, Chur - Lenzerheide - Julier - St. Moritz mit — 1524 und Nesslau - Buchs mit —1294. Werden die in diesem Sommer neueröffneten Kurse Brienz - Axalp, Bern - Gurnigel - Schwefelberg, Lugano - St. Moritz und Nesslau - Schwägalp mit berücksichtigt, dann erhöht sich das Total der Reisenden für die Zeit vom 27. Juli bis 2. August auf 31,691. Gegenüber der korrespondierenden Woche des Vorjahres verbleibt somit noch immer ein Minus von 9158 Personen. Sf»SiSS4Bn Die Lowerzerseestrasse ist nicht sicher genug. Nach einer Untersuchung, die gezeigt hat, dass die Sicherheitsmassnahmen für den Automobilverkehr auf der Lowerzerseeetrasse nicht genügend sind, hat der Automobil-Club der Schweiz an den Regierungsrat des Kantons Sehwyz eine Eingabe gerichtet, in der dieser ersucht wird, unverzüglich die für die Sicherheit des Verkehrs erforderlichen Massnahmen zu ergreifen. Eine der längsten Strassen, die sich auf rund 2200 km erstreckt, haben die Italiener längs der lybischen Mittelmeerküste in Angriff genommen. Die neue Verbindung wird im kommenden Oktober dem Motorfahrzeugverkehr geöffnet. Damit erschliesst sich dem Automobilisten die Möglichkeit, in ein paar Tagen eine Entfernung zurückzulegen, deren Bewältigung bisher eine lange und schwierige Reise auf dem Kamelrücken erforderte. Aus dem Geschäftsbericht der Reichsautobahnen für 1&35 geht hervor, dass eich neben den 108 km bereits in Betrieb genommener Strecken gegenwärtig weitere 1900 km in Bau befinden. Ueber die Finanzierung dieses grosszügigen Unternehmens vernimmt man allerdings wenig, bemerkt der Bericht doch, dass auch für das Geschäftsjahr 1935 weder eine Betriebsrechnung noch eine Gewinnund Verlustrechnung aufgestellt werde. Ausbau der Engelbergerstrasse. Der Regierungsrat des Kantons Obwalden genehmigte ein Projekt für den Ausbau einer Teilstrecke der Strasse nach Engelberg in Höhe von 55,000 Fr Eisenstrassen. Im deutschen Rheinland werden zur Zeit Strassenstücke aus gusseisernen « Pflastersteinen » gebaut. Es handelt sich einfach um Platten, die auf ein etwa 10 cm hohes Sandbett aufgebracht und mit einer 20-t-Walze festgefahren werden. Diese Strassen sollen viele Vorzüge aufweisen : bequeme Herstellung (aber der Preis !), geringe Abnützung (nur Vis von bestem schwedischen Granit!). Der Lärm soll durch die darunterliegende Sandschicht überraschend gut gedämpft werden. Eine spezielle Formgebung der Platten sorgt dafür, dass sie sich nicht verschieben und auch Wellenbildungen sollen nicht vorkommen. h. KLEINE CHRON Nonstop quer durch die U. S. A. Kürzlich starteten in Los Angeles vier Lastautos mit Anhängern und transportierten in 7tägiger Fahrt 32,7 Tonnen nach Newyork. Die Fahrt bildete sozusagen die Probe für die beabsichtigte Einrichtung eines regelmässigen Verkehrs mit Lastwagen zwischen Atlantischem und Stillem Ozean. Dabei zeigte es Sich, dass die Lastwagen effektiv schneller waren als die Güterzüge der Eisenbahn, doch steht zu erwarten, dass die Bahnen einige organisatorische Umstellungen vornehmen werden, damit ihnen nicht auch noch auf dem Gebiet der Gütertransporte über grosse Strecken eine nennenswerte Konkurrenz erwachse. Die Prager Automobilisten gegen die Verkehrsampeln. In Prager Automobilistenkreisen macht sich eine immer heftigere Reaktion gegen die seit einiger Zeit eingeführte Verkehrsregelung durch Ampeln bemerkbar. Es wird darauf hingewiesen, dass seit deren Einführung die Verkehrsstockungen an den-Strassenkreuzungen sich in unangenehmster Weise gehäuft hätten. Für die speziellen Prager Verhältnisse habe sich die automatische Regelung als überaus ungünstig erwiesen; die Verkehrsregelung durch Polizisten sei ihr durchaus vorzuziehen, insbesondere da die Prager Verkehrspolizei von jeher als besonders geschickt und geistesgegenwärtig gegolten habe. Ein Magnet-Lastwagen. Dag Quebec Road Department (Kanada) hat einen neuartigen Magnet- Listwagen in Dienst gestellt, der sich als ausserordentlich erfolgreich für das Befreien von Strassen von Nägeln und Metall aller Art erweist. Der Magnet ruht auf zwei Automobilrädern von 2,40 m Spurweite, vrird durch einen Dynamo getrieben und kann an jedem Lastwagen angebracht werden. Für die Versuche wurde ein leichter Zweitonnen- Wagen verwendet, der, wie Mr. J. P. Perin, Superintendant der Road Plant, unserem Korrespondenten erzählte, auf einer 14-Meilen-Strecke (zirka 23 km) 18 engl. Pfund (zirka 16,2 deutsche Pfund) Abfall-Metall auflas. Durchschnittlich ist mit einem Pfund Metall pro Meile zu rechnen. Für den kommenden Sommer ist eine Runde der durch Gaspe, nördlich Quebec, führenden Landstrassen geplant, die die Brauchbarkeit dieses Magneten auf langen Strecken beweisen soll. E. F. Das glbts natürlich nur in Amerika, dass ein ganz besonders pfiffiger Theaterdirektor Automobile verschenkt, um seine Stätte der Kunst zu füllen. Ein New Yorker Manager ist nämlich auf die Idee verfallen, jeden Abend unter den Besuchern eine Verlosung zu veranstalten, wobei als einziger Preis ein Auto winkt. Und die Sache hat mächtig eingeschlagen, obwohl die Eintrittspreise um 20% heraufgesetzt worden sind, um die Auto-Lotterie finanzieren za. können. Abend für Abend blickt der Herr Direktor auf ein volles Haus und ist zufrieden. Weniger allerdings die Konkurrenz, die eich indessen bereits angeschickt hat, ihren «Gegner» dadurch auszustechen, dass sie, wie eine Meldung besagt, Flugzeuge zur Verlosung bringt. Veranstaltungen. Kreuzritterspiele in Bubikon. Das schlechte Wetter hat den Kreuzritterspielen in Bubikon arg mitgespielt, weshalb die Aufführungen bis zum 23. August verlängert werden. Die nächsten Spiele finden an folgenden Tagen statt: 8. August: Beginn 20.15 Uhr. 9., 16., 23. August: Beginn 14.15 Uhr. (Mitg.) Die Arve-Lotterie. Schon bei einem Einsatz von Fr. 10.— verheisst diese Lotterie Gewinne von einer Viertelmillion, Fr. 100.000.—, Fr. 50.000.—,. Fr. 35.000 usw. Die 10 Lose umfassende Serie zu Fr. 100.— enthält einen sichern Treffer, sowie zehn weitere Gewinnmöglichkeiten, denn das Trefferlos nimmt nochmals an der Ziehung der höchsten Treffer teil. Wollen Sie es nicht auch versuchen, zusammen mit Familienangehörigen, Freunden und Bekannten gemeinschaftlich eine Losserie zu erstehen? Entschliessen Sie sich aber lieber schon heute als erst morgen dazu, denn der Losverkauf hat schon stark eingesetzt. Arve^Lose Rind erhältlich beim Lotteriebureau Hirschmattsträsse 13, Luzern 20, Postcheck VII. 6700. Aus clora Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Infolge dringender Geschäfte sind wir genötigt, eine aueserordentliche Generalversammlung einzuberufen, welche Samstag, den 8. August, abends 8% Uhr, im Hotel Löwen, stattfindet. Vollzähliges und pünktliches Erscheinen jeden Mitgliedes ist Ehrensache. Der Vorstand. TOPSENSPRECHSAAL k-ÄLl J? TEL, 28222 BERN T. F. .Im weissen Rössel am Wolfgangsee. Ich möchte den Wolfgangsee kennen lernen und gelange deshalb mit der Bitte an Sie, mir mitzuteilen, was für eine Route Sie mir von Wil nach St. Wolfgang empfehlen und was für eine andere Route für den Rückweg in Frage käme. Wenn möglich würde ich gerne München berühren. W. K. in W. ' f. A. . Wir raten Ihnen zu folgender Route an den Wolfgangsee und zurück über München: ;; Hinfahrt: Wil - St. Gallen - Gais - Altstätten - Feldkirch - Bludenz - Stuben am Arlberg - Arlbergpass - St.:Anton - Landeck - Imst- Tolfs - Innsbruck ^. Schwaz - Rattenberg - Wörgl - St. Johann i.-T: -Lofer - Bad Beiehenhall - Salzburg - Fuschl - StJ Gilgen' - St. Wolfgang am' Wolfgangsee. -Rückfahrt: St. Wolfgang - St. Gilgen - Fuschl ~* Safeburg •- Teisendorf - Traunstein - Seebruck -. Wasserburg - Ebersberg - München - Pasing - Landsberg •* Buchloe - Mindelheim - Memmingen - Leutkirch - Wangen - Lindau - Bregenz - Rorschach - St. Gallen . WiL u Erleichterung des Existenzkampfes durch das Motorfahrzeug. Der Motorfahrzeug-Verkehr ist eine Angelegenheit der Volksgemeinschaft, werden doch dadurch Lebensstandard sowie Lebenshaltung direkt oder indirekt beeinflusst. - Nicht umsonst lässt sich aus der verkehrstechnischen Entwicklung eines Staates auf dessen Kulturstufe schliess^en. Mit .dem Automobil-Verkehr ist das Schicksal von vielen Tausenden von. Werktätigen in Fabriken, Reparaturwerkstätten, Garagen, dem Fahrzeughandel, der. Betriebsstoff-Versorgung sowie des Fahrdienstes verbunden. Es ist zu untersuchen, ob durch die Wandlung der Verkehrsstrüktur, resp. Uebergang eines Bruchteiles des Verkehrs-Volumens von der Bahn auf das Automobil, eine Steigerung des Warenumschlages erzielt wurde. Von entscheidender Wirkung ist das Grundgesetz, dass neue Verkehrswege und Verkehrsmittel — wirtschaftlich heue Absatzgebiete erschliessen. Dies gilt nicht nur für die Eisenbahn, sondern in vermehrtem Masse für das anpassungsfähige Individual-Verkehrsmittel — das Motorfahrzeug. Das Automobil ist einmal.das einzige Schnellverkehrsmittel, welches bis in den letzten Winkel auf dem Lande gelangen kann, um die notwendige direkte Verbindung zwischen Produzent und Einzelhandel sowie dem Verbraucher zu schaffen. Der kleinstädtische Einzelhändler kann heute beispielsweise mit einem kleineren Lager auskommen, resp. geringerem Kapitalbedarf; derselbe trägt dank der verbesserten. Verkehrsbedingungen durch das Motorfahrzeug ein vermindertes Risiko und hat einen beschleunigteren Warenumschlag. Der Motorfahrzeug-Verkehr verschafft einem grossen Volksteil Arbeit und Brot, nicht nur durch die bereits erwähnte gewerbliche Beschäftigungsmöglichkeit, sondern auch durch einen erhöhten Genussmittel-Konsum. Es musste ein Bruchteil des Waren- und Personen-Umschlages von der Schiene auf die Strasse wandern, um den individuellen Bedürfnissen der Landschaft zii genügen; denn Bau, Betrieb und Unterhalt eines Bahnnetzes sind nur wirtschaftlich für Betriebsstrecken mit grossen Transportleistungen. Es ist unverantwortlich, • durch eine seit bald 20 Jahren stets wachsende Besteuerung des Motorfahrzeug-Gewerbes jdie Existenzbedingungen zu erschweren — ja, zu verunmöglichen. Die Gebührenentrichtung und Besteuerung hat nun nahezu sämtliche möglichen «Variationen» erschlossen, wie z. B.: Einfuhrzoll auf Fahrzeuge, Fahrzeug-Zulassung, allgemeine Verkehrssteuer, Benzin-Steuer, resp. Benzin-Zoll, 5 verschiedene «Variationen» von Versicherungsgebühren (1. Haftpflicht-, 2. Insassen-? (ohne Führer), 3. Kasko-, 4. Vermietungs-, 5. Fahrschul-Versicherungen), Konzessionsgebühren für bestimmte Transporte gewerbsmässiger Art (Taxi, Reisefahrten, fahrplanmäßige Kurse und Lebensmittel-Transporte), Prüfungsgebühren für verschiedene Kategorien und zum Teil ärztliche Untersuchungskosten für den Fahrzeugführer, jährliche Erneuerungsgebühr iür...die Führerbewilligung und last not least die kleineren oder grösseren Busseniosten für individuelle < Konsultationen »1 Wir leben heute in einer Zeitepoche, in welcher eine Förderung der Motorisierung im Interesse der' Landesverteidigung (militärisch genau so wie wirtschaftlich) eine dringende Notwendigkeit ist, und ausgerechnet in diesem Moment wird versucht,, die ohnehin enorme Belastung noch weiter'zu e'rhöhen. Der unverantwortliche Fehler der Ueberkapitalisierung unserer Staatsbahn, für die schlussendlich nur Einzelpersonen haftbar sind, welche nie damit rechnen konnten, dass auf 7 «fette> Jahre gleich 7 oder noch mehr «magere» folgen könnten, und die als «Führer» die Fähigkeit nicht besitzen, die durch den technischen Fortschritt bedingte Entwicklungstendenz im Transportwesen vorauszusehen, haben uns nun langsam und sicher in katastrophale Zustände gebracht. Unbewachte Bahnübergänge werden am besten im höchsten Tempo genommen—ein Friedhof liegt meist in nächster Nähe! , Der 5. Juli hat mit seiner nahezu 100%igen Stillegung der Motorfahrzeuge bewiesen, dass die alt-ehrwürdige Tradition von: «Einer für alle und alle für einen», nicht ganz ausgestorben ist. Die Privatwirtschaft (der Existenzfaktor für den teuren Staatsbetrieb) hat eindeutig protestiert gegen die masslose Besteuerung des Motorfahrzeug-Gewerbes und die damit verbundene proportionale Verkehrsschrumpfung. Die Beurteilung der Klarheit der behördlichen Massnahmen ist undiskutabel in der Erkenntnis, dass die Gesundung der Wirtschaft ohne Erhöhung des Verkehrs-Volumens undenkbar ist. Nicht umsonst kamen nach dem 5. Juli die ersten Klagen der Existenzbedrohung von Gasthöfen, Hotels, Ausflugsorten, Autofähren, abgelegenen Bergbahnen, — für die ein direkter Bahnanschluss wirtschaftlich undenkbar ist — und welche nun ihre Lebensmöglichkeit der motorisierten Strasse verdanken. E. D~ in Z. Auf« Neugründung: " Bärlocher & Schamm, Rebstein, Autoreparafurwerksfätte und Garage. Fritz Bärlocher in Büchen- Staad (Gemeinde Thal) und Max Schamm in Staad haben unter obiger Firma eine Kollektivgeseilschaft eingegangen. Domizil: Aussendorf. Personelles: Hans von Aesch, Thun, Autosattlerei und Autoglaserei. Inhaber d-»r Firma ist Johann Gottfried von Aesch-Michel, Bernstrasse 13, Thun. Konrad Peter Aktiengesellschaft, Handel mit Fahrzeugen aller Art und deren Zubehörden, Herstellung und Handel mit Maschinen, sowie Führung von, Autogaragen und Reparaturwerkstätten, Hauptsitz in Liestal Aus dem Verwaltungsrat ist Max Scheitlin ausgeschieden. A. Käppelis Söhne, mit Hauptsitz in Wahlen (Aargau) und Filiale in Einsiedeln, Strassenbauunternehmungen, Wasserversorgungen. Die Firma erteilt Kollektivprokura an Hans Finsterwald, Wohlen (Aargau). Die an Robert Muntwyler erteilte Prokura ist erloschen. , ..'. Jakob Henggi, Wohlen (Aargau), Inhaber der Firma ist Jakob Henggi in Wohlen (Aargau), Autogarage und Reparaturwerkstatt. Handel mit Automobilen und deren Bestandteilen, Reparaturen. Zentralstrasse 89. Fritz Schneeberger, Bützberg, Garage und Autoreparaturwerkstätte. Inhaber der Firma ist Fritz Schneeberger in Bützberg, Bernstrasse. Ernst Meyer, Bern, An- und Verkauf gebrauchter Autos. Der Inhaber dieser Einzelfirma, ErAst Meyer, Techniker, Bern, hat mit seiner Ehefrau, Ida geb. Dätwyler verw. Muster, durch Ehevertrag vom 4. März 1936 Gütertrennung mit Ehesteuer, letztere unter Güterverbindung stehend, vereinbart. Statutenänderung. Auto Electric A.-G. Sololhurn. elektr. Zünd- und Anlasseranlagen an Motorfahrzeugen usw., Solothurn.. Die Fa. hat in der G. V. vom 15. Juni 1936 ihre Statuten teilweise revidiert. Der Zweck der Gesellschaft wurde in Art. 1 wie folgt ergänzt: Ausführung mechanischer Reparaturen jeder Art, Einrichtung einer Service-Station mit Benzmtankanlag-e, Handel mit Oel, Pneus und autotechnischen Artikeln. Art. 10 lautet nunmehr: Die' Zahl der Mitglieder des V. R. beträgt 2 bis 5. Die übrigen publizierten Tatsachen bleiben unverändert. Aus dem V. R. ist Werner Maurer ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. Firmen anderung: Ramseier, Streun & Cle., Carrosseriewerke und Garage, Bern. Fritz Streun ist aus der Kollektivgesellschaft ausgetreten. Sie wird von den verbleibenden Gesellschaftern Fritz Ramseier und Jakob Jenzer unter der Firma Ramseier & Jenzer weitergeführt. Die bisherige Kollektivzeichnurigsberechtigung wird aufgehoben. Die, Gesellschafter sseiGhnen je einzeln. FirmenlSschung: Emma Leihtgen-Pümpin, Vertretungen in Automobilbestandteilen. Gebäude Nr. 85 in Flumenthal. Die Firma ist infolge Verzichts der Inhaberin im Handelsregister erloschen. . , . Charles Müller & Cie., Kommanditgesellschaft, Handel mit Automobilen, Autogarage mit Reparaturwerkstätte und Fournitüren für Motorräder, mit Sitz in Nidau. Die Firma wird nach durchgeführter Liquidation im Handelsregister gelöscht. r Thürkauf & Karrer. Basel, Handel in Automobilen und Zubehör, Vertretungen. Die Kollektivgesellschaft hat sich aufgelöst und ist nach durchgeführter Licniidation erloschen, Robert Wüthrich, Aütogarage, Handel mit Autos, Motos, Velos, Baisthal. Die Firma ist infoiga Wegzuges des Inhabers von Amtes wegen gestrichen worden. Schluss des Konkursverfahren«: i Betriebs-Aktiengesellschaft Grand Garage Central, Bern. Schluss des summarischen. Verfahrens: 15. Juli 1936 , • ; Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. Dipl. Ing. F. 0. Weber. Verantwortlich für die Herausgabe : 0. E. Wagner. — Rtni Baebler.