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E_1936_Zeitung_Nr.066

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 14. AUGUST 1936 — N° 66 müsste. Im Gegensatz faiezu erzeugt die Holzverwertung durch Synthese von Benzin durchwegs Nebenprodukte, die den Holzmarkt rückwirkend keineswegs beeinflussen. Es handelt sich samt und sonders um Stoffe, die man bisher importieren musste. Deshalb ist es sehr verständlich, dass das Projekt der Benzinsynthese gegenwärtig von den massgebenden Stellen des Bundes einer eingehenden Prüfung unterzogen wird. Der Ausgang dieser Untersuchungen verdient das weitgehende Interesse der Oeffentlichkeit und speziell auch der Automobilistenkreise. Die hauptsächlichsten Bedenken, die sich erheben, dürften wohl der Frage gelten, was werden sollte, wenn der Bund einmal unter dem Drucke der Ereignisse, z.B. aus militärpolitischen Gesichtspunkten, gezwungen würde, die auf dem Benzin ruhenden Fiskallasten zu senken, so dass der Benzinpreis die 40-Rappengrenze wieder unterschritte. Immerhin darf dazu festgestellt werden, dass der vorgesehene Umfang des Synthetisierwerkes nur ungefähr ein Viertel der bisher importierten Automobilbrennstoffe zu erzeugen vermöchte,, sa dass diese Belastung für den Inlandmarkt in keinem Falle allzu schwerwiegend in Erscheinung treten würde. Herrn Vogt, dem Verfasser des beschriebenen Projektes, kommt das Verdienst zu, unserer schweizerischen Waldwirtschaft ganz neue Wege zur Gesundung aufgezeigt zu haben. Als genauer Kenner der Materie ist es ihm möglich, einen die ganze Fabrikation umfassenden Kostenvoranschlag vorzulegen, dem wir zur Illustration einige der Hauptposten entnehmen : Ankauf von Nadelholz zu 12 Fr. pro Ster 18 Mill. Fr./Jahr Frachten hiefür (SBB) '2,5 Mill. Fr./Jahr Gehälter und Löhne (für Personal und Fabrik) 1,3 Mill. Fr./Jahr Anhand der vorgelegten Dokumente über die Versuchsstation konnten wir uns über den Aufbau der Anlage weitgehend informieren und die Fabrikation vom einheimischen Rohstoff bis zum fertigen Brennstoff verfolgen, die in wenigen Stunden das fertig bringt, wozu die Natur Jahrtausende brauchte. Last but not least hat das synthetische Benzin den Vorteil, dass es in unsern Wäldern dauernd wieder « nachwächst », wodurch uns eine gewisse Eigenversorgung gesichert bleibt, wenn sich einmal der Unkenruf jener Schwarzseher erffillen sollte, die behaupten, dass die Petrolfelder in einigen Jahrzehnten erschöpft seien. -b- Pvakflsche Winke Zundungsprüfer. Zur Prüfung der Zündspule auf ihre Wirksamkeit bringt eine englische Firma ein Prüfgerät heraus, das eine in ihrer Länge verstellbare Funkenstrecke aufweist. Je nach der Distanz, den der Funken zu überspringen vermag, kann man auf den Zustand der Spule schliessen. Das Instrument ist so gebaut, dass man die Prüfung am Wagen vornehmen kann, ohne dass ein Ausbau notwendig würde. OO Die Benzinpumpe versagt. Insoweit an den Autos nicht ein vorn unter der Motorhaube liegender Tank verwendet wird, aus dem das Benzin einfach in den Vergaser «fallen» kann, muss das Benzin durch eine Vorrichtung zum Vergaser gepumpt werden. Vielfach werden heute für diesen Zweck Membranenpumpen verwendet, die beinahe als vollkommen anzusprechen sind und kaum jemals versagen. Eigentlich streiken sie nur in einem einzigen Falle, dann nämlich, wenn sie nicht genügend abgedichtet sind, so dass Luft einströmen kann. Darauf ist besonders zu achten, wenn man einmal genötigt ist, die Glasglocke der Pumpe abzunehmen, um die sich dort angesammelten Unreinigkeiten zu entfernen. Wenn man die Glocke dann wieder aufsetzt, schraubt man sie zunächst nur massig fest, dreht sie dann ein paar Mal hin und her und schraubt sie erst dann vollkommen fest. Auf diese Weise wird eine gute Dichtung erreicht. Dass alles in Ordnung ist, kann man daran sehen, dass sich die Filterglocke nach etwa 40 Sek. Anlasserbetätigung mit Kraftstoff gefüllt hat. Gelingt es nicht, das zu erreichen, so liegt eine Beschädigung der Benzinpumpe vor, die man selbst nicht beheben kann. Schlauchrrdsse wird nicht mehr fabriziert. Es kann als Seltenheit einmal vorkommen, dass eine bestimmte Zwischengrösse von Luftschläuchen nicht mehr fabriziert wird. Man braucht sich aber deshalb keine grauen Haare wachsen zu lassen, denn die nächstkleinere Nummer tut's auch. Verkehrt wäre es dagegen, die nächsthöhere Grosse zu verwenden, weil sich dann der Schlauch beim Aufpumpen in Falten legen würde, was ihm. und der « Balance > des Rades nicht förderlich sr wäre. Techn Sg»»^da*«a«l II. Antwort 9864. Stromlinienwagen und Benzinverbrauch. Wir werden auf eine Unklarheit in der Antwort auf diese Frage aufmerksam gemacht. Es heisst dort nämlich im ersten Satz, daes die Stromlinie erst bei hohen Geschwindigkeiten zur Geltung, komme, sollte aber natürlich in Uebereinstimmung mit dem letzten Satze der Antwort hassen, dass die Stromlinie erst bei hohen Geschwindigkeiten voll zur Geltung kommt. Im letzten Satze heisst es richtig,. dass sich die Stromlinie speziell dort, wo hohe Durchschnitte gefahren werden, auswirken kann. Wie ja Herr Obering. Jaray in einer Abhandlung in der « A.-R. » vor längerer Zeit anhand von Vereuchsiresultaten bewies, lässt sich beim Stromlinienwagen gegenüber dem normalen Wagen eine Verminderung des Brennstoffverbrauchs bis hinab zu Geschwindigkeiten von 30 km/St, einwandfrei feststellen. Allerdings ist dann die Benzinersparnis rund dreimal kleiner als bei einer Fahrgeschwindigkeit von ca, 70 km/St. -b- Frajj« 9915. Lieferant von verchromten Rahmen. Kennen Sie Fabrikanten von verchromten Auto- Nummern-Rahmen? K. in E. Frag« 9916. Lieferant von Federhallen. Wer kann mir die Fabrikations-Firma der « Lubrissor »- Federhüllen bekanntgeben? E. in B. Frage 9917. Bremsweg. Da ich in nächster Zeit die Führerbewilligung Kategorie B erlangen will und die Bremswege nicht kenne, wäre ich froh um Auskunft über diese Punkte. E. H. in Z. Antwort: Wenn die Bremsen in einwandfreiem Zustand sind, eo soll sich ein Wagen aus einer Geschwindigkeit von 30 km/St, innerhalb einer Strecke von 6 m anhalten lassen, gerechnet vom Momente an, wo die Bremskraft am Rade in Funktion tritt. Wenn man sich diese eine Zahl merkt, so kann man die gewünschte Bremsstrecke für jede andere Geschwindigkeit leicht berechnen. Da die kinetische Energie, d. h. die Wucht des Wagens mit dem Quadrate der Gechwindigkeit wächst, so würde die Bremsstrecke aus einer Geschwindigkeit von 60 km/St nicht doppelt sondern 2* = viermal so lang ausfallen, also 24 m betragen und aus einer Geschwindigkeit von 90 km/St, nicht dreimal sondern 3* = neunmal 6 oder 54 m ausmachen. Wie aus einem kürzlichen Entscheid des Bundesgeriehts hevorgeht, erachtet es bei Unfällen auch noch einen Bremsweg von 9 m aus einer Geschwindigkeit von 30 km/St, als genügend und entsprechend höhere Beträge (ebenfalls quadratisch anwachsend) beim Bremsen aus höheren Tempi. Bei der Wagenabnahme wird aber darauf gehalten, dass der kürzere Bremsweg erreicht wird, weshalb auch diese Zahl bei der Prüfung den Ausschlag gibt. In der Praxis verlängert sich diese Distanz noch um die während der sog. Schrecksekunde dnrehfahrene Strecke. Man nimmt nämlich an, dass vom Moment, wo der Fahrer die Gefahr erblickt, bis zum Niedertreten des Bremspedals eine Sekunde verstreicht, während welcher der Wagen ungebremst weiterfährt. Hat er nun beispielsweise eine Fahrgeschwindigkeit von 30 km/St., d. h. ungefähr 8,5 m/Sek., so •durchfährt er in dieser Zeit 8,5 m. Hieraus treten die Bremsen in Funktion und bringen den Wagen in weiteren 6 m zum Stillstand. Vom Augenblick des Erkennens der Gefahr bis zum "Anhalten des Wagens werden also bei einer ursprünglichen Geschwindigkeit von 30 km/St, insgesamt 14,5 m durchfahren. Frage 9918. Nachspannen des Ventilatorriemens. Kürzlich kaufte ich einen guterhaltenen Wagen aus zweiter Hand. Leider konnte ich kein Handbuch mit Bedienungsvorschriften dafür auftreiben. Ich möchte nun den Ventilatorriemen etwas nachspannen, doch kann ich nicht herausfinden, wie dies geschehen soll. Ich habe den Eindruck, dass die Riemenscheibe am Ventilator zum Nachstellen eingerichtet ist. F. H. in 2. Antwort: Die Riemenscheibe des Ventilators ist tatsächlich an diesem Modelle verstellbar, indem sich die beiden konischen Flansche, aus denen sie sich zusammensetzt, gegeneinander verschieben lassen. Da der Riemen Keilform hat, rutscht er dabei nach aussen und strafft sich. Um den Abstand der Flansche zu dem erwähnten Zwecke zu verengern, löst man die Gegenmutter, welche den einen Flansch sichert, worauf er sich auf einem Gewinde näher an den andern heranschrauben lässt. Ist der Riemen genügend gespannt, so zieht man die Gegenmutter wieder an. Wenn es sich übrigens nur darum handelt, dass der Riemen auf den Scheiben gleitet, so stellt ein strafferes Anspannen nicht immer das Allheilmittel dar. Denn eventuell sind einfach die Scheiben etwas fettig und könnten durch Abwaschen mit einem Fettlösungsmittel griffiger gemacht werden. # fuivasf. SpveJii Anfrage 609. Haftpflichtversicherung. Rückvergütung. Am 25. Januar 1932 haben wir bei der «Winterthur» eine Autohaftpflicht abgeschlossen mit Nachtrag vom 3. Dezember 1932. In diesem Nachtrag wird bestimmt, dass von den Jahresprämien je 15% rückvergütet werden, insofern usw. usw. und sofern die Versicherung fortgeführt wird. Wir hätten nunmehr qine Rückvergütung pro 1933/34/35 zu fordern, also per Ende Dezember 1935. Erst Mitte Januar 1936 haben wir in beidseitigem Einverständnis die Police aufgehoben. Von einer Rückvergütung ist überhaupt nichts erwähnt worden. — Wir fragen Sie nun an, ist die Gesellschaft verpflichtet, uns die Rückvergütung zu machen oder kann sie sich auf den oben unterstrichenen Passus berufen. Unserer Ansicht nach isi die Police nach dem 31. Dezember 1935 fortgeführt worden. Es steht jedoch nirgends, wie lange sie fortgeführt werden muss. X. B. in B. Antwort: Nach dem von Danen geschilderten Tatbestande sind Sie berechtigt, die Rückvergütung für die Jahre 1933/35 zu beziehen. Die Fortführung der Versicherung hat mit der Prämienrückvergütung nichts zu tun. Die Rückvergütung ist nach Ablauf von drei schadenfreien Jahren verdient. Sie müssen deshalb auf der Ausrichtung der Rückvergütung bestehen. * ist führend Leichtmetall-Ausführung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St.Gallen-W KON STRU KTION S-WER KSTÄTT E Telephon 626 — wirtschaftlich durch grösste Leistungsfähigkeit und längste Leistungsdauer! Gesellschafts - Reise der Automobil-Revue nach Verdun-Moseltal-Rheinland-Schwarzwald Reisedauer 8 Tage. Start in Basel, Sonntag, den 30. August. Besammlung der Teilnehmer Samstag, 29. August abends in Basel. Die Fahrt führt über folgende Route: Beifort — Route Joffre—Hartmannsweilerkopf — Col de la Schlucht— Nancy—Metz—Verdun (Fort Ddüaumont)—Luxemburg—Trier—durchs Moseltal über Bernkastei — Traben-Trarbach — Kochern — durch die Voreifel—Nürburgring—Koblenz—St. Goar—Assmannshausen—Niederwalddenkmal— Rüdesheim—Wiesbaden—Frankfurt—auf der Reichsautobahn nach Heidelberg—Karlsruhe—Baden-Baden—Schwarzwaldhochstrasse—Mummelsee—Hornisgrinde—Freiburg i. Br.—Schauinsland—Feldberg—Titisee—Schluchsee—St Blasien—Belchen—Basel. Wir besorgen für einen massigen Pauschalpreis: Einen erfahrenen Reiseleiter, Unterkunft und Verpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) in guten Hotels, Garagen, Führungen in Städten, alles einschliesslich Bedienung und Taxen. Jeder fährt in eigenem Wagen! Den bis jetzt durchgeführten Reisen der „Automobil-Revue" war ein in jeder Beziehung voller Erfolg beschieden. Wer sich für die Fahrt interessiert, der wende sich sofort an das Touristik-Bureau der „Automobil-Revue", Tel. 28.222, das jede weitere Auskunft gerne erteilt. Giosse Brennstofkrspamis ohneleistungsverlust Slampfenbadulrasse 73, Telefon 45.456 Kanton Aaraau: P. 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N fl 66 — FREITAG, 14. AUGUST 1936 AUTOMOBIL-REVUE. ft Parkierun^sprobleme (Schluss aus Nr. 65) Nach diesen Erörterungen und Darstellungen dürfte *es klar sein, wie begrüssenswert es ist, wenn ein Verkehrsrecht, wie etwa die deutsche Reichs - Strassenverkehrsordnung, gleich einen festen Mindestabstand parkender Fahrzeuge vom Schnittpunkt der gerade fortgeführten Trottoirkanten vorschreibt. In Deutschland beträgt in der Tat dieser gesetzliche Abstand zehn Meter und in Frankreich besteht eine analoge Vorschrift. Wenn sich in der Schweiz jeder Autofahrer freiwillig an diese Norm hielte, so würde sich dies sofort im allgemeinen Verkehrsbetrieb sehr wohltätig auswirken. In Abb. 6 zeigen wir jedoch, wie auch durch geringfügige bauliche Massnahmeh die zulässige Parkierungszone sehr deutlich abgegrenzt werden kann, wodurch mit einem Schlag auch dem Fussgängerverkehr eine sehr klare Führung und Sicherung zuteil wird. Schon die Vorverlegung des Trottoirrandes auch nur um eine Randsteinbreite ver- Abb. 6. Begrenzung der Parkstelle durch die Trottoirkante. möchte gewiss selbst beim System des Längsparkens eine Befreiung der Strassenecken von parkenden Fahrzeugen herbeizuführen. Von nicht geringerer Bedeutung sind die Vorschriften über die Freihaltung von Haltestellen der Strassenbahn (für die Haltepunkte von Autobussen liegen die Verhältnisse etwas anders, weil der Autobus als schienenfreies Fahrzeug am Strassenrand anhält). Abb. 7 zeigt zwei Fälle von Verkehfsstörung. Beim Fehlen einer Schutzinsel und knapper Fahrbahnbreite neben dem Geleise kann durch falsch aufgestellte Wagen das Ein- und Aussteigen der Trampassagiere beinahe* yerunmöglicht werden; bestimmt aber ist es kein Vergnügen für sie, sich zwischen dem Tram und irgendeinem Lastauto mühsam durchzwängen zu müssen. Beim Vorhandensein einer Perroninsel SiäcHt" die""Äufstellüng~ von Fahrzeügeirim Bereich der verbleibenden, ohnehin eingeengten Fahrbahn die Hauptaufgabe der Insel illusorisch, dem Verkehr auch am haltenden Tramfahrzeug vorbei einen • ungestörten Durchfluss zu gewähren, was für eine reibungslose Verkehrsabwicklung sehr wesentlich ist. Doch wir wollen die örtlichen Aufstellungsverbote von Art. 49 VV verlassen. Bedenken Stvamsen Volkslnitlative für die Prageistrasse. Seitens der Liberalen Partei des Kantons Schwyz ist eine Volksinitiative eingeleitet worden, worin zur Milderung der Notlage und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine intensive Förderung der Arbeitsbeschaffung verlangt wird, beispielsweise die Inangriffnahme des Hurdener Dammdurchstiohes, Bau der Prageistrasse mit Abzweigung ins Wäggital und Meliorationsarbeiten in der Linthebene. Zur Deckung dieser Ausgaben sei ein auf 4 Jahre befristetes Erwerbssteuergesetz auszuarbeiten. Ein englisches Strassenbeleuchtungs-Programm. In England befindet sich zur Zeit ein umfassendes Programm für die Einrichtung von Beleuchtungsanlagen auf den Überlandstrassen im Studium. Bereits sind in der Gegend von Camberwell die ersten Arbeiten in Angriff genommen worden. Man ist nämlich dort daran, 250 km Strassen mit Quecksilberdampflampen auszurüsten. >&u4€»l*u*se Mosses in die Gegend von. Bern, Bieler- und Neuenburgersee. Die vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeiten w,erden sp gewählt, dass auch Motorräder mit kleinerem Zylinderinhalt die Prüfung strafpunktfrei absolvieren können. Ungefähr in der Mitte des Parcours wird in der Gegend von Frei- wir aber, dass Abs. 3 keine abschliessende burg eine Aufzählung aller Fälle geben will, wo das Stehenlassen von Fahrzeugen unzulässig ist! Es handelt sich der ganzen Natur der Sache nach um blösse Beispiele, und der korrekte Fahrer wird sich immer eingedenk sein, das er seinen Wagen nun nicht einfach überall dort stehen lassen darf, wo es nach Abs. 3 [123771 Abb. 7. Das Parken an Tramhaltestellen. nicht verboten ist Wegleitend bleibt immer Abs. 2 mit seiner allgemeinen Weisung, Motorfahrzeuge nicht dort aufzustellen, wo sie den Verkehr, stören können. Neben diesen allgemeinen Stationierungsverboten, deren Geltung, wohlgemerkt, nicht vom, Vorhandensein einer Verbotstafel abhängt, gibt es jedoch:auch zahlreiche Fälle, wo aus Gründen, die weder aus den obigen allgemeinen Regeln herrühren, hoch " auch sonst dem einzelnen Strassenbenützer erkennbar sind, besondere Parkierungsverbote erlassen werden müssen. Der einzelne Automobilist, namentlich der auswärtige, vermag die Verkehrsbelastung einer Strasse nicht zu erkennen, die eine. Beanspruchung der Fahrbahn zu Parkierungszwecken ausschliesstj er weiss nicht, wo eine öffentliche Verwaltung ihre Dienstfahrzeuge aufzustellen pflegt, und kennt nicht die Umstände, die es erforderlich machen, dass Einern Warenhaus auf der öffentlichen Strasse ein Platz für die Beladung und Entladung seiner Lieferüngswagen zur Verfügung gestellt werden muss. In allen solchen Fällen kann das Stationierungsverbot dem Strassenbenützer nur durch die bekannte -blau-rote Signaltafel mitgeteilt werden. : > Pämit'Tiaben wir die örtlichen Parkierungsfragen einigermassen abgewandelt. Zeitliche Parkierungsverbote stehen auf einem andern Blatt. Zum. 'Schlüsse sei festgestellt, dass die Vorschriften von Art.. 49 VV kraft Art. 72 auch Geltung für bespannte Fuhrwerke, Handkafren und lügwagen(besitzen. Unser iVerkehrsgesetzr" -aus-- verfassungsreohtliehen und referendumspolitischen Gründen bekanntlich so undemokratisch als möglich, macht mit dieser Bestimmung wenigstens einen schwachen Versuch, die .Verantwortung für die Sicherheit auf der Strasse auf -die Schulter^ aller zu verteilen, die die öffentlichen Verkehrswege benützen. Und das soll immerhin dankbar anerkannt sein. H. W. Thommen. verkehr auf den Alpenposten. Wenn die Frequenz der schweizerischen Alpenposten auch während der Woche vom 3.—9. August 1936 noch immer hinter den Zahlen der entsprechenden Vorjahreswoche zurückgeblieben ist, so erreicht die Einbusse relativ und absolut doch nicht mehr ganz . die im Juli registrierten Höhen: Bei einem Totar von 44 247 Fahrgästen gegenüber 51528 in der korrespondierenden Berichtsperiode 1935 bleibt zwar noch immer ein Rückgang um 7281' Personen oder rund 14%. Und es hat nicht den Anschein, als ob sich die Verhältnisse in nächster Zeit entscheidend bessern würden. Von den 36 schon letztes Jahr betriebenen Kursen schltessen acht mit einer Steigerung der Reisendenziffer ab, darunter die Haslibergroute mit +395 und der Lukmanierkurs mit +320. Für die übrigen 28 Linien dagegen fällt der Vergleich mit 1935 negativ aus, sind doch durchwegs Ausfälle zu verzeichnen, der stärkste davon (mit —1927) auf der Linie Urnäsch-Schwägalp. Es folgen weiter Nesslau-Buchs mit —994, St. Moritz- Maloja-Castasegna mit —920 und der San Bernardino mit —900. Unter Einbezug der erst im laufenden Sommer in Betrieb genommenen Kurse Brienz-Axalp, Bern- Gurnigel-Schwefelbergbad, Lugano-St. Moritz und Nesslau-Schwägalp erhöht sieh das Total der Postreisenden für die Berichtswoche auf 47.721. t?lilft£2»£sche* II. Schweizer. Zuverlässigkeitsfahrt der Motorwagentruppe. Die Motorwagentruppe veranstaltet für ihre Unteroffiziere und Soldaten am 16. August eine Scharfschiessübung von 6 Schuss für Revolver- und Pistolen tragende auf Scheibe P, für Karabinertragende auf Scheibe A lurchgeführt. Zuverlässigkeitsfährt und Schiessresultate werden getrennt gewertet. Die Fahrer werden einerseits bei der U. M. S. und anderseits unter sich klassiert. Der, Zentralpräsident der schweizerischen Vereinigung der Motorfahrer-Offiziers, Herr Oberstleutnant Demmer. hat einen Sehr gediegenen Wanderpreis ' zur Verfügung gestellt. Daneben haben die verschiedenen Ortsgruppen der,.Motorfahrer-Offiziersgesellschaft, und. mehrere militärisch und motorrad- 'sportlich interessierte Privatfirmen schöne Naturalpreise gestiftet. Die Militärpreise werden am 15./16. •August in der Apotheke Cuony in Freiburg ausgestellt sein. Sämtliche uniformierten Motorradfahrer haben sich unmittelbar nach Ankunft in Fribourg auf dem Bureau des Militärkommissärs im Hotel Terminus anzumelden. Dort erhalten sie den detaillierten Tagesbefehl für Samstag: und Sonntag. Ein gemeinsames Matratzenlager und kalte Douchen werden in der,Kaserne zur Verfügung gestellt...Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich in der Militärküche zu verpflegen. Der bewachte Militärparkplatz befindet sich im Kasernenhof. Durch diese -Massnahmen werden die Unkosten, auf ein. Minimum reduziert, und das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Motorradfahrer während dieser zwei Tage erneut "gestärkt. Reglemente und Anmeldeformulare sind zu beziehen bei Hptm. Doerks, Thun-Kaserne. Telephonische Anmeldung bis .Freitag 20 Uhr: Thun 31.87. AUTO-SEKTION AARGAU. Vorstands-Sitzung. An der Sitzung vom 7. August konnte eine erfreuliche Zunahme unseres Mitgliederbestandes -konstatiert' werden. Der Erziehungsdirektion wird zur Kenntnis gebrächt, dass vielfach stationierende Autos von Schulkindern beschädigt werden. r Die im vergangenen Jahr bei der aarg. Regierung eingereichten Begehren nach der Gewährung Von Erleichterungen befinden sich immer noch in Prüfung, ein Entgegenkommen ist aber zugesichert. Warten wir daher ab. 1 , Mit Rücksicht auf das 10jährige Bestehen un- -sexer Sektion fasste.- der Vorstand grundlegende, Beschlüsse über die Durchführung einer Jubiläumsfeier im Frühjahr 1937. Von der Tierausgabe einer besondern Festschrift wird abgesehen. ->•}; Im Zuge des Ausbaues unserer Finanzverwal- .hing wird eine besondere Kontrollstelle geschaffen, sowohl für das allgemeine Kassawesen, wie ätich für die Töuringhilfe; s£ Seenachtfest. Wohl vielff unserer Mitglieder haben sich angesichts des unbeständigen Wetters gefragt, ob das Seenachtfest abgehalten werden KöhnerDei* Berichterstatter "ällerctings"zerbra(«h sich darüber den Kopf nicht, wusste er doch, dass der Sportpräsident ein Quantum sommerlicher Sonne extra geholt hatte, um die Durchführung zu ermöglichen. So f strömten weit über 100 Autos von allen $eiten naeh Meisterschwanden, von den Fussgän- •jfern gar nicht zji reden." Und dig Zuschauer kamen voll auf ihre Rechnung. Manche «Programmnummer>, die besonders gefiel, wurde mit lebhaftem Applaus quittiert und unser Sportchef, hatte Grund geniig auf den Stockzähnen zu lachen, so ausgezeichnet ge^ngjdie Sache, nicht zuletzt dank einer mustergültigen Organisation. Soviel steht fest, dass sich die Autosektion Aargau durch diese Veranstaltung wiederum grosse Sympathien erworben hat. In den für unsere Mitglieder reservierten Räumen der «Seerose> wurde nachher nicht nur wacker diskutiert, sondern auch mit Ausdauer getanzt bis zur frühen Morgenstunde. ^ AI** *te» T. C. S. Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Auszug aus dem Protokoll der a. o. Generalversammlung vom 8. August 1936, 20.30 Uhr, im Hotel Löwen. Präsident Steinbichl eröffnet die sehr gut besuchte Versammlung mit einem Begrüssungswort und gibt anschliessend die Traktanden bekannt. Nach der Wahl eines Tagespräsidenten schreitet die Versammlung zur -Erledigung der weiteren Geschäfte: Mutationen: 8 Austrittsgesuchen mues die Genehmigung versagt werden, dagegen beschliesst die Versammlung, folgende acht Mitglieder auszuschliessen: H. Schmid, H. Graf, H. Lutz, H- Spahn, O, Mengel, E. Panzer, H. und W. Marti. Ein weiteres Mitglied wird aus der Liste gestrichen, weil es" seinen Verpflichtungen dem Verein gegenüber nicht nachgekommen ist. Neu aufgenommen wurde bei den Aktivmitgliedern Heim Adolf. •- Unter dem Traktandum «Wahlen» hatte die Versammlung einen Ersatz für den ausgeschlossenen Aktuar zu bezeichnen,' 1 an dess'en Stelle ein- Müller Arnold gewählt wurde. Der übrige Zuverlässigkeitsfahrt auf Motorrädern. Die Kon-stimmikurrenten starten in Uniform. Das Rennen findet Vorstand, der. sein Mandat zur Verfügung stellte, statt im Rahmen der Organisation der U. M. S., mit wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung mit Start und Ankunft in Freiburg. Die Strecke beträgt ca. 300 km und führt via Jaun, Pillon, Les an: Steinbichl Hans (Präsident), Leu Ernst Einstimmigkeit bestätigt. Es gehören ihm somit (Vize- Beachten Sie in unserer Nummer vom nächsten Dienstag die GRAND-PRIX-BEILAGE die eine Reihe, interessanter und aktueller Artikel und zahlreiche Illustrationen zum bevorstehenden grössten automobilsportlichen Ereignis der Schweiz enthält. Präsident) Müller Arnold (Aktuar), Ging Rudolf (Kassier) und Küng Erwin (Beisitzer). Im weitern befasste sich die Versammlung mit der in Aussicht genommenen Abendunterhaltung, deren Durchführung nach lebhafter Diskussion zum Beschluss erhoben wurde. Am letzten Mittwoch verschied in Zürich nach kurzer, schwerer Krankheit Herr Walter Senn, Reisevertreter der Scintilla AG., Solothurn. Der Verstorbene war in den Kreisen des schweizerischen Automobilgewerbes gut bekannt und erfreute sich überall grosser Sympathien. KLEINE CHRONIK Hilfreich sei der Mensch! Fiel da der Blkk zweier Verkehrspolizisten in einer amerikanischen Stadt auf einen Automobilisten, der offensichtlich mit Startschwierigkeiten rang. Und da besagte cops von der zuvorkommenden Sorte waren, konnten sie nicht umhin, sich helfenderweise zu betätigen und mit dem Polizeiwagen den andern anzuschieben, der denn auch prompt davonstob. Zehn Minuten später meldete sich der wirkliche Eigentümer des geklauten Wagens und zwei Verkehrspolizisten fahndeten und pirschten während etlicher Stunden nach dem Dieb, dem sie so liebenswürdig als Retter in der Not beigesprungen waren. Bundesfeiersammlung 1936. Das Schweizerische Bundesfeier-Komitee schreibt uns: Nachdem die Bundesfeiersammlung einen vorläufigen Abschluss gefunden hat, ist es uns angenehme Pflicht, allen denen, die dabei tätig gewesen sind, und auch allen Spendern herzlich Dank zu sagen. Die Zweckbestimmung- der Sammlung ist überall gut aufgenommen worden; auch- die Absicht des Vorstandes, durch den Vertrieb eines geschnitzten Abzeichens einer notleidenden Industrie Hilfe zu bringen, hat in den weitesten Kreisen Zustimmung gefunden. So ist die diesjährige Aktion zu einer besonders eindrucksvollen Kundgebung wahrer Solidarität geworden. Fussball bei Nacht. Internationales Freundschaftsspiel First Vienna - Young Boys. Den Besuchern des Grand Prix bietet sich Gelegenheit, dem Samstag, den 22. August, 20.45 Uhr, auf dem Sportplatz Neufeld stattfindenden Freundschaftsspiel zwischen der Wienermannschaft First Vienna und der vollständig neuformierten Young Boys- Elf beizuwohnen. Eystons Rekordwagen. Wie unsere Leser bereits wissen, hat der Engländer Gapt. Eyston kürzlich auf einem ausgetrockneten Salzsee im Staate Utah (USA) einer ganzen Serie von Dauerrekorden das Lebenslicht ausgeblasen. Dass bei solchen Gewaltsleistungen an das Material des Wagens ausserordentliche Anforderungen gestellt werden, liegt auf der Hand. Währenddem die Bremsen, die Pneus des « Speed of the Wind » von Spezialfirmen stammten, wurde der Wagen selbst in den Wolseley-Werken gebaut, welche ihre Leistungsfähigkeit damit erneut unter Beweis gestellt haben. Aul« Personelles Sitzverlegung: Zurbuchen, Motor-Oel-Vertrieb «Motol», Zürich 8. Die Firma hat ihren Sitz nach Unterseen verlegt. Konkurswiderruf: Otto Etter, Berninagarage und Reparaturwerkstatt, St. Moritz. Die infolge Konkurses von Amtes wegen vorgenommene Löschung der Firma wird, nachdem der Konkurs widerrufen worden ist, aufgehoben. Die Firma besteht in früherer Weise weiter. " Firmenlöschung: Accessor S. A., Lausanne, Automobilzubehör. Die Aktiengesellschaft wurde aufgelöst und die Firma ist nach durchgeführter Liquidation im Handelsregister erloschen. John Gaudin, Coppet, Garage. Die Firma ist infolge Verzichts des Inhabers im Handelsregister erloschen. Autoverkehr Grenchen und Umgebung in LIq., Autokurse mit Sitz in Grenchen. Die Aktiengesellschaft wird nach beendigter Liquidation und gestützt auf den Beschluss der kantonalen Aufsichtsbehörde über das Handelsregister vom 20. Juni 1936 im Handelsregister gelöscht. Lisica A. G., Handel mit Automobilen und deren Zubehörden. sowie mit elektr. Bedarfsartikeln usw., Baden. Die Firma wird, da sie faktisch nicht mehr besteht, gemäss Verfügung der kantonalen Justizdirektion vom 3. Juli 1936 von Amtes wegen im Handelsregister gelöscht. Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. Dipl. Ina. F. 0. Weber. Verantwortlich für die Herausgabe : 0. E. Wagner. — Rene" Baebler.