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E_1936_Zeitung_Nr.069

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Tbutlsiniis Und wo

Tbutlsiniis Und wo bleibt die Schweiz ? Der «Motor> eine der führenden englischen Auto-Fachzeit Schriften, bringt in seiner Nummer vom 11 August eine Notiz über die ungewöhnlich gfosse Menge von Automobilen, welche in diesem Sommer von Dover aus nach dem Festland verladen werden, und fügt dann bei «Eine stets steigende Zahl von Automobi listen verbringen ihre Ferien auf dem Kon tinent, zumeist in Deutschland, Oesterreich und Holland. Stellte der letzte Sommer einen Rekord dar, was die Zahl der in Dover ein geschifften Wagen anbelangt, so hat der Sommer 1936 dieses Ergebnis bereits um 60 % überflügelt Zahlreich sind auch die Fahrer, die sich über Dover-Calais nach den skandinavischen Ländern begeben. > • Wüssten wir es nicht schon aus eigener, bitterer Erfahrung, dann würden uns diese Auslassungen des « Motor > die Augen darüber öffnen, dass die Schweiz ihre ehemals führende Stellung in der internationalen Autotouristik einzubüssen droht, deren Zug heute nach Deutschland, Oesterreich usw, orientiert ist. Zusehends mehr verschärf sich die Gefahr, dass unsere Rolle als «Drehscheibe des Autotourismus> bald nur noch eine historische Reminiszenz sein wird trotz des verbilligten Ausländerbenzins, dessen werbende Kraft von seinen Schöpfern offenbar stark überschätzt worden ist. Die Intensivierung unserer Verkehrspropaganda im vergangenen Frühjahr setzte zu spät ein um sich noch auswirken zu können. Sie wird auch kaum etwas abtragen, solange der Ausbau unserer Alpenstrassen derart schleppend vor sich geht, dass uns die andern längs fiberholt und ihre Position gefestigt haben werden, bis wir mit diesem zögernd gedeihenden Werk zu Ende gekommen sind. Der « Motor.» demonstriert es uns schwarz au weiss, dass es mit der Anziehungskraft der Schweiz auf die englischen Automobilisten nicht mehr weit her ist, wenn er uns in seinem Artikel überhaupt nicht mit einem Wort erwähnt. Und er muss es ja immerhin wissen, welche Länder sich diese Leute als Ferienziele hauptsächlich aussuchen. Die Frage scheint daher berechtigt, ob es einen Sinn hatte, Grossbritannien bei' unserer Aktion für eine vermehrte Verkehrspropaganda besonders zu berücksichtigen, wenigstens soweit die Autotouristik in Frasre steht. Denn die Notiz im « Motor» legt die Vermutung nahe, die Verstärkung unserer Verkehrsreklame habe im britischen Inselreich doch nicht jene Früchte gezeitigt, die zu erwarten wir berechtigt waren. Erinnern wir in diesem Zusammenhang doch nur noch einmalan die Einstellung einer andern grossen Äutofachzeitung Englands, des « Autocar », der in seiner Pfingstnummer mit einem ranzen Schock von Tourenvorschlägen nach dem Kontinent aufwartete. d Kleinwagen in Amerika? Die Gerüchte um einen Kleinwagen, welchen Ford auf den amerikanischen Markt zu werfen beabsichtigen soll, wollen nicht verstummen. Und wenn sie die Ford Motor Co. nicht dementiert, so kann man dieses Schweigen so oder anders deuten. In Kreisen, die ihre Auskünfte aus erster Hand beziehen, will man auf jeden Fall wissen, dass der amerikanische Ford- Kleinwagen bereits im September herauskommen werde. Und es geschah wohl nicht so ganz von ungefähr, dass der Ford-Konzern kürzlich den englischen Junior Car Club bei sich empfing, der eine Kleinwagenfahrt durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten organisiert hatte. Nebenbei bemerkt trägt sich auch die Willys Overland Co. mit dem Plan der Schaffung eines amerikanischen Kleinwagens, der im September als 1937er-Modell dieser Firma debütieren, einen Vierzylinder-Motor, eine in normaler Grosse gehaltene Karosserie und dito Räder besitzen soll. V«»»koh» Links- und Rechtsfahren in Oesterreich. Hat sich seit ungefähr die Diskussion um dieses Thema nicht mehr geregt, so wird sie nun neuerdings entfacht, und zwar durch einen Artikel der « Neuen Freien Presse », die sich entschlossen für die allgemeine Einführung des Rechtsfahrens in unserem östlichen Nachbarland in die Schanze schlägt. Dass in einem und demselben Staatsgebiet sowohl recht als auch links gefahren werde, steht, so schreibt das erwähnte Blatt, in Europa einzig da und schafft eine ungemein komplizierte Verkehrslage, in deren Hintergrund grosse Gefahren für die Sicherheit drohen. Während im Vorarlberg, im Tirol, in Karaten rechts gefahren wird, hat Salzburg, wieowhl eines der kleinsten Bundesländer, nicht einmal eine einheitliche Fahrordnung. Teilweise gilt dort der Links-, teilweise der Rechtsverkehr. Ganz von ungefähr kommt es also nicht, dass schon vor einem Jahr Verkehrsdirektor Hofmann (Salzburg) den Appell an die Regierung richtete, im ganzen Salzburgerland den Rechtsverkehr einzuführen. Dagegen erhob man namentlich in Wien die Einwendung, die Umstellung des Strassenbahnverkehrs von links auf rechts koste eine Unmenge Geld, nämlich an die 15 Millionen, und obendrein stamme die Mehrheit der in der Kapitale eintreffenden fremden Autogäste aus Staaten, wo noch die Linksordnung bestehe, das heisst aus der Tschechoslowakei und aus Ungarn. Mit der Wendung, welche die Dinge auf politischem Gebiet zwischen Deutschland und Oesterreich genommen haben, hofft man nunmehr jedoch auf einen starken Zuzug deutscher Automobilisten. Und damit erhebt sich das Problem Rechts- oder Linksfahren zu neuer Aktualität Es hat in Oesterreich nicht an Stimmen gefehlt, die eine Rückkehr zum Linksfahren empfahlen. Mit Recht betont indessen die «Neue Freie Presse», was wohl die Franzosen, Belgier, Holländer, Italiener, Schweizer und neuerdings auch die Deutschen dazu sagen würden, bei denen überall das Rechtsfahren gilt. Angesichts der Tatsache, dass die weitaus überwiegende Mehrheit der ausländischen Automobilisten gewohnt sind, rechts zu fahren, wäre eine Renaissance der allgemeinen Linksordnung durchaus dazu angetan, diese Leute vom Besuch Oesterreichs abzuhalten. Als Quintessenz aus diesen Betrachtungen wird die Forderung nach einem möglichst raschen Uebergang zum Rechtsfahren aufgestellt und dabei das Urteil eines in Reisedingen ausgekochten Routiniers ztiert, der — sehr treffend — bemerkt, man möge sich doch einmal vergleichsweise denken, dass in der Schweiz im selben Kanton bald links und bald rechts gefahren würde (ein Hinweis, der allerdings vollauf ausreicht, um wenigstens uns den Ruf nach einer Vereinheitlichung der Verkehrsregeln in Oesterreich verständlich zu machen. Red.).

69 — DIENSTAG, 25. "AUGUST 1936 AUTOMOBIL-REVUE Nationales Rennen um den Preis oon Bremgarien Noch kurz nach 3 Uhr am Samstag nachmittag, den 22. August, fegen schwere Wolkenschwaden über den «Bremer > hin und es macht allen Anschein, als ob die Konkurrenten um den «Preis von Bremgarten> ihr diesjähriges Rennen auf nass«r Piste zu absolvieren hätten. Aber die Optimisten behal- '.len Rjech.t:. die , Regenschauer lassen bald nach, und wie sich 13 Sport- und Rennwagen um 4 Uhr zur Startlinie begeben, da ist die Strecke schon leicht angetrocknet. Auf Grund der gefahrenen Trainingszeiten haben folgende Fahrer von der Rennleitung das «Startaufgebot» erhalten: Wallher Ruesch Kautz Bugatti Alfa Romeo Maserati - Ryf Leuzinger E. R. Bugatti ,~ Dr. Avondet Rampinelli Stuber Alfa Romeo Alfa Romeo Alfa Romeo ~ Basadonna de Graffenried Fiat Alfa Romeo Waeny Riley Daler Amilcar .;•;• Dazu ist zu bemerken, dass Basadonna auf Fjat r 508 mit K. in der Kategorie Sportwagen bis zu 1500 ccm als Ausländer und somit hors- concours startet. Das Publikum ist bereits in Massen aufgerückt und wohnt mit Spannung dem Start bei, der von Rennleiter Huber punkt 16 Uhr 17 erteilt wird. ; Gleich zu Beginn gibt's eine Sensation. Kaüfz auf Maserati, der etliche ausgezeichnete Trainingsrunden gefahren hat, kommt nicht vom Fleck und sieht das gesamte Feld, mit Ausnahme von Waeny, dessen Riley ebenfalls spukt, in der Reihenfolge Walther- Ruesch - Stuber - Dr. Avondet — Leuzinger - Rampinelli seinen Blicken entschwinden. Da endlich, mit 40 Sekunden Verspätung, ist sein Maserati zum Knattern zu Bringen, allerdings unter Inanspruchnahme iremder Kraft, was reglementsgemäss die Disqualifikation zur Folge hat. Schliesslich fährt auch Waeny von dannen, und ,es dauert nicht lange, bis man's im Osten herankrachen hört. Mit einem erklecklichen Vorsprung auf Walther schiesst Rueseh vorüber. Dicht hinter diesem fahren Stuber, dann Rampinelli und Leuzinger einher, und Kautz liegt trotz der Verspätung von 40 Sek. bereits auf dem 6. Platz, was indessen in Anbetracht der Disqualifizierung nicht von Belang ist. Dr. Avondet, letztes Jahr Sieger seiner Klasse, de Graffenried, Zimmermann und Ryf mit seiner Eigenkonstruktion beenden den, Reigen. Basadonna hält an den Boxen an und scheidet wegen Kerzen- und £ündungsdefekt frühzeitig aus. Wie der ebenfalls- mit grosser Verspätung losgezogene Waeny die erste Runde hinter sich hat, ist ihm der Spitzenreiter schon dicht auf den Fersen und vermag ihn nach der Ehrentribüne zu überrunden. Im übrigen hat sich' in der Reihenfolge keine Aenderung ergeben, abgesehen davon, das Kautz mit 3:18,0 einen .Rundenrekord aufstellte und sich mit seinem Maserati, der nun glänzend eingefahren ist, schön der Spitzengruppe angehängt hat. Wiederum nichts Neues passiert in der 3. Runde, und das gleiche ist von der 4. Runde zu berichten, wo sich einzig Kautz wieder um einen Rang verbessern kann. Daler, das sei hier noch nachgetragen, musste mit seinem kleinen Amilcar,nach der zweiten Runde wegen Kerzendefekts an die Boxe fahren lind kam erst mit gehörigem Zeitverlust wieder weg. Einige Verschiebungen, ereignen Sich sodann in der 5.. Runde, wo Kautz nochmals, und zwar mit 3:15,1 einen Rundenrekord etabliert. Bei Walther scheint's bei den Kerzen- zu hapern, er ist auf den 4. Platz' zurückgefallen, während Stuber automatisch' um «einen Grad» vorrückte. Inzwischen ist Such Daler nochmals an seiner Boxe erschienen, wo er sich lange Zeit aufhält. Das Klassement nach der Ruesch auf Alfa Romeo Sieger. Zimmermann Alfa Romeo 5. Runde lautet: 1. Ruesch, Alfa Romeo 2. Kautz, Maserati 3. Stuber, Alfa Romeo £ Walther, Bugatti 5. Rampinelli, Alfa Romeo 16:59,5 17:29,8 17:47 17:59 18:15,5 Das Publikum macht sich nunmehr auf einen interessanten Kampf an der Spitze gefässt, da man den. Eindruck Jiat, dass Kautz unter Einsatz aller Kräfte nach vorn zu kommen sucht. Doch er ist längst überfällig. — man hat ihn aus dem oben angeführten Grunde aus dem Rennen genommen. Walther 1 stoppt nun, Wie vorauszusehen war. um an der Boxe seinen Kerzenschaden zu beheben und verliert dadurch rund 10 Minuten. Ruesch's Vorsprung auf Stuber beträgt nach Halbzeit bereits 1 Minute 7 Sekunden und vergrössert sicfj von Runde zu Runde immer mehr. So" bleibt die Situation bis zur 10. Runde, allwo sich folgende 5 Piloten an der Spitze befinden: 1. Ruesch, Alfa Romeo 33:33,3 2: Stuber, Alfa Romeo 35:27,7 3. Rampinelli. Alfa Romeo 35:34,1 4. Leuzinger, Bugatti 37,43,6 5. Dr. Avondet, Alfa Romeo 38:04,2 Monoton geht das Rennen seinem Ende entgegen. Die Positionen sind alle abgeklärt, Ueberraschungen und Sensationen jeglicher Art bleiben vollständig aus. Glücklicherweise ist. auch kein einziger Unfall zu verzeichnen, so dass derj Kampf:4im den «Preis von Bremgarten» in «schönster Harmonie» ausklingt. Ruesch hat als unumstrittener Sieger keine Stricke mehr zu zerreissen. Schade, dass sich Kautz zu Beginn des Rennens — natürlich in der Hitze des Gefechts — von seinen Helfern schieben Hess, was seinen Ausfall bedingte — wodurch die Zuschauermenge um einen zweifellos spannenden Kampf kam, denn es ist sehr wohl möglich, dass sich der Maseratifahrer auf die Verfolgung des Leaders gemacht hätte, wenn, ja wenn,., Fy. SPORTWAGEN UEBER 1500 ccm. 1. Sfuber (Alfa Romeo) 48:52,9 14 Runden (Schnellste Runde: 3:18,6) 2. Rampinelli (Alfa Romeo) 49:06,9 14 Runden 3. Dr. Avondet (Alfa Romeo) 49:00,2 13 Runden 4. Zimmermann (Alfa Romeo) 51:41,3 13 Runden • iy -' SPORTWAGEN BIS 1500 ccm. 1. De Graffenried (Alfa Romeo) 55:02,6 14 Runden (Schnellste Runde: 3:50,0) 2. Waeny (Riley) 59:00,1 13 Runden 3. Daler (Amilcar) 57:44,2 7 Runden Durchschnitt des Siegers: 111,098 km/St. Durchschnitt des Siegers: 125,098 km/St. RENNWAGEN BIS 1500 ccm. 1. Leuzinger (Bugatti) 52:46,0 14 Runden (Schnellste Runde: 3:41,4) 2. Ryf (E.R.) 53:16,1 12 Runden 3. Kautz (Maserati) disqualifiziert Durchschnitt des Siegers: 115,891 km/St. RENNWAGEN UEBER 1500 ccm. 1. Ruesch (Alfa Romeo) 46:40,3 14 Runden (Schnellste Runde: 3:14,2) 2. Walther (Bugatti) 49:14,1 11 Runden Durchschnitt des Tagessiegers 131,130 km/St. Die Utagenabnahme durch die Brille des Technikers Während die Luft in Erwartung der kommenden Ereignisse mit Hochspannung geladen ist und auf der Rennstrecke die letzten Vorbereitungen getroffen, Kabel für den Streckendienst verlegt und Bühnen für Zuschauer errichtet •werden, müssen die Fahrer oder Equipenchefs und ihre "Wagen noch einige Formalitäten über sich ergehen lassen. Kleinigkeiten möchte man vielleicht sagen, aber schliesslich unterscheidet sich Organisation von Anarchie gerade dttrch .'solche' unscheinbare; Kleinigkeiten In der Reihenfolge der einzelnen Rennen kommen auch die Waeenerunpen zur Abnahme, also erst Die Konkurrenten zum Preis vom Bremgarten. -Da diese Konkurrenz in Sportwagen und Rennwagen und die einzelnen .Klassen unter sich wieder in solche unter bzw. über 1500 ccm unterteilt sind, befassen sich die Untersuchungen des Prüfkomitees begreiflicherweise mit sehr verschiedenen Wagendaten. Was die Sportwagen anbetrifft, so ist ihre Ausrüstung an gewisse Vorschriften-gebunden,, um zu verhindern, dass sich der Unterschied zwischen Sport- und Rennwagen allzusehr verflüchtigt. Kotschützer, Reservepneu, Stoplampe u. a. m. gehören zu dfeser verlangten Ausrüstung. Ein'besonderes Augenmerk richten die Experten auf die reinliche Unterscheidung der Motorgrössen, damit kein Wagen der Klasse unter 1500 ccm punkfo Hubraum die gesetzte Grenze überschreitet. Wo die Abmessungen des Hubvolumens der 1500er Grenze 'nicht allzu nahe «treten», genügen als Beweis der «Geburtsschein» des Wagens und ähnliche Dokumente, aus denen Motorgrösse, Motornummer« und Chassis-Nummer ersichtlich sind. Je mehr sich aber der Hubraum der festgesetzten obern Grenze nähert, desto mehr steigt die Möglichkeit, dass der Zylinderinhalt durch Aufbohren der Zylinder sich soweit vergrössert hat, dass er die zulässigen 1500 ccm nicht mehr unter-, sondern überschreitet. Da man weder vom Konkurrenten verlangen! kann, dass er so kurz vor dem Rennen ein wenig Meccano spielt -und den Motor in seine Bestandteile zerlegt, noch vom Experten, dass er abwartet, bis. dies geschehen ist,_ so muss der Konkurrent in Zweifelsfällen eine Bescheinigung der Werkstätte beibringen, in der die letzte Ueberhölung durchgeführt wurde. Aus diesem Dokument soll der.-Durch- : inesser der zuletzt eingebauten Kolben hervorgehen. Was uns auffällt, ist die Tatsache, dass auch; an dieser Konkurrenz fast alle Wagen mit Kompressoren ausgerüstet sind. iUeberhaupt bergen auch die Sportwagen unter ihren Hauben vielfach Schönheiten von Motoren, die einem -richtigen Rennwagen, nicht schlecht anstehen würden. Einzig bei den kleinen Sportwagen ist nur ein Konkurrent mit einem Kompressor «gewappnet», während die andern sämtlich ohne Aufladung fahren und naturgemäss gegen den Kompressorwagen einen sehr schweren Stand haben werden. Denn pünkto Beschleunigung sind nun einmal die Kompressorwagen den andern weit überlegen und holen ausserdem auch in der Spitze mehr aus ihrem Hubraum heraus. Schlussklassement. Die Konkurrenten des Preises von Bern konnten sich die Wagenabnahme noch leichter maehen, da von ihnen lediglich die Beibringung der benötigten Papiere verlangt wurde. ^ Die Wagen der beiden hauptsächlichsten Favoriten dieses Rennens weisen in Kürze folgende' -Einzelheiten auf: ~f}\ Seaman's Delage mit seinem zehnjährigen. 8- J^ylinder-Delage-Motor, der eine Bohrung von. 55 knd, einen Hub von 75 mm, V-förmige Ventilan-j ör ! dnting, zwei Nockenwellen und Koinßfessor 1 be-i slfet, fällt durch seine niedrige Bauart auf. Er ist wie alle Wagen des Rennens der kleineren Klasse 1 mit starren Achsen ausgerüstet, die sich auf kurze Halbelliptikfedern stützen. Grosse Reibungestossdampfer sorgen für die Dämpfung der auftretenden Schwingungen. (Das Rennen hat inzwischen die ausgezeichnete. Strassenlage dieses Wagens in eindrücklicher Weise vordemonstriert. , Red.) Intereesant ist, dass das Auspuffgeräusch.sehr.bescheiden ist, wenn man es mit dem seiner Rivalen vergleicht, so dass man sich fast versucht fühlen würde, an. einen Wagen ohne Kompressor zu glauben,-Soweit aus dem Tourenzähler am Schaltbrett des Wagens hervorgeht, dreht der Motor normalerweise zwischen 7500 und 8000 T./Min. und geht in Ausnahmefällen bis hinauf auf 9000! T./Min. Sein Arbeitsbereich liegt zwischen 6000 und 9000 T./Min. Besonders auffallend sind die äusserst gering be-.. messenen Ventilationsöffnungen -in den Bremsen, deren Trommeln dafür sehr grosse Dimensionen annehmen. .Der ERA-Wagen von «Bira» weist ebenfalls Starrachsen mit Halbelliptikfedern auf. Die Hinterachse besitzt beidseitig je zwei, die Vorderachse je einen Stossdämpfer. Der Wagen scheint entschieden härter gefedert zu sein als Seaman's. Delage. Der Motor, der zwischen 5000 und 7000 T./Min.. macht, arbeitet über ein Vorwählgetriebe auf die' Hinterachse. ' Da das Lenkgetriebe ziemlich weit nach vorn •aeben den Motor verlegt ist, kann die Lenksäule nipht parallel zur Wagenlängsachse stehen, sondern ist zu ihr leicht geneigt. Bei Rennwagen trifft man sonst statt dessen häufig die Praxis, dass die Lenksäule sehr kurz ausgeführt wird und dafür die Lenkstange ziemlich lang ausfällt. ----- -••• .Und nun zum Clou «von det; Janze», den Grand-_ Pnx-Wagen, deren krachendem Getöse morgen eine Unzahl von Zuschauern und fernen Radiohörern "ihr Ohr leihen werden. Da die Teilnahme am Grossen Preis der Schweiz • von der internationalen Rennformel abhängig gemacht wird, welche als wichtigste Bestimmung die "bekannte Gewichtsbegrenzung auf 750 kg enthält, findet die Prüfung der grossen Klasse auf dem- Güterbahnof statt, wo eine Waage zur Verfügung steht. Vor der festgesetzten Zeit treffen wir bereits das Team der Auto-Unionwagen unter der Obhut ihres berühmten Konstrukteurs Herrn Dr. Porsche. Auch-die roten Alfas sind in