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E_1936_Zeitung_Nr.069

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 25. AUGUST 1936 —i N° 69 Grosierei^nisse im Automobilsport Ruesch siegte im Nationalen Rennen um den Preis von Bremgarten auf seinem Alfa Romeo und stellte mit 46:40,3 zugleich auch die beste Zeit aller vier Start zum nationalen Rennen um den Preis von Bremgarten. Links vorne Kautz auf Maserati, in Christen (links) und Kaute während des Trainings Klassen auf. der Mitte Ruesch auf Alfa Romeo und rechts Walther auf Bugatti. der Kleinwagen im Gespräch. Ruesch auf Alfa Romeo (Nr. 42) der das Rennen um den Preis von Biemgarten gewann, überholt einen seiner Mitkonkurrenten. ,: Hochbetrieb - vor den Boxen der Auto-Union und der Daimler-Benz A.-G. DIE ERSTE ETAPPE DER INTERNATIONALEN ALPENFAHRT, Links; Die Deutschen Holzhauer und Pächter auf B.M.W. (Nr. 38), Sander und Gormaier auf B.M.W. (Nr. 43) und weiter zurück Lukas und Knapp auf Adler-Trumpf auf der kurvenreichen Gotthardstfasse oberhalb Göschenen. Recht»: Die Klausenpasshöhe wurde von den Konkurrenten in strömendem Regen passiert. Von der Alpenfahrt Ein Adler-Wagen beim Morteratech-Gletscher am Berninapäss. Ankunft der Alpenfahrer in St. Moritz.

No 69 II. Blatt BERN, 25. Aug. 1936 Automobil-Revue 69 II. Blatt BERN, 25. Aug. 1936 Schichtladung zur Verbesserung des Wirkungsgrades von Vergaser- und Gasmotoren. Zu den Schwächen des modernen Vergasermotors gehört es unter anderem, dass er "bei geringen Belastungen unwirtschaftlich arbeitet, weil er nicht imstande ist, ein sehr b'rennstoffarmes Gemisch zu verdauen. Sobald nämlich das Mischungsverhältnis zwischen Luft und Brennstoffnebel aus gewissen Grenzen herausfällt, verliert das Gemisch seine Zündfähigkeit. Ja, man darf sich der unteren Grenze der Zündfähigkeit nicht einmal allzusehr annähern, will man nicht riskieren, dass der Motor heiss läuft und der Vergaser zu «spucken» beginnt. Dabei muss man es hinnehmen, dass bei jeder Belastung dauernd ein gewisser Prozentsatz der Verbrennungsjgase unverbrannt mit den Abgasen durch den Auspuff verloren geht. Am höchsten fällt dieser Anteil bei geringen Belastungen und speziell im Leerlauf aus, wo er 15 und mehr Prozent erreichen kann. Um diesem Mangel auf den Leib zu rücken, könnte man daran denken, die Zylinder des Motors nur teilweise mit zündfähigem Gemisch zu füllen und den Rest mit reiner Luft aufzuladen. Dieses sogenannte Nachladeverfahren hat sich als erster vor einer Reihe von Jahren der bekannte englische Motorenkonstrukteur Ricardo patentieren lassen. Die Patentschrift zeigt einen normalen Motor mit hängenden [Ventilen, dessen Zylinder nahe der untern Totpunktanlage des Kolbens eine Reihe von Bohrungen aufweisen, durch welche im.gegebenen Moment Nachladeluft in den Zylinder strömen kann. Sie verdrängt dabei infolge der ihr durch den -Nachladekompressor mitgeteilten Spannung 'das Gemisch über dem Kolben, so dass sich zu Ende des Saughubes im obern Zylinderteil zündfähiges Gemisch ansammelt, darunter aber mehr oder weniger reine Luft. Sobald die Zündung einmal eingeleitet ist, mischen sich die brennenden Gase auch mit dieser Zusatzluft, wo- durch eine-nahezu- vollkommene- Verbrennung gewährleistet wird. j Um bei def Oeffnung und'Schliessung der Nachladeschlitze von der Kolbenstellung' unabhängig zu sein, sah der Erfinder einen rund um den- Zylinder gelegten, blendenartigen Drehschieber vor, der durch eine Verzahnung rotierend angetrieben wurde und dabei die Löcher im gegebenen Moment freilegte. Nun hat ein Schweizer Erfinder, Ing. Gruebler, ein Verfahren entwickelt, das am besten als Schematischer Schnitt durch einen Schichtlade- Zylinder. a) Zylinder, i>) Kolben, c) Einlassventil, d) Auspuffventil, e) düsenförmige Schdchtladeschlitze, f) Schieber. Schichtladeverfahren zu bezeichnen ist. Er sieht, ebenfalls zum Zwecke der Nachladung, am untern Ende des Zylinders rundherum Oeffnungen vor, durch welche die NacMadeluft in tangentialer Richtung in den Zylinder strömt. Zur Erzielung einer möglichst wirbelfreien Strömung gibt er diesen Oeffnungen .Düsenform, d. h. er lässt sie sich nach innen schlank erweitern und versieht sie am Einströmende mit einer entsprechenden Rundung. Die einströmende Luft nimmt im Zylinder die Form einer rasch drehenden Scheibe an, die den Kolben vom Gemisch trennt. Die nahezu wirbelfreie Strömung ermöglicht eine ziemlich scharfe Abgrenzung zwischen Gemisch und Nachladeluft, was das Verfahren auch bei ganz geringen Belastungen als aussichtsreich erscheinen lässt. An Stelle eines rotierenden Schiebers verwendet Gruebler einen senkrecht beweglichen, der ähnlich wie bei Schiebermotoren durch einen Pleuel angetrieben wird. Was die mit dem ersten Versuchsmotor erreichten Verbrauchszahlen anbelangt, so gibt der Erfinder dafür einen indizierten Wert von 174 gr/PSh an. Nach Ansicht eines bedeutenden deutschen Fachmannes lassen sich jedoch bei einem durchkonstruierten Motor ohne weiteres Werte von 170, ja sogar 160 gr/PSh erzielen. Ricardo berichtet von ähnlich niedrigen Verbrauchsziffern für den von ihm geprüften Motor eigener Konstruktion und hofft durch weitere Erhöhung des Kompressionsverhältnisses und Verwendung von klopffesterem Brennstoff noch günstigere Werte zu erzielen. Leider stehen noch keine eingehenden weiteren Prüfresultate über die an verschiedenen Laboratorien gegenwärtig untersuchten Motoren zur Verfügung. Die Vorteile des Schichtladeverfahrens werden besonders ofensichtlich bei seiner Anwendung auf dem Gebiet der Flugmotoren, die zürn Flug in grossen Höhen ohnehin mit elftem Kompressor ausgerüstet werden müssen. Damit soll nicht gesagt sein, dass dem Verfahren nicht auch gewisse Anwendungs- Üöglichkeiten im Gebiete des Automobilbaus Fortsetzung Seite 10. Von einem italienischen Patent, das eine Beimischung von 1 Prozent Sprengstoff zur Streckung des Benzins vorsieht. (Ob sich wohl der Motor dabei auch streckt?) Dass Torfkoks infolge seiner Teer- und Säurefreiheit sich zum Betrieb von Lastwagen mit Gasgeneratoren sehr gut eignet und dass der neue Brennstoff der Holzkohle ähnlich sieht und auch in seinem Wärmewert mit ihr vergleichbar ist. (7—Iß kg Torfkoks entsprechen 1 Liter Benzin). Von einem voll beladenen S-Tonnen^Wagen, der von Leicester nach London, mit einem «festes Benzim> benannten Brenn' stoff fuhr und dabei einen Durchschnitt von 40 kmlSt. einhalten konnte. Dass in Montlhery wieder einmal ein Wagen mit Propellerantrieb ausprobiert wurde, wobei sich allerdings das Hauptinteresse auf die Verwendung eines «-nicht brennbaren» Brennstoffes konzentriert haben soll... Von einer Startvorrichtung an einem englischen Sportwagen, die aus einem kräftigen Elektromotor mit Schneckengetriebe und Anpressrolle besteht, welche sich an den einen Hinterpneu anpressen lässt, um so den Wagen beim Starten in Gang zu bringen. Dass zur Sicherung der italienischen Macht in Abessinien eine* Luftflotte von 300 Flugzeugen, von denen bereits 200 vorhanden sind, aufgestellt werden soll, denen ein dichtes Netz von Stützpunkten mit gegenseitigen Abständen von hoch' stens 200 km zur Verfügung stehen wird. Dass der englische Verkehrsminister einen Strassenbauplan für das Inselretch der Oeffentlichkeit bekanntgab, der den Ausbau eines Teils (6000 km) der englischen Strossen vorsieht und mit Kosten von rund 2.5 Milliarden Franken rechnet. HERM. GRABER Carrossier, WICHTRACH Aus der Liquidation einer Automobilfabrik habe ich einen grossen Posten Werkzeugmaschinen billig abzugeben, z. B.: Bohrwerke, Union, Wetzel, Fräsmaschinen, div. Grossen, Drehbänke, Karusselbank, Rundschleifmaschinen, Werkzeugschleifmaschinen, Kegelradhobel maschinen,OerIikon Tischhobelmaschinen, Zahhradabrundmaschinen, Zahnradeinschleifmaschinen usw. Die Maschinen können vorläufig noch am Standort besichtigt werden.. Heinr. 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