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E_1936_Zeitung_Nr.074

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u -- N* Seit wann — Bis zum sechzehnten Jahrhundert hat man in Europa nur Tuch- oder 1 Wollstrümpfe getragen. Auch Könige und Königinnen kannten nichts anderes als diese Art von Beinbekleidungen, die nur aus feinerem Stoff waren als die des « gemeinen Volk ». König Heinrich VIII. von England, der sechs Frauen geheiratet hat und in der Geschichte Vorteilhafte Absteigequartiere Albulapass Rendez-vous der Automobilisten. Zimmer zu Fr. 3 Bündner Spezialitäten. Forellen. Gartenrestaurant. Garage. Tel. 546. Fam. Pf ister. Davos-Platz Eden-Sport-Hotel A.C. S. Lärmfreie, erhöhte Lage Im Garten oberhalb Hauptpost. Gute Zufahrt. Parkplatz. Zimmer mit fliess. Wasser von Fr. 3.50 an. Grosses, gedecktes Terrassen- Restaurant. Tel. 76. H. E. Saxer, Bes. IfacciuSI am Bodensee GgcthailC nCSSWII b. Romanshoi Altbek. Landgasthof. b. Romanehorn Gutgeführte Butterküche. OdSuldUo Fischspezialitäten. Zimmer v. Fr. 2.— an. Schattiger Garten. Kegelbahn. Garage. 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Die Königinnen jedoch trugen weiter Tuchstrümpfe, bis Königin Elisabeth, die Tochter Heinrich VIII., die Seidenstrümpfe in Mode setzte. « Ich habe die Seidenstrümpfe deshalb so gern, weil sie angenehm zu tragen, fein und erlesen sind, und ich will keine Tuchstrümpfe mehr, » hat die berühmte Königin gesagt. Die Historiker von Troyes, der Metropole der französischen Seidenstrümpfe, haben festgestellt, dass in diesem Jahre gerade vierhundert Jahre vergangen sind, seitdem in Europa die ersten Seidenstrümpfe « entdeckt > wurden. Aus diesem Anlass veranstalten die Strumpfwirker von Troyes vom 12. bis 14. September ein lustiges Strumpffest in Trachten, das vermutlich vor allem das Interesse der Damenwelt finden dürfte. (N. F. P.) Bisher hatte man zwei verschiedene Geburtsstunden für den Jazz angegeben: Die Nachweltkriegsjahre oder die Mitte des vorigen Jahrhunderts, als das Saxophon, das Attribut der Jazzmusik, erfunden wurde. Beide Daten sind nicht zutreffend, und Jazz gibt es schon viel länger, wie die Funde beweisen, die die Forschungsexpeditionen von Robert Mond in Aegypten gemacht hat. Dort fand man auf steinernen Tafeln Bilder, die die Beerdigung des Königs Thothmes III. schilderten. Hinter seinem Sarge tanzen Negersklaven, und die Tanzfiguren sind in manchen Fällen mit den negro-amerikanischen Jazzfiguren der Gegenwart nahezu identisch. König Thothmes III. starb um das Jahr 1350 v. Chr.; vor 3J-2 Jahrtausenden hat es also schon Jazz gegeben, und vielleicht ist er sogar noch älter. — Jazz ist also gar nicht so einseitig modern, wie viele glauben. Ob das ein Grund ist, zum Walzer zurückzukehren? Das Geheimnis eines prächtigen Felles Die Schönheit des Felles eines Hundes hängt allein vom Zustand seines Blutes ab. Wenn sich ein Hund öfter haart, oder wenn er ein unansehnliches Fell besitzt, so ist das ein sicheres Zeichen, dass sein Blut nicht in Ordnung ist. < Ihr Hund wird immer ein prächtiges Fell haben, ausgenommen während der normalen Zeit des Haarens, wenn Sie ihm regelmässig Bob Martin's Conditions-Pulver verabreichen. Diese Pulver reinigen sein Blut von allen Unreinheiten und verhüten alle davon herrührenden Krankheiten, wie zerzaustes Fell, Lust- und Appetitlosigkeit, dauerndes Kratzen, Ekzema und Schwellungen zwischen den Zehen. Seine frohe Laune und tadellose Erscheinung werden Ihnen diese kleine Ausgabe um ein Vielfaches belohnen; Preis pro Schachtel zu 18 Pulvern Fr. 2.—. Aufklärende Broschüre gratis durch d. Sanochem A. - G., Limmatquai 3, Zürich. Telephon 46.388 Ruhige Lage am See, im Zentrum der Stadt. Aller moderner Komfort. Zimmer ab Fr. 5.—, mit Badzimmer Fr. 7.—. Pension ab Fr. 12.—. P. Haaka, Bes. Weil Ihnen von einer schlechten Arbeit nicht der erhoffte Erfolg winkt. 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Sind wir somit auch diesen ursächlichen Zusammenhängen nicht nähergekommen, über die Zeit des jeweils ersten Auftretens sind wir dagegen genau informiert. Bubikopf etwa 1920, schon vor dem Krieg vereinzelt als «Tituskopf» anzutreffen. Wangenrot zirka 1922, dezimierte Brauen 1924, wodurch sich gleichzeitig eine arithmetische Reihe ergibt: 1920, 22, 24... Alle andern kosmetischen Befehle waren schon der Vorkriegsdame bekannt. Die Maniküre, der Puder, ursprünglich von Puderpapier verstohlen auf dem Nasenrücken verrieben, und vereinzelt der Lippenstift, der natürlich aus Paris kam. Es wird somit niemand annehmen, dass die Schöpfer dieser gepriesenen Behelfe früher als im vorigen Jahrhundert zur Welt kamen. Und wird deshalb sehr erstaunt sein, in Mereschkowskijs historischem Roman «Leonardo da Vinci» über einen Mailänder Ball des Jahres 1497 folgendes zu lesen (die Jahreszahl ist kein Druckfehler, der Ball fand wirklich fünf Jahre nach der Entdeckung Amerikas statt!): «Die Mode verlangte, dass die Augenbrauen nur schmal angedeutet waren; Frauen, die üppige Brauen hatten, zupften sich die Härchen mit besondern Stahlzangen aus. Sich nicht zu schminken, galt als unanständig...» * —Hegt AppenzeU ia !Bayew? Der «Paris Soir» bringt in einer seiner letzten Ausgaben eine Meldung vom Wiener Zahnärzte- Kongress, in der berichtet wird, dass «a Appenzell, en Baviere, chaque fiancee apporte comme dot un dentier». Das heisst: Jedes Mädchen bringt in die Ehe ein künstliches, Gebiss mit — gleichsam als Mitgift. Der Schreiber dieser Meldung ist kein erstklassiger Geograph, wenn er glaubt, Appenzell liege in Bayern. Aber punkto Zähne hat er recht, leider, zum guten Teil. Vom Schweiz. Landerziehnngsheixa «Felsenegg», Zagerberg. Die «Felsenegg»-Schule (1903 in Zug gegründet) verkörpert den Typus des soliden schweizerischen Mittelstands-Institutes und Landerziehungsheimes, ähnlich den Lietz'schen Landerziehungsheimen in Deutschland. Einzigartig ist die Lage des Institutes, hoch oben auf der Höhe des Zugerberges. Von der ersten Primarklasse bis zur staatlichen Gymnasialmaturität resp. bis zur eigenen staatlichen Handelsmaturität kann ein Schüler im «Felsenegg» seine Studien absolvieren. Spaziert man im Institut umher, so hört man die verschiedensten Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch. Also eine vielsprachige Schule, wenn auch das schweizerische Element eher überwiegt. Das Institut «Felsenegg» hat eine Ausgestaltung erfahren, in dem es von den drei schweizerischen Pädagogen Prof. Buser, Präsident des Verbandes Schweiz. Erziehungsinstitute, Dir. C. A. O. Gademann, Zürich und Dr. K .E. Lusser, dem Direktionspräsidenten des «Instituts auf dem Rosenberg», St. Gallen, auf eine erweiterte Grundlage gestellt' wurde. Möge der frohe, kleine Jugendstaat der «Felsenegg»-Schule auch im begonnenen vierten Jahrzehnt den Geist fortschrittlicher, lebensverbundener Pädagogik verköpern. •*• Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Schlegwegbad T.C.S. bei Oberdiessbach. - 1000 m tt.M. Saison Mai—Oktober. Eisen- und Solbäder. - Grosse Tannenwälder. Garage. Tel. 1. Vorz. gel. Küchen u. Keller, Forellen. Route Thun-Burgdorf. Grosse und kl. Lokalitat. Garage. Kegelb. Tel. 1. Beide Häuser: Fam. Matthn-Mintrh«ler- Gutbürg. Hans, an der Autostr. Lyss-Biel. Vorzügl. Küche u. Keller. Stets Forellen. Gross. schatt. Garten. Bäder. Auto-Garage u. Park. Oel, Benzin. Tel. 55. Gleiches Haus Hotel Bären, Zollikofen. Familien König. 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III. Blatt Automobil-Revue Nr. 74 BERN, 11. September 1936 Mode-ABC zum Herbst Was die Herbstmode anbelangt, braucht man sfch nicht länger mit Mutmassungen zu erheitern und zu vertrösten. Die neuen Livreen haben in Paris teilweise schon vor Monatsfrist vor den reichlich kritischen Blicken der Einkäufer defiliert und ebenso begeisterte Zustimmung als schwarze Ablehnung erfahren. Nun wird es so allmählich Zeit, dass auch wir Frauen uns ganz ernsthaft um die Die Redingote kleidet sehr hübsch. wichtige Kleiderfrage, kümmern. Leicht ist dies keineswegs. Angesichts der vielen Wünsche und oft beschränkten Möglichkeiten muss es fast immer mit einem klugen Zugeständnis enden. Und eigentlich macht dies ja mit den Reiz des Einkaufens aus. Könnte man sich einfach alles und jedes beschaffen, wonach Lust und Laune stehen, könnte jegliche Sehnsucht ohne weiteres erfüllt werden, wie vieler prickelnder Momente wäre die Garderobefrage entkleidet! Wirklich, nun führt die Mode etwas Neues im Schild. Lange genug hat sie sich mit denselben Linien und Formen herumgemüht. Auf den ersten Blick kriegt man es beinahe mit der Angst zu tun, wenn man diese neue Linie beguckt. Ach herrjeh, meint man, und fürchtet, es sei um die Schlankheit geschehen. Aber bei genauem Zusehen entdeckt man zu seiner Beruhigung, dass die Damen durchaus nicht rundlich erscheinen, sondern nur im Pro- Gstaad Der beliebte Ferienort Golf, Tennis u. Schwimmbad Freiluftgymnastik - Gesell. m O 8 8 P preis von Fr. 8.- an. Sommersportproeramm ond Prospekte durch dm VerkehrskQro. LAUSANNE (Lac Leman) Lausanne-Paiace-Beau-Site Hotels TOUT CONFORT . VUE SÜPERBE • EXCELLENTE CUISINE BAR-GRILL-ROOM ä prix raiionnablei PARC POUR AUTOS fil ein wenig voluminöser. Aermel und Achselpartien geniessen freilich noch immer Aufmerksamkeit, ein weit grösseres Interesse aber — der Rücken. Künftig wird man also mit Wohlgefallen die enteilenden Damen betrachten. Mag ihr Kleid, ihr Mantel oder die Redingote vorn noch so simpel beschaffen sein, im Rücken erregen sie bestimmt Wohlgefallen. Immer entschädigt eine liebenswürdige Extravaganz für die vorn freiwillig gezeigte Bescheidenheit. Das kleine Herbsttailleur hat unfehlbar ein nach hinten ondulierendes Schösschen oder zum mindesten die unten etwas beschnittenen Zipfel des Fracks. Auch die Redingote ist nach hinten zu geschweift und geschlitzt, als ob sie bislang im männlichen Kleiderschrank zu Hause gewesen wäre. Andere ihrer Kollegen zeigen sich stark zentriert und mit einem nach hinten welligen langen Schoss. Die Kleider, natürlich angesteckt von solchen Tendenzen, sammeln Falfengruppen just da, wo man es sich vor kurzem noch etwas kosten Hess, möglichst schlank zu erscheinen. Besonders ausgeprägt ist die neue Linie bei den Abendkleidern und lustige Auswüchse unterhalb der Taille reden davon. Neben dieser Sorte.Cul de Paris sind ungebügelte Faltengruppen wichtig, die sich fächerförmig ausbreiten und schliesslich zu Schleppen gedeihen. Damit das Auge sich erst langsam an diese Dinge gewöhne, hat eine berühmte Schneiderin die eingesetzte Stoffülle in zwei Stufen abgenäht und lässt sie sich erst oberhalb der Knie verströmen. Ein wenig dreht sich das modische Interesse auch um die Taille. Ihre Neigung emporzuklettern ist unverkennbar. Manchmal senkt sie sich dann um so mehr nach hinten, was der Damensilhouette eine reizvolle fliehende Linie verleiht. Nahezu alle Mäntel, Jacken und Tailleurs tragen die Taille sehr betont zur Schau, am meisten jedoch die Redingoten, ob es sich nun um ein Stück in Wolle oder Pelz handle. Die Jupes der verschiedenartigen Winterkostüme bleiben schlicht und kurz. Bekommt man die ganz gerade fallenden Formen zu Gesicht, so könnte man annehmen, der Rock wäre von der Mode völlig vergessen worden. Zwischendurch aber stösst man auf weitfallende, vielteilige Jupes. Oh, mit welchen Stofffressem hat man es da zu tun! Ungefähr anno 1910 radelte die Damenwelt mit solchen Röcken elegant durch die Strossen. Viel Aufhebens wird mit der Tunika gemacht. Hundertmal und immer wieder wird sie einem zu Gesicht kommen. Es ist so etwas wie eine Uniform, die ebenso gut Türen zu Gesellschaften und Ballsälen wie zu kleinen Reunions öffnen und ihren Platz im Theater und Konzertsaal beansprucht. Unendlich bescheiden sind die Garnituren der Kleider. Manche scheinen die reinsten Klostertrachten zu sein. Nicht einmal das weisse Krägelchen ist ihnen verstattet. Brav kreist ein Stehbörtchen den Hals ein. Immerhin, ab und zu ist doch eine kleine Abwechslung im Programm aufgenommen. Ein Farbeffekt klatscht irgendwo mutwillig hervor. Auch ist von Samt die Rede, Samt als Schleifen, interessante Schulterdekoration und Gürtel. Spitzenkragen gehören gleichfalls zur erlaubten Aufheiterung mancher seidener Nachmittagskleider und Knöpfe sitzen überall, auch da, wo es rein nichts einzuknöpfen gibt. An den Mänteln bekunden Taschen manchmal eine futuristische Tendenz: Es sind an der Fassade gleichsam angeklebte Geldbörsen mit Bügel. Das Bedürfnis nach reichen Garnituren wird schon allein durch die wunderbare Beschaffenheit der Stoffe gedämpft und durch die oft unerwarte- Das Steigen hat Dich hergenommen, Hast - wie man sagt ,,'nen Ast" bekommen, Ein Favraud***-Schluck tut sicher gut, Schafft neue Kraft and frischen Mut J. FÄVRÄUD & CIE. *** erstklassig RUM CORUBA N. P. U. wärmend.' Dies« Tunika gibt Linie. Zeichnungen Mimt ten, kühnen Zusammenstellungen verschiedengearfeter Tissus. Die Wolle ist ihres Wintererfolges mehr als gewiss. Herrlich weiche Kompositionen, die Mehrzahl wiederum mit Knötchen, Relief- und Haareffekten, wurden von den Stoff-Fabrikanten auf den Markt geworfen. Woher nur mögen die vielen Marderhaare stammen, die mitunter wie ein glänzender Schleier die Stoffoberfläche überziehen? Als künftiger Favorit im modischen Rennen muss Tuch gelten. Glänzend, in wundervollen satten Herbstfarben, wie Aubergine, Weinrot, Bouteillengrün, Braun und in vielen grauen ins Blaue hinüberspielenden Nuancen wird es tagsüber und abends — als faszinierendes Tailleur — Stellung beziehen. •> Die Seidenstoffe haben gleichermassen neue 1 Reize zu verschenken. Fassonnierte Crepes und Crepes mit Armurecharakter behalten ihre Aktualität. Für die Kasaks gibt es massenhaft wunderbar broschierte Seidenstoffe, worin die Farbensattheit des Quatrocento, alter türkischer und persischer Muster auflebt. Ueberraschend im Reichtum ihrer grossen Cloquemuster sind viele schwarze Seidenstoffe. Fassonnierte, schwarze Satins zeigen oftmals einen starken Farbeffekt. So sind beispielsweise in einem Margritenmuster die Staubfäden honiggelb. Unterhaltsam ist Satin laque mit kleinen aufgemalten Blumen. Sehr weiche, schöne Double-face-Satins bereichern die Kollektionen und die Velours triumphieren in einem unerhörten Farbenkonzert. Keck und hoch zu Kopf gestiegen sind die Hüte, und es thronen darauf Bandnceuds, Federgestecke und Kokarden. Manche passen vortrefflich zu dieser Mode, die etwelchen maskulinen Einfluss des 18. Jahrhunderts und die Anlehnung an verschiedene Soldatentrachten aus der Zeit Ludwigs XV. nicht verleugnet. Wahrhaftig, die Mode weiss, was sich für die harten kriegerischen Zeiten schickt. G. H. Warme Wollsachen für den Winter Man wusste ursprünglich nicht, welche Möglichkeiten in der Strickmode steckten. Nun hat sie sich bestens bewährt. Es gibt schlechterdings keinen Stoff, kaum mehr eine Spitze, die sie nicht nachzuahmen weiss, z. B. Jerseyvelours ist wie Sammet. Wir können den Trikotstoff nicht mehr rom Wollgewebe unterscheiden. Man würde auf einem Rundgang durch Strickereien nur staunen über die Raffiniertheit der Spezialmaschinen. In Deutschland wurden Schulen für Stricktechniker gebaut. Ein findiger Kopf entwirft Muster, bevor nur eine Maschine zu ihrer Ausführung existiert. Dann muss man entweder die Maschine dazu erfinden oder eine im Gebrauch stehende für das neue Muster zurechtmontieren. Gemusterter Jaccard hat eine komplizierte Entstehungsgeschichte. Bei Jaccard wird das Garnmaterial so durcheinandergestrickt, dass eigentlich eine Doppellage entsteht. Grosse Intarsien werden einzeln verfertigt und zusammengefügt. Die sammetweiche Kaschmirwolle verlangt sorgsamste Verarbeitung. So viel über Maschinen und Technik. Das Wichtigste ausser dem Qualitätsmaterial ist am heutigen Strickkleid der Schnitt. Je besser die Qualität, desto besser sitzt alles. Das sieht man bei den vielen sportlichen Trikotkostümen und bei den einfachen Westenpullowern, die wie Westen aussehen und wie Westen getragen werden, aber doch Pullower sind. Die geschickte Schneiderin weiss gut mit der Farbe umzugehen. Sie sieht, was ihrer Kundin steht. Diagonalstreifen z. B. lassen eine « Vollschlanke » schmaler erscheinen, man liebt diese Streifung immer wieder beim Wolltrikot. Zum Dunkeln wählt man gerne einen hell abstechenden Gürtel. Die Kragen sind häufig aus Leder. Man sieht da hübsch gefranste Sachen, eine wahre Wildwestromantik! Die Ledergürtel zum Wollrock sind jedes Jahr wieder breit und meistens weich, schmiegsam. Manchmal wählt man sie zweifarbig, linksherum blau, rechtsherum rot usw. Alles Genoppte hat sich gut eingeführt und wird mit Vorliebe getragen. Es gibt Noppen, die weichem Angora gleichen. Angora ist mit « Schneeflocken » oder roten, grünen, blauen Nöppchen wie mit Konfettis überrieselt. Noppe hat sich sogar in die Herrenmode hineingewagt. Die Gans musste sich tüchtig rupfen lassen. Es gibt viele Wollsachen mit eingestrickten Daunenfedern. Strickblusen zu Skikostümen werden neuerdings höchst kunstvoll gearbeitet. Man meidet ganz gern die glatte Strickfläche und geht ein wenig über Berg und Tal, wie mit dem Ski selber. Aus handgesponnener Evolenewolle (Wallis) lassen sich die prächtigsten und wärmsten Pullower stricken. Dabei verdienen auch die armen Bergbauern wieder etwas. So sind wir unvermittelt ins Kapitel der Heimarbeit hineingelangt. Ja, sie möchte gern mittun am Einkleidungsfest für Winterfreuden. Für Alltag und Sonntag, Sport und Beruf bringen die Heimarbeitsverkäufe warmwollene Sachen auf den Markt: Pullower, Combinaisons, Strümpfe, Sportsocken, Echarpen, Jumper, Handschuhe, Mützen und Ohrenschoner. G.E. Wenn Filmstars heiraten Eine berühmte Filmdiva kabelte ihrem Sekretär Bin zur Zeit auf der Lustjacht des Grafen R. Endlich ist auch in mein Leben die Liebe getreten. Drahtet, ob und mit wem ich momentan verheiratet bin. * • * Als die ^Hochzeit Paula Wesselys mit Attila Hörbiger vorbereitet wurde und die Wessely eine grosse Brauttoilette bestellte, äusserte ein boshafter Freund: «So eine .Maskerade' für eine , Episode'!» PARIS EDOUARD VII ÄvYPM. .FR : 35^ÄN '";UND"'WACHT OFFEN!"•': ; AGEN- 7 : ;5,iATI0N\SFRVICE VON'FK, .'U,_ AN..,