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E_1936_Zeitung_Nr.078

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10 MJTOMOBIL-I?EVUE

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BERN, Freitag, 25. September 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 78 J e d e r R o h s t o f f e i n e G r o s s m a c h t Der Kampf um den Kautschu Der Roman eines Rohstoffes - Der erfolgreichste Schmuggeltransport aller Zeiten Sterbende Stadt im Urwald. In Manaos, der v/eltvergessenen Urwaldstadt am Oberlauf des Amazonas, liegt eine ganze Flotte von Schiffen, herrenlos, verfault, zermorscht und rostzerfressen und dämmert ihrem endgültigen Zerfall in den Fluten des grössten aller Ströme entgegen. Dieser gespenstische Schiffsfriedhof am Rande des Urwaldes ist das Sinnbild dieser Stadt mit ihren vielen verlassenen Häusern, den einst so grossartigen, jetzt längst verkommenen Landungsbrücken. Hier träumen müde Menschen von vergangenen, besseren Zeiten. ;1 Denn alles dies war anders, als Brasilien noch der Welt erster und einziger Kautschuklieferant war. Damals war Manaos die Kautschukquelle der Erde. ' Cahutchu, die «Träne der Bäume», so nennen die Urwaldindianer am Amazonas den gelbweissen Milchsaft aus der angeschnittenen Rinde des Kautschukbaumes, der einen der be^gehrfesten und unentbehrlichsten Rohstoffe darstellt. Sie machten sich schon zu den Zeiten der Mayas Gummibälle zum Spielen, wasserdichte Schuhe und Regentücher daraus. Später gingen die Indios als «Seringueiros» in die Wälder, zapften den vereinzelt im Urwald wachsenden, wilden Stämmen den Saft ab, drehten die zähe Masse über dem Rauchfeuer zu den eigentümlichen Ballen des wertvollen Parakautschuks zusammen und brachten diese den weissen Agenten. Die Händler steuerten ihre Stromboote mit der so gesammelten Ladung aus dem Labyrinth der Urwaldflüsse nach Manaos, wo ihnen hungrig und unersättlich die Ladeluken der europäischen Dampfer entgegengähnten. Parakautschuk war damals so gut wie Gold. Das waren tolle Tage und noch tollere Nächte, damals in Manaos. Europa bezahlte ja alles. Die Regierung erhob einen ebenso ansehnlichen und bequemen Kautschukzoll, und das kautschukhungrige Europa bezahlte auch ihn. Ja, es würde bald noch viel mehr bezahlen müssen, denn es war vorauszusehen, dass die Kautschuknachfrage bald ein Vielfaches von dem sein würde, was die Seringueiros auf ihre primitive Weise in den Wäldern sammeln konnten. Die Leute von Manaos kümmerte das nicht. Sorgfältig hüteten die Händler das Geheimnis der wilden Kautschukbäume in den oberen, unendlichen Wäldern vor unberufenen und neugierigen Fremden. Echte Kautschukbäume gab es nirgends sonst auf der Welt. Der Kautschuk würde also noch teurer werden, und das war gut, sehr gut sogar, so dachten sich die Leute von Manaos. Was konnte ihnen denn passieren? Und dann kam mit dem ersten Jahr des neuen, zwanzigsten Jahrhunderts, von dem sie so viel erwarteten; das grosse Unglück über Manaos. Die Schiffe blieben aus. Das gute europäische Geld blieb aus. Manaos starb... Ein junger Mann im Urwald. In den sechziger Jahren trieb sich am Amazonas stromauf, stromab ein unbekannter junger Engländer herum, ein gewisser H.A. .Wickham. Erst- zwanzig Jahre war dieser hoffnungsvolle Junge alt, und an Geld hatte er kaum einen Penny. Anstatt sich nun wenigstens um seine kleine Pflanzung irgendwo am Rande des Urwaldes zu kümmern, wanderte er unstet immer weiter, gerade dahin, wo der Urwald am dichtesten. Die Fieberkeime am zahlreichsten und die Kaimans am gehässigsten waren. So endlich in den Kautschukwäldern angekommen, denkt er durchaus nicht daran, das doch so lohnende Geschäft des Agenten' und Händlers zu betreiben, sondern beschäftigt sich mit den unsinnigsten Dingen. Immer, wenn er sich allein und unbeobachtet weiss, schneidet er Zweige von den Bäumen und pflanzt sie, sammelt wertlose Samen, um sie zu säen. Schliesslich aber wartet er nicht einmal, bis die jungen Pflanzen einigermassen gross geworden sind, sondern reist Hals über Kopf 1 nach England zurück. Hier Jachen die Geldleute der City ihn aus. Schade, denken sie im stillen, schade vm diesen braungebrannten, energischen jungen Mann, aber das Amazonasklima, ach ja, das hat es in sich- Laut sagen sie: «Wie denn? Kautschukpflanzungen? Das gibt es nicht, das ist unmöglich. einen Penny!» Geld spielt gar keine Rolle. Nein, dafür nicht In den berühmten Gärten der engfischen Königin zu Kew begegnet unser H. A. Wickham eines Tages dem Direktor. «Nur eine Frage, Sir!» .,„ Der ehrenwerte Sir J. Hocker, der grosse Botaniker, ist dem jungen Mann, der sich hier seit Wochen herumtreibt, schon öfters begegnet. Der Bursche ist ihm aufgefallen. Er ist nicht ohne Neugier. Vermutlich will er aber wohl doch nur eine Anstellung haben? >