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E_1936_Zeitung_Nr.078

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Sp» Ein Rennen in

Sp» Ein Rennen in Australien. Für das Jahr 1838 isi in Australien die Durchführung eines grossen Geschwindigkeitsrennens geplant, das geradezu fürstlich mit Preisen ausgestattet werden soll. Um die Sache noch attraktiver zu gestalten, verheissen die Veranstalter obendrein noch fette Startprämien. ... und In Siam? Prinz Chula von Siam, ein passionierter Anhänger des Autosports und — nebenbei bemerkt — ein Cousin « Bira's», hat die Absicht geäussert, in Siam ein Autorennen zu organisieren. Rosemeyer nochmals am Sfari. Das letzte Hennen um die Deutsche Motorsportmeisterschaft wird am 27. September am Feldberg im Taunus ausgetragen. Die Beteiligung garantiert einen hervorragenden Abschluss der Rennzeit, denn u. a. nehmen die beiden erfolgreichen Auto-Union-Fahrer Bernd Rosemeyer und von Delius an diesem Bergrennen teil. Rodolfo Maserati f. In Bologna ist im Alter von 84 Jahren Rodolfo Maserati, der Vater der bekannten Rennwagenkonstrukteure, gestorben. LUFTFAH T)ie Qe&wtt des Gewiss kennt jedermann den silbernen Vogel der Swissair, der dröhnend jeden Tag zur gleichen Stunde über das Haus fliegt. Gewiss hat man sich schon oft gewundert, wer diese Maschine gebaut hat und wie dieses Flugzeug in seiner heutigen Form entstanden Ist. Die Konstruktionsgeschichte dieses neuen und berühmten Verkehrsflugzeuges ist so interessant, dass es- sich wirklich lohnt, sie einmal zu verfolgen. Eine der grössten amerikanischen Luftverkehrsgesellschaften, die «Transcontinerital and Western Air Inc.», oder kurz TWA genannt, die einen regelmässigen Dienst zwischen New York und Los Angeles betreibt, wollte zur Beschleunigung ihrer Strecken ein neues, besonders leistungsfähiges Verkehrsflugzeug erwerben. Man erkundigte sich bei allen Flugzeugfabriken, ob eine Maschine, die grosse Amerikanische Automobilmeisterschan. Auf der Piste von Syraeuse wickelte sich am vergangenen Donnerstag der zweitletzte Lauf der amerikanischen Automobilmeisterschaft ab, die am 12. Oktober in Roosevelt-Field ihren Abschluss finden wird. Den Vogel schoss dabei Mauri Rose ab* der die 100 Meilen (160,9 km) in 1 Std. 12 Min. 50 Sek. hinter sich brachte und damit einen Durchschnitt von 132,5 km/Std. erzielte. Der zweite Platz fiel an Georges Donnora, der dritte an Mays. In der Rangordnung der amerikanischen Meisterschaft figuriert Mauri Rose gegenwärtig an zweiter Stelle, und es versteht sich von selbst, dass er seine Chancen auch in den 400 Meilen von Roosevelt-Field verteidigen wird. Allgemein war beim Rennen von Syracuae Bill Cummings als heisser Favorit angesprochen worden. Er rannte jedoch in voller Fahrt in die Umzäunung hinein und zog sich dabei ziemlich schwere Verletzungen zu, so dass es fraglich erscheint, ob er am 12. Oktober beim Grossen Preis von Amerika mit dabei sein wird. Etancelln flhii nach Amerika. An Bord der « Normandie» hat sich am vergangenen Mittwoch der Franzose Etancelin mit seinem Maserati eingeschifft, um am 12. Oktober das 400-Meilen-Rennen auf der Piste von Roosevelt-Field bei New York zu bestreiten. Geschwindigkeiten besitze, verbunden mit grosser Zuladung und vorzüglichen Flugeigenschaften, vorhanden sei und musste schliesslich betrübt einsehen, dass die meisten Fabriken sieb ganz auf die Herstellung ron Militärmaschinen eingestellt AUTOMOBIL-REVUE hatten und daher keine Zeit hatten, um die notwendige Entwicklungsarbeit einer modernen Verkehrstype durchzuführen. Der Präsident der TWA, selbst ein bekannter Pilot, entschloss sich daher, selbst den Konstrukteuren die Angaben für ein solches Verkehrsflugzeug zu liefern, um damit einmal eine Maschine zu erhalten, die spezifisch für die Zwecke der Gesellschaft zugeschnitten war. Es wurde also zunächst an die 60 Piloten der Gesellschaft ein Rundschreiben gerichtet, in dem die bewährten Flugkapitäne um Bekannt gäbe ihrer Ansicht ersucht wurden, wie die neue Maschine beschaffen sein sollte. Um den Piloten dabei zu helfen, hatte die Technische Abteilung der TWA einen ausführlichen Fragebogen zusammengestellt, auf dem die wesentlichen Punkte* die die Gesellschaft besonders interessierten, vermerkt waren. Das Resultat dieser Umfrage war erstaunlich. Man entdeckte zahllose Kleinigkeiten, die dem Konstrukteur entgangen waren und die trotzdem für den Linienpiloten von grösster Wichtigkeit sind. Als vorherrschende Ansicht stellte sich heraus, dass die Piloten sich für einen Tiefdecker entschieden hatten, der mit inem einziehbaren Fahrgestell ausgerüstet sein sollte. Alle waren selbstverständlich für die Metallbauart. Als erwünschte Reisegeschwindigkeit wurden 280 bis 320 km angegeben. Das Resultat dieses Fragebogens wurde einer genauen Prüfung unterzogen und aus den Vorschlägen ein neues Zirkular ausarbeitet und den Piloten nochmals zur Beantwortung unterbreitet. So kam man z. B. darauf, dass ein automatischer Pilot für den menschlichen Piloten von grösstem Nutzen sein könnte. Bin bestimmtes Arrangement der Instrumente vor dem Führersitz wurde überinsfcimmend verlangt, also alles Punkte, die sonst vom Konstrukteur wenig beachtet wurden, weil er nicht die Erfahrung der aktiven Piloten besass. Nun ging man einen Schritt weiter. Man befragte die Kundschaft, die Passagiere, was sie sich unter erhöhtem Komfort vorstellen würden. Man erhielt zur Antwort: vor allem eine ruhige Kabine. Der Motorenlärm, der bisher in allen Verkehrsflugzeugen eine Unterhaltung zwischen den Fluggästen unmöglich gemacht hatte, wurde von den Passagieren als überaus lästig empfunden. Man wurde auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Ventilation in den Kabinen meist zu wünschen übrig liess und dass der Mangel an genügender Frischluftzufuhr die Luftkrankheitspsychose fördere. Ein vielgereister Fluggast beschwerte sich darüber, dass er während des Füegens das Rauchen stundenlang unterlassen müsse, weil in allen Flugzeugen ein striktes Rauchverbot bestehe. Das fliegende Personal machte darauf aufmerksam,'dass auf langen Flügen ein verstellbarer Stuhl von Vorteil wäre, da der Passagier gerne schlafe und hierfür sich entsprechend zu, strecken wünsche. Vielleicht sei es FREITAG, 25. SEPTEMBER 1936 •— N° 78 auch von Bedeutung, dem Fluggast eine leichte Mahlzeit und Getränke durch einen Steward oder — besser noch — durch eine liebenswürdige Stewardess zu verabreichen. Man ging zum einfachen Mechaniker in der Werft, der abends, wenn das Flugzeug vom Tageswerk zurückkehrt, die nötigen Revisionen vornimmt, damit es am folgenden Morgen wieder flugbereit dasteht Von ihm erfuhr man u. a., dass, der Einbau von neuen Motoren stets ungemein kompliziert sei. Es sollte eine Möglichkeit gefunden werden, den kompletten Motor mit all seinen zahlreichen Leitungen, Kabel usw. in wenigen Stunden an den Motoreneinbau anzuschliessen. Weiter erfuhr man noch zahlreiche kleine Einzelheiten für die Montage, Reparatur u. a. m., die in ihrer Gesamtheit vielleicht wenig wichtig erscheinen, deren Vereinfachung aber manche Arbeitsstunde einsparen konnte. Endlich wurde noch das technische Personal der kleinen Zwischenüalteplätze um seine Ansicht befragt. Hier stellte sich z. B. heraus, dass ein Radwechsel für die kleine Station sehr kompliziert war, da hier die grossen Hilfsmittel der Werft fehlen. Verlangt wurde also eine Radkonstruktion, die ein Auswechseln der Pneus oder des ganzen Rades so einfach wie möglich mache. Nachdem man alle diese Punkte sorgfältig gesammelt und nach der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit klassiert hatte, ging man zum Flugzeugkonstrukteur und unterbreitete ihm diesen Wunschzettel. Donald W. Douglas ging auf diese Wünsche ein und schuf die Verkehrstype DC-2, die in aller Welt heute zu finden ist und ihren Konstrukteur — man darf fast sagen — über Nacht zum berühmten Mann machte. Die Douglas- Verkehrsmaschine, von der die Swissair bekanntlich 5 Stück besitzt, ist also aus dem Luftverkehr selbst entstanden. Und wie wir gesehen haben, war dabei wegleitend der Satz: «Aus der Praxis für die Praxis». Flugzeug für 600 Personen. Der Chefingenieur der Douglas-Aircraft- Company in Los Angeles, der bereits einige der schnellsten Handelsflugzeuge der Welt konstruierte, hat jetzt Pläne für ein Riesenflugzeug von nie dagewesenen Ausmassen fertiggestellt. Diese neue Luftungeheuer soll über 115 m lang, 170 m breit werden und 1522 t wiegen. Eine Reihe von Motorengruppen mit insgesamt 200 000 PS sollen ihm eine Geschwindigkeit von 450 km/St, verleihen, so dass es von USA. nach Europa in einer durchschnittlichen Höhe von 3500 m nur 11 Stunden Flugzeit benötige. Seine Besatzung müsste aus 100 Mann bestehen. Ausserdem könnte es 500 Passagiere, 170 Tonnen Nutzlast, 30 Tonnen Gepäck und 500 Tonnen Brennstoff aufnehmen. Die Kosten für den Bau werden auf 300 Millionen Franken veranschlagt. MAXHUNZIKEß • ZÜRICH 6 Stompfenbochs*ras«e 44? , • Telephon 43.314 Generalvertreter für die Schweiz der Fisk-Pneumatik 2—2,5 Tonnen Mercedes-Benz Diesel-Vorführungswagen sehr günstig abzugeben, ca. 7000 km gefahren, Dieselmotor 4 Zyl., 19,2/55 PS, breite, elegante Kabine, Brücke ca. 2X3,50 m,; besonders niedrig, 7fache Bereifung, 6,50-20, Lackierung: Elfenbein und Silber. Sechsmonatige Fabrikgarantie. Mercedes-Benz-Automobil A.-CL, Badenerstr. 119. Zürich. Telephon 51.693. 11853 Infolge Todesfall günstig zu verkaufen OPEL ) Zylinder, 4tüng, für 1936 gelöst, in tadellosem Zustande. 73680 Offerten unter Chiffre Z 3828 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Der neue Cord In seiner absoluten Stromlinienform ist ein 8 Zylinder von ganz besonderer Eigenart. 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NO 78 FREITAG. 25. SEPTEMBER AUTOMOBIL-REVUE Indien braucht Sfrassen Bombay, im August 193a '«Death lane.» So heisst die «Todesstrasse> Bombays. Jede Stadt hat eine Todesstrasse. Es müssen nur einmal zwei Unfälle in einer Woche passieren, dann ist die Strasse getauft. In gewissen Ländern versieht man sie, ähnlich wie Salzsäureflaschen, mit einem Zeichen, das einen Totenschädel zeigt, der sich auf gekreuzten Unterarmknochen ausruht. Damit flösst man vielen Fahrern statt Vorsicht Angst ein... Die «Todesstrasse> Bombays zieht sich längs des Meeres hin. Es ist die Hauptpromenade. Da spaziert man, trotzdem man ein Trottoir besitzt, aas so breit wie die Strasse ist, auf dem Asphalt dieser selbst. Denn das Trottoir ist weich und wird durch die Flutwellen des Meeres in diesem «molligen» Zustand erhalten. Barfuss gehen die Eingeborenen aber lieber auf dem Asphalt, ausgerechnet auf der Fahrbahn also. In Bombay gibt es drei Arten Autos: alte Jahrgänge (sie gehören meist Engländern, die schon lange im Land ansässig sind), Luxus-Stromlinienwagen, deren Eigentümer sich unter jenen Indern finden, die in letzter Zeit «neureich» geworden sind. Und schliesslich alte -Rolls Royce mit kombinierter Silber- und