Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.078

E_1936_Zeitung_Nr.078

o ÄUTÖMOBIL-REVUE 25.

o ÄUTÖMOBIL-REVUE 25. SEPTEMBER 1936 — 78 punkt erfolgt. Im heruntergeklappten Zustande dagegen liegt die Feder hinter der Scharnierachse. Ungenügender Unterdruck im Vakuumförderer. Manche Vakuumförderer sind mit Hilfe eines T-Rohres, das am Vakuumbehälter sitzt, mit der Ansaugleitung des Motors verbunden. Der zweite Schenkel des T-Stückes dient zum Befestigen eines Schlauches, der zum Scheibenwischer führt. Nun hält ja Gummi einige Zeit ganz gut dicht Mit der Zeit wird er aber brüchig und dann ist der Moment gekommen, wo der Förderer zu streiken beginnt. Damit man die Gewähr hat, dass der Schlauch des Scheibenwischers auch wirklich gut dichtet, darf man nicht vergessen, ihn beizeiten zu ersetzen, was nur mit sehr bescheidenen Kosten verbunden ist. # Tetl Sg>a»eda Frage 9958. Petrolvergaser. Kann mir einer der leser über Erfahrungen mit Petrolvergasern an einem Fiat-Modell 503 berichten? F. H. in W. Frage 9964. Benzinstandsmesser merkt überhaupt nichts vom Benzinstand. Der Benzinstandsmesser meines Wagens zeigt seit einiger Zeit ständig auf Null bzw. überhaupt nichts, wenn auch der Tank ganz voll ist. Wie muss ich vorgehen, um die Flüssigkeit zu ergänzen, bis der Spiegel wieder stimmt? Ist äusser der röten Flüssigkeit noch etwas anderes beizumischen? Ich füllte schon einmal nach, doch ist die rote Flüssigkeit wieder verschwunden. F. F. in B. Antwort: Es kann mit der Zeit vorkommen, dass das Verbindungsröbrchen zum Tank leck wird und die Flüssigkeit durch die undichte Stelle ausläuft. Alsdann hilft nur ein Ersatz oder eine Reparatur des Instrumentes. Hier scheint tatsächlich dieser Fall eingetreten zu sein. Bei den Benzinstandsmessern, die eine Nachfüllung erlauben, ist weiter nichts erforderlich, als dass man den Flüssigkeitsspiegel im Instrument so hoch hinauftreibt, wie dies zur Erreichung einer TJebereinstimmnng von Ablesung, und Benzinstand nötig ist. Andere Flüssigkeiten müssen nicht zugegeben werden, da 3ie handelsübliche Benzinetandsanzeiger-Flüssigkeit schon alle nötigen Beimengungen enthält. # Frage 9965. Hinteraehsgeräusch. Mein Kleinwagen entwickelt neuestens die Unart, dass seine Hinterachse ein Geräusch verursacht, das ziemlich schwer zu charakterisieren ist Es handelt sich nicht um ein Pfeifen, wie es bei abgenützten oder unrichtig konstruierten Zahnrädern auftritt, sondern vielmehr um eine Art «Rumpeln». Man sagte mir, es komme von einem defekten Lager. Was soll ich unternehmen? Ist die Sache unbedenklich? Ich möchte die Hinterachse nicht unnötig auseinanderbäuen lassen. F. H in D. Antwort. Wenn sich Geräusche in der Hinterachse zeigen, so tut man gut daran, sie niemals zu übersehen. Wir empfehlen, die Hinterachse in der nächsten Vertretung nachsehen zu lassen. Aus dem Zustand der Lagerlaufflächen lassen «ich dann leicht Schlüsse ziehen, dahingehend, welche Lager ausgewechselt werden sollen. Es ist uns von hier aus, ohne Inspektion der betr. Lager, nicht möglich, genauere Angaben zu machen. Ebenso kann auch die betr. Garage, an die Sie sich wenden, ohne Demontage und genaue Kontrolle der Hinterachse keine exakte Diagnose des Uebels stellen. 00 Frage 9966. Vergrösserung des Ansaugquantums ohne Kompressor. Ist es möglich durch eine Vergrösserung des Ansaugcniantums die Leistung eines Viertaktmotors zu vergrössern, ohne dass man den Zylinderinhalt bzw. Arbeitsraum vergrössert, jedoch nötigenfalls den Kompressionsraum grösser ausbildet, um die Kompression nicht über das zulässige Mass ansteigen zu lassen? Nach meiner Idee sollte es möglich sein das Ansaugquantum um ca. 50 bis 80 % zu steigern, und zwar ohne Kompressor. M. E. in A. Antwort: Eine solche Vergrösserung des Ansaugvolumens könnte beispielsweise dadurch erzielt werden, das3 wohl der Ansaughub nicht aber der Arbeitshub verlängert würde. Wenn dann der Verbrennungsraum einen entsprechenden «Anbau» erhielte, so könnte die Kompression unverändert gehalten werden. Da die Gase sich nun erst nach einem Kolbenweg, der dem Ansaughub entspricht auf denselben Druck entspannt hätten, wie beim normalen Motor mit dem kleineren Verbrennungsraum und Ansaughub, so geht daraus hervor, dass sich der mittlere Druck bezogen auf den kleineren Arbeitshub erhöhen würde und mit ihm auch die Leistung bezogen auf diesen kleineren Hub. Zu bedenken sei einerseits, dass es fraglich ist, ob die Behörden bei der Steuerberechnung den Heineren «Miss Amerika X», mit einer Geschwindigkeit von 200,900 km, seit 1933 Inhaberin dee absoluten. Weltrekordes auf dem Wasser. Das Boot besitzt eine Länge von 9,66 m, eine Breite von 3,15 m und ist mit yier Zwölfzylinder-Packard-Motore n von je 1600 Pferdestärken «bestückt >. Hub zugrundelegen würden. Wir glauben kaum. Weiter wäre der thermische Wirkungsgrad eines solchen Motors infolge der unvollkommenen Expansion notwendigerweise schlecht. Dazu kommt eine gewisse Verschlechterung des mechanischen Wirkungsgrades, infolge der grösseren Komplikation eines solchen Mechanismus. Tatsächlich wurde diese Idee nur mit umgekehrtem Vorzeichen schon verwirklicht, indem man zur Verbesserung der Expansion den Arbeitshub gegenüber dem Ansaughub verlängerte. Wie die Erfinder des betreffenden Motors hervorheben, über den wir gelegentlich in der A.R. berichteten, soll der erzielte Verbrauch günstig ausgefallen sein. Eingeführt hat sich jener Motortyp trotzdem bisher nicht -b- luväst. SP >

N« 78 FREITAG. 25. SEPTEMBER 1936 AUTOMOBIL-REVUE 9 Schweizerische Rundschau Zur Frage der Verkehrsteilung. So wie sich die Dinge heute präsentieren, steht der dringliche Bundesbeschluss über die Rege- Jung der Verkehrsteilung zwischen Bahn und Auto für die laufende Parlamentssession nicht zu erwarten. In der von den Fraktionspräsidenten ausgearbeiteten Liste der für die Behandlung vorgesehenen Geschäfte findet sich davon nämlich keine Spur. Sollte somit Herr Pilet-Qolaz auf die Herbsttagung der Räte hin eine Ueberraschung für uns bereithalten, so könnte es sich lediglich um die Einreichung seines Projektes und um die Bestellung der Kommissionen handeln. Die Beratung dagegen könnte erst in der Dezembersession erfolgen. Womit der Schuldenberg der SBB sich noch höher türmen wird. Ueber die « Dringlichkeit > mag sich angesichts dieser Verschleppung ein jeder seinen eigenen Spruch machen. Kinder ond Auto. Vor einigen Monaten hat die AJR. dieses Thema aufgegriffen und in einem an die Adresse der Lehrer und Eltern gerichteten Artikel die ebenso leidige wie weit verbreitete Unsitte der Schuljugend geschildert, die staubigen Karosserien parkierender Automobile mit allerhand mehr oder weniger «sinnigen» Inschriften und Zeichnungen zu dekorieren, durchaus nicht zum Ergötzen, wohl aber zum Aerger und Verdruss der Automobilisten, denen diese Aeusserung des kindlichen Spieltriebs mitunter teuer zu stehen kommt. Damit verbanden wir die Bitte, man möchte in der Schulstube wie im Elternhaus die Kinder über das Unzulässige und Schädliche solchen Tuns aufklären und sie ermahnen, die Finger davon zu lassen. Unser Appell ist nicht ohne Widerhall geblieben, denn im amtlichen Schulblatt vom 15. September erlässt das Erziehungsdepartement des Kantons St. Gallen folgendes Kreisschreiben an die Lehrerschaft: « In der letzten Zeit mehren sich die Klagen •iber das ungebührliche Verhalten eines Teils der Schuljugend den Automobilisten gegenüber. So werden wir von Seiten eines Auslandschweizers in Deutschland darauf aufmerksam gemacht, dass ihm bei Anlass einer Automobilfahrt (in einem Automobil mit deutscher Nummer) im Kanton St. Gallen von verschiedenen Schulkindern Schimpfund Spottnamen nachgerufen worden seien. Wir sind der Auffassung, dass dieses Verhalten von Schulkindern geeignet ist, unsern Fremdenverkehr noch mehr zu lähmen; es zeugt auch von unkultiviertem Wesen und wenig Erziehung. Ferner ist uns eine Eingabe des Touring-Clubs der Schweiz zugegangen, in der darüber geklagt wird, Hass oft Automobile von Kindern beschäm" digt werden, indem die Schüler die Karosserie zerkratzen (z B. auf bestaubte Karosserien zeichnen) oder Steine gegen Fahrzeuge werfen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf einen Artikel in der «Automobil-Revue» vom 19. Mai 1936: «Kinder, laest die Finger davon!», in welchem auf die grossen Schäden, •welche solche unüberlegte Handlungen hervorrufen, aufmerksam gemacht wird. ... Wir ersuchen die Lehrerschaft dringend, nicht zuletzt im Interesse der Schuljugend selbst, unermüdlich darauf hinzuwirken, dass eich die Schulkinder eines korrekten' und anständigen Verhaltens gegenüber den Automobilisten befleissen.» Sie wollen nichts von Subventionen wissen. Die in Glarus tagende Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren hat sich bei der Erörterung der Frage der Unifallbekämpfung mehrheitlich dahin ausgesprochen, dass der Antrag der kantonalen Polizeikommandanten, vom Bundesrat Subventionen für die Durchführung der motorisierten Verkehrskontrolle und von Instruktionskursen für die Verkehrspolizei zu verlangen, abzulehnen sei. Dabei ging die Konferenz von der Auffassung aus, dass die Kantone die ihnen aus der Regelung des Strassenverkehrs erwachsenden Aufgaben ohne Beanspruchung von Bundesmitteln durchführen wollen. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang der geharnischten Resolution, welche die Polizeidirektoren vor zwei Jahren an ihrer Sittener Konferenz vom 12./13. Oktober fassten und wobei es Pech und Schwefel über die Häupter der Automobilisten regnete,, wurden sie doch damals als die Hauptschuldigen an der bedenklichen Zunahme der Verkehrsunfälle gebrandmarkt. Gleichzeitig erliess die Konferenz eine Reihe von Empfehlungen an die zuständigen Behörden zur Bekämpfung dieses Krebsübels unserer Zeit. Damit war der Stein ins Rollen geraten und am 13. August 1035 richtete dann der Bundesrat ein Kreisschreiben an die Kantone, worin er ihnen Vorschläge für Massnahmen zur Hebung der Verkehrssicherheit unterbreitete. Dabei stand die Vermehrung der fliegenden Polizeikontrollen mit an erster Stelle. Wenn die Idee vor allem von den Polizeikommandanten aufgegriffen wurde, in deren Pflichtenkreis die Behandlung der Verkehrsprobleme fällt, so lag das in der Natur der Sache. Aber mit der praktischen Durchführung hatte es seine Schwierigkeiten. Auch Verkehrspatrouillen kosten nämlich Geld, ein Artikel, womit' auch die Kantone in den gegenwärtigen Zeiten nicht übermässig gesegnet sind. Und an der finanziellen Seite scheiterte tatsächlich in zahlreichen Kantonen die Verwirklichung des wohlgemeinten Ratschlages. In dieser Situation mag bei den Polizeikommandanten der Gedanke aufgekeimt sein, es doch mal mit einem Subvetiitionsgesuch an die Adresse des Bundes zu probieren, sintemalen der Strom der Bundesbeiträge bei uns ja fliesst wie Milch und Honig im Schlaraffenland. Doch da ereignet sich das Unwahrscheinliche : die Polizeidirektoren winken «mehrheitlich» ab. (Für eine Bundessubvention, für deren Motivierung sich stichhaltige Argumente genug zusammentragen Hessen, bringen sie kein Verständnis auf. Grossmütig verzichten sie darauf, den Bund mit einem solchen Begehren zu belästigen, die nämlichen Polizeidirektoren, die vor zwei Jahren nach durchgreifender Remedür im Kapitel Strassendisziplin riefen... Erkläret mir, Graf Norindur, diesen Zwiespalt der Natur! ZSSvthe* Notizen Verkehrsbeschränknngen im Kanton Zürich. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat es letztes Jahr unternommen, in die zahlreichen Fahrverbote und Verkehrsbeschränkungen, welche im Laufe der letzten 15 Jahre erlassen worden sind, etwas Ordnung zu bringen, um besonders auch die Signalisierung den neuen eidg. Vorschriften anzupassen. Die Fälle waren ja nicht so selten, dass Motorfahrzeuglenker mit Polizeibussen bedacht wurden, weil sie entgegen einem frühern Erlass, d. h. in Unkenntnis desselben, eine Strasse befahren oder in falscher Richtung passiert hatten, da eben die nötigen Signaltafeln fehlten oder unrichtige Signale angebracht waren. Dem Verlangen der Verkehrsinteressenten nach Abhilfe wurde daher in der Weise Rechnung getragen, dass alle Gemeindebehörden aufgefordert wurden, die als notwendig erachteten Verbote und Verkehrsbeschränkungen in Vorschlag zu bringen. Die kant. Baudirektion prüfte sie auf ihre Berechtigung, wobei erfreulicherweise auch den Verkehr«interessentenverbänden Gelegenheit gegeben wurde, sich zu den einzelnen Vorschlägen auszusprechen. Das Resultat dieser Enquete bestand in einem Verzeichnis all dieser genehmigten Verbote und Beschränkungen. Gleichzeitig erging an die Gemeindebehörden die Aufforderung, die betreffenden Strassen mit dem vorgeschriebenen Signal genau und zweckentsprechend zu markieren. Eine Ausnahme machten bei dieser Zusammenstellung nur die beiden Städte Zürich und Winterthur, wo die Ueberprüfung etwas mehr Zeit beanspruchte. Nun hat der Regierungsrat durch Beschluss vom 13. August auch diese Lücke teilweise ausgefüllt, indem er ein erstes Teilverzeichnis derjenigen Verkehrsbeschränkungen und polizeilichen Verkehrsvorschriften veröffentlichte, die auf öffentlichen Strassen der Stadt Zürich Geltung haben. Es handelt sich hierbei um rund 100 allgemeine und teilweise Fahrverbote, um Begrenzung der Höchsthöhe und des Höchstgewichtes der Fahrzeuge, um Vorschriften für Einbahnstrassen und das Parkieren. Ein zweites Verzeichnis solcher Verkehrsbeschränkungen für die Stadt Zürich wird noch folgen. Grundsätzlich bemerkt der Regierungsrat zu diesen Verkehrsbeschränkuhgen in der Limmatstadt, dass von den gänzlichen Verboten und zeitlichen Beschränkungen dringliche und unaufschiebbare Berufsfahrten von Aerzten, Tierärzten und Hebammen ausgenommen sind, soweit solche Fahrten in direktem Zusammenhang mit Personen und Betrieben stehen, die an den fraglichen Strassen niedergelassen sind, ferner Fahrten der im Dienste der öffentlichen Krankenanstalten, der Feuerwehr, der Polizei und des Bundes verwendeten Motorfahrzeuge. V Jiutokupse Alpenposten. Das andauernd schlechte Wetter hat die Frequenz der Alpenpostkurse auch während der Woche vom 14. bis 20. September teilweise sehr ungünstig beeinflusst, eine Tatsache, die sich darin widerspiegelt, dass • die Berichtsperiode mit einem Ausfall von 5111 Personen abschliesst, verglichen mit der nämlichen Woche des Vorjahres. Wurden damals 19 272 Reisende befördert, so ist deren Zahl auf 14 161 zusammengeschrumpft. In erheblichem Umfang geht dieses negative Ergebnis auf das Konto der Linie Urnäsch— Schwägalp, auf die allein eine Einbusse von 2795 Passagieren entfällt (910 gegen .3705). Von den 36 regelmässig betriebenen Linien verzeichnen bloss 10 eine Frequenzvermehrung, die sich indessen durchwegs in sehr bescheidenen Grenzen hält. Auf den übrigen 26 Kursen dagegen stellte sich ausnahmslos eine Schrumpfung des Verkehrs ein. Unter Einbeziehung der in diesem Jahre neu eröffneten Kurse Brienz-Axalp, Bern-Schwefelberg, Lugano - St. Moritz und Nesslau - Schwägalp erhöbt sich das Total auf 15 177 Personen, doch wird auch damit die Gesamtziffer der korrespondierenden Woche 1935 noch bei weitem nicht erreicht Dank der Mitarbeit der zuständigen Amtsstellen veröffentlicht der A.G.S. einmal monatlich eine 19. Juni: Liste der mit dem Motorfahrzeugverkehr in Zu-24. Juli: sammenhang stehenden Fundgegenstände. Die Verlierer sind gebeten, sich bei der Zentralverwaltung des A.C.S., Laupenstrasse 2, Bern, zu melden unter genauer Bezeichnung der vermissten Gegenstände. Es wurde gefunden: am: Ort: 27. Juni: Basel, Marktplatz 15. Juli: Basel, Münchensteinerbrücke 6. August: Basel, Baumgartenweg, Dornacherstr. 11. August: Basel, Tellplatz Gegenstand: Windschutz-Celluloid- Scheibe Autokurbel mit Messinggiiff Autoplache Naturgemäss findet das betrübliche Fazit der einzelnen Wochen seinen Niederschlag auch in der Gesamtbilanz der Saison. Verzeichneten die Alpenposten im Vorjahr während der Zeitspanne vom 15. Juni bis 20. September ein Total von 439 689 Fahrgästen, so bietet das Jahr 1936 mit einer Reisendenzahl von nur 392876 ein bedeutend unerfreulicheres Bild. Die Ursachen braucht man wohl nicht weitab zu suchen; neben der Krise im Fremdenverkehr liegen sie vor allem im Wetter. Der Sommer 1936 fiel gänzlich aus der Rolle und zeichnete sich durch einen ungeahnten « Feuchtigkeitsgehalt» aus, der sich auch bei den Alpenposten — in stärkerem Masse vielleicht als bei andern Transportunternehmen — bemerkbar machen musste. Am Rückgang um 46813 Passagiere (—10,6 Prozent) sind von den 36 schon im Vorjahr, betriebenen Kursen nicht weniger als 26 beteiligt, darunter vor allem die Linien Chur- Lenzerheide-Julier-St Moritz (—6755), Sankt Moritz-Malojä-Castasegna (—6385), Thusis- San Bernardino-Mesocco (—5585), Nesslau- Buchs (—5243), Küblis-St. Antönien (—4427), Furka (—3722), Gotthard (—2065), Schuls- Tarasp (—2055). In etwas anderem Lichte präsentiert sich die Lage bei der Berechnung der Ausfälle nach Prozenten. Mit dem grössten Verlust steht bei dieser Betrachtungsweise Küblis-St. Antönien (—58%) zu Buch, gefolgt von der San Bernardino-Linie (—30 %), dem Fliiela (—28%), der Furka (—24%), denii Gotthard und Schuls-Tarasp (je —23%), währenddem z. B. in relativen Ziffern ausgedrückt die Abrfahme auf dem Kurs St. Moritz- Castasegna «nur» 17%, für Chur-Julier- St. Moritz 20 % beträgt Wenden wir uns noch schnell der Gegenseite zu, jenen Kursen, die ihre Rechnung mit einem Plus saldieren. Ein einziger nur, Meiringen-Schwarzwaldalp, überschreitet dabei mit einer Steigerung um 1665 Personen die Tausendergrenze und erreicht mit + 22% die höchste relative Vermehrung. Im übrigen aber nehmen sich die Posten auf dieser Seite recht massig aus und sind kaum imstande, das triste Ergebnis aufzuhellen, wie die nachfolgenden Zahlen beweisen: Hasliberg +832 (+ 8 %), Stalden-Saas Baien + 589 (+5 %), Sierre-Val d'Annivers + 396 (+ 5 %), Sembrancher-Fionnay + 297 (-4- 5 %). Stvaiss^n Eieenbolzen mit Kette für Autoverbindung Aus dem Strassenwesen Zürichs. Zu Ende des letzten Jahres besass die Stadt Zürich ein öffentliches Strassennetz in der Länge von 56134 km und mit einem Flächeninhalt von 540 ha. Für die Strassenreinigung wurden 1935 insgesamt 179,951 Fr. aufgewendet, währenddem sich die Kosten für die Schneeräumung und das Sanden auf 656,730 Fr. beliefen. Strassenreinigung und -unterhalt erforderten zusammen eine Summe von 4,099,567 Fr., denen an Einnahmen 2,703,419 Fr. gegenüberstehen. V«*l*ehp X.C.S.^Fundlitfe Verkehrseinschränkungen auf der linksufrigen Bielerseestrasse. Das Strassenverkehrsamt des Kantons Bern teilt mit: < An den sogenannten Lesesonntagen im September und Oktober, das heisst an den fünf auf den eidgenössischen Bettag folgenden Sonntagen, darf auf der Strassenstrecke Biel—Twann—Biel in der Zeit von 13.30 bis 19.00 Uhr von den Motorfahrzeugen die Gechwindigkeit von 25 km in der Stunde nicht überschritten werden. Das Ueberholen fahrender Fahrzeuge ist verboten. Widerhandlungen gegen diese Vorschriften werden gemäss § 7 des Gesetzes betreffend Abänderung des Strassenpolizeigesetzes vom 14. Dezember 1913 mit Busse von Fr. 1.— bis Fr. 500.— bestraft » A. C. S. SEKTION AARGAU. Ballon-Fuchsjagd. Morgen Samstag um 13 Uhr erfolgt beim Gaswerk in Zofingen der Start zur BallonnFuchsjagd. Die Telephonzentrale in Aarau gibt Samstag früh ab 7 Uhr Auskunft über Abhaltung oder Verschiebung der Veranstaltung. Um 19 Uhr findet ein einfaches Nachtessen aller Teilnehmer im Hotel Bären in Suhr statt, mit anschliessender Preisverteilung und 29. Juli: Schweizerhalle Basel-Auget Münchens tem 19. Juli: zwischen Meudon und Verrieres-Suisse 29. Juli: Les Replattes ob Le Locle 25. Juli: zwischen Boudry und Bevaix 25. August: Rötelirank bei Rheineck 30. August: Flawilerstr. bei Buchen- Oberuzwil Antoreservorad (Scheibenrad) Paket enthaltend verschiedene Bekleidungsund Toilettengegenstände. Reserverad zu Lastwagen Klaxon (Cicca-Horn) Radkapeel Klaxon Autokoffer ohne Inhalt Personenauto-Reserverad. gemütlicher Unterhaltung, wozu wir speziell auch die nichtkonkurrierenden Mitglieder mit ihren Angehörigen und Bekannten einladen möchten. Anmeldungen für das Nachtessen (Fr. 3.—) sind unserem Sekretariate in Aarau (Tel. 20.60) aufzugeben. Neumitglieder. Um die Mitgliederwerbung möglichst erfolgreich fördern zu helfen, wird jetzt eintretenden Mitgliedern der Jahresbeitrag pro 1936 ganz erlassen. Prospektmaterial und Anmeldekarten sind auf unserem Sekretariate zu beziehen. JLu* d« Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Achtung! Anhänger! Die in diesem Artikel m Nr. 75 der «A.-R.> vorgeschlagene Anbringung der Signaltafel am vorderen rechten Kotflügel genügt' meines Erachtens für den Nacbtverkehr nicht. Aus eigener Beobachtung als Automobilist und praktischer Erfahrung als Radfahrer weiss ich, dass der Radfahrer dieses Signal in den meisten Fällen nicht beachten wird, weil er beim Ueberholtwerden ängstlich darauf bedacht ist, seine Spur in der engen Fahrbahn möglichst in gerader Richtung und rechts zu halten. Seine Aufmerksamkeit gilt also hauptsächlich der eigenen Fahrweise. Es scheint mir daher empfehlenswerter, wenn der Anhänger ebenfalls sowohl mit einem akustischen wie optischen Signal (Hörn und Licht) ausgerüstet würde, denn damit würde beim Radfahrer der Eindruck erweckt, dass ein zweites Fahrzeug unmittelbar folge. Auf dem Weg praktischer Versuche wäre allerdings noch festzustellen, ob das Signal des Anhängers (Hörn bzw. Licht) einige Augenblicke später zu erfolgen hat als das des Zugwagens. E. W. Aufomobilwirfsihafi Sitzverlegung. Neuhaus & Dreyer, Reparaturwerkstätte, Garage und Handel in Automobilen, Langenthai. Die Firma hat ihren Sitz nach Holstein (Baselland) verlegt Sie ist im Handelsregister des Kantons Baselland unter der Firma «Neuhaus & Dreyer, Garage Touring» eingetragen. Statutenänderung. Pneuba A.-G., Basel. Handel in Pneumaiik usw. In der Generalversammlung vom 14. August 1938 wurde das Aktienkapital von Fr. 16,000 durch Abschreibung der einzelnen Aktie von Fr 1000.— auf Fr. 400.— um Fr. 9600.— auf Fr. 6400.— herabgesetzt, eingeteilt in 16 Namenaktien von Fr. 400.—, Die Statuten sind entsprechend geändert worden. Motor-Car A.-G. Bern, in Bern. Die Aktiengesellschaft hat in ihrer ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Dezember 1935 ihre Statuten teilweise revidiert. Der Verwaltungsrat besteht nunmehr aus 1—3 Mitgliedern. Einziges Mitglied ist zur Zeit: Albert Aeschlimann (bish.). Er führt die rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Ausgeschieden aus dem Verwaltungsrat ist Franz Paul Scherer (bish. Präsident). Seine Zeichnungsberechtigunf ist erloschen. Das Kamera-Auto für den rasenden Reporter. EH13QI Le «Halt! Sie haben keine Nummer an Ihrem Wagen!» «Nicht nötig, Herr Wachtmeister, ich weiss sie auswendig!» Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. Dipl. Ing. F. O. Weber. Verantwortlich für die Herausgabe: O. E. Wagner. — Rene Baebler.