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E_1936_Zeitung_Nr.081

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solch hohen

solch hohen Geschwindigkeiten zu befahren. Es wurden denn auch sofort Verhandlungen mit dem beteiligten Kanton Uri eingeleitet, um denselben zu veranlassen, den nicht nur wegen des Klausenrennens, sondern auch wegen des übrigen Touristenverkehrs unhaltbaren Zustand durch Ausbau der Klausenstrasse auf dem Urnerboden zu beseitigen. Das Verlangen wurde denn auch nirgends bestritten und die Urner Behörden haben sich dieses Jahr daran gemacht, die verrufene Urnerbodenstrecke zu verbessern. Es wurden Projekte ausgearbeitet und deren Finanzierung geprüft, wobei sich leider ergab, dass der Vorschlag für den Bau einer Betonstrasse der hohen Kosten wegen nicht verwirklicht werden kann. So musste denn dieses Projekt leider fallen gelassen und ein etwas weniger kostspieliges gewählt werden, das nun so weit gediehen sein soll, dass mit dessen Inangriffnahme nächstes Frühjahr begonnen werden dürfte. Der Ausbau wird sich aber voraussichtlich auf den ganzen Sommer 1937 erstrecken, so dass die Abhaltung des Klausenrennens im nächsten Jahr schon aus diesem Grunde verunmöglicht sein dürfte. Wir wir erfahren, ist denn auch die Abhaltung des Klausenrennens im nächsten Jahr von den organisierenden A. C. S.-Sektionen nicht in Vorschlag gebracht worden, so dass ein Eintrag im internationalen Automobilsportkailender 1937 unterbleiben wird. Eine Wiederholung des grössten schweizerischen Bergrenne'ns wird somit frühestens für 1938 in Betracht kommen. V Luftfahrt Luftrennen London—Johannisburg. Eine einzige Equipe am Ziel! Das Luftrennen London-Johannisburg, welches wir in der Freitagausgabe bis zu dem Moment verfolgt haben, da der Spitzenflieger Captain Halse mit seiner Percival Mew Gull sozusagen angesichts des letzten fakultativen Etappenortes Salisbury in Süd-Rhodesia eine Notlandung vornehmen musste, wobei er schweren Bruch machte, bedeutet für die Organisatoren ein eigentliches Fiasko, zu dem allerdings die Verkettung verschiedener unglücklicher Umstände ganz wesentlich beitrug. Von den 9 Flugzeugen" englischer Provenienz, die am letzten Dienstag in Portsmouth nach Südafrika starteten, hat ein einziges das Ziel erreicht, so dass die Ausfälle über 88 % betragen, eine Quote, die bis heute wohl in keinem derartigen Wettbewerb erreicht worden ist. Einen äusserst tragischen Äbschluss hat der Flug der Mannschaft Findlay/Morgan/ Waller/Peachy genommen, deren Maschine sich beim Start von Abercorn in Rhodesia überschlug und in Trümmer ging. Während Waller und Peachy nur Verletzungen leichterer Natur erlitten, wurden Findlay und Morgan auf der Stelle getötet. Da inzwischen noch einige Einzelheiten über den Verlauf des Rennens bekannt geworden sind, geben wir die Hauptmomente der ganzen Veranstaltung nochmals in grossen Zügen wieder. Schon auf der ersten Etappe von London nach Belgrad blieben Allington und Booth auf British Airdraft Eagle in Bayern liegen und fielen aus. Bald nach dem Abflug von der jugaslawischen Hauptstadt sah sich auch Miller zur Aufgabe gezwungen und Viktor Smith, «the Unlucky», wie er in britischen Aviatikerkreisen genannt wird, da er in all seinen luftsportlichen Unternehmungen von rabenschwarzem Pech verfolgt ist, schied in Mazedonien aus der Konkurrenz, nachdem er seinen Apparat bei einer Notlandung nicht mehr rechtzeitig abfangen konnte und es einmal mehr Bruch gab. Tommy Rose endlich passierte ein ähnliches Malheur bei seiner Ankunft in Kairo, was ebenfalls das Zei- •chen zum Abbruch des Rennens war. Es dauerte nicht lange, bis im ohnehin bereits gehörig gelichteten Felde weitere Lücken eintraten. In Khartum blieb Clouston stecken; ein Kolbendefekt warf auch ihn unbarmherzig aus dem Wettbewerb und den einzigen Konkurrenten, der ihm zeitlich um 6 Stunden voraus war, Captain Halse, traf, wie berichtet, das Schicksal kurz vor Salisbury, wo er, der als grosser Favorit gestartet war, seine Maschine ebenfalls bei einer Notlandung zertrümmerte. Verblieben noch Scott und Gtithrle, die am Mittwochabend um 19 Uhr 35 in Abercorn niedergingen und alsdann von einer solchen Müdigkeit übermannt wurden, dass an ein Weiterfliegen nicht gedacht werden konnte. Sie nahmen die letzte Etappe um 3.45 Uhr Donnerstag früh in Angriff und erreichten das Ziel, Johannisburg, um 11.36 Uhr vormittags, nachdem sie diese Stadt mit der bri-, tischen Metropole in ••-;. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 6. Oktober 1938 •— N" 81 52 Stunden 56 Minuten verbunden hatten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 195 km/St, entspricht. Wenn dieses Resultat schon eine ganz respektable Leistung darstellt, so ist doch nicht anzunehmen, dass die Organisatoren davon befriedigt sind, hofften sie doch, der Sieger werde für die 9700-km-Strecke maximal 34 bis 36 Stunden benötigen. Von den beiden übrigen Equipen musste LIewelyn mit seinem Begleiter Hughesdon in der Nähe des Tanganyikasees niedergehen; auch sein Apparat wies zu grosse Beschädigungen auf, als dass eine Fortsetzung des Raids hätte in Frage kommen können. Findlay/Morgan/Waller/Peachy endlich sind einem Unglück zum Opfer gefallen, das wir weiter oben bereits beschrieben haben. Das englischerseits äusserst pompös aufgezogene Rennen, für welches der südafrikanische Grossindustrielle Schlesinger 10,000 Pfd. Sterling stiftete, hat somit ein Ende genommen, das man in Fachkreisen wohl nicht im entferntesten vorausahnte. Fy. Ein neuer schweizerischer Segelflug-Dauerrekord wurde vom Berner Segelflieger Fritz Schreiber, einem Bruder des Oberexperten für Segelflug beim eidg. Luftamt, Hermann Schreiber, am vergangenen Dienstag/Mittwoch aufgestellt. Er verbesserte an Bord eines Spyr-Seglers den vom Oltener Segelflieger Glur unlängst etablierten schweizerischen Dauerflugrekord von 16 :12 :00 auf 25 : 50 : 00! «Himmeislaus» auch in Frankreich verboten. Die vielerorts nicht verstandene Zurückhaltung der Schweizer Flugsportbehörden und Abnahmestellen hat nun eine glänzende Rechtfertigung erfahren, indem selbst in Frankreich, dem Geburtslande der « Pou-du-Ciel», die technischen Behörden nach eingehenden Prüfungen dazu gekommen sind, den Maschinen dieser Bauart keine Flugbewilligung zu erteilen, da sie in verschiedener Richtung nicht den Vorschriften für Sicherheit und Stabilität entsprechen. Selbst mit stärkeren Motoren wird der «Himmelslaus» das Flugfähigkeitszeugnis vorenthalten und dem schwergeprüften und enttäuschten Konstrukteur eine durchgreifende Abänderung seiner Konstruktion anempfohlen. Durch diesen Entscheid hat ein viel Todesopfer aufweisendes Kapitel der Popularisierung des Flugsportes und des Flugzeuges für jedermann einen Halt gemacht, den zum Beispiel unsere technischen Organe des Luftamtes vorausgesehen haben. Neuer Welthöhenrekord im Flugzeug. Der vom Franzosen Detre im vergangenen August aufgestellte und auf 14,843 m hinaufgeschraubte Welthöhenrekord im Landflugzeug ist neuerdings überboten worden. Rekordbrecher ist diesmal der englische Geschwaderführer Swayne. Er ist am Dienstagvormittag vom Flugplatz Farnborough in England aufgestiegen und hat die respektable Höhe von 15,230 m erreicht Swayne bediente sich einer Bristol-Eindecker-Spezialkonstruktion, welche mit einem «Bristol-Pegasus»-Motor von 860/900 PS ausgerüstet ist. Der Flug dauerte genau 3*£ Stunden. Auf 15,000 m Höhe wurde von Swayne eine Temperatur von —39 Grad gemessen. Swissair-Verkehr im August 1936. Die soeben bekanntgegebenen Verkehrsziffern der Swissair für den Monat August zeigen wiederum — trotz der nicht gerade ideal zu nennenden Witterungsverhältnisse — eine erfreuliche Aufwärtsbewegung. Der gesamte Streckenverkehr umfasste 692 Flugstunden, während welcher eine Totalstrecke von 158,564 km zurückgelegt wurde. Insgesamt wurden im August 206,761,3 Tonnenkilometer im regelmässigen Verkehr angeboten; die Ausnutzung betrug 135,063,8 tkm oder 65,3 Prozent, ein recht bemerkenswertes Resultat. Die Regelmässigkeitsquote des Streckendienstes wurde mit 97,8 % errechnet, während die Pünktlichkeit mit 93,4 % etwas gesunken ist. Der Luftverkehr Paris-London 17 Jahre alt. Letzte Woche wurde auf dem Flugplatz Croydon das Jubiläum des 17. Jahrestages der ersten Luftverkehrslinie London-Paris gefeiert. Der Pilot des ersten Verkehrsflugzeuges der Strecke war Capt. Bill Lawford, der immer noch als Kontrolloffizier des Flugplatzes Croydon aktiv im Luftverkehr tätig ist. Die beiden ersten Passagiere dieser Linie sind seinerzeit als Helden gefeiert worden, während heute täglich Hunderte von Passagieren in bequemen Riesenflugzeugen zwischen London und Paris befördert werden. Eleganz und Qualität 4 Zylinder 10—12 PS DELAHAYE stellt 6 Zylinder 16,2 PS Unvergleichbare Strassen. baltung am Automobil - Salon Paris vom 1. bis 11. Oktober seine 1937er Modelle, Touren- und Sportwagen aus. Garantierte Stundengeschwindigkeit 165 km. 6 Zylinder 19 PS Wilson - Getriebekasten. 1 oder 3 Vergaser. Keine Preiserhöhung auf dem 1936er Tarif Konzessionär für die Schweiz: P. NESSI, Automobile, Case VÜle 910 Lausanne Occasion zu verkaufen 5-Tonnen-Wagen SAURER 80,81) mit 30-Plätzer-Karosserie, 5-Meter-Ladebrücke, Schnellgang und Schmutzbremse, sehr wirtschaftlicher Wagen. 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DIENSTAG, 6. OKTOBER 1936 V>U dUV>w4d tidea Alkoholbudget- und Beimischungsdebatte im Nationalrat. Das Parlament hat gesprochen. Mit der Annahme des famosen Alkoholbudgets durch den Nationalrat, das er in der Junisession — entgegen allen geheiligten parlamentarischen Gepflogenheiten — an den Bundesrat zurückgewiesen, ist uns der Spritbeimischungszwang endgültig und unwiderruflich beschert worden. Ueber das flammende, von leidenschaftlichem Gerechtigkeitssinn getragene «J'accuse» des Genfers Lachenal, über die eindringliche Warnung Minister Stuckis, über die Bedenken des Unabhängigen Schnyder hinweg hat die Volksvertretung in kühler Gelassenheit die Zumutung sanktioniert, das Automobil für das klägliche Versagen der Alkoholverwaltung, für das Fiasko eines Regiebetriebes büssen zu lassen, woran es nicht der Schimmer einer Schuld trifft Das möchten wir auch heute wieder festgehalten haben. Man komme uns nicht mit dem «tröstlichen » Einwand, das Motorfahrzeug kriege ja die Folgen der Beimischung nicht zu spüren. Schon der mit dem Beschluss geschaffene Präzedenzfall gibt zu den schwersten Bedenken Anlass, ist er doch geeignet, eine ganz neue, ungemein «vielversprechende» Aera fiskalpolitischer Tätigkeit einzuleiten, der sich wunderbare Wege eröffnen..* Ganz unerwartet freilich kam dieser Ausgang der Redeschlacht nicht, denn das Alkoholbudget fand einen Nationalrat vor, dessen Widerstandswille durch die vorangegangene Debatte über die Abwertung erschüttert und ins Wanken geraten war. Und wer die mehrstündige Diskussion verfolgte, der konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob der etwas mitgenommene Rat nur darauf dränge, unter dieses leidige Kapitel Alkohol, von dem man nachgerade genug hatte, endlich einmal den Schlußstrich zu ziehen, ob gehauen oder gestochen. Wenn es dessen überhaupt noch bedurfte, so wurde ihm dieser Entschluss erleichtert durch den Rückzug von Herrn Lachenais Rückweisungsantrag. Was ihn dazu bewogen haben mag? Wohl die bindende Zusage Bundespräsident Meyers, dass mit der Genehmigung des Budgets noch nichts über eine Erhöhung des Benzinpreises als Folge der Beimischung ausgesagt sei und dass der Bericht über die Reorganisation der Alkoholverwaltung ungefähr auf Jahresende erscheine. In Zusammenhang mit der Abwertung werde der Benzinpreis eine Neuregelung erfahren und dabei sollten sich Mittel und Wege finden lassen, den Beimischungszwang ohne eine Preisveränderung, ohne Mehrbelastung des Automobilisten zu verwirklichen. Um es zu wiederholen: Mit der Abwertung steigt der Benzinpreis an der Grenze um 3—4 Rappen, sagen wir um 3,5 Rp. Darin aber, dass der Bundesrat neben der sofortigen Bestandesaufnahme für Kohle, Mehl, Hafer usw. auch diejenige für Benzin angeordnet hat, scheint doch das Eingeständnis zu liegen, er zähle auch den Treibstoff mit zu den unentbehrlichen Bedarfsartikeln. Sofern nun aber der in einsamer Höhe thronende Benzinzollansatz von 320 % des Warenwertes um 3,5 Rp. ermässigt werden sollte, darf man wohl annehmen, der Bund werde es (wenn's auch schwer fällt) über sich bringen, gleich auf 4,5 Rp. zu gehen, womit das Gemisch dann auf 43 Rp. zu stehen käme. Mit einer blossen Anpassung des Zolls, mit der Beibehaltung des status quo also kann sich der motorische Verkehr indessen nicht zufrieden geben. Wie hat sich doch Bundespräsident Meyer geäussert: Der Verkehr müsse sich wieder beleben! Die logische Konsequenz daraus aber heisst: Herab mit dem Benzinpreis auf 36 Rappen! Dann wird der Verkehr neue Impulse, neuen Auftrieb erhalten. Wer a sagt, Herr Bundespräsident, muss auch b sagen! FILM DER DISKUSSION Herr Stutz, der Kommissionsreferent, will die Frage der Beimischung von Alkohol zum Benzin zuerst anschneiden, weil sie in der automobilistischen Presse sehr starke Diskussionen ausgelöst hat. Die von der Alkoholverwaltung eingesetzte technische Kommission hat veranlasst, dass die Eidg. Materialprüfungsanstalt in Verbindung mit der Postverwaltung Versuche nach dieser Richtung hin durchführte. In seinem Bericht kommt Prof. Sohlaepfer zum Ergebnis, dass die Beimischung von 15—20°/o Alkohol einen Treibstoff liefere, der den Nutzeffekt des reinen Benzins übertreffe, ohne dass Aenderungen am Motor nötig wären. Die Verwendung von unentwässertem Alkohol unter Beigabe eines Stabilisators lieferte in ebenem Gelände günstige Resultate, doch tritt ein beträchtlicher Mehrverbrauch ein, sobald Steigungen zu überwinden sind;' AUTOMOBIL-REVUE Für die Beimischung kommt nur entwässerter Alkohol in Frage, ein Standpunkt, den auch die Ver- müssen Bewegungsfreiheit und Möglichkeit der Entkoholverwaltung su betrauen. Dem « neuen Mann > treter der Armee teilen. Auf jeden Fall ist diefaltung gegeben werden, denn es wäre ein Unding, Frage der Beimischung nach der technischen Seite ihm zuzumuten, in den Fußstapfen seines Vorgängers zu wandeln und dessen Ideen zu übernehmen. hin abgeklärt. Im übrigen empfiehlt die Kommission, vorderhand nur eine Entwässerungsanlage Hier ist ein Fehler begangen worden, eine Herausforderung an die Adresse jener, die ehrlich und in Betrieb zu nehmen, deren Standort sich in der Innerschweiz befinden müsste. aufrichtig bemüht waren, dem Bundesrat die Gefahren aufzuzeigen, die sich erheben, wenn der Wenn die Via Vita in ihrer Eingabe vom 5. September eine Einschränkung oder Unterbindung der bisherige Weg weiter beschritten wird. Alkoholeinfuhr verlangt und die Behauptung aufgestellt hat, die Alkoholverwaltung zahle bei derin der Mangelhaftigkeit des Gesetzes Gewiss, das katastrophale Defizit liegt zum Teil begründet. Beimischung eine Million drauf, so ist darauf zu erwidern, dass sie einzig am Importsprit verdienen kann. Mittel und Wege zur Beschränkung der Alkoholproduktion werden gesucht und befinden sich zur Zeit teilweise auch bereits in Anwendung. Zu überlegen bleibt, ob die Entwässerung nicht zusammen in einem Arbeitsgang mit der Rektifikation verbunden werden könnte. Der Nationalrat hat das Budget zurückgewiesen mit dem Auftrag, den ganzen Komplex der Alkoholfrage nochmals zu studieren. Das ist geschehen. Die Fachkommission hat eine ganze Reihe neuer Massnahmen angeregt. Was heute noch fehlt, sind die Vorschläge für eine Förderung der Umstellung des Obstbaues. Aenderungen am Budget sind vom Bundesrat nicht beantragt worden, wohl aber hat er Erklärungen über die von ihm beabsichtigte Neuordnung abgegeben. Zweifellos werden einige Ausgabeposten des Budgets durch die Abwertung eine Reduktion erfahren, so dass der auf eine halbe Million berechnete Ueberschuss bestimmt überstiegen wird. Herr Paschoud referiert in französischer Sprache für die Kommission. Ohne eine Aenderung des gegenwärtigen Systems kann man dem Bund nicht zu Neueinnahmen verhelfen. Wenn nun die Umstellung des Alkoholregimes erfolgen muss, so erhebt sich dabei auch die Frage, ob es nicht angezeigt wäre, zum alten System zurückzukehren, denn die gegenwärtige Regelung lähmt den Handel vollständig. Der Redner befassj sich sodann mit den in der Nachtragsbotschaft angeführten Massnahmen und kommt dabei auch auf die Spritbeimischung zu sprechen, das einzige Mittel, um den Vorräten einen Abfluss zu verschaffen. Es handelt sich hier lediglich um eine vorübergehende und in quantitativer Hinsicht beschränkte Hilfe. Durch dieses Vorgehen würde der Benzinpreis um einen Rappen erhöht, aber auf der andern Seite bietet es nicht zu unterschätzende Vorteile für die Landesverteidigung. „Zart mit diesem !Badget und dem O&eU mi&chuHQSizwang." faedeet TlatUutattat £adienal. Herr Lachenal dankt dem — übrigens im Saal anwesenden — Alkoholdirektor Tanner dafür, dass er die Konsequenzen gezogen und seine Demission eingereicht hat. Um so grösser ist die Verblüffung, dass Bundesrat und Finanzdepartement von diesem Rücktritt noch keine Kenntnis haben nehmen wollen und noch keine Anstalten für die Wahl eines Nachfolgers getroffen worden sind. Es ist auch ein starkes Stück, dass im Departement die Absicht bestand, den bisherigen Inhaber dieses Postens mit der Prüfung der Reorganisation der Al- Aber der Vorwurf kann Herrn Tanner nicht erspart bleiben, dass er nicht sofort Alarm schlug, als er der bedenklichen Entwicklung der Dinge gewahr wurde, dass er sie durch Budgets verschleierte, welche der Wirklichkeit nicht gerecht wurden. Heute scheint der Bundespräsident einen n$eh gefährlicheren Weg einschlagen zu wollen, denn betrachtete man in den bisherigen Kritiken gegen die Alkoholverwaltung den Bundesrat mehr als ein Opfer denn als Miturheber, so darf man sich nicht wundern, wenn das Volk jetzt anfängt, die Verantwortlichkeit direkt dem Bundesrat zuzuschieben, sofern er auf seinem bisherigen Verhalten beharrt. Das Vorgehen, nacheinander zwei Budgets auszuarbeiten, von denen keines der Wirklichkeit Rechnung trug und deren fiktive Verbesserung einzig und allein auf dem famosen Spritbeimischungszwang beruhte, dieses Vorgehen hat das Mass voll gemacht. Man will 60.000 Hektoliter Alkohol in Brennstoff umwandeln, aber dabei besteht gar keine definitive Absicht, die Beimischung zu verwirklichen, noch sind die hiefür nötigen Vorarbeiten an die Hand genommen worden. In Tat und Wahrheit schliesst das Budget mit einem Defizit von 5% Millionen ab. Ueber die Beimischung hat man vcn den Kommissionsreferenten nur Banalitäten vernommen. Die Frage ist nicht die, ob es gelingt, dem Benzin 10% oder 20% Alkohol beizumischen, sondern die, wie teuer das "Experiment zu stehen kommt, ob es nützlich und angezeigt ist. Warum stellt man den Einnahmen aus dem Verkauf von 60.000 Hektoliter Alkohol nicht den allerdings weniger erfreulichen Posten der direkten und indirekten Kosten gegenüber, die sich um 2,5 Millionen herum bewegen? Diese Summe nämlich erheischt die Einführung der Spritbeimifichung. Gewiss sind Versuche mit dem Gemisch unternommen worden, aber die Erfahrungen haben gelehrt, dass die Zukunft dem Dieselmotor gehört. Man frage doch einmal die Post- und Telegraphenverwaltung um ihre Meinung und man. wird die Antwort erhalten, dass die Alpenwertungsfahrt klar und einwandfrei die Ueberlegenheit des Diesels erwiesen hat. Warum wagt man nicht, ein Budget mit einem Fehlbetrag von 5,6 Millionen vorzulegen, wie es den Tatsachen entspricht? Weil man Angst vor dem Geständnis hat, die Regie arbeite mit Verlust Als ob das ein Geheimnis wäre! Ich würde auch einen defizitären Voranschlag annehmen, weil ich mir nicht verhehle, dass man heute daran nichts ändern kann. Wenn ich die Rückweisung beantrage, so liegt darin das einzige Mittel, um die Behörden zu zwingen, wenigstens einen Versuch zur Verbesserung der Lage zu unternehmen, die sie zwar selbst wünschen, all Sät 10-15 ftp. pto- tladht haben Sie eine angenehm geheizte Einzelgarage, Werkstatt oder ähnl. mit unserem neuen, pat. Heizapparat „MOLTIC ALOR". Der Apparat ist absolut explosionssicher und geruchlos, benötigt keine spezielle Wartung und ist sehr einfach in der Bedienung. Verlangen Sie Prospekte und unverbindliche Vorführung durch O. Rohxbach, Mittelstrasse 16, Bern, Telephon 34.033 oder durch den Generalvertreter: C. 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