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E_1936_Zeitung_Nr.080

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ft AUTOMOBIL-REVUE FREITAG. 2. OKTOBER 1936 80 Die Strasse im Wandel der Zeit Hierüber finden wir in einem Aufsatz «Die grosse Aufgabe » in der « Strasse » folgende interessante Gedanken: Die feudalen Zeitalter hatten bei allen ihren Anlagen Sinn für das Mehr-als-nur-Nützliche. Sie wussten zu repräsentieren, sie fühlten ihre Verpflichtung dazu. Die Macht und Grosse des Vaterlandes, der Vaterstadt musste auch in Strassenanlagen und öffentlichen Bauten zu deutlicher Geltung kommen. Das gelang. Immerhin verspüren wir Unterschiede, weil die Baugesinnung wechselte. Die Dome, Stadttore und Marktplätze der mittelalterlichen Zeit schuf eine Gemeinschaft; verhältnismässig kleine Städte von 10 000 bis 20 000 Einwohnern errichteten unverhältnismässie grosse Bauten, deren unvergänglichen Zauber wir ehrfürchtig bestaunen. Mit der grossen Zeitenwende der Renaissance enden sie, der Individualismus siegt. Die Einzelperson errichtet sich (ihrer Familie), um vor Mit- und Nachwelt zu glänzen, Paläste, Hofkirchen und Prachtstrassen. Sie sucht dabei ihren eigenen Nutzen, will ihren Reichtum oder ihren Geschmack zeigen, ihrem eigenen oder ihrer Geliebten Vergnügen Genüge tun. Mit gewissen Einschränkungen finden wir an ihren Bauten Gefallen, ebenso an den prachtvollen Anlagen des Barocks. Wir bestaunen auch die kühle Grosse klassizistischer Strassenbauten. Mit noch gemischteren Gefühlen stehen wir dem gegenüber, was seit der Mitte des letzten Jahrhunderts entstand: den Strassendurchbrüchen im Paris Napoleons III., der Nichts unterscheidet es klarer von den vorhergehenden Zeiten als die Tatsache, dass die Entfernungen zwischen den Erzeugungsorten und den Stätten des Verbrauchs immer grösser wurden. Die Verbesserung der Verkehrsmittel beschleunigte die Reisen von Mensch und Gut. Sie verbilligte die Reisekosten. Immer weitere Gebiete wurden so miteinander verkehrsmässig und wirtschaftlich verflochten; die Arbeitsteilung wurde verfeinert. Der Verkehr nahm verhältnismässig und absolut, rasch zu. Diese Entwicklung ist ebensosehr ein Ergebnis der beginnenden und rasch fortschreitenden Technisierung, wie gleichzeitig eine Ursache für das Tempo ihres 'weiteren Vorwärtsschreitens. Diese Entwicklung, welche Einsichtige bereits zwischen 1825 und 1840 erkannten, wurde von fortschrittlich Gesinnten stürmisch begrüsst. Die Aufgaben aber, die zugleich den Erbauern der neuen Verkehrsmittel erwuchsen, wurden nicht erkannt. Das bürgerliche Zeitalter, das mit den Anfängen des technischen zusammenfällt, übersah sie. Das, was wir als besonders peinlich empfinden in der verfehlten Bauleistung der letzten hundert Jahre, ist das Versagen dieser Aufgabe gegenüber. Das Auseinanderklaffen zwischen Soll und Ist hat die Peinlichkeiten in der Landschaft und in den Städten hervorgerufen. Es mag zugegeben werden, dass die Aufgabe, vor die unsere Grossväter und Urgrossväter gestellt waren, auch dann schwer zu lösen gewesen wäre, wenn man sie selbst sofort erkannt hätte, weil es an Vorbildern Prachtstrasse am Ringe in Wien, der scho-fehlte und weil der Strasseribau, der im ausgehenden 18. und im jungen 19. Jahrhundert so grosse Fortschritte gemacht hatte, nun plötzlich zurückblieb gegenüber dem neuent- nungslosen, gewaltsamen Umgestaltung Roms seit 1870. Wejin also mit dem liberalen Zeitalter auch nicht alles sofort aufhörte, so ist das, was seither geschaffen wurde, doch mit den Werken der vorhergehenden Zeiten nicht gleichzusetzen und schon gar nicht mit den repräsentativen Glanzleistungen des Altertums. Dies verstärkte Unbehagen kommt nicht etwa nur daher, dass das liberale Zeitalter keinen eigenwüchsigen Baustil mehr hervorbrachte, dass es im besten Fall Vergangenes nachahmte, ohne selbst schöpferisch zu werden. Das ist ein Grund, aber er entscheidet nicht. Wichtiger ist folgendes. Etwa vor hundert Jahren begann das technische Zeitalter. Der englische Bremsbelag] wickelten Verkehrsmittel, der Eisenbahn. Zwischen 1850 und 1900 verödete die Landstrasse. Einst Sammelbecken allen Verkehrs, des Nah-, des Mittel- und des Fernverkehrs, wurde sie erst auf den Mittel- und später (nach dem Ausbau der Klein- und Lokalbahnen) sogar auf den Nahverkehr beschränkt. Die wenigen repräsentativen Strassen im Lande und ihre zahlreichen Gegenstücke in der Stadt verloren ihre Funktion. Auf Strassen kamen schliesslich nur noch Milch-, Gemüse- und Obstfuhrwerke an. Torbauten, deren einstige Verteidigungsaufgabe schon längst gefallen war, und Triumphbogen hatten ihren Sinn eingebüsst. Viele sind als unzweckmässig empfunden und abgerissen worden; sie « standen nur im Wege ». Wem? Einem neuen Verkehr, der andere als die hergebrachten Wege in die Stadt fand. WÄ (Schluss folgt.) aftlfches Steigende Umsätze Im deutschen Motorfahrzeughandel. In den ersten 7 Monaten des laufenden Jahres stellt sich der Wert der zugelassenen Personenwagen auf 379,8 Mill. Rm. gegenüber 330,4 Mill. Rm. in der vorjährigen Parallelperiode. Im Juli beträgt der Wert der abgesetzten Personenwagen 62,7 gegenüber 61 Mill. Rm. im Juli 1935. Die entsprechenden Wertsteigerungen betragen 2,8 % für den Juli, bzw. 14,9 % für die ersten 7 Monate dieses Jahres. Die finanziellen Auswirkungen der deutschen Autosteuerreform. Die Aufhebung der Verkehrssteuer für neu zugelassene Personenfahrzeuge bildet ein wichtiges Stück der von der nationalsozialistischen Regierung eingeschlagenen neuen Automobilpolitik.'Während die volkswirtschaftliche Wirkung dieser Steuerreform alsbald in einer raschen Zunahme von Beschäftigung und Produktion der Motorfahrzeugindustrie in die Erscheinung trat, ist ihre Rückwirkung auf den Steuerertrag in vollem Umfange erst später sichtbar geworden. Aus einer Untersuchung über die Kraftfahrzeugsteuer vor und nach ihrer Reform von 1933, die das Statistische Reichsamt veröffentlicht hat, geht hervor, dass das Aufkommen aus den Verkehrssteuern im Rechnungsjahr 1935 trotz Aufhebung der Steuer für Personenwagen noch etwa zwei Drittel der Summe des Rechnungsjahres 1929 betrug. Der Rückgang des Steuerertrages, der durch das Ausscheiden von nicht abgelösten Personenwagen bisher eingetreten ist und noch weiterhin eintritt, dürfte in absehbarer Zeit aufgewogen werden durch das Mehraufkommen aus den neu hinzukommenden Lastwagen, Omnibussen usw., so dass in einigen Jahren wieder mit steigenden Steuererträgen zu rechnen Ist. Die Höhe der Steuereinnahmen stuft sich regional im allgemeinen von den industriellen zu den agrarischen Gebieten ab, doch besteht keine durchlaufende Parallelität zwischen Wirtschaftsstruktur und Steuerlös. Die Fordwerke in Oesterreich. Bekanntlich werden seit einiger Zeit zwischen den österreichischen Graef- und Stiftwerken und der europäischen Vertretung der Fordwerke Verhandlungen zwecks Abschluss einer Arbeitsgemeinschaft geführt. Zweck dieser Unterhandlungen ißt die billigere Absetzung von Fordwagen in Oesterreich, sei es nun durch Ueberlassung der Lizenzrechte an die Wiener Automobilfirma oder durch Import von Bestandteilen. Zunächst soll die Einführung eines Montagebetriebes projektiert sein, wobei die erforderlichen Maschinenteile aus den Kölner Fordwerken nach Wien gebracht werden sollen. Durch diese Neuorientierung hoffen die Graef- und Stiftwerke einen grössern Einfluss auf die Gestaltung des österreichischen Personenwagenmarktes zu erhalten. Allerdings stehen der Realisierung dieser Projekte handelspolitische Schwierigkeiten entgegen, indem das Handels-, resp. das Finanzministerium nicht gewillt zu sein scheint, die zollfreie Einfuhr der erforderlichen Montagestücke nach Oesterreich zu bewilligen. Dessen ungeachtet scheinen aber die Vorbereitungen für Montage von Fordwagen bei Graef und Stift bereits in Angriff genommen, so dass solche Personenautomobile binnen kurzem auf dem österreichischen Automobilmarkt erscheinen dürften. Delage in England. Dem Vernehmen nach soll Louis Delage sein Einverständnis mit einem Plan erklärt haben, welcher den Bau seiner Wagen in England vorsieht. Die Fabrik würde in unmittelbarer Nähe Londons errichtet. Treibstoffpreisermässigung in der Tschechoslowakei. Der Protest der tschechischen Automobilisten gegen die Verteuerung des Betriebsstoffes hatte Erfolg. Unter dem Druck der Oeffentlichkeit und der Regierung ist die Ende August von der tschechoslowakischen Benzinkonvention durchgeführte Preiserhöhung für das Treibstoffgemisch teilweise (um Yi) rückgängig gemacht worden. Jugoslawisch • rumänisches Benzinabkommen. Nach dem kürzlich zwischen Jugoslawien und Rumänien abgeschlossenen Benzinabkommen erhält Jugoslawien auf rumänischem Gebiet ein eigenes Petroleumvorkommen zur Verfügung gestellt. Von hier aus wird eine Röhrenleitung bis zur Donau gelegt, um von dem neuzuerrichtenden Hafen das Benzin und Petroleum auf eigenen Schiffen direkt nach Jugoslawien zu verfrachten. der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist A. WUST-REBSAMEN R UT I-Zürich TELEPHON 54 ADED BHAKE Wirklich ausserordentliche Gelegenheit! BUICK 8 Zyl., 1931, Limousine, 4türig, 18 Steuer-PS, nur ca. 30000 km gefahren, in sehr gutem Zustande, ist bei sofortiger Wegnahme billig abzugeben. 12689 ACAR A.-G., Seehofstr. 15, Zürich. Tel. 26.828. 79,80) Zu verkaufen: 1 Ford-Baby, 5 PS, Modell 33, mit Taxe und Versieh., wie neu, mit Schiebedach, zu 1600 Fr. 1 Fiat 520, 6-Plätzer, 11 PS, in fahrbereitem Zustand, zu Fr. 450.— 1 Isotta-Fraschini-Motor, mit ganz neuen Kolben, Zy 12 PS, Mod. 1936, ganz wenig gefahren, engl. 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N° 80 — FREITAG, 2. OKTOBER 1936 AUTOMOBIL-REVUE 9 Mehr als die Hälfte der Gäste vom Auto. * * Aus der St. Moritzer Autostatistik. Trotzdem die Totalzahl der in St Moritz bis 20. September abgestiegenen Gäste von 28,852 au 27,011 zurückgegangen ist und die Logiernachtzahl von 141,597 auf 112,290 zurückging, ist die Zahl der mit Automobilen (Privat- und Gesellschaftswagen) angekommenen Gäste mit 14,524 etwas höher als letztes Jahr und beträgt über die Hälfte der überhaupt in St. Moritz abgestiegenen Gäste. Ebenso ist die Zahl der Logiernächte der Gäste, die mit Autos angekommen sind, mit ,35,478 wohl etwas niedriger als im Vorjahr, dagegen im Verhältnis zur Totalzahl der Logiernächte höher und beträgt nun bald ein volles Drittel der überhaupt verzeichneten Logiernächte. Motorfahrzeugverkehr Im Kanton Glarus 1935. Soeben ist der regierungsrätliohe Amtsbericht pro 1935/36 erschienen. Danach beliefen sich die Einnahmen des Staates an Motorfahrzeugsteuern und Gebühren im Jahre 1935 auf netto Franken 160.626. 20, woran die Motorräder einen Anteil von genau 5% lieferten. An Gebühren und Versicherungsprämien der Fahrräder gingen Fr. 11.115.05 ein, so dass dem Kanton zur Verwendung für den Strassenbau Fr. 171.741.25 verblieben, wozu noch der Benzinzollanteil einzurechnen ist, der sich für 1935 auf Fr. 244.624.— stellte. Im Jahre 1934 hatten die Steuern und Gebühren Fr. 182.870.95 abgeworfen. Die Zahl der Motorfahrzeuge, für -welche die Verkehrsbewilligung 1935 gelöst worden war, stellt sich bei den Automobilen auf 584 (gegen 569 im Jahr .1934), bei den Motorrädern auf 207 (gegen 209). Nach Marke und Herstellungsland lassen sich die Motorfahrzeuge wie folgt ausscheiden: Von den Personen- und Lieferungswagen stamm- verständlich zu machen und auch die internatio- sportliche und touristische Bedeutung des en 128 aus Amerika, 99 aus Italien, 89 ausnale, Deutschland, 61 aus Frankreich, 59 aus England, Automobils zu fördern. 7 aus Oesterreich, 2 aus Belgien, und nur 9 waren schweizerischen Ursprungs; bei den Lastwagen stellten umgekehrt die schweizerischen Marken das Hauptkontingent mit 41, während aus Amerika 30, Vor geschlossenen Barrieren die Wagen nicht nebeneinander aufstellen. Verkehrsstörungen au! Bahnübergängen gefährden nicht nur den Eisenbahnverkehr, sondern auch das eigene Leben. Italien 7, Frankreich 3, Deutschland 2 und Belgien 1 Fahrzeug stammen. Die Motorräder verteilen sich wie-folgt: Schweiz 106,- England-43, Deutschland 24 r -U. S. A. 14, Belgien 11, Oesterreich 4, Frankreich 3, Italien 2. Alle neu in Verkehr gebrachten und die altern, von auswärts « zugewachsenen > Fahrzeuge wurden vom technischen Experten nachgeprüft. Diese Kontrolle hat sich vielfach als nützlich und notwendig erwiesen, da Zustand und Ausrüstung nicht immer als einwandfrei taxiert werden konnten. : Immer wieder kommt es vor, dass nur der eine der beiden Scheinwerfer brennt. Zu häufigen Beanstandungen gab ferner die Feststellung Anlass, dass die Abblendung nicht richtig eingestellt ist oder nicht funktioniert, dass die hintere Beleuchtung, besonders das Stopplicht, nicht intakt ist, dass hauptsächlich an alten Wagen die Steuerung zu viel Spiel tat, dass am Motorrad der gesetzlich vorgeschriebene Geschwindigkeitsmesser fehlt etc. Im Jahre 1935 waren 1161 Personen Im Besitze eines Führerausweises, wovon 1045 männlichen und 116 weiblichen Geschlechts. Was namentlich das Alter -und Geschlecht der Auto- und Motorradfahrer anbelangt, so bietet die hier wiedergegebene Zusammenstellung interessante Aufschlüsse: Pferdefuhrwerk überfahren und tödlich verletzt; 1 Frau wurde von einem Personenauto überfahren und starb an den erlittenen schweren Verletzungen; 1 Motorradfahrer fuhr in betrunkenem Zustand in rasendem Tempo in ein Fuhrwerk und blieb tot liegen; 1 Motorradfahrer verunglückte auf der Heimfahrt nach durchzechter Nacht tödlich, indem er in den Strassenfried hineinfuhr; ein Motorradfahrer kollidierte mit einem unkorrekt fahrenden Velo, stürzte und blieb tot liegen. Zeitlich ereigneten sich die Unfälle wie folgt: in den Monaten Januar 8, Februar 1, März 3, April 5, Mai 11, Juni 11, Juli 15, August 18, September 12, Oktober 9, November 7, Dezember 5; nach Wochentagen: Sonntag 23, Montag 11, Dienstag 17, Mittwoch 13, Donnerstag 16, Freitag 9, Samstag 16; nach Tageszeit: von Mitternacht bis Mittags 12.00 Uhr 27, von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr 57, von 18.00 bis 24. 00 Uhr 21. Im übrigen verteilen sich die Unfälle auf folgende 1 Unfallstellen: offene Strassen 27, bebaute Strassen 19, Strassenkreuzungen 7, Strasseneinmundungen 17, Plätze- 7, Kurven 16, Brücken 6, Bergstrassen 6, Als abgeklärte Ursachen der Unfälle sind zu bezeichnen: Schleudern infolge schlüpfriger, nasser oder vereister Strasse (Nichtbeachten.der obwaltenden Strassenverhältnisse) 8 Unfälle, Kreuzen an schmaler Stelle 5, zu schnelles, den obwaltenden Strassen- und Verkehrsverhältnissen nicht angepasstes Fahren 21, plötzliches Stoppen und Schleudern 4, unachtsames Rückwärtsfahren 2, Unvorsichtigkeit von Fussgängern 5, Nichtahblenden 2, Nichtgewähren des Vortrittsrechtes 4. Linksfahren und Kurvenschneiden 19,. Unvorsichtigkeit im Vorfahren und Ueberholen 8, Mangelhafte Bremsen 4, Defekt am Fahrzeug 1, Nichtfunktionieren des Stopplichts 1, Mangelhaftes Licht 1, Erschrecken und Scheuwerden von Tieren 2, Unvorsichtiges und unkorrektes Velofahren 3, Betrunkenheit 5; aus unbekannten Ursachen ereigneten sich 10 Unfälle. Reglement zum Genfer Automobil- und Fahrrad-Salon 1937. 12.—21. März 1937. Soeben ist das Reglement zur XIV. Internationalen Automobil- und Fahrrad-Auestellung in der Schweiz erschienen, welche vom 12. bis 21. März 1937 unter der Benennung «Salon international de 1'Automobile ä Geneve» im Genfer- Ausstellungs- Palast abgehalten wird. Sie steht unter dem hohen Patronate des Schweizerischen Bundesrates, demjenigen der «Chambre Syndicale Suisse de i'Industrie de l'Automobile, du Cycle et parties qui s'y rattachent», durch das Bureau Parmanent International des Constructeurs d'Automobiles in Paris als nationale Instanz anerkannt und des «JSyndikats des Automobilhandels und der Garagen-Industrie in der Schweiz». Zweck dieser Ausstellung ist, den Fabrikanten und Händlern der Branche in der Schweiz, sowie den ausländischen Automobil- und Zubehör-Fabrikanten Gelegenheit zu geben, in weiten Kreisen mit den schweizerischen Automobilinteressenten in Verbindung zu treten. Dem Käuferpüblikum wird eine möglichst gute Uebersicht über die Automobilproduktion und der damit zusammenhängenden Industrie, sowie über die wirtschaftliche Bedeutung des Automobils vermittelt. Ferner wird mit der Ausstellung bezweckt, das Automobil weitem Kreisen Folgende Gruppen werden an der Internationalen Automobil-Ausstellung zugelassen: 1. Personen-Automobile und Chassis. 2. Nutzfahrzeuge und Kraftomnibusse. 3., Karosserien für Automobile und Lastfahrzeuge (nur auf Chassis von ausgestellten Marken). 4. Motoren. -— Industrielle und landwirtschaftliche Motorenaggregate. 5. Motor- und Fahrräder. 6. Nautik, Schiffahrtsgruppen, Innenbord- und Aussenbord-Motoren, verschiedene Schiffe, Bordgeräte, Zubehör, usw 7. Zubehör und Bestandteile aller Art für Automobile und Fahrräder, Räder und Bereifungen, elektr. Ausrüstungen. 8. Werkzeuge und Garagen-Einrichtungen. Maschinen für die Herstellung und die Reparatur s • von Automobilen, TahrrädernTusw." '. ^ 9. Rohmaterialien und Halbfabrikate, Gesenkschmiede, Stahlwerke und Giesserei, Benzine und Oele, Lackfarben, Reinigungsmittel, usw. 10. Sport-Ausrüstungen, Touristik, Camping, Fachliteratur. Es werden zugelassen? ,, 1. Fabrikanten mit ihren« eigenen Erzeugnissen, die in der Schweife niedergelassen .und vor dem 1. Dezember 1936! im Handelsregister eingetragen sind. r, 2. Anerkannte Händler und Vertreter, in der Schweiz niedergelassen, und vor dem l.Dezem-; ber 1936 für die ihre Anmeldung betreffende Branche im Handelsregister eingetragen. 3. Ausländische Fabrikanten mit ihren eigenen Erzeugnissen (ausser Gruppe 3). Anmeldungen müssen rechtsgültig unterzeichnet und; vor; Ablauf der Anmeldefrist, die auf späte- Jahn 18-20 21-30 31-40 41-10 11-60 «1-70 Her 70 Totil männlich 38 390 317 181 95 23 1 1045 weiblich 5 46 42 14 9 — — 116 Tourenfrage . Nach Grenoble und Bourg-en 43 436 359 195 104 23 1 1161Bresse. Chaux-de-Fönds soll Ausgangspunkt für Wegen Verkehrsgefährdung und wiederholter eine Fahrt sein, die über den Col de la Forlaz, dann Üebertretung gesetzlicher Bestimmungen mussten nach Grenoble, von Grenoble nach Bourg-en-Bresse eine Anzahl Verwarnungen und Androhung des und zurück nach Chaux-de-Fonds führt. Vier Tage Füherausweisentzuges ergehen. Der Ausweis selbst stehen zur Verfügung. Welche Route und welche wurde in fünf Fällen entzögen. ; •• Etappeneinteilung raten Sie mir? Antwort: Wir raten zu folgender Reiseroute: Das Kapitel Unfälle. 1. Etappe: La Ghaux-de-Fonds - Neuchatel - 105 Strassenverkehrsunfälle wurden im Jahre Yverdon - Echallene - Lausanne - Vevev - Montreux - Aigle - St. Maurice - Col de la Forclaz - 1935 registriert (1933: 99, 1934; 95). Daran waren beteiligt: 12 Fussgänger, 1 Reiter, 104 Personenwagen, 28 Lastwagen, 22 Motorräder, 1 Autobus, 2. Etappe: Chamonix - Sallanches - Flumet - Col des Montets - Chamonix. 198 km. 1 Traktor, 3 Anhänger, 23 Fahrräder, 3 Pferdefuhrwerke, 1 Handwagen, 1 Viehherde. Bei 33 Un- 155.km. Albertville - Montmelian - Le Touvet - Grenoble. fällen entstand Personen- und Sachschaden, bei 67 3. Etappe: Grenoble - Col de Porte - St. Laurentnur Sachschaden und bei 5 nur Personenschaden. Les Echelles - St. Jean - Chambe'ry - Aix-les-Bains - Bei 38 Unfällen wurden total 44 Personen verletzt, Albens - Alby - Annecy - Frangy - Bellegarde - nämlich 22 Lenker und Insassen, 10 Fussgänger Nantua - la Cluse - CeyzMat - Bourg-en-Bresse. und 12 Velofahrer; von diesen sind 33 erwachsene 220 km. Personen und 11 Kinder. 5 Unfälle verliefen 1 mit 4. Etappe: Bourg-en-Bresse - Jasseron - Thoirette - Dortan - Vauxles St. Cl. - St. Claude - Cin- tödlichem Ausgang: 1 Knabe wurde von einem quetral - la Mouille - Morez - St. Laurent - Champagnole - Frasne - Chaffoig - Pontarlier - Morteau - Le Locle - La Chaux-de-Fonds. 221 km. Tourenfrage . Ueber Gandriastrasse nach Strcsa. Durch Graubünden und dann über die neue Gandriastrasse möchte ich nach Lugano und Varese und dann über Stresa und den Sinrplon wieder zurück. Ausgangspunkt der Fahrt Küsenacht. Varese sollte wenn möglich Etappenort sein. Im Maximum stehen 4 Tage zur Verfügung. Antwort: Wir raten zu folgender Route: 1. Etappe: Küssnacht - Gold an - Sattel - Pfäffikon - Näfels - Kerenzerberg - Wallenstadt - Sargans - Ragaz - Landcpiart - Chur - Lenzerheide - Tiefenkastei - Savognin - Bivio - Silvaplana - St Moritz. 216 km. 2. Etappe: St. Moritz - Maloja - Castasegna - Cbiavenna - Spinida - •Gravedpna. - Menaggio - Por-r N lezza, - Gandriastrasse - Lugano - Ponte Treea •» Varese. 154 km. 3. Etappe: Varese und auf der Autostrasse nach v x Gallarate - und von ,dort auf der Autostrasse bis Seste Calende - Arona - Stresa - Gravellona - Domodossola - Iselle - Simplonpass - Brig - Gletsch. 202 km. 4. Etappe: Gletsch - Grimselpass - Meiringen - Brünigpass - Sarnen - Luzern - Küssnacht. 114 km. f Wir würden empfehlen, am zweiten Tag nicht nur bis Varese, sondern biß Stresa zu fahren, was nur 61 km mehr bedeutet und dann eventuell in Stresa einen Tag Aufenthalt zu machen, um die Borromäischen Inseln zu besuchen. Die Zeit würde reichen, um am 4. Tag dann von Stresa aus über ^den Simplon und Grimselpass - Brünigpass nach ' Kiissnacht zurückzufahren.- SEKTION AARGAU. Ballonfuchsjagd. Die auf den 26. oder 27. September angesetzte Ballonfuchs^ Jagd ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Der Fuchs, der in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag zusammengekauert vor dem Gasometer lag, ist so nass geworden, dass man ihm zuerst das Fell trocknen muss. Er hat aber den Mut nicht verloren und kommt morgen Samstag wieder. Selbstverständlich werden auch die Jäger wieder vollzählig und sogar noch zahlreicher erscheinen. Schönere Tage müssen ja wieder kommen. Die Ballonverfolgung ist also neu angesetzt auf Samstag, den 3. Oktober, mit Verschiebungsmöglichkeit auf Sonntag, den 4. Oktober 1936. Im Programm treten keine Aenderungen ein. 12.30 Uhr: Besammlung aller Teilnehmer beim Gaswerk in Zofingen. 13 Uhr: Start des Ballons und der Automobile. Ca. 19 Uhr: Freisverteilung und gemütliche Unterhaltung im «•Bären » in Suhr, wozu speziell auch die nicht konkurrierenden Mitglieder herzlich eingeladen sind. Die Telephon-Zentrale Aarau gibt am 3. oder 4; Oktober ab 9 Uhr morgens Auskunft über Abhaltung oder Verschiebung. Die bereits erfolgten Anmeldungen betrachten wir als erneuert und füx den -neuen Termin gültig. Anmeldetermin: Freitag-,, den 2. Oktober 1936, 12 Uhr. Nenngeld: Fr. 5.— pro Auto. Das Reglement und ausführliche Programm kann bei unserem Sekretariat in Aarau (Telephon 20.60) bezogen werden. Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Von den Schulreisen. Ueberall, landauf, landab, werden alljährlich Schulreisen ausgeführt, und die meisten noch immer mit den Bahnen. EH ist ganz natürlich, dass ein Lehrer vorgängig einer Reise von jedem Kind zuerst erfahren will, wieviel Geld es von daheim aufbringen kann. Er richtet sich ja gern nach den Wünschen der Schüler, was diel Reiseziele anbelangt, wenn das Geld zusammenkommt. «Niesen gefällig?» — «Schon gewesen!» —• «Brienzer Rothorn?» — «Schon gewesen!» — «Scheidegg» — «Schon gewesen!» — «Lötschental?» — «Schon gewesen!» — «Weissenstein?» — Schon gewesen!» — «Chasseral?» — «Schon gewesen!» — «Rigi-Vierwaldstättersee?» — «Schon gewesen!» — «Furka-Grimsel?» — «Schon gewesen!» So tönt's im Chor zurück. Wer ist dieser Chor? Die Kinder der Eisenbahner! Da haben wir's also. Es wird halt doch brav gefahren, nicht hur von den Automobilisten, sondern auch von andern Leuten, den Bahnangestellten und ihren Kindern. Man muss einmal angesichts der finanziellen Notlage der Bahnen ganz energisch abfahren, mit den Vergünstigungen aller Art, namentlich mit Freikarten und Beamtenbilletten mit ihrer Ermässigung um vier Fünftel. Das ist doch einfach grotesk und sollte sofort abgeschafft werden. Klarer Kurs! Mit fester Hand drauf! Wenn ,inan immer über die Autos schimpft, so dürfen die Automobilisten auch einmal den Spiess umkehren und' den Zeigfinger auf diese Dinge legen/ die sich zu einem Krebsübel der Transportanstaltea ausgewachsen haben. 0. Welch kleine Mühe bedeutet die Betätigung des Richtungsanzeigers, wenn man bedenkt, dass alle Anstrengungen"der Welt einen verursachten Unfall nicht ungeschehen machen können. Haftpflichtversicherung. In der «Automobil- Revue » vom 8. September wurde von einer « Auto- Haft » Luzern gesprochen, die, in Verbindung mit den führenden Verbänden, eine Selbstversicherungf der Motorfahrzeugbesitzer anstrebt. Es ist eigentlich erstaunlich, dass dieser an und für sich alte und sicher gute Gedanke bis heuto noch nicht verwirklicht worden ist. Die verschiedenen Motorrad- und Automobil-Clubs mit ihrer grossen Mitgliederzahl wären m. E. geradezu prädestiniert, mit ihren gut ausgebauten Organisationen Hand zur Durchführung dieser Idee zu bieten. Ich bin überzeugt, dass besonders die Klubmitglieder ein etwas aktiveres Vorgehen ihrer Zentralvorstände in dieser Richtung begrüssen würden. Wie ja bereits bekannt wurde, sollen für das nächste Jahr wiederum bedeutende Prämienerhöhungen für Lastwagen und Motorräder — man spricht von 20—30 % — bevorstehen. Eine Selbstversicherung der Motorfahrzeugbesitzer dürfte gerade in diesem Augenblick ein wenig bremsend wirken. Der kluge Mann baut vor! Deshalb würde T.F. . Nach Graubanden und Tessln. Wie soll ich mir eine Reise einteilen, die von Genf über Bern - Luzern - Klausenstrasse nach Granbünden - Tessin - Gotthard - Furka wieder nach Genf zurückführen soll, und für welche 5 Tage zur Verfügung stehen? Antwort: fWiar raten *u folgender Reisoroute: 1. Etappe: Geneve - Lausanne - Moudon - Payerne - Murten - Bern - Worb - Signau - Langnau - Escholzmatt - Wolhusen - Luzern. .244 km. 2. Etappe: Luzern - Küssnacht - Weggis - Gersau - Brunnen - Axenstrasse - Altdorf - Klausenpass - Linthal - Schwanden - Glarus Näfels - Kerenzerberg - Wallenstadt - Sarganz - Ragaz - Landquart - Chur . Reichenau - Thusis, 210 km. ich die Idee der Selbstversicherung 3. Etappe: Thusis - Viamala - Arideer - Splügen - Mesocco - Roveredo - Bellinzona - Monte Ceneri - Lugano, 130 km. . 4. Etappe: Lugano - Monte Ceneri - Gordola - Locarnö - Gordola - Bellinzona - Biasca - Faido - Airoloi- Gotthardpass - Hospenthal - Furkapass - Gletsch, 170 km. ' r 5. Etappe: Gletsch - Münster - Fiesch - Brig - Visp - Sierra - Sion - Martigny - St. Maurice - Aigle - Montreux - Vevey - Lausanne - Geneve, 265 km. Lu. AkU: BuZSU crmrru Alien A. C. «. d«c»n Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Mit Jieschluss vom 8. August 1936 hat der Chauffeur-Verein Schaifhaüsen die nachfolgend bezeichneten Mitglieder ausgeschlossen; H. Schmid, Gärtner; H. Graf, Chauffeur; H. Lutz, Chauffeur; H. Spahn, Chauffeur; 0. Mengel, Chauffeur; E. Panzer, Chauffeur; H. Marti, Chauffeur; W, Marti, Chauffeur, stens 31. Oktober 1936 festgesetzt worden ist, an alle in"Schaffhausön. Dieser Beschjussist seinerzeit das' Sekretariat der int, Automobil-Ausstellung in in der- «Automobil-Revue» • vom 14. August - veröffentlicht worden. Der Cbauffeur-Verein Schaffhau- Gpnf. 1. Place du Lac, gesandt werden. ' > een sieht sich nun veranlagst, diesen Ausschliessungsbeschlues zurückzunehmen. Im Momente der iSp»*«BcIa Beschlussfassung lag nämlich bereits die Austrittserklärung der oben Genannten vor und der Chauffeur-Verein war der irrigen Auffassung, dass diese Austrittserkl^rung ungültig sei. Nachdem sich herausgestellt hat, dass nach den Vereinsstatuten der Austritt jederzeit frei steht, fallen die Voraussetzungen für einen formellen Ausschluss dabin. Die nächste Monatsversammlung findet am Donnerstag, den 8. Oktober im Hotel Löwen statt. Der Vorstand. d