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E_1936_Zeitung_Nr.082

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 9. OKTOBER 1936 — N° 82 Der kleine Hillman Minx endlich, dessen Chassislängsträger als Hohlprofile ausgebildet sind, vertritt die Klasse des geräumigen Kleinautos. Sein mit Siphonkühlung versehener Vierzylindermotor leistet an der Bremse 33 PS. Interessant ist der Einbau der Batterie in das Schaltbrett, wodurch sie von der Motorhaubenseite aus zugänglich wird. Alfa Romeo. Die durch ihre Rennerfolge neuesten und Siteren Datums berühmte italienische Firma stellt am Salon ihre beiden Wagen mit «Sport- Temperament», nämlich den 2,3-Liter ohne Kompressor sowie den 2,9-Liter mit Kompressor aus. Vom kleineren Model ist auch ein blankes Chassis «anwesend», das, technisch gesehen, viel Interessantes bietet. Sämtliche vier Räder dieses (und auch des grösseren Wagens) sind einzeln abgefedert. Die Hinterräder schwingen an quer zur Fahrtrichtung gelegenen Hebeln, die durch mehr als einen Meter lange Torsionsstäbe auf der Innenseite der Chassis-Längsträger abgefedert werden. Zur Aufnahme der Bremsreaktion ist die Bremsplatte mit einer Stütze versehen, die um eine am Längsträger vor dem Hinterrad befindliche, gunnmigelagerte Achse schwingt, welche ungefähr um 45° zur Fahrtrichtung geneigt liegt. Vorn finden wir die schon bekannten, übereinanderliegenden Doppelschwinghebel, die hier lediglich die Radführung besorgen und sich zur Abfederung und Stossdämpfung auf eine in einem Gehäuse eingeschlossene Spiralfeder abstützen, das auch die Dämpfungsvorrichtung enthält. Mit dem kleineren Motor werden drei verschiedene Ch'assis geliefert, die sich auch für Limousinen-Aufbauten eignen. Bei 4400 Touren/Min, leistet dieser Sechszylindermotor mit seiner Bohrung von 70 und seinem Hub von 100 mm 76 PS, doch kann er für Sportzwecke sogar auf 95 PS Höchstleistung gebracht werden, wobei dann aber zwei Vergaser nötig sind. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt in diesem Falle 145 km/St. Der grössere Motor ist, im Gegensatz hiezu, ein Achtzylinder und dreht etwas höher, nämlich 5000 T/Min. Dabei leistet er an der Bremse ca. 180 PS. Auch bei ihm finden wir die zwei charakteristischen, obenliegenden Nockenwellen und den gleichen Hub. Nur die Bohrung wurde hier um 2 mm kleiner gemacht und beträgt 68 mm. Dieser Motortyp eignet sich Eine Marke hat jetzt ihr Lenkrad fast in der Mitte des Führersitzes. Wo sitzt dann das holde Gschpusi? Irgendwo sind die Scheinwerfer tief im Kotflügel versenkt, vorndran Steinschlag-Gitter. IKeser Karcssier sollte verurteilt sein, die Wagen seiner Kunden selber zu waschen. Der würde sich wundern! Chrysler liefert jetzt mit Lenkung nach Wunsch rechts oder links. Das ist ausgezeichnet, denn — mögen jetzt auch noch so viele über mich herfallen, ich sag's doch — für den Tourenfahrer, ganz besonders den Schweizer, ist die Linkslenkung nachteilig. Auch Gh. Faroux sagt es und die Praxis der Landstrasse beweist es. Richtungsanzeiger sollen jetzt auch in Frankreich obligatorisch sein. Auf der Strasse sieht man nichts davon. Der Salon ist-täglich bis abends 11 Uhr geöffnet. Das ist schon mehr Tierquälerei und nützt «kä Bitz». Die Verkäufer gähnen nur um so auffälliger. Der Kellnerstreik ist wieder beendet Der Schaden geht in die Millionen, denn die Fremden kommen nicht zurück. Wer bezahlt die Scherben? Hotchkiss, wie immer, betont vornehm durch Einfachheit. Gerne nehme ich die liebenswürdige Einladung von M. Maurer zu einer Vorführung der neuen 6-Zy].-Sportlimousine an. — , ; Es war einfach wunderbar! Das weitere bitte bei Bugatti nachzulesen, nur dass ich eben erst hauptsächlich für Sportwagen von 1000 bis 1100 kg Gewicht, denen er eine Geschwindigkeit von 175—185 km/St, zu erteilen vermag. Also eine «Mordskanone»! Mit zu den schönsten amerikanischen Wagen des Salons darf man mit Fug und Recht die Ausstellungsobjekte von Graham zählen. Auch das blanke Chassis, das in seiner drehbaren Aufhängung von allen Seiten bewundert werden kann, hat es einer, grösseren Zuschauerzahl angetan. Wir finden hier bei allen vier Rädern als Besonderheit den Kolben - Oelstossdämpfer vor, dessen Prinzip punkto Einfachheit im Aufbau den «Vogel abgeschossen» hat. , ,,', Der ganze Stand steht im Zeichen des. Salon Glossen eines Schlachtenbummlers (Schluss.) Graham. I93O zu Mittag gegessen hatte. Es ist aber nichts passiert, höchstens bin ich noch ein wenig «stürm», wissen Sie, wegen den Kurven im 120er Tempo. Auch habe ich eine kleine Beule an der Stirn, weil ich den Fahrer gefragt habe, ob der Wagen auch gute Bremsen hat. Er hat gute Bremsen. Die Schweiz ist eine Preisinsel in Europa. Mir Scheint, nicht die einzige. Mir darf diesmal der Zöllner fest ins unschuldsvolle Antlitz blicken. Mein Kollege mit der Wauwauhaut fährt eine andere Richtung. Der Peugeot-Diesel und auch der von Rochet- Schneider sind schweizerische Lizenz Oberhänsli. Ich kenne Herrn Oberhänsli nicht, aber es freut mich trotzdem. Die Bosch-Einspritzpumpe dominiert Auch bei Herrn Oberhänsli. Der Kellnerstreik ist nur provisorisch abgeblasen, wegen dem Salon. Innerhalb des Gitters der Opera kampiert bewaffnetes Militär. Jeden Moment kann's wieder losgehen. * Das bedeutet für mich eventuell eine zweite Knoblauchwurst Nimmermehr! Ich Floh! (Anmerkung f. d. Red.: Aufpassen, dass mir der Setzer nicht wie letzthin «floh> gross schreibt. Sonst soll er mich am Abend erwarten, und wir reden dann nicht mehr Züridütsch, sondern miteinander.) Bayrisch b-r. Kompressors, den Graham an den meisten seiner Modelle zeigt. Ebenso wie die übrigen amerikanischen Kompressorwagen weist auch Graham einen Zentrifugalkompressor auf, der ständig mit dem Motor mitdreht. Das grösste Modell, dessen Motor an der Bremse 115 PS ergibt, treffen wir in Form eines dunkelroten, vierplätzigen Innenlenkers an, dessen Geräumigkeit ganz besonders auffällt. Die vordere Sitzbank ist nämlich noch breiter geworden und dazu hat man den Radstand um 5" oder fast 13 cm verlängert. Das im Hubraum um 1 Steuer- PS kleinere Kompressor-Fahrzeug von 105 PS dagegen besitzt nach wie vor den gleichen Radstand und nur die Breite wurde ebenfalls noch etwas vergrössert. [ Im übrigen hat sich, abgesehen von einzelnen geringfügigen Retouchen, an der Form nicht viel geändert. Als kleinsten Typ hat Graham, wie bisher, den bei uns steuerlich mit 14,2, in Frankreich mit 16 PS belasteten kompressorlosen Wagen beibehalten. Studebaker. Auch Studebaker hat es sich nicht entgehen lassen, seine Wagen durch Verwendung der Hypoidverzahnung in der Hinterachse noch um einige Zentimeter niedriger machen zu können, ohne irgendetwas an Innenhöhe zu opfern. Gegenüber den Modellen des Vorjahres konnte man durch diese Massnahme nicht weniger als 77 mm gewinnen. Einen Schlager bedeutet das neue Türschloss dieser Marke, das von ganz ungewohnter Konstruktion ist und ein sehr leichtes Schliessen der Türe zulässt. Trotzdem man sie also keineswegs mehr zuschlagen muss, dass es nur so « chlöpft», ist sie doch gegen jedes unbeabsichtigte Oeffnen gesichert. An Stelle der üblichen Schlosszunge ragt hier eine Art Klinkenrädchen aus dem Türpfosten heraus, das beim Schliessen in seinen festen Widerpart am Türpfosten eingreift. Vor zwei Jahren lasen wir irgendwo, dass der Mann sich ein Vermögen verdienen könne, der ein geräuschloses Auto-Türschloss erfinde. Nun ist es da. Ob der Erfinder dadurch reich wurde, entzieht sich allerdings unserer Kenntnis. Als Neuheit bringt Studebaker eine Vorrichtung mit elektrischer Auslösung, die gestattet, den Schnellgang nicht nur bei hohen Geschwindigkeiten, sondern auch in den niedrigen Gängen zu benützen. Im übrigen sind die Karosserien von gewohnter Eleganz und Geräumigkeit, wie sie dieser angesehenen amerikanischen Marke seit jeher nachgerühmt wurde. Oder noch präziser: Die verminderte Wagenhöhe ergab noch schönere Linien, ohne dass darunter die Innenhöhe irgendeine Verringerung erfuhr. Bianchl. Diese Firma stellt drei verschiedene Karosseriemodelle auf einem einzigen Chassis aus, nämlich einen vierplätzigen Innenlenker mit zwei Türen und Schiebedach nebst einem solchen mit festem Dach und vier Türen, und dazu ein vierplätziges Cabriolet mit zwei Türen. Sämtliche Wagen zeigen eine mehrfarbige, ziemlich auffallende Lackierung. Was sich geändert hat? In erster Linie wohl die vordere Partie der Karosserie, das SPEZIAL- Telephon 67.350 durch Nägel usw., denn NO-FLATZ ist das ideale Nagelschutzmittel für alle Luftschläuche, das jede Undichtigkeit unverzüglich und dauernd hermetisch verschliessf. Es greift garantiert weder Gummi, noch das Ventil an. Einfache Gebrauchsanweisung, keine Demontage der Räder oder des Ventils. NO-FLATZ erspart viele Unannehmlichkeiten. Es ist neu für die Schweiz, im Ausland jedoch seit Jahren erprobt. Ein Versuch lohnt sich. Erhältlich in guten Qaragen. Prospekte, staatl. 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Und, wirklich, schon nach ein paar Tagen, Sah ich mit wohligem Behagen, Wie die Offerten strömten ein, Leicht würde das Verkaufen sein. Der Schuldner war natürlich froh, Er hatte, weiss nicht wie und wo, Inzwischen schon etwas gefunden Und war so halb und halb gebunden. Wir schlugen die Garage los, Die Sache endete famos, Bezahlt die Gläubiger und Banken, Verblieben noch fünftausend Franken.** Sei witzig wie Putzig, Benutze die Auto-Revne, Sie spart Dir viel Arbeit und Müh'

82 FREITAG, 9. OKTOBER 1936 AUTOMOBIL-REVUE Kühlergesicht und die Kotschützer. Am Chassis finden wir die. hauptsächlichste Aenderung gegenüber früher in der Einführung hydraulischer Bremsen. Die im übrigen unveränderten Charakteristiken des Wagens lauten: Vierzylindermotor mit 68 mm Bohrung und 100 mm Hub, mit einem Hubraum von nicht ganz 1500 ccm, der an der Bremse bei 4200 T/Min. 42 PS leistet. Die Kurbelwelle ist dreifach gelagert, während der Motor an fünf Punkten in Gummi aufgehängt ist Thermosyphonkühlung, Bosch-12-Volt-Lichtanlage, Stromberg-Vergaser. Das Chassis ist von orthodoxer Bauart,und stützt sich auf vier Halbelliptikfedern ab. Das Totalgewicht des karossierten, vierplätzigen Innenlenkers beträgt 1200 kg, die Höchstgeschwindigkeit erreicht 105 km pro Stunde. Lancia. Am vergangenen Montag hatten wir Gelegenheit, den in unserer letzten Nummer beschriebenen neuen Lancia, Typ Ardennes, auszuprobieren. Es handelt sich bekanntlich um ein Chassis mit vier einzeln abgefederten Rädern, Motor 4 Zylinder 1370 ccm (nicht 1200, wie zuerst irrtümlich gemeldet). Das Kompressionsverhältnis beträgt 1:5,5, es wird also mit gewöhnlichem Benzin gefahren, sogar die in Frankreich übliche Mischung für Lastwagen kann verwendet werden. Bei 8 Steuer-PS leistet der Motor 50 Pferde an der Bremse bei 4000 Touren. Diese erstaunliche Leistung kommt in dem enormen Beschleunigungvermögen des 800 kg schweren Wagens sowie in der hohen Spitzengeschwindigkeit von 125 km (chronometriert), zum Ausdruck. Die Probefahrt fand statt bei mit vier Personen besetztem Wagen auf der Strecke Paris-St. Cloud-Versailles und enthielt u. a. eine längere Steigung von ca. 8%. Was das Wägelchen bei dieser Fahrt zeigte, war direkt phänomenal. Beschleunigung von 0 auf 100 km in 16 Sekunden, Spitzengeschwindigkeit im dritten Gang ca. 85 km. Die Steigung wurde im dritten Gang befahren bei einer Geschwindigkeit zwischen 78 und 82 km, doch hielt der Wagen auch im direkten Gang mühelos durch, wie sich bei Wiederholung des Versuches zeigte. Mindestgeschwindigkeit im direkten Gang etwa 14 bis 16 km. Benzinverbrauch nach Angabe der Fabrik 8—10 Liter unter Garantie. Um die Bodenhaftung des Wagens zu beweisen, unternahm der Fahrer Kunststücke, bei denen den übrigen Insassen die Frisur sachte nach oben strebte: Rechtwinklige Kurven im Tempo von 80 km auf Strassen mit einem Kopfsteinpflaster, das jeder Beschreibung spottet. Befahren des gleichen Pflasters im Tempo von 30—120 km, wobei das Gefährt eine bemerkenswerte Ersehütterungsfreiheit aufwies. Von besonderer Annehmlichkeit ist, dass die Einzelabfederung der vier Räder bei den Insassen nicht jenes eigentümliche Gefühl der Schwankung erzeugt, wie man es bei anderen Konstruktionen hie und da findet. Der Einschlagwinkel der Vorderräder erlaubt Wendungen von 6 m Radius. Wie wir hören, wird der Preis dieses Wagens, je nach den Währungsverhältnissen, bei etwa 6600 bis 6900 Fr. liegen, als vierplätzige Limousine karossiert, die eine ausnehmend hübsche Form aufweist. Leider ist das Modell erst in frühestens drei Monaten lieferbar; es soll auch ein ö^plätzig karossierter Wagen geliefert werden. Wie gross die Beachtung dieses Modells beim Publikum ist, beweist die Tatsache, dass beim Andrang zu den Probefahrten am Montag nachmittag eine Schlägerei nur mit Mühe verhütet werden konnte. Ifvassen Notizen Segnesstrasse. Um das Proiekt für den Bau einer Segnesstrasse weiter zu fördern, hat sich kürzlich ein Komitee konstituiert, das sich aus 6 Grossräten aus der Gegend zwischen Uanz und Reichenau zusammensetzt und dem im weitern auch der Projektverfasser, Ing. Salis in Flims angehört. Für eine Strassenverbindung Glärnerland- Blenio. Die Vereinigung für eine Strassenverbindung zwischen dem Tessin und dem Glärnerland hielt kürzlich in Weesen ihre Jahresversammlung ab, in deren Mittelpunkt die Diskussion über die gegenwärtig schwebenden Projekte einer Segnes- und Panixerstrasse stand, ohne dass man sich indessen endgültig für den einen oder andern dieser Pläne entschieden hätte. Vielmehr fasste die Versammlung folgenden Beschluss : « Die Jahresversammlung der Vereinigung Glarnerland - Blenio spricht die Erwartung aus, dass die für eine direkte Verbindung des Tessins und des Bündner Oberlandes mit dem Glärnerland aufgestellten Projekte möglichst bald einer definitiven Abklärung entgegengefahrt werden, damit die Vereinigung den zuständigen Behörden ihre Auffassung darüber unterbreiten kann. » AUTOSEKTION AARGAU. Vorstandssitzung. Die Traktandenliste unserer Sitzungen ist immer so reichhaltig, dass selbst das feinste Diner eines ersten Hotels damit nicht rivalisieren könnte. Die Sitzung vom 2. Oktober war diesbezüglich besonders gut dotiert. Eine schöne Zahl von Neuaufnahmen konnte erfolgen. An die Eidg. Wehranleihe wird ein Betrag von Fr. 2000. — zu zeichnen beschlossen. Esdarf dabei festgestellt werden, dass die Autoverbände einerseits, wie die Sektionen anderseits, hiefür namhafte Beträge zeichnen, wie auch Tausende von Automobilisten privat ebenfalls nicht zurückstehen. Wir zeigen so unser Verständnis für die Wehrhaftigkeit unserer Armee, während indessen die Spitzen gewisser Behörden für die berechtigten Anliegen der Fahrer sehr wenig übrig haben. Die Touringhilfe gibt an jeder Sitzung Anlass zu einer Diskussion; es ist leider festzustellen, dass sowohl bei Fahrern wie Garagen hierüber ganz falsche Meinungen herrschen. Eine allgemeine Aufklärung wäre dringend nötig. Der Schneekettendienst über den Bözberg wird auch diesen Winter unter dem Patronat unserer Sektion funktionieren. Der Strassenbelag beim Stadtturm in Baden hat sich als sehr gefährlich erwiesen, und es sind dort schon viele Unglücksfälle passiert. Eine bezügliche Eingabe unserer Verkehrskommission •wird ausdrücklich gebilligt. Abhilfe seitens des Stadtrates Baden ist zugesichert. An der Gymkhana der Sektion Zürich wird sich der Aargau ebenfalls durch eine Sektions-Equipe beteiligen. Wir laden unsere sportlich veranlagten Mitglieder ein, diese grosszügig organisierte Veranstaltung zu besuchen. Beachten Sie daher die bezüglichen Bekanntmachungen der Sektion Zürich. Auch die Sternfahrt nach Lugano-Gandria soll unser Interesse finden; Interessenten melden sich, bei unserm Sportpräsidenten, Hrn. Architekt Fritz Zumkeller in Brugg (Telephon 4.34). SEKTION AARGAU. Ballon-Fuchsjagd. Ein herrlicher Herbsttag war unserer auf Samstag, den 3. Oktober angesetzten Ballon-Fuchsjagd beschieden. Schon lange vor dem Start des Fuchsballons € Victor de Beauclair» umsäumte eine grosse Menschenmenge den abgesperrten Füllplatz beim Gaswerk in Zofingen. Programmgemäss ging die Füllung vor sich. Nach dem Ausrüsten und Abwägen- machte der Fuchs seine ersten Fluchtversuche. Es war ein köstliches Schauspiel, wie er entgegen den Erwartungen nicht sofort in die Höhe schoss, sondern mit' seinen Mitfahrern immer wieder auf die Erde • «niedersackte» und sie damit so recht auf Herz und Nieren prüfte. Um 13.35 Uhr endlich flog er davon, langsam steigend, vom Ostwind getrieben, und erreichte bald eine Höhe von 1500 bis 2O0O Meter. Die 30 Jäger machten sich auf die Jagd, der grossen" Strasse über Oftringen-Murgenthal folgend, Richtung Solothurn. Noch vor Biel bei Buren an der Aare sank der Ballon langsam, er hatte bald nur noch eine Höhe von 100 Metern, und es schien, als wollte er niedergehen. Die ganze Meute wurde damit ab. der Hauptstrasse in ein sumpfartiges Gelände gelockt, wo bald überhaupt kein Weg mehr zu finden war. Wie Bienen fuhren die Jäger kreuz und quer, um wieder einen Ausweg zu finden, denn inzwischen warf der Ballonführer Sand ab und machte sich davon, die Jägerschar grinsend hinter sich zurücklassend. Doch am Bielersee war wieder alles beisammen, die 30 Autos, senkrecht über ihnen auf 2000 Meter die goldgelbe Kugel im Sonnenglanze. Die Windstärke mag. etwas nachgelassen haben, so dass sich auch die Verfolgung der Jäger recht gemütlich gestaltete. Erst vor Neuenburg kam wieder Leben • in die Kolonne, als der Fuchs unerwartet den Chaumont überflog. Hier galt es nun, seine Spur nicht zu verlieren, um so mehr, als seine Zeit bald abgelaufen war und er innert kurzem landen musste. Teils den Chaumont überquerend, teils direkt ins Val de Ruz fahrend, trafen die ersten Jäger in Valangin ein, als der Ballon sich langsam gegen die Erde senkte. Er hatte nur noch eine so geringe Höhe, dass mit seiner Landung direkt oberhalb eines steilen Hügels bei Valangin gerechnet werden musste. Die Spitzengruppe Hess denn auch ihre Wägen stehen und erklomm so rasch wie möglich die Krete. Der Sieg wäre ihr auch nicht zu nehmen gewesen, wenn nicht der Fuchs der fletschenden Meute noch einmal entkommen wäre und durch Abgabe von Sand weitere 3—4 km zurücklegte, um dann endgültig auf der Ebene bei Coffrane niederzugehen. Da waren nun in erster Linie Nachzügler, die die Felge 16 Felge 17 Felge 18 Felge 19 Felge 20 Felge 21 Felge 22 T. C. S. *. c. s. Dimensionen 450 | 500 | 560 «00 30x5 ; 22.— 26.—. 34.— . 20— 26— 30.— 41— 33 X 5 . . 20.— 27.— 32.— 41— 32 x 6 . . 20.— 27.— 35.— 43— 32 x 6 SS 25.— 28.— 38.— 45— 34x7 , . 23.— 29.— 41.— 46— 38 x 7 . . — 34.— 41.— 46.— 40 x-8 . . Jagd erfolgreich abschlössen, währenddem die vor Neüenburg geschickter operierenden Verfolger, die auch zeitlich richtig rechneten, diesem zweiten Manöver zum Opfer fielen. Unter Mithilfe aller Beteiligten wurde der Fuchs auf die Bahn verladen, dann fuhr man nach Suhr, wo im «Bären» Jäger und Gejagte sich wieder einfanden, begeistert von der schönen, abwechslungsreichen Fahrt und der sportlichen Veranstaltung, für deren Endsieg das Glück eine ausschlaggebende Bolle spielte. Die Rangliste lautet: , 1. Fritz Glaus, Aarau. 2. Ballonpilot Oberlieut. Michel, Zürich. 3. Rene Gerster, Zurzach. 4. Gh. Heimgartner, Aarau. 5. J. Frey, Schottland. Den Damenpreis gewann die bestklassierte Frl. Marlies Senn, Zofingen. Preise für die besten Schätzungen mit Bezug auf die Landung erhielten Frau Matter, Aarau, mit Neuenburg, und G. Heiz, Menziken, mit Dombresson. ni. SEKTION LUZERN. Herbstfahrt. Am Leodegartag unternahm die Sektion Luzern des A. C. S. rasch entschlossen eine Herbstfahrt durch das tannengrüne Toggenburg hinauf zum appenzellischen Luftkurort Gais, wo man sich im Hotel Krone Rendezvous gab, um sodann Arbon zuzusteuern, genau gesagt der Maschinenfabrik Saurer, die mit ihren Last- und Luxuswagen ja jedem Automobilisten nähe steht. Was man unter der Führung einiger ^Ingenieure des Etablissements auf dem Rundgang p.n bis zum äueeersten organisierten Arbeitsmethoden Wd modernsten Maschinen sah, erregte die Bewunderung'aller. Wir verfolgten ausserdem die Fabrik"a0cm der Hispänö-Suiza-Flugmötören für unsere 4rmee in allen Stadien bis zum Prüf stand. Interessante Einblicke vermittelte uns besonders die Montagehalle der Chrysler-Automobile, der beliebten Plymouth und Dodge, ah denen nun Schweizer Qualitätsarbeit zu fast 60% Anteil hat. — Zum Schluss führte die Firma ihren 8rädrigen Geländewagen vor, ein wahres Wunder der Technik, das mit allen Geländeschwierigkeiten spielend fertig wird. — Wir möchten auch an dieser Stelle den gastfreundlichen Herren der Firma dafür danken, Hass sie uns einen Einblick gewährten in das, was Schweizer Arbeit und Intelligenz, verbunden mit Energie und Schaffensfreude, zustande bringen. )as stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! Pneu-Verkauf - Garantieware solange Vorrat Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. 51.— 55.— 60.— 63— 80— Fr. 106— Fr. 125— SCHRIFTLICHE GARANTIE Alle andern Dimensionen vorrätig • ^Offerte verlangen CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Monatsversammlung vom 3. Okiober. Nach der Ernennung eines Stimmenzählers wurde vorerst Raymond Tschopp einstimmig als 1. Kassier in seinem Amte bestätigt, das er beim Tode von Marcel Agassis übernommen hatte. Hierauf wurde zur Wahl des 2. Kassiers geschritten; vorgeschlagen war Ernst Baumgartner, der denn auch einstimmig gewählt wurde. Nach Genehmigung des Protokolle stimmte die Versammlung drei Neuaufnahmen von Aktivmiteliedern Lastwagen mit 6% Nachnahme oder Barzahlungsrabatt Furrer, Pneu, Baarerstr. 54, Zug (Tel. 40.646) 5TRASSENAUSKUNFTSDIENST DES TOURING-CLUB DER SCHWEIZ Wtlfrm AnkOnn» durch T.CS. Office* Qmnf M. 43344 Zflrfcft IM. 3284« ALUK «!«»•• Verbänden G«n.-Vertr. f. d. Schweiz t 4. Ithnyftr. St. Nlklausstr. 54, lolothum sowie Anfartfgung g e s c K m 1 • d • t e r Konitruktioiutc.il« nadi Muster odor Zeichnung PAULKOENIG ARBON • T.l. 104 LEGENDE? Besefilossana Strastan Nur mit Ketten befahrbar' Clsenbahnverlade-Statloa Ketttn-Dlenst T.CS. zu. Hierauf folgte eine längere Diskussion über ein weiteres Engagement für den Familienabend, ein definitiver Beschluss wurde jedoch noch nicht gefasst. Einmütig wurde auch beschlossen, in Zukunft jede böswillige Nachrede über den Club gerichtlich zu ahnden. In anerkennenden Worten gedachte der Präsident der zahlreichen Beteiligung beim Besuche der Ruhestätten unserer verstorbenen Mitglieder im Friedental. Von verschiedenen Mitgliedern wurde der Wunsch geäussert, in Zukunft jeden Monat einen Sonntagnachmittag der geselligen Zusammenkunft zu widmen, eine Anregung, die allgemein begrüsst wurde, hat doch die letzte unserer Zusammenkünfte bei allen Teilnehmern den besten Eindruck hinterlassen. Schluss der Versammlung: 22.30 Uhr. E. Touristikbulletin des Ä. C.S. Befahrbarkeit der Alpenstrassen. Infolge der reichen Schneefälle der letzten Tage sind in der Schweiz gegenwärtig folgende Pässe für den Automobilverkehr gesperrt: ALbula, Furka, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Klausen, Oberalp und Umbrail. Die nachstehenden Hochalpenstrassen sind noch mit Ketten befahrbar: Bernina, Flüela, Forclaz, Jaun, Julier, Lukmanier, Maloja, Marchairuz, Monthey, Ofen, Pillon, San Bernardino, St. Gotthard (Ketten ab Wassen bis Airolo), Simplon, Splügen und Wolfgäng. Die übrigen Uebergänge, wie Brünig, Mosses usw., sind noch ohne Ketten passierbar. den 'h «x» »de m Verkehrsvorschriften für die Sportplätze «Hardturm» und «Förrlibuck» In Zurieh. Der Polizeivorstand der Stadt Zürich teilt mit: Für den Verkehr zu und von den Sportplätzen «Hardturm und «Förrlibuck» anläeslich Veranstaltungen werden folgende Vorschriften erlassen: 1. Von der Stadt her ist auf der oberen Hardturmstrasse zuzufahren; die Wegfahrt nach der Stadt hat auf der unteren Hardturmstrasee (Hardhof) talabwärts über die Hönggerbrücke gegen Höngg oder auf der Industriestraese gegen Altstetten zu erfolgen. 2. Vom Limmattal her ist auf der Industrie- oder auf der unteren Hardturmstrasse zu- und aaf der oberen Hardturmstrasse stadteinwärts wegzufahren. 3. Motordroschken, Polizei- und Sanitätsfahrzenge, Lieferungswagen und Fahrzeuge von Komiteemitgliedern sind, sofern sie von den ihnen vorbehaltenen Aufstellungs- und Wendemöglichkeiten Gebrauch machen, von den Vorschriften unter 1 und 2 ausgenommen. 4. Fahrzeuge, die von der Stadt nach den Sportplätzen fahren, sind auf der Hardturm- und auf der Industriestrasee, Richtung talwärts zu parkieren. 5. Fahrzeuge, die vom Limmattal her nach den Sportplätzen fahren, sind auf der oberen Hardturmstrasse (Bahnseite), Richtung stadteinwärts zu parkieren. 6. Taxameter-Automobilen, die Fahrgäste zum Sportplatz «Förrlibukc» führen oder dort abholen, ist die Zu- und Wegfahrt auf der unteren Förrlibuckstrasse (Teiletück zwischen den Sportplätzen Hardturm und Förrlibuck) gestattet. Diese Fahrzeuge dürfen auf dem genannten Teilstück der Förrlibucketrasse in Fahrrichtuns stadtauswärts am äussersten Fahrbahnrand rechts parkiert werden. 7. Zu- und Wegfahrt auf anderen als den angewiesenen Straseen, ebenso das Aufstellen von Fahrzeugen an anderen als den angewiesenen Oert- Ikhkeiten und das Wenden auf den Parkplätzen sind verboten. 8. Zuwiderhandlung hat Polizeibusse nach Massgabe der Allgemeinen Polizeiverordnung zur Folge. Der Regierungerat hat diese Verkehrsvorsehriften mit Beschluss vom 13. August 1936 genehmigt. Den Anordnungen der Polizeiorgane ist Folge zu leisten. Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmiyer (abw.) Dipl. Ing. F. O. Weber. Verantwortlich für die Herausgabe: O. E. Wagner. — Ren* Baebler.