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E_1936_Zeitung_Nr.083

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12 AUTOMOBTL-REVUE

12 AUTOMOBTL-REVUE DIENSTAG, 13. OKTOBER 1936 — N° 83 ß3) -Junger, verh. Mann, sehr solid u. willig, such! Stell« als Chauffeur auf Lieferungswagen, ist gut. Fahrer, ohne Unfall, b. Zeugnis u-, Referenzen zu Diensten. — Offerten unt. Chiffre 127 an die Automobil-Revue. Bern. Einen vertrauenswürdigen Chauffeur finden Sie durch eine „Kleine Anzeige" in der Automobil-Revue STELLEN-MARKT Welche Autoreparatur-Werkstätte engagiert geschulten Spezial - Mechaniker für Motor-Revisionen mit eigener Zylinderbohrmaschine und Mess-Instrumenten? — Gefl. Offerten mit Angabe der Entlohnung unter Chiffre 15624 an die 16jähriger Jüngling, mit 3 Jahr. Sekundarschulbildung, sucht aufs Frühjahr n eine gute Autoreparatur-Werkstätte. G. Krauss, Winterthur, gasse 18. Malerm., Steinberg- 73757 Deutsch u. Franz. sprech., sucht Stelle in Automobilfabrik, Garage, Transportgeschäft od. Privat. Zeugnisse zu Dienst. Bescheid. Ansprüche. Gefl. Offerten unt. Chiffre 114 an die Auto- Mechaniker 83,84) mit 12jähr. 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So ist es heute möglich, durch eine bis in kleinste ausgetüftelte Methode eine Fremdsprache im eigenen Lande innert Jahresfrist perfekt zu erlernen, während es früher zur Erwerbung der gleichen Kenntnisse l viele Jahre hartnäckigen Studiums bedurfte. Diese Methode, die schon Tausende praktisch erprobt haben, wurde von Prof. Grand* geschaffen und in seinen glänzend aufgebauten Sprachwerken verwendet. Hier weht ein anderer Wind, der den Staub veralteter Lehrmethoden herausgefegt hat. Jede Lektion ist lebendig und interessant und in der Wahl des Stoffes wirklich dem praktischen Leben entnommen. Die Regeln und Vokabeln gehen mühelos in den geistigen Besitz der Lernenden über, weil sie auf Grund tausend praktischer Beispiele erfasst werden. Die Methode von Prof. Grand bietet Ihnen aber auch deshalb die grösste Gewähr zum Erfolg, weil sie das einzige einheimische Sprachwerk dieser Art ist, das von bekannten Schweizer Autoren verfasst und demzufolge unserer geistigen Eigenart angepasst ist Schon im Verlaufe eines Jahres vermögen Sie einen der Kurse Französisch Englisch Italienisch Spanisch in 100 Stunden so durchzuarbeiten, dass Sie die Sprache in Wort und Schrift beherrschen. Sie können nach Ihrem Belieben den kompletten Lehrgang auf eimal anschaffen oder den Kurs auf Grund von Monats- oder Vierteljahrsraten zu 2 oder 6 Franken während eines Jahres abonnieren. Eine Probelektion senden wir Ihnen ganz kostenlos und unverbindlich, damit Sie sehen, wie spielend leicht der Lehrstoff durch die Methode von Prof. Grand verstanden und erfasst werden kann. Sie haben uns nur den untenstehenden Gutschein, mit Ihrer Adresse versehen, einzusenden. Aber bitte heute noch zur Post damit. VERLAG HALLWAG, Abteilung Sprachwerke, BERN GUTSCHEIN (Als Drucksache in offenem Kuvert mit 5 Rp. frankieren) Senden Sie mir sofort unverbindlich: GRATISPROBEHEFT von Französisch* Englisch* Italienisch* in 100 Stunden Spanisch* •Nichtgewünschtes gefl. streichen. Adresse:_

Nr. 83 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt Zum Geleit! Die «Automobil-Revue» hat sich von jeher zur Pflicht gemacht, ihre Leser nicht nur über das Geschehen im Automobilwesen eingehend zu orientieren, sondern hin und wieder auch interessante Reportagen aus andern Gebieten des schweizerischen Wirtschaftsie-, bens zu vermitteln. Wir können uns lebhaft vorstellen, dass der Titel unserer heutigen Sonderbeilage verschiedene Leser in Staunen setzen wird. Wir widmen sie dem Wein, wo wir dem Automobilisten doch stets Massigkeit im Genüsse von Alkohol empfehlen. Natürlich meinen wir-damit Massigkeit in erster Linie vor Antritt, einer Fahrt. Ja, wir gehen sogar so weit, alle jene Fahrer, die nicht nüchtern am Steuer sitzen, mit aller Strenge zu verurteilen. Aber sind die Tausenden und aber Tausenden von begeisterten, leidenschaftlichen Automobilisten nicht ebenfalls Menschen, die es lieben, von Zeit zu Zeit mit einigen Freunden in einer gemütlichen Ecke zusammenzukom' men, bei einem Glase herrlichen Weins zu plaudern? Es gilt heute, die schweren Zeiten zu bestehen; deswegen benötigen wir neben der moralischen Kraft auch der leiblichen Stärkung, die uns zum Widerstände tüchtig macht. Wer weiss, ob wir in den letzten Jahren nicht doch Verschiedenes übersehen haben, insbesondere gerade, was von altersher Gemüt, Körper und Geist belebte, den Wein! Wenn Comte de Segur einmal sagte: «Tous les mechants sont buveurs d'eau », so will es natürlich nicht heissen, dass Wassertrinken böse macht; aber es ist auf jeden Fall nicht imstande, unser Gemüt zu erheitern und uns froh zu stimmen. Wir wissen dagegen nach Anakreon, dass bereits Hunderte von Jahren vor Christi es der Wein war, der die Sorgen zu brechen verstand. Dass Gemüt und körperliches Wohlbefinden in enger Wechselwirkung stehen, weiss jedermann. Froher Sinn erzeugt körperliches Wohlbefinden, und gute Gesundheit hat gehobenes Gemüt im Gefolge. Ueberall, wo Weinbau getrieben wird, ist die Bevölkerung von jeher auch heiterer, autgeweckter und zeigt viel mehr Lebenslust. Denken wir nur ein wenig an die gemütlichen Rheinländer, an die Bewohner des Veitlins, an die Toskaner. Genau den gleichen Erscheinungen begegnen wir bei uns in den Rebgebieten am Gentersee, bei den Unterwfillisern und den Leuten am Bielerunä Neuenburgersee,' aber auch im Ost- Aus diesem Grunde veröffentlicht die schweizer Weinland. «Automobil-Revue-» heute eine Wein- Als Gefährte der römischen Kultur kam der Nummer. Sie will ihren Lesern damit Gelegenheit geben, etwas über die Weine der welschen Schweiz zu vernehmen, wobei sie gleichzeitig einige Adressen der besten Produzenten bekanntgibt. Der Wein ist ein gar köstliches Getränk und absolut harmlos, vorausgesetzt, dass man ihn zu trinken versteht. Hauptsächlich die weissen Weine unseres Landes halten mit den ausländischen jeden Vergleich aus. Aber man darf sie nicht wie Bier oder wie irgendeine Medizin hinter die Binde giessen. Jeder Schweizer sollte' unsere Weine schätzen und von der Gewohnheit abkommen, Getränke auf den Tisch zu bringen, die wohl einen herrlich tönenden Namen und eine ebenso schöne Farbe besitzen, im übrigen aber von schlechter Qualität sind. Die Westschweiz ist ausserordentüch reich an Reben, welche gut gepflegt sind. Schweizerwein trinken, heisst deshalb nicht nur, einen wirklich guten Tropfen als solchen gemessen, sondern auch_ die Existenzbemühungen einer grösseren Volksklasse unterstützen. De* Wein auf dem Tisch Weinbau bereits im frühen Altertum naoh Helveiien. Wann und wo bei uns erstmals Reben angebaut wurden, lässt sich nicht leicht feststellen. Heute ist der Weinstock über die ganze Welt verbreitet, wo immer die klimatischen Verhältnisse es erlauben. Dank den Bemühungen der verschiedenen staatlichen Weinbauanstalten und der Propagandazentrale für Obst- und Weinbau in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren die Qualität der eigenen, vielseitigen Produkte erheblich verbessert. Ein Fehler der modernen Geschmacksrichtung ist es allerdings, dass die Schweizer Weine in der Regel zu früh dem Konsum zugeführt werden. Die neuen Weine bereits im nachfolgenden Februar/März servieren zu wollen, geht auf Kosten der Qualität, der Bekömmlichkeit und des harmonischen Ausbaues. Den Schweizer Weinen gebührt in unsern Weinkarten der erste Platz! Wir dürfen heute die Schweizer Qualitätsweine dem internationalen Gast mit ruhigem Gewissen empfehlen. Er ist uns hiefür dankbar, hat er doch viel zu wenig Kenntnis von der Güte und Mannigfaltigkeit-unserer nationalen Produktion. Natürlich verlangt der Ausländer in der Schweiz nach wie vor auch die ausländischen Weine; es wäre darum ein Irrtum, nun auf einmal die Einfuhr der ausländischen Quaütätsweine wesentlich zu erschweren oder sogar verbieten zu wollen. Daran denkt übrigens auch niemand. Sehr wichtig ist, beim Essen, beim Menü zu den verschiedenen Speisen den richtigen Wein zu wählen, um einesteils das Getränk auf der Zunge mundiger zu machen und sein Bouquet zu Musserster Entfaltung zu bringen und anderseits die Gerichte bekömmlich, zu gestalten. Wie oft ist es mir während meiner Laufbahn direkt bange geworden, wenn ich sah, welch unmögliche Weinfolge bei Menüs bestellt wurde, und dies meistens auf Kosten des Wohlbefindens der eingeladenen Gäste. Im Verein mit passenden Weinen ergeben liebevoll und kunstgerecht bereitete Gerichte unbeschreibliche Gourmandisen, die den Gastrologen geradezu in andere, bessere Welten tragen. Man muss sich im besondern merken, dass die hitzigen, d. h. die alkoholreichen (schweren) Weine, also in erster Linie die Südweine, den Geschmack stumpf machen und deshalb erst zum letzten Gericht, dem Nachtisch, ge- Die Anpassung der Weine an den Speise? zettel ist eine grosse und schwere Kunst. Ich kann hier nur das Wichtigste sagen. Nach den Forderungen des kultivierten Genusses gibt es gewisse Richtlinien, die ich hier kurz als oberste Grundsätze nenne. Wer wahllos trinkt, beerdigt den Wein. Nachdem wir uns hauptsächlich mit Schweizer Weinen befassen, gebe ich in erster Linie unsere Lan~ desQualitäten an, passend zu den verschiedenen Gerichten. • Zu Hors d'ceuvre und feinen Fischarten ser* vieren wir unsere zarten und spritzigen Weine wie Neuchätel, Schafiser, Twanner, Lavaux, den ausgezeichneten La Cöte Chäteau de Lmns, in neuerer Zeit den Riesling Sylvaner usw., auch leichtere, etwas gekühlte rote Ostschweizer Landweine. Hingegen sind die gehaltreichen und aromatischen Spitzengewächse aus den Qualitätslagen des Dezaley, von Aigle und Yvorne, insbesondere aber aus dem Wallis, vorzüglich geeignet, feine Hors d'ceuvre zu begleiten. In Frankreich greift man bei Austern, Hummer, und Langusten zuerst zu tanninhaltigen und extraktreichen Weissweinen wie Chablis, Meursault. Zu Geflügel, Braten und Wild nennen wir unter den Schweizer Weinen als passend den Dole in Zimmertemperatur. Ganz leicht gekühlte Ostschweizer Weine (rot) aus der Bündner Herrschaft und dem St. Galler Rheintal können vom Beginn des Essens bis zum Braten durchserviert werden. Zu kalten Platten eignen sich beinahe sämtliche Schweizer Weissweine. Wenn wir uns mehr auf internationalen Boden begeben, so nenne ich zu Fischgerichten die spritzigen Mosel- und Saarweine. Bordeauxweine kommen in Frage zu sämtlichen weissen Fleischarten, Poulet, alles vom Kalb, während schwere Schwarzfleischsorten,, wie Ochsenfleisch, Reh, Wildgeflügel, Gänseleber, die Unterlage bilden für generöse rote Burgunder. Zum Käse sollte nur Rötwein gereicht werden. Zu Süßspeisen und nachher Obst werden bevorzugt Champagner, gut gekühlt, alte Walliser Weissweine, die grossen Qualitäten aus den bevorzugten Lagen des Wallis, wie Malvoisie, Hermitage, Muscat oder Amigne, oder dann alte, weisse, süsse Bordeaux- oder Rheinweine in Kellertemperatur. Die Schweiz (Neuchätel) produziert bereits einige gute Schaumweine, die nicht zu verachten sind. Man darf Weissweine und Champagner nicht allzu stark kühlen, da die Qualität hinsichtlich Bouquet und Geschmack darunter