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E_1936_Zeitung_Nr.092

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE IFREITAG, 13. NOVEMBER 1936 — N° 92 elastische Kupplung zwischen Antriebs- und Abtriebswelle. Wichtig ist, dass die Welle G in einem ganz bestimmten Grössenverhältnds zum Wagen, Getriebe und Motor steht, damit sie durch ihre natürlichen Verdrehungsschwingungen die Kraftübertragung begünstigt. Ein paar Worte noch über Vor- und Nachteile des Getriebes, die dessen Verwendbarkeit für den Automobilbetrieb mitbestimmen. Als Vorzug ist natürlich die Stufenlosigkeit der Kraftübertragung anzusprechen, ebenso wie die vollständig automatische Funktion des Getriebes. Als recht angenehm wird man auch den Freilauf im Antrieb empfinden, der ein Zurückrollen am Hang beim Anfahren verhindert. Nachteilig dagegen wirken ' die Ungleichförmigkeit des Antriebs und die Unmöglichkeit der Verwendung des Motors als Bremse. Dieser letztere Mangel des Systems Hesse sich indessen durch eine einfache Massnahme beseitigen, wäre doch dazu nur ein zweiter Freilauf zwischen angetriebenem und antreibendem Teil des Getriebes notwendig, der eingreift, sobald die Drehzahl des Motors diejenige der Kardanwelle nicht mehr erreicht, -b- P»al«tfc«H€» Vf£ni*a Reservekanister in den Kofferraum. Manche Fahrer haben die Gewohnheit, für alle Fälle stets eine Reservekanne mit Benzin im Wagen mit sich zu führen. Meist halten die Verschlüsse solcher Kanister nicht absolut dicht, so dass entweder Benzin selbst oder doch wenigstens Benzindämpfe aus ihnen austreten und der Wagenluft jenes Parfüm mitteilen, das in konzentrierter Form alles andere als angenehm empfunden wird. Ist man darauf angewiesen, längere Zeit diese Dämpfe einzuatmen, so stellen sich mit der Zeit Uebelkeit und in schwereren Fällen sogar Brechreiz ein. Deshalb weg mit dem Reservebehälter! Im Kofferraum findet sich meist noch ein geeignetes Plätzchen für ihn. -b- Verhalten gegenüber Wild. Es ist sicher den meisten Automobilisten bekannt, dass das Wild, wenn es erst einmal in den Licht-» kegel des Scheinwerfers gelangt ist, wie toll vor dem Wagen herrennt und die beleuchtete Strasse nicht mehr verlassen will. Dagegen wissen noch nicht alle Fahrer, wie sie dem dahineilenden Tier, das von dem hinterher fahrenden Wagen wie in einem bösen Traum vorwärts gejagt wird, die Flucht seitlich in die « Gebüsche » erleichtern sollen. Vielfach hilft da schon das blosse Abblenden und entsprechende Mässigung der Fahrgeschwindigkeit, weil dann das gehetzte Tier nicht mehr zwischen zwei eingebildeten schwarzen Mauern dahinspringt, sondern auch die Landschaft neben der Strasse wieder erkennen kann. Möglicherweise bleibt nichts anderes übrig als überhaupt, anzuhalten und einen Moment die Parklichter zur Markierung zu verwenden, damit das geängstigte Reh — oder was es sonst ist — sich aus dem Staube machen kann. -b- T^dhn fl» '«»dhi II. Antwort 10008. Uebermässiger Benzinverbrauch. Zuschrift weitergeleitet. Frage 10.013. Trockenkupplung schleift. In letzter Zeit beobachte ich manchmal, speziell in.;S|pigungen, dass mein Wagen, Modell 1935, nicht normal zieht, obwohl der Motor richtig arbeitet Ich habe den Eindruck, dass die Einscheiben-Kupplung schleift. Was soll ich unternehmen, um den Schaden zu- beheben? Den Kupplungsbelag erneuerte ich vor einem halben Jahr. O. A. in I. Antwort: Da dieser Wagen Trockenkupplung hat, kommt in erster Linie die Möglichkeit in Frage, dass der Kupplungsbelag sich stark abgenützt hat und ersetzt werden sollte. Auch kann die Kupplungsfeder, welche die Scheiben zusammenpressen ffluss, erlahmt sein, was allerdings hier wenig wahrscheinlich ist. Dagegen scheint es nicht ausgeschlossen, dass der Kupplungsbelag verölt ist und deshalb nicht richtig packt. Am ehesten kann Oel vom Kurbelgehäuse her in die Kupplung gelangen, wenn die Kurbelgehäuse-Entlüftungsöffnung verstopft ist. Es entsteht dann ein gewisser Ueberdruck im Kurbelgehäuse, der Oel durch das Endlager ins Kupplungsgebäuse zu drücken vermag. # Frage 10.014. Bremsweoformel gewünscht. Wie lautet die Bremswegformel, welche,von den Experten bei der Führerprüfung verlangt wird? Ist die Formel für alle Motorfahrzeuge gültig? H. L. in W. Antwort: Die Experten verlangen nicht überall die Kenntnis der Bremswegformel. Meist legen sie mehr Wert darauf, daes der Prüfling die praktisch bei guten Bremsen erreichbaren Bremswege.kennt. Eine einfache Zahl, die man sich am besten merkt, bevor man sich zur Prüfung meldet, bezieht sich auf den Bremsweg bei einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/St. Unter der Voraussetzung wirksamer Bremsen wird verlangt, da«s er nicht mehr als 6 m beträgt. Bei der doppelten Geschwindigkeit von 60 km/St, macht er dagegen nicht nur 12. sondern 24 m aus, weil sich' die zu vernichtende Bewegungsenergie, die Wucht, .(.des Wagens mit dem Quadrate der Geschwindigkeit erhöht. Wenn also diese zweimal eo gross wird, so vergrössert sich der Bremsweg auf das Vierfache. Falls die Geschwindigkeit auf das Dreifache zunimmt, so wird der Bremsweg gar neunmal eo lang usw. Zu dieser, bei hohen Geschwindigkeiten sehr beträchtlichen Strecke, muss dann noch die vom Moment des Auftauchens der Gefahr bis zum Betätigen der Bremse zurückgelegte Strecke addiert werden, um die Strecke zu erhalten, innerhalb der man den Wagen zum Stillstand bringen kann: Man rechnet, dass dieser Zustand eine Sekunde lang dauert. Fährt also ein Wagen mit 72 km/St., eo wird eine Fahrstrecke von 20 m zurückgelegt, bevor die Bremsen überhaupt in Funktion treten. Die eigentliche Bremswegformel, welche sich nur auf den während der tatsächlichen Bremsung zurückgelegten Weg bezieht, lautet: 2Xb Hierin bedeutet s den Weg in m, V die Geschwindigkeit in m/Sek., b die auf der Strasse im besten Fall mögliche Verzögerung in m/Sek.*. Ein guter Wert für diese Bremeverzögerung, der auch den oben angeführten Bremswegen entspricht, ist b = 6 m/Sek. 2 . Zur Kontrolle können wir den Bremsweg bei 30 km/St. = 8,5 m/Sek. nachrechnen. Wir erhalten: 8,5' 72 s = = = 6 m. 2X6 12 Wie man sieht, kommt in dieser Formel weder die Zahl der Räder noch sonst irgend ein Merkmal des verwendeten Fahrzeugtyps vor. Sie hängt in keiner Weise davon ab, ob es sich nun um einen Wagen, ein Motorrad mit oder ohne Seitenwagen oder auch einen Velofahrer handelt. Von der Fahrzeugart hängt nur die Wirkung der Bremsen und damit die Bremsverzögerung b ab, die hei schlechtem Zustand derselben nicht 6 m/Sek. 2 erreicht. Da dieser Wert aber bei der Fahrzeugabnahme allgemein verlangt wird, müssen alle Motorfahrzeuge die erwähnten Bremswege erreichen, um zum Verkehr überhaupt zugelassen zu werden. -b- s» Anfrage 629. Wagenmiete durch Unmündige zieht unter Umständen Schadenhaftung der Elfern nach sich. Dieses Frühjahr sprachen zwei junge Herren bei mir vor, um ein Auto zu mieten. Einer der beiden machte mir die Angabe, es handle sich um eine Geschäftsfahrt ins Rheintal. Statt dessen fuhren sie dann aber zu einem Tanzplatz ins Appenzellerland und demolierten den Wagen durch zu schnelles Befahren einer Kurve vollständig, wobei alle vier Insassen Verletzungen davontrugen. Der Mieter will nun geltend machen, Bremsen und Steuerung hätten versagt. Der kantonale Experte fand aber, dass diese Teile, soweit sie überhaupt eine Untersuchung noch zuliessen, intakt waren. Der Mieter, welcher wegen Wagendiebstahls vorbestraft ist (bedingt erlassen, Probezeit 3 Jahre), wurde vom appenzellischen Kriminalgericht zu acht V* echsa Tagen Gefängnis verurteilt, •weiter «im Entzog ätt Führerbewilligung und zur Tragung der Kosten. Ich möchte nun wissen, ob ein Neunzehnjähriger berechtigt ist, überhaupt einen Wagen zu mieten« sobald er eine Führerbewilligung hat Ist nicht die Mutter haftbar, nachdem sie sich' dafür verwendete, dass ihr Sohn nach dem ersten Fall die Führerbewilligung neuerdings erhielt? Wofür muss der gesetzliche Vertreter auf dem Fragebogen zur Erlangung des Lernfahrausweises unterschreiben? Hat die Unterschrift eines Neunzehnjährigen auf einem Automietvertrag Gültigkeit? J. B. in S. Antwort: In Frage für die Haftung kommen Art. 19 und 333 ZGB. Art. 19 ZGB bestimmt, dass sich unmündige Personen nur mit Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter verpflichten können, dass sie dagegen aus unerlaubten Handlungen schadenersatzpflichtig werden. Gemäss Art 333 ZGB haftet das Familienoberhaupt für einen verursachten Schaden, sofern es nicht nachweist, dass es das übliche und durch die Umstände gebotene Mass von Sorgfalt in der Beaufsschtignug beobachtet hat Auf Ihren Fall angewendet ergibt sich daraus folgendes: Gemäss Art. 31 der Vollziehungsverordnung zum MFG bedürfen unmündige Personen zum Erwerb des Lernfahrausweises der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters. Das Motorfahrzeuggesetz bzw. die Vollziehungsverordnung dazu erklärt nicht, welche Bedeutung dieser Zustimmung zivilrechtlich zukommt Wir glauben nun aber, dass aus dieser geforderten Zustimmung eine ganz besondere Verpflichtung des Familienoberhauptes hergeleitet werden muss, das unmündige Kind in Bezug auf die Führung von Motorfahrzeugen einer ganz besonderen strengen Kontrolle zu unterziehen, wenn nicht andernfalls eine Haftung im Sinne von Art. 333 ZGB zu bejahen ist. Wesentlich ist im vorliegenden Fall, dass das unmündige Kind bereits wegen Autodiebstahl zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, und dass ihm die Führerbewilligung entzogen wurde, worauf dann die Mutter selbst bei der Behörde* sich um die Wiedererteilung der Führerbewilligung bemühte, owohl ihr Sohn nicht über die moralischen Qualifikationen zur Führung eines Motorfahrzeugs verfügte. Wir würden deshalb nicht anstehen, die persönliche Haftung der Mutter zu bejahen. Daneben haftet gemäss Art. 19 auch der Sohn aus der unerlaubten Handlung. Die Vermietung an den Minderjährigen wäre u. E. ohne weiteres zulässig, denn da der Unmündige nicht über ein Motorfahrzeug verfügte, die Mutter aber trotzdem schriftlich die Zustimmung zum Erwerb des Führerausweises erteilte, so hat sie damit stillschweigend auch genehmigt, dass der Sohn gelegentlich Motorfahrzeuge benutze, wobei es u. E. gleichgültig ist, ob es sich dabei um unentgeltliche oder entgeltliche Benützung gehandelt hat. 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N° 92 — FREITAG. 13. NOVEMBER-1936 AUTOMOBIL-REVUE Vefkehf Um die Vereinheitlichung der Verkehrs- Propaganda. Das eidg. Verkehrsamt hat, wie bekannt ist, ein Projekt über die Vereinheitlichung der schweizerischen Verkehrswerbung ausgearbeitet, mit dem sich der Bundesrat in nächster Zeit befassen wird. Bei den Bahnen ist der Plan mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden, vor allem deshalb, weil er die Trennung der offiziellen SBB-Auslandsbureaus vom Publizitätsdienst und. deren Ueberleitung in die Verkehrszentrale vorsieht. Am vergangenen Freitag hat das Projekt nun auch den Vorstand der schweizerischen Verkehrszentrale beschäftigt, wobei er die Notwendigkeit einer vorläufig internen Reorganisation anerkannte. Nach der Auffassung dieses Organs sollen die SBB-Agenturen mit der Verkehrszentrale verschmolzen werden, ohne dabei ihres offiziellen Charakters verlustig zu gehen und ohne auf den Billetverkauf verzichten zu müssen. Allerdings dürfe er nicht mehr die Hauptaufgabe der Bundesbahnbureaus bilden, vielmehr hätte an dessen Stelle die Verkehrswerbung zu treten. Im weitern redete der Vorstand einer vermehrten Propaganda zugunsten der Autotouristik das Wort, deren Bedeutung von Tag zu Tag wächst. A. C. S. SEKTION AARCAU. Martini-Ball, unser Clubtall begegnet auch dieses Jahr recht grossem Interesse, sind doch bereits über 300 Anmeldungen eingegangen. Wir haben denn auch keine Mühe gescheut, den vielseitigen Ansprüchen der Teilnehmer gerecht zu werden. So sind allein drei erstklassige Tanz-Orchester verpflichtet worden, die, jedes nach seiner Art, den Tanzlustigen aufspielen werden. Attraktionen verschiedenster Gattung bringen Abwechslung in den fröhlichen, ungezwungenen und gediegenen Ballbetrieb. Währenddem der Ballbeginn auf 21 Uhr angesetzt ist, dürfte das kalte 3üfett zwischen 23 und 1 Uhr serviert werden. Dieser ^Anlass bleibt unsern Mitgliedern, ihren Angehörigen, eingeführten und eingeladenen Gästen reserviert. SEKTION BERN. November-Mitglieder-Zusammenkunft. Kommenden Montag, den 16. November, eröffnet die Sektion Bern des A. C. S. ihre Wintertätigkeit mit einem Lichtbilder- und Filmvortrag ihres, Zentralpräsidenten, Herrn Dr. E. Mende. Der Referent, welcher nach längerer Pause wieder zu seiner Stämmsektion spricht, bringt in einer grossen Zahl von Lichtbildern und Schmalfilms die Reise- Erlebnisse ^ einer mehrwöchigen Autofahrt quer dfir^h'*Spänienrais°es tfoch keinen Bruderkrieg gab. .Sicher wird der grosse Saal des Hotels Schweizerhof, wo die Mitgliederzusammenkunft um 20.15 Uhr stattfindet, wieder ausverkauft sein. Schnitzeljagd, Samstag, 14. November 1936. Nach den bisher eingelaufenen Anmeldungen ist wieder mit einer erfreulichen Beteiligung zu rechnen, so dass die Leitung der Fuchsjagd wahrscheinlich wieder zwei Fuchsfährten legen wird. Dadurch gelingt es, die ganze Konkurrenz noch vor Einbruch der Dunkelheit zu beendigen. Nachmeldungen sind bis morgen Samstag, 12 Uhr, zulässig. Die Konkurrenten besammeln sich bereits 13.15 Uhr vor dem Knabenwaisenhaüs in Bern. h. Hilfe zur Stelle. Die Tagesetappen richten sich nicht nach Karte und Kilometer, sorfdern nach der Lage der vorhandenen Benzintankstationen. Man kann es nach all dem Gehörten und Geschauten verstehen, wenn Walter Bosehard sich wieder nach dieser ungebundenen, freien Mongolei zurücksehnt, wo das Auto einstweilen, allerdings noch «vereinzelt» auftritt und der Komfort fehlt, wo es aber nach und nach doch beginnt, die bisherigen Transportmittel, d. h. die groseen Kamelkarawanen zu verdrängen. V SEKTION ZÜRICH. Rund 1800 Personen hatten sich am 8. November zur ersten Vortraasmatine'e •dieses Winters im Apollo-Kino in Zürich emgefun- den, um ihrem eeit Jahren in Peking lebenden Landsmann Walter Bosshard bei seinen «Autofahrten in der Mongolei» zu folgen. Sein Vortrag, frei von aller Sensationshascherei, entrollte ein von unsern Vorstellungen völlig abweichendes Bild dieses grossen asiatischen Reiches, trat den Zuhörern doch aus den zahlreichen Lichtbildern und dem Film nicht nur eine schöne eigenartige Landschaft, sondern auch eine Bevölkerung entgegen, die neben dem nicht allzu starken Reinlichkeitssinn (man lebt dort nach dem Leitwort, dass Dreck wärmt) auch recht viele gute Charakterzüge besitzt Bosshard unternahm seine Fahrten durch dieses für den Automobilverkehr sehr geeignete Land bald mit einem neuen Buick, der einem Fürsten als Geschenk abzuliefern war, bald mit dem bewährten «Gobi Express» oder mit einem Militärwagen. Die Dürftigkeit der vorhandenen Strassen liess es nicht an Pannen fehlen, aber immer war d» 1 CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Unter der Devise: «Hab Sonne im Herzen, trotz der Krise», startete am letzten Samstagabend, 7. November, das diesjährige Familienfest der grössen Chauffeur-Gemeinde im Kaufleu ten-Talegg-Saale, zu dessen Gelingen die Mitglieder der Dramatischen Gesellschaft Neumünster nicht wenig beitrugen. Das Familienfest wurde mit einem rassigen Tanz eröffnet und es währte nicht lange, bis die richtige Stimmung aufkam und männiglich, ob jung oder alt, mit Hingebung das Tanzbein schwang. Ein Conferencier waltete seines Amtes in achtem Züridütsch, trotzdem er den Beweis für die wahrhaft berlinerische Zungenfertigkeit lieferte. Seine witzige- Glossen 1 lösten währe Lachsalven hervor und im Handumdrehen war der Kontakt zwischen STRASSENAUSKUNFTSDIENST DES TOURING-CLUB DER SCHWEIZ Welten Auskunft» durdt T.C.S. OHUet Gent Tel. 43344 Zürich Tel. 32 64« Zuschauer und Bühne hergestellt. Mit zwei glänzend gespielten Stücken leitete das «Züha» Handharmonika-Orchester den Bühnenbetrieb ein und vermochte die Hörer derart zu fesseln, dass sogar das Trinken (bei solchen Gelegenheiten sonst eine wichtige Tätigkeit) vergessen wurde. Es zeugt von gutem Geschmack des Chauffeur-Vereins, dass er eich in Fräulein Ja