Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.097

E_1936_Zeitung_Nr.097

IV. Internationales

IV. Internationales Flugmeeting Zürich 1937 Der Aero-Club der Schweiz veranstaltet vom 23. Juli bis 1. August 1937 das 4. Internationale Flugmeeting, das alle fünf Jahre von der Avia, Gesellschaft der schweizerischen Fliegeroffiziere, und der Sektion Zürich des Aero-Clubs der Schweiz organisiert und durchgeführt wird. Die Ausschreibung stempelt die ganze Veranstaltung zu einem Ereignis von einzigartiger Bedeutung. Es ist denn auch im Auslande nirgends ein Meeting ähnlichen Charakters und gleicher Dauer zu finden. So zeigen die Nenn- und Siegerlisten der drei vorangegangenen Meetings die bewährtesten Namen von Berufs-, Militär- und Sportfliegern aus ganz Europa. Es besteht Gelegenheit, Material und fliegerisches Können der Piloten jeder Nation miteinander zu vergleichen. Sportliches Denken und Handeln überbrückt alle Gegensätze und verbindet die Piloten aller Länder in friedlichem Wettstreit. Dass dies gerade heute von grosser Wichtigkeit ist, verleiht speziell dem 4. Internationalen Meeting von 1937 erhöhte Bedeutung. Die Ausschreibungen umfassen 7 Konkurrenzen für Sport- und Tourenflugzeuge und 6 Konkurrenzen für Militärflugzeuge. Daneben bemüht sich das Organisationskomitee, Attraktionen vorzubereiten, die nicht nur der Schaulust, sondern in erster Linie der Demonstration flugtechnischer Entwicklung dienen sollen. Es werden folgende Konkurrenzen durchgeführt: 1. Internationales Rallye für Sport- und Tourenflugzeuge. Mit dieser Konkurrenz wird den am 4. Internationalen Flugmeeting teilnehmenden Sportpiloten Gelegenheit gegeben, den Flug nach Dübendorf mit einem Wettbewerb zu verbinden. Die Aufgabe: der Konkurrent startet von seinem Ausgangsflughafen nach Genf, so dass er eine möglichst grosse Flugstrecke, mit möglichst vielen Zwischenladungen auf verschiedenen Flugplätzen, möglichst rasch durchfliegt. Die Wahl des Flugweges ist dem Konkurrenten überlassen mit der Beschränkung, dass die Gesamtflugstrecke im Minimum 600 km betragen muss und die Zwischenlandungsorte mindestens 100 km voneinander entfernt sein müssen. Der Flugweg darf nicht zweimal dieselbe Etappe oder denselben Landungsort enthalten. Die Landung in Genf ist obligatorisch und hat Ausgangspunkt für die letzte Flugstrecke Genf-Dübendorf zu sein. Alle diese Starts und Landungen haben in möglichst vielen, verschiedenen Staaten zu erfolgen und sind in einem speziellen Streckenheft durch Kommissäre der betr. Aero-Clubs einzutragen. Dieser Flug als Wettbewerb muss am 23. Juli 1937 durchgeführt werden. Startfreigabe ab 06.00 mitteleuropäische Zeit, strafpunktfreie Landung in Dübendorf zwischen 17.00 und. 17.30. Die Bewertung erfolgt nach einer Formel, eo, dass keiner der Teilnehmer zum vorneherein seine Erfolgsaussichten berechnen kann, und dass unabhängig vom Flugzeug- und Motorentyp für jeden Teilnehmer dieselben Erfölgsmöglichkeiten bestehen. Sieger wird die Besatzung mit der aus der Formel sich ergebenden höchsten Punktzahl. 2. Internationale Konkurrenz für Sport- und Tourenflugzeuge. Zu dieser Konkurrenz werden nur senenmassig hergestellte Sport- und Tourenflugzeuge mit Motoren bis zu einem Hubvolumen von 8 1 zugelassen. Spezial- oder Rennflugzeuge kommen für die Teilnahme nicht in Frage. Der Wettbewerb besteht aus einer technischen Prüfung auf dem Flugplatz Dübendorf und einem eintägigen Streckenflug von mindestens 600 km in Form eines Handicap-Fluges. Die Flugstrecke beginnt und endigt in Dübendorf. Die technische Prüfung bezieht sich auf die Ausrüstung, Zweckmässigkeit und Leistungen des Flugzeuges, und zwar: a) Dauer des Ab- und Aufriistens, b) Art des Anlassens, c) Anroll- und Auslaufstrecke bei Abflug und Landung, d) Steigleistüng, e) Ausrüstung des Flugzeuges. Bei dieser technischen Prüfung wird das Hauptaugenmerk auf die Punkte c, d und e gelegt. Die Punktzahlen für die Bewertung sind so gewählt, dass ein nach heutigen Begriffen bestes und zweckmässigstes Sport- oder Tourenflugfeeug ein Maximum an Punkten erreichen muss. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 1. DEZEMBER 193« — N° 97 3. Internationale Steig- und Sturzflug- Konkurrenz. Der heute besonders beim Militär geforderte Hochleistungsflug lässt die Organisatoren den Versuch unternehmen, die ausserordentliche Beanspruchung des Flugmaterials unter bestimmten Bedingungen in Wettbewerb zu stellen. Die Konkurrenten haben vom Flugplatz Dübendorf aus in kürzester Zeit einen Flug auf 3000 m über Meer und anschliessend einen Sturzflug auszuführen. Vor der Landung ist eine Ziellinie in 100—300 m Höhe in vorgeschriebener Richtung zu überfliegen. Die Flugzeit wird gemessen vom Startzeichen bis zum Ueberfliegen der Ziellinie. 4. Internationale Höhenflugkonkurrenz. Es handelt sich bei diesem Vorstoss in die Höhe nicht darum, Rekorde nach Metern, sondern nach Zeiten aufzustellen. Der Wettbewerb «erfüllt in zwei Kategorien: a) für Einsitzer-Flugzeuge, b) für Zweioder Mehrsitzerflugzeuge. Die Konkurrenten haben vom Flugplatz Dübendorf aus einen Steigflug auf 10.000 m über Meer für Einsitzer und. auf 9000 m über Meer für Zweioder Mehrsitzer auszuführen, wobei als Minimallasten 180 kg resp. 400 kg mitgeführt werden müssen. Diese Gewichte setzen sich zusammen aus dem Gewicht der Besatzung, inkl. persönliche Ausrüstung und Ballast, aber ohne Brennstoff und Atmungsgeräte. 5. Internationale Geschwindigkeitskonkurrenz über eine Rundstrecke. Dieser Wettbewerb stellt ein Geschwindigkeitsrennen für Flugzeuge jeden Types dar. Die Rundstrecke ist so gewählt, dass die Flugzeuge während dem Fluge vom Flugplatz Dübendorf aus verfolgt werden können. Die geschlossene Rundstrecke führt von Dübendorf aus über Wil - Grüningen - Turm des Bachtel - Wangen nach Dübendorf zurück und ist viermal zu durchfliegen, was einer Strecke von viermal 50,5 km entspricht. Sieger der Internationalen Geschwindigkeitskonkurrenz wird derjenige Konkurrent, der die kürzeste Zeit zur Absolvierung der Rundstrecke benötigt. 6. Internationale Kunstflugkonkurrenz. Diese Konkurrenz ist offen für Militär- und Sportflugaeuge. Um einen gerechten Ausgleich zu schaffen, sind drei Kategorien gebildet worden: a) Flugzeuge mit Motoren bis 10 1 Hübvolumen, b) Flugzeuge mit Motoren von 10—20 1 Hubvolumen, c) Flugzeuse mit Motoren über 20 1 Hubvolumen. Die Konkurrenzen setzen sich zusammen aus einem Ausscheidungswettbewerb und einem Schlusswettbewerb. Jeder Konkurrent hat ein von der Jury unmittelbar vor dem Start bekanntgegebenes Pflichtprogramm innerhalb 10 Minuten zu fliegen. Es werden bewertet: Präzision, Programmreihenfolge und allgemeiner Eindruck. Die drei bestbewerteten Piloten jeder Kategorie sind zum Schlusswettbewerb zugelassen, der in der Absolvierung einer freigewählten Vorführung von maximal 10 Minuten Flugdauer (exkl. Landung) besteht. Dieses Programm muss bis zum 20. Juli 1937 schriftlich eingereicht wer- - den. Sieger der Internationalen Kunstflue-Konkurrenz wird in jeder Kategorie derjenige Pilot, der im Schlusswettbewerb die höchste Punktzahl erreicht 7. Internationaler Alpenrundflug für Militärflugzeuge. Er wird in drei Etappen durchgeführt, getrennt nach Kategorien für: a) Einsitzer, b) Mehrsitzer, c) Ein- oder Mehrsitzer-Dreierpatrouillen. Die zu fliegende Rundstrecke ist in folgender Richtung zu fliegen: 1. Etappe: Dübendorf - Thun; 2. Etappe: Thun- Bellinzona; 3. Etappe: Bellinzona - Dübendorf. Die Durchführung des Fluges hat an einem Tage zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu erfolgen. Reparaturen sind nur mit den an Bord mitgeführten Hilfsmitteln erlaubt. Sieger jeder Kategorie werden diejenigen Besatzungen, die für das Total der drei Etappen die kleinste Flugzeit benötigen. 8. Internationale Staffelkonkurrenz. Für diesen Wettbewerb sind vier Kategonen gebildet worden: für Militärflieger: a) Einsitzer, b) Zweisitzer, c) Mehrsitzer und mehrmotorige Flugzeuge; für Sportflieger: d) Sportflugzeuge. In allen Kategorien muss die Staffel aus mindestens fünf Flugzeugen bestehen, um eine gleichmassige Beurteilung zu ermöglichen. Die konkurrierenden Staffeln führen ein frei gewähltes Programm in einer maximalen Zeit von 20 Minuten vor. Dieses Programm ist bis zum 20. Juli 1937 schriftlich einzureichen. Die Vorführung hat in einem Raum von 3 auf 3 km zu erfolgen, wodurch die Beobachtung aller Figuren vom Boden aus gewährleistet ist. Die Bewertung erfolgt ähnlich wie bei der Kunstflugkonkurrenz. 9. Internationale Konkurrenz für Autogiro. Dieser Wettbewerb hat den Zweck, über den technischen Stand und die Verwendungsmöglichkeit des Autogiros zu orientieren. Die Konkurrenz besteht aus folgenden Prüfungen: a) Start: es wird die Zeit gemessen, die der Autogiro braucht, vom Startzeichen bis zum endgültigen Abheben aller Teile vom Boden; b) Landung: in einer Höhe von 200 m über Boden hat der Pilot den Motor vollständig zu drosseln und in einem Kreis von 25 m Durchmesser zu landen. Für Mehrbedarf an Platz erfolgt Punktzuschlag; c) Umfliegen eine« Polygons mit Aufnahme eines Postsackes. Eine markierte Bodenfläche ist zu umfliegen. Der Postsack ist bei langsamem Ueierfliegen eines vorbestimmten Punktes von einem Gehilfen an die herunterhängende Leine zu befestigen. Die Flughöhe beträgt hierzu im Minimum 5 m. Nach Uebernahxne des Postsackes beendigt der Konkurrent seine Runde. Für einen Zeitbedarf zur Lösung der gesamten Aufgabe über 5 Minuten erfolgt Punktzuschlag; d) Abwurf eines Postsackes. Der mitgeführte Postsack ist aus einer minimalen Höhe von 5 m in einen Kreis von 10 m Durchmesser abzuwerfen. Fällt der Postsack ausserhalb des Kreises, so erfolgt Punktzuschlag. Sieger der Internationalen Konkurrenz für Autogiro wird derjenige Pilot, der die kleinste Punktsumme, resultierend aus den vier Prüfungen, erreicht. Reglemente, Anmeldungsformulare und alle weitern Auskünfte sind erhältlich beim Sekretariat de» Internationalen Flugmeetings Zürich 1937, Adresse Bahnhof Postfach, Zürich. Ist Ihr gen für das Winterwetter bereit? beim Ankauf von Bei dichtem Nebel DIE BOSCH-NEBELLAMPE An jedem Wagen leicht zu montieren I Kleines Modell, Durchmesser des Reflektors 120 mm, Grosses Modell, Durchmesser des Reflektors 170 mm, schwarz oder verchromt. Diese dünnflüssigen Oele sind hergestellt für leichtes Starten bei Frost; sie vermögen aber der Motorerhitzung nicht zu widerstehen, daher mangelhafte Schmierung und grosser Verbrauch. Für Regenwetter Der BOSCH-Scheibenwischer Auch mit 2 oder 3 Wischarmen lieferbar. Alle Arten von Montage. Gegen den Hauchbeschlag, bzw. das Gefrieren der Windschutzscheibe DIE NORDLAND- KLARSICHTSCHEIBE Dreistufen - Drehschalter. Auswechselbare Heizdrähte. Neuartige Befestigung ohne Saugnäpfe. Es liegt in Ihrem Interesse, Mobiloll Arctlc zu verwenden, ein Winteröl, welches der Hitze standhält. Es ist nach einem speziellen Verfahren hergestellt und vereinigt folgende Haupteigenschaften: Es ist frostsicher (also leichtes Starten) und hitzebeständig (daher geringer Verbrauch). Millionen von Automobilisten auf der ganzen Welt verwenden es aus Sparsamkeit und Sicherheitsgründen. Warten Sie nicht langer. Entleeren Sie Ihren Carter heute noch und füllen Sie Mobiloil Arctic ein. 'seit Verkauf durch die Garagen, Bosch - Dienste, Speziallsten der Branche oder ROBERT BOSCH A.-G. GENF 78, rue de Lausanne - Tel. 26.146 ZÜRICH 329, Badenerstrasse - Tel. 57.727 Achten Sie auch im Winter auf eine geräuschlose Hin» terachse und auf leichtes Schalten. Verwenden Sie : Mobiloil CW. Für den Kühlen VacogeU der haltbarste and wirksamste Frostschutz. Lassen Sie Ihr Chassis mit den bekannten Mobiloil- Fetten abschmieren im Spezial Sehmierdienst Mobiloil .COMPAb

PJO 97 _' DIENSTAG, 1. DEZEMBER 1936 S#i*sass4&n Nochmals « Basellandschaftlicher Strassenbau ». Zu dem in Nr. 95 unter diesem Titel erschienenen Artikel lässt uns ein Leser noch folgende auf eigenen Beobachtungen und Erfahrungen beruhende Mitteilungen zugehen : 1. Die zapfenzieherartige, weiss-schwarze Bemalung der Zementsäulen wirkt auf das Auge des Autofahrers stark irritierend. Besonders nachts bei Regen oder besonders bei Nebel scheinen sich die Säulen dauernd zu drehen. Diese scheinbare Unruhe erhöht das Gefühl der Unsicherheit, vor allem in linksgesteuerten Wagen, beträchtlich, so dass die Fahrer zum überwiegenden Teil nicht nur einen Sicherheitsabstand wahren, sondern sich meist an die Strassenmitte halten. Dass damit die Unfallgefahr sehr stark erhöht wird, leuchtet ohne weiteres ein. 2. Die dem Fahrer zugekehrte Fläche der in Verkehrsrichtung auf der rechten Strassenseite stehenden Säulen ist durch Strassenstaub, den die Fahrzeuge aufwirbeln und hinter sich herziehen, oft derart beschmutzt, dass die Bemalung und damit die Säulen nachts nur schwer zu erkennen sind. Auch das erhöht die Unfallgefahr. 3. Den jugendlichen Radfahrern dienen diese Zementsäulen als willkommene < Slalomfähnchen », die sie schlangenlinienartig, oft von der einen zur andern Strassenseite, umfahren und damit eine sehr starke Beunruhigung der Fahrbahn der Automobile bewirken. Auch damit wächst die Unfallgefahr auf diesen, besonders Sonntags, stark befahrenen Strecken. ' 4. Es ist nicht verständlich, aus welchen Erwägungen heraus sich die basellandschaftliche Baudirektion zu dieser sehr unzweckmässigen Lösung entschlossen hat, die sicher schon in der Erstellung nicht billig gewesen «ein kann und durch die fortgesetzte Erneue- *®lng von umgefahrenen Säulen und die in gewissen Abständen notwendige Neubemaiung dauernd Kosten verursachen wird. Die Anlage eines erhöhten Radfahrerweges wäre wahrscheinlich kaum viel teurer gewesen. Sofern diese Annahme zutrifft, wäre die Abgrenzung des Radfahrerstreifens mit einem in heller Pflasterung ausgeführten Strich immer noch zweckmässiger und sicherer gewesen, als die heutige «Lösung», die in ihrer Art einzig dasteht. R. E. R., Ing. Strassenprobleme im nördlichen Aargau. Zwischen Hauenstein und Bözberg zeigt die Landkarte noch weitere vier Juraübergänge, welche den südlichen Aargau mit dem nördlichen Kantonsteil, dem Fricktal und mit Basel verbinden: die Schafmattstrasse, Stüsslingen-Oltingen-Gelterkinden, den Uebergang Aarau - Erlinsbach - Kienberg, die Benkenstrasse Aarau-Küttigen-Oberhof-Frick und die Staffelegg Aarau-Küttigen-Densbüren- Frick. Von diesen vier Strassen kommt für Automobile einzig die Staffelegg in Frage, die, in letzter Zeit stark ausgebaut, heute bereits wieder mehr befahren wird als vor der Instandstellung. Von den weiteren drei Uebergängen ist keiner derart gebaut, dass er auch den mindesten Anforderungen des modernen Autoverkehrs gewachsen wäre. Die aargauische Regierung hat nun aber beschlossen, die mittlere dieser drei Strassen, den Uebergang Aarau-Er\insba.ch-Saalhöfe-Ktenberg nach Frick oder nach Anwil-Rothenfluh- Gelterkinden auf der aargauischen Seite zu verbessern. Besonders das Teilstück der Strasse, das vom «Lorenzenbad » auf die Jurahöhe führt, soll einen Ausbau erfahren, so dass es möglich würde, auch diesen Weg dem Automobil zu erschliessen, womit Aarau zum Ausgangsort zweier Juraübergänge AUTOMOBIL-REVUE wird, gegenüber je einem für Brugg und Ölten. Die Verbindung Aarau-Fricktal bleibt aber trotzdem noch immer problematisch, solange nämlich, bis sich die aargauische Kantonshauptstadt endlich entschliessen kann, die schon längst abbruchreife Aarauer Kettenbrücke durch einen modernen Flussübergang zu ersetzen. Schon seit einer Reihe von Jahren wird an Projekten herumlaboriert, ohne dass jedoch eines davon greifbare Gestalt angenommen hätte. Stand früher der Plan einer das ganze Aaretal überspannenden Hochbrücke vom östlichen Stadteingang aus ernsthaft zur Diskussion, so neigt man heute wieder mehr zu einer Ersetzung der bisherigen Brücke durch einen neuzeitlichen Betonbau, wobei indessen noch nicht entschieden ist, ob die Zufahrtstrassen durch die Stadt in der bisherigen Form bleiben oder ob der Ansehluss von Osten und Westen her ausserhalb der Stadt geführt werden soll. Nicht zuletzt dieses Zufahrtstrassenproblem, das gründliches Studium erfordert, mag den Bau so lange verzögert haben. Im Zeichen der Arbeitsbeschaffung, der Verstärkung der Landesverteidigung und des Ausbaus der Verkehrswege sollte aber endlich eine Lösung für den Aarauer Aareübergang gefunden werden, der hauptsächlich dem Automobil Rechnung trägt. Denn damit würde nicht nur eine gerade Verbindung Luzern-Seetal-Aarau- Fricktal geschaffen, sondern auch die oft überlasteten Strassen über den Hauenstein und den Bözberg bekämen wieder etwas mehr «Luft». m. Für den Ausbau der Gotthardstrasse. Der vergangene Sonntag sah in AHdorf die 9. Urnerische Gewerbe- und Mittelstandstagung vereinigt, zu der rund 500 Mann aufmarschiert waren. Am Schluse der Versammlung wurde folgende Resolution gutgeheissen: € Nach Anhören eines Referates von Kantonsingenieur Epp über den Ausbau der Urner Alpenstrassen und einem solchen von Landammann und Ständerat Ludwig Walker über das Finanzierungsprogramm, in Erwägung, das« mit dem Ausbau der Gotthardstrasse für den Kanton ein Ausbau des Escher-Wyss-Plstres an der Zufahrt Werk von grösster wirtschaftlicher und verkehrspölitischer Bedeutung geschaffen wird von Baden her. Die gesamten Baukosten van und dieses Werk, durch weitgehende Mittel das Bundes finanziert, für mehrere Jahre Arbeitsgelegenheiten schafft und vielen Familien Verdienst bringt, beschliesst die 9. Urnerische Gewerbe- und Mittelstandstagung, für die beiden Gesetzesvorlagen am 6. Dezember einzutreten. » Zürthei- Notfizen Landesausstellung und Zürcher Strassen- Projekte. Es ist wohl in erster Linie dem initiativen Vorsteher des Bauamtes der Stadt Zürich, Herrn Stadtrat Stirnemann, zu verdanken, wenn sich die stadtzürcherischen Behörden heute schon der Strassetiprojekte annehmen, welche die Durchführung der schweizerischen Landesausstellung im Jahre 1939 gebieterisch verlangt. Denn man ist sich darüber klar, dass die Verkehrsverhältnisse am Bellevueplatz, am äüssern Mythenquai usw. nicht so beschaffen sind, dass sie einem Grossverkehr, wie ihn die Ausstellung mit sich bringt, nur einigermassen zu genügen vermögen. Der Stadtrat hat daher die wichtigeren Bauvorhaben festgelegt und schon in das 1937er Budget grössere Kredite miteinbezogen, soll doch mit den Bauarbeiten diverser Projekte schon nächstes Jahr begonnen werden. Es handelte sich hiebei um folgende, grössere Bauten : Ausbau des Bellevueplatzes und der Theaterstrasse, wo vermehrte Parkierungsmöglichkeit zu schaffen ist. Die Arbeiten dürften schon Ende nächstes Jahres grösstenteiis vollendet sein. Ausbau der Inneren Bellerivestrasse, vom TJtoquai bis Hornbach, bestehend in der Verbreiterung der Fahrbahn und in der Anlage von Radfahrer-, wegen. Ersetzung des Niveauüberganges Wolllshofen durch» eine Strassenunterführung. Durch die Landesausstellung wird die neue Mythenquaistrasse vom Strandbad bis zu diesem Niveauübergang vollständig in Anspruch genommen. Um so mehr drängt sich die Unterführung der Seestrasse unter der linksufrigen Bahnlinie auf. . Auch der Leonhardsplatz verlangt gebieterisch nach dem nötigen Ausbau. Die Senkung der Limmat und der Ausbau des untern Limmatquai bedürfen aber vorher der Erledigung, so dass es noch ungewiss ist. ob dieses Projekt bis zum Sommer 1939 verwirklicht werden kann. Es ist denn auch pro 1937 noch kein Kredit hiefür vorgesehen. Bau der Hirschwiesenstrasse. Die Verbindung Winterthu'r- linkes Zürichseeufer harrt immer noch des fehlenden Teilstückes zwischen Winterthurerund Schaffhauserstrasse. Mit dessen Bau k*nn nun ein grosser Teil dieses Verkehrs auf flüssigste Weise über die Wipkingerbrücke. Hardplptz, Bahnhof* Wiedikon, ~En?e zum Ausstellungsgelände umgeleitet werden. Von den Baukosten von Fr. 300 000 sind Fr. 180 000 pro 1937 budgetiert. Fr. 350.000 sind für 1937 vorgesehen. Ausbau der Allmend-, Leimbech- und Soodstrasse als zweite Zufahrtsroute neben der Albisfitrasse von Luzern und vom OoHhard her. Vom BauVostenbetrag von Fr 1.600.000 entfallen Tf- 500 000 auf das Jahr 1937. Aushau Her Obern-Rämf- und Glorlasi'asse. Die schlechten Strassenverhältnisse bei der Platte —: die gefährliche Kreuzeug PMtenstraPse-Ziirichbergstrasse machte seinerzeit die Installierung eines automatischen Verkehrssignals notwendig — sollen nun nach einem bereite vorliegenden Projekt endgültig verbessert werden. Die Gloriastrasse wird in gerader Linie bis zur Rämistrasse weitersreführt und das wesentliche Teilstück der Plattengtrafise aufgehoben. Mit diesen Platz, und Strassen^auten werden zweifellos die Verkebrsverhältnisse Zürichs auf die Landesausstellung hin eine wesentliche Verbesserung erfahren, doch wird auch dann bei Grossbesuch die Verkehrsnbwirklung noch nicht als idea! angesprochen werden können, zumal grosse Parkplätre in nächster Nähe der AusstellunesseMete vollständie fehlen. Auch die Verkehrsverhältnisse auf der Quaibrüeke werden äusserst prekär sein; eine Verbreiterung täte bitter not, denn eine Verkehrsumleitun? via Helmhaus, den Limmatquai abwärts und über den Paradeplatz kommt wegen den engen Passagen ernsthaft kaum in Betracht Das grosse Hindernis wird im Vprkehrsahschnitt Bellevueplatz-Uraniabrücke-Bahnhofstrasse-BürVHV platz stets die Strassenbahn bleiben. * V Was kostet der Strassenunterhalt In Deutschland? Nach den Mitteilungen des Generalinspektors für das deutsche Strassenwesen erreichten die Kreditbewilligungen für den Unterhalt des Reichsstrassennetzes während des Rechnungsjahres 1936 die Höhe von 185 Millionen RM. In der ersten Hälfte dieses Zeitabschnittes wurden davon 52,3 % verausgabt. Seit Beginn des Rechnungsjahres ist die Länge der verbesserten Strassenstrecken auf 2309 km angewachsen. Souvenez-vous ... qu'un jeu de bougies heuyes, marque Erinnern Sie sich daran . • • dass ein Satz neuer Zündkerzen # CHAMPION CHAMPION amehorera vos departs difficiles par temps froid, diminuera votre consommation d'essence, augmentera le rendement de votre moteur. - Exigez bien la bougie das Anspringen des Motors bei kaltem Wetter erleichtert, den Benzinverbrauch reduziert, die Leistung Ihres Motors erhöht. - Verlangen Sie aber ausdrücklich CHAMPION CHAMPION Auto dont le nom est inscrit en toutes sur la pörcelaine. En vente dans tous les garages Camion -Kerzen, mit auf dem Porzellan eingebrannter Marke. In allen Garagen erhältlich Moto beste Schweizer-Schneekette Royal für alle Pneuabmessungen stets sofort lieferbar FROSTSCHUTZ-SCHEIBEN in allen Dimensionen BRUN&Cie., Kettenfab :ik, NEBIKON (Luzern) Telegramm: BRUN NEBIKON. Telephon Nr. 85.112. Gegründet 1872 Bezugsquellennachweis: ROYAL Co. A.-G., ZÜRICH Schweizer Fabrikat Telephon 44.688 Mainaustrasse 33