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E_1936_Zeitung_Nr.099

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 8. DEZEMBER 1936 — N° 99 für die Heraasgabe des Automobilistischen Jahrbuches und seines Besitzer-Verzeichnisses Erscheinen der Aasgabe 1937 auf Weihnachten 1936 sichergestellt Vielfach wird angenommen, dass das FrGhjahr die richtige Zeit für die Herausgabe dieses Nummerverzeichnisses der Personenwagenbesitzer wire, weil es dann die Gesamtheit der erteilten Verkehrsbewilligungen am ehesten vollständig erfasse. Dem ist aber nicht so. Auch wenn die Mitarbeit der kantonalen Automobil-Bureaus, auf deren verständnisvoller Mithilfe die Bereinigung der Verzeichnisse aufgebaut ist, in jenem Zeitpunkt ihrer grössten Beanspruchung möglich wire, muss es doch als unzweckmässig betrachtet werden, die Listen auf die Erteilung der Verkehrsbewilligungen des folgenden Jahres aufzubauen, denn sie sollen doch anderseits auch den gesamten Bestand an Personenwagen zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt erfassen. Der richtige Zeitpunkt für die Totalrevision und Herausgabe ist vielmehr der Jahresbeginn. Das Automobil ist heute kein Gutwetterfahrzeug mehr, Tausende von Besitzern sind auf seine BenOtzungsmöglichkeit auch im Winter angewiesen. Sollen sie sich dann den irreführenden Angaben eines alten Verzeichnisses anvertrauen? Zudem ist dies der einzige Zeitpunkt, In dem die Kombination mit den Zehntausenden von Fahrern zum Wagenbestandteil gewordenen automobilistischen Fachkalenderbuch möglich ist, um dessen separate Anschaffung zu vermeiden. Obwohl also im Zeitpunkt der abgelaufenen Fahrbewilligung erstellt, kann es doch den Nachschtagebedurfnissen der kommenden Gebrauchsdauer innigst unterstellt werden, da alle Handänderungen und Verkäufe berücksichtigt werden können, im übrigen aber Jeder Wagen im revidierten Verzeichnis an seiner zuständigen Nummernstelle eingetragen ist und deshalb gefunden werden kann, sobald er sich früher oder später im, kommenden Jahr im Verkehr bemerkbar macht Auch hinsichtlich der Adressen-Revision kommen ähnliche Erwägungen zur Geltung. Dass sie mindestens einmal im Jahr nötig ist, wenn das Verzeichnis Anspruch auf Zuverlässigkeit machen will, steht ausser Frage. Der richtige Zeitpunkt ist hier der Moment, der dem Verlag unmittelbar vor der Herausgabc Veranlassung gibt, durch einen Prospektversand für eigene oder fremde Rechnung die postalische Zuständigkeit jeder einzelnen Adresse zu prüfen. So trifft die richtige Herausgabezelt des Nummernverzeichnisses zeitlich zusammen mit dem In seiner Eigenschaft alt Fachkalender für die Kontrotte der finanziellen Abwicklung des Fahrbetriebes in seiner touristischen oder geschäftlichen Ausdehnung nur auf den Jahresbeginn denkbaren Erscheinungszeit des technisch-administrativen Teiles des Werkes. Bei sofortiger Absendung der Bestellung wird Garantie für die Lieferung auf Weihnachten übernommen. Bücherzettel: Senden Sie sofort per Nachnahme EX. Automobil-Kalender 1937 Verzeichnis d. Personenwagenbesitzer zum Preise von Fr. 7.50. Name: _ Strasse: Ort etc.: _ Einsenden an Ihren Buchhändler, Automobil - Club oder an den Verlag. mit für ein praktisches und sinniges Festtagsgeschenk Ist die Bereitstellung des Gesamtwertes auf den Jahresbeginn sehr günstig. Die zahlreichen bisherigen Vorausbesteller können wir auf diesem Wege benachrichtigen, dass A d e r Versand Ihrer Exemplare auf Weihnachten absolut gesichert ist. Allen andern Abonnenten empfehlen wir ebenfalls sofortige Angab» des Bedarfes, um sie ebenfalls bedienen zu können. Verlag Automobil-Revue Zürich Löwenstrasse 51 Aber auch Bern Breitenrainstrasse 97 Genf 7, Rue de la Confederation

N° 99 =-" DIENSTAG, 8. DEZEMBER 1936 AUTOMOBIL-REVUE Ti Das Projekt des Titlisdurchstichs, das wir Schon im August dieses Jahres in der « Automobil-Revue ••» zur Diskussion gestellt haben, beginnt greifbare Formen anzunehmen. Dank dem zielbewussten Vorgehen einiger Engelberger Initianten ist das Projekt in den letzten Wochen in Versammlungen und: Presse erörtert worden. Um eine planmässige Weiterarbeit sicherzustellen, galt es, eine Organisation zu schaffen, welche die notwendigen Vorarbeiten an die Hand nimmt Zu diesem Zweck wurde auf letzten Montag, 30. November, eine Sitzung nach Luzern einberufen zwecks Bildung eines Initiativkomitees. In verdankenswerter Weise stellte sich Herr Ständeratspräsident Dr. Amstalden als Präsident zur Verfügung. Als Sekretär wurde Ing. Bartholomäi, Luzern, gewählt Weiter gehören dem Initiativkomitee an : •tlis-Duvdast'cSi Oberst i. G. Waldig, Luzern; Oberstleutnant Gamma, Wassen; Hauptmann Hess, Engelberg; Regierungsrat Stockmann, Samen; Oberst Spinnler, Iiestal; Direktor G. Lenzin, Aarau; Dr. E. Hübscher, Luzern; Major H. Farner, Luzern; Major Luther, Bern; Hauptmann i. G. Straumann, Engelberg; Talammann DT. Amberg, Engelberg; Dr. J- Gander, Engelberg; Dr. J. Hess, Kurdirektor, Engelberg; Robert Matter, Engelberg; Fritz Lehmann, Engelberg. Die ersten Vorarbeiten werden von einem 5gliedrigen Arbeitsausschuss geleitet Gleichzeitig ist eine sofortige Erweiterung des Initiativkomitees, vor allem durch Vertreter der Kantone Nidwaiden, Baselstadt, Bern nnd Tessin vorgesehen. Die Verhandlungen wurden geleitet durch den Talammann von Engelberg, Dr. Amberg, der vorzüglich verstand, die Bedeutung eines Titlisdurchstichs in verkehrspolitischer und militärischer Beziehung ins richtige Licht zu stellen. Hauptmann Hess referierte über die militärischen Vorteile des Projektes. Eine direkte Verbindung Luzern-Titlis-Wassen ist besonders für die Qotthardfront von äusserster Wichtigkeit, weil man alsdann nicht mehr allein auf die empfindliche Reusstallinie Axenstrasse-Wassen angewiesen ist. Zudem bringt der Titiisdurchstich eine wesentliche Verkürzung und damit die Möglichkeit, rasch Truppen auf den Qotthard zu werfen, und besonders auch den Nach- und Rückschub in viel besserer Art organisieren zu können. Es sei hier besonders auf die Aus- und wie die' Schaffung der € Route des Al- » in Frankreich eine gewaltige Förde- die Radfahrer zu denjenigen, vor denen sich der Unter allen Strassenbenützern zahlen bekanntlich führungen in der « Automobil-Revue » Nr. 67pes verwiesen^ rung des Automobilverkehrs zwischen Genfersee und Riviera brachte. fewisse Unsitten eingebürgert, wie Fahren im Automobilist am meisten fürchtet, haben sich doch Regierungsrat Stockmann beleuchtete die Rückenwind von Autobussen und Lastwagen, Anhängen an Motorfahrzeuge, Fahren zu dritt, Abbiegen technische Seite der projektierten Nördrampe; ; Mag man das Titlisdurehstichprojekt- auch während Oberstleutnant Gamma die entsprechende Aufklärung für die Südrampe gab. und die Vor- und Nachteile noch so kritisch grosse Gefahren in sich bergen. Nachdem die Auto- von den verschiedensten -Seiten betrachten in- Seitenstrassen ohne Zeichengebung etc., die mobilvenbände die Verkehrsdisziplin unter ihren Aus beiden. Voten ging eindeutig hervor, dass einander gegenüberstellen, so muss immer Mitgliedern durch Schrift und Wort etwas zu irgendweiche technischen Schwierigkeiten nicht zu befürchten..sind, und was von besonderer Wichtigkeit ist, dass die Strasse ganzjährlich offengehalten werden kann. Kurdirektor Dr. Hess erläuterte das Projekt vom verkehrspolitischen Standpunkte aus, und; wies ;darauf hin, wie wichtig für die Zentralschweiz eine solche direkte Verbindung zum Gotthard sei, die zugleich aber auch eine Menge neuer touristischer Rundfahrtsmöglichkeiten im engern und weitern Gebiet des Vierwaldstättersees erschliesse. Recht rege wurde die Diskussion benutzt, wobei die militärische Seite besonders, von den Herren Oberst Spinnter und Oberst i. Gst. Waldis beleuchtet wurde. Zur technischen Seite nahm vor allem Herr Ing. Bartholomäi Stellung. Obschon die Zusammensetzung des Initiativkomitees Vertreter aus allen Kreisen und Gebieten der Schweiz berücksichtigt, kam doch ganz einhellig die Ansicht zum Ausdruck, dass der Ti^lisdurchstich eine Notwendigkeit sei, selbstverständlich unter vollständiger Wahrung der Priorität der Sustenstrasse, deren Ausbau auch vom Initiativkomitee für den Titiisdurchstich tatkräftig unterstützt werden soll. Selbstverständlich wurde auch das Problem der linksufrigen Vierwaldstatterseestrasse besprochen. Mit den Initianten dieses Projektes soll in aller erster Linie Fühlung genommen werden, damit eine Zusammenarbeit möglich wird, denn es liegt im Interesse aller, dass sich nicht die Anhänger dieser beiden Projekte nun bekämpfen, womit weder den- einen noch den andern geholfen wäre. Nur eine Konzentration der Kräfte kann zum guten Gelingen eines so grosszügigen Werkes führen. Es sei.vor allem nicht vergessen — worauf besonders Ing. Bartholomäi hinwies —, dass vom touristischen Standpunkt aus das Schlagwort eines Titlisdurchstichs einen enormen propagandistischen Wert für den schweizerischen Autbmobilismus hat. ManAuffassung, welche das Automobil zum Luxus denke nur daran, wie die Propaganda für die stempelt Der Kirchenrat hat das Postulat Grossglocknerstrasse Zehntausende von Automobilisten nach Oesterreich gebracht in seiner letzten Sitzung entgegengenommen. hat wieder die Frage- gestellt werden, weshalb eigentlich diese Idee nicht schon früher aufgegriffen worden ist. Mit aller Gründlichkeit sollen nun die Vörabeiten möglichst rasch an die Hand genommen werden. Dazu gehört erstens einmal die Beschaffung einiger Mittel zur Ausführung von detaillierten Projektstudien, dann die Bearbeitung des Projektes selber mit Abklärung aller in Betracht kommenden Fragen. Unzweifelhaft verkörpert das Projekt eines Titlisdurchstichs nicht nur eine Frage lokaler Art, sondern es handelt sich hier um ein gesamtschweizerisches Problem, das nicht durch kleinliche und lokale Sonderinteressen eine Gegnerschaft finden darf. Dazu gehört auch, dass von Bundesseite her möglichst bald ein Dringlichkeitsprogramm für den Bau neuer Alpenstrassen aufgestellt werden muss, wobei wir die Reihenfolge Susten-Panixer-Pragel-Titlis als wohlüberlegten Vorschlag zur Diskussion bringen möchten. Am besten und vielleicht auch finanziell tragbar wäre eine gleichzeitige Inangriffnahme mehrerer Projekte. Veikehf Das Auto im Dienst der Kirche. Der Kirchensynode des Kantons Zürich ist von der Kommission, welche sich mit der Prüfung des Jahresberichtes des Klrchtenrates befasst, folgendes Postulat eingereicht worden : « Der Kirchenrat wird eingeladen, die Frage zu prüfen, ob und wie die Arbeitsleistung der Pfarrer und Pfärrhelfer, insbesondere in der Seelsorge, durch Benützung moderner Verkehrsmittel (Autos usw.) durch Uebernahme der entsprechenden Kosten auf Gemeinderechnung wesentlich vermehrt werten könnte. > Selbst die Kirche gelangt also dazu, sich des Autofnobils zu bedienen, um ihre Aufgaben der Seelsorge besser erfüllen zu können, selbst sie kann der Vorteile des Motorfahrzeugs nicht entraten, ein drastischer Beweis mehr für die Unhaltbarkeit der Erziehung der Radfahrer zum korrekten Fahren. heben vermocht hatten, ohne dass damit freilich, allgemein befriedigende Zustände geschaffen werden konnten, hat nun auch der Schweizerische Radfahrerbund ejn sehr instruktives Verkehrsbüchlein herausgegeben, das in erster Linie dazu bestimmt ist, an die Verhütung der Verkehrsunfälle beizutragen. Hier wird auf wenigen Seiten in prägnanten Worten und Zeichnungen dem Radfahrer nicht nur Verkehrsanstand, sondern auch Verkehrsdisziplin eingehämmert. An Hand einer Anzahl inr struktiver Beispiele, und zwar vornehmlich mj^ Hilfe des ZeichemstÜftes, werden den Radfahrern die Verkehrsregeln mundgerecht gemacht Vorteilhaft ergänzt wird diese Fibel durch eine Zu-r sammenstellung der verschiedenen Strassensignaltafeln. Aber nicht nur aufklärend will diese Schrift wirken, sondern sie weiss auch von den Sünden des Radfahrers zu berichten, wobei mit einigen Zeichnungen den kühnen zweirädrigen Akrobatikkünstlern die meisten ihrer Sünden ins Stammbuch geschrieben werden. Neben dieser populären Verkehrserziehung verdienen aber auch die Bestrebungen des Schweiz. Radfahrerbundes, dessen 63,000 Mitglieder auch gegen Haftpflicht-Fälle versichert sind, innerhalb den Jugendabteilungen hervorgehoben zu werden, indem auf den freiwilligen Jugendausfahrten dip Teilnehmer nicht nur in die Schönheiten unserer Heimat eingeführt, sondern unter kundiger Leitung gleichzeitig zur strikten Verkehrsdisziplin erzogen werden. Zum Schütze der Velofahrer im Strassenverkehr. Zur Herabtninderung der Unfallßgefahren im .grossstädtischen Strassenverkehr lässt der DDAG gegen r wärtig durch seine Funktionäre auf einer Anzahl öffentlicher Plätze in Berlin die hinteren Schutzblecke der Fahrräder kostenlos mit dem weissen «Leuchtstreifen» versehen, der auch bei uns bereits Eingang gefunden hat. Der Andrang zu den stellen, an denen die Anbringung des Leuchtstreifens erfolgt, ist so gross, dass bereite in den eisten Tagen über 10,000 Berliner Fahrräder damit versehen werden konnten. Die Berufe der Frau am Steuer. Eine neue deutsche Statistik beschäftigt sich mit den Familienverhältnissen und dem Berufe der Frauen, die im Besitze eines Führerscheins sind. Den höchsten Prozentsatz nehmen mit 31% die Büroangestellten ein, dann folgen mit 21% die GeschäfUfrauen; 8% der Inhaberinnen von Führerscheinen sind Schneiderinnen, T% Arztfrauen, 6% Beamtinnen und Studentinnen, 4% Hausangestellte, 3% Opernsängerinnen (ein sehr hoher Satz, da die Opernsängerinnen' ja nicht 3% der weiblichen GesamtbevSlkerung ausmachen), 1,1% Aerztinnen usf. .' * f Mit Gabereli's Bildkalender „SCHWEIZER LAND MS können Sie Ihren Geschäftsfreunden, Bekannten und Verwandten im In- und speziell im Auslande grosse Freude bereiten l Sf SCHWEIZERLAND" bietet als erfolgreichster heimatlicher Bildkalender mit 122 auserlesenen Aufnähmen, nebst interessanten Neuerungen 5 FARBENBILDER, wovon 4 Sujets nach direkten Dreifarben'Aufnahmen, Wer den „SCHWEIZERLAND"-Kalender einmal kennt, wird ihn nicht mehr missen wollen t * Das preiswerteste Weihnachtsgeschenk! 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