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E_1936_Zeitung_Nr.099

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ötudebaker bringt für

ötudebaker bringt für 1937... Studebaker hat es entschieden ,auch dieses Jahr wieder meisterhaft verstanden, seine Wagen mit jener Sorte von zurückhaltender Eleganz auszustatten, die so wohltätig auf das Auge wirkt. Wenn es nicht zu den offenen Geheimnissen gehörte, so würde man es fast von selbst vermuten, dass da der zarte Instinkt für Schönheit und Chik am Werke war, der den Einfluss weiblicher Künstlerhände verrät. In einer Zeit, wo manche Konstrukteure Miene machen, wieder langsam in die Zeit des schnörkelsatten Jugendstils zurückzufallen, wirkt diese unkomplizierte Linienführung besonders wohltuend. Das Gesicht des Wagens wird durch eine Reihe von Horizontalen bestimmt, die — ausgehend vom ebenfalls ganz auf die Betonung der Waagrechten eingestellten Kühlergitter — gegen das Hinterende der Motorhaube hin allmählich verlaufen. Die leicht gewölbte Vorderkante und dazu ein beinahe abrupter Uebergang in die obere Begrenzungsfläche der Motorhaube gehören zu den weiteren, charakteristischen Merkmalen. Man hat damit in überlegter Berechnung einen Kontrapunkt zur allseitig betonten Wölbung der Karosserie geschaf- Schematlsche Ansicht der Vorderrad-Einzelabfederung von Studebaker. Man beachte die übereinander liegenden, ungleich langen Schwingarme sowie den hydraulischen Kolbenstossdämpfer. fen. Gefallen hat uns sodann auch die Anordnung der Scheinwerfer, die hier infolge ihrer hohen Lage nicht dazu neigen, die Linie der vorderen Kotschützer zu zerstören. Soviel für den Aesthetiker. Für den Praktikus... ein grosser Kofferraum. Der Praktikus, nun der soll sich mal den Kofferraum in Augenschein nehmen. Dann wird ihm wohl nicht viel anderes übrig bleiben als befriedigt zu nicken oder sonst, je nach Temperament, seiner Zustimmung zu der gebotenen Geräumigkeit Ausdruck zn verleihen. Dass das gleiche vom Wageninnenraum zu sagen ist, versteht sich bei Fahrzeugen dieser Klasse ganz von selbst Die auch hier angetroffene Hypoid-Hinterachse erlaubte eine" ganz beträchtliche Senkung des Wagenbodens um gegen 80 mm. { Vom leicht schllessenden Türschloss haben wir schon anlässlich des Pariser Aütomobilsalons ausführlich berichtet Und wirklich verdient diese Neuerung eine sehr ehrenvolle Erwähnung. Seltsam eigentlich, dass dieses Schloss erst jetzt auftaucht sind doch die Wagen im übrigen längst erstaunlich Die Konstruktion dieser Einrichtung ist" verblüffend einfach. Eine infolge der Schräglage des Wagens nach hinten rollende Kugel schliesst ein Ventil im hydraulischen Bremssystem ab, sobald man das Kupplungspedal niedertritt, und verhindert dabei die Flüssigkeit am Rückfluss in den Bremsgeräuschlos geworden. Nur der ungewollt unhöfliche « Chlapf» beim Zuschlagen der Türe ist ihnen mit dieser einen löblichen Ausnahme bis auf den heutigen Tag geblieben. Dass daneben der mechanische Teil gerade dem technisch interessierten Fahrer allerhand Delikatessen aufzutischen weiss, das ist bei Studebaker schon beinahe zur Gewohnheit geworden. Etwas ganz Feines stellt die automatische Bergstütze dar, die einem das Anfahren am Hang — ob man nun unter die Autosäuglinge oder zu den alten Routiniers gehört —, spielend leicht AUTOMOBIL-REVUE ©IENSTAG, 8. DEZEMBER 1938 — N° 99 machen. Sobald man nämlich das Kupplungspedal niedertritt, während der Wagen hangaufwärts stillsteht, darf man ohne Bedenken die Handbremse lockern, weil der < Hügelhalter» (so nennt man die Bergstütze in wortgetreuer Uebersetzung) das Fahrzeug am Zurückrollen verhindert Man braucht also beim Anfahren einzig des Kupplungsund das Gaspedal in der gewohnten Weise zu bedienen, eine Kunst die jedes Kind nach dem zweiten Versuch fertig bringt Seitenansicht einer zweitürigen Studebaker < Dictator >-Limousine, Modell 1937. hauptzylinder. Dadurch bleiben die Bremsbacken angepresst, bis man einkuppelt wobei sich das Ventil gleichzeitig öffnet Die Einzelabfederung der Vorderräder. Eine konstruktive Einzelheit zu der sich die amerikanischen Fabrikanten bisher noch nicht allgemein bekehren konnten, die Einzelabfederung der Vorderräder, wird bei uns bestimmt auf verständnisvolles Interesse stossen. In einer Unterredung, die wir als neutraler Beobachter unlängst mit einem der massgebenden Herren aus dem Automobflhandel pflogen, gab er uns zu verstehen, dass er zwar nicht bedaure, an den von ihm vertretenen Wagen keine Schwingachsen z/a DireMer Antrieb Schnellgang Direkterem kBaZurüdudulW Schnitt durch das neue Schnellgang-Getriebt von Studebaker. Diese Bauart stellt eine Tollkommene Neukonstruktion dar, die an keinem andern Wagen anzutreffen ist. Die verschiedenen Pfeile deuten den Weg dar Kraftübertragung im Schnellgäng an. Der direkt« Gang kann «üt zweierlei Arten zustande kommen. Von einer Abfederungsart für Automobüräder, die darin besteht, dass Reifen und Felge auf einem zweiten pneuartigen Gebilde sitzen, das seinerseits direkt auf der Achse befestigt ist und infolge seiner grossen Dimensionen als weiches Luftkissen wirkt. Von einem Motor, der nach Belieben im Vier- oder Zweitakt arbeiten kann und dadurch so elastisch wird, dass man mit einem Zweiganggetriebe auskommt. Dass insgesamt 10 MM. Dollar als Gratifikation an die Angestellten und Arbeiter der amerikanischen General Motors-Werke ausbezahlt wurden. Von der Projektierung grosser unterirdischer Parkplätze in London, die zudem im Kriegsfalle als Luftschutzkeller dienen sollen. Eine englische Firma habe eine automatisch einrückende, magnetische Kupplung gesetzlich schützen lassen, welche bei Wagen mit Flüssigkeitskupplung von einer bestimmten Geschwindigkeit ab eine mechanische Verbindung des Antriebs herstellt. Von einer neuen Diebstahlsicherung bestehend aus einer elektrischen Arretierung der Handbremse. Die englische Regierung habe auf 40 Lastwagen Gaskammern aufbauen lassen, um der Bevölkerung zn ermöglichen, die von den Behörden gelieferten Gasmasken zu erproben. Und wenn dann wirklich mal eine nichts taugt? In Belgien werde Baumwollöl als Dieseltreibstoff ausprobiert. haben. < Aber freilich >, bekannte er darauf mit freimütiger Offenheit, c wenn wir etwas hätten wie Studebaker. dann allerdings.- » ! Ausserdem ein ganz neuer Schnellganz. Als benzinsparende Vorrichtung darf der vollständig neu entworfene Schnellgang nicht vergessen werden, den man an den 37er Modellen durch ein unscheinbares Manöver mit dem Gaspedal schaltet. Er steht im zweiten und direkten Gang zur Verfügung, sobald die Geschwindigkeit mehr als 56 Stundenkilometer beträgt, und unterscheidet sich sowohl von seinem letztjährigen Vorgänger als auch von allen andern Schnellgängen radikal. Ein Freilauf ist nicht vorhanden. Um den Schneflgang einzuschalten, verlSsst man das Beschleunigungspedal einen Moment, gibt hierauf ruhig wieder Gas und schon ist's geschehen. Das tiefere und doch leisere Lied des Motors zeugt vom Beha-< gen, das ihm die niedrigere Drehzahl verursacht. Will man umgekehrt vom Schnellgang in den «Direkten» übergehen, so lässt man ebenfalls kurzzeitig das Gaspedal fahren, gibt rasch wieder Gas und gleich hat's geschnappt Das sind alles so Einzelheiten, die einem das Fahren über lange und schwierige Strecken zum Genuss machen. Besonders da Studebaker dazu allerhand PS in seinen Motorhauben unterzubringen verstand. Es genügt darauf hinzuweisen, dass schon bei den letztjährigen Modellen je nach dem Wagentyp 135—150 « Sachen > im Bereich des Möglichen lagen. °° Fortschritt im Automobilbau ? Mit den neuen Modellen 1937 treten wir den Beweis an: 1. Neue, unterbaute Hinterachsen gewahren grosses, geräumiges Wageninnere. Sitze in Stuhlhöhe. - und Beine. Weiterer Raum für Kopf 2. Die leichtschllessendsten TQren der Welt mit ausschliesslichen, nicht rasselnden, drehenden Türschlössern. 8. Die einzigen Wagen der Welt mit selbsttätiger Bergstütze. 4. Ausschliessliches, neues Steuerungsgetrleb für leichtes Parken. & Die stärksten, sichersten und geräuschlosesten 6. Grösster Kofferraum. Ganzstahl-Karosserien der Welt. 7. Die ersten Wagen der Welt mit der doppelten Wirtschaftlichkeit des „Fram"- Oelreinigers und des automatischen SchneUeanees. Genf und Zürich STUDEBAKER1937Importateur: SPARAG, Vertreter in allen grösseren Städten der Schweiz Druck, Clichfc und Verlag: HALL WAO A.-G, HaUersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

II. Blatt BERN, 8. Dez. 1936 Kraftübertragung durch eine Flüssigkeit „Flüssigkeitsschwangrad" and hydraulisches Getriebe Die Zahl der Emfindungen, weiche darauf abzielen, eine stufenlose, mechanische Kraftübertragung zu schaffen, ist längst Legion geworden. Und trotzdem existiert eigentlich bis zum heutigen Tag noch nichts, was dieses Sei wirklich in jeder Beziehung erreicht und sich somit in grösserem Umfang hätte einführen können. Der Grund, weshalb sich so viele Köpfe hinter dieses Problem machten, liegt hauptsächlich darin, dass keine andere Kraftübertragung, ob sie nun auf elektrischem oder hydraulischem Wege erfolgt, den Wirkungsgrad der mechanischen Bauart von der höchsten bis zur niedrigsten Getriebestufe egalisieren kann. Elektrische Uebertragungen werden zudem verhältnismässig schwer und teuer, weil sie die gesamte Kraftanlage in dreifacher Ausgabe enthalten müssen, nämlich als Verbrennungsmotor, als Dynamo und schliesslioh als Elektromotor. Deshalb besitzt gegenwärtig der hydraulische Antrieb am ehesten Aussicht auf Erfolg, tun so ,nehr als er sich in seiner einfachsten Form, der « Flüssigkeits-Kupplung», schon seit langem ausgezeichnet bewährt hat und deren Funktion darin besteht, das empfangene Drehmoment nahezu unverwendet weiterzuleiten. Sie muss also mit einem Zahnradgetriebe kombiniert werden und stellt infolgedessen keinen vollhydraulischen Antrieb dar, obwohl sie im Prinzip teilweise mit einem solchen übereinstimmt. Die Wirkungsweise dieser Flüssigkeitskupplung, die in England als Flüssigkeits-Schwungrad bekannt ist, lässt sich auf sehr einfache Weise erklären.. Stellen wir uns vor, eine mit irgendeiner Flüssigkeit gefüllte Teetasse werde rasch um ihre Achse rotiert Was tritt ein? Der Flüssigkeitsspiegel in der Mitte sinkt und steigt dafür gegen aussen hin an. Drehen wir rasch genug, so wird die Flüssigkeit schliesslich herausgeschleudert und die Tasse leert' sich dabei allmählich. Würde man eine zweite Tasse umgekehrt darauf setzen, so könnte die Flüssigkeit nicht Fig. 1. Eine hydraulische Kupplung (G = Pumpenrad, H = Turbinenrad), um deren Entwicklung sich die englische Daimler-Gesellschaft speziell verdient gemacht hat. entweichen, statt dessen entstünde ein Kreislauf, weil der Flüssigkeitsinhalt aussen hoohströmen und in der Mitte von der obern wieder in die untere Tasse zurückkehren würde. Wie das eine Schaufelrad auf das andere einwirkt. Wollte man diese Flüssigkeitsströmung dazu verwenden, um auch die obere Tasse in Rotation zu versetzen, so müsste man in ihr und auch in der untern Tasse geeignete Schaufeln anbringen. Die untere Tasse würde dann als Zentrifugalpumpe und die andere als Turbine wirken, wobei eine Kraftübertragung zustande käme, obwohl zwischen den beiden Teilen keinerlei mechanische Verbindung besteht. Sorgt man im weitern durch ein Gehäuse dafür, dass die Uebertragungsflüssigkeit nicht ausfliessen kann, so darf man die Drehachse anstatt vertikal auch waagrecht anordnen. Bedingung ist aber, dass das ganze System bis oben hin gefüllt ist '/Je die praktische Ausführung der hydraulischen Kupplung aussieht Unsere Prinzip-Skizze Fig. 1 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine solche hydraulische Kupplung. Treibt man die linke «Tasse > an, so beginnt das eingeschlossene Oel in Richtung des Pfeils zu zirkulieren. Weil es dabei gleichzeitig mit dem Pumpenrad um dessen Achse rotiert, so beschreibt es im Hohlraum einen Weg, der einer ringförmig zusammengebogenen Spirale entspricht Solange der Motor nur im Leerlauf dreht, ist die Kraftübertragung so gering, dass kein Antrieb zustande kommt. Gibt man dagegen mehr Gas, so verstärkt sich das Drehmoment und setzt den Wagen allmählich in Gang. Den besten Wirkungsgrad zeigen die hydraulischen Kupplungen, wenn die beiden Schaufelräder ungefähr gleich schnell laufen. Er beträgt dann etwa 98% und die Verluste werden praktisch bedeutungslos klein. Zusammen mit einem Vorwählgetriebe sichert diese Kupplungsart eine äusserst leichte Bedienung des Wagens und geniesst, dank dieses Vorzuges, in England schon eine namhafte Verbreitung. N°9S II. Blatt BERN, 8. Dez. 1936 Fig. 2. Schnitt durch ein Trilok - Getriebe. Ein stufenloses, hydraulisches Getriebe kombiniert mit hydraulischer Kupplung. Wp = Antriebswelle, Ws = angetriebene Welle, B = Gehäuse des hydraulischen Getriebes, R = ?ahnrad-Oelpumpe, Gi u. G s = Freiläufe, T = Turbinenrad, P = Pumpenrad, S = mit Freiläufen versehenes Zwischenrad. Von der hydraulischen Kupplung zum Strömungsgetriebe. Angesichts des Umstandes, dass sich dieses Prinzip zur direkten Uebertragung der normalen Antriebskraft des Motors so gut eignet, taucht unwillkürlich die Frage auf, ob es nicht mit ähnlichen Mitteln möglich wäre, eine Art hydraulische Uebersetzung zu schaffen, bei der sich die beiden Schaufelräder ungleich schnell drehen würden, um der angetriebenen Seite eine geringere Drehzahl, dafür aber ein erhöhtes Drehmoment mitzuteilen. Föttinger hat diese Idee erstmals mit seinen Strömungsgetrieben praktisch verwirklicht Es lassen sich damit ohne weiteres Uebersetzungsverhältnisse von 1:3 erreichen. Hat man ein hydraulisches Getriebe hiefür entworfen, so heisst das nicht, wie bei einer mechanischen Bauart, dass da eine absolut starre Uebersetzung geschaffen wurde. Es bedeutet vielmehr lediglich, dass bei diesem Drehzahlverhältnis der Wirkungsgrad seinen höchsten Wert von etwa 80% erreicht. Warum das Strömungsgetriebe für sich allein nicht genügt. Das Anfahrdrehmoment kann bei geeigneter Durchbildung eines solchen Wandlers ohne weiteres auf den doppelten Normalwert gebracht werden, was hier einem Uebersetzungsverhältnis von 1:6 gleichkommt. Der Bewahrtes Schweizer Erzeugnis Für alle Wagentypen sofort lieferbar ACCUMULATORENFAßRIK A.G. 5 AS EL Mühleoraben 3 Telephon 23264 ättögSSTES LAGER WINTERFAHRTEN Gehärtete Anlasserkränze • Sie wünschen, im Winter ebenso angenehm fahren zu können, wie im Sommer. Achten Sie auf die Schmierung: Meiden Sie die sogenannten "Winteröle", welche flüssig gemacht sind, um das Starten zu erleichtern, die jedoch der Motorerhit- Eung nicht zu widerstehen vermögen. • Verwenden Sie Arctic, es ist frostsicher (also leichtes Starten) und hitzebeständig (also kleiner Verbrauch). Es gibt nur ein Winteröl Arctic: Mobiloil Arctic. Füllen Sie es schon heute ein, es gewährleistet Ihnen grösste Betriebssicherheit und *__Ai.f 2—1-1 VACÖOM Oft. COMPAMT - lASCL Spezialerzeugnis von Gebr. 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