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E_1936_Zeitung_Nr.100

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10 Automobil-Revue —

10 Automobil-Revue — N° 100 Winter in der Schweiz Ein Weihnachtsmärchen Von Selma Lagerlöf. In den Tiefländern geht man dem Winter stets mit einigem Bangen entgegen. Im Hochgebirge erwartet man ihn mit Sehnsucht. Dort bedeutet er Nebel und feuchten Dunst, hier nichts als Schnee und Sonne, Bald werden sich in den Tälern und Tiefebenen die Flussnebel einnisten und.das ganze Leben in graue Monotonie einhüllen, vielleicht fällt ein bisschen Schnee, vielleicht auch nicht, und in der Stadt hätte er ja ohnehin keine Bleibe — Schnee und Asphalt, das verträgt sich nicht., Die Sonne steht, wenn sie Oberhaupt sichtbar ist, wie ein Oeltropfen auf grauem Packpapier Ober der Erde. Den Menschen aber erfasst die Sehnsucht, mit den Jahreszeiten, in den Jahreszeiten zu leben. Zum Winter gehört Schnee, viel Schnee. Man geniesst ihn dort am tiefsten, wo es ihn in Menge gibt, wo ihn der Himmel mit vollen Händen hervnterwirft — im Hochgebirge. Der Sonnenhunger des heutigen Menschen ist nicht mit einer Mode zu vergleichen. Er ist eine natürliche Reaktion, eine Selbstwehr des Menschen gegen das Leben und den Lebenskampf. Der Bauer braucht keine Winterferien, warum wohl? Weil er mit Wind und Wetter, weil er mit den Jahreszeiten lebt, und weil seine Arbeit in der Jahreszeit der langen Nächte wenigstens teilweise ruht. Einen solchen Arbeitsrhythmus kennt der Städter nicht. Seine Arbeit ist, wie alles Treiben, mechanisiert, nicht auf die Natur, sondern auf die Vernunft eingestellt. Die Mechanisierung alles Tuns würde aber den innern Menschen zermürben und auspressen, wenn er nicht in sich selbst das Heilmittel fände in seiner Sehnsucht nach der Sonne. Sie ist die grosse Spenderin neuer Energien, unter Ihrem Strahl schmilzt die Kruste der kalten Nützlichkeitsvernunft, die sich um das Herz des Menschen legt. Man will arbeiten, aber man möchte auch leben und etwas von der Sonne haben, ist sie nicht für alle da? Die Schneeflocken wirbeln über den Kontinent und verwandeln das Antlitz der Erde: der Himmel wird dunkel, die Erde hell. Wenn der Schnee eine gewisse Tiefe erreicht, so zwingt er den Menschen in seiner Behausung zu bleiben; denn Schneestampfen ist mühsam und erschöpfend, um so mühsamer und erschöpfender, je tiefer der feste Boden unter der Schneedecke begraben ist. Der Mensch erfand ein Mittel gegen diese Uebermacht der Natur; den Schneeschuh. Wie leicht tragen dich die Bretter über die blendende Fläche hin, was kümmert es dich noch, ob der weisse Pelz der Erde fausthoch oder haushoch sei? Mit dem Schneeschuh hat der Mensch sich geradezu eine neue Lebensform geschaffen, auf dem Schneeschuh dringt er in die Märchenwelt des Winters ein; der Ski, ist. das Zauberscheit, das ihn sicher in die Märchenwelt des Hochgebirges und wieder zurück in die menschliche Behausung geleitet. Skifahren muss freilich gelernt sein, aber es ist auch hier die Uebung, die den Meister macht. Die Voraussetzungen sind so einfach, als man sie nur denken kann: der Mensch, ein in Knien und Hüften federndes Wesen, gleitet auf Brettern über die welligen Hänge der Alpen dahin. Und wenn er in die steile Fallinie gerät? Er bremst, drückt einen Stemmbogen in den Schnee, ritzt einen Telemark oder Christiania in das stiebende, weisse Pulver. Er rutscht seitlich die steilsten Hänge hinunter, er fährt im Schuss die Berglehne hinab, um vor dem Hause mit einem geschickten Ruck stillezuhalten. Er schnallt die Skier von den Füssen, steckt sie in den Schnee, dass die Sonne Schalter mit 4-5facher _ Wärme-Regulierung ^* Beachten Sie diesen grossen gVorteil beim Heizkissen und wählen Sie nur Marke SOLIS J.-L. Clerc die Eisklümpchen am lederzeug wegbrennt, setzt sich selbst zur verdienten Rast vor ein Glas Milch an die Sonne. Von der Dachtraufe klopfen klingende Tropfen auf das Eis am Boden und gefrieren dort sogleich wieder. Nur gemacht Der Schnee wird nicht so rasch verschwinden, er bleibt vom Dezember weg bis in den Frühling hinein; wenn in den Tiefen und Niederungen schon längst Schlehdorn und Löwenzahn blühen, blüht auf den Alpen immer noch die Schneeflocke, bereit, den Skifahrer über Fels und Bäche hinwegzutragen. , .. , Man hat in der Schweiz, dem klassischen Land des Schneeschuhs, im letzten Jahr einen neuen Weg beschriften, um den Gästen das Skifahren beizubringen: Die Schweizer Einheitsskischule. Früher organisierte jeder Wintersportplatz seine Skilernkurse, und jeder Lehrer zeigte seine Methode. Wer bald in diesem, bald in jenem Kurort zu Gaste war, musste umlernen, ohne dabei viel zu profitieren. Daraufhin haben sich alle schweizerischen Skischulen zusammengeschlossen und sich auf eine einheitliche Technik geeinigt. Auf die einfachste, klarste, einzig richtige Skitechnik. Skifahren ist nun keine Hexerei mehr, ist erlernbar für jeden Menschen, der richtig gehen kann — und das können doch wohl alle. In kleinen Klassen wird die Kunst des Skilaufs zwanglos und fröhlich gelehrt, eine Stunde am Vormittag, eine Stunde am Nachmittag, und es ist wie auf der Universität: Schwänzen erlaubt. Aber man wird die Schweizer Einheits-Skischule so wenig als möglich schwänzen, wenn man eine einzige Stunde mitgemacht hat. Eine Woche Skischule mit methodischem Kollektiv- Unterricht ist mehr wert als ein ganzer Winter wHdes Drauflosfahren. Nach ein paqr Lektionen ist man so weit wie unser Skilehrer, der im Vertrauen auf die Kraft seiner Ferse den steilsten Hang hinuntergleitet, um im rechten Augenblick anzuhalten; der die Bretter in den Schnee steckt und ein wenig an der Sonne döst. Schon nach ein paar Lektionen wagt man den ersten gemeinsamen Ausflug. Man will ja nicht aus jedem Skischüler einen Skilehrer machen. Man will aber jedem Skibeflissenen zeigen, wie er das Gelände, seine Bretter und sich selbst meistern soll. Die Kameradschaft der Skifahrer ist überall dieselbe, vielleicht ist sie' noch wertvoller als die Skitechnik? Wie könnten die Menschen auch anders als kameradschaftlich und gütig sein, die vom Zauber des schweizerischen Gebirgswinfers miteinander ergriffen sind! Denn er ist ein Paradies von Schnee und Sonne, von" prächtigen, braungebrannten Menschen bevölkert, Dr. Hans Rud. Schmid. f B)«fs*»P"Eel*«* in Nr. 96 hat vielen Leserinnen und Lesern gefallen — es war wieder einmal etwas anderes. Natürlich sind bei solchen Rätseln, die an die Phantasie gewisse Anforderungen stellen, oft mehrere richtige Lösungen möglich. Beliebt hat sich das «Müntschi» gemacht, wohl nicht nur in diesem Rätsel! Eine liebe Nichte gesteht errötend: «Besonders das «Müntschi» gab mir ziemlich viel zu studieren. Es war gar nicht so leicht, gerade weil es hetsst, wenn's ihm auch nicht passtü Wem könnte sowas nicht passen! Das ist ja ein Witzl Darum bin ich so lange nicht drauf gekommen. Ich bin nämlich auch eine Fahrerin.» — Und unser angehender Rechtsanwalt in Basel meint (zuhanden des Bureaufräuleins natürlich, nicht des Onkels 1): «Ich habe eine Lösung des neuen Rätsels angefertigt, in der ich unter Nr. 16 etwas «Süsses» vorkommen liess; mit Nr. 16 also würde ich meinen Dank bezeugen. Aber da mir dies schriftlich nicht möglich ist, muss ich die mündliche Ausführung einem vielleicht Besserberechtigten überlassen.» — Immerhin — man sieht aus dem Ganzen, dass die Liebe und die Pantoffeln doch in einem gewissen ursächlichen Zusammenhang stehen ... Und nun die Lösung (wir wollen dabei noch verraten, dass das kleine Kompliment für das «Auto-Magazin» von einem Leser stammt, der sonst anderes zu tun hat als Rätsel zu fabrizieren): 1 = Freud 2 = lacht 2a= langt 3 = Sang 3a= Schnee 4 «- ein 5 *= aus 6 = Wein 7 = Insel linset Jteimcätsel Auflosung. I. 8 = denkt 9 = unbekannt 10 = Reise 11 >= grasen 12 •= Nacht 13 =• Hause 14 = Tag 15 = passt 16 = «Müntschi». n. wenn ich als vielgeplagter Mann, Am- Abend zieh die Finken an, Erheitere ich meinen Sinn, Gern durch das Auto-Magazin, Wobei zuerst die Nase stecke, Ich jeweils in die Rätselecke. F.N. Das Kind wurde kurz vor den Festtagen geboren. In der Weihnachtsnacht sass die Mutter an der Wiege des Kleinen und schaukelte sie und horchte dem Sturm zu, der hinter dem Fenster heulte. Sie gedachte ihres eigenen Lebens, grübelte über die Zukunft ihres Söhnleins, das da ruhig und sorglos in der Wiege schlummerte. Was erwartet ihn wohl in der Zukunft? Was für ein Mensch wird aus ihm werden? ... Im Kamin brannten die Holzscheite zu Ende. Als die Glöckenuhr die Mitternachtsstunde schlug, da stieg aus der erlöschenden Flamme eine Fee hervor und sprach: « Alljährlich in der Weihnachtsnacht erfülle ich einem Menschen eine Bitte. Sage, was du dir wünschest... ich werde alles für dich tun. » Da antwortete.die Frau: «Mach, dass mein ' Sohn aufwächst als ein gesunder, starker und glücklicher Mensch. » Und die Fee sagte: « Ich verspreche es dir: Dein Sohn wird gesund, stark und glücklich sein. » « Kannst du auch machen, dass mein Sohn der reichste Mann im Lande sei? » « Ich verspreche es dir; dein Sohn wird der reichste Mann im Lande sein. » «Ich möchte auch, dass er das schönste Mädchen der Stadt zur Frau bekommt. » « Ich verspreche es dir: niemand wird eine schönere Frau haben. » «Ich will, dass er nie eine Träne vergiessen soll.» ' Da senkte die Fee ihreii Kopf und verstummte. Die Mutter wandte sich von neuem an sie: ... ' «Warum schweigst du denn? Du sagtest doch, dass ich mir alles wünschen könnte! » « Du darfst nichts Unmögliches bitten. Man kann ohne Tränen nicht leben.».» Die Mutter unterbrach sie aber ungeduldig: «Ich will, dass mein Sohn niemals weinen soll. Du musst meinen Wunsch erfüllen. » -• Da neigte die Fee noch tiefer den Kopf. «Was?! Du entsagst mir?... Du hast mich also betrogen?!...» « Ueberlege, bevor du es forderst...» « Ich weiss ganz genau, was ich bitte;.? Ich habe selber zu viel Tränen vergossen, um nicht meinem Sohne ein besseres Schicksal zu wünschen!» Da sprach die Fee ganz leise: «Dein Wunsch wird erfüllt werden.» Mit diesen Worten verschwand sie... Platz; Frau. M. Herdener, Luzern; Frl. L. Huber Inwil; Frau T. Hunziker-Aichele, Riehen; Frau J. Kegel-Gerner, Fulenbach; L. Kistler, Dr. C. Körber, Meiringen; Frl. K. Küderli, Zürich; E. Linderunaier, Basel; S.Meier, Biel; F. Neukomm, Zürich; E.Ott, Buchs; R. Räz, Biel; Major E. Schmid, Balgach; L. Schmitt, Basel; Frl. A. Schhyder, Ennetbaden; Frau D. Specht-Wüthrich, Zuchwil; K. Steidel, Baden; E. Stettier, Bern; E. Wicky, Ruswil; L. Wirth, Ölten; Frl. A. Zingg, Bern. Preisträger: Frl. T. Ebner, Allschwü; Frl.L.Huber, Inwil; F. Neukomm, Zürich. Thuiak&sSM&encätsel. Liste der richtig eingesandten Lösungen. H. von Arx, Ennenda; Frl. I.Bader, Wattwil; A. Bänninger, Andelfingen; Dr. med. G. Baumann, Bassersdorf; L. P. Boesinger, Neuallschwil; Dr. H. Bruggisser, Zürich; R. Christen, Suhr; G. Dubied, Baden; Frl. T. Ebner, Allschwü; J. Frech, jun., Sissach; M. Geiser, Langenthal; H. Gubler, Davosa — a — a— a — ad — an — an — bäum — be — bo —borg — bus — ce — ehe — de — de — den — den — di — di — di — do — do — do — en — es — es — fest — fra — frag — ge — ge — ge — gi — glau — gna — griff — ham — hörn — in —-in — irr — is — ja — je — ker — kir — kla — la — land —• lern — lett — lin — low — ma — me — me — ment — mer — na — ne — ne — ner — ni — nis —:O — o — o — o — ol — on — plä — ple — quar — re — ri — rieht —• rin— ru — sa — schwe — se — se —^ xie — see — senz — ster — sto — sus — swea — ta — te — ter — tett — tra — turn — tus — u — ul-

NO 100 — Automobil-Revue 11 " Dem Zauber von Gold und schönen Steinen kann sich wohl kaum jemand entziehen. Ueberall wo Festlichkeiten abgehalten werden, tauchen sie auf. Sie wirken zusammen an kirchlichen Geräten, so an Kelchen, an Spangen und Schliessen von Kultgewändern. Fürstlichkeiten tragen sie, gerade in deren Kreis spielen sie eine grosse Rolle. In einigen Monaten, anlässlich der englischen Königskrönung, wird sich in London eine unerhörte Pracht an Juwelen entfalten. Der Kronschatz ist unermesslich reich daran und birgt berühmte riesige Diamanten und andere Edelsteine. Gold und schöne Steine treten an Arbeiten unserer Schweizer Juweliere in sorgfältiger Zusammenstellung auf. Aber auch allein wirkt das Gold als Schmuckstück, wenn es sich zu breiten, schweren Gliederketten zusammenschliesst, zu Armbändern, die wie'Schlangen wirken und aus feinsten Gliedern bestehen. Ueberdies wird es zu kräftigen, der Antike nachgebildeten breiten Armspangen verwendet; allein oder mit farbigen Steinen verbunden, strahlt es dabei seinen milden goldgelben Schein aus. Brillanten verbinden sich gerne noch mit grünem oder auch mit Weissgold, so sie sich nicht mit Platin vereinen. Der farbige Reiz durchscheinender Edelsteine zieht immer mehr Menschen in den Bann. Es gibt herrliche Rubinen und wundersame blaue Saphire, die geradezu faszinierend wirken. Die hohe Vornehmheit der Topase wird immer mehr geschätzt, und sie werden nicht bloss in ihrer typischen, schimmernd gelben Färbung gebraucht als auch in Blau, in Rosa, in Rot und in Dunkelbraun. Sie werden mit Gold zusammenverarbeitet, oft abwechselnd, in zwei Farben auf das Schmuckstück verteilt. Nicht jedem ist es gegeben, sich Saphire kaufen zu können. Da wird oft statt ihrer zu grünem Turmalin gegriffen, der von hoher Schönheit ist und sich, in Gold eingebettet, festlich ausnimmt. Welcher Reiz geht bekannt für qualitativ hochstehende und Weinberg - Kleidung elegante Löwenplatz ZÜRICH Herrenbekleidung Mitglieder des A.C.S. und T.C.S. 5% Rabatt UN COGNAC AVEC MÄRTELL SODA SPOPT Agence gänärale pour la Sulsse Fr6d. NAVAZZA - GENEVE DAS HAUS FÜR FEINE TRICOTAOEN BAHNHOFSTRASSE 46 EINGANG AUGUSTINcRGASSE empfiehlt die neuesten Triknfblairiot' und Strifilreaphon Was man s& liest... Der offizielle Teil des Schützenfestes wurde durch die Proklamation des neuen Schützenmeisters in feierlicher Weise beschossen. Verletzte sind zam nicht zu beklagenl * * * Glück Aus Inseraten: Haushaltstelle möglichst bei Schriftsteller(in) zwecks passiver Mitarbeit, wünscht Frau. Du sagen sie «He! Und wenn man ihnen hinterher seine Gedichte vorliest, kündigen sie doch wieder I * * * Nach zehn Jahren wieder sauberes, fleissiges und anständiges Küchenmädchen gesucht. Frau H. Was muss die arme Frau in den zehn Jahren mit ihren Mädchen durchgemacht haben i * * * Diese Woche zerreisse ich S Schlafzimmer, 3 Speisezimmer und verkaufe die Stücke einzeln. W. S. wenn er die Stücke dann auch nich. los wird, will er das Ganze aus Trotz auch noch durch den Weit drehen! Goldene Halskette, goldener Khp mit Turmahn, Gliederarmband aus Gold mit verschieden farbigen Topasen, goldener Ring mit Smaragd und Brillanten. - Modelle Gobelin. Luzern-Zürich. Photo Finaler. von einem massiven Goldklip aus, den eine Zeile dieser Steine durchzieht. Wieder geht die Goldschmiedekunst zur viereckigen Form des römischen Fingerrings zurück, die von kräftiger, klarer Wirkung ist. Ein kostbarer farbiger Edelstein wird in die viereckige Fassung, die wir Kassette nennen, versenkt und sprüht seine Feuer nach allen Seiten, unbehindert von der Reihe blitzender Diamanten, die ihn auf der oberen Seite umsäumen. Das zweierlei Feuer- des gleissend weissen Streifens und des aus dem Dunkel aufleuchtenden grünen, roten oder blauen Steins führt zu einem neuen Effekt voll Anziehung. -ss. «Edelsteine, wie sie beschauen sind und wie wir sie einkaufen sollen». Verlag der Schweizer Warenkunde, Erlenbach-Zürich. Ina Rahmen der von Cazl Ebner bearbeiteten und herausgegebenen Warenkunde ist als Ausgabe 3 eine hervorragend ausgestattete Schrift über Edelsteine erschienen. Wie die übrigen Publikationen der Warenkunde, richtet sich auch diese an den Laien, dem hier das vielseitige, ebenso interessante und heikle Gebiet der Edelsteine in einem sehr übersichtlichen, klaren Aufbau von Text und Bild nahe gebracht wird. Vier prachtvolle Farbentafeln geben 80 Edelund Schmucksteine in einer bisher unerreichten Naturtreue wieder; über 40 Zeichnungen zeigen die gebräuchlichsten Schlifformen, andere Bilder die berühmten Diamanten wie eine grössere Anzahl Goldschmiedearbeiten. Der erste Teil des Textes behandelt Steinformen, optische Eigenschaften, Schlifformen, Unterschiebungen, Dubletten, Imitationen, synthetische Steine wie die im Handel immer mehr gebräuchlichen Begriffsbestimmungen und Bezeichnungsvorschriften für Edelsteine. Der zweite Teil gibt Aufschjuss über, die Zusammensetzung der einzelnen Steine, über vorkommende Varietäten, ähnliche Minerale usw. Wie wir vernehmen, hat der Schweiz. Goldschmiede-Verband eine grosse Auflage dieser lehrreichen Schrift übernommen, um sie in den Dienst seiner eigenen Werbung zu stellen. Es ist dies umso erfreulicher, als eine solche sachliche neutrale Aufklärung einem tatsächlichen Bedürfnis des Käuferpublikums entspricht. Anekdoten um Newton. Isaac Newton erklärte seinen Schülern einmal eine elektrische Maschine: «Die Kraft dieser Maschine genügt, einen Ochsen zu betäuben und einen Menschen zu töten.» Dabei kam er dem Konduktor zu nahe, erhielt einen Schlag, und sank zu Boden. Während sich die Schüler noch um den grossen Gelehrten bemühen, schlägt dieser die Augen auf und meint mit schwacher Stimme: «Es ist weiter nicht schlimm, ich war nur betäubt.» * * Ein anderesmal stellte Newton einem Kandidaten die überraschende Frage, ob er wisse, warum sich die Erde drehe? Der überrumpelte Kandidat stotterte: «Ich hab's genau gewusst, doch im Augenblick ist es mir entfallen.» — «Unglückseliger Mann,» jammerte Newton, «Sie sind der einzige Mensch, der es weiss, und ausgerechnet Sie müssen es vergessen.» GESCHENKE AUS DER MURSÜ WOHNUNGSEINRICHTUNGEN PEUKÄNSTR. IO ZÜRICH Freie Besichtigung Im Dezember Sonntag nachmittag geöffnet 7aftan-4taiu An den Sonntagen vor Weihnachten (6., 13., und 20. Dezember) von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Samstag, 26. Dez. (2. Weihnachts-Tag) und 2. Januar (Berchtolds-Tag) den ganzen Tag geschlossen.