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E_1936_Zeitung_Nr.102

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Mann starb während der

Mann starb während der Behandlung seiner Verletzungen an einer Lungenenibolie. Die Strafkammer des Berner Obergerichts hielt dafür, dass der Fahrer die Vorschrift des Art. 25, Abs. 1 M. F. G. verletzt habe, als er mit 35 km Geschwindigkeit über den Niveauübergang fuhr. Es verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung und Widerhandlung gegen das M. F. Q. bedingt zu 45 Tagen Einzelhaft sowie zu 6295 Fr. Schadenersatz und Genugtuung an die Familie des Verunglückten. Auf die Beschwerde des Verurteilten hat der Kassationshof des Bundesgerichts diesen Entscheid aufgehoben und die Akten zwecks Freisprechung des Angeklagten an das kantonale Gericht zurückgewiesen. Art. 25 M. F. G. schreibt unter den dort genannten Umständen ein Verlangsamen der Fahrt vor, das Mass der Verlangsamung muss aber von den Bedingungen des Einzelfalles abhängen. Unbewachte Uebergänge mit unübersichtlicher Zufahrt verlangen besonders langsames Tempo, ebenso Bahnübergänge, wo die Geleise nicht eingelassen sind und daher aus der Fahrbahn herausragen. Anderseits bietet ein bewachter, bei der Ankunft geöffneter, gut übersichtlicher und geleiseebener Niveauübergang keinen Anlass zu besonders langsamer Fahrt und daher war im vorliegenden Falle hinsichtlich der Strassenverhältnisse ein Tempo von 35 km nicht übersetzt. Ebensowenig verpflichtete die Anwesenheit des Fussgängers zu besonderer Vorsicht. Wenn dieser das Signal gehört hatte und stehen blieb, brauchte der Fahrer darin nicht, wie die Vorinstanz annimmt, ein Anzeichen von Unsicherheit zu vermuten, sondern er durfte annehmen, dass in dieser vorbeilassen werde. Als dann der Fussgänger unvorsichtigerweise die Strasse querte, hat der Beschwerdeführer den Unfall nach Möglichkeit abzuwenden versucht. Sein Verhalten bedeutet keinen Verstoss gegen das M.F.G. Da ein solcher Verstoss die Voraussetzung für das kantonalrechtliche Delikt der fahrlässigen Tötung bildet, fällt auch die Verurteilung wegen dieses Tatbestandes weg, ebenso die zivilrechtlichen Ansprüche der Hinterbliebenen. Wp. S#»ue*|»B*«»l»leme (Schluss von Seite 1.> Jedenfalls gewährt der Aufschub die Möglichkeit, nach andern Lösungen zu suchen, denn — und das muss hervorgehoben werden — ein näheres Studium dieser vielseitig verlangten Einheitssteuer nach dem Leistungssystem lässt nicht nur Sonnen-, sondern vielleicht weit mehr Schattenseiten erkennen. Wir möchten in diesem Zusammenhang nur an ein im Drange der Geschäfte wohl kaum beachtetes Ereignis erinnern, das doch so ausgesprochen typisch ist für die ganze Angelegenheit. Als Nationalrat Walter sein Postulat einreichte, hat er wohl kaum geahnt, dass ausgerechnet sein Vorschlag, der eine Erleichterung für die Automobilisten bezweckte, im Kanton Appenzell A.-Rh. zur Begründung einer Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern diente. Wir müssen die kantonalen Taxen mit der ungefähren Mittellinie der übrigen Kantonsansätze in Einklang bringen, hiess es, weil wir sonst bei einer evtl. Ablösung der kantonalen Motorfahrzeugsteuer durch eine eidgenössische Benzinabgabe zu kurz kämen! Ausserdem ist nicht zu vergessen, dass die Mehrheit des eidgenössischen Parlamentes Achtung* - Achtung, Automobilfahrer! Der Winter hat wieder eine Epidemie ins Land ge* bracht, die nach Meldungen aus allen Lan4 desteilen bereits verschiedene Opfer äy Verletzten und bedeutenden Sachschaden gefordert hat: das Glatteis. Bei den jetzt herrschenden Temperaturen, die vielfach um null Grad herum schwanken, passier! es gern, dass man von nassen Strossen, wo die Gefahr geringer ist, unvermutet auf Glatteis gerät. Es bewahrheitet sich dann wieder einmal das Sprichwort: « Man hat's net leicht, aber leicht hat's einen!* "... \ Man bedenke, dass eine feuchte Fahrbahn, die auf fast null Grad abgekühlt ist; von einem Unmerklichen, kalten Lüftchen} rasch in eine Schlittelbahn par excellenci verwandelt wird. Wappnen wir uns darum] rechtzeitig vor allem mit Vorsicht, die noch], immer die beste Versicherung gegen «n-; liebsame Ueberraschungen darstellte. Bei sonders auf nassem Eis kann nur äusserste Achtsamkeit ein Schleudern verhüten}. Lassen wir uns nicht anstecken von jenen, Fahrern, die gewöhnlich alle Warnungen} in den Wind schlagen. \ Vor allem die Räder nicht blockieren: und überhaupt die Bremsen nur in kleinsten eher eisenbahnfreundlich orientiert ist — und wäre es auch nur wegen der Kilometerem^ Schädigung. Jedenfalls konnte man noch vot* kaum Jahresfrist im Ständerat etwa hören: « Die Herren Automobilisten mögen sich vor^i sehen, auf dass die durch die Benzinzoll-jj erhöhung erzeugte angebliche Erbitterung sicW nicht eines Tages gegen ihre gefährliche unc| verantwortungslose Stimmungsmache wende!»;; Fraglos stehen diesen negativen Festste!-*: lungen aber auch eine ganze Reihe positiver; .gegenüber, die gebieterisch einen Entscheid; hinsichtlich der künftigen Gestaltung der Motorfahrzeugbesteuerung verlangen. . '^ j; Dosen anwenden, sonst versagen sie plötzlich ganz. Auch keine raschen Steuerbewegungen, denn nur weiches'Gegensteuern vermag uns aus dem beginnenden Schleudertanz wieder auf den geraden Weg zurückzubringen. Ebensowenig sollen wir den Wagen rasch beschleunigen. Und dann auf alle Fälle jedem Rad den gleichen Gleitschutz, damit die gleichmässige Bremskraft sämtlicher Räder auch ebenmässig ttuf den Boden übertragen wird. IJnd behalten wir die Tätsache im Gedächtnis, dass kalter Nebel das Risiko noch stark erhöht, weil er zur Gleitgefahr die Sicht behindert und entgegenkommende Fahrzeuge erst im letzten Augenblick erkennen lässt. Fährt man rasch (auch 20 kmjSt. sind manchmal schon zu viel)', so werden unerlaubt heftige Lenkqüsschläge und scharfe Bremsreaktionen notwendig, und gerade das erträgt der Wägen nicht. Darum nochmals: Piano, pianissimo! : Für eine eingehendere Beschreibung der Ursachen des Schleuderns verweisen wir auf unsern Artikel: < Die Bodenhaftung macht's >, in der letzten Nummer. Red. Der Bundesrat dürfte demnächst endgültig während derJMonate Januar bis März 1937 zu den einzelnen Alpenstrassenprojekten Stellung nehmen. Einer Mitteilung des Bundes- gelernte Maurer durchzuführen. Zweck und besondere We'rterbildungskurse für jüngere, amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit ist 7iel dieser Kurse ist, den Teilnehmern diejenigen theoretischen und praktischen Grund- zu entnehmen, dass beispielsweise im Hihr blick auf den bevorstehenden Ausbau der begriffe zu vermitteln, die sie befähigen sollen, Alpenstrassen im kommenden Frühjahr mit nach erfolgreich abgeschlossenem Kurs bei einer grösseren Nachfrage nach Bruchsteihmaurern zu rechnen sei, der Bedarf aber we- verwendet werden zu können. den vorgesehenen Bruchsteinmaurerarbeiten gen Mangel an einheimischen tüchtigen Öerufsleuten nicht ohne weiteres, gedeckt werden versuchsweise einen-Kurs zur Ausbildung von Im weitern wird in Aussicht genommen, könne. Deshalb beabsichtigt der Schweiz. Steinrichtern durchzuführen, sowie einen Weiterbildungskurs für gelernte Mineure, der den Baumeisterverband, in den Kantonen Glarus, Graubünden, Tessin, Wallis und im Berner Teilnehmern Gelegenheit geben soll, sich in Jura, in Verbindung mit der Biga und den in die Spezialgebiete der neuen Sprengtechnik Frage kommenden kantonalen Arbeitsämtern, einzuarbeiten. Zum Besuche dieser' Kurse «Es ist wahrscheinlich nicht ihr eigentlicher Vorname », sagte Ruhl. « Dietloff war für die Savornis-Flugzeugwerke ein paar Monate in Genf tätig, da hat er sie kennengelernt. Ja, sie ist Französin, mit dem ganzen Scharm, mit der graziösen Figur, mit dem eigenartig bezaubernden Lächeln der schönen Frauen ihrer .schönen Heimat, aber mit Augen, in denen allerlei steckt, was die Männer nicht sehen oder zu spät enträtseln. Es fällt mir nicht leicht, auch hier nicht, wo keine Galerie gierig auf mich lauscht, ein so hartes Urteil über eine Frau abgeben zu müssen. Diese Frau ist verlogen und durchtrieben wie eine Hochstaplerin.» «Sieh mal an», dachte der Direktor, dessen Finger mit einem Bleistift spielten, «in der kurzen Zeit, da die Frau bei dir war, musst du sie recht genau auf Herz und Nieren geprüft haben.» Er sagte: «Und das sollte der Mann nicht erkannt haben? Der Mann nicht zuerst?» «Leider nicht», antwortete Ruhl. «Für ihn war sie eine Heilige. Er vergötterte sie, er betete sie an — während sie darüber lachen konnte und von Abenteuern träumte. Er war wohl auch eine zu wenig komplizierte Natur, um die, ich möchte sagen, krankhaften Triebe dieser Frau zu verstehen. Aber damit soll genug über sie gesagt sein. Sie ist mit einem jungen Rumänen, dessen klangvoller Name es ihr angetan hat, wenige Tage, nachdem Dietloff vor seinen Richtern stand, nach Paris und von da nach dem Süden abgereist., Und nun komme ich zu dem Punkt, der mich zu Ihnen geführt hat, Herr Direktor. Würden Sie es gutheissen und versprechen Sie sich' einen Erfolg davon, wenn ich. ein Gnadengesuch für Dietloff einreiche?» «Sie?» Der Direktor hörte auf, mit seinem Bleistift zu spielen. «Das macht Ihnen alle Ehre, Herr Baron. Wenn Sie, der Sie das; Opfer der Tat sind, sich einem Gnadengesuch anschliessen, so dürfte das in der Tat einen sehr entscheidenden Einfluss auf dfe Entschliessungen der Staatsregierung ausüben. Sie dürfen dabei meiner Unterstützung sicher: sein; denn ich muss dem Gnadenanfrag

FREITAG, 18. DEZEMBER 1936 Schweizerische Rundschau Vierteliahressteuer in Baselland. Der Land- Tat des Kantons Baselland hat im Sinne einer ihm in jüngster Zeit eingereichten Motion beschlossen, die kantonale Vollziehungsver Ordnung zum MFG dahin abzuändern, dass die Steuern und Gebühren für Motorfahrzeuge inskünftig vierteljährlich bezahlt werden können, allerdings unter Erhebung eines Zuschlags von 5 % «für vermehrte Ver waltungsarbeiten». Bisher hatten die Basel länder Automobilisten die Steuer im voraus für das ganze Jahr zu entrichten. Die neue Regelung tritt sofort in Kraft. Nach einer von Regierungsrat Dr. Erni abgegebenen Erklärung sind indessen die Gebühren für Fahrbewilligungen, die lediglich während eines Teils des Jahres gelten, von dem 5-prozentigen Zuschlag befreit. Bei der Beratung des Amtsberichtes 1935 erhob sich von verschiedenen Seiten Kritik gegen die Anbringung von Zementpfosten, durch welche auf einzelnen stark frequentierten Strassen die Fahrbahn von den Radfahrerstreifen getrennt wird (eine Methode, deren Nachteile kürzlich auch in unserem Blatt beleuchtet worden sind, Red.). Regierungsrat Mosimann versuchte die laut gewordenen Bedenken mit dem Hinweis darauf zu beschwichtigen, dass es sich lediglich um ein Experiment und um ein Provisorium handle. Die Regierung werde durch Studien im In- und Ausland die besten und billigsten Systeme zu ermitteln suchen. Indessen könne es sich der Kanton Baselland nicht leisten, die Durchgangsstrassen mit kostspieligen Randsteinen zu versehen. Der Redner exemplifizierte dabei mit dem unlängst korrigierten Strassenstück Augst-Schweizerhalle, dessen Ausstattung mit Randsteinen allein einen Mehraufwand von 120,000 Fr. bedingen würde. Den guten Willen billigen wir den Baselländer Baubehörden bei der Aufstellung der inzwischen zu etwas zweifelhafter Berühmtheit gelangten Zementpfosten ohne weiteres zu. Wenn man der Kritik mit dem Einwand begegnet, die Sache sei nur als Versuch zu werten, so ist das zwar ein Trost, aber ein schwacher — denn gerade Provisorien pflegen sich durch besondere Zählebigkeit auszuzeichnen. Im übrigen: wenn schon gespart werden muss, dann hätten sich wohl auch andere, billigere und ebenso «wirkungsvolle» Mittel zur Abgrenzung der Fahrbahn vom Radfahrerstreifen finden lassen. Zu hoffen bleibt nur, dass die Regierung bei ihrem Bemühen, die «beste und billigste» Art der Lösung ausfindig zu machen, Erfolg haben werde, auf dass die tückischen Pfosten verschwinden. Der eidg. Alkoholdirektor gibt Rechenschaft. Am letzten Dienstag fand in Luzern eine von 2000 Personen besuchte Tagung statt, die vom Innerschweiz., Bauernverband im Hinblick auf die Anstrengungen zur Revision des Alkoholgesetzes einberufen worden war. Dem eindrucksvollen Aufmarsch von Innerschweizer Bauern schlössen sich auch Vertreter jener Gewerbe an, welche durch das Alkoholgesetz irgendwie geschädigt wurden. Von der Entsendung einer Vertretung konnten die Automobilisten um so eher absehen, als, wie es sich zeigte, der Spritbeimischungszwang kaum mit einem Wort gestreift wurde. Bei dem zweistündigen Rechenschaftsbericht handelte es sich nicht um ein Resume des gesamten Wirkungsfeldes des Alkoholdirektors, da er sich in seinem wohldurchdachten Referat nur an die Bauern wandte. Um eine Grundeinstellung zu dem Problem zu erhalten, muss man sich fragen, welches eigentlich der ursprüngliche Zweck des Alkoholgesetzes war. Im Vordergrund steht die Verwertung des Obstes bei Verminderung der Schnapserzeugung. Die Erträgnisse des Monopolbetriebes sollte zu Fürsorgezwecken verwendet werden. Der Referent begnügt sich jedoch, den Misserfolg als nüchterne Tatsache festzustellen und das Zustandekommen des Defizites auf < leichtfassliche > Art darzulegen. Der zweite Punkt betraf die Sprit-Einfuhr. Tatsächlich werde, wie Herr Tanner behauptete, nur Industriesprit eingeführt, weil es nicht möglich sei, den Obstschnaps in unserer hochentwickelten chemischen Industrie zu verwerten. Immerhin seien Versuche zur Beseitigung des Bouquetgeschmackes im Gange. Die Einfuhr verzeichne einen beträchtlichen Rückgang, nämlich von 900 Wagen vor 1930 auf 180—220 Wagen. Die Zahlen, womit das c Pamphlet eines Automobilistenverbandes > aufwarte (gemeint war offenbar die Via Vita und deren Broschüre « Schluss mit der Misswirtschaft > Red.), erscheinen als «geschickt frisierte. Die Aussprache über die Handhabung des Alkoholgesetzes bildete eine sehr heikle Angelegenheit. Zu seiner Verteidigung herrief sich der Referent indessen auf die Fehler, welche 50 Jahre vor seinem Amtsantritt begangen worden seien, und anderseits operierte er mit dem Begriff der höheren Gewalt: ... « es sieht aus, als ob das Alkoholgesetz von •der Vorsehung abgewartet worden wäre». Dr. Tanner schilderte auch seine drei Kollisionen mit den < Herren » (sie!), deren erste die Besteuerung der alten Vorräte bildete, ein Plan, der wieder zurückgezogen werden musste. Die zweite Kollision sei die Spritbeimischung zum Benzin gewesen Punkt — kein Wort mehr über dieses Thema! Als drittes Ereignis, wobei es Späne gab, bezeichnete der Redner die Beschränkung des steuerfreien Eigenbedarfes. Im Schlusswort, nach einer zeitweise stürmisch bewegten Diskussion, bei der mitunter Fraktur geredet wurde, bekannte Dr. Tanner, dass er eine Initiative zur Aufhebung des Alkoholgesetzes natürlich nicht verhindern wolle; er mahnte jedoch zu grösster Vorsicht. — Die Abstimmung über die Resolution entschied zugunsten einer Revision der Alkoholgesetzgebung. -hlm- Am Sonntag: XXVII. Targa Florlo. Die von Vincenzo Florio im Jahre 1906 ins Leben gerufene Targa Florio, welche während langer Zeit zu den grössten automobflrennsportlichen Veranstaltungen Europas zählte, an der die Spitzenfahrer der bekanntesten Rennwagenfabriken um den Siegeslorbeer kämpften, hat seit einigen Jahren ihre Internationalist vollkommen eingebüsst und ist zu einem Wettbewerb gestempelt worden, dem nurmehr rein nationale Bedeutung zukommt. Übermorgen wird sie in 27. — man kann hier kaum sagen verbesserter — Auflage durchgeführt. Sie ist ausschliesslich Tourenwagen von 1100 bis 1500 cem Hubvolumen reserviert und geht über zwei Runden ä 72 km der Madonie-Rundstrecke auf Sizilien. Es sind die von folgenden 13 Konkurrenten eingegangen: 1. Gladio (Lancia Augusta) 2. Anealdo (Lancia Augueta) 3. Toia (Fiat 1500) 4. Magistri (Bianchi S. 9) 5. Cammarata (Lancia Augusta) 6. Teagno (Fiat 1500) 7. Adragna (Fiat 1500) 8. Matracia (Bianchi S.9) 9. Malaguti (Fiat 1500) 10. Danese Renato (X...) 11. Santarelli (X...) 12. Di Pietro (Lancia Augusta) 13. Messina (Lancia Aurusta). XVI. Internat. Sternfahrt nach Monte Carlo. Der International Sporting Club von Monaco gibt die Anmeldungen von weiteren 12 Teilnehmern für das Rallye von Monte Carlo bekannt, so dass die Zahl der bis heute vorliegenden Nennungen 28 beträgt, nämlich : 1. P. G. Gristea (Ford) 1. Kategorie, 3. E. A. C Cornelius (DKW) 2. Kat., 4. J. Hofmana (Ford) 1. Kat., 5. F. C. Scott (H. R. G.) 2. Kat., 6. Foch-Labourelle (X...) 1. Kai., 7. J. F. C. Weeterman (Ford) 1. Kat., 8. S. C. H. Davis (Wolseley) 1. Kat., 9. J. Nowak (.Ford) 1. Kat., 10. L. Borowik (Tatra) 1. Kat., 11. J. Paul-D. Danniell (Delahaye) 1. Kat., 12. T. G. W. Appleby (TaJbot) 2. Kat., 14. W. E. P. Miller (Ford), 2. Kai, 15. B. N. Wilmott (Ro- AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Nennungen ver) 2 Kat, 16. L. Zamfirescou (Hotchkiss) 1. Kat., 17. E. A. Denny-E. N. R. Hewitt (Riley) 2. Kat., 18. A. Buyze-H J. Stemerdink (D.K.W.) 2. Kat., 19. D. E. Harris-C. Morgan (M. G.) 2. Kat., 20. R. Le Begue-J. Quinlin (Delahaye) 1. Kat., 21. Baron F. F. J. van Heemstra (Fiat) 2. Kat., 22. V. Formanek-P Steinberg (Aero) 2. Kat., 23. Miss D. Patten (??) 1. Kai, 24. J. E. P. Howey (Bentley) 1. Kat., 25, Mme G. Rouault (Matford) 1. Kat, 26. R. Mare (Packard) 1. Kat., 27. G. Burba (Ford) 2. Kat., 28. H. P. Verkamman-G. Sillevis (Opel) 2. Kat., 29. M. Worms (Hotchkiss) 1. Kat. Die Nennfrist geht mit dem 24. Dezember zu Ende. An Bord eines 1100-ccm-MG-Rennwagens hat der Holländer Hertzberger auf der Montlhery-Bahn am vergangenen Montag drei internationalen Rekorden der Klasse Q die Spitze gebrochen, und zwar den Bestzeiten über 200 Meilen, 500 Kilometer und 3 Stunden. Die neuen Zeiten und Durchschnittsgeschwindigkeiten lauten (Homologierung durch AIACR vorbehalten) : 200 Meilen: 1 Sid. 49 Min. 21,13 Sek. = 176,606 km/St. (Alter Rekord, 1931 aufgestellt von Eyston und Denly auf Riley mit 167,685 km/St.) 500 Kilometer: 2 Std. 51 Min. 11,07 Sek. = 175,250 km/St. (Alter Rekord, 1931 aufgestellt von Eyston und Denly auf Riley mit 167,512 km/St.) 3 Stunden: 523 km 788 = 174,596 km/St. (Alter Rekord, 1931 aufgestellt von Eyston und Denly auf Riley mit 167,514 km/St.) Zeigen solche Leistungen nicht besser als lange Worte, was Berna- Wagen zu bieten vermögen? Be- \ sonders wenn sie nach den Angaben !• .* Am Jahresbankett der Scuderia Ferrari, welches am letzten Samstag zu Ehren der Piloten, des Mechanikerstabes und der massgebenden Instanzen der Alfa-Romeo-Werke in Modena gegeben wurde, nahmen nicht nur die Fahrer teil, welche in der vergangenen Saison verpflichtet waren und die Farben des Modeneser Rennstalles mit Erfolg verteidigt haben. Also nicht nur Nuvolari, Brlvio, Farina, Pintacuda und Tadini. Nein, auch Biondetti und Severi, die einer kürzlich an dieser Stelle wiedergegetoenen Meldung zufolge nächsten Sommer mit von der Partie^ sein werden, glänzten durch ihre Anwesenheit. Und nicht nur sie. Rene Dreyfus„der in der abgelaufenen Saison gelegent- (der Besitzer «sehr robust und zup£Ü verlässig sind und nur wenig Repa- _^, raturen verursachen»? Rekorde müssen weichen. 2OO km täglich f Die Erfahrung zeigt, dass man sich ü doch am besten auf Berna verlasst. Nutzlast 1—7 Tonnen M o t o r w a g e n f a b r i k B e r n a Ä.Gt, Ö l t e n lieh für Ferrari focht, und Raymond Sommer, der tunabhängige» Alfa-Romeo-Kämpe, hatten es sich nicht nehmen lassen, express von Frankreich nach Modena zu reisen, um im Kreise ihrer Rennfahrerkollegen einige gemütliche Stunden zu verbringen. Endlich fehlte auch Varzi nicht, was aber nicht etwa zur Annahme berechtigt, dass man ihn nächstes Jahr am Volant eines Alfa Romeo sehen wird, obwohl die Gerüchte hierüber nicht verstummen wollen. Von einem definitiven Engagement Nuvolaris und' Brivios zu sprechen, wäre ebenfalls vollkommen verfrüht. Ferrari 'hüllt sich in undurchdringliches Schweigen und so bleibt eben nichts anderes übrig als den Gang der Dinge abzuwarten. Unterwegs zum Grossen Preis nach Südafrika. Der Zürcher Rennfahrer Hans Ruesch, der seine 1937er-Sportsaison auf Alfa Romeo bekanntlich mit dem III. Grossen Preis von Südafrika in East London eröffnen wird, hat sich am 3. Dezember in Genua nach dem Kap der guten Hoffnung eingeschifft. Ob er auch an den andern, im Lauf des Monats Januar in Kapstadt und Johannisburg stattfindenden Rennen konkurrieren wird, steht noch nicht fest. Sollte Hans Ruesch nach dem südafrikanischen Grand Prix wieder nach Europa zurückkehren, so ist es nicht ausgeschlossen, dass er Mitte Februar an einem Eisrennen in Schweden teilnimmt. Nachdem Taruffi seinen Plan, auf der Autostrasse Florenz-Meer einen neuen absoluten Weltrekord für Motorräder aufzustellen, wegen schlechten Witterungsverhältnissen aufgeben musste, hat er am Mittwoch seinen Flug nach Südafrika angetreten. Er wird ebenfalls in East London starten, und zwar auf Maserati. Delahaye gründet einen Rennstall. Wie Direktor Charles von den Delahaye- Werken der Fachpresse mitgeteilt hat, ist eine Rennorganisation, .de « ecurie bleue >, gebildet worden, welche, an allen Rennen teilzunehmen beabsichtigt, die in der kommenden Saison nach der französischen Sportwagenformel ausgetragen werden. Diesem Rennstall, der von der Firma selbst absolut unabhängig ist und über eine eigene Verwaltung verfügt, gehören die bekannten Piloten Rene Dreyfus, Schell und Carriere an. Die sportliche Leitung liegt in den Händen von Schell, während sich die Fabrik einzig mit der Bereitstellung des Materials für die verschiedenen Veranstaltungen zu befassen hat. Delahaye wird sich 1937 nur durch diese Renngemeinschaft an den Rennen beteiligen. Als Programmauftakt ist der am 21. Februar stattfindende Grosse Preis von Pau in Aussicht genommen. Was das Wagenmaterial anbetrifft, so verfügt die «ecurie bleue» über die gleichen Modelle, die schon im vergangenen Sommer mit Erfolg an mehreren Wettbewerben gestartet sind. (povf in d« Schweiz Um die Probleme des schweizerischen Automobilsports. Die Nationale Sportkommission tritt morgen Samstag zu einer Sitzung zusammen, deren Hauptgegenstände die Aussprache über die Aufstellung allgemeiner Richtlinien für die automobilsportliche Tätigkeit in der Schweiz und die Ausarbeitung eines speziellen Sportprogramms für 1937 bilden. Ein schweizerischer Rennstall. Unter der Bezeichnung « Ecurie Helvetia » hat sich ein schweizerischer Rennstall gegründet, der seinen Sitz in Genf hat -(nie Montchoisy 74) und für den E. de Graffenried als Präsident verantwortlich zeichnet. Die «Ecurie Helvetia >, welche in der kommenden Rennperiode an zahlreichen ausländischen Veranstaltungen an den Start zu gehen gedenkt, verfügt über folgendes Wagenmaterial : 1 Maserati monoposto 1500 cem (ev. 1100 cem), 4 Zylinder. 1 Maserati monoposto 3600 oom unabhängig gefedert 1 Maserati, 2 Plätze, 1100 cem, Typ Sport. 1 Bugatti 1500 cem, 8 Zyl., vom gleichen Typ, mit dem seinerzeit der Stundenrekord aufgestellt wurde. Ferner sind momentan Verhandlungen im Gange über die Anschaffung eines Bugatti monoposto 1500 cem, sowie eines Bugatti Sport Typ 57 und eines Delahaye-Sportwagens. An schweizerischen Piloten hat sich die « Ecurie Helvetia» Armand Hug, Leonardo Quadri und Emanuel de Graffenried gesichert, während für eine bestimmte Anzahl von Rennen die Italiener Piero Dusio, sowie Geo Bellia und Cyro D. Basadonna verpflichtet wurden.