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E_1936_Zeitung_Nr.101

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 15. DEZEMBER 1936 — N° 101 Wie der Wagen Ins Schleudern gerat Blockierte Räder sind nicht imstande, den Wagen richtig zu führen. Sobald sich darunter ein Schmierfilm gebildet hat, macht es ihnen nichts aus, zur Abwechslung auch mal «Seitensprünge» zu tätigen, was ihnen um so leichter fällt, als ja unterwegs ständig Kräfte vorhanden sind, welche das Fahrzeug zur Seite zu ziehen versuchen. Wir erinnern nur an die Zentrifugalkraft und an die vielerorts sehr starke Wölbung der Strassen. Könnte man mit einer gleichmässig schlechten Bodenhaftung unter allen Rädern rechnen, so würde das Fahrzeug bei deren Blokkieren ungefähr so dahingleiten wie ein führerloser ^Job. Denn für die Gleichmässigkeit der Bremsung sorgt schon der vorzügliche Bremsausgleich der modernen Automobile, jowie die Beachtung der Regel, dass stets alle Bremsbeläge gleichzeitig zu erneuern und ausserdem mindestens auf je zwei Rädern einer Achse Laufdecken gleicher Griffigkeit zu verwenden sind. Vom < Autowalzer >. Nicht immer erstreckt sich aber diese «Schiittelbahn» über die ganze Strassenbreite. Gerät ein gebremstes Rad auf ein solches Parkett, so blockiert es rasch, die Reibung verschwindet fast ganz, und schon bringt der einseitige Zug der übrigen Räder das Fahrzeug ins Schleudern, ein Vorgang, der sich unter gewissen Bedingungen zum schönsten « Autowalzer » auswachsen kann. In analoger Weise begünstigt der einseitige Schub beim intensiven Beschleunigen auf einer Fährbahn von ungleichmässiger Beschaffenheit die Entstehung des Schleuderns. Weiches Gegensteuern und gleichzeitiges Zurücklassen des Gas- oder Bremspedals bieten in solchen Fällen am ehesten Aussicht darauf, den Wagen wieder in die Hand zu bringen. Wie die gesommerten Pneus das Schleudern verhindern. Zwei Worte noch zum Kapitel der gleitsieheren Reifen. Ihr charakteristisches Merkmal liegt in der Lamellierung ihrer Oberfläche, die sie bald «von Haus aus», bald durch nachträgliches Sommern erhalten. Mit dem Zweck, die Bremswirkung auf schlüpfrigen Strassen zu erhöhen und die « Schleuderfreudigkeit » herabzumindern. An Hand unserer beiden Illustrationen lässt sich die Wirkungsweise dieser Pneus leicht erklären. Bild 1 zeigt einen Schnitt durch eine gesommerte Laufdecke und Bild 2 eine Ansicht eines solchen gebremsten Reifens von unten. Jede Skizze trifft sinngemäss auf beide Sommerungsverfahren zu. Die erste stellt einerseits einen Längsschnitt durch eine quergerillte Laufdecke (Adersol-Verfahren) beim Bremsen dar. Umgekehrt lässt sie sich ebensogut als Querschnitt durch einen Reifen mit Umfangsrillen (Christophorusverfahren) ansprechen, der die schleuderhemmende Wirkung der Längs- oder besser gesagt der Umfangsrillen demonstriert. In beiden Fällen durchdringen die Kanten der Lamellen den Oelfilm und wischen ihn von den Berührungsstellen zwischen Reifen und Boden weg, so dass die gewünschte trockene Reibung zustande kommt. Die zweite Abbildung illustriert die Wellenform, in die h die mittleren Umfangslamellen von christophorisierten Reifen beim Bremsen legen. Sie veranschaulichen aber aych die Antischleuderwirkung der Querlamellen. Muss man sich im ersten Fall die Fahrrichtung von links nach rechts oder umgekehrt denken, so verläuft sie entsprechend der zweiten Annahme von oben nach unten oder in entgegengesetzter Richtung. Die schlangenartig gewundenen Lamellen vermögen den Schmutzfilm ebenfalls zu durchbrechen. Was ausserdem das Schleudern begünstigt. Zum Schluss noch einige Tips über weniger naheliegende Ursachen, welche die Neigung zum Schleudern erhöhen können. Da sind einmal jene schweren Koffer-«Berge» zu nennen, welche gelegentlich das Hinterteil eines Wagens «zieren» und deren Gewicht dem «Schwänzeln» des Fahrzeugs natürlich mächtig Vorschub leistet. Daneben begünstigen ungleichmässig aufgepumpte Pneus, schlecht eingestellte Stossdämpfer und Defekte in der Aufhängung das Schleudern ebenfalls ganz beträchtlich. Auf zwei wichtige Punkte, die Einstellung der Bremsen und die Notwendigkeit, auf allen Rädern einen gleichartigen Gleitschutz zu verwenden, haben wir schon oben hingewiesen. f-r. Tedhin. S|»»e«f* Frage 10.052. Lieferant des Katalysators «Thermlx». Kann mir jemand aus dem Leserkreis einen Vertreter des englischen oder amerikanischen Katalysators «Thermix» bekanntgeben? A. B. in Z. Frage 10.053. Auch in Deutschland interessiert der neue von der « A.-R.» beschriebene Petrol-Ver- Saser. Wir bitten Sie um Angabe der Adresse der Erfinder oder Hersteller des von Ihnen vor einiger Zeit beschriebenen neuen Fetrol-Vergasers. M. sp. ; A n t if o r t: Adresse brieflich mitgeteilt. • • •*- Frage 10.054. Dichtungsmittel für das Verdeck. Das Verdeck meines Cabriolet, einjährte, lässt bei 2—3stündigem Fahren oder auch beim Stehenlassen im Regen an den Seitenrändern leicht durchsickern Das Verdeck ist noch in sehr gutem Zustande, und ich möchte Sie daher anfragen, ob ein Anstrich mit irgendeinem Dichtungsmittel empfohlen werden kann. Die Farbe des Verdecks ist leicht grün, und es kann nur ein farbloser Anstrich in Frage kommen. Für die Bekanntgabe und Anwendung solcher Dichtungsmittel wäre ich Ihnen dankbar. R. F. in L. Antwort: Adresse schriftlich mitgeteilt. Frage 10.055. Lieferant von KOhlerwSrmer gesucht. Tch bitte Sie um Angabe der Adresse eines Lieferanten, von dem ich den von Ihnen beschriebenen elektrischen Kühlerwärmer, der in die Wasserruleitunsr zum Kühler einsebaut wird, beziehen kann. Schon in Frage 10036 wurde danach gefragt. Ich suche vergeblich seit Jahren nach einem solchen Apparat C. P. in S. Antwort: Brieflich zugeleitet. 'Frage 10.056. Lieferant von Petrolvergaser. Ich Litte Sie, auch mir die Adresse des Herstellers des Petrol- und Rohölvergasers mitzuteilen, gemäss Frage No. 10 044. D. F. in A. Antwort: Adresse brieflich mitgeteilt. Frage 10057. Wer liefert AutowaschhCrste «Aufolux». Ich interessiere mich ebenfalls für die Autowaschbürste «Autolux> und bitte Sie um die Adresse dee Lieferanten. F. K. in B. Antwort: Adresse brieflich mitgeteilt Franc 10.058. Fabrikant der «Olglati»-KontroHsehllder gesucht. Kann mir einer der Leser die Adresse des Fabrikanten der «OIgiati»-Kontrn11- schilder bekanntgeben? S. C. in B. Frage 10.059. Lieferant von SVfha'ter «Rinl». Tch bitte Sie, mir die Adresse dee Fabrikanten der «Ris;i»-Skihalter mitzuteilen. E. S. in B. Antwort: Adresse schriftlich mitgeteilt Frage 10.060. Lieferant für Klebstoff «im Befestigen durchsichtiger Blätter. Ich möchte gegen das Beschlagen der Scheiben durchsichtige Blätter auf ihnen anbringen und bitte Sie auch, mir die Adresse eines Lieferanten eines ffeeignpten Klobstoffs mitzuteilen. H. P. in G. Antwort: Schriftlich zugeleitet. Frage 10.061. Lieferant des Frostschutzapparates «Ero Breeze King». Ich bitte Sie, mir die Adresse des Lieferanten -des Frostschutzapparates «Ero Breeze King> mitzuteilen. S. A. in P. Antwort: Schriftlich mitgeteilt Frag« 10.062. Stollenpneus zum Einfahren schädlich ? Ich beabsichtige meinen Wagen über dass sich ein Ueberlaufen des Vergasers nicht bei den Winter einzufahren. Können Sie mir nunjedem Fallstromtyp im sichtbaren Tropfen äussert. sagen, ob dies infolge der Verwendung von Stollenpneus oder Gummiketten mit schädlichen Folgen zin in der Ansaugleitung und kann eventuell auch Bei manchen Bauarten sammelt sich solches Ben- verbunden sein könnte? Dr. K, in I. in einen Zylinder gelangen und mit der Zeit das Antwort: Wir empfehlen, solange als möglich Sommerpneus zu verwenden und diese durch « Sommern > gleitsicher zu machen. Die Stollenpneus sollten erst nach Eintritt von grösseren Schneefällen aufgezogen werden. Die Gummischneeketten empfehlen wir schon jetzt ständig mitzuführen, um sie im Bedarfsfall zur Hand zu haben. Auch im Frühjahr sollten die Stollenpneus nicht länger auf den Rädern bleiben als nötig. Unter den Stollenreifen sollte eine Ausführung gewählt werden, die einen gleichmässigen Bodenkontakt gewährleistet damit keine für die Hinterachse schädlichen Schwingungen auftreten können. Wenn diese Regeln beachtet werden, tritt keine Schädigung ein. # Frage 10.063. Umstellung von Benzin- auf Petrolbetrieb. Wie kann ein Automobilmotor von Benzin- auf Petrolbetrieb umgestellt werden, so dass derselbe -möglichst rationell läuft? H. S. in W. Antwort: Damit der Motor mit Petrol befriedigend läuft, muss man einen Petrolvergaser an die Ansaugleitung anschlieesen. Den Benziuvergaser lässt man am Motor, weil man ihn zum start und bei neueren Systemen auch für den Leerlauf benötigt- Die Petrolvergaser brauchen nämlich wegen der geringen Verdampfbarkeit ihres Brennstoffes eine besonders wirksame Vorwärmvorrichtung, die im Leerlauf nicht beiss genug wird, um die richtige Erwärmung des Petrols und damit eine russlose Verbrennung sicherzustellen. Das-« selbe gilt für die Inbetriebsetzung des Motors. Aus diesen Gründen ist es notwendig, dass der Beniinvergaser am Motor bleibt. Vorzuziehen sind Jena Bauarten von Petrolvergasern, deren Betätigungsgestänge sich mit dem des Benzinvergasers 60 verbinden lässt, dass dieser beim Zurücklassen des Gaspedals automatisch in Funktion tritt Neben dem Einbau des Petrolvergasers muss weiter ein Hilfsbrennstofftank vorgesehen werden, da der Haupttank nunmehr für das Petrol benötigt wird. -b- Frage 10.064. Wagen mit Fallstrom-Vergaser riecht beim Abstellen der Zündung. Seit ich einen neuen Wagen mit Fallstrom-Vergaser besitze, konstatiere ich in der Garage nach dem Abstellen des Motors meist einen ziemlich penetranten Benzingeruch. Mein alter Wagen hatte diese Unart nicht, weshalb ich mich frage, wovon sie nur herrühren mag. Sonst bin ich mit dem neuen Wagen sehr zufrieden, um so mehr als er im Brennstoff- und Oelverbrauch sehr sparsam ist L. I. in U. Antwort: Wir raten Danen dazu, der Ursacha des Benzingeruches einmal etwas nachzuspüren. Verschiedene Gründe können dazu führen. Wir nehmen an, dass Sie bereits nachgesehen haben, ob Benzin ausläuft. Weiter wäre nötig festzustellen, ob dieser Geruch vorhält, auch wenn der Wagen nicht in Betrieb stand. In diesem Fall kann geschlossen werden, dass die Schwimmernadel nicht mehr gut dichtet und infolgedessen dauernd etwas Benzin aus der Düse tröpfelt, was sich am warmen, Motor zwar am stärksten, sonst aber ebenfalls bemerkbar macht. In diesem Fall müsste die Nadel neu eingeschliffen werden. Zu bemerken wäre noch, Oel im Kurbelgehäuse etwas verdünnen. Wenn der Motor «kein Schmieröl braucht», so deutet dies auf Schmieröl-Verdünnung hin. Sollte sich der Benzingeruch nur nach dem Abstellen der Zündung bemerkbar machen, so liegt der Grund dafür eventuell darin, dass vor dem Abdrehen der Zündung der Motor auf Touren gejagt wird und dabei die Beschleunigerpumpe noch einen « Schuss » Benzin in die Ansaugleitung schickt -fw- Das stabilisierte Mineralöl ohne Teerbildung und der längsten Betriebsdauer! GerL-Vertr. f.d. 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N° 101 — DIENSTAG, 15. DEZEMBER 193« AUTOMOBIL-REVUE 9 Bau eines neuen Juraüberganges. Zwischen Brugg und Ölten kann die Jurakette nur über die Staffelegg: vom Motorfahrverkehr bezwungen werden, während die übrigen Strassen beispielsweise über das Benkerjoch öder über den Kienberg mehr oder weniger nur dem lokalen Fuhrwerkverkehr offen stehen. Die Baudirektion des Kantons ifänöerg Niedererf/nsbach Das Fernstrassenproblem Europas In einer kürzlich erschienenen Publikation behandelt Ingenieur Dr. L. Oerley, Professor für Strassenbau an der Technischen Hochschule in Wien, die Frage der Fernverkehrsstrassen, d. h. der eigentlichen Strassen für den vorwiegenden Automobilverkehr.*) Die sehr gut ausgestattete Broschüre enthält auf 64 Seiten eine tiefschürfende Erörterung dieser Probleme. Von der Entwicklung des Automobilverkehrs in den letzten Jahrzehnten und der dringend notwendigen Trennung des Verkehrs auf den wichtigsten Strassen ausgehend, befasst sich Oerley mit dem Vorgehen der verschiedenen europäischen Länder in dieser Sache. Er beschreibt die Anlagegrundsätze in den einzelnen Staaten, speziell in Italien. Deutschland, der Schweiz, Oesterreich und im übrigen Europa. Als Beispiel einer modern angelegten Grossverkehrsstrasse wird die «Auto-Camionale» von Genua nach Seravalle beschrieben. Typisch für die italienischen Autostrade ist die schnurgerade Linienführung, welche später von deutschen Ingenieuren als für den Automobilver- ^ehr gefährlich bezeichnet wurde und im deutschen Autostrassenbau keine Nachahmung gefunden hat. Deutschland hat in grosszügtger Weise das italienische Vorbild übertroffen. An Stelle eines Querschnittes mit. 9 m Breite, wie sie die ersten italienischen Autobahnen aufwiesen, wurden gleich Strassen mit einem Profil von 24 m erstellt, mit getrenntem Verkehr, in zwei Fahrbahnen nach jeder Richtung. Auf seinen Autostrassen hat sich schon heute ein beträchtlicher Verkehr entwickelt. Leider fehlen uns darüber genaue Angaben und auch das sonst sehr verdienstvolle Werk Oerley enthält leider keine Frequenzangaben. Für jeden Verkehrstechniker wird aber die Verkehrsfrequenz der Ausgangspunkt sein müssen, um sich darüber klar zu werden, ob eine Trennung des Verkehrs in besondere Automobilstrassen, Radfahrwege und Fusswege notwendig ist Wenn diese Frequenz ein bestimmtes Minimum nicht überschreitet, so wird man den Verkehr mit den gewöhnlichen Strassen bewältigen können und es wäre dann — volkswirtschaftlich gesproohen — ein Unsinn, Millionen von Franken für besondere Automobilstrassen auszugeben. Nach unserem Dafürhalten muss jeder Abhandlung über den Bau von Automobil- und Fernverkehrsstrassen eine Verkehrszählung zugrunde liegen, die genau darüber Aufschluss gibt, welche Frequenzen auf einzelnen Strassen bestehen und voraussichtlich zu erwarten sind. Gerade der Ingenieur kommt oft in Versuchung, diese wirtschaftliche Voraussetzung eines neuen Strassenprojektes zu vernachlässigen, weil er in erster Linie die interessante Bauaufgabe sieht. In bezug auf die Frage des Autostrassenbaues in seinem Vaterlande Oesterreich ist der Verfasser bedeutend vorsichtiger. Die von ihm herangezogenen Erfahrungen des Schweizerischen Autöstrassen-Vereins scheinen ihm auch für seine Heimat von Wichtigkeit Er sieht ein, dass jeder einzelne Staat seine Entschlüsse über Linienführung und Ausbauart völlig selbständig fassen muss. Von ausschlaggebender Bedeutung sind: die geographische und kulturelle Eigenart des Landes, seine Bevölkerungsdichte und wirtschaftliche Struktur, die Dichte des Strassennetzes und des Strassenverkehrs und endlich die Erfordernisse der Landesverteidigung. Das bedingt, dass die Anlage eines internationalen Fernstrassennetzes ganz anderen Richtlinien folgt als die Anlage eines Eisenbahnnetzes. Für Oesterreich wie für die Schweiz kommt der Verfasser zur Ueberzeugung, dass eine Anpassung des Strassennetzes an den gesteigerten Automobilverkehr unbedingt erforderlich ist. ) Das Fernstrassenproblem Europas und seine Lösung für Länder mit geringerer Bevölkerungsdichte (Verlag Springer. Wien). Aargau hat nun ein Projekt ausgearbeitet, das die aargauische Metropole über Niedererlinsbach, Kienberg mit dem obern Fricktal und dem obern Baselbiet verbinden soll. Der Linienverlauf der projektierten Strasse geht aus untenstehender geographischer Skizze hervor. Die Steigung beträgt 7—8 bei einer Strassenbreite von 5 m. Qrössere Kunstbauten sind nicht auszuführen, wogegen einige Stütz- und Futtermauern zu erstellen sind. Die Kosten dieser Baute wurden auf Fr. 560,000 errechnet, woran sich der Bund mit Fr. 187,500, der Kanton Solothurn mit Fr.50,000 beteiligen. Der Rest wird zur Hälfte aus den Mitteln der ausserordentlichen Strasseninstandstellung und zur andern Hälfte aus ausserordentlichen Mitteln bestritten. Mit einem Anteil von Fr. 60,000 hat die Gemeinde Aarau, mit Fr. 40,000 diejenige von Erlinsbach den Neubau zu unterstützen. Der neuen Strasse kommt nicht nur innerhalb des aargauischen Jurastrassennetzes eine verkehrstechnische Bedeutung zu, sondern sie wird auch im Rahmen der Landesverteidigung eine grosse Rolle zu spielen haben. Aarau Oerley erachtet es als besonders wichtig, dass die Festlegung eines Fernstrassennetzes möglichst frühzeitig erfolgt im Hinblick auf die Anschlüsse der Nachbarstaaten und um dem Lande unnütze Ausgaben durch unplanmässige Strassentoauten zu ersparen. Der der Abhandlung beigegebene Plan der österreichischen Fernstrassen weist für das ganze Staatsgebiet rund 1750 km Strassen, d. h. 270 km pro 1 Million Einwohner, auf (gegen 60 km Autobahnen pro i Million Einwohner in Italien und 105 km in Deutschland). Die Schweiz würde nach dem Plan des Schweizerischen Autostrassenvereins rund 3000 km Fernverkehrsstrassen erhalten, d. h. auf 1 Million Einwohner 750 km. Auch bezogen auf das gesamte Hauptstrassennetz steht die Schweiz mit 3000 km an der Spitze. Während Oesterreich ca. 40,000 km für Automobile fahrbare Strassen" besitzt und 2300 km Strassen I. Ordnung, kommen in der Schweiz auf 16,000 km kantonale Gesamtstrassenlänge 3257 km Strassen L Ordnung (nach der Karte der Vereinigung Schweiz. Strassenfachmänner) oder 3000 km Fernverkehrsstrassen nach der Karte des Schweizerischen Autostrassenvereins. Der Autostrassenverein sieht für diese Strassen ein Normalprofil von 8 m 50 Fahrbahn -f* je 2 m Radfahr- und Gehweg, also total 12 m 50 vor, während die Normalien der V.S. S. für die Hauptstrassen I. Ordnung bei drei Fahrspuren 9 m Fahrbahn und je 2 m 50 Gehweg- und Radfahrweg, also 14 m Gesamtbreite vorsehen. Der Normalquerschnitt der österreichischen Fernstrassen wird mit 9 m Fahrbahn und je 2 m 50 für Gehweg und Radfahrweg den Normalien der V. S. S. für Hauptstraasen L Ordnung mit drei Fahrbahnen gleichgesetzt. Als wichtigste Erfordernisse für die österreichischen Fernstrassen stellt der Verfasser auf: 1. Eine drelbahnige Anlage der Strasse mit beidseitigem Radfahr- und Gehweg. 2. In der Nähe grösserer Verkehrszentren eine vierbahnige befestigte Fahrbahn mit künstlicher Beleuchtung der Strasse für den Nachtverkehr. 8. Eine Querneigung der Strasse von höchstens 1 Prozent •4. Die Ausschaltung aller Ortsdurchfahrten durch den Bau von Umgehungsstrassen unter grundsätzlicher Vermeidung jeder Plankreuzung mit anderen Verkehrswegen. 6. Ersatz aller Eisenbahnkreuzungen durch Unter- oder üeberfahrten. 6. Besondere Gestaltung von Kreuzungen auf freier Strecke. 7. Möglichste Verminderung der Einfahrten von Feldwegen. 8. Einheitliche Ausgestaltung aller Nebenanlagen. Gr. V^&vLcehi* Lockeruns der aargauischen Verkehrsgebühren. Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat dem Grossen Rat einen Entwurf für einen Grossratsbeschluss betreffend Erleichterung der auf den Motorfahrzeugen lastenden Verkehrsgebühren zugestellt. Ausland Strassenverbindung Argentinien-Bolivien. Nach einer italienischen Meldung soll gegen Ende dieses Jahres eine neue bedeutende Strasse ihrer Bestimmung übergeben werden, welche Buenos Aires auf eine Entfernung von über 2000 km mit Bolivien verbindet. Allerdings erfolgt die Eröffnung nur schrittweise. Als erster Abschnitt werden die 700 km zwischen Buenos Aires und Cordoba dem Verkehr erschlossen, eine Strecke, die teilweise in Betonkonstruktion ausgeführt, teilweise mit einem Makadambelag versehen ist Die Kosten für den Bau dieses Sektors bezifferten sich auf 200 Millionen Dollar. «KirnA BERN FRAUENFELD NEUHAUSEN ST. GALLEN zo Rica ICH A. Maurer BUCHS Telephon 7.13 R. Vercelli Allmendstrasse 9 Telephon 22.005 W. Garbani Söhne & Co. Greyerzstrasse 80 Telephon 22.417 H. Schiesser-Gubler Autolackiererei Altwegstrasse 12 Telephon S.78 Otto Beutel Autolackiererei Pcstalozzistr. 35 Karosserie u. Spritzwerk Ernst Joppich Meiserutrasse 12 Telephon 45.98 Jean Hottinger Badenerstrasse 294 Telephon 33.204 Jos. Widmer Gasometerstrasse 9 Telephon 39.333 Autospritzwerk Schriften, Monogramme etc. Wie soll der Automobilist von Ihnen u. Ihren Fabrikaten wissen, wenn er nie von Ihnen hört? VEEDOL ^ MOTOR ÖIL FRAUENFELD O. Heimburger Spitalstrasse 26 P.Kupferschmid Erlachstrme 7 H. 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