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E_1936_Zeitung_Nr.104

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8 AUTOMOBTL-REVUE

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BERN, Freitag, 29. Dezember 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 104 Zur Sfahresroende! Kaum, dass das alte Jahr zum Sterben Sich hinlegt unterm Sternenzelt, So sehn wir seinen jungen Erben Schon munter schreiten in die Welt, Und alles, was ihm hinterlassen Das alte hat an reichem Gut, Sucht nun zu halten, zu umfassen Das junge Jahr mit freud'gem Mut. So ist das Werden und Vergehen, So ist der Wandel aller Zeit: Indes das Neue will bestehen, Macht sich schon Neuestes bereit; Und das wir hoffnungsvoll begrüssen, Das junge «gute, neue Jahr> — Wie lang? und es wird scheiden müssen Als altes und für immerdar. Auch wir, die Menschen, sind nicht minder Dem Wandel alles Seins geweiht. Wir sind und bleiben ja die Kinder Der Zeit und der Vergänglichkeit... Doch sei's! — Beim mächt'gen Glockenklingen Dem alten Jahr ein «Lebewohl!» Dem neuen auf ein gut Gelingen Ein «Prost!> Und «Glück von Pol zu Pol!> Emil Hügli. A4 jeiu, giücMkfies 1937! f Schon wieder Silvester! — Jener Papst Silvester, dem es anno 365 gefiel, ausgerechnet am letzten Tage des Jahres das Zeitliche zu segnen, wäre bestimmt hocherfreut darüber, dass die gesamte Christenheit — urbis et orbis — noch nach mehr als fünfzehn Jahrhunderten hochkonservativ seinen hübschen Namen im Jahresschlusstag festhält. — «Silvester» heisst aber zu Deutsch «Waldmann» — und da könnten wir mehr oder weniger dankbaren Schweizer eigentlich mit besserm Recht des grossen ZOrchers gedenken, dessen lastender Uebermacht die kleinen Geister seinerzeit am wirksamsten mit der Prozedur des Köpfens zu begegnen suchten. — Heute freilich ist ja alles anders geworden, sehr anders. — Fragt sich nur wie... Also Jahresschluss! wirklich eine prachtvolle Gelegenheit alles zu bejammern, was uns das böse 1936 zugefügt hat — denn sein Schuldkonto ist ja Ober und über belastet! — Sein Konto?? — nein, unsere Schuldseite zeigt Unerfreuliches mehr als genug I Doch — da nun einmal nicht nur der Weg zum Inferno mit guten Vorsätzen gepflastert ist, sondern ebensosehr auch ein besinnlicher Uebergang ins funkelnagelneue Jahr, so dürfen wir wieder einmal hoffen und möchten es glauben, dass sich einiges — wenn auch gewiss nicht alles — «wende». — Denn viel ist schon geschehen auf dem Wege zur Besserung, wenn nur alle, die guten Willens sind, ihren Glauben an ein.«Aufwärts» hinaustragen in den Lebenskampf des kommenden Jahres. — «Vo hüt a mues es obsi gah» ist eigentlich ein ganz hübsches Losungswort, nur sollte eben diese Devise auch unsern Devisen zugute kommen! Dpch nur eines allein kann uns wirklich helfen: wenn wir energisch uns aufraffen aus Verweichlichung und Ueberkultur. Denn trotzdem es einer grossen Zahl* unserer Volksgenossen herzlich schlecht geht, so sind wir Schweizer doch in globo eine grauslich verwöhnte Gesellschaft — sind es eben vielleicht darum, weil uns als Volksganzes schon seit sehr langer Zeit keine wirkliche Katastrophe getroffen hat! Was wissen wir im Grunde von jenem Hingegebensein an ein Unabwendbares, was von tiefster Volksnot und Erniedrigurig! — Ja, unbegreiflich wunderbar sind wir bis zur Stunde gleich dem Reiter überm Bodensee aus höchster Gefahr immer wieder auf festen Boden gelangt; — doch gerade diese so langgenossene, relative Sicherheit macht es uns schwer, Opfer zu bringen und Entbehrungen zu erfragen. Dennoch lebt in uns allen der feste Wille, dem grossen Ideal, welches unser kleiner und menschlich so unvollkommener Volksstaat verkörpert, irgendwie nachzuleben. Nachzuleben nicht nur im Sinne unserer Gesetze, sondern mit der Intuition des Herzens, die noch immer die beste Führung ist im Kampf um das Rechte. — So geleitet, beginnen wir unverzagt den Weg ins Ungewisse —- den Weg ins neue Jahr! LG. Sag, es mit £e&kuchen! Von W. Diethelm Die Lebkuchen! Sie sind dieses Jahr besonders gut geraten und sind, wie der Hase mit Speckstreifen, vortrefflich mit Mandeln und Rosinen gespickt. Von jeher liebte der Schweizer, insbesondere der Berner, die Lebkuchen, deren Teig, wenn er richtig aufgehen soll, schon sehr lange gerührt werden muss. Ob man heute noch Zeit hat zu solchem teigrührerischem Tun, weiss ich nicht. Eines aber ist heute noch geblieben, wie an jenem Tag, da der Grossvater die Grossmutter nahm. In schnörkeligem Zuckerguss prangen auf den runden und eckigen, den grossen und kleinen Lebkuchen, ganz besonders aber auf den Lebkuchenherzen mancherlei Sprüche, in deren Worten der alte, stets erfolglos totgesagte Humor oft recht drastisch zum Ausdruck kommt. « In meinem Zimmer russt der Öfen, In meinem Herzen ruhst nur du! » Sicher liegt in diesen Versen oft recht viel Wahrheit. Der russende Ofen ist bestimmt eine Wahrheit. Noch viel tiefer aber ist diejenige, die aus einem andern Vers spricht: « Am schönsten ist es auf der Welt, Wenn Vater und Mutter Frieden hält! » Nach den Stürmen ist man aber auch wieder verträglich gesonnen und findet Trost in der Beteuerung: « Du bist mein Glück, du bist mein Stern, ja so schön zusammen. Auch wenn du zankst, hab' ich dich gern! » Und schliesslich kommt man gar zu der Erkenntnis: « Mutter, du bist die beste, Du flickst mir Hose und Weste —-•»• womit alle Zwietracht wieder einmal begraben ist. Dem Leben abgelauscht ist sicher der Spruch, den wir eben dort entdeckten: « Schätzeli! Es-tu fächee contre moi, De nimm-i-n-e anderi, plus joli que töif» Oder: « I wett kes sottigs Froueli ha, Wo numme singe und tanze cha! » Aber auch der Spruch mag stimmen, der über die Männer sagt: « So eine wett i nid zum Ma, Wo besser brummte als lache cha!» Der Lebkuchendichter kennt seine Pappenheimer, denn sonst würde er nicht auch schreiben: « Lieber Mann, lass dich erweichen, Niemals will mein Kostgeld reichen. 1 » Und was sagt « Er » dazu? : « Liebes Frauchen, 's tut mir leid, Sparen wir an einem Kleid! » Zehn gegen eins ist zu wetten, dass diese so beschriebenen Lebkuchen viel begehrt werden. Da auch die Liebe von Paradises Zeiten her ist, schauen wir uns auch mal in ihrem Reich um. Liebe und Honigkuchen, das passt Die Anknüpfung ist im Gange. Er erhält den Lebkuchenbrief: « Hast mir den ersten Kuss gestohlen, Kannst dir die andern auch noch holen!»