Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.001

E_1938_Zeitung_Nr.001

ü AUTOMOBIL-REVUE

ü AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 4. JANUAR 1938 — N° 1 Schweizerische Rundschau Plebiszit unter den solothurnischen Radfahrern: Wollt ihr erhöhte oder nicht überhöhte Radfahrerstreilen ? Dem solothurnischen Baudepartement scheint die Frage, ob die Radfahrerstreifen au! den neu auszubauenden Ausserortsstrecken überhöht oder ä niveau ausgeführt werden sollen, etliches Kopfzerbrechen zu bereiten. Im Zweifel darüber, ob man nach diesem oder jenem System verfahren solle, entschloss sich die erwähnte Behörde, den < Volkswillen » durch eine Rundfrage in der Presse zu erforschen. Weil aber deren Ergebnis kein klares Bild zu erbringen vermochte, schlug das Baudepartement einen andern Weg ein und wandte sich mit einem Zirkular direkt an die radfahrende Arbeiterund Angestelltenschaft des Kantons, um durch eine Urabstimmung bei den unmittelbar Beteiligten zu ergründen, woran es sich bei der Anlage der Radfahrwege zu halten habe. In diesem Rundschreiben wird darauf hingewiesen, dass der Ausbau der Durchgangsstra^sen 1. Klasse eine Fahrbahn von 7,50 m, beidseitig Radfahrwege von 1,75 ra und an diese angeschlossene FuSsgängerwege von gleicher Breite vorsehe. Währenddem die Ausführungsart der Radfahrwege innerorts feststehe — sie werden gegenüber der Fahrbahn um 10 cm erhöht —, erhebe sich für die Ausserortsstrecken. die einstweilen keine Fuesgäntjer-, sondern bloss Radfahrerstreifen erhalten, die Frage. ob auch hier eine Ueberhöhnng erfolgen oder oh die Radfahrstreifon niveand"ieh mit der Fahrbahn erstellt werden sollen. Beide Lösungen besitzen ihre Vorzüge und Nachteile" bei Fpborhöhune verringere sich das Risiko für den Radler, von hinten angefahren zu werden, umgekehrt aber laufe er Gefahr, bei Unachtsamkeit usw am «Randstein» abzugleiten und dabei zu veronslücken. Was also tun in diesem Dflemma? Pas Radfahrervolk seihst sprechen lassen! Und so schliesst donn das Rundschreiben mit der Aufforderung: «Teilen Sie uns mittelst dem angefügten Antwortformular Ihre Meinung mit. da wir baldmöglichst an die Ausführung der ersten Ausbau-Etappe schreiten möchten.» Ueber die Wünschbarkeit und Zweckmässigkeit der Anlage von Radfahrer- und Fussgängerwegen erübrigt sich jedes weitere Wort. Trennung des Verkehrs nach seinen verschiedenen Arten erleichtert dessen Flüssigkeit und hilft die Sicherheit der Strasse erhöhen. Neu ist diese Erkenntnis nicht, 'aber ein Novum stellt es unseres Wissens dar, dass es die Behörden sich angelegen sein lassen, die unmittelbaren Nutzniesser einer solchen Errichtung durch eine Art Urnengang urn ihre Auffassung zu befragen, welcher A'isführunfsart s'e den Vorzug einräumen. Der gute Wille lässt sich dabei dem Baudepa r tement nicht absprechen, denn sicher will es mit der Anrufung der direkt Interessierten nur das, was ihnen am ehesten frommt. Aber wenn schon, dann müsste man konseqTienterweise in ähnlich gearteten Fällen auch bei den Automobilisten derartige Plebiszite veranstalten. Und das mit um so mehr Grund, a's sie *a immerhin für d'e von irrnen verursachten Strassenkosten restlos aufkommen. Int. VerkefcrskonTess w'^rend der Landesausstellung in Zürich Am 28. Dezember 1937 fand in Zürich unter dem Vorsitz von Herrn Dir. F. Ehrensperger (Zürich) eine erste Vorbesprechung der Abhaltung eines Int Fremdenverkehrskongresses anlässlich der Schweiz Landesausstellung 1939 statt, die von gegen 100 Vertretern vpn Behörden und Verbänden beschickt war Das vorgelegte Organisationsschema orientierte wenn auch vorlaufig noch in sehr allgemeiner Weise, über Umfang und Ziele des Kongresses, für welchen folgende Abteilungen vorgesehen sind: 1 Verkehrswirtschaft und Verkehrspoltik, 2. Verkehrswerbung. 8. Gesellschaftliche Veranstaltungen, 4. Finanzen und 5. Presse und Propaganda. Dabei würde der Schwerpunkt des Kongresses vornehmlich bei den erstgenannten zwei Abteilungen liegen, die folgende Unterabteilungen umfassen würden: Allgemeine Fragen der internationalen. Verkehrswirtprhaft und Verkehrspolitik. Massenrerkehr, Eisenbahnen, Autotourismus, Hot&llerie, Bäderkongress. Was im besonderen den Autotourismus anbetrifft, so ist vorgesehen, dass vor allem die wirtschaftliche Bpdeutung und das Ausmass des Automobilreiseverkehrs zu erörtern wäre, unter Verlegung des Schwergewichtes auf die Darlegung von Möglichkeiten einer Förderung dessel'en und der Schwierigkeiten, die sich einer ungehemmten internationalen Entwicklung entgegenstellen, sowie auf die Erörterung der «einer natürlichen Gestaltung entgegenwirkenden Dumpingmassnahmen. Ueber die Gestaltung des Programmes des Kongresses werden sich am 6. Januar anlässlich einer Besprechung in Bern die schweizerischen Spit'enorganisationen des gesamten Fremdenverkehrswesens ansnisprerhen hauen, an der Zürcher Tagung vom 28. Dezember galt es vornehmlich, die Basis für die eigentlicht Kongressorganisntion•sicherm-tellen. Die nach nem orientierenden Referat von Herrn Dir. Ehrensnerger einsetzende Diskussion erjra'i das erfreuliehe Resultat, dass die zürchenV h

N° 1 DIENSTAG. 4. JANUAR 1938 AUTOMOBIT.-PEVUE Neuer Nennungs-Rekord für Monte Carlo: 141 Anmeldungen aus 18 Staaten. Noch trennen uns drei Wochen vom Beginn der XVII. Internationalen Automobil-Sternfahrt nach Monte Carlo. Aber schon heute kann von einem grossartigen Erfolg dieser bedeutendsten Tourenprüfungsfahrt der Welt gesprochen werden, von einem erfreulichen Nennerfolg nämlich, sind doch dem International Sporting-Club von Monaco die Anmeldungen aus allen Richtungen der Windrose über die Weihnachtstage stossweise zugeflogen. 141 Anmeldungen kündigt das neueste Communiaue aus Monte Carlo an, 141 Namen, teilweise berühmter Pilbteri, die am 25. Januar von 8 verschiedenen Startorten an der Peripherie unseres Kontinentes aus die strapazenreiche Fahrt kreuz und quer durch Europa antreten werden. Die Leser werden es uns gewiss nicht verargen, wenn wir auf die Veröffentlichung der Nennliste, welche eine grosse Anzahl für sie völlig unbekannter Grossen enthält und mindestens W? Spalten in Anspruch nehmen würde, verzichten und an deren Stelle in konzentrierter Form das wiedergeben, was von allgemeinem Interesse ist. Insgesamt weist das Namensverzeichnfs nicht weniger als 162 Equipen auf. Doch ist nicht ausser acht zu lassen, dass den Konkurrenten im Reglement die Möglichkeit gegeben wurde, sich für den Start von zwei Punkten aus anzumelden. 21 Teilnehmer haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht; sie werden sich also im letzten Moment, Je nach den Witterungsverhältnissen in den einzelnen Gegenden Euronas, für Antritt der Fahrt von diesem oder jenem Startort aus entscheiden. Effektiv enthält somit die Nennliste — wie oben erwähnt — die Namen von 141 Mannschaften; das sind 10 mehr als 1937 oder 32 mehr als vor zwei Jahren. Von wo sie starten. 44 Konkurrenten haben Athen als Startort gewählt. Sie werden 3813 Kilometer abzufahren haben und als einzige auf die Gutschrift des Punkte-Maximums (500 P.) Anspruch erheben können. In Palermo (497 P.) werden Dienstag mittag, den 25. Januar, zwischen 12.08 und 12.39 Uhr 32 Piloten losrollen. Die von ihnen zurückzulegende Distanz beträgt 4091 km. John O'Groats in Schottland und Stavanger halten sich mit je 25 startenden Teilnehmern die Stange. Ab erstgenanntem Ausgangspunkt gilt es 3634 km heninterzuspulen, wobei 496 Punkte winken, während vom norwegischen Startort aus 497 Punkte zu ercrat'em sfnd. obwohl d ; e Sfecke nur 3520 Kilometer lang ist. Amsterdam 04"? km =4^ P.t wird dem Start von 15 Sternfahrern —fast ausschüesslich rWändern — beiwohnen können, und für Fuhrest (3650 km = 49R P.) haben sich 11 Konkurrenten entschieden. Verbleiben noch Tallinn (3792 km = 497 P.) und Umea (3632 km = 496 P.), von wo aus sich je 5 Rallymen nach dem Ende Januar schon sehr frühlingshaften Süden aufmachen. Waren an der letztjährigen Sternfahrt 16 Nationen vertreten, so bewerben sich diesmal die Fahrer aus 18 Staaten um die Siegespalme, und zwar sind die einzelnen Länder wie folgt vertreten: Streckenführuni der Sternfahrt nach Monte Carlo 1038. Grossbritannien 38 Griechenland 4 Frankreich 30 Schweden 4 Holland 26 Ungarn 4 Deutschland 8 Dänemark 3 Italien 6 Rumänien 3 Polen 6 Norwegen 2 Der Grosse Bergpre's von Deutschland 1938 ist auf Wunsch der ONS von der AIACB. vom 31. Juli auf den 28. August verlegt worden. der gute Gleitschutz durch Eis und Schnee UNION AG. SCHNEEKETTENFABRIK BIEL Generalvertreter: Henri Bachmann Biet, Spitalstrasse 12b, Telephon 48.42 Genf, Rue de Fribourg 3, Telephon 26.343 Zürich, Löwenstrasse 31, Telephon 58.824 Tschechoslowakei 2 Monaco 1 Estland 1 Portugal 1 Jugoslawien 1 Schweiz 1 Diese 141 Piloten werden genau SO Wagen-Marken is Treffen führen, nämlich: Ford 21 WolseleT 2 Lancia 15 AeVo 1 Fiat 9 Adler 1 Talbot 7 British Salmson 1 Delahaye 6 Bngatti 1 D.K.W. 6 ChenaH-Walcker 1 Matford 6 Chevrolet 1 Laeonda 5 Chrysler 1 Peugeot 4 Dodce 1 Hanoma? 3 Hansa 1 Hnfchkisa 3 Hudson 1 Biley 3 Jen«en 1 Simca 8 3 Lincoln-Zephyr 1 AM« 2 MorHg 1 B.M.W. 2 Nash 1 Citroen 2 Paclcard 1 Tielaee 2 Pontiac 1 FM*er-Nash/BMW 2 BaNton 1 Hillmnn 2 B»rtault 1 Lasronda 2 Skoda 1 Opel 2 Standard 1 Pimcadna 2 Steyr 1 S. S. Jsenar 2 Vauxhftll 1 ^tudehaker 2 Wanderer 1 Triumph 2 Willys 1 Von den 141 Konkurrenten starten 88 auf Wagen mit fiber 1500 ccm und 51 auf Wasren mit wen'srer als 1500 ccm Zyl'nd^'nrta't 12 Equipen bewerben sich um den Damenpreis. Ans der Nennliste halten wir an dieser Stelle fest: die Deutschen Hnberle'niöckier auf Hanomag, von Hanstein/Oraf Bassewitz auf Hanomasr. Ins?. Macher auf Ford und Klinke auf BMW; die Franzosen Mme Ponault/Mme dTTerlfque auf Matford, Ouinlin/Mazauf auf Matford. CarHere auf Matford, Schell/Dreyfus auf Delahaye, Paul/Mailiard-Brune auf Dela- Viave. Lebes-ne auf Talbot. Trevoux auf Hotc^kiss. Ml'e Lamberjack/Mme Simont auf rfotc-hkiss. Delavau^Lesurqtie auf Delaee und Lahave/Ouatresous auf Renault; die »•altener Oord'ni und Moünari auf Simca8, die Fnf'äirier Mrs. Lace/Miss Amy Johnson auf Taibot-Darracq und F. S. Barnes auf Vanrhaü: die Schwedin Mrs Molander auf Dorisre; den (>»