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E_1938_Zeitung_Nr.004

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10 Automobil-Revue —

10 Automobil-Revue — N° schwarzer Etamineschleier verhüllt das halbe Gesicht. Trotz dieses furchterregenden Aufzuges gelingt ihr das Anlocken der Kinder, denen sie Näschereien hinhält. Plötzlich aber verschwindet die «Hexe» dann mit den Ahnungslosen, und bei Nacht übergibt sie die armen Gefangenen den Empocheurs, welche die Kinder nach Tiffauges schleppen. Dort, in jenem massig-düstern Trutzschloss mit den dicken Mauern feiert Gilles de Rais Wahnsinnorgien. Der elende Prelati zelebriert seine schwarze Messe, in deren Verlauf man die unglücklichen Kinder dem Teufel weiht und verbrennt! Dies alles ist leider keine Phantasie, sondern ein furchtbares Zeugnis menschlicher Verirrung. Das beweist einmal der Prozess, den man Gilles de Rais schliesslich machte, und sodann die genauen Nachforschungen eines französischen Arztes, der im Jahre 1885 hinter dem Altare der halbverfallenen Schlosskapelle von Tiffauges die Skelette von mehr als hundert Kindern entdeckte. Zudem fanden diese Orgien höchstwahrscheinlich nicht nur in Tiffauges statt, denn man vermisste ja etwa achthundert (!) Kinder. Das bedeutet Leid, Tränen, Empörung und schwelenden Hass! Uns Menschen von heute erscheint es unfasslich, wieso derartige Geschehnisse nicht rasch und rücksichtslos aufgedeckt wurden — allein dazumal war ein Marschall von Frankreich beinahe unangreifbar; denn kein weltliches Gericht durfte eine Anklage wagen! Schliesslich aber ermannt sich der Bischof von Nantes. Unter dem Vorwand des Friedensbruches (Gilles de Rais erschien bewaffnet vor dem Altar der Kirche Saint-Etienne, um dort wegen irgendeiner Streitsache den Messdiener «aufzuheben»), lässt der Bischof den gewalttätigen Baron in Machecoul verhaften. Sonderbarerweise leistet Gilles keinen Widerstand — er fühlte sich wohl innerlich vollständig erledigt. Rasch, sehr rasch wird nun aus dem Zelebrantenprozess eine peinliche Befragung, und der Marschall gibt bald mit brutaler und zynischer Offenheit die Mehrzahl seiner Verbrechen zul Der Untersuchungsrichter Jean de Blouyn erstarrt vor Entsetzen über soviel Ruchlosigkeit. Trotz allem »echnet Gilles de Rais nicht mit seinem Untergang. Er weiss sich den König tief verpflichtet — er ist einer der Grossen des Reiches! Jedoch es geschieht nichts zu seiner Rettung, denn Karl VI. greift nicht ein in diesen Prozess seines Hauptgläubigers! So wird denn der Marschall mit samt seinen Mitschuldigen zum Tode verurteilt. Am 24. Oktober 1440 — Gilles zählt erst vierzig Jahre — vollzieht man das Urteil zu Nantes. Aus «besonderer Gnade» wird der Baron gehängt, und dann erst verbrennt man seinen Körper. Zuvor aber bekennt er vor allem Volke — dem Volke, welchem er so Unsägliches zugefügt hat — mit solcher Zerknirschung seine Sünden, dass die tieferschütterte Menge sich auf die Knie wirft und Gott unter Tränen um Gnade anfleht für den Malefikanten! Unbegreiflicherweise verschonte man den elenden Prelati, und zwar nur deshalb, weil seine Angaben es dem öffentlichen Ankläger ermöglicht hatten, die Verbrechen des Marschalls aufzudecken. Tiffauges, Machecoul und Champtoce aber, die drei gewaltigen Schlösser des Barons Gilles, zeugen noch jetzt mit ihren gewaltigen und düstern Ruinen von dem Furchtbaren, das einst in ihren Mauern geschehen ist. L. G. &kiuettkämpier und Sliiloiirislcii Es ist eigentlich nur eine logische Folge in der Entwicklung des Skilaufes, dass aus diesem ursprünglich eigentlich mehr touristischen Sport ein Wettkampfsport geworden ist, der heute Hunderttausende in seinen Bann zieht. Das Streben nach der Höchstleistung hat die skisportliche Jugend mit sich gerissen und lässt sie heute Leistungen vollbringen, denen man hohe Bewunderung zollen muss. Sind die langen, flachen Läufe über längere Distanzen mehr die Domäne der Norweger, Schweden und Finnen, so sind die Bewohner der Alpenländer — bedingt durch ihr eigenes Gelände — in den Abfahrtsläufen (Downhill races) wahre Virtuosen geworden. Abfahrtsrennen sind denn auch jene Skikonkurrenzen, die in der Schweiz grösstem Interesse begegnen, und wenn die überragende Technik des Abfahrens heute einen so hohen Stand erreicht hat, dann muss man in diesem Zusammenhang den englischen Gästen ein besonderes Lob zollen. Sie waren es eigentlich, die jahrelang dem Abfahrtssport Springer zuerst als Punkte hoch oben im Anlauf hartnäckig das Wort redeten, bis ihm auf der stehen sieht, wie sie sich dann ducken, über den ganzen Linie zum Durchbruch verholfen war. Abfahrtsrennen ist die eine, Slalom die andere alpine Skidisziplin. Beide gelangen immer zusammen zum Austrag. Der Lauf findet auf einer vorgeschriebenen Steilpiste statt, die durch 40—50 Anlauf schiessen, auf dem Schanzentisch hochschnellen und mit weiter Vorlage in einem phantastischen Flug 70—80 m weit durch die Luft sausen, um meist todsicher im Auslauf unten zu stehen und lächelnd anzuhalten! Sozusagen jeder Flaggenpaare abgesteckt ist. Er vermittelt wunderbare Kurort in der Schweiz besitzt seine eigene Bilder skisportlichen Könnens und stellt an die Konkurrenten höchste Anforderungen, denn Sprungschanze, auf denen in der Hauptsaison eine Reihe grosser Konkurrenzen meist mit ausländischer restloses Beherrschen der langen Bretter und Beteiligung ausgetragen werden. höchste Konzentration sind hier unbedingtes Erfordernis, wenn man zum Erfolg kommen will. Es Sind die Wettkämpfe mehr den grossen Könnern und Draufgängern reserviert, so bleiben dem ist bewundernswert, wie gut die Durchschnittsleistung der Abfahrts- und Slalomläufer in den Al- Tourenfahrer ungeahnte Möglichkeiten winterlichen Erlebens offen. Die Zahl der Touren, die penländern geworden ist, und wenn die besten in den schweizerischen Skigebieten ausgeführt aller Länder in den grossen Konkurrenzen beisammen sind, dann entscheiden oft nur Sekunden- werden können, sei es im Osten, im Zentrum oder im Westen des Landes ist ausserordentlich gross. bruchteile über Sieg oder Niederlage. Dabei sind Ueberall findet man prachtvolle Möglichkeiten, beispielsweise in den Abfahrtsläufen oft 5 Kilometer Distanz und rund 1000 Meter Höhendiffe- die jedem Skifahrer etwas bieten, angefangen bei den abwechslungsreichen Uebungsfeldern renz zu überwinden. Arlberg-Kandahar, eine von über die kurzen, leichten Abfahrten, bis zu den den Engländern kreierte Konkurrenz, die turnusgemäss einmal in der Schweiz (Murren) und das andere Mal am Arlberg zum Austrag gelangt, ^:;st'»5a:'vw-«i'?V'n.?. < M--> •;•.-.•'. ^v?y.-.--«v-.v, Die neue Nummer bringt: Gesunder u. ungesunder Ehrgeiz des Rennfahrers Wanderung u. Wandlung des Ski Beinbruchtransport im Gebirgtschnee Neue Route Preis 30 Rp., an ied. Kiosk sieht jedes Jahr die Elite der Abfahrts- und Slalomläufer am Start und begegnet unter den Schlachtenbummlern grösstem Interesse, das sich übrigens auch den FIS-Rennen (Föderation Internationale de Ski), das heisst den Skiweltmeisterschaften zuwendet, die zum Beispiel im März 1938 in Engelberg zur Durchführung gelangen und Konkurrenten aus der ganzen Welt am Ablauf sehen werden. Vom Dezember bis in den März hinein startet in der Schweiz ein Heer von Skiläufern an Hunderten von verschiedenen Veranstaltungen, die sich in ihrer Bedeutung stets steigern und schliesslich in den Schweizerischen Skimeisterschaften gipfeln, an denen dann nicht nur Abfahrts- und Slalomläufe ausgetragen werden, sondern auch der Langlauf über 18 km und als Abschluss der grosse Sprunglauf. Diese letztere Disziplin weist stets die grössten Zuschauerzahlen auf, denn es ist ein herrlicher Anblick, wenn man von unten die grossen Touren, die oft stundenlange Abfahrten ermöglichen. Waren früher, um in die Skigebiete vorzustossen, lange, beschwerliche Aufstiege notwendig, so ist in den letzten Jahren für die Bequemlichkeit der Skitouristen überall gesorgt worden. Skilifts an den Uebungshängen haben es ermöglicht, das mühsame Steigen mit den Skiern auszuschalten, denn heute hängt man sich an ein Seil an und lässt sich ohne Anstrengung in die Höhe ziehen. Standseilbahnen befördern während des Winters täglich Tausende in die Skiregionen, und die Luftseilbahnen lassen den Skifahrer heute in kürzester Zeit Hunderte von Metern an Höhe spielend leicht gewinnen. Und das neueste Vehikel für die Bequemlichkeit der Skifahrer ist der «Funi», ein vielsitziger Skischlitten, der einfach an einem Drahtkabel über alle Unebenheiten hinweg in gerader Linie in die Höhe gezogen wird. Das ist die neueste Errungenschaft auf dem Gebiete der Verkehrsbewältigung für Skifahrer. Die Erstellung all dieser Beförderungsmöglichkeiten ist in der Schweiz zuerst auf grossen Wi- derstand gestossen, aber schliesslich hat man eingesehen, dass die Entwicklung des Skisportes keine andere Möglichkeit mehr offen Hess, und heute freuen sich Hunderttausende, dass es ihnen auf eine bequeme Art ermöglicht wird, in höchste Höhen zu gelangen, um von dort aus die herrlichen Winterfreuden einer schneestiebenden Abfahrt erleben zu können. d.m. Schlittschuhtanz. Zeichnung Paul Bachmann. Weltmeisterschaften in der Schweiz. Das Programm der grossen Wintersportanlässe in der Schweiz weist für die Saison 1937/38 auch eine Anzahl Weltmeisterschaftskämpfe auf. Die Federation Internationale du Ski führt in Engelberg (Zentralschweiz) vom 5. bis Z. März die FIS-Rennen in Abfahrt und Slalom durch. Der Jackson-Cup, die Curling-Weltmeisterschaft, wird ausgetragen in Gstaad vom 24. bis 30. Januar. In St. Moritz finden am 9. und 10. Februar die Boblet-Weltmeisterschaften, in Davos am 5. und 6. Februar die Herren- Schnellauf-Weltmeisterschaften auf dem Eise statt. * * Steigerang der Ultra-Violettstrahlung im Winter. Im physikalisch-meteorologischen Observatorium des Graubündner Höhenkurorles Davos ist im Sommer gegenüber der Ebene eine Steigerung der ultravioletten Strahlung um 50 bis 100% festgestellt worden. Im Winter geht nun diese Intensivierung bis zu 200—300%. Man weiss heute, wie wichtig für den chemischen Haushalt der Haut und damit für das Wohlbefinden des Menschen überhaupt die ultraviolette Strahlung ist. Darum gewinnt auch die Hochgebirgskur immer grössere Bedeutung. Kommende Ereignisse | Adelboden: 1S./16. Jan.: Ski: Azntsverbandsrennen (Capt. Fred»- rick-Preis). Xroia: 19./16. Jan.: Aroser Sldmeisterschatten (Viererkombination). •20. Jan.: Gäste-Skirennen Hauptikopf-Obersee. 21. Jan.: Bobletiennen um den Hotelier-Wandeibecher. Andermalt: 19. Jan.: Curlingmatch (Monroe-Becher. 21. Jan.: Curlingmatch (White Hare-Becher). Le» Ävants: 16. Jan.: Bobrennen um die WaadtländerMeisterschaft. Basel: 16. Jan.: Konzert der Internat. Ges. für Neue Musik (Konservatoriumssaal). - Eishockeymatch und Schau« laufen auf der Kunsteisbahn. 18. Jan.: Liederabend Lina Solza, vom San Carle-Theater in Neapel und Ezio Greppi Lugano/MQano (Halt* HubersaaV). Bern: Januar: Je Sonntags 10*14 Uhr, Skihaus Blapbach (Trubschachen): Skikurs im Gelände, veranstaltet von der Sportges. der Stadt Bern. 19. Jan.: Tombolakonzert des bem. Theatervereins. Leitung Hans Münch. Solist: Fritz Hirt, Violine. 18. Jan. bis 13. Febr.: Kunsthalle: Ausstellung Charles l'Eplattenier und Berthe Bouvier. Bergan: 16. Jan.: PorchabeUa-Abfahrtsrennen (am Keseh) um den Wanderbecher «Aela». Caux: 16. Jan.: Ski: Int. Gr. Prix auf der «Piste du Diable». Celerink: 21. Jan.: Gymkhana auf dem Cresta Palace Eisrink. Chateau d'Oex: 18./19. Jan.: Curlingmatch (Coupes de Chatean d'Oex und «Journal de Chäteau d'Oex). Chur: 16. Jan.: Eishockevmatch, Serie A (Grisons Cup, H. C. Chur). Chuxwalden: 15. Jan.: Skisprungkonkurrenz. Crans s. Sierre: IS. Jan.: Curlingmatch (chall.de l'H&tel Gell «t Sports). 20. Jan.: Bobrennen (chall.de l'H6tel Golf et Sports). Davos: 16. Jan.: Eishockevmatch Canada-Davos (ev.). Ebnat-Kappel: 16. ev. 23. Jan.: Skitag, offen für alle SSV-Mitglieder (Wanderpreis) und Skichilbi. Engelberg: 18. Jan.: Ski Club of Great Britain: Slalomrennen. 19. Jan.: Ski Club of Great Britain: Jochpass Challenge Cup. Gantxischgebiet: 16. Jan.: Gantrisch-Stafettenlauf und Skisprung« konkurrenz (Seelitalschanze) Grindelwald: 15./16. Jan.: Kombinierte Abfahrts- und Slalom rennen des Schweiz. Damen-Skiklubs für Fahrerinnen aller Länder* 17.Jan.: Beginn der Curlingwettkämpfe um die Baer- Trophy. 21. Jan.: Slalom (Strang WatMns Wanderbecher). 18. Jan.: Männlichen-Abfahrtsrennen (Dr.Felber-Becher). Gstaad: 16./16. Jan.: Hockeytumier: Kosey-Becher. 16. Jan.: Wassergrat-Abfahrtsrennen (Pallis-Becher). 17./18. Jan.: Curlingturnier: National-Becher. Kandexsteg: 1S./16. Jan.: Curlingwettspiel (Rohrbach-Bechar). 17. Jan.: Bergli-Abfahrtsrennen. - Internat. Eislaufkonkurz. 17.-22. Jan.: Curlingkonkurrenz (Frame's Schild). Lenzerheide: 16.Jan.: SCL-Abfahrtsrennen von der June-Hütta (Blum-Peiser-Cup). Loeche-les-Bains: 16. Jan.: Internat. Eiskunstlaufkonkurrenz. Luerzn: 16. Jan.: Studienkonzert (Stadttheater). - Skirennen int Eigenthal. Montana-Vermala: 18.-16. Jan.: Walliser Militar-Sldrennen. Morgins: 20. Jan.: Skikonkurrenz (Morgins Cup). Murren: 15. Jan.: Kandahar Junioren Skimeisterschaften. Pontresina: 20. Jan.: Curlingmatch um den Kurverein-Cup. Rlgi: 16. Jan.: Ski-Abfahrt und Slalom, ev. Stemstafettenlauf. Saas-Fee: 17. Jan.: Langlauf. Samaden: IB.,'16. Jan.: Grosse; Skirennen. St. Moritz: 16.-30. Jan.: Wintersport- Rendez-vous des A.C. 8. 16. Jan.: Sprungkonkurrenz um den Maharajah Cup. 21./22. Jan.: Hockeymatch mit Cnnada (ev.). Sllvaplana: 16. Jan.: Fuorcla-Surley-Abfahrtsrennen des S. C Julier. Stoos/Schwyz: 21. Jan.: Slalom am Steilhang. Unterwasser: Januar: Jeden Sonntag: Tages-Skikurse auf Utioa. Januar: Jeden Samstag: Gäste*Skirennen oder Slalomlauf. Wengen: 15./16. Jan.: 9. Komb. Lauberhorn-Abfahrtsrennen und Slalom, offen für alle Fahrer. Gleichzeitig: Clubwettkämpfe Ski Club de Paris und S. C. Megeva gegen S. C. Geneve und S. C. Wengen. 16. Jan.: Skisprungkonkurrenz. 17. Jan.. Kunstlauf konkurrenz. Curlingmatch (Hewitt Cup). Zwischen 17.-23. Jan.: Abfahrtsrennen: Down Hill Only Ski-Club/S. C. Wengen. Abfahrtsrennen um den Goldenen Ski von Wengen. Zermatt: 18. Jan.: MRSC Wittwer-Cup: Sturzfreies Abfahrtsrennen. Zuoz: 18. Jan.: Ski-Ausflug nach dem Nationalpark unter kundiger Fuhrung eines Jägers und Bergführers. Zürich: 18. Jan.: Tonhalle: Abonnementskonzert. Solist A. Cortot, Klavier. Zweisimmen: 16. Jan.: Rinderbergrennen (Verkehrsverein- Becher, Viererkombination. 20. Jan.: Curlingmatch. 4 Bücher für Kaufleute: Französisch für Kaufleute Von Georges Vacheresse Englisch für Kaufleute Von Prof. Dr. A. Lätt Spanisch für Kaufleute Von Prof. Dr. A. Steiger Italienisch für Kaufleute Von Prof. Dr. M. Alani Jedes Werk zerfällt in 5 Hauptteile, wovon der erste in knapper Form die staatliche und wirtschaftliche Einrichtung sowie Handel und Verkehr in den betreffenden Ländern behandelt. Der zweite Teil trägt die Ueberschrift „Handelskorrespondenz und Organisation der Korrespondenzabteilung". Dieses Kapitel ist ein meisterhaftes Abbild der Handelspraxis. 90 Seiten Wörter und Mustersätze bilden den dritten Teil. Dieser Teil bedeudet für den Korrespondenten das nie versiegende Nachschlagewerk, das ihm über alle Klippen hinweghilft. Nicht nur dem Handel, sondern auch dem Bankverkehr ist eingehend Rechnung getragen worden. Der vierte Teil ist betitelt: „Korrespondenz und Handelskunde". Gegen 200 Musterbriefe, die zum grössten Teil Originalbriefe sind, enthält dieses Kapitel. Die Briefe bestehen aus drei Teilen: Der Inhaltsangabe, dem Brief und den Erläuterungen. Diese am Fusse des Briefes angebrachten Erklärungen machen den Benutzer auf sprachliche und handelsübliche Eigentümlichkeiten aufmerksam. Unsicherheiten im Sprachgebrauch machen einen schlechten Eindruck auf den Empfänger eines Briefes. Aus diesem Grunde legen die Verfasser im Schlusskapitel der Werke ihre Erfahrungen, die sie während ihrer Tätigkeit gemacht haben, nieder. Solche Bücher bedeuten für jeden strebsamen Kaufmann Kapital Verlangen Sie ein Probeheft, das viele Mustersätze aus den genannten Werken enthält. Preis jedes in Ganzleinen gebundenen Bandes Fr. 5.50 VERLAG HALLWAG • BERN A b t e i l u n g S p r a c h w e r k e

JjjO 4 — Automobil-Revue 11 Auflösung von «Wer ist's?» 1. Wiertz. 2. Irenäus. 3. Roland. 4. Gandhi. 5. Rousseau. 6. Amundsen. 7. Tagore. 8. Utamaro. 9. Legoüve. 10. Ivanhoe. 11. Elektra. 12. Radetzky. 13. Erasmus. 14. Nikodemus. IS. Defregger. 16. Ephialtes. 17. Maximilian. 18. Laplace. 19. Isaschar. 20. Eckener. 21. Bramante. 22. Ei£fel. 23. Napoleon. 24. Leibniz. 25. Osiris. 26. Egmont. 27. Sardou. 28. Edison. 29. Rosegger. Wir gratulieren dem lieben Loeser zu dieser vorzueglichen Leistung. Liste der richtig eingesandten Lösungen: Frau Dr. M. Arnold, Sursee; A. Bachofen, Glarus; M. Bertschmann, Basel; C. Burgener, Rorschach; H.& R. Christen, Suhr; Frl. T. Ebner, Allschwil; Frl. M. Epple, St. Gallen; C. Fravi, Rapperswil; Frau L. Gehrig, St. Gallen; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau H. Gerber-Baumann, Aarwangen; J. Gustin, Schönenwerd; S. Gysin-Rieder, Liestal; Frl. A. Hagmann, St. Gallen; Frau J. Hopf-Glauser, Bern; Frau F. Junker, Töss; E. Kasper, Mariastein; Frau I. Keppeler, Rheineck; K. Keusen, Biel; Frau Krähenbuhl, Niederwangen; G. Laepple, Basel; M. Lehner, Zürich; E. Lindenmaier, Basel; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; P. Meier, Bern; F. Meier, Zürich; T. Müller, Bern; Frau L. Röck- Frey, Basel; Frl. T. Ruchti, Münchenbuchsee; L. Schmitt, Basel; FrL R. Schoch, Rapperswil; H. Sommer, Zürich; H. Tagwerker, Heinrichsbad; W. Teutsch-Hubacher, Biel; Frl. M. von Tobel, Bern; Frl. M. Vetsch, Buchs; Frl. L. Warnat, Basel; F. Wenger, Bern; Frl. M. Wüdbolz, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. Ein Auto von 4 m Länge will ein gleich langes Auto überholen. Vor dem Ueberholen ist es 6 m hinter dem andern Auto, nachher 6 m vor ihm. Das überholte Auto fährt mit 18 m/sek, das überholende mit 20 m/sek. Welche Zeit und welche Strecke braucht es zum Ueberholen? Die richtige Lösung gilt 3 Punkte. Einsendetermin: 21. Januar 1938. Bernard Shaw. Dem Onkel seine Nichten und Neffen machen Vom Uebersetzen war die Rede und jemand den Nichten und Neffen ihrem Onkel viel Freude. hielt Bernard Shaw vor, dass einer seiner Uebersetzer nicht genug Englisch verstünde, um diesem Der eine lobt «Wer ist's?>, weil das Rätsel raffiniert war — ein Kompliment an den Rätselmacher, Amt zu genügen; worauf sich ein anderer Teilnehmer der Tafelrunde mit der boshaften Beschwer- der es diesmal getroffen hat, und an den Setzer, der dem Onkel keinen Bart malte — und Neffe de meldete, der betreffende Uebersetzer sei auch Fritz sagt, es habe ihm eine schlaflose Nacht vertrieben. Der arme Fritz. Entweder hat er's mit dem der eigenen Muttersprache nicht ganz mächtig. «Selbstverständlich», nickte Shaw, «dadurch eben Magen oder mit dem Herzen, dass er nicht schlafen kann. Sollte sich nicht eine pflichtbewusste unterscheidet sich ein Uebersetzer von einem gewöhnlichen Schriftsteller, dass dieser nur seine Nichte dieses offensichtlichen Junggesellen annehmen? Verschiedene Frögli wollen wissen, ob es eigene Sprache nicht beherrscht, während der Uebersetzer gleich zwei Sprachen nicht kann ...» genüge, wenn man in der Lösung bloss den Vers schreibe? Nein, Ihr Lüt, das genügt nicht, sonst weiss der Onkel ja nicht, ob Ihr Euch die Lösungen einfach zutelephoniert habt. Denn der Onkel ist sich völlig im klaren über die Schlauheit seiner Zöglinge. Deine 30er und 40er, Margrit, kamen leider zu spät aus St. Gallen, aber die Karte freute den Onkel sehr. Das gleiche für Lisette, die auch keine Bernerin ist. Heute sollt Ihr ein wenig rechnen; diese Tätigkeit erfrischt das Gemüt. Ich werde Soldat Von Major Edgar Schumacher Unter Mitarbeit zahlreicher Offiziere aller Waffen 208 Seiten, ^ geb. Fr. 4.80. Das Buch hat den Ehrgeiz, etwas wie eine kleine Glaubenslehre für den schweizerischen Soldaten zu sein. Es ist auf der Ueberzeugung von der Notwendigkeit und dem sittlichen Wert der schweizerischen Landesverteidigung aufgebaut und wendet sich vor allem an den angehenden Soldaten; aber auch der fertige und gefestigte Wehrmann kann sich hier die Bestätigung und vielleicht Ergänzung eigenen Denkens und Erlebens holen. Das reich illustrierte Buch sollte bei allen Soldaten bleibender Besitz werden. Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Fr ahnnil 11 hn Madame Butterfly, Oper von G. II • QUwilll I** UflJlfl —_, 4 /T* A I \ Puccini (B-Ab.) Sa. nachm. 15. Jan. Aschenbrödel, Märchen für Kinder. Sa. abend 15 Jan Premiere: Luise Miller, Oper v. G. Verdi. SO. nachm. 16. Jan. 14 £ r. Tannhäuser, Oper v. Richard Wagner. So abend 16 Jan 2°^ Uhr: Hochzeitswalzer, Operette von Leo Ascher. Mo. abend 17. Jan. Volksvorstellung. Di. abend 18. Jan. Volksvorstellung. Mi. abend 19. Jan. Die ideale Gattin (Ab. A). DO. abend 20. Jan. Schülervorstellune. Schauspielhaus Abends 8 > 1 tag nachm. Fr. ahend 14. Jan. Der Biberpelz, Komödie v. Gerhart Hauptmann. Sa. abend 15. Jan. 8 Uhr: Wallensteins Tod. So. nachm. IB. Jan. 3% Uhr: Der Biberpelz. Denkaufgabe: Vom Ueberholen. AI« General Bernadotte zum Kronprinzen von Schweden ernannt wurde und später als Karl XIV. Stammvater des heute regierenden schwedischen Königshauses wurde, musste er vor Kammerdienern und anderem Personal ängstlich vermeiden, seinen Arm zu entblössen, denn aus seiner revolutionären Jugendzeit war dort die Devise eintätoviert: «Mort aux rois». • • * Man erzählte dem Marquis d'Argenson, dem Minister Ludwigs XV., dass ein Mann unausgesetzt Uebles über ihn verbreite. - «Das wundert mich» sagte der Minister, «ich kann mich nicht erinnern dem Manne jemals eine Wohltat erwiesen zu haben!» Als Bernard Shaw noch Feuilletonredakteur einer Londoner Zeitung war, kam er, nachdem er den ganzen Tag über Bücher gelesen und Kritiken geschrieben hatte, am Abend in eine Gesellschaft, in der ihn eine Dame nach seinem Lieblingsschriftsteller fragte. «Horace Tuggle», gab Shaw zur Antwort. «Tuggle?» fragte die Dame zurück, «von dem habe ich noch gar nichts gelesen.» - «Ich auch nicht», erwiderte Shaw, «deshalb ist er ja mein Lieblingsschriftsteller». Aus dem Inhalt: 1. Abschnitt: Die Grundlagen: Vom Geist und Wesen des Schweizer Heeres. Das schweizerische Heer nach der Truppenordnung von 1936. Von der Aufgabe unseres Heeres. 2. Abschnitt: Der junge Schweizer wählt seine Waffe. Rekrutenzeit Ich werde Infanterist. Ich diene bei den leichten Truppen. Bei der Artillerie. Ich wähle die Fliegerwaffe. Ich will zur Fliegerabwehrtruppe. Ich gehe zur Genietruppe. Ich will zur Sanität. Ich gehe zur Verpflegungstruppe. Ich melde mich zur Motortransporttruppe. Ich werde Trainsoldat. 3. Abschnitt: Soldat sein! Vom soldatischen Sein und Denken. Der Dienst als seelisches Erlebnis. Soldat und Staatsbürger. Trostspruch und Ermahnung an den, der nicht Soldat werden kann. Verlag Hallwag, Bern Zürich - Empfehlenswerte Unterhaltungs- und Gaststätten ad * * Rätselp'.EcrEte Uhr. So. abend 16. Jan. Napoleon der Erste. Mo abend 17. Jan Tanzabend Herta Bamert (nur Zusatzmarken gültig). Od on Jazz-Kapelle, Zeugh AneLcdoten Bellevueplatz Einlagen, gute Unterhaltung. am Paradeplatz Eine Sehenswürdigkeit. Küche und Keller berühmt. Familie Biedermann-Sutter, Besitzer des Hotel Engel in Baden, b. Turm. Hotel Sternen Zürich-Oerlikon Franklinstrasse 1 Schöne Zimmer mit fliess. Wasser. Gutgef. Küche. Bescheid. Preise. Garase. Tel. 68.065. Bes.: P. Wüoer. mma ke am Limmatplatz Telephon 58.911 Hotel - Restaurant - Säle. Wannen- und Medizinalbäder. Zimmer m. fl. Wasser 3.50. Zentralheizung. Geheizte Garage im Hause. Eigener Parkplatz. Napoleon in. Nach dem geglückten Staatsstreich Louis Napoleons im Jahre 1851 fand sich sehr bald die ganze Familie der Bonaparte, die bis dahin die Bemühungen des Prinzen verspottet hatte, in Paris ein in der Hoffnung, wieder die alte Rolle in der Gesellschaft spielen zu können. Unter ihnen befand sich auch der immer noch lebende jüngste Bruder des grossen Kaisers, Jeröme, ehemals König von Westfalen. Als er eines Tages seinen zur Macht gelangten Neffen heftig kritisierte und ihm vorwarf, dass er auch nicht das geringste mit seinem grossen Vorfahren gemeinsam habe, meinte der dritte Napoleon trocken: «Sie irren, Prinz. Etwas habe ich doch leider mit ihm gemeinsam: die Familie.» Brahms. Brahma war ein starker Zigarettenraucher und trug meist ein paar teuere und eine Anzahl billigerer bei sich. Eines Tages bot er einem jungen musikalischen Talent eine der guten ägyptischen an und hielt ihm gleichzeitig ein brennendes Streichholz hin. Der Besucher aber machte keine Anstalten, die angebotene Zigarette in Brand zu setzen, sondern sagte: «Ich danke Ihnen, Meister, aber die Zigarette wird überhaupt nicht geraucht, die wird als ein Andenken an Brahms verwahrt.» Brahms griff gelassen in die andere Rocktasche, zog das zweite Etui mit der billigeren Sorte hervor und sagte: «Dann geben Sie ruhig die Zigarette wieder her, als Andenken ist auch diese gut genug.» Mutter, ist es wahr, dass die Männer von den Frauen immer dasselbe wollen?» - «Ja, ja, leider nicht immer derselbe dasselbe von derselben.» Gretchen ist unartig und die Grossmutter sagt ermahnend: «Ein kleines Mädchen muss immer artig sein, du weisst doch, als Rotkäppchen ungezogen war, kam der Wolf und frass sie auf.» «Ja, aber die Grossmutter auch!» antwortet Gretchen. * _ * Der Junggeselle langweilt sich überall, der Verheirate nur zu Hause. (Dumas.) «Wer ist so stark wie Herkules, so schön wie Apollo, so weise wie Solon und so geistreich wie Shaw?» «?» «Der erste Mann meiner Frau.» Weit zahlreicher als die verkannten Genies sind die undurchschauten Dummköpfe. Man muss schweigsam schaffen. Wer viel von Zielen redet, erreicht nichts — wer viel vom Lernen redet, kann nichts — wer immer von der Arbeit redet, ist ein Faulpelz. (Aus dem «Neuen Wiener Journal».) Interlaken T.C.S. Beim Hauptbhf. Das ganze Jahr offen. Zimmer mit fliessend. Wasser v. Fr. 3.50 an. Grosses Restaurant. Günstiger Parkplatz. Garage. Tel. 105. Fam.Beuggtr, Bes. Luzern Bernerland Hotel St. Gotthard Mittelschweiz Weggisgasse 10. Ein gemütliches Stündchen bei einem guten Tropfen und vorzügl. Bissen zu bescheidenen Preisen. Spezialplättli. Tel. 21.827. Frau M. Rotter. Melchseefrutt 1920 m ü. M. Neuerscl lossenes Skiparadies, sonnig und schneesicher vom Nov. bis Mai. Altbewährte Gastlichkeit im.Hotel Reinhard a. See. Prosp. verlangen. Tel. 22. Ölten T. C. 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Eine brennende Tabakspfeife zum Beispiel, mit einem dicken roten Kreuz durchstrichen, besagt, dass hier das Rauchen verboten ist. Ein Zaun, auf dem ein zähnefletschender Hund abgebildet ist, warnt die Passanten vor bissigen Hunden. Auf der Eisenbahnstation zeigt ein Schild, auf dem ein angeschnittener Brotleib zu sehen ist, den Passagieren das Bahnhofrestaurant an, eine Gendarmenkappe verkündet die Polizeistation, ein Schild mit einem Mann in weissem Mantel mit einem Hörrohr in der Hand zeigt die Wohnung eines Arztes an. In Bosnien weist eine Hand, die auf zahlreiche Minaretts zeigt, den Weg nach Sarajevo, in Südserbien verkündet ein Plakat, auf dem ein Gendarm einem Bauern das Gewehr abnimmt, das Waffenverbot, und wenn man auf eiqer Tafel einen Photographenapparat sieht, der mit roter Farbe dick durchstrichen ist, so weiss man sofort, dass hier nicht photographiert werden darf. Auch die für Männer und Frauen der mohammedanischen Bevölkerung gesonderten Warteräume sind durch Bilder gekennzeichnet; ebenso verbotene Weideplätze, ungeniessbares Trinkwasser, gefährliche Badeplätze, Eisenbahnübergänge — kurz alles und jedes, was bei uns ganz selbstverständlich durch geschriebene Schilder bekanntgegeben wird, wird der des Lesens unkundigen Bevölkerung durch möglichst anschauliche Bilder vermittelt. Es ist kaum anzunehmen, dass man in jenen Gegenden in absehbarer Zeit auf diese cBilderschrift» wird verzichten können. Bei den Kriminellen Wir lesen in «Baltimore Sun»: Im Seminar für Kriminalistik an der Universität von Kansas City zeigte der Professor unlängst seinen Studenten 75 Photographien; sie sollten die kriminellen Typen heraussuchen. Fünfzig Prozent der angehenden Kriminalisten wählten mit sicherem Griff das Konterfei von Edgar Hoover, dem Oberhaupt des Washingtoner Bundes-Detektivbureaus. Wieviele Menschen gibt es auf der Erde? Nach einer soeben veröffentlichten Zusammenstellung des französischen Statistischen Zentralbureaus beträgt die Einwohnerzahl der Erde heute rund 2116 Millionen, während sie im Jahre 1930 auf 1988 Millionen geschätzt wurde; sie hätte demnach in den letzten sechs bis sieben Jahren — die zugrundegelegten Ziffern basieren grösstenteils auf den Feststellungen des Jahres 1936 — um 128 Millionen zugenommen. Diese Zunahme kommt fast genau zur Hälfte Asiens zugute (1164 gegen 1102 Mill.). An zweiter Stelle (der Zunahme) folgt Europa (527 gegen 484 Mill.) dann Amerika (262 gegen 249 Mill.), darauf Afrika (152 gegen 143 Mill.) und schliesslich Australien (11 gegen 10 Mill.). — Die grössten Reiche der Welt sind, natürlich einschliesslich ihrer Kolonien und Dominions: Grossbritannien mit 516, China mit 437, Russland mit 171, die USA mit 144, Frankreich mit 111, Japan mit 99, Deutschland mit 68 und Italien mit 51 Millionen Einwohnern. Ein Hundertjähriger erbt Die Londoner Polizei erhielt aus Kowno den Auftrag, nach einem aus der Stadt Janova in Litauen stammenden Mann zu forschen, der im Jahr 1892 im Alter von 55 Jahren nach London ausgewandert war. Da der Mann jetzt also gerade hundert Jahre alt hätte sein müssen, galten die Nachforschungen natürlich nicht ihm selber, sondern seinen eventuellen Hinterbliebenen. Nun folgte eine Ueberraschung der anderen: der Mann lebte noch höchstpersönlich; obgleich er als Bettler sein Dasein fristete, erfreute er sich einer beneidenswerten Gesundheit. Den Anlass der Nachforschungen aber bildete der Tod seines einziges Sohnes, der im Alter von 70 Jahren ohne Hinterlassung von Nachkommen gestorben war, und dessen Vermögen in Höhe von 10 Millionen litauischer Mark infolgedessen nach dem Gesetze seinem Vater zufiel. Zwischen Vater und Sohn hatten seit der Auswanderung des letzteren keinerlei Beziehungen mehr bestanden. Der glückliche Erbe erklärte, er habe nicht die Absicht, in diesem Alter seine Lebensgewohnheiten noch erheblich zu ändern; allerdings werde er künftig wohl nicht mehr betteln, jedoch seine bisherige Behausung beibehalten,. um dort «noch einige Ruhejahre» zu verleben. Das Geld komme ihm gerade recht, um ihm ein sorgenfreies Alter zu verschaffen. Wie alt sind Sieger? Gewissermassen als Kommentar zu dar durchgreifenden Verjüngung im britischen GantralsUb hat der englische Generalmajor Füller im «Daily Express» eine Statistik über das Alter veröffentlicht, in dem hundert berühmte Feldherren in den letzten zweitausend Jahren ihre grössten-Siege errungen haben. 47% der Sieger waren jünger als 48 Jahre, nur 4% hatten das 60. Jahr überschritten. Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmid.