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E_1938_Zeitung_Nr.008

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Ernährung und durch

Ernährung und durch andere Mittel vorbeugend eingreifen. Wir denken an gewisse Stimulierungsmittel oder an die Einschaltung eines Mittagsschlafes. Uebermüdung durch lange Arbeitszeit. Unsere Untersuchung zeigt, dass trotz den gesetzlichen Schutzbestimmungen eine nicht ganz nebensächliche Zahl berufsmässiger Fahrzeugführier^ durch Uebermüdung Verkehrsunfälle hervorrufen. Dabei machen sich in der Regel immer die gleichen Firmen der Missachtung und Uebertretung der bestehenden Vorschriften schuldig. Mit dem Erfolg, dass jene Unternehmen, welche sich an die Vorschriften halten durch die Gesetzesverächter geschädigt werden und das ganze Gewerbe durch diese Minderheit in Verruf kommt. Es sei in diesem Zusammenhang nicht näher auf die einzelnen Verstösse gegen die Verordnung eingegangen. Wir «teilen nur fest, dass von den 83 Ermüdungsfällen 27 auf das Konto der letzteren gehen, die auf Personen- und Lastwagen entfallen. Gestattet auch das Material eine genaue Feststellung nicht, wieweit es sich um angestellte Chauffeure oder um Arbeitgeber oder Besitzer der Lastwagen handelt, eo kann immerhin gesagt werden, dass 21 der in Betracht fallenden Unfälle durch berufsmässige angestellte Lastwagenführer hervorgerufen worden sind. Auch hier mögen einige Beispiele das bereits Gesagte verdeutlichen: Unfallzeit 23 Uhr. Der Chauffeur F. hatte einen Transport von V nach S. auszuführen. In N. kollprte er mit dem Wagen über die Strassenböschung in eine Wiese hinunter. Vermutliche Ursachen: Nasses, nebliges Wetter, Führer eingeschlafen, lange Arbeitszeit. Unfallzeit 2Q l A Uhr. Chauffeur M. wollte mit seinem Lastwagen nach Hause zurück. In B. fuhr er in die nur für Fussgänger bestimmte Bahnunterführung hinab, wurde im Führersitz eingeklemmt und getötet. Die Arbeitszeit begann morgens 5 Uhr (15 Stunden). Vermutliche Ursachen: Uebermüdung. Einschlafen. Unfallzeit 7 Uhr. Zwischen F. und H. nickte der Chauffeur des Lastwagenzugs ein. geriet auf die linke Strassenseite und kollidierte mit einem daherkommenden, mit 12 Personen besetzten Autocar. Im letzten Augenblick erwachte L. und konnte noch knapp ausweichen Immerhin wurde der Personenwagen gestreift und schwer beschädigt. Vermutliche Ursachen: Uebermüdung, Einschlafen, kurze Nachtruhe. Schlussbemerkungen. Resümieren wir die vorstehenden Ausführungen kurz, so lässt sich feststellen, dass die Uebermüdung im Strassenverkehr zu Unfällen Anlass geben kann, doch gelingt es nur schwer, sie statistisch nachzuweisen. Das von uns vorgebrachte Material betrifft in der Hauptsache Fälle, bei denen «Einschlafen » des Führers festgestellt wurde. Sie zu verhindern, scheint uns u. a. eine bessere Anwendung der Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Chauffeure wünschbar. Sie liegt unseres Erachtens aber auch im Interesse der Verkehrssicherheit wie des seriösen Autotransportgewerbes. Bei den Privatfahrern, denen ja das Gesetz auch die Verpflichtung auferlegt, den Verkehr nicht durch Uebermüdung zu gefährden, sollte durch vermehrte Aufklärung über die Gefahren der Uebermüdung versucht werden, eine Verminderung der Unfälle herbeizuführen. Im weitern empfiehlt sich eine physiologische Untersuchung der Erschlafftingszustände nach dem Mittagessen in der heissen Jahreszeit. Vielleicht findet die Wissenschaft Mittel und Wege zu deren Ueberwindung. Siracsen San Bernardino-Projekt und Chur. Der Stadtrat von Chur hat kürzlich eine Motion für das Alpenstrassenprojekt vom Hinterrheintal in die Mesolcina durch den San Bemardino einstimmig genehmigt Ausbau des zugerischen Strassennetzes. In der Donnerstag-Sitzung des Züger Kantonsrates wurden 71000 Fr. für zwei Strassenkorrektionen bewilligt, nämlich für die Korrektion der Strasse Risch-Oberriseh und für einen Neubelag eines Teils der Kantonsstrasse im Dorfe Cham. Im weitern In dem Haus war ein Antiquitätengeschäft, ein Blumenladen und eine Papierhandlung. Hubert stieg aus, das Haus war hoch und düster. Er besah sich die Fensterreihen und die drei Geschäfte. In der Blumeinhandlung war auf braunem Samt ein Korb mit Marschall-Niel-Rosen aufgebaut. Hubert ging auf und ab. Er war glücklich und ungeduldig. Also hier wohnte sie. In dem Antiquitätenladen stand eine goldene Monstranz und Gläser aus Rubinglas. Der Kohlmarkt mündete in eine breite Querstrasse. Hier begannen die Juweliergeschäfte. Sie hatten eine Menge Brillantenschmuck ausgestellt und geschliffene Onyxsteine und Smaragde. Hubert hatte nichts zu tun, er blieb vor allen Auslagen stehn. In einem schmalen Qeschäftsfenster war ein Halbdiadem aus Platinranken ausgestellt. Hubert fiel ein, dass er Cary einen Ring kaufen könnte. Natürlich musste er ihr einen Ring kaufen. Er ging in den kleinen Laden hinein, der Juwelier war ein alter Herr mit weissem Backenbart, und er trug einen dunklen zugeknöpften Gehrock. «Was für ein Ring soll es sein?» «Ich weiss nicht», sagte Hubert. Er wurde verlegen. «Der Preis ist 6gal», sagte er. Er ist das Gegenteil von jenem Fahrer, der mit unscheinbaren Resten einer kaum mehr als Oel zu bezeichnenden Flüssigkeit im Motor, approximativen Bremsen, einer halben Volantumdrehung Totgang in der Lenkung, zusammengerosteten Federblättern und verschlafen blinzelnden Scheinwerfern unter munterem Jaulen schlecht aufgepumpter Reifen durch die Landschaft segelt. Spinnweben überziehen das Pedal der seit Menschengedenken nicht mehr bedienten Zentralschmierung und die Lager und Kolben klappern wie die bekannte Mühle am rauschenden Bach, bis er einmal irgendwo auf stockdunkler Landstrasse die endgültig festgefahrene Karre gleichmütig stehen lässt, mit dem klassischen Hexameter auf den Lippen: «Sage mir, Wächter der Nacht, in bezug auf das Wirtshaus, wo ist es?» Er ist der Phlegmatiker unter den Automobilisten, während der Autohypochonder den Typus des Melancholikers vertritt. Drei Spielarten davon sind besonders verbreitet: die mit dem Klopf-, dem leistungs- und dem Schmierkorhp I e x. Für die ersteren ist kaum ein Kraut gewachsen. In aller Früh läutet da das Telephon. Es ist Max. «Du musst heute unbedingt meinen neuen Wagen versuchen!» Nun, wenn man muss! Schon beim ersten Start fällt Maxens angespannter Gesichtsausdruck auf. Seine Ohren werden immer länger Jetzt reichen sie schon bis unter die Motorhaube und saugen sich an irgendeinem Bestandteil fest, wie die Fangarme eines Polypen. «Du, er klopft!» Keine Spur. Der Wagen «geht wie ein Glöckerl!» Aber Max ist nicht mehr zu halten. Alle zwei Kilometer bleibt er stehen, wechselt Kerzen, demontiert den Vergaser und vollführt unter gemurmelten Verwünschungen mysteriöse Handlungen. Der Rest des Ausfluges führt überhaupt nur mehr von einer ländlichen Reparaturwerkstätfe zur anderen, auf der ewigen Suche nach den rätselhaften Geräuschen, die ausser ihm selbst niemand hört. Am späten Abend ist das Ziel erreicht: Irgend etwas klopft jetzt wirklich, wenn es auch nur das in der Eile schlecht angeschraubte Schutzblech ist! Eine Woche später verkauft Max mit 50 Prozent Verlust den schönen Wagen. wurden 15 000 Fr. an die Kosten eines Brückenbaues über die Reuss bei Bühlau an Stelle der bisherigen Fähre bewilligt. Die neue Brücke soll in Eisenkonstruktion mit einer Fahrbahnbreite von 3 m ausgeführt werden. Die Bahnüberführung bei Rothkreuz bleibt bestehen. Anlässlich einer Konferenz zwischen dem zugerischen Baudirektor, dem Kantonsingenieur und einem Kreisdirektor der S.B.B, wunde eingehend die Frage der Bahnüberführung bei Rothkreuz besprochen. Nach längerer Diskussion einigtg; man sich leider dahin, wegen den hohen Kosten von einer Aenderung des bestehenden Zusteuides abzusehen. Eine Niveaukreuzung in Bern soll verschwinden. Die bernische Regierung beantragt dem Grossen Rat, der Gemeinde Bern an dio mit 417 000 Fr. veranschlagten Kosten für die Korrektion der Weissensteinstrasse und die Beseitigung des bestehenden Niveauüberganges einen Beitrag von 10% oder höchstens 41000 Fr. zu bewilligen, vorausgesetzt, dass der Bund eine ausserordentliche Subvention von 4-0% gewährt. Das Geschäft figuriert auf der Traktandenliste der Februar-Session des bernischen Parlaments. Ein neues Sicherheitsgeländer. In Dänemark sind von Behörden und Antomobilverbänden Versuche zur Sicherung der Kurven durchgeführt worden. Besonders bewährt hat sich dabei ein unter dem Namen «Auto-Vaernes» herausgegebenes Sicherheitsgeländer, äae aus einer eigenartig konvex gekrümmten Betonplatte besteht, die in etwa 30 cm Höhe auf Betonpfeilern angebracht wird. Bei den Experimenten hat es sich gezeigt, dass die gekrümmte Oberfläche einen Teil der Aufprallenergie durch Reibung mit dem Gummi vernichtet, während der andere Teil auf Reifen und Federn übertragen wird. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 65 km wurden weder Wagen noch Geländer beschädigt. Man beschäftigt sich deshalb mit dem Plan, eine grössere Anzahl gefährlicher Kurven mit einem derartigen Geländer zu versehen, besonders weil nebenbei durch einen entsprechenden Anstrich auch eine tadellose Markierung erreicht wird. Der alte Herr drückte auf eine Klingel und ein junger Mann erschien, auch im Gehrock, aber ohne Bart, und man sah ihm an, dass er der Sohn des Alten war. «Kann es ein Ring mit einer Perle sein?» ; « Ja », sagte Hubert. « Zeig die Perlen », sagte der Alte zu dem Jungen. Der junge Mann sperrte den Tresor auf und kam mit vier geschlossenen Etuis zurück. Hubert hatte den Eindruck gehabt, dass er in einem ziemlich guten Geschäft war, aber jetzt kam der Junge nur mit vier schmalen Etuis zurück. Hubert hatte gedacht, sie würden ihm zwanzig, dreissig Ringe zeigen, und dann würde er lang aussuchen, bis er den richtigen gefunden hätte. « Ist das die ganze Auswahl ? » Der alte Herr gab keine Antwort. Die Tischplatte wurde abgewischt, und der Junge stellte die Etuis nieder imd öffnete sie vorsichtig und mit sanften Händen. Es waren vier Ringe. Eine rosa Perle, eine graue, eine weisse, und ein Ring mit einer rosa und grauen Perle. Hubert setzte sich und zündete eine Zigarette an. « Hübsch > t sagte er. AUTOMOBIL-REVUE FREITAd, 28. JANUAR 1938 N°8 9» De* Jk&a4«dRttyp*oclic»ncIei>** Vev&cc^faa* Auch Motieres eingebildeter Kranker ist schliesslich wirklich gestorben. Schon leichter zu helfen ist den Vertretern der zweiten Gattung. Denen, die bei jeder Gelegenheit sanft, aber unerbittlich in ihren Wagen drängen, als Zeugen dafür, dass «der Motor nicht so zieht, wie er sollte» Geht der Wagen einmal ausnahmsweise wirklich langsamer als sonst, so übersehen sie zumeist, dass er gerade einen «äusseren Feind» zu überwinden, einen harten Kampf zu liefern hat. Sei es nun eine harmlos aussehende, aber tückische Steigerung oder ein Gegenwind, Stärke 111 Für diese Hypochonder gibt es übrigens ein Mittel: man verspricht ihnen, ihren Motor «rennmässig zu frisieren», nimmt ihn für eine Woche geheimnisvoll unter Verschluss, räumt aus dem Auspufftopf die Hälfte der Schallbleche heraus und stellt den Tachometer um 20 Kilometer vor. Meist ist dem Besitzer damit geholfen: «Was sagst du, was er jetzt für einen anderen Ton hat! Und auch im Tempo! Einfach nicht wieder zu erkennen!» Die dritte Sorte — der Autohypochonder mit dem Schmierungskomplex — ist an ständigen Oelflecken auf seinen Kleidern schon äusserlich kenntlich. Er schmiert einfach alles: die Zündspule, den Pachüberzug, die Sitzpolster, die Reifen, den Griff der Handbremse, und seine Garage quillt über von Oelkannen der exotischesten Marken. Ausserdem hat er es besonders mit der Temperatur. Halbweqs im seelischen Gleichgewicht ist er nur in den Monaten Juni, Juli und August. Dann wird sein wichtigstes Bordinstrument der Thermometer Und im September beginnen die Sorgen mit dem «Uebergangsöl»! Ist es kalt, könnte das schwere Starten der Batterie und dem Anlasser schaden, ist gerade ein* wärmerer Tag, so könnte die Schmierfähigkeit des Oeles nicht mehr ausreichen. Und dazu war er gestern noch mit vier Personen zu Mittag auf der Höhenstrasse. Er ist die Wonne der Tankstellen und sein Wunschtraum ein Carterunterteil mit Zippverschluss! Ihm ist von allen am leichtesten zu helfen. Man schenke ihm eine grosse Kanne Winteröl. Der Wagen spring* leicht an, gleichgültig wie kalt es draussen ist und ist wie ausgewechselt. Der Hypochonder ist endlich seine Sorgen los. «Um die Strafe dem vergehen anzupassen...». Amerikanische Richter kurieren Verkehrssünder. Der amerikanischen Zeitschrift «Readers Digesti entnehmen wir die folgenden drastischen, aber interessanten Urteile: Während seiner ersten Amtswoche legte Richter Jacob Gitelman in Rochester die Regel fest, dass jeder betrunkene Fahrer unweigerlich mit Gefängnis bestraft würde. Als ein Lastwagerichauffeur mit Frau und sechs Kindern jammerte, das Urteil würde ihn die Stelle kosten, verurteilte ihn der Richter dazu '.sechs Sonntage im Monroe County-Gefängnis zuzubringen. Kürzlich brummte er einem jungen Radiotechniker drei Wochenende im Gefängnis auf und erklärte dabei: «Solche Urteile sind nur zu fällen, wenn das Gericht überzeugt ist, dass die übliche Zeit im Gefängnis einen Mann in Gefahr bringt, seine Stelle zu verlieren.» Gefängnis-Wochenende dauern von Samstag, Sonnenuntergang, bis Sonntag, Sonnenuntergang. Richter Michael Angelo Musroanno hielt mit 77 wegen Fahrens in betrunkenem Zustand Verurteilten seinen Einzug in eine Kirche in Pittsburgh. In einem Sarg unter der Kanzel lag die Leiche von Wasco Bombar, der vom Wagen eines betrunkenen Fahrers getötet worden war. Richter Musmanno setzte die 77 Fehlbaren so in die' Bänke, dass sie alle den Sarg sehen mussten, und hielt folgende Leichenrede: «Als Wasco Bombar sein Heim im unruhigen Europa verliess, um' nach dem friedlichen Amerika zu kommen, war er sich nicht klar darüber, dass er .in"'ein' Land kam, wo auf mancherlei Art die Landstrassen so gefährlich sind, wie der Krieg zwischen den feindlichen Schützengräben! Er wusste nicht,, dass. jedes Jahr 36 000 Menschen ihr Leben auf der Landstrasse lassen. Niemand sagte ihm, dass über eine Million Menschen jährlich auf unseren Verkehrswegen verletzt oder verkrüppelt werden. Hätte er das gewusst, er wäre sicherlich lieber auf seinem kleinen Gehöft in Polen geblieben, wo das Leben vielleicht nicht so aufregend, aber gesicherter ist.» Zwei 10 Jahre alte Autowildlinge in Elmsford wurden 25 Dollar gebüsst und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde bedingt ausgesprochen, und die beiden Sünder verpflichtet, sich innert vierzehn Tagen mit von Aerzten unterzeichneten Zeugnissen zu melden, welche bestätigen « Ja », sagte der alte Herr. Hubert sah auf. Neben der Ladentür stand auf einmal noch ein dritter Herr im Gehrock. Hubert Hess den Blick zwischen diesem Neuen und dem alten Herrn hin und hergehn. Er begriff plötzlich. « Ist das so ?•» sagte er. « Hier liegt eine Masse Geld auf dem Tisch, was ? » Der alte Herr lächelte und wurde freundlicher. « Zehntausend Dollar liegen hier.» « Mex ? > •« Wie beliebt ? > fragte der Alte. « Mexikanische Dollar ? > « Golddollar », sagte der Sohn. Hubert zog ernst die Augenbrauen zusammen. Er sah sich den Laden an, mit seiner verräucherten Holztäfelung, in Shanghai gab es elegantere Geschäfte, und das hier war dasregen nur eine Kammer. Die vier Etuis standen nebeneinander. « Der Ring mit der weissen Perle gefällt mir. » Der junge glattrasierte Mann nahm die andern Etuis fort und verschloss sie wieder (Fortsetzung folgt.) mussten, dass die beiden die Unfallabteilung im Westchester County-Spital besucht und dort vielerlei Verletzungen, von Strassenunfällen herrührend, beiichtigt hätten. Richter I. Muncy Anderson in Jacksonville verurteilte zwei notorische Schnellfahrer dazu, eine Stunde lang im Wrack eines Automobils zu sitzen, in dem soeben vier Menschen getötet worden waren, um dort über die Folgen unverschämten Schnellfah-. rens nachzudenken. Tour «•raus Die Abschaffung der Brückenzölle an der vorarlbereisch-schweizerischen Grenze. Von der Sektion St. Gnllen-Appenzell des Automobil-Clubs der Schweiz wird uns geschrieben: «In den ersten Tagen dieses Jahres veröffentlichten wir ein Uebereinkommen zwischen der Schweiz und Oestcrreich, wonach Brückenmauten von Kraftfahrzeugen nicht mehr erhoben werden. Die offizielle Bekanntmachung erfolgte durch das schweizerische Bundeeamtsblatt und durch das österreichische Bundesgesetz 284/1037 Grosse Freude löste diese Bekanntmachung insbesondere im Rheintal aus. wo schon viel Kritik an dem unwürdigen Zustand geübt wurde. An den Brücken Rheindorf und Oberfahr, die nach Lustenau führen, sind aber auch nach dieser Veröffentlichung Brückenzölle erhoben worden, und da die schweizerischen Automobilisten sich auf das erwähnte Bundesgeselz stützten und Zahlung mit Recht verweigerten, ist den Mauteinziehern ein Schreiben des Bürgermeisters von Lustenau als Legitimation zur weiteren Einhebung der Brückenzölle (für .jedes Befahren 1 Schilling) übergeben worden. Wir haben gegen diese Ignorierung eines Bundesgesetzes bei der Landesregierung Klage geführt und dabei erfahren, dass die Gemeindebehörde Lustenau strikte Weisung erhalten hat, den Einzug von Brückenzöllen bei schweizerischen Kraftfahrzeugführern sofort inzustellen. Ee soll der Gesetzesbestimmung im übrigen bei allen andern in Betracht fallenden Brücken klaglos nachgelebt werden, mit Ausnahme einer Stelle, wo Ungewissheit darüber bestand, ob die Brückenzölle gänzlich oder nur für den Verkehr schweizerischer Fahrzeuge abgeschafft worden sind. Das Uebereinkommen berührt vorläufig: nur die schweizerischen Kraftfahrzeuge.» Wie halten Sie es mit dem Trinkgeld ? Schluss von Seile 1. Handelt es sich nun um eine Reparatur von wenig komplizierterer Art, für die es keine qualifizierten Arbeiter braucht, so ist ein Trinkgeld nicht am Platze. Bei grösseren Reparaturen halte ich es so, dass ich dem Werkstättenchef von vornherein, also wohlverstanden schon vor der Inangriffnahme der Arbeit, ein angemessenes Trinkgeld für besonders flinke und gute Arbeit in Aussicht stelle. Dadurch wird erstens der Werkstättenchef veranlasst, mir besonders qualifizierte Arbeiter zuzuteilen (es hat in jeder Werkstatt solche, die es sind und solche, die es nicht sind); der Arbeiter seinerseits wird durch die Hoffnung auf ein Trinkgeld, dessen Höhe von seiner Leistung abhängt, besonders arbejtsfreudig. Dazu gehört nun allerdings auch, dass ich mich wahrend der Dauer der Arbeit hie und da von deren Fortgang überzeuge. damit der Arbeiter auch merkt, dass das Trinkgeld tatsächlich nur dann kommt, wenn es verdient worden ist. Wie hoch es schliesslich ausfällt, richtet sich wiederum nach den Umständen. Ich rechne, je nach der Dauer der Arbeit, mit 2—4 Fr. pro Mann, mehr nicht. Das Trinkgeld kann entweder direkt dem betreffenden Arbeiter ausbezahlt oder dem Werkstättechef zur Verteilung übergeben werden. Im ersteren Fall erhält auch der Werkstättechef etwa 2 Fr.; den Geschäftsinhaber halte ich in keinem Falle für trinkgeldberechtigt, dagegen seine Angehörigen mit Ausnahme der Ehefrau. Im einzelnen Fall... Nach diesen allgemeinen Darlegungen wenden wir uns der Beantwortung der von Ihnen mit Beispielen belegten Fragen zu : 1. Bei Bezahlung der Monatsrechnung in der Regel kein Trinkgeld, dagegen beispielsweise einen Fünffliber zu Neujahr oder Weihnachten. 2. Für die Arbeit Vorausversprechung eines Trinkgeldes an die Beteiligten, das pro Mann etwa 1—2 Fr. ausmachen wird. Dem Piccolo für das Bringen des Wagens 50 Rp. extra. 3. Für diesen üblichen Tankstellenservice 20—30, höchstens 50 Rp. Zum Schluss noch der Hinweis, dass man gut daran tut, mit dem Trinkgeld vorsichtig umzugehen. Es soll nicht unter allen Umständen, sondern nur dann gegeben werden, wenn es auch wirklich durch besondern Eifer verdient wurde. Im andern Fall verliert es seinen Charakter als Aufmunterung und sinkt zu einer geschuldeten Bezahlung herunter, was lediglich zur Folge hätte, dass die Pflicht zur Bezahlung der Angestellten vom Unternehmer auf den Kunden übergeht, ohne dass dieser dabei etwas gewinnt.

N° 8 — FREITAG. 28. JANUAR 1938 AUTOMOBIL-REVUE Internationale Sternfahrt nach Monte Carlo Ueber 100 Konkurrenten unterwegs nach der französischen Riviera.—Günstige Witterungsverhältnisse in Zentral-und Südeuropa, eisige Kälte im Norden. — Wenig Ausfälle an den ersten beiden Tagen. Es ist seit Jahren Tradition, dass die Sternfahrt nach Monte Carlo den Reigen der grossen internationalen automobilsportlichen Veranstaltungen auf dem europäischen Kontinent eröffnet. Mit der Regelmässigkeit, wie sie kaum einer andern Konkurrenz eigen ist, kehrt sie stets in den letzten Januartagen wieder und lenkt dann die Aufmerksamkeit nicht nur der automobilistischen Kreise, sondern der gesamten international orientierten Sportwelt überhaupt auf sich. Amerika wertet dieses vom International Sporting Club von Monaco von jeher vorzüglich organisierte Rallye als autotouristische Weltmeisterschaft. Diese Bezeichnung steht der Sternfahrt, welche am vergangenen Dienstag zum 17. Mal zu rollen begonnen hat, wohl an, weist doch dieser Wettbewerb, der auf Grund von ausserordentlich strengen und ebenso streng gehandhabten Reglementsbestimmungen ausgetragen wird, auch dieses Jahr wieder eine Internationalität im wahrsten Sinne des Wortes auf. 143 Fahrer aus 18 Staaten auf 51 verschiedenen Automobilmarken haben sich für die Teilnahme an dieser gigantischen Veranstaltung angemeldet, ein Nennungsrekord, mit dem sich kein anderer automobilsnortlicher Anlass der Welt messen kann. Die internationale Sternfahrt nach Monte Carlo ist weit davon entfernt, eine Verffnügungs- und Erholungsreise zu sein- Im Gegenteil, sie ist eine kühne Expedition, die gründlich vorhereitet werden muss, eine Langstreckenfahrt par excellence, ein Dauerwettbewerb für Mensch und Maschine ein an Strapazen reiches Unternehmen, das den Einsatz aller Kräfte von seifen des Piloten erfordert und peinlich genaues, reibungsloses Arbeiten aller Mechanismen des Wagens verlangt. Bedenke man doch was es heisst. vier Tage und vier Nacht"! lang, ohne Rast noch Ruh unterwegs 7,11 sein, in mehr oder weniger dauerndem Kampf mit den Elementen, mit Nebel und Kälte, mit Regen, Schnee und Eis. Auf der ganzen langen Reise kreuz un'd quer durch Eurona ha^en die Knnkurrent"n zwischen den einzelnen Kontrollen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/ Q t. innezuhalten, ein Tempo, df"5 für die letzten fünf Etappen, d h. je nach der Strecke ab Brüssel. Pau oder Ulm auf minimal 50 km/St, gesteigert werden muss. Zu spätes Eintreffen an einer. Kontrolle hat 34 Strafpunkt pro Minute Verspätung zur Folge. Dieses Stundenmittel von 40 resp. SO km liegt für alle Wagen ziemlich hoch und es muss sich alles wie am Schnürchen abwickeln, wenn man trotz eventuell vereisten und verschneiten Strassen und die Sicht herabmindernden Nebeln vorsebriftsgemäss an den Ftappen'ielen eintreffen will. Die kleinste Panne, die geringste Unachtsamkeit und das Punkte-Guthaben, mit dem man sich nach der Riviera aufmachte, schmilzt wie Schnee an der Sonne- Der Tücken, ja der Gefahren, welche den Sternfahrern auf ihrer Kontinentalexpe'lition lauern, sind viele und es ist deshalb begreiflich, wenn sich unter dem Tnventar, das die meisten Piloten im Bord mitführen. Spaten, Schaufeln. Zugwinden, Bretter Pfähle, viele Meter Seil, Emballage-Säcke etc. befinden, von Schneeketten Ersatzteilen wie Pneus etc. ganz zu schweigen. Die Konkurrenten sind unterwegs vollkommen auf sich seihst angewiesen und dürfen die Hilfe von andern Teilnehmern unter Androhung; des Ausschlusses aus dem Wettbewerb nicht entgegennehmen. Sie haben sich mit den Schwierigkeiten in^z allein abzufinden, die Hindernisse ohne fremdes Dazutun aus dem Wege zu schaffen und verdienen deshalb für ihren Mut und soviel Zuversicht, mit der sie sich in ein Ahenteuer stürzen, dn=pen crliicklifher Ausgang nicht zuletzt von Zufälligkeiten abhängt, unsere restlose Bewunderung. Als sich die Piloten am Dienstag anschickten, von den sieben verschiedenen Ausfangsmmkten am Rande Eurnnas naeh eVr französischen Riviera aufzubrechen da waren die atmosphärischen Verhältnisse im Osten, Westen und Süden ganz allgemein ziemlich gut. während aus Schweden und Norwegen schlechtes Wetter und eine grimmige Kälte gemeldet wurden. Die Rollen sind somit geienüber dem Vorjahr vertauscht: während damals sämtliche in Athen gestarteten Konkunenten infolge eines in Griechenland wütenden Schneesturms frühzeitig die Waffen " c frecken mussten und die im Norden losgerolltcn ohne von den Naturgewalten stark gestört zu werden. ?egen Süden fuhren, hat sich heuer der Athener Parcours, wenigstens soweit wir dies bei Redaktionsschluß anhand der vorliegenden Nachrichten feststellen können, als absolut harmlos erwiesen, im Gegensatz zu den Kopfetappen von Umea und Stavanger, auf denen sich mehrere Sternfahrer bereits die ersten Strafpunkte holten Was Monte Carlo anbetrifft, so meldet der Wetterbericht das übliche «Sehr schön». Unterwegs In Palermo wurden am Dienstag mittag 20 Mann auf die über 4000 Kilometer lange Reise geschickt, unter denen eich auch der Italien-Schweizer Delmarco auf Lancia befindet. Am Etappenpunkt Neapel passierten 18 in der vorgeschriebenen Zeit, während Dr Sifflet auf Talbot infolge eines Kardanwellenbruchs liegen blieb und Chotard (Delahaye) wegen eines Zusammenstosses in Sizilien, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam, mit einer Verspätung von 91 Minuten eintraf. Athen entliess abends 24 Konkurrenten, unter ihnen Mme Rouault (Matford), Mlle Lamberjack (Hotchkiss), Quinlin (Matford), Lahaye- Quatresous (Renault) und Schell/Dreyfus (Delahaye). Ihre Vorbeifahrt in Saloniki wurde mit einer einzigen Ausnahme (Maillard-Brune auf Delahaye war 77 Minuten im Rückstand) ohne Verspätung registriert. Vier Automobile starteten in Tallinn und trafen an den Kontrollen in Riga und Kaunas rechtzeitig ein In Umea stellten sich den Kommifsären 5 Teilnehmer, von denen einige mit empfindlichem Rückstand auf die Fahrttabelle in Stockholm ankamen. Die 23 in John O'Groats aufgebrochenen Sternfahrer berührten Aberdeen und Glasgow innerhalb der reglementarischen Frist; ebenso traten die aue Bukarest kommenden 5 Equipen ihre Weiterfahrt ab Cluj ohne Abstrich an ihrem Punktevorrat an. 21 Mannschaften hatten Stavanger zum Startort gewählt: Larson (DKW) fuhr in Kristiansand gut 4 Stunden zu 6pät ein und war in Oslo überhaupt nicht mehr vorhanden, während sich Lockhart (Talbot) in der norwegischen Metropole 1 Std. 10 Min. im Hintertreffen befand. Insgesamt sind am Dienstag von 143 eingeschriebenen Fahrern 102 gestartet, zu denen i noch rund 15 Konkurrenten aus Amsterdam kom- ' men, welche sich erst heute, nachmittag nach Monte Carlo begeben. Es sind «omit rund ein Viertelhundert Forfaits zu verzeichnen. In Lyon ist Samstag früh Truppen-Konzentration Von hier aus geht die Fahrt nicht mehr wie in früheren Jahren über Avignon-Cannes zum Zi^l, sondern über die AJpenroute Grenoble-Napoleonstrasse-Sieteron-Digne-Nizza. Die Strecke Grenoble- Monaco gilt als 1, Klassementswettbewerb; sie ist in vier Abschnitte eingeteilt, die mit einer Stundengeschwindigkeit von minimal 50 und maximal 60 km zurückzulegen sind. Auf diesen 355 Kilometern sind die Strassen äusserst schmal und kurvenreich und führen über zahlreiche Pässe, nämlich den Col du Fau (910 m), den Col de la Croix Haute (1176 m). den Col de Lectiues (1150 m). den Col de Luens (1059 m) und den Col de Pillon (785 m), von denen vorab der Col de Lecques. der in den zweiten Abschnitt fällt, mit besonderer Vorsicht befahren werden muss. Der Sicherheit halber wird die Kontrolle am Ende dieses 2. Sektors aufgehoben, falls die Strasse vereist ist und dann die Kontrolle gesamthaft über den 2. und 3. Abschnitt ausgedehnt. Dem Konkurrenten werden für diese Klassementsprüfung 200 Punkte gutgeschrieben, von denen für verspätetes oder verfrühtes Eintreffen an den Kontrollen pro Sekunde Differenz (unter dem 50-km- oder über dem RO-km-Durchschnitt) 0.05 Punkte in Abzug gebracht. Die Ankunft in Monte Carlo ist auf Samstagnachmittag angesetzt. Innerhalb 5 Minuten haben die Konkurrenten ihre Wagen in den geschlossenen Park zur Verfügung der Organisatoren zu stellen. Am Sonntagvormittag ah 9 Uhr eelangt sodann die zweite Klassementsprüfung in Form eines sehr verzwickten Vorwärts- und Rückwärtsfahrens zur Durchführung, bei der es in erster Linie auf das Brems- und Beschleunigungsvermögen des Wagens, sowie auf dessen Wendi?keit einerseits und auf die Geschicklichkeit und sauberes Schalten durch den Fahrer anderseits ankommt. Ueber den weitern Verlauf der Veranstaltung, sowie der Sonäerprüfungen werden wir am Dienstag berichten. Die bisherigen Sieger 1911 : H. Rougier (Turcat Mery), Startort Paris. 1912 : J. Beutler (Berliet), Berlin. 1924: Ledure (Bignan), Glasgow 1925: F. Repusseau (Renault), Tunis. bis 1500 oem: Van Roggen (Imperia), Glasgow. 1926: Hon. A. V. Bruce (A.C.), John O'Groats. 1927: Lefevre-Despeaux (Amilcar), Königsberg. 1928 : J. Bignan (Fiat), Bukarest. 1929: Dr. Sprenger van Eijk (Graham Paige), Stockholm. 1930: Hector Petit (Licorne), Jassy. 1931 : über 1500 cem: D. M. Healey (Invicta), Stavanger. bis 1500 cem: V. E. Leverett (Riley), Stavanger. 1932: über 1500 cem: M Vasselle (Hotchkiss), Umea. b i s 1500 cem: G. de Lavelette (Peugeot), Umea. Auch im Winter raschen Start und gute Fahrt mit... Sssolu S T A N D A R D - M I N E R A L O E L P R O D U K T E A. G. GEGRÜNDET 1894 Kommende Ereignisse I Sportkalender für das Jahr 1938. (R-IF = Rennen nach der int. Grand-Prix-Formel; R = Rennwagen; S = Sportwagen; T = Tourenwagen.) Februar. 4.—6.: Frankreich: Sternfahrt Lyon-Chamonlx. (T) 15.—20.: Frankreich: 10. Tourenweltbewerb Paris- Vichy-Saint-Raphael via Genf für Damen. (T) 1933: über 1500 cem: M. Vasselle (Hotchkiss), Tallinn. b i s 1500 cem: Mme Rouault (Salmson), Tallinn. 1934: über 1500 cem: Gas - Trevoux (Hotchkiss), Athen. bis 1500 cem: D. M. Healey (Triumph), Athen. 1935: über 1500 cem: Lahaye - Quatresous (Renault), Stavanger. bis 1500 cem. Ridley (Triumph), Umea. 1936: über 1500 cem: Zamfirescu - Cristea (Ford). Athen. bis 1500 cem: Kozma - Martinek (Fiat), Athen. 1937: über 1500 cem: Lebegue - Quinlin (Delahaye), Stavanger. bis 1500 cem: Villoresi L. (Fiat), Palermo. Rallve-Feminin Paris-Vichy- St. Raphacl via Genf. Für die Damen-Tourenprüfungsfahrt Paris—St. Raphael, welche am 17. Februar Genf berührt, sind bis zur Stunde folgende Nennungen eingegangen: 1. Mme. Germaine Rouault auf X. 2. Miss Riddell auf M. G.-Kompressor. 3. Miss Haig auf M. G. 4. Mme. L o e r z (Schweiz) auf Ford. 5. Mme. Dequeker auf Delahaye. 6. Comtesse Moy auf Riley 7. Mme. Fernande Roüx auf Amilcar. 8. Mlle. Baux auf Hotchkiss. 9. Mme. Richer-Delavau auf X. 10. Miss Stanley-Turner auf M. G. 11. Mlle. Carsignol auf X. 12. Mlle. d'Oneieu de Chaffardon auf.X. 13. Mme. Dassonville auf X. 14. Mme. Marcelle Jourdan auf X. 15. Mme. Boscher auf Hotchkiss. Der Grosse Preis von Pau, der seit Jahren den Auftakt zur kontinentalen Rennsaison bildete, wird auch diese« Jahr als erstes Rundstreckenrennen ausgetragen, obwohl es auf den 10. April verlegt wurde, während es früher meisten« Ende Februar oder Anfang März stattfand. Das Rennen wird heuer nach der neuen internationalen Rennformel und im Gegensatz zu seinen Vorgängerinnen nicht nur über 80. sondern über 100 Runden = 276 km 900 gefahren. Marcel Doret und Maurice Vasseur an den 24 Stunden von Le Mans. Wie aus Frankreich verlautet, werden der bekannte französische Rekordflieger Marcel Doret und sein Landemann Maurice Vasseur. der Wellrekordinhaber im Motorboot, zusammen auf Bu^atti am 24-Stunden-Rennen von Le Mans an den Start, gehen. Nekrologie IN FRANKREICH IN ENGLAND Roy Eccles t. Nach kurzer Krankheit ist letzte Woche im Alter von erst 36 Jahren der bekannte englische Sportsmann Roy Eecles gestorben. Eccles hat mit wechselndem Erfolg an zahlreichen Sportwagenrennen in England und auf dem Kontinent teilgenommen und traf peinlich genaue Vorbereitungen für die Sternfahrt von Monte Carlo, zu der er von John O'Groats aus auf S.S.-Jaguar starten wollte, als er plötzlich von einem Unwohlsein befallen wurde und ins Spital von Staines transportiert werden mussto, wo ihn die Kunst der Aerzte nicht mehr zu retten vermochte. IN DEUTSCHLAND An der deutchen Kraftfahrzeug-Winterprüfung, •welche vom 2.—5. Februar im Erzgebirge mit Standquartier in Altenburg stattfindet, nehmen insgesamt 313 Konkurrenten auf 144 Personen-Automobilen, 35 Lastwagen und 134 Motorrädern teil. Um Hans Stuck und seine diesjährige sportliche Tätigkeit hat in den Fachhlättern seit einiger Zeit wieder ein intensives Rätselraten angehoben Die einen wollen davon wissen, dass der lange Hans den neuen Mercedes-Benz-Rennwagen steuern werde, während andere von einen bevorstehenden neuen Vertragsabschluss mit der Auto-Union berichten, von der sich Stuck letzten Herbst kurz vor dem Masaryk-Rennen auf Grund von freundschaftlichen Vereinbarungen getrennt hatte Tatsache ist, dass der Bergmeister noch keinen Vertrag in der Tasche hat und alle diesbezüglichen Meldungen zum mindesten verfrüht sind, was aber nicht heissen soll, dass er sich vom Rennsport überhaupt fernhalten will Im Gegenteil Stuck hofft sehnlichst, auch die heurige Rennsaison am Volant eines deutschen Bolidcn bestreiten zu können. Ein entsprechendes Engagement hätte mit seinem weitem Plan, den absoluten Weltrekord auf dem Wasser zu verbessern, nicht die geringste Kollision zur Folge.