Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.009

E_1938_Zeitung_Nr.009

alles, was damit

alles, was damit zusammenhängt, wuchs von Tag zu Tag. Eifrig half er — so bald die Schularbeiten erledigt waren — in der Werkstatt mit und konnte 6ich bereits als 16jähriger aus dem- ersparten Taschengeld mit ein paar Kameraden ein 200-ccm- D.K.W -Motorrad kaufen, das allerdings seinen Geschwindigkeitsansprüchen nicht lange genügte. Mit 19 Jahren nannte er eine neue, stärkere Maschine sein Eigen und wünschte nichts sehnlicher, als Rennfahrer zu werden. Einstweilen nahm er aber noch an keinen öffentlichen Konkurrenzen teil und wartett bis 1931 zu, um dann gleich auf Anhieb ganze Arbeit zu leisten. In diesem Jahre holte .er sich gleich 10 erste Preise bei Rasenrennen und krönte diesen Erfolg mit einem Sieg beim Hohensyburg-Strassenrennen, das er mit 4 Minuten Vorsprung auf den Nächsten beendete! 1932 findet man Rosemeyer auf N.S.U. mehrfach an internationalen Rundrennen siegreich, ebenso im Jahre 1933. Ein Jahr darauf kam er zur Auto-Union, erhielt eine D.K.W -Halblitermaschine, mit der er am Marienberger- und Schleizer-Rundrennen obenausechwang und u. a. am 10. internat. Klausenrennen hinter Hänai den zweiten Platz belegte. Im Herbst 1934 suchte sein Werk Nachwuchsfahrer für den schnellen Auto-Union-Rennwagen Er bekam die Erlaubnis, an den Probefahrten auf dem Nürbur?ring einige Runden drehen zu dürfen und wurde für den Wagen-Rennstall der Zschopauer Firma auch tatsächlich verpflichtet. Auf der Avus startete er 1935 zu seinem ersten Wagenrennen. Nach einem glänzenden, rundenlangen Zweikampf mit dem alten Haudegen Fagioli ereilte ihn das Pech in Form eines Reifendefektes, der ihn aus dem Rennen warf. Aber die paar Runden hatten genügt, um die Augen aller Welt auf den neuen jungen Fahrer zu richten. In dem nun folgenden Rennen in der Eifel kämpfte er wie ein Löwe mit Caracciola um den Sieg, brachte seinen Auto-Union-Rennwagen während der letzten Runden an die Spitze, die er nur wenige hundert Meter vor dem Ziel, als zwei Kerzen versagten, abgeben und zwei Sekunden zurück mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen musste. Dieses Missgeschick spornte Rosemeyer nur zu noch grösserem Einsatz an. Ein Rennen folgte dem andern, fast immer landete er in den Kränzen, bis ihm im Grossen Masaryk-Preis vom Sentemher 1935 nach erbittertem Kampf gegen ein Feld bedeutender Gegner der Vorstoss glückte und er als Sieger aus dieser Schlacht hervorging. Als erste beglückwünschte ihn nach diesem Rennen Elly Reinhorn. die berühmte Fliegerin, mit der er im Juli 1936 den Bund fürs Leben echloss. Der Sieg in Brunn bildete für Rosemeyer den Auftakt zu einer beispiellosen Erfolgsserie im Jahre 1936. Er fuhr die ersten Preise der schwersten Rennen Europas nach Hause und wurde zum Europameister, eowie zum deutschen Strassen- und Bernmeister proklamiert. Manche Trophäe eroberte er auch in der letzten Pennsaison; dazu kamen die Rekordfahrten auf der Reichsautobahn Frankfurt— Darmstadt, wo er Rekorde am laufenden Band dahinmähte und als erster Fahrer in Europa am 25. Oktober die •400-km/St-Grenze tangierte und überschritt. Auf eben dieser Strecke, wo er vor genau drei Monaten 13 internationale und 2 Weltrekorde aufstellte, hat ihn am Freitag das Schicksal auf einer Fahrt erreicht, bei der er die- ihm von Caracciola wenige Stunden zuvor entrissenen Rekorde über den Kilometer und die Meile mit fliegendem Start weiter verbessern wollte. Ein Luftwirbel hat ihn erfasst, aus der Bahn getragen und sein Fahrzeug zerstört. Bernd Rosemeyer iet nicht mehr... Mit ihm haben wir wohl den einzig wirklich grossen Fahrer, den die Jahre 1934/37 hervorbrachten, verloren. Er ist gefallen als ein Kämpfer auf dem Feld des Sports. Die Bewunderung, die Tausende, ja man darf ruhig sairen. Hunderttausende von Sportenthusiaeten für ihn übrig hatten, war echt und tief und ebenso echt und tief ist heute die Trauer um diesen prächtigen Menschen und guten Kameraden. «Gerade das habe ich an dir immer so hoch geschätzt, deine tapfere und ritterliche Art des Kampfes, in dem man trotz der Hitze des Gefechts noch den Kameraden als Gegner spürte», schreibt Rudolf Caraoeiola in einem Nachruf und damit zeichnet er den Kämpfer und Sportkameraden Rosemeyer wohl am besten Der Tod Bernd Rosemeyers wird im Auto-Union-RennstaU, der vor einem halben Jahr am Grossen Preis von Deutschland bereits Ernst von Delius verlor, besonders im Hinblick auf die kommende Rennsaison eine empfindliche und nur schwer wieder auszufüllende Lücke hinterlassen. Wir versichern die Zschopauer Werke, sowie Frau Elly Rosemeyer unserer herzlichen Anteilnahme. Fy. Mensch Bernd. Von Hans Stack. Im Jahre 1934 wurde mir Rosemeyer ein Begriff. Ich sah eine Wochenschau und einen Motorradfahrer eine Kurve fahren, wie ich nie vorher und bis jetzt auch nicht mehr einen Menschen habe eine Kurve fahren sehen. Es war eine Art Christiania, womit er das schwere Motorrad und sich durch die Haarnadelkehre umschwang. Nicht viel später entdeckte ihn Willy Walb bei einer Nachwuchsfahrerprüfung am Ring. «Mit dem Auto wird er das nicht so machen können», sagte ich mir damals, und mit mir sagten das Tausendo von Rekannten. Aber mit dem Auto hat er es später genau so gemacht und sein kometenhafter Aufstieg war ebenso glanzvoll wie einzigartig. Doch — den Snortpmann Rosemeyer kennen wir alle — nicht den Menschen, das grosse Kind, den immer zu lustigen Spässen und fröhlichen Dingen aufgelegten Jungen! Bernd verstand Spass und machte Spass. Mit sich, mit anderen. Und bei all seinem Draufgängertum, seiner himmelanstürmenden Waghalsigkeit war er weich und biegsam. Jeden Wunsch las er seiner Elly aus den Augen, immer dachte er an sie, wenn sie fern von ihm war, telefonierte er viele Male am Tag — und schliesslich machte ihm das Rennen nur wenie Freude, wenn er sie nicht in seiner Nähe wusste. Er blieb in den drei Jahren unseres Teamzusammenseins immer das grosse Kind, das seine AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 1. FEBRUAR 1938 — N° 9 Glanzkarriere ebenso selbstverständlich hinnahm, wie sein tägliches Brot. Er glaubte an sich, und das war der Weg zu seinem Erfolg. Was Bernd in die Finger bekam, wurde ausprobiert und zurechtgedreht. Sein Talent für alle Sportarten war erstaunlich, unterstützt durch persönlichen Mut und vollen Einsatz. Ob es eine Schussfahrt beim Ski, ein drive beim Golf, ein Aufstehen mit Wasserski war — es gelang und es wurde nicht eher geruht, als bis es gelang. Freud und Leid drei Jahre gemeinsam. Durch Dick und Dünn. Scherze, Budenzauber, Witze — alles wechselte ab. Er nahm alles von der heiteren Seite — nur nicht, wenn er ausscheiden musste. Das grämte ihn. Ich sehe ihn noch in Monte Carlo mit einer Blumenvase im Arm in das Depot zurückkommen, die auf einer Säule stand, welche er umgefahren hatte. «Trostpreis für Rosemeyer», meinte er lachend, «selber abgeholt und abmontiert». Wenige Wochen später fuhr er mit einer Laterne auf dem Kühler an: «Damit wir besser sehen können, habe ich sie gleich mitgenommen», erklärte er dem erschreckt nach seinem Ausbleiben fragenden Rennleiter. • Bernd schwamm und tauchte wie ein Fisch, und ich erinnere mich wieder des Zweikampfes in Livorno, wo wir uns unserer Badeanzüge zu berauben versuchten, damit einer von uns unbekleidet durch das Strandbad zurück musste. Bernd flog meisterhaft! Für alles Technische besass er ein angeborenes Talent und Gefühl. Er landete eines schönen Tages mit seiner Klemm auf dem Start- und Zielplatz am Nürburgring, — um dann sofort seinen bereitstehenden Trainingswagen zu besteigen. Als er unsere entsetzten und ängstlichen Gesichter sah, freute er sich doppelt über die gelungene Ueberraschung. Bernd lebte sein Leben. In vollen Zügen. Und was er unternahm, unternahm er richtig:. Nur eines hasste er — das Autogramm-Schreiben. Er fand es langweilig und zeitraubend für sich und andere und er konnte es nicht verstehen, dass sein von ihm Beschriebener Name irgend jemandem von Wert sein könne. In Freiburg im vergangenen Sommer gelang es aber zwei kleinen Burschen, ihn zu überlisten. Sie kamen in das Gasthaus, in dem wir gerade assen und baten mich und ihn um Unterschriften — Bernd wehrte ab. Sagte «nein«. Kategorisch. Da sah einer der Knirpse den anderen ah und sagte so laut, dass es Bernd hören musste: «Weisst du, der gibt keine Autogramme, der kann wahrscheinlich gar nicht schreiben...» Da platzte der grosse Junge Bernd laut heraus und gab ihnen zwei fette Unterschriften, und all? Parteien waren zufrieden. Unser grosser Junge Bernd —' nun kann er uns keine Unterschriften mehr geben — selbst wenn er wollte, und wir werden sein Lachen nicht mehr hören und seine Spässe nicht mehr erleben — wir werden nicht mehr — atemlos mit der Stop-Uhr in der Hand aus seinen Rekordrunden auf ihn warten oder im Rennen hinter ihm herjagen und Angst um ihn haben — wir werden ihn nicht wiedersehen — aber wir werden ihn nicht vergessen und ihm über das Grab hinaus die Treue bewahren! Bernd Rosemeyers Erfolge auf Auto-Union RUND- UND BERGRENNEN Sieger: Zweiter: Dritter: Sieger: Zweiter: Sieger: Zweiter: Dritter: 1935. Groeser Masaryi-Preie Internationales Eiielrennen Coppa Acerbo Grosser Preis der Schweiz Grosser Preis von Italien 1936. Internationales Eifelrennen Grosser Preis von Deutschland Coppa Aeerbo Grosser Preis der Schweiz Grosser Berffpreis von Deutschland Grosser Preis von Italien Feldbergrennen Grosser Preis von Ungarn 1937. Internationales Eifelrennen Rennen um den Vanderbilt-Cup Coppa Acerbo Grosser Preis von Donington Grosvenor Grand Prix Kapstadt Grosser Preis von Tripolis Grosser Bergpreis von Deutschland Grosser Preis von Deutachland Grosser Preis von Italien. WELTREKORDE (heutiger Stand). 10 flieg. Meilen: 360,3 km/St 1 steh. Kilometer: 188,7 km/St. 1 steh. Meile: 223,2 km/St. INTERNATIONALE REKORDE (heutiger Stand). Klasse B (5000—8000 ccm Hubvolumen). 5 flieg. Kilometer: 404,6 km/St. 5 flieg. Meilen: 368,5 km/St 10 flieg. Kilometer: 357,2 km/St. 10 flieg. Meilen: 360.3 km/St 1 steh. Kilometer: 188.7 km/St. 1 steh. Meile: 223,2 km/St. Klasse C (3000—5000 ccm Hubvolumen), 1 flieg. Kilometer: 351,9 km/St. 1 flieg. Meile: 353,3 km/St. 5 flieg. Kilometer; 346,2 km/St. 5 flieg. Meilen: 345,1 km/St 10 flieg. Kilometer: 341.6 km/St. 10 flieg. Meilen: 340.9 km/St. 1 steh. Kilometer: 169,8 km/St. 1 steh. Meile: 201,6 km/St. Für die Mille Mlglia hat der italienische König und Kaiser von Aethiopien einen Pokal gestiftet, welcher jenem italienischen Konstrukteur zugesprochen werden soll, dessen Wagen in der nationalen Sportwagen- Kategorie die absolut beste Zeit fährt. Paris-Algler-Kapstadt und zurück. Der bekannte französische Langstrecken-Pilot F. Lecot beabsichtigt nach den neuesten Pariser Berichten eine Fahrt von Frankreichs Metropole via Algier nach dem Kap der guten Hoffnung und zurück zu unternehmen. Gen.-Vertr. f. Das stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! d.Schweiz: 4. Scluiyder, St. Niklaüsstr.54, Selalhani Lager: Basel, Genf, Zürich Die neue Nummer bringt: Hohe Schule des Skilaufs Skiregeln Skisport anno 2000 Elias Julen Wintertemperaturen Neue Route Preis 30 Rp., an ied. Kiosk Zu verkaufen Martini Siz

9 — DIENSTAG, 1. FEBRUAR 1938 AUTOMOBIL-REVUE Mineralöl-Weltexport in weiterem Aufschwung Die Linie des Weltexports an Mineralölen geht im Einklang mit dem steigenden Weltbedarf seit Jahren ständig nach oben. Zwar lässt sich seine Entwicklung nicht aus unmittelbarer zeitlicher Nähe verfolgen, weil einzelne wichtige Produktionsländer ihre Ausfuhrstatistiken erst sehr spät veröffentlichen; so sind wir jetzt erst in der Lage, einen umfassenden Ueberblick dor Oelausfuhr der wichtigeren Ueberschussländer für das Jahr 1936 zu geben. Trotzdem verliert das Ziffernmaterial seinen Anschauungswert nicht, schon weil es das Bild abrunden hilft, das die Exportergebnisse einzelner Länder vermittelt haben. Nach unseren Berechnungen hat die Weltausfuhr der 13 bedeutenderen Produktionsländer 99 075 000 engl. Tonnen betragen, gegen 92 435 000 im Jahre 1935 (+ 7.2%). Ganz roh geschätzt ist das ungefähr die Relation, in der der Weltverbrauch Causschliesslich Amerikas) zugenommen hat. Allerdings enthalten diese Ziffern nicht nur die Oelmengen, die in den Bedarf gegangen sind, sie schliessen vielmehr auch bedeutende Quantitäten in 6ich, die unvermeidlicherweise doppelt gezählt sind. Das kommt daher, dass das von einzelnen Ursprungsländern zum Versand gebrachte Rohöl zum Teil in den Derivatexport anderer Länder eingegangen ist, die dieses Rohöl weiter verarbeitet haben. Dies ist z. B. in sehr beträchtlichem Umfang bei den Exporten Niederländisch - Westindiens der Fall, die überwiegend auf den aus Venezuela bezogenen Rohölmengen basieren. Andererseits wäre ein Ueberblick über die Ausfuhrbewegung der einzelnen Länder auch ungenau, wenn man etwa die Rohölexporte um die Mengen kürzen wollte, die nach anderen Verarbeitungszentren gegangen sind, um von dort in Form fertiger Produkte verschifft zu werden. Dies vorausgeschickt, stellten sich die Oelexporte der in Betracht kommenden Länder im Jahre 1936 gegenüber dem Vorjahr, berechnet nach Angaben des Imperial Institute, wie folgt (Mengen in 1000 engl. Tonnen): Mineralölausfuhr In 1000 l/i (1 t/t = 1016 kg) 1936 1935 Veränderung in % Venezuela U.S.A. 22.943 21.236 2U36 20.352 + 8,7 + 4,3 N. W.-Indien Iran 19.434 6.752 15.024 7.022 +22,1 — 3,8 Rumänien 6.672 6 454 + 3,4 N. O.-Indien 5.123 4.056 + 3,4 Irak S.933 3.531 +11.4 Mexiko 3.207 2.927 + 9,6 Russland 2 601 3.278 —20,6 Kolumbien 2.319 2.243 + 3,4 Peru 2.030 1.994 +1,8 Trinidad 1.705 1.510 +12,9 Brit. Borneo 1 120 1.108 + 1,1 Insgesamt 99.075 92.435 + 7,2 Mit Ausnahme von Russland und Iran waren demnach die Oelexporte in allen Fällen höher; relativ am geringsten war die Zunahme bei Britisch- Borneo und am stärksten bei Westindien. Während der Rückgang im Fall Russlands eine Folge der bekannten Produktionsschwierigkeiten in der Sowjet-Oelindustrie war, haben wir es bei Iran mit einer temporären Verringerung zu tun, die mit der 1934 erfolgten Inbetriebnahme der Irak-Pipeline im Zusammenhang steht. Im Jahre 1937 dürften dagegen die iranischen Verschiffungen, wie aus den stark gestiegenen Förderziffern zu schliessen ist, scharf wieder in die Höhe gegangen sein, während die .russischen Exporte weiter rückläufig waren. Ueberaus interessant ist die produktenmässige Gliederung der Weltexporte, wie sie aus der folgenden Tabelle ersichtlich ist. Auch hier ist zu berücksichtigen, dass es sich nicht durchweg um Mengen handelt, die unmittelbar dem Verbrauch zugeführt wurden (in 1000 engl. Tonnen): 1936 1935 Veränderung in % Rohöl 41.739 38.387 + 8,7 Benzin 13.760 12.727 +8,1 Petroleum 4.377 4 071 + 9,2 Sehmieröle 1.967 1.803 + 3,9 Gasöl 6.074 4726 +28,6 Heizöl 31.158 30.631 +1,7 Aus dieser Zusammenstellung wird deutlich, dass trotz der Vergrösserung der Rohölexporte auch der Weltabsatz an Benzin und Petroleum in ganz ähnlichem Verhältnis zugenommen hat. Die Gasölexporte fallen sogar durch einen besonders kräftigen Anstieg ins Auge, aus dem zu ersehen ist, wie sehr dieses Derivat infolge der rapiden Verbreitung des Dieselmotors in den Vordergrund rückt. Die Steigerung bei Heizöl war massig. Die folgenden Ziffern geben einen Einblick in den Aufbau des Exports der in Betracht kommenden Länder nach den wichtigeren Produkten (Mengen in 1000 engl. t): Venezuela U.S.A. N. W.-Indien Iran Rumänien N. O.-Indien Irak Mexiko Russland Kolumbien Peru Trinidad Brit. Borneo Rohöl Benzin Petroleum 1936 1935 1936 1935 1936 1935 21986 20123 25 38 — — 6800 6950 2980a 3282a 854 823 1252b 871b 4065 2386 535 379 1484 700 1455 1750 456 442 619 330 1988 1921 1129 1149 148 239 1652 1623 781 570 3933 3530 — 1 — — 1Q48 1313 486 390 76 99 164 203 413 648 377 410 2319 2243 — — — — 1481 1404 802 303 112 143 60 39 341 315 19 16 445 442 53 70 38 40 a) einschliesslich Erdgasbenzin; b) Reexport; c) SolaröL Schmieröle Gas* u. Heizöl 1936 1935 1936 1935 Venezuela — — 932 975 U.S.A. 1275 1167 9327 8121 N. W.-Indien 206 179 13376 12109 Iran — — 3357 4130 Rumänien 37 58 2899 2996 N. O.-Indien 27 23 2515 2501 Irak — — — — Mexiko 54 57 1543 1068 Russland 249 303 1398 1714 Kolumbien — — — — Peru 1 1 134 143 Trinidad — — 1285 1140 Brit. Borneo 118c 96c 466 460 Das Jahr 1937 lässt noch sehr viel tiefgehendere Veränderungen im Weltexport von Mineralölen erwarten, als sie das Jahr 1936 gebracht hat. Während die meisten Ueberschussländer ihren Absatz fast durchweg in stärkerem Verhältnis als vorher erhöht haben, werden sich die Terraineinbussen der Sowjetunion weiter vergrössern und erstmalig wird Rumänien mit erheblich verringerten Mengen am Petroleum-Welthandel beteiligt sein. J. P. K. «»ftUdh«»* Die Umsätze der Auto-Union AG. Das stellvertretende Vorstandsmitglied der Auto- Union A.-G., Dr. Hahn, hat über die Lage des sächsischen Unternehmens die nachstehenden Ausführungen gemacht: Zahl der Arbeiter und Angestellten am Ende des Jahres 1937: 21 503 (20 154) Köpfe. Absatz an Personenwagen der vier Konzernwerke im Jahre 1937: 61 022 (50 962) Stück. Motorräder 55 470 (43 581) Stück. Export an Wagen und Motorrädern zusammen 21 126 (12102) Einheiten, wobei über die Zahl der ausgeführten Personenwagen nähere Angaben vermieden wurden. Die weiteren Exportaussichten werden günstig beurteilt. Der vorhandene Auftragsbestand sichere die volle Ausnützung der vorhandenen Fabrikationseinrichtungen für die kommenden sechs Monate. Im Frühjahr werde eine Versuchsabteilung in Betrieb genommen, die alle Forschungsmöglichkeiten bezüglich des Automobils und der Motorräder restlos ausschöpfe. Der wertmässige Umsatz liege etwas höher als derjenige des Vorjahres, der 222 Millionen Reichsmark betrug. 1937 bringt neuen Absatzrekord bei General Motors. Wochenlange und keineswegs immer harmlos verlaufene Sitzstreiks legten namentlich zu Beginn des vergangenen Jahres die amerikanische Automobilindustrie teilweise lahm. Dennoch erlebte sie in der Folge das zweitbeste Geschäftsjahr, das ihr bisher beschieden war, ein Fazit, das sich auch in den Rekord-Absatzziffern der General Motors widerspiegelt. 2 116 890 Wagen fanden ihren Käufer, verglichen mit 2 037 690 im Jahr 1936 und 1 899 270 zur Zeit der Hochkonjunktur 1929. Freilich dankt der Konzern diese günstige Entwicklung ausschüesslich dem Umstand, dass sich die Aufnahmefähigkeit der Auslandsmärkte noch weiter verbessert hat. Mit Einschuss der Ve-rkäufe der beiden ausländischen Tochtergesellschaften, der deutschen Opel-Werke und der English Vauxhall, erhöhte sich der Absatz in diesen Gehieten nämlich um 81 770 Wagen oder um 23%, währenddem gleichzeitig die Absatzkurve in den'U.S.A. selbst eine absteigende Richtung einschlug. «Keine fremden Wagen mehr» — die Losung in Japan. Wie