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E_1938_Zeitung_Nr.009

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Neuzeitliche

Neuzeitliche Einrichtungen zur Abdichtung von Lagern An Stelle einfacher Lederstulpen oder eingelegter Filzringe sind im Laufe der letzten Jahre zusammengesetzte einbaufertige Dichtringe entwickelt worden. Diese Einrichtungen werden unmittelbar in Aussparungen der Lagergehäuse eingebaut. Sie dichten Lager und Wellen auch schnellaufender Maschinen sicher gegen den Austritt von Oel und verhindern umgekehrt das Eindringen von Fremdkörpern, wie Staub und dergleichen. Es darf wohl festgestellt werden, dass die Entwicklung dieser Lagerabdichtungen in hohem Ausmass die Entwicklung von Maschinen, insbesondere der Automobile, beeinflusst haben. Durch Anwendung dieser Abdichtungen konnte man auf die Schmierung schnellaufender Lager mit Fett verzichten und auch hier auf Oelschmierung übergehen^ iEs dürfte wenig bekannt sein, dass diese Oeldichtringe erstmalig im Jahre 1919 von zwei Automechanikern, Cantrell und Miller, in San Franzisko angewandt wurden. Sie ersetzten die Filzdichtungen am Hinterachsgehäuse eines alten Ford, Modell T, durch einen Oeldichtring aus Blei; auf Grund späterer Verbesserungen ersetzte man den Bleiring durch einen Stahlring. Nach Schätzungen sollen in Amerika bisher 50 Millionen derartiger Ringe hergestellt und verkauft worden sein. Ein amerikanischer Wagen enthält etwa 24 dieser Dichtringe und in einem normalen Produktionsjahr werden rund zehn Millionen hiervon benötigt. Wie im folgenden gezeigt wird, haben sich recht verschiedenartige Ausführungen entwickelt, sie bauen jedoch sämtlich auf durchaus ähnlichen Grundgedanken auf. Eine wesentliche Verbesserung für diese Ringe bringt die Anwendung von ölbeständigem, synthetischem Gummi an Stelle der bisher fast ausschliesslich verwandten Lederstulpen mit sich. Aus Abb. 1 können die vier verschiedenen Hauptbauteile mit getrennten Aufgaben erkannt werden. Es stellen dar: a) ein Abdichtteil, aus Leder, künstlichem Gummi oder anderen ölbeständigen, elastischen Kunststoffen, meist nach dem Lager zu (Bild la), gegebenenfalls auch noch lippenartig umgebogen. Um diesem Teil des Dichtringes eine stets gleichbleibende Anpressung gegen die Welle zu geben, ist eine Ring- oder geschlitzte Plattenfeder b vorgesehen. Um die Lage dieser beiden Teile gegenseitig und im Gehäuse zu sichern, werden einmal Abstandsringe c vorgesehen und fernerhin ein die Feder umschliessendes Gehäuse aus Stahl d. Aus Bild I erkennt man, dass der in seinem Innendurchmesser der Welle genau entsprechende Lederring a der einzige Teil ist, der mit der Welle in Berührung steht. Die Lippe Abb. 1-. Gesamtdarstellung eines modernen amerikanischen Dichtungsrings : a) Dichtungelippe aus Leder oder ölfestem Kunstgummi; b) ringförmige Schraubenzugfeder presst Lippe auf die Welle; c) Ring zum Anpressen •der Dichtungslip'pe an den Gehäusering; d) Gehäusering; e) Eingewalzter Abschlussring. ist im allgemeinen nach innen gerichtet, um das Oel von der Welle abzustreichen. Wenn man eine ganz besonders gute Abdichtung vorsehen will, dann legt man einen Ringstulp nach innen und einen nach aussen, damit der aussenliegende Ring Staub- und Schmutzteilchen abstreift, während der innenliegende Ring den Austritt von Oel verhindert. Die ringförmige Schraubenfeder b drückt die steiler den Umfangsgeschwindigkeiten und Lagerdrücken angepasst. Der ebene Teil des Lederringes wird durch einen rechtwinklig gebogenen Abstandsring c gegen die Rückwand des Gehäuses d gedrückt. Hierdurch wird der Lederring an Drehung verhindert und behält seine Lage im Gehäuse bei. Ebenso ist der Abschlussring e gegenüber dem Gehäuse d durch Ansätze gesichert. Der in Deutschland übliche Simmerring (Abb. 2) besitzt einige konstruktive Unterschiede. Der winkelige Lederring a passt auch hier mit geringer Vorspannung auf die Welle und streift durch die angeschrägte Abb. 2. Eine deutsche Abdichtung ähnlicher Sauart; a) Dichtungslippe; b) ringförmige Schraubenfeder; c) eingewalzter Abschlussring; d) Dichtungsgehäuse; e) Anpressring. Zunge irgendwelche Fremdstoffe von der Welle ab. Während früher die Ringe fast ausschliesslich aus chromgegerbtem Leder hergestellt wurden, verwendet man heute schon vielfach Ringe aus synthetischem Gummi. Die ringförmig geschlossene Schraubenfeder b drückt den umgebogenen Ringteil gegen die Welle, wobei die Federspannung der Umfanggeschwindigkeit, der Temperatur an der Dichtstelle und den Schmierverhältnissen angepasst wird. Ring und Feder werden durch einen dreiteiligen Blechkäfig umschlossen. Der aussenliegende Winkelring c hält den Lederring durch Vorsprünge a fest und verhindert seine Mitnahme durch die Welle. Der Aussenring d des Gehäuses legt sich durch eine Umfoördelung fest gegen den Innenring, der seinerseits gegen den flachen Blechring e drückt. Auf diese Weise wird der Lederring a fest und dicht zwischen Aussenring und Blechring eingepresst. Das äussere Gehäuse wird gewöhnlich aus Stahlblech in Tiefziehgüte hergestellt, in Sonderfällen werden Messingblech oder korrosionsbeständige Leichtmetallegierungen verwendet. Die Schraubenfeder besteht aus Saitenstahldraht, gegebenenfalls aus Bronzedraht. Die Dichtungen sind gegen Temperaturen bis etwa 120° beständig, in Sonderausführungen bis 200°. Einlagen aus synthetischem Gummi sind in langen Versuchsreihen erprobt und zeichnen sich durch ein porenfreies, nicht quellendes Gefüge, völlige Beständigkeit gegen Oele, Säuren, Alkalien und die meisten organischen Lösemittel sowie gute Laufeigenschaften aus. Auch die Abdichtung gegen Schmutz und Oelverlust ist bei diesen Dichtungen sehr gut, und das Wellenmaterial wird geschont. Bild 3 zeigt eine neue amerikanische Ausführung, bei der der Abdichtring aus dem amerikanischen, synthetischen Gummi Neoprene hergestellt ist. Die Besonderheit liegt darin, dass der Gummiring mit dem Gehäuse fest verbunden ist. An der Verbindungsstelle besitzt das Gehäuse in bestimmten Abständen Bohrungen und der Gummi trägt hier einen Wulst, der nicht nur eine bessere Verbindung ergibt, sondern auch der Schraubenfeder einen guten Sitz verleiht. AUTOMOBIL-PEVUE DIENSTAG, 1. FEBRUAR 1938 — N° 9 Teihntsthe Notfzen Trolleybus Im Vormarsch. In England, wo die Entwicklung des Trolleybus (Oberleitungs-Omnibus) in den letzten Jahren besonders rasch voranschritt, soll der Bestand an Fahrzeugen dieser Gattung 1937 von 1510 Wagen auf deren 1950 gestiegen sein. Allein die Londoner Omnibusgesellschaft hat einen Auftrag auf 100 Trolleybusse an die Firma Leyland vergeben. Daneben lieferten englische Firmen bereits verschiedentlich Trolleybusse ins Ausland. Das jüngste Exportgeschäft dieser Art tätigte die Firma AEC, die gegenwärtig eine Serie von 6 Wagen für die Strassenbahngesellschaft Odensee (Dänemark) im Bau hat. -b- Tedi Eine Wagenheizung, die die Abgaswärme nutzbar macht. Wagenheizungen machen sich ganz allgemein die Abfallwärme des Motors dienstbar, also je nachdem die Wärme des Kühlwassers oder die der Abgase. Direkte Auspuffheizungen, wobei die Abgase direkt durch ins Wageninnere ragende Rohrleitungen geführt wurden, konnten deshalb nicht befriedigen, weil manchmal Lecks entstanden, woraus schädliche Gase entwichen. Deshalb besitzen neuere Abgasheizungen durchwegs aussenliegende Wärmeaustauschkörper und leiten nur die darin erwärmte Luft ins Wageninnere. Eine neue englische Konstruktion dieser Art verwendet nun einen auf den Aüspufftopf festklemmbaren Wärmeaustauschapparat, in den die Luft durch Oeffnungen am vordem Ende einströmt, um darauf erwärmt durch ein flexibles Rohr in den Wagen zu gelangen. Eine vom Instrumentenbrett aus durch einen Zugknopf bedienbare Klappe gestattet, die Zufuhr warmer Luft zu regulieren. Aehnliche Konstruk- Die Installation der Wagenheizung. 1 = warme- Austauschapparat; 2 = Auspufftopf. tionen zum Festklemmen auf dem Auspuffkrümmer sind bereits bekannt und von uns unlängst beschrieben worden. Welche Bauart für einen gegebenen Wagen die beste Lösung darstellt, hängt ganz von seiner Konstruktion ab und lässt sich nur von Fall zu Fall entscheiden. -fw- Hier zwei neue, patentierte Vorrichtungen im Bilde, von denen wir kürzlich berichteten. Unten : Die neue «Bergstütze», welche das Zurückrollen beim Anfahren im Vorwärts- und Rückwärtsgang verhindert. Es handelt sich um einen Rollen-Freilauf, der zwischen Kupplung und Getriebe eingeschaltet ist und dessen äusserer Ring mit dem Getriebegehäuse fest verbunden ist Unten : Der « Tankverschluss ohne Loch ». Er enthält zwei Ventile, wovon das eine A, die Bildung eines Vakuums im Tank Dass in der amerikanischen Automobil- Industrie für die verschiedensten Zwecke ein Verfahren zur Verbesserung der Dauertestigkeit von Metallteilen Verwendung findet, das darin besteht, die gewünschte Partie seiner Oberfläche mit einem Bleischrot-Strahl (ähnlich Sandstrahl des Sandstrahlgebläses) zu behandeln. Hiebet verdichtet sich das Material an der Oberfläche, was mit einer Erhöhung der Dauerfestigkeit um 100—300 Prozent verbunden sein soll. Das Verfahren soll von zwei grossen Fabrikanten bereits zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften von Hinterachswellen und von einem andern zur Steigerung der Qualität von Kupplungs-Feder Scheiben verwendet werden. Die Pariser Radfahr er Vereinigungen haben der Verkehrspolizei und der Autoindustrie die Einführung von Schiebtüren für Personenwagen vorgeschlagen, um einen weiteren Schritt auf dem Wege der Unfallverhütung zu tun. Die Industrie soll der Anregung durchaus nicht ablehnend gegenüberstehen. Von der geplanten Gründung eines Kunststoffinstituts in Frankfurt am Main. Es wird sich mit der Erforschung der verschiedenen Kunst- und Preßstoffe befassen, die in den letzten Jahren so stark an Bedeutung gewonnen haben. Von einem Sicherheitsschalter gegen das Einnicken am Lenkrad. Er besteht aus einem elektrischen Kontakt, der durch den beim Einschlafen nach rechts sinkenden rechten Oberschenkel des Fahrers ausgelöst wird, worauf er erst das Hörn erklingen lässt und darauf die Zündung ausschaltet. Auf Wunsch kann zusätzlich eine elektrische Bremsauslösung vorgesehen werden. Dass die Messung der Lautstärke von Motor- und Fahrgeräuschen, die nach neuen Gesetzeserlassen in England bei der Prüfung von Motorfahrzeugen vorgeschrieben ist, anfänglich allerhand Schwierigkeiten verursachte, weil die herkömmlichen Messmethoden hiefür nicht genügten. Es mussten deshalb andere Messinstrumente entwickelt werden, welche mehr auf die charakteristischen Eigenschaften, des menschlichen Ohrs Rücksicht nehmen. Wieder ein Dampfwagen — diesmal aus U.S.A. Eine Gruppe junger, amerikanischer Techniker hat neuerdings einen Personenwagen mit Dampfbetrieb gebaut, von dem sie sich für gewisse Verwendungszwecke einen grossen Erfolg versprechen. Sein Dampferzeuger und Brennstofftank sind im Heck untergebracht, während der Raum unter der Motorhaube von einem 6-Zylinder-Dampfmotor mit Steuerung durch Tellerventile eingenommen wird, der in vielen Einzelheiten an einen normalen Automobilmotor gemahnt. Der Dampfkondensator, welcher den Abdampf wieder in Wasser zurückverwandelt, ist auf dem Dache untergebracht, vj» vor längerer Zeit eingehend beschriebenen Dampfwagen. Nach Angaben der Hersteller ist es möglich, den Kessel beim Anheizen im Laufe von 2 Min. 10 Sek. auf Betriebsdruck (100 at) zu bringen. Die Kosten für das Heizöl sollen bei den amerikanischen PreisverhäJtnissen die Benzinkosten eines normalen Wagens gleicher Grosse übertreffen. Infolgedessen kommt er als Antriebsaggregat für schwere Lastwagen nicht in Frage; denn dort sind ja im Falle des wirtschaftlichen Dipselbetriebs, der sich auch in Amerika immer mehr Eingang verschafft, die Brennstoffkosten ohnehin gerin?. Trotzdem glauben die Erfinder in echt amerikanischem Optimismus an den letztendlichen Erfolg ihrer Konstruktion, denn hinsichtlich Anfahrbeschleunigung und einfacher Bedienung sind Danrpfwagen nicht so leicht zu schlagen, da sie dank der starken Ueberlastbarkßit ihres Motors weder Getriebe noch Kupplung erfordern, sondern direkt mit dem Antrieb in Verbindung stehen. Für besondere Zwecke ist der Einbau eines automatischen Schnellganges vorgesehen. Mit einer Wasaerfüllung für den Dampfkessel soll es bisher gelungen sein, Strecken von 500 bis 600 km zurückzulegen, wobei eine Höchsteeschwindiglftit von 112 km/St, erreicht wurde. Die Drehzahl des Motors soll ungefähr anderthalbmal so hoch sein wie die eines Benzinmotors. Die Ergänzung der Wasservorräte nach einer Strecke von mehreren hundert Kilometern ist deshalb notwendig, weil aueb bei bester Abdichtung immer etwa^ Dampf entweicht. -fw- Abb. ta. Aneicht eines leitig eingebauten Dichtungselements. Ringlippe gleichmässig gegen die Welle und gleicht die Abnützung des Stulpes selbsttätig aus. Zudem sichert die Feder auch eine dauernde Berührung zwischen Dichtung und Welle bei Schiefstellung oder Verlagerung. Die Grosse der Federspannung wird vom Her- Abb. 3. Schnitt durch eine ähnliche Dichtung amerikanischer Herkunft mit Dichtungslippe aus dem amerikanischen Kunstgummi Neopresse. Sie ist mit dem Gehäuserinz zusammenvulkanisiert Neben diesen, gewissermassen als Standardausführungen anzusprechenden Abdichtungen gibt es eine Reihe abweichender Bauarten, z. B. Doppelabdichtungen und solche mit plattenartigen Federn. In einigen Fällen werden auch die Lederstulpen andersartig ausführt. Dipl.-Ing. P. G. verhindert, während das andere, B, bei einem Ueberdruck von 0,3 Atm. abbläst, damit keine gefährliche Drucksteigerung eintreten kann. Schneepflug im Kanton Schwyz. In Nr. 5 ihres Blattes lesen wir, dass der Kanton Schwyz einen Auto-Schneepflug in Dienst genommen hat Es handelt sich dabei um einen der bekannten französischen Latil-Traktoren mit Vierradantrieb, ausgerüstet mit einem Stosspflug von 2,7 m und einem Breitpflug von 7 m Räumbreite. Der Traktor ist seit vielen Jahren in Betrieb, währenddem auf Initiative des kant. Strasseninspektors, Hrn. Abegg, die Schneeräumvorrichtung zusätzlich angeschafft wurde. Eine gleiche Maschine besitzt auch die Stadt Le Locle. Im französischen Jura sind diese Schneeräumtraktoren im Winter fast massenhaft zu sehen.

N 9 — DIENSTAG, f. FEBRUAR 1938 Internationale Sternfahrt nach Monte Carlo. Das internationale Automobil-Rallye nach Monte Carlo, zu dem von 8 Ausgangspunkten 125 Konkurrenten gestartet waren, hat seinen Auschluss gefunden. 89 Teilnehmer sind am Samstagabend am Ziel eingefahren, wo am Sonntagvormittag die 2. Klassementsprüfung ausgetragen wurde. Die Konkurrenz, auf die wir am Freitag zurückkommen, zeitigte folgende Resultate: 1. Bakker Schut/Karel Ton (Holland) auf Ford 3622 ccm, Startort Athen, 780,90 Punkte. 2. F. Trevoux (Frankreich) auf Hotchkiss 3485 ccm, Startort Athen. 779,70 Punkte. 3. F. Lahaye/Quatresous (Frankreich) auf Renault 2383 ccm, Startort Athen, 777,80 Punkte. 4. Mutsaerts/Kouwenberg (Holland) auf Ford 3622 ccm, Startort Palermo, 774,60 Punkte. 5. F. Quinlin/Mazaud (Frankreich) auf Matford 3622 ccm, Startort Athen, 773,90 Punkte. 6. F. Carriere/Duclos (Frankreich) auf Matford 8622 ccm, Startort Athen, 77230 Punkte. 7. Mme. Rouault/d'Herlique (Frankreich) auf Matford 3622 ccm, Startort Athen, 771,70 Punkte. Gewinnerin des Damenpreises. 8. Descollas/Mme. Descollas (Frankreich) auf Lancia 1352 ccm, Startort Athen, 771,60 Punkte, Gewinner der Kategorie unter 1500 ccm. tta. Lord Waleran (Grossbritannien) auf Lancia 1352 ccm, Startort John O'Grats, 770,50 Punkte. b. Cantoni/Agosti (Italien) auf Lancia 1352 ccm, Startort Palermo,770.50 Punkte. 11. Mme. Simon/Mlle. Lamberjack (Frankreich) auf Hotchkiss 3485 ccm, Startort Athen, 768,80 Punkte. Zweiter Rang im Damenpreis. 12a. Sprenger van Eijk (Holland) auf Lincoln- Zephir, Startort Palermo. 768,40 Punkte. b. de Cortanze/F. Contet (Frankreich) auf Peugeot 1992 ccm, Startort Athen, 768,40 Punkte. 14. Whalley (Grossbritannien) auf Ford 3622 ccm, Startort Athen, 768.20 Punkte 15. OIsen/Kindseth (Norwegen) auf Ford 3622 ccm, Startort Stavanger, 767.50 Punkte. 48. Delmarco (Schweiz-Italien) auf Lancia 1352 ccm, Startort Palermo, 742,80 Punkte. *•» Letzte Sportnachrichten in Sihwe« Schweizer. Schnee-Sternfahrt zum Genfer Salon. 12. Februar 1938. Für die am nächsten Samstag in acht Tagen stattfindende Schnee - Sternfahrt zum Genfer internationalen Automobil-Salon können wir unsern Lesern die ersten 27 Nennungen bekanntgeben : H. Trümpy, Glarus, M.G.; H. Portmann, Basel, Ford, B. Bierrehumbert, Le Locle, Lancia; E. Moebus, Lausanne, Aero; W Moser, La Chaux-de-Fonds, Fiat; H. Periat, Freiburg, Peugeot; A. Hot*, Neuenburg, Ford; E. Burl, Genf, Opel; E. Baumann, Genf, Adler; H. Sauthier, Martigny, Ford; K. Schäfer, Bern, Dodge; 0. Fricker, Basel, X...; A. Sandoz, Neuenburg, Renault; A. Compagnon, Genf, Renault; J Stich, La Chaus-de-Fonds, Fiat; A. Scheibler, Laupen, Bugatti; M. Walther, Bern, Ford; M. Spaflnol, Lausanne, Ford; G. Mollet, Lausanne, Delahaya; R. Bloch, La Chaux-de-Fonds, Fiat; W Breitling, La Chaux-de-Fonds, Studebaker; P. Hfifeli, La Chaux de Fonds, Citroen; M. Schlotlerbeck, Basel, Hudson; E. Rock, Basel, Ford; C. Napp, Basel, Ford; J. Daler, Freiburg, Ford; Mme A. Büchi, Bern, Dodge. * Im übrigen glauben wir, dass es für die Konkurrenten von allgemeinem Interesse ist, wenn wir nachstehend die Antworten der Sektion Genf des ACS auf verschiedene Fragen wiedergeben, die ihr von der Sektion Bern gestellt worden sind : Behinderung der Konkurrenten auf der chronometrierten Bergstrecke und Flachprüfung. Genf versichert, dass dio Startintervalle ausserordentlich lang angesetzt werden, um der Behinderung durch langsamfahrende Fahrzeuge noch Möglichkeit zu steuern. Die Organisatoren machen jedoch darauf aufmerksam, dass die Verzögerung des Startes zum Bergrennen dem Ermessen des betreffenden Kommissärs anheimgestellt ist. Neutralisation der beiden Spezialprüfungen In bezug auf die Regelmässigkeitsfahrt. Die Abschnitte Bergrennen und Flachstrecke zählen nicht für die Regelmässigkeit. Die Regelmässigkeitskontrollen werden so angelegt, dass es den Konkurrenten trotz des Einschaltens der Sonderprüfungen möglich ist, das genaue Stundenmittel praktisch einzuhalten. Vorweisung des Bordbuches unterwegs. Es ist der Wille der Organisatoren, aus dem diesjährigen Rallye eine Art «Non-stop-Fahrt» zu machen. Aus diesem einfachen Grunde darf man hoffen, dass die Konkurrenten von den Offiziellen so wenig als möglich angehalten werden. Jedenfalls ist ein überflüssiger Formalismus nicht zu befürchten. Lage der Kontrollen. Die möglichen Kontrollorte werden im Bordbuch kilometrisch und lokal so genau angeführt, dass auch in grösseren Durchfahrtsorten das Einhalten des vorgeschriebenen Stundenmittels ohne Strafpunktverlust möglich ist. Die Organisatoren lehnen sich hier genau an das vorbildliche Basler Exempel an (Jurafahrt 1937). Vorprüfung bis Freiburg. Als Startorte kommen nunmehr nur noch Schweizer Städte in Frage. Fahrer, die im Ausland starten, berechnen also ihre Distanzen ab Schweizererenze. Endgültige Streckenführung. Die Zentralvorwaltung des A.C.S. in Bern arbeitet gegenwärtig das genaue Bordbuch mit den verbindlichen Distanzen und Zeiten aus. Die genaue Streckenführung liegt fest und wird den Interessenten seit Ende Januar in Form einer Zusammenstellung der von der Route berührten Ortschaften zugeschickt. Die in der «Automobil-Revue» seinerzeit publizierte graphische Streckenführung trifft für die Strecke St. Cergue - Genf nicht mehr zu. Auf dem Gebirgssträsschen Erde-Aven (oberhalb Sitten) ereignete sich am Abend des 26. November 1934 ein schwerer Autounfall. Fünfzehn junge Burschen in gehobener Stimmung überredeten in der Wirtschaft den Halter und den Lenker eines Lastwagens, sie nach Aven zu führen, worauf einer von ihnen zum Wagenbesitzer und Lenker in die Führerkabine ging, die andern dichtgedrängt auf der Wagenbrücke standen und sassen. Schon bei der ersten, nicht besonders scharfen Biegung fuhr der Wagen über die Strasse hinaus, kollerte über die Böschung herab und erdrückte einen erst 19jährigen Passagier, während andere verletzt wurden. Auf Grund einer gütlichen Vereinbarung wurden der Familie des Getöteten vom Halter des Fahrzeuges und von der Haftpflichtversicherungsgesellschaft zunächst je 500 Fr. ausbezahlt. Nach Art. 43, Absatz 2, des Motorfahrzeuggesetzes können aber Vereinbarungen, welche offenbar unzulängliche Entschädigungen festsetzen, binnen Jahresfrist nach ihrem Abschluss angefochten werden; die Hinterlassenen machten denn auch vor Gericht weitergehende Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuungszahlungen geltend. Diese Klage ist am 25. Januar vor Bundesgericht endgültig beurteilt worden. Der Unglückswagen war nicht für den Personentransport ausgerüstet und der Chauffeur nicht im Besitze des hiefür nach Art. 35 der Vollziehungsverordnung zum MFG notwendigen besonderen Führerausweises. Die Versicherungsgesellschaft konnte sich aber nicht auf diesen Umstand berufen, denn Einreden aus dem Versicherungsvertrag oder dem Versicherungsvertragsgesetz, die .die Deckung des Schadens schmälern oder aufheben würden, können nach Art. 50, Abs. 1, MFG dem Geschädigten nicht entgegengehalten werden. Der Unfall ist gekennzeichnet durch ein sehr schweres Verschulden des Halters des Möglichkeit von ex-aequos in Genf. Die Veranstalter rechnen mit keinen ex-aequos mehr, obwohl der Fall eintreten könnte, dass je der Erste der Klasse I, II, III und IV strafpunktfrei Eine dritte Stich- in Genf ankommen könnten. prüfung ist nicht vorgesehen. Meidetermin. Die zum voraus bezeichneten Mannschaftsfahrer können eventuell erst auf den zweiten Nennungstermin, d. h. am 7. Februar 1938, gemeldet werden. Fliegender oder stehender Start Im Prinzip wird für beide Spezialprüfungen der fliegende Start angewendet. Die Anlauistreeke ist jedoch kurz bemessen, wie z. B. letztesmal an der Bergprüfung am Weissenstein anlässlich der Jurafahrt. Freitag, 11. Februar: 13.00 Uhr: Eröffnungsbankett im Hotel des Bergues. 15.30 Uhr: Offizielle Eröffnung der Ausstellung. 16.00 Uhr:.. Eröffnung für die Besucher. Eintrittspreis Fr. 2.— (inkl. Steuer). 20.00 Uhr: Torschluss. Samstag, 12. Februar : 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 10.00 Uhr: Sitzung des Direktionskomitees des ACS. 15.00 Uhr: Zusammenkunft der Mitglieder des Verbandes westschweiz. Motorfahreroffiziere. Von 15.00 Uhr an: Ankunft der Konkurrenten der Schnee-Sternfahrt, Place des Alpea 1. Von 19.00 Uhr an: Abend zu ermässigtem Preis. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steueft. Von 22.00 Uhr an: Ball des Salons im Hotel des Bergues. 23.00 Uhr: Torschluss. Sonntag, 13. Februar: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 13.00 Uhr: Mittagessen in der Brasserie des Salons. 12.30 Uhr: Mittagessen der Konkurrenten der Schnee-Sternfahrt und der Sektion Genf des ACS. (Restaurant des Salons). 14.00 Uhr: Preisverteilung der Schnee-Sternfahrt (Restaurant des Salons). 14.00 Uhr: Sitzung der Nationalen Sportkommission des ACS. 15.00 Uhr: Sitzung des Direktionskomitees des Auto- Camping-Clubs der Schweiz. Von 19.00 Uhr an: Abend zu herabgesetztem Preis (Fr. —.80 inkl. Steuer). 23.00 Uhr: Torschluss. Montag, 14. Februar: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 10.00 Uhr: Versammlung der Sekretäre der Sektionen des A.C.S. 19.00 Uhr- Torschlüsse. Dienstag, 15. Februar: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 10.00 Uhr: Tagung der Autosektion Genf des T.C.S. 12;30Uhr- Mittagessen des Rotary Club (Restaurant des Salons). 19.30 Uhr: Nachtessen der Autosektion des T.GSv 23.00 Uhr: Torschlues. AUTOMOBIL-REVUE Haftpflicht und Versicherung (Aus dem Bundesgericht.) Motorfahrzeuges, der die Fahrt strikt hätte ablehnen solle», weil der Wagen für den Personentransport nicht bestimmt und nicht eingerichtet war und der Chauffeur nicht den dafür geforderten Spezialausweis besass. Er wäre auch deswegen verpflichtet gewesen, diese Nachtfahrt zu verbieten, weil der Chauffeur unter dem Einflüsse des Alkohols stand. Einmal auf der Fahrt, hätte er den Chauffeur vor dem Einschlagen eines allzu raschen Tempos abhalten sollen. Unverantwortlich war es auch, dass in der Führerkabine drei Personen Platz nahmen, was den Lenker behinderte. Dieser letztere hatte offenbar die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren, sonst hätte dieses nicht schon zu Beginn der Fahrt in einer nicht besonders schwierigen Kurve die Strasse verlassen. (Unbegreiflicherweise haben die Walliser Gerichte im Strafverfahren das Verhalten des Halters und des Lenkers nur mit einer Busse geahndet.) Ein Mitverschulden des Verunglückten kann nicht bestritten werden, denn die jungen Leute übernahmen ein schweres Risiko, als sie zur Ausführung der Fahrt drängten, obschon sie sehen mussten, dass Wagenbesitzer und Chauffeur nicht mehr ganz nüchtern und der Wagen nicht für Personentransporte bestimmt war. Doch ging das Kantonsgericht zu weit, wenn es deswegen die zu leistende Entschädigung um zwei Fünftel kürzte. Angesichts des besonders schweren Verschuldens des Lenkers rechtfertigt das Selbstverschulden des Getöteten eine Herabsetzung des an die Mutter zu leistenden Schadenersatzes um höchstens einen Fünftel. Dieser Schadenersatz an die Mutter für den Verlust des Versorgers wurde auf 3800 Fr. bestimmt. Ferner wurde der Mutter eine Genugtuungssumme von 1500 Franken, den beiden Brüdern eine solche von je 250 Fr. zugesprochen. Von diesen Leistungen (insgesamt 5800 Fr.) sind die von der Versicherungsgesellschaft bereits bezahlten 500 Fr. abzuziehen. Wp. Flachstrecke. Der Kilometer lancö findet auf der Route Suisse, direkt vor der Einfahrt nach Genf, statt. Es handelt sich um die vortrefflich ausgebaute Betonstrasse von Genf Richtung Lausanne, die jedem Salonbesucher bekannt ist. Während den Spezial- Prüfungen ist sie für den übrigen Fahrverkehr gesperrt. Zeitmessung am Ziel. Da die Ankunft nach dem Zentrum der Stadt verlegt worden ist, wird die Zeitnahme für das Ziel der Reselmäesigkeitsfahrt schon vor den Toren Genfs erfolgen. Obwohl sich Genf darüber nicht genauer ausspricht, darf geschlossen werden, dass aus organisatorischen und technischen Gründen Programm des Genfer Salon Mittwoch, 16. Februar: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 12.00 Uhr: Mittagessen ; 14.30 Uhr : Sitzung der Kommissionen Schweiz. Propaganda- Organisationen zugunsten der einheimiechen Produktjon (Restaurant des Salons). 19.00 Uhr: Torschluse. Donnerstag, 17. Februar: 9.00 Uhr" Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 10.00 Uhr: Sitzung des Vorstandes und 11.00 Uhr: Generalversammlund der Syndikalkammer des Automobilhandels und der Garageindustrie der Schweiz (Konferenz-Saal des Salons). Von 12.00 Uhr an. Ankunft der Konkurrentinnen des Rallye Feminin Paris-St-Raphael. Von 13.00 Uhr an: Kinder 60 Rp. (inkl. Steuer). 20.00 Uhr: Gala-Nachtessen der Konkurrentinnen des Rallye Feminin Paris-St-Raphael (Restaurant des Salons). 23.00 Uhr: Torechluss. Freitag, 18. Februar : 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1 50 (inkl. Steuer). 11.00 Uhr. Sitzung des Organisationskomitees der Automobil-Ausstellung (Konferenzsaal). 12.30 Uhr. Mittagessen im Restaurant des Salons. 19.00 Uhr: Torschluse. Samstag, 19. Februar: 9.00 Uhr - Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 10.00 Uhr: Sitzung des Vorstandes des Verwaltungsrates des TCS. 11.00 Uhr: Jahres-Generalversammlung d. Schweiz. Syndikalkammer (Konferenzsaal). 12-30 Uhr- Mittagessen im Restaurant des Salons. 14.00 Uhr Sitzung des Verwaltungsrates des TCS. Von 19.00 Uhr an: Abend zu herabgesetztem Preis (SO Rp. inkl. Steuer). 23.00 Uhr: Torechlues. Sonntag, 20. Februar: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50. Von 19.00 Uhr an: Abend zu herabgesetztem Preis (.80 Rp. inkl. Steuer). 23.00 Uhr: Torschlues. diese Zeitmessung nur vor dem Kilometer lane* erfolgen kann. Ankunft In Genf. Vor dem CafeVRestaurant de la Couronne, Place du Lac 1. Die Teilnehmer erhalten vor der Einfahrt in Genf ein genaues Itineraire, eventl. einen detaillierten Stadtplan. Die Place du Lac ist am Unken Rhone-Ufer, direkt vor dem Pont du Mont-Blanc. A. C. « SEKTION AARGAU. Sektionskalender. Die Sportkommission hat die Durchführunsr des III. Wintersportanlasses mit Austragung der Skimeisterschaften 1938 für Damen und Herren beschlossen. Der Anlass findet am 12.—13. März 1938 in Engelberg statt. Das ausführliche Programm, das sich ohne wesentliche Aenderungen an das letztjährige anlehnen wird, dürfte demnächst erscheinen. Die ordentliche Generalversammlung ist anberaumt auf Samstag, 26. März 1938, nach Aarau. S. D. A. C. SEKTION BERN. Einen höchst anregenden Abend verschaffte unserm Club der Sohn eines sehr getreuen und allseitig verehrten Mitglieds, Herr Eduard M. Roth, Kaufmann in Bern. «Mit der schweizerischen Ratkreuzkolonne nach Madrid», hiess das Thema, und man kann eich denken, dass es eine ungewöhnlich zahlreiche Zuhörerschar herbeilockte. Diese schweizerische Rotkreuzkolonne fuhr im September 1937 im Auftrag des Internationalen. Roten Kreuzes nach Spanien, um die Evakuatlon von Frauen und Kindern aus Madrid vorzunehmen. 400 km in 10 Nachtstunden, immer von Madrid nach Valencia und zurück, das war während mehrerer Wochen die Aufgabe der 12 Wagen und ihrer unerschrockenen Mannschaft. Mehr als einmal mussten sie einen Luftangriff über sich ergehen. lassen, und das Durchwandern der zerschossenen, verbarrikadierten oder verödeten Strassen Madrids war besonders für den, der diese sohöne Stadt früher gekannt hat, ein trauriges Erlebnis. Madrid ist mit der Aussenwelt nur noch durch eine einzige Strasse verbunden; sie ist sehr gut, ausgenommen die letzten 80 km, wo man gezwungen ist, des feindlichen Feuers wegen auch den grössten Camion auf einen Feldweg zu leiten, und zwar ist hier eine Art Einbahn-Systom eingerichtet. Auf der groseen Strasse trifft man nur Soldaten und militärische Wagen oder dann die typischen kleinen Maultiergespanne, die oft tagelang unterwegs sind, um die Hauptstadt zu verproviantieren. Privatautos besitzt ausser den Gesandtschaften niemand mehr, so wie man auch kein Benzin mehr frei kaufen kann; unsere Rotkreuzler erhielten es direkt von der Schweiz zugeschickt. Nach einer kurzen, klaren politischen Einleitung, die streng neutral gehalten war, zeigte Herr Roth viele fesselnde Bilder, die z. T. die Schrecken, des Bürgerkrieges, sagen wir des Krieges überhaupt, eindringlich vor Augen führten. Dank sei ihm gesagt für den so warmen und lebendigen Vortrag. D. A. u n Verbänden CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Monatsversammlung: Samstag, den 5. Februar, im Clublokal. Traktandenlisten werden vorgelegt. Ferner Diskussion über die Frage, ob dieses Jahr wieder einmal ein Fastnachts-Anlass durchgeführt werden solle. Es liegt dafür der Antrag eines Passivmitgliedes vor, welches uns seinen Saal gerne zur Verfügung stellen möchte. Wir hoffen, die Mitglieder werden durch zahlreiches Erscheinen dem neugewählten Vorstand die Arbeit erleichtern. Mitglieder, welche eine Plakette erhalten haben, sind gebeten, sie mitzubringen, um diese gravieren zu lassen. Der Vorstand. Lus de ie kve Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Wintersport-Rendez-vous des ACS in St. Moritz. Man schreibt uns: Eine Wiederholung dieses wohl allen Teilnehmern in bester Erinnerung gebliebenen Anlasses im Februar 1934 stand für die Tage vom 15. bis 30. Januar als erste nationale Veranstaltung im Programm 1938. Das Interesse soll sehr gross gewesen sein und das vorgesehene Programm alles Bisherige weit übertroffen haben. Leider aber ist diese Veranstaltung, auf die wir uns so gefreut hatten, zumal sie wieder ein paar von unbeschwerter sportlicher und gesellschaftlicher Betriebsamkeit erfüllte Tage verbiess, regelrecht in den «Schnee» gefallen. Einige Unverdrossene, die trotzdem ihre Ferien nach dem Engadin verlegten, bedauern dies um so mehr, da das wunderbare Wetter alle Voraussetzungen für eine glänzende Durchführung des geplanten Wintersport-Rendezvous erfüllt hätte. Wir geniessen die schönsten Tage in der berühmten «Sonne von St. Moritz». Was wohl die Organisatoren zu diesem Verzicht bewogen hat? Gewisse Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kurverein St. Moritz und dem A.C.S. sollen zur Aufhebung des vor 9 Jahre installierten Auskunfts- und Touristikbüros des A.C.S. in St. Moritz geführt haben. In den Kreisen des Kurvereins herrscht die Auffassung vor, dass auch der Schweiz. Automobil-Club das Seine zur Eehaltung dieses für die internationale Touristik sehr wichtigen Büros beitragen soll. Das dem Kurverein angegliederte Touristik- und Auskunftsbüro des A.C.S. wird seit seiner Schaffung in unaufhörlich steigendem Mass von den Automobilisten aller Länder dermassen beansprucht, dass die Kosten nicht mehr von Kurverein allein getragen werden konnten. Das Büro weist Frequenzziffern auf, wie sie kaum eine andere automobilistische Auekunftsstelle erreicht. Angesichts dieser Tatsachen und der grossen internationalen Bedeutung, welche da« St. Moritzer Touristik-Office des A.C.S. erlangt hat, glaubte eich der Kurverein zu der Hoffnung berechtigt, der A.C.S., der ja u. a, auch die Förderung des Autotourismus bezweckt, werde finanziell zur weitern Erhaltung ds Büros beitragen. Bedauerlicherweise scheint es indessen, man habe sich in dieser Hoffnung getäuscht. Es ist dringend zu erwarten, daas in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.