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E_1938_Zeitung_Nr.013

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gelegenheit flüchtet

gelegenheit flüchtet man sich gerne in die mollige Wärme des Ausstellungsgebäudes. Uebrigens : Dinge sind hier vorgegangen ! Trotz der Kürze der Zeit, auf die sich die Vorbereitungen zusammendrängen mussten, hat sich das Innere der weiten Halle ganz auf neu herausgeputzt. Unter dem Glasdach spannt sich weich fliessend ein gewaltiger weisser Vorhang, der dem Interieur ein behagliches Cachet verleiht und wozu die roten Standbeläge und -Schilder einen lebendigen Kontrast abgeben. Vollends bis zur Unkennlichkeit gewandelt hat sich das Restaurant auf der Galerie, das mit seinen silberglänzenden Säulen und dem gelben « Baldachin » vornehm-gediegen wirkt und sich harmonisch in das Bild einfügt. Mit dem Wegfall des Vorbaues und der Konzentration der Schau auf die grosse Halle gingen auch interne Aenderungen Hand in Hand, einzelne Stände begaben sich auf die Wanderschaft und die Lastwagen teilen sich jetzt brüderlich mit den Personenwagen in den Raum der Haupthalle, eine Dislokation, welche den Giganten der Landstrasse nur zum Vorteil gereicht. Knapp eine Stunde trennt uns noch von jenem Augenblick, da der Vertreter des Bundesrates mit den Ehrengästen in feierlichem Akt den 15. Salon eröffnen wird. Bereit sein ist alles, damit auch nicht die letzte Kleinigkeit fehle, wenn der grosse Moment naht. Und damit erklärt es sich woh! auch, dass auf den Ständen eine wahre Frühlingsputzwut grassiert, in deren Angesicht sogar die fürsorglichste Hausfrau von einem Minderwertigkeitskomplex befallen werden könnte. Staublappen, Flaumwedel und Bürsten feiern Orgien. Liebe- und gefühlvoll streicheln emsige, mit sotanen Utensilien bewaffnete Hände über Kotflügel, Kühlerhauben, Räder und Verdecke. Pinsel treten in Tätigkeit, Teppiche werden herangesehleppt, Blumen anmutig gruppiert, zwischenbinein ein prüfender, kritischer Blick auf das Ganze geworfen und wieder gefegt und gefingert und poliert. Der Effekt solchen Bemühens ist unverkennbar- strahlend wie eine Braut am Hochzeitstag, lockend und verführerisch reiht sich Wagen an Wagen, verbreitet Glanz und weckt allerlei Sehnsüchte unterm Oberhemd. Denn am Salon muss das sein. Ebenso wie auch die Photographen sein müssen, die lauernd durch die Gänge streichen und auch vor akrobatischen Uebungen nicht zurückschrecken, so es gilt, sich einen vorteilhaften Standort zu ergattern. Ernst und ihrer Würde voll bewusst, schreiten Polizisten auf und ab. Zusammenfassend lfiest sich etwa sagen: es herrscht eine Atmosphäre emsiger Geschäftigkeit, wie «ie den Stunden vor der Eröffnung eigen ist. Von Hast und Hetze jedoch keine Spur. Im Gegenteil, beschaulich und man möchte fast sagen con sordino spielt sich das alles ab. Denn man hat tüchtig gearbeitet, man weiss, dass es jetzt nur noch heisst, die letzte Hand anzulegen und das Tüpfelchen auffi i zu setzen. 15 Uhr 30. Es wäre soweit. Die Polizeieskorte fasst Posten hinter dem Eingang. Versuchsweise dudelt ein vorwitziger Lautsprecher, das Orchester bezieht sein Podium. Voll gespannter Erwartung richten sich die Augen nach dem Portal. Aber es verstreicht noch eine Weile, bis die offizielle Wagenkolonne vom Hotel Des Bergues her eintrifft, dem Schauplatz des Eröffnungsbankettes. Kurz vor 16 Uhr rauscht die Melodie des «Rufst du mein Vaterland> weihevoll durch den Raum, die weiasbetressten Polizisten stehen stramm. Und dann werden die beiden Türflügel zurückgeschlagen: Herr Buhdesrat Minger hat in symbolischer Geste das seidene Band in den eidgenössischen Farben, das sich vor der Pforte spannte, durchschnitten ui.d betritt, gefolgt von den übrigen Offiziellen und Ehrengästen, die Ausstellung, ihm zur Seite der Präsident des Salon-Komitee«, Herr Ch. Dechevrims. Unter den Ehrengästen bemerkt man neben Mitgliedern des National- und Ständerates auch Vortreter der Kantone, des Konsularkorps, der Behörden der Stadt und des Kantons Genf, auch die Delegierten der grossen sportlichen und touristischen Organisationen unseres Landes. Bedächtig setzt sich hierauf der Zug zum Randgang durch die Stände in Bewegung, flankiert von den Gendarmen in ihren malerischen Uniformen. Lebhaftes Interesse für die Erzeugnisse des modernen Automobilbaues bekundend, lässt sich Herr Bundesrat Minger die Vertreter der Marken vorsittlea,.unterhält sich mit ihnen, lässt sich dies und jenes erklären und verweilt namentlich länger in der Abteilung Lastwagen. Knapp eine halbe Stunde nachdem sich die Tore der Schar der Gäste und Offiziellen sufgetan, strömt das Publikum in dichtem Schwärm herein, ergiesst sich in die Couloirs, staut sich vor den Ständen — der Salon 1938 ist eröffnetl ilöge er den Mut und den Unternehmungsgeist der Organisatoren wie der Aussteller mit einem Erfolg lohnen, der ein gerechtes Entgelt für ihren Einsatz bildet! Zuc AutomoMfodhau Ut * erst die < Illustrierte Automobil-Revue » mit dem Katalog der in der Schweiz gehandelten Automobilmarken studieren. An allen Kiosken erhältlich. Scharfer Tabak für die ennllschen Radfahrer. Englands Verkehrsminister ist entschlossen, den Kampf gegen die Verkehrsunfälle, deren Zahl trotz allen bisherigen Vorkehrungen einen erschreckenden Sprung nach oben getan, mit unerbittlicher Konsequenz durchzuführen. Als eine der ersten Massnahmen im Rahmen dieser Aktion figuriert die Einführung einer Prüfung für Radfahrer auf dem Programm, wobei sie sich über ihre Kenntnisse in den Verkehrsvorschriften auszuweisen haben. Wer dabei durchfällt, darf nicht fahren. Ausserdem soll über die Fahrräder eine Kontrolle geführt, sollen sie Nicht forsch, nicht einmal frech, sondern nur unverschämt ist es, in zu knappem Abstand zu überholen, ein anderes Fahrzeug zu schneiden, sich bei ungenügendem Raum zwischen anderen Wegebenutzern hindurchzuzwängen, vor Kreuzungen nicht abzustoppen, sondern sich, auf das angebliche «Vorfahrtsrecht» pochend, die Vorfahrt erzwingen zu wollen, kurz gesagt, sich so zu benehmen, als wäre man Herr der Landstrasse. Nur ein Rohling nimmt auf Tiere keine Rücksicht, steuert mit unabgeblendeten Scheinwerfern auf entgegenkommende Pferde, auf Viehherden los und hetzt das Wild, das in den Scheinwerferkegel geraten ist, vor sich her. Spaltenlang könnte man berechtigt forsches Fahren ausgesprochenen Unarten gegenüberstellen. Es hat aber wohl nicht viel Zweck, jede einzelne Situation, die sich im Verkehr einstellen kann, zu beleuchten, denn vernünftiges Fahren und Rücksichtnahme auf andere lässt sich nicht erlernen, sondern muss dem Fah- Nach den mannigfachen Versuchen, den Kraftverkehr des Landes den Interessen der Bahnen zu unterwerfen, scheint man jetzt in Holland eine konstruktive Lösung des Wettbewerbsproblems Schiene—Strasse in Aussicht zu nehmen. Die im vorigen Jahr finanziell reorganisierten Staatsbahnen planen, im Zusammenhang mit den Massnahmen zur Rationalisierung ihres inneren Betriebes eine Verkehrskoordination durchzuführen. Diese Die Wettbewerbe, welche wir anlässhch der letzten Genfer Salons durchgeführt, sind bei unsern Lesern wohl kaum in Vergessenheit geraten. Durch den Erfolg dieses heiteren Rätselspiels aufgemuntert, haben wir uns entschlossen, auch heuer wieder etwas Aehnliches zu inszenieren, wobei allerdings — das liegt in der Natur der Sache — die Fragestellung sich um ganz andere Dinge dreht wie zuvor. Hatten wir bei unserer ersten Ausschreibung die Findigkeit unserer Leser und der Salonbesucher dadurch auf Probe gestellt, dass wir sie auf die Suche nach konstruktiven Details an den ausgestellten Wagen jagten, prüften wir sie das zweitemal hinsichtlich ihrer technischen Kenntnisse auf Herz und Nieren, indem wir ihnen als Knacknuss die Ermittlung der durchschnittlichen Motorenstärke der an der Ausstellung « versammelten » Wagen aufgaben, so halten wir dieses Jahr etwas für ihre kommerzielle Spürnase bereit. Unbestreitbar bildet der Wagenpreis eines der wichtigsten Elemente für die Klassierung und ebenso unbestreitbar spielt dieser Faktor für zahlreiche Käufer eine ungleich gewichtigere Rolle als sämtliche technischen Eigenheiten und alle noch so schönen Linien oder Formen. Also starten wir heuer unser Rennen im Zeichen der "Preisfrage», die wir folgendermassen formulieren möchten: Welches ist, in Franken berechnet, der durchschnittliche Preis der ausgestellten Wazen ? Um bei den Lösungen ex aequos nach Möglichkeit zu vermeiden, legen wir den Teilnehmern gleichzeitig noch eine zweite Frage vor: Wie hoch beläuft sich der Gesamtwert der ausgestellten Wagen In Franken ? Nicht zu berücksichtigen haben unsere Leser bei ihren Berechnungen die Fahrzeuge AUTOMOBIL-REVUE SAMSTAG, 12. FEBRUAR 1938 — N° 13 Schneidig, aber nicht frech Fortsetzung von Seite t. rer eben sein Anstandsgefühl sagen, wie weit er gehen darf und was er unbedingt zu unterlassen hat. Das aber setzt voraus, dass einem das « Verkehrsgefühl» in den Fingerspitzen sitzt. Sicher gibt es nichts Schöneres, als aus einem guten Wagen die volle Leistung herauszuholen, als sportlich zu fahren, die Freude am eigenen Können und an den Fähigkeiten des Fahrzeugs auszukosten. Aber diese ungetrübte Freude winkt nur dann, wenn man die Gefahr nicht nur von andern, sondern auch von sich selbst fernzuhalten weiss. Was nichts bedeutet als die Pflicht, alles das zu meiden, was einem selbst zum Schaden gereichen könnte (wenn auch mancher die Ansicht vertritt, dass es jedermann freistehe, seine Knochen so zu brechen, wie es ihm passt). Höchste Vorsicht ist beispielsweise geboten, wenn die Griffigkeit der Fahrbahndecke zu wünschen übrig lässt, wie dies bei aufgeweichtem Lehmboden und bei nassem Asphalt oder gar auf Eis und Schnee zutrifft. Nicht weniger kann es eine frisch geschotterte Kurve, in der die Räder einfach seitlich wegrutschen, in sich haben. Sandaufschüttungen an der Fahrbahnkante vermindern den Halt der Räder, so dass der Wagen jeden Moment seitlich abgehen kann. Kurven bedeuten auch bei grösstem fahrerischen Können nur dann keine Gefahr, wenn man weiss und übersehen kann, was dahinter kommt. Ein plötzlich auftauchender Lastzug, geschlossene Eisenbahnschranken und dergleichen Dinge gehören nicht eben zu den angenehmen Ueberraschungen, ebensowenig wie ein unbewachter Bahnübergang, sofern der Blick nicht die Geleise Hunderte von Metern nach beiden Seiten zu erfassen vermag. Gebirgsstrassen können ungeahnte Tücken entfalten, insbesondere wenn man im Schuss bergab zischt. Die Bremsen erhitzen sich beim ständigen Gebrauch so stark, dass sie zum Schluss ihre Wirkung verlieren, was meistens gerade dann einzutreten pflegt, wenn sie dringend ihre Aktion aufnehmen sollten. Fahren Sie ruhig forsch, wenn Sie es können. Aber wohlgemerkt: nicht dreist und noch weniger unkorrekt. Fahren Sie so, wie Sie es vor Ihrem Gewissen jederzeit verantworten können. Aber vor einem guten Gewissen! Muten Sie ihrem Wagen ein Letztes an Leistung zu, aber nur dann, wenn Sie sich vollkommene Gewissheit verschafft haben, dass Sie niemanden auf der Strasse gefährden. Wenn Sie so fahren, dann sind Sie nicht nur ein talentierter Fahrer, sondern ein Könner, einer, der sein Können richtig einsetzt und sein Temperament zu zügeln weiss. Das nämlich ist die Hauptsache: mit Kopf fahren. Anders ausgedrückt, mit dem geringstmöglichen Risiko die grösstmöglicihe Leistung aus dem Fahrzeug herauszuholen. Gesunde Verkehrskoordination in Holland soll offenbar ein wesentlich anderes Aussehen haben als in den Ländern, in denen sie mit automatischer Unterdrückung des Automobilverkehrs verbunden ist. Die Bahn verzichtet nämlich zugunsten des Motorfahrzeugverkehrs an vielen Stellen auf die Weiterführung ihres eigenen Nah- und Kleinverkehrs. Nach der neuen, am 15. Mai in Kraft tretenden Dienstregelung werden nicht weniger als 148 kleine Bahnstationen linier Saloini «Wetlbew^i*b auf den Ständen der Karosseriefirmen, die Cars, die Last- und Lieferwagen. In Betracht fallen für die Lösung vielmehr nur jene Fahrzeuge, welche auf den Ständen der Personenwagen-Konstrukteure zur Ausstellung gelangen. Als Wert gilt der im Katalog der betreffenden Firma aufgeführte oder (bei nicht serienmässig hergestellten Fahrzeugen) der speziell angegebene Preis. Nackte Chassis, teilweise demontierte oder zu Demonstrationszwecken aufgeschnittene Wagen scheiden bei unserem Wettbewerb ebenfalls aus. Um als gültig anerkannt werden zu können, müssen die Lösungen beide der oben gestellten Fragen beantworten und am Stand der "Automobil-Revue* (Nr. 223) abgegeben oder bei Zusendung durch die Post an die Adresse unseres Genfer Bureaus (4, Tour de l'lle, Genf) spätestens am 20. Februar um 24.00 Uhr abgestempelt worden sein. Die Veröffentlichung der Ergebnisse, wie die Bekanntgabe der richtigen Lösung, welche durch unsere Redaktion herausgetüftelt wird, erfolgt in unserer Nummer vom 25. Februar. Teilnahme-Bulletin für den von der «Automobil-Revue» anlässlich des Genfer Salons 1938 veranstalteten Wettbewerb: 1. Welches ist. in Franken berechnet, der durchschnittliche Preis der ausgestellten Wagen? Antwort: Fr 2. Wie hoch beläuft sich der Gesamtwert der ausgestellten Waren in Franken. Antwort; Fr Name: Vorname: Adresse: (Abzugeben auf dem Stand der «Automobil- Revue [Nr 223)]. Bei Zusendung der Lösung durch die Post [Adresse: «Automobil-Revue», 4, Tour de i'Ile, Genf] muss die Karte oder der Umschlag spätestens am 20. Februar, 24 Uhr, abgestempelt worden sein.) Winke für die Salonbesucher. Im Nachstehendem geben wir einige Aufschlüsse praktischer Natur zuhanden der Besucher des Salons: Tramverbindungen nach dem Salon. Während der ganzen Dauer des Salons wird alle 10 Minuten ein Tram zwischen dem Bundesbahnhof von Cornavin und dem Ausstellungsgebäude verkehren. Abstempelung der Eisenbahnfahrkarten: Das Bureau der Schweizerischen Bundesbahnen, in dem die auf einfache Fahrt lautenden Fahrkarten für die freie Rückreise abgestempelt werden, befindet eich in der Haupthalle hinten links. Dort können auch die Schnellzugszuschläge f«- löst und alle auf das Reisen in der Schweiz bezüglichen Auskünfte eingezogen werden. Postbureau, Telephon: Der Postdienst, der den Verkauf von Briefmarken, die Beförderung von Briefsendungen, Telegrammen und die Herstellung telephonischer Verbindungen besorgt, funktioniert in dem Automobil-Postamt links beim Einritt in die grosse Halle. Im übrigen stehen dem Publikum zahlreiche Telephonkabinen im ganzen Ausstellungsgebäude und namentlich heim Telephondienst des Salons hinten in der Haupthalle zur Verfügung. Restaurant und Teeraum: Das vollkommen neu ausgestattete Restaurant ist auf der Galerie, gegenüber dem Haupteingang, untergebracht. Zu den Essenszeiten wird dort die von Herrn Remor besonders zubereitete «Tagesplatte» serviert Bierstube: Die Bierstube ist im Untergeschoss gelegen; hier finden die Besucher alle dem Charakter eines solchen Etablissements entsprechenden Spezialitäten. Offizieller Katalog: Der offizielle Katalog des Salons enthält dieses Jahr, ausser interessanten Einzelheiten, auch die besonderen Merkmale der Fahrzeuge und die Nomenklatur der ausgestellten Objekte sowie das Verzeichnis der Agenten und Vertreter der ausstellenden Firmen. Dieser Katalog ist am Eingang der Halle xura Preis von Fr. —.50 erhältlich. In der gleiche'n Halle erteilt ein Bureau dem Publikum alle den Salon betreffenden allgemeinen Auskünfte. Ball des Salons: Dieser wird am Samstag, den 12. Februar, abends, in den Räumen des Hotela «Des Bergues» abgehalten, und sein Erlös ist für die Zwecke der Tuberkulosebekämpfung in Genf bestimmt. Ausser dem Ball wird dort auch noch ein Bridge-Tournier stattfinden und im Laufe des Abends die Ziehung einer mit schönen und zahlreichen Preisen ausgestatteten Lotterie erfolgen. aufgehoben. Auf diese Weise werden die Eisenbahnzüge auf den einzelnen Strecken erheblich rascher und häufiger verkehren können, weil sie nicht mehr so sehr durch die Gleisversperrungen seitens der kleinen Lokalzüge behindert sind. Ausserdem wird die Anzahl der dieselelektrischen Züge auf den Hauptstrecken bedeutend verstärkt, die Haltezeiten werden verringert und die Länge der einzelnen Züge wird auf ein Höchstmass begrenzt, wodurch eine Steigerung der Verkehrsgeschwindigkeit erreicht werden soll. Der Zeitgewinn auf kürzeren Strecken, wie Amsterdam-Arnheim oder Den Haag-Eindhoven, beträgt etwa 15 Minuten; auf längeren Strecken werden bis zu einer Stunde zwanzig Minuten eingespart. Endlich wird auch die Zugdichte erheblich vergrössert. Durch diesen Uebergang zum allgemeinen Eilzugsystem, von dem die Eisenbahnen einen bedeutend verstärkten Zuspruch erwarten, erwächst zugleich den privaten Autobusunternehmern ein neues Arbeitsfeld. Freiwillig wird eine Reihe von Anschluss- und Zubringerstrecken der Bahnen von privaten Unternehmern neu eröffnet und regelmässig betrieben. Die Bahn unterstützt diese für ihren eigenen Betrieb wichtige Hilfstätigkeit der Autobusunternehmer in der Weise, dass sie kombinierte Bahn- und Autobusfahrpläne aufstellt. Wenn auch in Holland nicht von einer völligen Betätigungsfreiheit des gewerblichen Kraftverkehrs gesprochen werden kann, so muss doch immerhin die vorgesehene Art von Verkehrskoordination als gesund bezeichnet werden. Sie beginnt mit einem scheinbaren Opfer der Bahn, nämlich einem Verzicht auf die Einnahmen des Kleinstreckenverkehrs. Als Ergebnis wird jedoch, und wahrscheinlich mit vollem Recht, eine Steigerung der Einnahmen erwartet, weil die höhere Leistung der Eisenbahnen unstreitig geeignet ist, ihr neue Fahrgäste zuzuführen. J. P. K. Jkoqxcututt des Qenfec Salons SONNTAG, DEN 13. FEBRUAR: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 13.00 Uhr: Mittagessen in der Brasserie des Salons. 12.30 Uhr: Mittagessen der Konkurrenten der Schnee- Sternfahrt und der Sektion Genf des ACS. (Restaurant des Salons). 14.00 Uhr: Preisverteilung der Schnee-Sternfahrt (Restaurant des Salons). 14.00 Uhr: Sitzung der Nationalen Sportkommlislon des ACS. 15.00 Uhr: Sitzung des Direktionskomitees des Auto- Camplng-Clubs der Schweiz. Von 19.00 Uhr an: Abend zu herabgesetztem Preis (Fr. -.80 Inkl. Steuer). 23.00 Uhr: Tor schluss. Konzert von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr, von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr und von 20.00 Uhr bis 23.00 Uhr. MONTAG, DEN 14. FEBRUAR: 9.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellungsräume. Eintrittspreis Fr. 1.50 (inkl. Steuer). 10.00 Uhr: Versammlung der Sekretäre der Sektionen des ACS. 19.00 Uhr: Torschluss. Konzert von 11.30 Uhr bi* 12.30 Uhr und von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr.

13 — SAMSTAG. 12. FEBRUAR 1938 AUTOMOBIL-REVUE 3 500 Km* Entwicklung der Weltrekorde über die fliegende Meile (1924-1937) 2)te Stecnfahcec : IN DER SCHWEIZ Unterwelt nach Gen Die altehrwürdige Zähringerfeste Freiburg weise abzusehen und den Piloten eine andere ton Uechtland wird heute während des ganzen Vormittags im Zeichen der ersten schwei- Route vorzuschreiben, die ihnen in Freiburg zerischen Automobil-Schnee-Sternfahrt zum Genfer Salon stehen, an welcher, wie wir in der gestrigen Ausgabe gemeldet haben, 46 Konkurrenten in 4 verschiedenen Wertungsgruppen teilnehmen. Von den « Grandes Places » in Freiburg aus erfolgt nach der untenstehenden Tabelle der Start zu der über 241 Kilometer gehenden Regelmässigkeitsfahrt. Noch ist es zur Stunde, da diese Zeilen in Satz gehen, ungewiss, ob das veröffentlichte Itineraire, das via Bulle-Les Moulins - Col des Mosses nach Aigle im Rhonetal und von dort via Vevey - Chexbres - Peney - Crissier - Morges - Aubonne - St-Qeorge - St-Cergue nach Genf führt, in Kraft bleibt oder ob es aus Gründen der Sicherheit angezeigt ist, vom Befahren dieser Strecke ganz oder teil- Abfahrtszeiten ab Freiburg. GRUPPE I (bis 1100 cem): Start-Nr. Fahrer Marke Zeit 1 E. Moebus Aero 9.45' 2 W. Moser Fiat 9.46'30" 3 J. Stich Fiat 9.48' 4 M. Troesch Fiat 9.49*30" 5 W. Hohl Fiat-Balilla 9.51' 6 J. Burckhardt Adler 9.52'30" 7 E. Haldimann Fiat-Balilla 9.54' 8 Ch. Paquin D.K.W 9.55'30" GRUPPE II (1101—1500 cem): 9 H. Trümpy M. G. 10.10*30" 10 E. Campolongo Hanomag 10.12' 11 P Nikiaus Kiley 10.13*30" 12 R. Imhoff Fiat 10.15' 13 E. Rock Ford 10.16*30" GRUPPE III (1501—2000 cem): 14 H. Periat Peugeot 10.30* 15 E. Buri Opel 10.31*30" 16 O. Fricker B.M.W. 10.33' 17 P. Häfeli Citroen 10.34*30" 18 E. Baumann Adler 10.3»)' 19 H. Gübelin B.M.W. 10.37*30" 20 J. Aeschlimann VauxhaU 1039' 21 Frau Schüpbach Peugeot 10.40*30" 22 H. Nahl B.M.W. 10.42' 23 H. R. Gautschi B.M.W. 10.43'30" 24 G. Lang Peugeot 10.45' 25 E. Jucker S.S. Jaguar 10.46*30" GRUPPE IV (Dber 2000 cem): 26 H. Portmann Ford 10.58*30" 27 B. Pierrehumbert Lancia 11.00*00" 28 A. Sandoz Ford 1161*30" 29 M. Spagnol Ford 11.03' 30 A. Hotz Ford 11.04*30" 31 K. Schäfer Dodge 11.06' 32 C. Pbilippossian Terraplane 11.07*30" 33 M. Walther B.M.W. 1109' 34 A. Compagnon Renault 11.10*30" 35 Dr. C. Napp Ford 11.12* 36 W Breitling Studebaker 11.13'30" 37 J. Daler Ford 11.15* 38 Frau A. Büchi Dodge il.16'30" 39 G. Mollet Delahaye 11.18" 40 Ch. Schneider Ford 11.19*30" 41 C. Godefroy Delahaye 11.21' 42 H. Sauthier Ford H.22'30" 43 C. Maspoli Ford 11.24' 44 M. Sehlotterbeck Hudson H.25'30" 45 A. Scheibler Bugatti 11.27' 46 W Gempeler Hisp. Suiza 11.28*30" bekanntgegeben würde. Wie dem auch sei: wenn diese Nummer die Rotationspresse verlässt, dann werden die Sternfahrer irgendwo zwischen Freiburger- und Waadtland unterwegs sein und, von ihren Chronometreuren assistiert, die Fahrttabelle genau innezuhalten suchen. Wie sich der Verlauf der ersten Schnee-Sternfahrt gestaltet hat, wer sich an der Spitze des Klassements zu placieren vermochte, welche Equipe die glückliche Gewinnerin des Wanderpreises von Dr. Mende ist, werden unsere geschätzten Leser in der 4. Salon-Nummer vom kommenden Montag erfahren. IN FRANKREICH Rallye Feminin Paris—Saint-Rapahel. 34 Anmeldungen. Wie wir von den Organisatoren des Rallye Feminin Paris-Genf-St. Raphael. dem AC du Var in letzter Stunde erfahren, liegen für die Teilnahme an der zehnten Auflage dieser Veranstaltung 34 Anmeldungen vor, und zwar von : Bis 1100 cem: 1. Mlle. Haig M. G. 2. Mlle. v Stanley-Turner M. G. 3. Mlle. Carsignol G. Irat 4. Mlle. d'Onoieu G. Irat 5. Mme. Largeot Simca-8 6. Mme. Lefevre G. Irat 7. Mme. Gobert Simca-ö 8. Mme. Kronbauerowe X... 9. Mme. Johnston-Lavi3 Simca-5 1101—1500 cem: 10. Comtesse Moy Riley 11. Mme. Desoollas Lancia 1501—1800 cem: 12. Mlle. Riddell M. G. 13. Mme. Vidalin Salmson 14 Mme. Lambert Peugeot 1801—2200 cem: 15. Mlle. Baux Hotchkise 16. Mlle. Daesonville Peugeot 17. Mme. Jourdan Peugeot 2201—3000 cem: 18. Mme. Reybert Renault 19. Mme. Lrerz (Schweiz) Ford 20. Mme. Claude-Salvy R«n,iilt 21. Mme. Roux Amilcar 22. Comtesse de Chevriers Renault 23. Mme. Proust Renault 24 Mme. Fleury TaLbot Ueber 3000 cem: 25. Mme. Rouault Delahaye 26. Mme. Dequeker Delahaye 27. Mme. Boscher Hotchkiss 28. Mme. Boufridi Hotehkiss 29. Mme. Simon X... 30. Mme. Amy Johnson Talbot 81. Mme. Blandin Bugatti 32. Mme. Richer-De'avau Delage 33. Mlle. Lamberjack X... 34. Mme. Harrison-Dullsis Bentley 200 Km, 1926 t«? 1923 192? 19 31 1932 t93> 1935 1957 Nachdem wir in der gestrigen Nummer eine graphische Darstellung betr. die Entwicklung des abfluten Weltrekordes über den Kilometer mit fliegendem Start seit dem Jahre 1922 veröffentlicht haben, lassen wir heute eine solche über die Entwicklung des Weltrekordes über die fliegende Meile seit dem Jahre 1924 folgen. Wimille am Grossen Preis von Pau. In zuständigen französischen Automobilsportkreisen wird versichert, dass Jean-Pierre Wimille, der Spitzenfahrer der Molsheimer Werke, am Grossen Preis von Pau vom 10. April auf einem neuen 3 - Liter - Kompressor - Bugatti - Rennwagen starten werde Von selten der Fabrik ist diese Meldung bis dahin weder bestätigt noch dementiert worden. IN DEUTSCHLAND Caracclolas internationale Klassenrekorde anerkannt. Die von Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz am 28. Januar 1938 auf der Reichsautobahn Frankfurt am Main—Darmstadt aufgestellten internationalen Rekorde der Klasse B (5000—8000 cem Hubvolumen) eind von der A.I.A.C.R. wie folgt homologiert worden: 1 flieg. Kilometer: 8.32 Sekunden = 432,7 km/St. 1 flieg. Meile: 13,40 Sekunden = 432,4 km/St. Das Hubvolumen des 12-Zylinder-Motors wird auf der Rekordliste der AXA.C.R. mit 5576 cem angegeben. IN ITALIEN Eine neue italienische Rennformation. Die beiden Torineser Sportleute Giuseppe Negro und Edoardo Vigazzola beabsichtigen, vom Motorrad auf das Automobil hinüberzusatteln und an zahlreichen italienischen und internationalen Rennveranstaltungen der kommenden Saison an den Start zu gehen. Sie haben sich zu diesem Zweck zusammengeschlossen und verfügen über einen 1,5- Liter-6-Zylinder Maserati 1937, ferner über einen 4-Zylinder gleichen Hubvolumens und gleicher Marke; sodann ist die Anschaffung eines neuen l,5-Liter-8-Zylinder-Siata in Aussicht genommen. Als erstes Rennen werden sie den am 10. April stattfindenden Grossen Preis von Pau bestreiten. ß«i;«l. internationale Mille Miglia. Den neuesten Meldungen nach zu schliessen dürfte die Beteiligung an dem am 3. April stattfindenden italienischen Tausendmeilenrennen internationalen Charakter haben. Delahaye wird voraussichtlich ein Team mit Dreyfus, Comotti. Schell und Mazoud entsenden, während für Talbot Chiron, Pintacuda, Taruffi und event. Raph starten sollen. Varzi wird für Maserati kämpfen und auch Alfa- Corse wird selbstredend an diesem klassischen Langstreckenrennein der Welt teilnehmen. Bald ist es so weit: Probefahrten bei Maserati. Der 8-Zylinder-3-Liter-Maserati mit Kompressor, den man in Bologna nach der neuen Rennformel baute, dürfte den Prüfstand in Kürze mit der Piste von Monza vertauschen, wo Achille Varzi die Konstruktion auf Herz und Nieren kontrollieren und einfahren wird. IN ENGLAND Das 200-Meilenrennen von Brooklands. vom 7. Mai wird wiederum nach einer Handicapformel über 200 Meilen zum Austrag gelangen. Die Fahrzeuge — es können Renn- oder Sportwagen, sein — werden in drei Klassen unterteilt' und zwar: a) 1100 cem mit Kompr. und 1750 cem ohne Kompressor, b) 1750 cem m. K. und über 1750 cem o. K., c) über 1750 cem mit Kompr. Ein Sonderpreis von 50 engl. Pfund wird jenem Fahrer gesprochen, der sich mit einem vor Ende 1936 konstruierten Wagen am besten klassiert. IN AFRIKA Das Debüt der neuen Alfas am Millionenrennen von Tripolis. Wie die Gazzetta dello Sport von Alfa Corso vernimmt, wird diese Rennorganisation, über deren Zusammensetzung wir vor einiger Zeit berichteten, mit all ihren Fahrern am Grossen Preis von Tripolis vom 15. Mai starten und bei dieser Gelegenheit die neuen 3-Liter-16-Zylinder-, sowie die 1.5-Liter-8-Zylinder-Alfa erstmals ins Treffen führen. Die Sensation dei Genfer Salons: der neue, Meine Amerikanerwagen, den idtweizerlidten Verhälinhten am testen angepaist. 6 Zyl. 14 u. 15 Pi • Weniger ab 11 liier. - -. Ersikl. firassenhahung. Über 130 km Geschwindigkeit cIO ftWm 6930. BASE Stand 16 „m" chloHcrbctk ZÜRICH AMTHMORIIP Ä RV