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E_1938_Zeitung_Nr.018

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[\\ AUTOMOBIL-REVUE .FREITAG, 25. FEBRUAR 1038 — N° 18 gjeisterung >. Kein Wunder also, wenn m diesem Fall der Motor nicht so zieht wie gewohnt. Sie wenden vielleicht ein, dass Sie ja an der Vergasereinstellung gar nichts geändert hätten, weshalb sie auch jetzt noch stimmen müsse. Aber weit gefehlt, lieber Freund. Die Düsenbohrung des Vergasers ändert sich allerdings nur ganz unmerklich, indem sie sich unter der Wirkung des durchfliessenden Brennstoffes im Betrieb langsam etwas erweitert. Doch treten an andern Stellen Veränderungen auf. Beispielsweise setzt sich der Luftfilter immer mehr zu. weil Sie ihn zu selten reinigen oder auf besonders staubigen Strassen fahren. Das ist dann für den Motor etwa so, wie eine verstopfte Nase für den Menschen. Er kriegt nicht mehr genug Luft und dadurch bildet sich ein stärkerer Unterdruck im Ansaugrohr. Im Vergaser wirkt sich dies dahingehend aus, dass Benzin im Ueberfluss den Düsen entströmt und das Gemisch sich überfettet. Resultat: Leistungsverlust. — Oder die Zündung tut nicht recht. Die Zündfunken springen zu spät über, anstatt das Gemisch gerade im « psychologischen » Moment zu entflammen. Auch da in beiden Fällen ein erheblicher Abfall der Motorleistung, sei es, weil der Zündpunkt anlässlich einer Revision unrichtig eingestellt wurde, der automatische Zündversteller nicht einwandfrei arbeitet oder der Kontaktabstand des Unterbrechers infolge Abnützung nicht mehr stimmt. Die Abhilfsmassnahmen liegen allzu offen zutage, als dass sie besonders erwähnt werden müssten. Uebrigens kann schon eine zu schwache Zündung infolge zu niedriger Zündspannung eine Verzögerung der Verbrennung und damit einen Leistungsabfall nach sich ziehen. Ein Isolationsdefefit in Zündspule oder Hochspannungskabel kann die Schuld an diesem Uebel tragen. Und schliesslich sei auf die unerwünschte Zündwirkung zu heisser Kerzen oder Oelkohleansätzen im Verbrennungsraum hingewiesen, die manchmal als « Glühzünder » funktionieren und die Verbrennung zu früh einleiten. « Kühlere Zündkerzen mit Entrussung des Verbrennungsraums » heisst das Rezept, das in solchen Lagen Abhilfe schafft. Der ungehinderte Abfluss der Abgase ist für das Funktionieren des Energieumsatzes im Motor von ausserordentlicher Bedeutung. Eine Verstopfung des Auspuffsystems durch Russansätze oder Fremdkörper hat eine « allgemeine Appetitlosigkeit » und Leistungseinbusse, ja mitunter gar «Fieberanfälle » im Gefolge. Der Motor überhitzt sich durch die Zurückstauung der Gase. In schweren Fällen stellt er nach kurzem Lauf ganz ab, weil er nicht mal mehr die geringen, bei Leerlauf gebildeten Abgasmengen durch den Auspuff loszuwerden vermag. Bei dieser Störungsart, die besonders gern bei älteren Fahrzeugen eintritt, kann nur eine Generalreinigung der Auspuffwege Besserung verschaffen. Haben Sie all dies beachtet und in Ordnung gebracht, so m u s s der Motor ganz einfach wieder ziehen. Tut er es trotzdem noch nicht, dann haben Sie — Verzeihung — die Handbremse immer noch nicht gelockert. -b- emn 5E»»4»da II. Antwort 13.224. Umbau eines schweren Personenwagens in Holzgas-Lastwagen. Wir haben mit grossem Interesse Ihre beiden Artikel über den Vergleich von Holz und Holzkohle als Treibstoff im Tecbn. Sprechsaal vom 14. 12. 37 und 14. 1. 38 gelesen. Da wir sowohl Holzgasgeneratoren als Holzkohlengeneratoren zur Umstellung von Lastwagen auf feste Brennstoffe verwenden, geben wir Ihnen unsere vergleichenden Erfahrungen bekannt, indem wir annehmen, dass diese Werte für Sie von Interesse sind. Was die Verbrauchszahlen anbetrifft, stimmt nach unserer Erfahrung der Wert von 1 kg Holzkohle pro Liter Benzin nicht mit der Erfahrung überein. IHe kleinsten Verbrauchsmengen, die festgestellt wurden, liegen in Ausnahmefällen hei 1,2 km, im allgemeinen ist 1,3 kg der Verbrauch. Die übereinstimmenden Zahlen bei Holz sind bei dem heutigen wesentlich verbesserten Generator 2—2,2 kg, wenn man Fälle mit häufigen langen Halten ausscheidet, die auch bei Holzkohle höhere Zahlen ergeben. Das Verhältnis der Verbrauchszahlen ist für Holz etwas günstiger als für Holzkohle, verglichen mit den Heizwerten, weil beim Holzgenerator die Feuerzone durch Schwelgase gekühlt wird. Deshalb treten nicht die grossen Temperaturen und Abkühlungsverluste wie beim Holzkohlengenerator auf. Dies tritt schon äusserlich dadurch in Erscheinung, dass nicht Wärme durch besondere Kühlrippen, Kühlwasser oder KühH'ift (als Verlust) abzuführen ist, vielmehr ist umgekehrt eine Isolierung vorhanden, die den Abkühlungsverlust heruntersetzt. Als Holzpreis für Grossbezug ist mit 4—5 Rp./kg zu rechnen, da efne grosse Reihe von Lieferanten (Liste liegt bei) sich verpflichtet haben, Holz von nicht mehr als 18% Wassergehalt fertig versackt zu diesem Preise zu liefern. Man kommt zu einem einfachen und allgemein gültigen Vergleich, wenn man für beide Brennstoffarten sowohl für Verbrauch als auch für den Brennstoffpreis die untere und obere Grenze einsetzt: Untere Grenze Obere Grenze Holz Holzkohle Holz Holzkohle Verbrauch kg pro Liter Benzin Preis Rp.{kg 2 4 1,2 14 2,2 6 1,3 18 Kosten pro Liter ersetztes Benzin 8 16,8 13 ; 2 23,4 Verhältnis 1:2,1 Verhältnis 1:1,8 st. Nachschrift der Red.: Im Anschluss an obige Antwort sei noch auf einen Druckfehler hingewiesen, der sich in die erste Antwort eingeschlichen hat. Es war dort von Holzkohlepreisen von Fr. 14.— und 18.— die Rede und danach wurden Preisverhältnisse für Holzgas und Holzkohlegas angegeben, die natürlich richtig lauten müssen 14:12 und 18:12 (nicht 13:12!). Frage 13.259. Darf ich Wagen um 60 kg überlasten? Ich kaufte vor einiger Zeit einen Kleinwagen unter der Bedingung, dass ich im Kofferraum 150 kg an Waren mitführen darf, ohne dass der Wagen dadurch Schaden nimmt.N'ormalerweise fahre ich jährlich etwa 24 000 km mit nur 40 kg Gepäck, jedoch weitere 5000 km jeweils mit zwei Fahrgästen und den oben erwähnten 150 kg im Kofferraum. Das mitgeführte Gewicht inkl. Personen überschreitet nun das von der Fabrik vorgesehene Maximalgewicht um ca. 60 kg, so dass sich die Federn der Hinterachse stark durchbiegen. Was soll ich unter diesen Umständen machen? Würde sich eine Verstärkung der Federn ungünstig auswirken, z, B. kuf die Strassenlage? Um wieviel höher muss ich den Pneudruck machen, damit die Reifen nicht überlastet werden? K, R. in Z. Antwort. Wir empfehlen Ihnen, die Federn zu verstärken, damit der Wagen auch bei unvorhergesehener Beanspruchung nicht aufschlägt. Da dieses Modell ohnehin ziemlich weich gefedert ist, lässt sich dies sowohl im Hinblick auf den Fahrkomfort als auch hinsichtlich der Strassenhaltung ohne weiteres verantworten. Wenn Sie dann mit geringerer Besetzung des Wagens fahren, so empfehlen wir, den Luftdruck entsprechend tief zu halten. Damit wir Ihnen genaue Angaben machen können, ersuchen, wir Sie, uns die Belastung der Hinterachse bei den beiden in Frage kommenden Besetzung des Wages anzugeben. -fw- Schriftliche Antworten: III. Antwort 13.228. Motor klopft mit normalem Benzin. Zuschrift weitergeleitet. Frage 13.180 11. Wer vertritt AC? Können Sie mir die Generalvertretung der AG.-Zündkerzen mitteilen? Diese Firma stellt kleine Zündkerzen für kleine Modellflugmotoren her. R. N. in B. Frage 13.260. Reparatur durch Kaltschweissung. Können Sie mir mitteilen, wer Motore nach dem Kaltschweissverfahren repariert? S. in M. Frage 13.261. Wer fabriziert Zylinderkopfdichtungen? Wer stellt in der Schweiz Zylinderkopfi dichtungen her? R. A. in Z. Frage 13.262. Lieferant von Benzinzusatz Marke X'. Können Sie mir mitteilen, bei wem der Benzinzusatz Marke X. bezogen werden kann? P. J. in S. Frage 13.263. Occaslonsverkäufe. Wieviele Occartonswagen werden durchschnittlich per 100 neue Wagen verkauft? M. S. in L. Frage 13.264. Was bezahlt man für eine halbjährige Wagenmiete? Was bezahlt man für eine halbjährige Miete eines 5-PS-Wagens mit Einschiusa der Kaskoversicherung und Verkehrsbewilligung? G. B. in I. Frage 13.265. Wer fabriziert Vergaser Marke X.? Können Sie mir die Fabrikantenadresse der Vergaser Marke X. bekanntgeben? H. M. in L. Frage 13.266. Wer Vertritt Hanomag? Wir lntten Sie um Bekanntgabe der schweizerischen Vertretung der Hanomag-Wagen. M. B. in B. Frage 13.267. Wer baut Raupentraktoren? Können Sie uns die Adressen von schweizerischen Raupentraktoren-Fabrikanten bekanntgeben? M. in B. Frage 13.268. Wer liefert Katalytöfen? Können Sie mir die Adresse des Lieferanten von Ersatzbrennern der «Catalyte Suisse»-Oefen bekanntgeben? H. H. in 0. Frage 13.269. Wer liefert Schlauchbürsten? Ich möchte Sie höflich bitten, mir-die Adresse des Lieferanten von Schlauchbürsten, zum Waschen von Automobilen bekanntzugeben. H. K. in W. Frage 13.270. Eignet sich Holzkohlegasbetrieb bei uns? Ich hörte von einem neuen System von Holzkohlen-Vergasung, welches in Frankreich erfunden wurde und möchte Sie nun anfragen, ob diese Art Betrieb für Lastwagenmotoren bei uns in der Schweiz bekannt ist und ob sie sich auch für Gebirgsgegenden eignet. 0. M. in K. Si» dhsesi Anfrage 698. Haftbarkeit des Arbeitgebers für Fehler seines Personals. Unser Wagenwascher musste an einem Sonntagvormittag ein Auto waschen. Dabei schloss er vorn die Kühlerhaube ganz zu und Hess sie in diesem Zustand. Am Montag morgen gegen 7 Uhr fuhr der Kunde mit geschlossener Kühlerhaube weg. Nach zirka 60 km kam der Motor zum Stillstand. Der Zylinderkopf musste ersetzt werden, ferner wies der Motor zwei Risse auf. Frage: Kann uns der Kunde für die Reparaturkosten haftbar machen, weil unser Wagenwasoher die Kühlerhaube nicht heruntergelassen hat? M. in L. Antwort: Nach Art.' 101 OR. haftet der Dienstherr für den Schaden, den seine Angestellten in Ausübung vertraglicher Verpflichtung verursachen auch dann, wenn ihn persönlich kein Verschulden trifft. Ein Entlastungsbeweis, wie er nach Art. 55 OR. für die Fälle der ausservertraglichen Haftung des Geschäftsherrn vorgesehen ist, kommt hier nicht in Frage. Wenn also Ihr Arbeiter, der den Wagen waschen musste, einen Fehler gemacht hat, und wenn aus diesem Fehler ein Schaden entstanden ist, so haften Sie dem Eigentümer des Wagens gegenüber. " * Polsterüber^üge schonen die OriginaWolstenmg nnd sind waschbar. Wir haben ans auf die Anfertigung der« selben spezialisiert nnd liefern sie deshalb rasch and gegen massige Berechnung. In drin« genden Fällen brauchen wir den Wagen nicht mehr ab einen halben Tag. » MULLER *&> MARTI Antosattlcrei, EigcrpUtz , Telephon BJ» OEX Einzig in der Schweiz zugelassener Durchlauf Zähler mit kontinuierlicher Ablesung HYDRAULISCHE RADABZIEHER SCHMIERAPPARATE RANGIER-WAGENHEBER GARAGISTEN! Besichtigen Sie sich vor Ankauf eines Lifts den Rasch VILVER Sparsam Funktioniert nur elektrisch LIRSA A. - G., GENF Rötisserie 1 Tel. 54.013 Auto -Abbruch Dietikon Telephon 918.618 Union m Schneekei ten der gute Gleitschutz durch Eis und Schnee UNION AG. 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N° 18 — FREITAG. 25. FEBRUAR 1938 AUTOMOBIL-REVUE Rückgang der Benzinimporte Im Monat Januar. Mit 101,207 q im Monat Januar 1938 importierten Benzins stellte sich die Mindereinfuhr in diesem Berichtsabschnitt im Vergleich zur vorjährigen Parallelperiode auf 12,250 q. Diese rückläufige Entwicklung ist grösstenteils eine Auswirkung der sich neuerdings versteifenden Wirtschaftslage. Wenn schon in der wirtschaftlichen Aufstiegs- resp. Konsolidierungsperiode nach dem Abwertungsbeschluss die Zunahme des schweizerischen Benzinverbrauchs mehr oder weniger dem Konto Auslandsautomobilisten zugeschrieben werden muss. so ist die neuerliche Schrumpfung des schweizerischen Benzinmarktes wohl verständlich. Will der Bundesrat verhüten, dass die goldene Eier legende Henne — wie die Automobilisten erst kürzlich wieder am Genfersalon « geehrt» wurden — nicht solche aus Silber oder sogar aus Kupfer in den «Stall» der Bundeskasse lege, so drängt sich eine Neuorientierung unserer Benzinpolitik geradezu auf. Bei uns scheint man aber eher zu untersuchen, wie lang die schweizerische Autornobilwirtschaft die schweren Lasten noch zu schleppen vermag, bis sie ganz am Boden Liegt, ohne bei diesem Experiment daran zu denken, dass ein nachträglich auf Bruchstücken und Trümmern vollzogener Aufbau nicht die besten Zukunftschancen hat. ' Anderseits ist es wohl begreiflich, wenn der eidg. Finanzminister alle Steuerquellen anbohrt, um stets wieder diesem und jenem Zweig unserer Wirtschaft mit seinen Millionen zu Hilfe eilen zu können. Je länger je weniger erachten wir aber die dem Benzinkonsumenten gegenüber praktizierte Besteuerungsmethode als den heutigen Umständen angepasst, erbringt sie doch nicht nur der Bundeskasse immer weniger Zolleinnahmen auf Motortreibstoffen (—358.629 Mill. Fr. allein im Monat Januar), sondern, wie die Praxis täglich beweist, stempelt sie das Autogewerbe zu einer ausgesprochenen Krisenbranche. Diese kurzsichtige Fiskalpolitik ist um so verwerflicher, als sie damit am Lebensnerv unserer Landesverteidigung nagt, für deren Stärke wir mehr denn je grösste Sorge tragen sollten. Rückläufig entwickelte sich im Monat Januar ebenfalls die Einfuhr der übrigen Motortreibstoffe, wie Petroleum (—416 q) und Petroleumsurrogate (—524 q), wogegen die Einfuhr von- Dieselöl von 5124 auf 7152 q, d. h. um 2028 q zugenommen hat. Insgesamt vereinnahmte der Bund im Januar 1938 aus den Benzinimporten 376.090 Fr. weniger als im Januar des Vorjahres. Auf Motorenpetroleum und -Surrogaten entfallen Mindereinnahmen von 6581 resp. 8396 Fr., denen 32,438 Fr. Mehreinnahmen auf Dieselölen gegenüberstehen, so dass der finanzielle Januarausfall auf Treibstoffimporte 3S8.629 Fr. beträgt. Ausdehnung des Lausanner Trolleybusbetriebes. Im Jahre 1932 wurde bekanntlich auf der Strecke Ouchy - Bahnhof Lausanne der Trolleybusbetrieb eingeführt und damit ein langgehegtes Projekt teilweise realisiert. Schon damals erwies sich ein grosser Teil des Transportnetzes der Stadt Lausanne als erneuerungsbedürftig, wobei sich die Frage stellte, ob das Rollmaterial und die Geleiseanlagen des Trambetriebs erneuert oder zu einem neuen Traktionssystem übergegangen werden soll ? Nach 6'ähriger Probe hat sich das nicht an die Schiene gebundene Fahrzeug auf der Lausanner Bergstrecke nach Ouchy nicht nur als sehr leistungsfähig, sondern dem schienengebundenen Verkehr sogar weit überlegen erwiesen. Auf Grund dieser guten Erfahrungen soll nun der Trolleybusbetrieb auf eine Strecke von 17,5 km ausgedehnt werden. Hiezu ist bereits ein geeigneter Wagentyp ausgearbeitet worden, wovon bis März 1939 insgesamt 32 Stück zur Ablieferung zu gelangen haben. Schon im Juni dieses Jahres wird der Trolleybus durch das Lausanner Stadtzentrum, d. h. über den Place St-Francois führen, wobei er neuerdings seine Vorteile in den steilen, kurvenreichen Strassen unter Beweis stellen wird. Ch Automobilisten bringen Geld unter die Leute! Die «American Automobile Assoeiation» hat eine statistische Erhebung über die Ausgaben der mit Automobilen und Motorrädern unterwegs befindlichen Touristen veranstaltet. Sie ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Motortouristen im Laufe des Jahres 1937 innerhalb der ü. S. A. insgesamt 4500 Millionen Dollars verausgabt haben. Ein Kino für Verkehrssünder. Wer in Bremen auf einem verstoss gegen die Verkebrsdisziplin ertappt wird, bekommt als «Belohnung» eine Freikarte fürs Kino. Er kann sich Unser Wettbewerb am Genfer Salon An die 2000 Lösungen gingen ein. Dem Wettbewerb, den unser Blatt während des Genfer Automobilsalons veranstaltet hatte, war, wie vorauszusehen, wiederum ein grosser Erfolg beschieden und wenn die Salonbesucher unsern Stand sozusagen in Permanenz belagerten, so geschah es nicht nur, um die virtuosen < Griffelkünste » unserer beiden Karikaturisten zu bewundern, sondern auch die Wettbewerbslösungen abzugeben. Rund 20O0 Teilnehmer hat unsere Konkurrenz mobil zu machen vermocht. allerdings die Vorstellung nicht selber aussuchen; vielmehr hat er sich zu einer bestimmten Stunde im Kino der Schutzpolizei einzufinden, in dem Filme vorgeführt werden, die der Verkehrserziehung die- w— dhi^sc «aftl Herabsetzung der englischen Benzinpreise. Die grösseren.auf dem britischen Markt tätigen Vertriebsgesellschaften haben die Benzin-Tankstellenpreise mit Wirkung vom 18. d. M. um 54 d je Gallone herabgesetzt. Diese Massnahme ist offenbar eine Folge der in den letzten Monaten eingetretenen Verschlechterung der Lage auf den Golf- Exportmärkten, in deren Folge die Notierungen seit dem Herbst vorigen Jahres empfindliche Einbussen erlitten haben; die durchschnittlichen Verbraucherpreise für Qualitätsbenzin, die seit der am 29 Juli 1937 eingetretenen Reduktion unverändert geblieben waren, betragen danach (einschliesslich des Zolls von 8 d) 1 sh Q'A d je Gallone. Veranstaltungen. DKW-Propagandatag. Zu einem Familienfest der schweizerischen DKW-Gemeinde, das zugleich zu einer imposanten Vertrauenskundgebung für die bekannte Marke wurde, versammelten sich am 6. Februar auf Einladung der Autropa A.-G. zirka 60 Personen, in der Hauptsache DKW-Vertreter und Mitglieder der Presse, im Kino Urban in Zürich, wo man ihnen als Auftakt den Spielfilm «Rätsel um DKW» zu kosten gab. Dieser Film ist wirklich famos. Grundtendenz ist diskrete Reklame für die Marke «DKW». Sie wirkt aber nirgends aufdringlich und ergibt sich sozusagen zwanglos aus der tragikomischen Situation, in die zwei Arbeiter. Gewinner des großen Loses, verstrickt werden, weil ihnen der Wind das kostbare Los ungesehen in ein Wagenpolster hineinweht. Auf der Jagd nach diesem wertvollen Dokument werden die beiden von der Polizei als Saboteure erwischt, und man entdeckt endlich als Anders herum hat die Verkehrspolizei von Tokio das Problem der öffentlichen Erziehung der Taxichauffeure angepackt. Nachdem nämlich festgestellt worden war, dass sich während der ersten 6 Monate des letzten Jahres rund 14 600 Autounfälle, das heisst 81 pro Tag, ereignet hatten, beschlossen die Behörden, diesem unhaltbaren Zustand durch Einführung einer Hochstgeschwindigkeilsgrenze für den Taxameterverkehr ein Ende zu setzen. Wie die Untersuchungen ergaben, trugen die Taxichauffeure tatsächlich die Hauptschuld an diesem Verkehrswirrwar. Nichts ist nämlich in Tokio billiger als das Taxameterfahren. Für 50 Sen fährt man tatsächlich durch die ganze Stadt. Grund genug auch für den vorsichtigen Chauffeur, seinen Fahrgast so schnell wie möglich an Ort und Stelle zu bringen, das heisst wieder los sungen erfolgte unmittelbar nach Schluss des Salons und lieferte folgende Resultate : 1. Edouard Condeveau, 12,375.— 2,3(33,625.— 3, Rue de Soleure, Genf; Gewinner der Tischuhr. 2. Philippe Bonjour, 15,307.— 2,091,880.— 27, Ch. Sautter, Genf; Gewinner der Pendulette. 3. Jean Baumann, 12,305.25 2,325,700.— 16, St. Paul, Lausanne; Gewinner einer Stoppuhr. 4. Mme. Alice Sträub, 12,297.— 2.090,030.— 14, Promenade St-Antoine, Genf. 5. Albert Bugnon, 12,594.70 2.380,400.— 9, Chemin des Aubepines, Lausanne. 6. Robert Graser, 12,625.— 2,151,255.— 12. Rue Bergalonne, Genf. 7. Theophile Bircher, 12,102.— 2.287,300.— 21, Avenue de la Harpe, Lausanne. 8. Henri Pittet, 12,000.— 2,000,000.— 5, Rue du Mont-d'Or, Vallorbe. 9. Carl Bitterlin, 12,850.— 2.950,000.— Kasinostrasse, Aarau. 10. Mme. Bertolotto, 12,875.— 4.750,000.— 8, Rue Jean Jaquet, Genf. ahnungslosen «Besitzer» ein Hochzeitspärchen, das so zur freudigen Mitanteilnahme am Haupttreffer gelangt. Die Episoden, in verschiedenen Teilen der Schweiz gedreht, erbringen nebenbei eine Reihe wun dervoller Landschaftsaufnahmen. Anschliessend sah man einige Werkfilme der Auto-Union, die Zeugnis ablogen von der Präzisionsarbeit, die in diesen Fabriken produziert wird. Beide Vorführungen wurden sehr beifällig aufgenommen, und alsdann verfrachtete man sich mit einiger Verspätung in 15 bereitstehende DKW- Autos zu der etwa zweistündigen Fahrt nach Altstätten, wo sich die Karosseriefabrik und die schweizerischen Montagewerkstätten der DKW-Modelle oefinden. • Beim Bankett im Hotel «Frauenhof> gab der Präsident des Verwaltüngsrates der Autropa, Herr Bally, einen kurzen Ueberblick über die Entwicklungen des Verkaufes von DKW in der Schweiz. Als die Autropa 1033 die Generalvertretung übernahm, verpflichtete sie sich zu einem Absatz von 100 Wagen während des ersten Jahres, was damals für eine bei uns sozusagen unbekannte Marke keinem geringen Wagnis gleichkam. Wie nun der damalige Automobilhändler sich vom Automobilimporteur über den Exporteur schweizerischer Erzeugnisse zum Devisen-Spekulanten etc. hindurchmausern musste, das gäbe Stoff für einen recht gelungenen Zeitroman. Schliesslioh entdeckte man die Lösung darin, dass man nur noch die Chassis aus der Fabrik bezog und mit einer schweizerischen Karosserie ausstattete. Nun galt eg aber noch, den Hereteller dieser Karosserie zu finden, denn was man damals unter Schweizer Karosserie verstand, das kostete pro Stück ungefähr soviel als der Verkaufspreis des ganzen Wagens betragen durfte. Da war es nun ein wagemutiger Unternehmer von Altstätten, der in die Bresche sprang, und es wurde die «Holka» gegründet, die seither alle Karosserien für die in der Schweiz verkauften DKW liefert. Anfänglich war die Karosserie reine Holzarbeit mit Kunstleder- Ueberzug; seit längerer Zeit ist man nun zur sogenannten gemischten Bauart übergegangen, wobei das solide Holzgerippe mit Stahlblech verkleidet wird. Man erzielt auf diese Weise nicht nur eine hervorragende Wetterfestigkeit und Dauerhaftigkeit der Karosserie, sondern man wird auch dem an Chauffeur-„Erziehung'" in aller Welt Die auf Bestrafung als Erziehungsmittel ganz zu werde». Er raste folglieh mit ihm in einem wahren Höllentempo durch die Strassen. wobei trotz verzichtende, im Grunde humoristische Methode des dreimal seligen «Flachsmann als Erzieher» hat der sprichwörtlichen akrobatischen Fabrfertigkeit Nachahmung gefunden. Zwar nicht unter den Berufspädagogen, wohl aber in einigen Kleinstaaten unvermeidlich waren. der Tokioter Chauffeure schwere Verkehrsunfälle der U. S. A., wo die ungewöhnliche Zunahme der Tiefer in die persönliche Freiheit der Taxichauffeure hat dagegen die Türkei eingegriffen. Die Re- Verkehrsunfälle verschiedene Städte und Gemeinden in ihrem Bestreben zur Wiederherstellung der gierung des Ghazi dekretierte nämlich, dass der allgemeinen Verkehrssicherheit zu oft geradezu grotesken Massnahmen veranlasste, nachdem selbst die Führerschein künftighin Androhung drakonischer Strafen gegen die Automobilwildlinge anscheinend ohne Erfolg geblieben verabfolgt werden darf. Wobei man von der Erwä- nur an verhe ratete Bewerber war. So entschloss man sich, den umgekehrten Weg gung ausging, dass ein verheirateter Taxichauffeur, einzuschlagen, das heisst da er auch an die Existenz seiner Angehörigen denken müsse, vorsichtiger fahre als ein lediger. Den besondere Belohnungen für vorsichtige Chauffeure von solchen Massnahmen wenig erbauten unverheirateten Taxichauffeuren blieb nach ihrem anfäng- auszusetzen, wobei wohl der Staat Milwankeo auf die originellste Idee verfiel, insofern als dort die lichen Widerstand nichts anderes übrig, als in den Gemeindeverwaltungen Chauffeuren mit besonders Stand der Ehe zu treten. guter «Führung» als Belohnung regelmässig Kinofreikarten zur Verfügung stellen. Selbstverständlich mutende Neuigkeit aus Kalifornien, wo man end- Zum Schluss eine wie ein schlechter Witz an- handelt es sich nur um die Taxichauffeure, die im lich die wirksame Strafe für unvorsichtige Autler Laufe der Woche keinen Unfall, aber auch sonst gefunden zu haben glaubt, nachdem trotz der strengen amerikanischen Gesetze und hohen Geldbussen keine Verkehrssünde auf dem Kerbholz, somit am Samstag das Anrecht auf zwei Kinofreikarten haben. Eine Einrichtung, die sich bei Automobilunter- worunter 26 000 mit tödlichem Ausgang, verzeichnet im Laufe eines einzigen Jahres 800 000 Autounfälle, nehmern wie Chauffeuren gleich grosser Beliebtheit wurden. Da — wie man konstatierte — die schuldigen Wagenführer sich sofort nach Verbüssung erfreut und seit ihrer Einführung zu einer «fühlbaren» Abnahme der Verkehrsunfälle geführt haben oder Zahlung ihrer Strafe wieder mit ihrem Wagen auf den Weg machten, beschloss man ihnen soll. diese Möglichkeit zukünftig durch gleichzeitige «Bestrafung» ihres an dem Unfall beteiligten Autos zu entziehen, indem man dieses in aller Form zu «Gefängnis» verurteilt. Dabei kann diese Strafe bis zu einigen Monaten «Haft» gehen. Kalifornien baute zu diesem Zweck auch das erste Gefängnis für Autos in Form einer nur für amtlich versiegelte Strafgefangene «Kraftwagen» bestimmte riesigen Garage. Gefängnis für Autos! Man denkt dabei unwillkürlich an die mittelalterlichen Prozesse gegen schädliche Tiere, etwa Maikäfer, die nach allen Regeln des Strafkodexes angeklagt, durch einen amtlich bestellten Fürsprech verteidigt und verurteilt wurden, wonach der Strafvollzug allerdings praktisch undurchführbar war, während dagegen die leidenschaftlichen Proteste der kalifornischen Autobositzer hei Verurteilung ihrer Wagen auf die Wirksamkeit dieser Strafe schliessen lassen. internationalen Vorbildern geschulten Geschmack des schweizerischen Publikums gerecht. Der nachfolgende Rundgang durch die Werkstätten der «Holka» und der Türen- und Fensterfabrik A.-G. vermittelte ein eindrucksvolles Bild von den technisch und qualitativ hervorragenden Produktionsmethoden dieser Werke. Heute wird jede Woche eine gewisse Stückzahl eines der drei Modelle in Serien zugeschnitten und zusammengesetzt. Das Jahr 1937 war für DKW ein Rekordjahr mit einem Verkauf von 438 Waa;en, und bereits hat man sich pro 1938 auf Produktion und Absatz von 600 Stück vorbereitet. Diese Zahlen sind reoht erheblich, wenn man bedenkt, dass es sich bei DKW im Gegensatz zu andern Marken nur um ein einziges Modell, den 2-Zyl.-2-Takt-Front-Typ, handelt. DKW ist ehen auch der wirtschaftlichste vierplätzige Wagen der Schweiz und diese Tatsache, sowie die Robuetheit der DKW-Konstruktion hat es der Generalvertretung ermöglicht, durch den bekannten durch Herrn Bally selbst erfundenen und ausgearbeiteten PauKhal-Service dem Wagenbesitrer das Risiko der Betriebskosten abzunehmen. Die Betriebssicherheit des DKW soll sogar einmal einen Interessenten von der Vertretuncrsübernahme zurückgehalten haben in der Erwägung, «dass man mit Reparaturen an diesem Wagen nichts verdienen könne». Spät abends erst trennte sich die fidele Gesellschaft zur Rückfahrt nach Zürich, und die Autropa kann von diesem Tag die beruhigende Gewissheit mitnehmen, die Zukunft des DKW-Geschäftes auf solider Basis gesichert zu sehen. Es bleibt uns noch zu bemerken, dass die Hin- und Rückfahrt nach Altstätten dem Kenner Gelegenheit gab, die ausserordentliche Leistungsfähigkeit dieser Kleinwagen zu bewundern. Dieser Zweitaktmotor von nur 3K PS. zieht vier Personen mit einer maximalen Geschwindigkeit von ca. 95 km und leistet sich dabei noch den Spass, den Aufstieg aus dem Tobel nach Gossau, der doch an Giftigkeit allerhand aufweist, im direkten Gans und fast ohn». Temponachlass zu verdauen. Dabei vorbrancht dieses Vehikel bei höchster Beanspruchung nur etwa 6 Liter Gerruwh pro 100 km. Wir haben auf dieser Fahrt-vergebens nach den Geräuschen gesucht, diß sonst das Standardübel vieler Kleinwagen sind, und wir müssen zugeben, dass dnr «Kluge Willy» auch hinsichtlich Bequemlichkeit der Insassen und Schonung ihrer Nerven Vorbildliches leistet, b-r. Befahren der Ablandschenstrasse. Der Gemeinderat von Jaun macht hiemit die Befahrer der Abländschenstrasse aufmerksam, dass diese nicht mit einem Gesamtgewicht von übor 3.5 t befahren werden darf Bei Ausnahmefällen muss von Fall zu Fall die Bewilligung des Gemeimierates von Jaun eingeholt werden. Autostrasse zum Flugplatz. Vom neuen Pariser Flughafen Le Bourget wird eine AntoRtrasse nach dem Stadtzentrum gebaut. Die Fahrzeit beträft nach Fertigstellung 20 Minuten. Redaktion : Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. DIpl.-Ing. F. 0. Weber. jetzt auch in Der Pntrl Brems- und Kupplungs Belap Wir halten für jedermann die Tabelle zur Verfügung, welche über die Art und Weise der Berechnung des durchschnittlichen Preises der am Salon ausgestellten Wagen Auskunft gibt und der sich auf Fr. 12,393.40 beläuft. Die Oeffnung der eingegangenen Löder nicht pfeift und rassig in .der Bremswirkung ist A. WUST-REBSAMEN R ÜT I.Zürich TEIIPHON 54 Str«assen Patent Castro! -Liter- Kannen In allen Garagen erhältlich Isotta Fraschini Limousine,6-Plätzer, mit Separation. Garantiert neuwertig, da nur 40,000 km gefahren, zu tauschen gesucht gegen Lastwagen 2—2 l / s T. Rohöl. - Ofterten unter Chiffre Z. 6095 an die Automobil-Revue, Zürich.