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E_1938_Zeitung_Nr.020

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Auto -Abbruch

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TITAN, ZÜRICH Badenerstrasse 627 Telephon 7O.7T7 «renn von gewissen ausländischen Sprachmethoden behauptet wird, man könne mit ihnen mühelos eine Fremdsprache in wenigen Wochen erlernen. Den Nürnberger-Trichter, mit dem man dem Schüler den Lehrstoff stumpfsinnig « eintrichtern » kann, hat bis heute noch keiner erfunden. Niemandem kann es erspart werden, dass er sich während angemessener Zeit allen Ernstes der Erlernung der Fremdsprache widmet, will er ans Ziel gelangen. Ob er's erreicht, hängt weniger von den Fähigkeiten des Schülers, als von der Sprachmethode. selbst ab. Sie muss, wie die Selbstunterxichtsznethode von Prof. Grand, die Freude und Begeisterung am Unterricht wecken und während der Dauer des ganzen Kurses aufrecht erhalten werden. Dazu gibt es nur ein Mittel: Das mühselige Auswendiglernen von Vokabeln und grammatikalischer Regeln zu ersparen, indem der Schüler durch fesselnde Lektüre und praktische Beispiele aus dem Leben auf unterhaltsame Weise in die Fremdsprache eingeführt wird. Er erlernt die Sprache so, als pflege er direkt Umgang mit den Bewohnern jenes Landes, dessen Sprache er sich anzueignen wünscht. Diese tausendfach bewährte Methode von Prof. Grand ist für uns Schweizer um so erfolgreicher, als sie unserer Denkweise und der Eigenart unserer Auffassung besonders angepasst worden ist. Freilich, in wenigen Wochen vermögen Sie auch nicht nach dieser Methode eine Fremdsprache zu erlernen. Aber es wird Ihnen, wie schon vielen Tausenden vor Omen, möglich sein, eine Sprache wie Französisch Englisch Italienisch Spanisch innert Jahresfrist so zu beherrschen, dass Sie die betreffende Sprache In Beruf und Gesellschaft praktisch verwerten können wie jemand, der einen jahrelangen Auslandaufenthalt hinter sich hat. 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BERN, Freitag, 4. März 1938 Automob I-Rftvu« - II. Blatt. Nr. 20 Frühlingsfahrten im Bündnerland Firnfibel Im» Ehrlich gestanden — es ist ein barbarisch schönes Vergnügen, so indianerbraun, ja fast negerschwärz, ganz lässig durch das Bahnhofgewühle ZU schlendern und dann die Hauptstrasse hinunter in die Stadt hinein. Die Leute, bleiben stehen und gucken uns nach. Der Herr mit dem unsportlichen Bauch schüttelt den Kopf und das Fräulein, das gerade die neuesten Frühlingsmodelle ins Schaufenster setzt — entzückende schmetterlingszarte Sächelchen — dieser nette .Frühlingsbote im Schaufenster hat sogar ein herziges Lächeln aus den Augenwinkeln herausblinkern lassen durch die grosse Scheibe, die ich jetzt mit dem besten Willen nicht bezahlen könnte, wenn ich sie einschlüge in meiner unbeschreiblich seligen Laune (wozu mich tausend Teufelchen aufstacheln, mein guter Geist aber mich davor behüten möge). Warum ich sie nicht bezahlen könnte? Nun, weil ich auch den allerletzten Heller in diesem goldbraunen Indianerton angelegt haben. Natürlich legt ein guter Geschäftsmann sein Geld nur in Dauerwerten an. Und dieser Zins der Bräune, dos ist eben meine sprudelnde Laune, meine Lebensfreude. Das sind Dividenden! Aber man muss ebenso natürlich nur allersicherste und höchstgültige Werte kaufen. Deshalb gehe ich zum Pigmentesammeln so gerne nach Graubünden. Da bin ich sicher, dasS die schönste Schneedecke im Engadin oder Prätigau, am Hinterrhein oder im Oberland auch im März oder April, und auf den hohen Firnen der Bernina, Albula, Silvretta und Adula sogar im Mai und Juni noch ausgelegt ist. Aber mit dem Schnee allein ist es ja nicht getan. Man muss den Frühling gleich daneben haben und man braucht den Firn, den glitschigen Butferfirn, den salzigen Griess-Schnee — die ersten Bergblumen und den letzten Winterpelz nebeneinander. Das ist das Rechte. Dazu aber braucht's Sonne — Bündner Sonne. Bitte regen Sie sich nicht auf, die Bündner haben ihre eigene Sonne. Zwar hat meistens St. Moritz oder Arosa oder Davos sie mit Beschlag belegt, etwa als sogenannte Engadiner Sonne, ganz großspurig tSonne von St. Moritz> genannt, obwohl man das dort gar nicht nötig hat, weil ja dieses Hochtal dem Himmel so entgegengehoben ist mit seinen 1800 Meter Sohlenhöhe, dass der Sonne wirklich nichts anderes übrigbleibt, als hineinzuscheinen, den ganzen lieben langen Tag. Und dabei kriegen die hübschen alten romanisch-romantischen Nester alle genügend ab, von Maloja bis Schuls, in Pontresina wie in Zuoz oder Celerina, in Samaden wie in Sils. Die Seen tauen auf und schlagen ihre blauen Augen auf, regelrechte bläue Augen. Die Lärchen sind mit dem zartesten Grün, das man sich denken kann, wie mit einem Schleier umhüllt und duften so zärtlich. Aus dem lichtbraunen, wie eine Rehdecke so glatten Nadelteppich zu Füssen ihrer Stämme schauen die Pelzanemonen heraus. Segantini hätte dieses Frühlingslärchenjjrün malen sollen! Aber diese von keinem Nebelstreif betrübte Bündner Sonne, sie scheint jetzt auch im Oberhalbstein, im Samnaun, im Münstertal, im Schams, in Safien, am Heinzenberg, im St. Antöniertal. So schlau wie die St. Moritzer sind diese weltfernen Winkel, wo jeder Skitourist sein ureigenes liebes Paradieschen haben kann, so schlau sind sie noch nicht, dass sie aus ihrer «Sonne» des Winters im Pigmentesammler Sommer einfach eine «Drehscheibe» machen — eine wunderbare Metamorphose, nicht wahr! Im Märzen fängt's an. Da wird sie erst so recht wirksam. Die hintersten Ecken werden jetzt von ihr ausgeschienen, die Lawinen hinabgeschickt, die frühlingslauten Bäche zu überbrücken, so dass alle Schluchten, die tödlichen Canons des Hochwinters, flüssige Gassen werden, durch die wir unsere hölzernen schlanken Rösslein lenken, während unterm Läwinenberg der entfesselte Bach donnert als Vorahnung des Sommers und sein polternder Herold. Jetzt kommen unsere Tage, die Börse der Pigmentensammler schnellt in die Höhe, und auf den Graten und Gletschern wird jetzt das reine Silber, das pure Gold ausgeboten: Der Harschpanzer, den Sonnentage u.nd Frostnächte lautlos miteinander hämmern, bis das ganze Gebirge gleisst wie tausend Niebelungenhorte und alle Schätze sämtlicher Maharadschas. Ich aber hocke selber als brauner Pascha zwischen dem Silber des Morgens und dem Gold des Abends. Die Lawinenorgel dröhnt. Die Bachmusik rauscht und violette Soldanellen läuten den Frühling ein. Aber dazu braucht's einen sechsten Sinn und — Bündner Sonne, so leid mir's tut — ich känn's nicht ändern. Walther Flaig. S«U>«rpo*tx*i (Photo Dr. S«ng«r). Die ewig Gefoppten In einer amerikanischen Zeitung konnte man von einer folgenden originellen Idee lesen, die einen gewissen Erfolg haben könnte. Eine grosse Anzahl von Geschäftsleuten, Ladenbesitzern und Rentiers erhielt kürzlich folgendes Schreiben zugesandt: Geehrter Herr! Eine Gesellschaft ist im Begriff sich zu bilden, die bezweckt die Ausnutzung einer Pelzart, die unberechenbaren Gewinn einbringen wird. Ohne Zweifel wird dieser Vorschlag Sie interessieren und ich bitte gefälligst, mich wissen zu lassen, wieviel Aktien Sie von dieser neuen Gesellschaft zu erwerben wünschen. Der Zweck dieser Gesellschaft ist, in Afrika, auf einem grossen Terrain, eine grosse Farm zu errichten zur Auf Züchtung von Katzen; der Boden kann dort sehr billig erstanden werden. Zu Anfang wird die Gesellschaft eine Million Katzen zusammenbringen. Jede Katze hat durchschnittlich 12 Junge. Die Preise für die Felle werden folgende seift: 0 fr. 50 für ein weisses Fell und 3 fr. 50 für ein schönes schwarzes Fell. Somit werden wir 12 Millionen Felle jährlich haben, die zum Durchschnittspreise von 1 fr. 50 pro Fell uns einen Ertrag von rund fünfzigtausend Francs täglich einbringen wird. Ein Taglöhner kann täglich das Fell von 50 Katzen abziehen für einen Lohn von 10 Fr. pro Tag. In der ganzen Farm wird man 100 Mann täglich beschäftigen, was einen Gewinn von ungefähr 49 000 Fr. täglich bringen wird. Die Katzen werden mit Ratten ernährt werden. In der Nachbarschaft wird man eine andere Farm für die Ratten errichten. Die Ratten vermehren sich viermal schneller als die Katzen. Wenn wir mit einer Million Ratten anfangen, so werden wir folglich vier Ratten pro Katze und pro Tag haben, was über genügend ist. r, Nun werden wir die Ratten mit dem Knochengerippe der geschundenen Katzen ernähren, was für jede Ratte das Viertel einer Katze ergeben wird. Man ersieht daraus, dass das Unternehmen sich von selbst genügen wird, von Anfang bis zum Ende, automatisch. Die Katzen fressen die Ratten, die Ratten fressen die Katzen, und wir werden die Felle haben. In Erwartung Ihrer schnellen Antwort und in der Hoffnung, dass Sie das Glück werden zu schätzen wissen, das ich Ihnen biete, ein grosses Vermögen zu erwerben, übersende ich Ihnen meine ergebensten Grüsse. Und viele Leute haben darauf geantwortetl (U&bersetzt von R. B.) Wie schnell dürfen Fussgänger gehen? In der kanadischen Stadt Victoria, an der Südspitze der Väncouver-fnsel, ist eine neue Brücke über einen Meeresarm geschlagen worden. An beiden Enden der Brücke sind grosse Tafeln mit der Bekanntmachung angebracht, dass Fussgänger auf ihr die Geschwindigkeit von 2 Meilen in der Stunde nicht überschreiten dürfen. Unverständlicherweise hat man trotz dieser Vorschrift noch keinen Tachometerzwang für kanadische Fussgänger eingeführt. Man kann also nur annehmen, dass die Benutzer der Brücke von Polizisten mit der Stoppuhr kontrolliert werden. cpr.