Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1938_Zeitung_Nr.026

E_1938_Zeitung_Nr.026

10 AutomoMl-Revne —

10 AutomoMl-Revne — N° 20 Nur die Bevorzugten dürfen bekanntlich solchen Uraufführungen der Mode in Paris beiwohnen. Mit der Bevorzugung zwar ist es auch nicht so weit her. In die wohlbehütete Zone der Salons kann nur eindringen, wer entweder Modelle zu phantastischen Preisen kauft oder die Werbetrommel kräftig zu rühren weiss. Doch welche Frau würde es nicht gerne singen, das Lied von der jungen Model Noch lieber aber wäre uns wohl ein ßlanko-Kredit, durch den einmal alle, aber auch alle Kleiderwünsche einer Saison getilgt werden könnten. Modernes, nie sich erfüllendes Märchen I Somit begnügen wir uns weiterhin zwischen Gut und Böse, besser gesagt zwischen Notwendigem und Ueberflüssigem — ein bisschen Ueberfluss soll ja trotz aller rechnenden Klugheit immer mit dabei sein — auszuwählen. So lassen Sie sich denn berichten, wie die Mode den Lenz zu begrüssen gedenkt und wie viel Heiterkeit und Erfindungsgeist sie in ihren Kreationen entfaltet. Zuerst sollten wir doch wohl das Göschenen .VW? Umladestelle riir die Autos nach und VOD Airolo. Kalte and warme Speisen zu leder Tageszeit. Auskunft über Fahr- and Transportverhiltmsse. Tei.2.il.(Niontzu verwechsein mit Hote< Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. Warum so niedergeschlagen ? Nehmen Sie silianer sehr schwer, aber doch nicht so, dass sie darüber ihre Lebensfreude und Heiterkeit vergessen hätten! Die Sonne scheint dort jeden Tag, der Himmel ist blau, und es ist trotz allem eine Lust zu lebenI — Je elender es dem einzelnen geht, desto inbrünstiger hofft er auf einen Treffer in der Staatslotterie — oder wenigstens auf einen Gewinn im Käfer-, Fliegen- oder Apfelsinenspiel I Mit den genannten Spielen ist die Zahl der Wettmöglichkeiten selbstverständlich nicht erschöpft, denn man kann schliesslich auf alles und jedes wetten. Sehr beliebt sind zum Beispiel Wetten auf den Inhalt der Zeitungen. In einer Weltstadt wie Rio mit ihrem gewaltigen Strassenverkehr ereignen sich naturgemäss täglich allerlei Unfälle; man wettet also auf die Zahl der Unfälle — aber insbesondere auch auf die Zahl der Toten, die in der nächsten Zeitung enthalten sein werden. In jeder Zeitung sind ja so und so viele Todesfälle verzeichnet — es können zwei oder drei sein — es können aber, zum Beispiel bei einem Schiffsunglück, auch Hunderte sein. Das ist ein sehr beliebtes Wettgebiet — Ober die Geschmäcker lässt sich bekanntlich nicht streiten. ist durch nichts gefährdet. Die Achseln bleiben betont, doch mit Mass; der Taille wird ihr von der Natur angewiesener Standort nicht streitig gemacht und die Kleider verharren zumeist in einer vernünftigen Weite, mitunter Falten und Faltenschwarzer Rand, ein roter Kopf; maisgelbes Stroh, rote Kirschen; schwarzer Filz, zyklamenfarbenes Band. Von Blumen und Früchten wird inskünftig bei Hutfragen viel die Rede sein. Man bekam in Paris Hütchen in Augenschein nehmen. Aus Stroh oder Filz ist es wie die Lenz- Inkawiation. Selten mehr klimmt es in schwindelnde Höhen, neigt vielmehr zu ganz raisonablen Formen. Matrosenhüte, flachen Teller, kleine Kanotiers mit dicken Rändern aus grobem, glänzendem Stroh wagen sich mit viel Erfolgschancen in den Bereich der prüfenden Blicke. Die höchst putzig ausschauende Schute wird tüchtig von dem berühmten Modehaus Patou propagiert. Ihr stehen sehr bunte Blumensträusschen zu sehen, aber auch wir natürlich mit aller Vorsicht und Selbsterkennt- einzelne Blüten, so schön, dass sie wahrhaftig die Na'ur beschämten. Zu den Haarlocken gesellen sich hin und wieder auch die Locken von Straussenfedern und seidene Pompons. Die mehr stillen,. Hüte mit Bandgarnituren, waren aber in keiner Kollektion zu vermissen. Schliesslich ist unser Lenz eben nicht nur aus lauter Sonnenschein zusammengesetzt und leicht könnte solch ein Blumentellerchen im Schneegestöber wie ein unkluger Aprilscherz wirken. nis gegenüber. Und warum auch nicht, gibt es doch ungezählte kleidsame Modelle, die kein so ganz unschuldiges Gesichtlein verlangen. Die neuen Hüte lieben allesamt Zweifarbigkeit: ein Geisch uf Bärn, geisch ids Wer zum Pelzhaus Hanky geht, schätzt vor allem Qualität! ZÜRICH, Bahnhofstrasse 61, Telephon 35.597 Sex 44 gegen sexuelle Schwächezust&nde, gegen vorzeitiges Altern und bei Zuständen körperlicher oder geistiger Ermüdung und Leistungsabnahme. Dieses wiederbelebende Hormon-Präparat gibt dem ganzen LebensmeehanismuB neuen Impuls, neuen Antrieb. Kein blosses Aufreizungsmittel. Sex 44 für Männer Probepaokung Fr. 6.7(1; Sex 44 f. Frauen Probepackung Fr. 7.20. Wissenschaftliche Broschüre «A» gratis in Apotheken, wo nicht erhältlich, diskrete Zusendung durch das Generaldepot LÖWEN-APOTHEKE, Ernst Jahn, Lenzburg Urauffiifiriing I So oft schon war die Mode*Spiegelbild politischer Tendenzen, volle Unruhe mit aufreizenden und umstürzlerischen Gedanken durchsetzt. Jetzt aber schafft sie, fast bewusst möchte man meinen, eine stille, schöne Atmosphäre des Verweilens. Die sportliche Linie das Taget Stadttheater Abendi »ro«,. Sonntag Fr. abend 25. März gruppen zugeneigt. Aber die Röcke sind kürzer geworden, und die Beine fühlen sich sehr in den Blickpunkt gerückt. Das alles will nicht heissen, dass uns die Mode kein neues Gesicht, kein frühlingsschönes Lächeln und keine Ueberraschungen schenken möchte. Doch sie schafft es mit den Farben, die sie mit einer oft unerhörten Kühnheit oder mit berückender Sanftmut zusammenstellt. Sie fügt zorniges Rot zu Jägergrün, wirft einen» königsblauen Kleid einen granatroten Mantel über und belebt ein braunes Cröpekleid mit dem honiggelben Kolorit einer bis über die Hüften reichenden Jacke. Das grosse Modehaus Patou bekennt sich zu drei eigenartigen Farbtönen, einem sehr tiefen Kornblumenblau, einem Gelb, das die poetische Bezeichnung fJaune Aurore» führt und von ungemeiner Leuchtkraft ist und dem weichen, gedämpften Alabasterwelss. Diesen Farben treten einzeln in Starrollen auf, sind aber auch mit höchstem Raffinement kombiniert. Solch gewagter Farbenwurf gelingt aber wirklich nur einem Künstler. Unbeschreibbar ist die Fülle des Materials. Man sieht sie wohl, diese Tissus aus Wolle, Seide, Baumwolle und Leinen, aber in ihrer völlig veränderten Struktur bleiben sie doch rätselhaft. Und darum wohl so begehrlich. Manche Wollstoffe sind ein Durchbruchnetz. Andere befühlen sich fast wie Seide; sie tragen nicht zu unrecht den Namen cSatin Cachemire>. Vermeint man aber einen Jersey zu sehen, so ist es bestimmt ein äusserst kunstvoll und ganz elastisch gewebter Wollstoff. Rätsel über Rätsel. Die Imprimös jedoch bestechen durch unglaublich schöne Muster. Zum Leben geborene Blumenträume, Blumenwiesen, Zaubergärten. Und gleich daneben das bescheidene Pünktlein auf unverwüstlichem Surah, den Streifen in Bündeln und als Parallelen. Bedruckte und bestickte Tülls von einzigartigem Liebreiz wetteifern mit farbiggemusterten Organzas und mit bunten und stillen Schleierstoffen. Seidenreps, fast wie Leder so zäh, fällt bei den Unis auf, die übrigens auch Poult de soie, die Seide der grossmütterlichen Staatskleider, wieder zu Ehren bringen. Die Hochsommermode wird sich dann in feingekörnten Pikees und in Leinen verströmen, für die Künstler tausend Musterideen entwarfen, die nun im Druck und in zierlicher Stickerei über sie hingebreitet sind. Die grosse Aera des Tailleurs hat eben begonnen. Auserkorener Liebling ist das Pepita-Kostüm, in dessen winzige Musterung kleine Farbenlichter eingestreut sind. Gibt es wohl ein Widerstehen beim Anblick eines Kostüms, bei dem die Jacke gestreift, der Rock aber ungemustert ist? Auch die Stunde der karierten Jäckchen und einfarbigen Jupes hat geschlagen, was uns zwar keineswegs davon abhalten kann, das Tailleur von oben bis unten trotzdem aus ein und demselben Material zu wählen. Mit der Gewissheit, seiner nicht in vier Wochen schon überdrüssig zu sein. Neu sind die Jacken mit dem über die Hüften verlängerten, ganz eng anschliessenden Schoss und einer langen Knopfzeile als Verschluss. Die Faltenjupes mit ihrem lustigen Wippen dürfen zwar das Prädikat «neu» kaum beanspruchen, aber aus einem langen Exil zurückgekehrt, überraschen sie uns doch. In der sehr flotten Kollektion von Robert Piguet fiel uns ein in zartes Rosa getauchtes Jackenkleid auf, dessen viereckig ausgeschnittener Jacke eine hellblaue Bluse neugierig entstieg. Ueberhaupt machen die Blusen allerhand von sich reden. Viele von ihnen haben sich ganz zur Kindlichkeit der Chemiseform zurückgefunden und bauschen sich stoffreich im Rücken und über der Büste. Ueber den vielen farbigen, oft mit lieben kleinen Mustern bedeckten Blusen kommt auch die weisse Lingeriebluse nicht zu kurz. Welche Fülle an Material — bestickter Tüll, Mull, Organza, Linon, Shantung — Empfehlenswerte Unterhaltungs- u. Gaststätten nachmittag» 3 Ohr. von G. M. von Rund um die Liebt, Operette von Sa. abend 26. Mär* Oskar Straua. Di« CsardasfOrttin. Operette von So. nachm. 27. März E. Gftlman. H Uhr: Boris Godunow So. abtni 27. Mlrz von M. P. Mussorgskr Mo. abeni 21- Hirz Tanzabend Mary Wiomann. Di. abmi 21. HSrz Volk* Vorstellung Mi. ibind 30, März Oberen (A-Ab. 15). Iln ahnnd 11. ManVorstellung zu niedrigen Preisen: Zirkusprinzetsin. Schauspielhaus Ahends * r Fr. ihenil 75 Hin Sa. •bin« 26. Min L.K. tag nachm. 8 Uhr: Die Weber, Schauspiel v. Gerhart Hauptmann. Htkuspokus, Komödie von Curt Götz. So fiachm 27 März Georg« und Margaret, Komödie von Gerald Savory. SO. abend 27. MlrZ 8 Uhr: Die Weber, Schauspiel v. Gerhart Hauptmann. Odeon-Bar Beiitvwpiatz Jazz-Kapelle, Einlagen, gute Unterhaltung Hotel Sternen Zfirieb-Oirlikoi FrankllnttracM 1 Schöne Zimmer mit fliess. Wasser. Gutgef. Küche. Bescheid. Preise. Garaee. Tel. 68.065. Bes.: P. WOotr. Telephon 58.911 am Llmmatplatz Hotel - Restaurant • Säle. Wannen- und Medizinalbäder Zimmer m. fl Wasser 3.50 Zentralheizung. Geheizte Garage im Hause Eigener Parkplatz. steht zu ihrer Verfügung, wie viel Spitzchen, Broderie und zierlich genähte Bisenarbeiten werden an sie verschwendet! Das Jumperkleid ist die grosse Saisonattraktion. Unglaublich eng sind diese bis in die Hüften reichenden Jumper gearbeitet und wären sie wie einst mit zwei Dutzend Häkchen verschlossen, man bekäme sie tüchtig satt. Doch der hilfreiche Reissverschluss ist ihnen allen seitlich oder Im Rücken eingearbeitet und so kriegt man die Nahtränder ohne allzu grosse Schwierigkeiten und ohne, dass sie immerfort wieder aufplatzen, zusammen. Solch ein Jumper mimt nicht selten eine Jacke und läuft auj in einen geraden kurzen Jupe. Niedlich und kleidhafter, besonders, wenn es sich um Satin oder ein Cröpegewebe handelt, nimmt sich allerdings der fein gefältelte Rock aus. Noch ist man an den Corsagen der Drapierungen und Kräuseleien nicht überdrüssig geworden.. Zuweilen nur einseitig verwendet, bewirken sie einen originellen Anblick. Auch in diesem Frühling wird man sich gerne oder nicht mit den hochansteigenden Corsagen abfinden müssen, die den Hals oft als kleines Stehbörtchen umschliessen. Aber, wir haben schon viel um der Mode willen gelitten und werden auch weiterhin ganz gerne eine bisschen leiden. Die Zeiten sind auch vorbei, wo der Mantel als Piece de resistance ein möglichst neutrales Gesicht zu tragen pflegte. Jetzt sind die Mäntel, handele es sich nun um die Redingoteform oder um gerade oder nach unten weitfallende Modelle, immer mit den Kleidern zu einer schönen Einheit verwachsen. gh. THE AMERICAN EXPRESS CO. m. Sihlportepiatz 3 / ZÜRICH Tel. 35.720 Luzern Spezialkursdienst für amerikanische Titel Mittelschweiz Restaurant u. Weinstube Malaga Weggisgasse 10. Bin gemütliches Stündchen bei einein ;uten Tropfen und vorzügl. Bissen zu bescheidenen Preisen. Spezlalplattli. Tel. 21.827. Frau M. Rotter. Melchseefrutt Neuerschlossenet Skiparadies, sonnig und seh nee sieb er vom Nov. bis Mai. Altbewährte Gastlichkeit im Hotel Reinhard a. See. Prosp. verlangen. Tel. 22. Ölten Hotel Schweizerhof T. C. 8., A. 0.8. Erstes und Rrösstes Haut am Platze, neb. Bahnhol u. Post. Zimmer zu Fr. 3.- u. 4.—. Resi. Garage. Tel. 33.11. Neue Lelt. E. N. CavIeral-Hii-t. St. Gallen Cstschweix Hotel Walhalla-Terminus r.C.S.. A.C.8. Bahnliofpiatz. Urösstes Haus am Platze (100 B.). Mod. Komi. App m. Bau. Z. Telephon. Garage. Z. ab Fr. 4.- Menüs /u Kr. 2.30, 3. u. 4.-. Tel. 487

N? 26 - Auteraobil-Hevn, Frühling bei Jelmoli Die Grind« Magasins Jelmoli S. A. boten der Messe einen «ehr reichen Modestrauss. Den Anfang machte eine reiche Gruppe von Jersey-lQeidem. Gerade sie sind als praktisches, immer adrett aussehendes Alltagskleid heute so begehrt und stehen den meisten Frauen. Wie anmutig sah gleich zu Anfang das Ensemble aus, wobei eine karierte Jacke zu schwarzem Rock trat. Gerade die lelmoli-Modelle werben mit Erfolg für das Compose, woran die Mode so Tiel Freude zeigt. Helle und gedeckte Modefarben leihen sich diese graziösen Modelle; zwei und mehr Töna wirken su ihrer Belebung zusammen. Stickerei wagt sich daran. Origineller Gebrauch wird von den heute wichtigen Streifen gemacht; so liefen sie an dem Oberteil einmal quer, am Rock senkrecht. Seilend sah ein schon in das nachmittagliche Programm greifendes blaues Modell mit applizierten, vom herunter laufenden weisaen Lederblattehen aus. Mit diesen vielen Jersey-Modellen vereinigten sich ebenso kleidsame aus weichsten Angorageweben, selbst mit Stickereien zieren sie sich jetzt. So bemerkten wir unter anderem ein grünweisses Modell, das sehr kleidsam war. Lustige Ideen erschienen an Phantasie-Tailleurs, so etwa ein roter Reissverschluss auf blaugrau. Ausgiebig wurde der mehr oder weniger klassische, so kleidsame Tailleur geboten. Er gehört heute in jeden gut und sachgemäss ausgestatteten Kleiderschrank. Nicht um dort auf seltene Spaziergänge zu warten, sondern um täglich sn Aktion su treten. Anliegende, vorn geknöpfte mehr oder weniger lange Jacken mit viel Abwechslung an Halsabschlüssen, an immer neu wirkenden Linien von Vorderteilen, mit Garnituren aus Täschchen, Schleifchen und teilweise aus schmalen, festen oder auch losen Gürtelchen zierten diese Modelle. Der elegante Tailleur mit den Linienkaros «Prince de Galles» auf zwei Knöpfe achliessend, mit reizender bläulicher Hemdbluse, glänzte durch korrekte Haltung. Kreidestriche liefen über hellgrauen Kammgarnilanell. Auch heiteres Lindengrün, dann gleich darauf Hellblau mit persisch bedrucktem Halstuch überraschten die Zuschauer. Natürlich huldigt Jelmoli allen schönen Mänteln der Saison. Kassige, etwas verkürzte, karierte oder mit lustigen Zickzacks überzogene englische Wollmäntel, mit losen oder auch gegürteten Rücken erscheinend, wirkten wie die Tailleur-Mantel sehr begehrenswert. Dazu traten abstechende, aber harmonisch ausgesuchte Kleider, um den Ensemble-Charakter zu wahren. Kragenlose Fässonen haben heute den Vorzug. Betonte Nahte, etwas Blendengamitur am Hals und aufgesetzte Taschen kehren da und dort wieder. Einreihig geschlossene Taillenmäntel führen zum Habülesul hinüber, machen sehr schlank. Marine gehört immer wieder zur vornehmen Redingote. Rückenpassen gliedern gerne einzelne Modelle. Nachmittägliche Bestimmung zeigt sich beispielsweise mit Hilfe von seitlich querlaufenden Faltengarnituren mit weichen, gebundenen Stoffgürtelchen, Soutache und Tressen- Verzierung. Ueberaü tauchen Blusen auf, beim Tailleur oder dem Complet mit Mantel. Welche Fülle von reizenden Schnitten hat die Jelmoli- Kollektion doch zu bieten. Alle Farben neben weiss werden der klassischen Hemdbluse mit nettem Umlegkragen geschenkt. Weiss sieht sie aus schwarzen und marine Tailleurs hervor. Ziert •ich mit allen Künsten raffinierter Lingeriearbeit. Je weiter der Zeiger am Nach.rmtag rückt, desto reicher, zarter und von um so mehr Spitzen, Stickerei oder feiner Stepparbeit mit Reliefs wird sie belebt. Auch längere Casaques gehören ja zum Programm, machen, wie manche kleine Blusen, von den Imprimes, wie von Karos, Streifen und den beliebten Tupfen reichlich Gebrauch. Organdi, sowohl glatter wie ganz bestickter, dicht bestickter Tüll Und leichte Spitzenstoffe lassen sehr dekorative Gebilde entstehen, die sich mit Mantel und schlankem Rock harmonisch verbinden. Nachmittags haben sehr duftige Jäckchen oder kleiddeckende Mantel groase Wichtigkeit. Sie stehen in enger, farblicher Beziehung zufden duftigen Nachmittagstoiletten. Beide bietet das Haus Jelmoli in ganz erstaunlicher Auswahl. Der Seidentailleur aus changeantfarbigem Damast machte berechtigtes Aufsehen. Eine Apartes Imprime - Kleid in Streifen, aus reiner Seide. (Modell Jelmoli, Zürich) Augenweide boten so manche Seidenkleider, die schlank, mit reizvollen Halsgarnierungen und halben bis ganz langen Aermeln sehr habille wirkten. Passende farbige Mäntel, selbst in kornblau, in türkis, in grün, beige oder fast weiss wirkten freudig. Reich war der Flor an mehrfarbigen Imprimes, die duftig verarbeitet daherkamen, Samt und Seidenband schmückte sie zuweilen als Gürtel. Streifen waren kunstvoll verwendet, liefen in verschiedenen Richtungen. Apart sah ein blauweisses mit rötlich weissen Einsätzen belebtes ModeU aus, denn das gleiche Dessin in verschiedenen Farbstellungen getraut sich jetzt die Mode miteinander zu verwenden. Eine Steigerung dieser VorfttRrung bedeuteten die zahlreichen und sehr schönen Abendkleider. Wer möchte nicht «o ein ganz durchgehend in Querfalten gelegtes Tüllkleid haben? oder eine Toilette aus rotbraunem Damast mit anliegender querdrapierter Taille. Wie entzückend schmiegte sich die Falbel am Ausschnitt an Auch sehr anliegende Kasaks sind abends erlaubt, ferner karierte Modelle mit Puffärmeln. Mehrfarbiger Tüll wirkt traumhaft. Bedruckter Pique rivalisiert mit regenbogenfarbigem, lackiertem Tüll. Chiffon strahlt mehrfarbige Streifen aus; drei in deT Farbe verschiedene Samtbänder gürten die Taille und lassen ihre Enden herabhängen. Blumenbedruckt erscheint ein Kleid, das obendrein mit gleichem Strauss am Gürtel auftritt. Applizierte, mehrfarbige Spitze 'ebt sich mit ihren Buketts auf schwarzen Spitzenstoff. Wie zart wirkt doch weisser Tüll mit aufgenähtem Spitzenstreifen über einem Taftfond. Leise rauscht beim Gehen deT Taffet-Rock.Weisser Organdi hat sich leichte Buketts mit Kapuzinern aufdrücken lassen. Rüschen sitzen daran und die Zeile der Perlmutterknttpfe schliestt die anliegende Taille vom. Doch sagen wir noch etwas über die Hüte. Alle erdenkliehen Modelinien wurden gezeigt. Beim schmeichelnden Filz kam die grosse Caroline Reboux mit ihrem herrenmassigen Modell mit hohem, etwas eingedrücktem Kopf und den seitlich kräftig autgebogenen Rändern zu Wort. Bretons waren in vielen Varianten aus Stroh und FQz anwesend, flache Randhütchen mit niedrigstem Kopf streckten Garnituren wie Wetterfähnchen in die Luft. Diese bekannten Plateaus liessen sich in die Stirne rücken und hinten mit Cachepeignes, mit Bandmaschen und Blumen ausstaffieren. Reizende Canotiers wechseln mit ihnen ab; grossere und umfangreichste Hüte geben den nachmittäglich gekleideten Frauen einen eleganten Rahmen und weiche Schatten, die malerisch wirken. Filz, feine Exoten, Panamas und mehrfarbiges Phantasie. Stroh in Paillassons gehörten ins Bild. Auch die von Jelmoli propagierte Sohuhmode verdient Aufmerksamkeit. Reiche Auswahl zeichnet sie aus, wobei lally- Modelle den Ton angeben, die bekanntlich modeschöpferische Bedeutung besitzen. Der farbige Trotteur in Chamois oder weichem Boxleder stellt sich in den beliebten Schnürfassonen wie in Spangen, Pumps, Pattenschrdtten und als Sandale vor. Pariarationen, Stepplinien, samt sparsamen Applikationen zeichnen ihn aus. Rost, Terracatta, Blau, Marine, Grün, Weinrot wie auch Braun und Schwarz ergänzen das Strassentenue. Zierlichkeit regiert bei den Nachmittagsmodellen mit ihren zarten Ledern, worunter sich auch Schlange meldet. Pumps teilweise mit Phantasiegamierungen, Patienschuhe mit Ristelast, aber auch Schnür- u. Spangenschnitte, ferner ein Heer von Sandalen umschmeicheln uns. Auch da wieder herrschen tiefe und zarte Modefarben, neben braun, marine und schwarz, welch letzteres sich wiederholt mit Lack verbindet. Abends kommen die hochgestelzten Silber- und Gold- Chevreaux herbei, mit ihrem Gitterwerk der Sandalen, ihren weitausgeschnittenen Pumps. Verlangt es die Toilette, können sie auoh aus farbigem Leder oder aus Satin sein. Kommende Ereignisse | Adelbodeal 37. März: Hahnenmoos-Chubi (SkO Rainhardt * Mühlemann-Wanderpreis. Bateil 36. März-8. April: Schweizer Mustermesse. Bern! 36. Män-1. Mai: Kunsthalle: XVD. Ausstellung der Gesellschaft Schweiz. Maler, Bildhauer und Architekten. 87. März-24. April: Kunsthalle: Jubiläumsausstellung Cuno Amiet. 38. März: Geburtstagsfeier mit Theaterauttuhrungen (Stadttheater, Kunsthalle und Hotel BeUevue). Davosi 27. März: Parsenn Cups, Abfahrtsrennen und Slalom (Ski). Ermatingen: 27. März: Groppenfasnacht. Grindelwald: 26./S7. März: Clubtour des S. C. Grindelwald Grosse Scheidegg-Wüdgerst. Lensezheide: 27. März: Skichflbi des S. C. Lenzerheide. Lugano: 1. April: Beginn der Kurkonzerte an der Promenade und nachmittags im Kursaal. lauern: 27. März: Chorkonzert des Männerchors Luzem unter Mitwirkung des verstärkten Stadtorchesters. Solistin: To Van der Sluys, Amsterdam (Kunsthaus). Meirlmficn: 1. April: Eröffnung der Aareschlucht (abends mit Beleuchtung) und des Betriebes der Strassenbahm Meiringen-Aareschlucht. Pontrasina: 27. März: IX. Diavolezza-Abfahrtsrennen. Saas-Fee: 31. März: Sturzfreies Abfahrtsrennen von Plattjen. luaala: 27. März: Sldchilbi. Unterwasser: 27. März-10. April: Frühjahrs-Skitourenmeeting. Wildbans: 27. März: Sonnen-Chilbi auf Gamplüt. Wintsrthur: 27. März-1. Mai: Kunstmuseum: Gemäldeausstellung Max Beckmann. Zermatt: Bis 30. April: Hochalpine Skitourenwochen. Zuosi 27. März: Testprüfungen (Ski). Züxichi 29. März: Tonhalle: Konzert, Werke von Mozart Solist: Andre de Ribaupierre. 1. April: Konzert des Busch-Quartetts. Tonhalle. Ralselecke Diesmal hat sich kein einziger Loser über allzu leiohte «Kost» beklagt, im Gegenteil, von allen Seiten werden dam geplagtes Onkel, der sich übrigens z. Z. irgendwo im Gotthardgebiet herumtreibt, bittere Vorwürfe gemacht, er sei nun wirklich mit zu grobem Geschütz aufgefahren. «Nie wieder werde ich Ober zu einfache Rätsel brummen, wenn Sie sich auf diese Art rächen», schreibt eine reuige Nichte und ein Neffe äussert sich zum Silbenrätsel wie folgt: «Das war ein ganz himwütiges Rätsel; wenn ich noch ein solches lösen müsste, ich glaube, ich würde krepieren!» Das täte dem Onkel aber wirklich leid, deshalb gibt er heuta nur eine ziemlich leichte Denkaufgabe auf, die dann hoffentlich dafür alle richtig lösen. Denkaufgabe Ein arabischer Scheich hinterliess seinen drei Söhnen 17 Kamele. Sein Testament verfügte, dass der älteste die Hälfte, der mittlere ein Drittel und der jüngste ein Neuntel erhalten solle, ohne dass eines der Tiere geteilt werden dürfe. Die drei Söhne waren natürlich ratlos und schickten daher einen Boten zu einem berühmten Weisen in der Wüste. Dieser kam denn auch am nächsten Tag auf seinem Kamel angeritten und löste das Problem in ganz kurzer Zeit. Wie wohl? Die richtige Lösung zählt 3 Punkte. Einsendetermin: 2. April 1938. Auflösung des Rätsels aus Nr. 22 siehe Seite 12. ^dkteiäsam ADA I _ Arte* DoMMrianA Irlonl Französisch Die richtige Adresse zum gründl. Erlernen in bestg*- führt Hause u. bei erstkl. Lehrorganisation mit nachweisbar unüberbietbar prakt. Resultaten ist das Töchterpensionat «La Romande» in Vevey, gegr. 1914 (besetzt), Stammsitz, und sein nächstgelegenes Zweiggeschäft Les Alpes In Vevey • La Tour, wunderbar sttuiert und komfortabel. Sprachdiplom, Handelsdiplom. Alles Wünschenswerte gründl. und sicher. Jahres-, Ferien-, Schnell-Korrespondenten-u. Dolmetscherkurse. Musik, Sport etc. Zugängliche Preise (100.- bis 150.- monatliche). Aufschlussreiche Prospekte, Referenzen. Jugendlich. Nachmittagskleid aus bester Kunstseiden-Mattere pe, mit mod. abgesteppter Blendengarnitur, Färb.: schwarz, bleu oder rost. Grossen 40— 46 Fr. o_ OO.- Apart. Damenkleid aus Maroc sup., Schösschen- Form, Oberteil m. bunt. Lorraine- Stickerei, Modefarben : marine, rost oder grün. Gr. 40-48 Fr. Flott und jugendlich in dieses Deuxpieees aas feiner Crepe-matt Kunstseide, Jacke aus apartem Bunt-Druck, Grossen 33—46 or»80 Fr. Cla Paris lanciert ft.Oallex Stickerei Vornehmes Ensemb e aus feinem Crepe reversible, Jacke mit reicher Stickerei und vorn zum Aufknöpfen, Farben: noir oder marine. Grossen 40—46 «•* Fr. 45.- ModeWges Damenkleid aus feinemCrepe reversible, mit Tüll- Motiven u. Cire-Passpoil, Farben, schwarz oder marine Grossen 38-44 ncSO Fr.