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E_1938_Zeitung_Nr.026

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AUTOMOBIL-REVUE FREITAG,

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BERN, Freitag, 25. M8rz 1938 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 26 Südamerikanisches Wettfieber In Brasilien war das öffentliche Glücksspiel Früher allgemein gestattet, so dass dort jedermann Bine Konkurrenz für Monte Carlo aufmachen konnte. Das führte dazu, dass es in jeder Stadt »ine ganze Menge verschiedenartiger Spielclubs gab, von denen manche sehr prächtige Gebäude besassen, die eine Zierde der Stadt waren. — ^ber da man drüben eifrig bestrebt ist, es Europa in allen Dingen gleichzutun, wobei man jedoch, wie überall, stets mit den Aeusserlichkeiten anfängt, so verboten die Regierungen der verschiedenen brasilianischen Staaten das Glücksspiel etwa von 1926 an immer strenger, da sie «diesen unwürdigen Zustand» nicht länger dulden zu können glaubten. So wurde zunächst der Konzessionszwang für Spielunternehmungen eingeführt, was ober dazu führte, dass an manchen Orten der Chef der Polizei allen Clubs die Konzession entzog — bis auf einen, an dem er selbst massgebend beteiligt warl Doch auch dieser vergnügliche Zustand war nicht von Dauer, und so kam es schliesslich zu einem vollständigen Verbot, wobei sehr stark der Wunsch mitsprach, die Spielwut der Bevölkerung für die grosse Staatslotterie nutzbar zu machen. So wurde insbesondere das weit verbreitete und sehr beliebte Bicho-Spiel unterdrückt, das darauf beruhte, dass man auf die einzelnen Zahlen des täglich gezogenen Haupttreffers der Staatslotterie setzte. Die Zahlen wurden durch Tiere (Bichos) verkörpert. Wurde zum Beispiel die Nummer 878348 gezogen, so hatte jeder gewonnen, der auf eine dieser Zahlen (bzw. die diese Zahlen verkörpernden Tiere) gesetzt hatte — wer aber die 8 gesetzt hatte, gewann sehr viel, entsprechend der Unwahrscheinlichkeit, dass die gleiche Zahl mehrmals kommt. Beim Bichospiel, dessen Vertreter hauptsächlich die unzähligen Stiefelputzer waren, ging es vollkommen ehrlich zu — auch die grössten Gewinne wurden pünktlich bar ausgezahlt — obgleich es schon seit Jahren als Konkurrenz der Staatslotterie verboten war. Seit dieses einfache Spiel unterdrückt ist, sind die leidenschaftlichen Spielratten, die es drüben gibt, gezwungen, andere Wege zu gehen, um ihrem Laster zu fröhnen. Da ist zum Beispiel das Fliegenspiel: In einem Cafe sitzt um einen Tisch eine Anzahl mehr oder weniger bräunliche Herren, von denen jeder eine Kuchenstück vor sich Qiücksspieie auf dem Teller hat, auf das er schweigend wie gebannt starrt. Derjenige, auf dessen Küchen sich zuerst eine der vielen Fliegen setzt, hat gewonnen und erhält alle Einsätze. Kommen zwei Fliegen auf den Gedanken, sich gleichzeitig niederzulassen, so war es ein «totes Rennen> und das geistreiche Spiel wird wiederholt. Ein dichter Kranz von Zuschauern, die wieder unter sich auf die einzelnen Kuchenstücke wetten, drängt sich um den Tisch und sieht dem Spiel voller Spannung zu. Sobald sich eine Fliege setzt, sagt der glückliche Gewinner seinen Sieg mit einem Freudenschrei an. Da Kuchen und Fliegen keine «Spielapparate» im Sinne des Gesetzes sind, ist die Polizei (die übrigens sogar mitspielt) dagegen machtlos. Etwa ebenso geistreich ist das Apfelsinenspiel, wobei man auf die Zahl der Kerne wettet, die in der noch Ungeöffneten Apfesine sind. Wer der Wahrheit am nächsten gekommen ist, gewinnt alle Einsätze, nachdem man die Frucht feierlich geöffriet und untersucht hat. Auch hier kann die Polizei nichts machen, da eine Apfelsine ebenfalls kein «Spielapparat» ist. In der gleichen Weise kann man auf die Anzahl der im Laufe einer ganzen oder halben Stunde vorüberfahrenden Autos Wetten. Dann starren alle Kaffeehausbesucher vvie Verhext auf die Strasse hinaus und begrüsseh die vorbeifahrenden Wagen je nachdem mit Freudenschreien oder Schmährufen. Endlich gibt es noch das schöne Käferspiel. Dabei wird ein Käfer in die Mitte einer Tischdecke gesetzt, die ein Muster von konzentrischen Ringen aufweist. Man wettet dann darauf, welchen Ring der Käfer in einer gewissen Zeit erreicht. Er kann zum Beispiel schnurstraks über alle Ringe weg bis zur Tischkante laufen — er kann aber auch nachdenklich sitzen bleiben und darüber grübeln, was wohl die vielen Menschen von ihm wollen, die ihn gespannt anstarren. Er kann auch durch ein paar Kreis» laufen und dann plötzlich umkehren. Jede seiner Bewegungen wird von den Spielern und Zuschauern mit lautem Hallo begrüsst. Bei jedem "Kreis, den er erreicht, gibt es laute Freuden- oder Vörwünschungsrufe. • Wie man sieht, lässt sich das Spiellaster nicht mit einem Federstrich ausrotten, zumal nicht, bei einem Volke, das seiner ganzen Veranlagung 'nach das Heil lieber von der launischen Göttin Fortuna als von harter Arbeit erwartet. Gewiss drücken die Sorgen der Weltwirtschaftskrise auch die Bra- Kleiner Unfall in Paris. Trotz des Riesenverkehrs in den meist engen Strtisen von Paris, der für unser Empfinden nur unvollkommen organisiert ist, h«t Paris eine auffallend geringe Todesntfer gegenüber den Statistiken anderer Länder.