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E_1938_Zeitung_Nr.022

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AUTOMOBIL-REVUE FREITAG,

AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, MÄRZ 1938 — M ; ' 22 Um es gleich vorwe£ztmehnien: Sparsamkeit ist ein sehr, sehr dehnbarer Begriff. Der eine glaubt, diese Tugend Zu besitzen, wenn er einen mittleren statt einen grossen Wagen anschafft, ein anderer, wenn er sich Umstände halber mal mit einem Kleineren Wa,gen zufrieden gibt, und der dritte, neflnen wir ihn kurz Herr Rat —» ob National-, Stände-, Gemeinde- oder Kantonsrat tut nicht viel zur Sache — ist dann mit seiner präsumptiven Sparsamkeit zufrieden, wenn das von ihm vorgeschlagene Budget fürs kommende Jahr «nur» ein Defizit von 10 statt 20 Millionen zeigt In diesem Sinne kann sehliesslkh jeder Wagen in seiner eigenen Klasse noch sparsam sein, selbst wenn er Vom Standpunkt des kleinen Mannes beinahe als Benzinfresser zu taxieren ist. Sparsamer geworden ist auf alle Fälle ein jeder im Laufe der Jahre, schon allein durch die Erhöhung des Kompressionsverhältnisses, das durchschnittlich von 1 :4,5 bereits auf 1 :6,25 gestiegen ist. « Zufälligerweise » geht Hand in Hand damit auch eine Leistungserhöhung, und wie der Mensch nun einmal ist: die neu hinzugekommenen Extra-PS müssen selbstredend vor den Wagen gespannt werden. Runter mit dem Gaspedal! Alle Mann auf Deck! Und dann wundert man sich, wo der Brennstoff hingekommen ist Am meisten haben natürlich die Vergaserfabrikanten am Problem der Verminderung des Benzinverbrauchs herumgeknobelt. Neben Vorrichtungen, die ein Ueberschreiten bestimmter Fahrgeschwindigkeiten verhindern und dadurch brennstoffsparend wirken (Soiex), erstreben ändere die Läsung der Aufgabe auf ihre eigene Weise. Sie besinnen sich z. B. darauf, dass der Motor dann, wenn er als Bremse wirkt, einen besonders starken Unterdrück erzeugt und daher mehr Benzin aus der Düse «herauslutscht > als ihm zukommt. Um dieser Unart entgegenzuwirken, erfand eine amerikanische Vergäserfirma, deren Konstruktionen beispielsweise bei Hudson eingebaut werden, eine automatische Drosselung der Benzinzufuhr zur Düse. Sie besteht im wesentlichen aus einer kalibrierten Durchflussdüse, in die eine konisch geschliffene Nadel eintaucht. Je nach dem Unterdruck im Ansaugrohr wird sie von einem Vakuumkölbehen mehr oder weniger tief in die Düse gesenkt wodurch sich deren freier Querschnitt in gewissem Umfang verkleinert. Dabei erfährt die Benzinzufuhr die erwünschte Drosselung, wenn der Motor allzufest zu Saugen beginnt. Neben diesen Möglichkeiten zur Verbesserung des Brennstoffverbrauchs stehen dem Konstrukteur noch viele andere Wege offen, um das gleiche Ziel zu erreichen. Wir haben in unserer illustrierten Katalognummer der « Automobil-Revue » ausführlich hierüber berichtet, haben dort gezeigt, wie ein Schongang oder Freilauf als Sparvorrichtung wirkt, was für einen Einfluss das Wagengewicht und die äussere Form der Karosserie auf den Brennstoffverbrauch ausüben. Aber letzten Endes hängen ja die Ausgaben für den Wägen nicht allein vom Brenn* stoffkonsum ab. Da ist einmal als weitere Verbrauchsausgabe das Oelkonto, das auch seinen Tribut erhebt Utn hier gleichfalls eine Ersparnis zu bewirken, sind in letzter Zeit kleine Oelrafiinationsanlagen auf den Markt gekommen, die sich in das Schmiersystem jeden Automobils einbauen lassen und eine dauernde Säuberung des Oels bewirken. Einig© amerikanische Autornobilfabriken, darunter als erste StudebaHer, rüsten ihre Wagen bereits serienmässig mit solchen Reinigern aus und ermöglichen ihren Kunden damit, abgesehen vom Saison-Oetwechsel, ohne Oelwechsel auszukommen. Die im Apparat enthaltene Raffinationspatrone hält im allgemeinen eine Fahrstrecke von 30,000 km aus, bevor sie erneuert werden muss und macht sich somit reichlich bezahlt, da sie das Oel dauernd in $o gut wie neuwertigem Zustand erhält. Die Schmierung des Chassis haben schon viele Fabrikanten durch Anbringen eines Zenträlschmiersvstems an ihren Modellen erleichtert und es deren Besitzern dadurch ermöglicht, dies© Arbeit selbst durch einen einfachen täglichen Fussdruck zu verrichten. Andere haben das Abschmieren wenigstens insofern vereinfacht, als sie jeweils eine Gruppe von Schmierstellen von einem gemeinsamen Nippel aus bedienen lassen. Zwei Worte in diesem Zusammenhang über eine Sparvorrichtung, die allerdings mehr amerikanische Wagenbesitzer angeht, weil dort noch oft Alkohol als Frostschutzmittel verwendet wird: Um zu verhindern, dass der Sprit dauernd rasch verdampft und wieder ersetzt werden muss, baut eine Firma im Kühlerüberlaufröhr ein Ueberdruckventil ein, das sjch erst bei einem Innendruck von etwa 1,1 at öffnet und dadurch hilft, den kostbaren Spiritus vjni zusammenzuhalten. Damit haben wir jedoch all die vielen vom Autofabrikanten ersonnenen Bauteile des Wagens, die speziell darauf angelegt sind, im Endeffekt eine Ersparnis abzuwerfen, noch lange nicht erschöpfend aufgezählt. Beachten wir nur mal das, was darauf abzielt, die Lebensdauer der Kolben zu erhöhen. Da sind vor allem das Material und die Ausführung von Kolben, Kolbenringen und Zylinderlaufbahn massgebend. dann der Kühlerthermostat, der dafür sorgt, dass der Motor möglichst betriebswarm bleibt, die Vorwärmvorrichtung des Vergasers, welche Dass die italienische Luftfahrt jetzt nun noch einheimisches Rizinusöl zu Schmier" zwecken verbrauchen soll, das nach einem speziellen Verfahren von all jenen Beimischungen gereinigt wird, welche bei Verwendung normalen Rizinusöls so unangenehme Folgen mit sich bringen, indem sie schliesslich zum Verkleben der bewegten Teile führen. Dass eine amerikanische Akkumulator renfabrik, die für ihre Separatoren Glaswolle verwendet, eine Garantie für kostenlose Instandhaltung der Batterie während der Lebensdauer des Wagens mitgibt. Von einem neuen Schlauch aus synthetischem Material, der gegen Benzin, Mischbrennstoffe, Alkohol, alle Oele tierischen und pflanzlichen Ursprungs, Dieselbrennstoffe, kaltes und heisses Wasser, Lacklösungsmittel u. a. m. unempfindlich ist. Zudem soll der Schlauch ohne Schaden' Temperaturen von 80 Grad Celsius ertragen. In normaler Ausführung soll er Drücke bis drei, mit Metallarmierung solche bis fünf Atmosphären aushalten. Dass eine Reihe grosser amerikanischer Automobiltirmen in Amerika Wagen mit Spezialkarosserien für Aerzte bauen, die so eingerichtet sind, dass sich von hinten durch den Gepäckraum eine Tragbahre ins Wageninnere einschieben lässt. Der Patient liegt dann mit dem Körper im Wagen, während die Beine nach hinten in den Gepäckraum reichen. Nach deutschen Mitteilungen werden solche Spezialaufbauten von den Marken Chevrolet, Plymouth, Ford, Terraplane und N'ash hergestellt. Die englische Polizei habe im vergangenen Jahr 18 655 verschiedene Wagenbesitzer deswegen gebüsst, weil sie mit verschmutztem Nummernschild gefahren seien. Die Stadtverwaltung Chemnitz habe die Strasse, woran das Verwaltungsgebäude der Auto-Union liegt, zu Ehren des so tragisch verunglückten Rennfahrers in Bernd- Rosemeyer-Strasse umgetauft. Kohlenoxyd-Gefahr ganz ausgeschlossen in den 9 zeigen die Zahlen und Tabellen der Fremdenverkehrsstatistiker. D TYP IM 77, 87, 97 mit der wirklichen Stromlinienform. Ferdinand Schenk Worblaufen - Bern Ostschweiz: Sportcar A.-G., Zürich Ob's da nicht richtig wäre, den einen oder andern Ihrer Car Alpins durch einen neuen Berna zu ersetzen? Auf alle Fälle das sicherste Mittel, um nächstes Jahr die Kundschaft für Ihr« Fahrten zu gewinnen. Bernawagen werden seit 3O Jahren höchsten Ansprüchen gerecht. Carf und Omnibusse für 8 bis 6O Plätze. Lastwagen von 800 bis 7000 kg Nutzlast. Mqtorwagenfabrik Berna A.C. 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22 — F&BITAG, 11. MÄRiZ 1938 AUTOMOBIL-REVUE verhindert, dass zuviel Benzin kondensiert und dabei den Oelfilm von der Zylinderlaufbahn abwäscht, die automatischen Startvergaser, welche das Uebersohwetnmen des kalten Motors mit Brennstoff verhindern sollen, sowie endlich die Vorbehandlung der Motorteile mit Kolloidgraphit-Konzentrat, das ihnen hilft, die Emiaufzeit auch bei nicht erstklassiger Behandlung glimpflich zu überdauern. * Uebrigens gehen wir verheissungsvoilen Zeiten entgegen, denn ganz abgesehen davon, dass wir je länger ie billiger fahren lernen und somit vielleicht, vielleicht falls wir sehr alt werden, gar mal ganz gratis fahren können, hat uns kürzlich ein Herr besucht, der aus Wasser Benzin machen kann. Wie, das sagte er nicht oder nur andeutungsweise. Aber er will uns alle von seiner Erfindung profitieren lassen, sofern ihm der hohe Bundesrat sein Wasserbenzro durch Auferlegung von Steuern nicht allzusehr versalzt Dann ist uns ja allen geholfen... (Nachschrift der Redaktion : Die andern beiden, die das konnten, sitzen noch.) -b- Praktisch«» W^nke Notreparatur an defektem Verteilerdeckel. In Nötfällen ist es möglich, einen gesprungenen Verteilerdeckel folgendermassen zu reparieren: Man kratzt die gesprungene Stelle mit einem Messer so lange aus, bis die Fuge ganz sauber ist. Hierauf füllt man sie mit A = Sprung im Verteilerdeeköl. B = Sprung mit Schellack oder Siegellack refüllt. Schellack oder Siegehvachs. Eine derartige Reparatur ist natürlich nicht dazu gedacht, ewig zu halten und muss infolgedessen baldmöglichst von einem Ersatz des Deckels gefolgt werden. Immerhin hilft sie uns doch aus der ärgsten Verlegenheit. In ähnlicher Weise lässt sich auch der Deckel einer Zündspule für kurze Zeit wieder flicken, wenn er zwischen den Klemmen einen Sprung aufweist Die Leuchtbrille für nachtliche Pannen ist eine aus Amerika stammende, wirklich praktische Neuerung. Auf dem Nasenbügel sitzt eine kleine, nur nach vorn leuchtende Glühlampe. Den Strom liefert eine Taschenlampenbatterie in der Rocktasche; ein dünnes Verbindungskabel wird mit einem Steckkontakt hinter dem Ohr angeschlossen. Die Lampe leuchtet bei Reparaturen, Kartenlesen usw. Tagsüber kann die Lampe abgenommen werden. cpr. T«;«i» Sg» Frage 13.288. Abdichtung des Auspuffrohres. Bei meinem Motor ist das Auspuffrohr einfach in den Auspuffstutzen eingeschoben und wird am Chassisrahmen festsahaltön. Axt dieser Stelle muss also ein« GasaUetritteHiöglichkeit bestehen, um so mehr als sieb auch ein minteier Oelaustritt zeigt. (Ich gebrauche ein Obenschmieröl.) Kann ich diese Fuge mit einem Asbestwickel abdichten, und in welcher Form ist dieser Asbest anzuwenden (Schnur oder Bänder)? W. S. in G. Antwort- Unseres Erachtens eignet sich Asbestschnur nicht zur Abdichtung, vielmehr sollte ein breites Asbestband Verwendung finden, das beidseitig des Rohranschlusses mit je einer Rohrschelle festgeklemmt würde. -fw- Frage 13.289. Das Starthilfs«pumpeli». Ich besass früher vier verschiedene Wagen, die aueh in der kalten Jahreszeit keinerlei Anlaßschwierigkeiten ergaben. Auf den ersten Druck sprang jeweils der Motor an, ohne dass am Vergaser etwas gemacht werden musste. Einzig die Luftklappe war zu schliessen- Bei meinem jetzigen Wagen gelingt mir dies nicht mehr. Er besitzt jedoch eine Benzinpumpe, welche vor dem Anlassen zu betätigen ist und offenbar Brannstoff in die Ansaugleitung spritzt. Es würde mieh nun interessieren zu vernehmen, wjesö dieser Motor nicht anspringt ohne dieses Maröver, wo doch seine Ansauskanäle eher kürzer sind als bei den andern Modellen dieser Marke. Wird das Benzin zerstäubt in die Kanäle gebracht und kann es der Schmierung des Motors nicht schaden? E. S. in U- Antwort: Unseres Erachtens häpgt die Tatsache, dass dieser Motor einer Einspritzpumpe zum Anlassen bedarf, damit zusammen, dass bei geschlossener Luftklappe die Gemischwerteilung zu den einzelnen Zylindern nicht gleichmässig vor sich geht, so dass einzelne Zylinder zu viel und andere zu wenig Brennstoff erhalten. Es ist uns bekannt, dass an gewissen Modellen dieser Marke eine kleine Pumpe zu bedienen ist. Wir empfehlen Ihnen, darauf zu achten, dass die Pumpe und andere Teile in ihrer Umgebung immer gut dicht halten. Wegen einer allfälligen Gemischverdünnung durch dieses Starthilfsmittel hegen wir keine Bedenken, sofern im übrigen auf gute Durchwärmung im Betrieb geachtet wird. Die Feinheit der Zerstäubung hängt vom Pumpendruck und der (uns nicht bekannten) Grosse der Düsenbohruns ab. Je rascher Sie die Pumpe •I Schriftliche Antworten: betätigen, desto feiner die Tröpfchen des entstehen- | den Benzinnebels. Da der Motor nach Betätigung der Pumpe sofort anspringt, ist anzunehmen, dass der Brennstoff zerstäubt eingespritzt -wird, wodurch sich eine gute Gemischverteilung ergibt. -fw- Frage 13.270/11. Elgntt sich Holzkohlegasbttrieb be! uns? Ich hörte von einem neuen System von Holzkohlen-Vergasung, welches in Frankreich erfunden wurde und möchte Sie nun anfragen, ob diese Art Betrieb für Lastwagenmotoren bei uns in der Schweiz bekannt iet und ob sie sjoh auch für Gebirgsgegenden eignet. A. in L. Frage 13.280. Wer vertritt Cicca-Hörner? Können Sie mir mitteilen, wer die Generalvertretung der elektrischen Cicca-Hörner innehält? W. in F. Frage 13.291. Wer repariert Wagenheber? Wir haben einen hydr. Wagenheber für 5—-6 Tonnen Tragkraft, der nun nicht mehr funktioniert. Könnten Sie uns vielleicht mitteilen, wo derselbe repariert werden könnte? G. in S. Frage 13.232. Ich benötige einen Oelfllter. Ich beabsichtige einen Oelfilter ansuschaffta und bitte um Mitteilung, welche der beiden Märten «A» und «B> Sie mir empfehlen. F. S. in L. |ur»t. s» edi Anfrage 701. Anmeldung eines Haftpflichtulis. Der Wagen A, besetzt mit Besitzer und ssmar Gattin, geführt vom Chauffeur, fährt eine Bergstrapse hinan. Der Wagen B, geführt van seinem Besitzer, neben dem dessen Gattin sitzt, Itomtiit den Fass herabgefahren. Der Chauffeur des Wae«nS A hält an einer etwas verbreiterten Stelle vorsichtshalber an, um den zu Tal fahrenden Wajen B vorbeizulassen. Während nun B den haltend« Wagen A kreuzt, streift er mit seinem linken hinteren Kotflügel wohl die Stoßstange des Wagens A, ZV. äusserst links hinten. Spuren sind jedenfalls an dieser Stoßstange, sowie am ganzen Wagen A nicht zu finden. Dagegen liegt der linke hintere Kotflügel des talfahrenden Wagens B auf der Strasse. Besitzer des Wagens B, der s*lb?t fuhr, steigt aus, besieht den Schaden, entschuldigt eich beim Besitzer des Wagens A und sagt, er sei s«lb»r schuld. Soweit ist alles in Ordnung. Nun findet aber die Gattin des Besitzers von Wagen B, wenn der Kotflügel des Wagens B am Boden liege, so könne nur der "Wagen A daran sehuld sein. Daraufhin kehrt der Besitzer des Wagens B noeh einmal um, begibt sieh zum Wagen A zurück und sagt, e r sei nicht kaskoversichert. Ob der Besitzer des Wagens A nicht sagen könne, er (A) sei schuld, damit die Haftpflichtversicherung des Wagens A den Schaden am Wagen B begleiche? Der Besitzer des Wagens A weist das Ansinnen entrüstet ab und macht den Besitzer des Wagens B darauf aufmerksam, dass das Versicherungsbetrug wäre. Später erhält der Besitzer des Wagens A einen eingeschriebenen Brief vom Besitzer des Wagens B, worin dieser A für den Schaden am Wagen B haftbar macht. Die Versicherung des A erklärt sich auf Grund dieses Briefes bereit, den am Wagen des B entstandenen Schaden zu begleichen. Der Schadenbetrag ist nicht hoch. Jedenfalls übersteigt der Rabatt, dessen A für ein schadenfreies Jahr verlustig gehen wird, den Schadenbetrag beträchtlich Ġibt es ein Mittel, den Besitzer von Wagen B daran zu hindern, dass er sich seine Reparatur auf betrügerischem Wege bezahlen lässt? Der Besitzer von Wagen A hat der Versicherungs-Gesellschaft erklärt, dass der Besitzer von Wagen B sie betrüge. Die Gesellschaft scheint die Sache des kleinen Betrages wegen nicht tragisch zu nehmen. Ist da rechtlich nichts gegen B zu machen? C. in B. Antwort: Versicherungsbetrug hätte allenfalls in Frage kommen können, wenn Sie dem ersten Vorschlage des Eigentümers des Wagens B entsprochen hätten, und zwar wären in diesem Fall« vor allem aus Sie fehlbar gewesen. Wenn Ihre Versicherung dem B etwas zahlt, so ist dies ihre Sache. Die Versicherung hat eben zu prüfen, ob sie leistungspflichüg ist. Wenn sie diese Prüfung unterlässt oder aus irgendwelchen Komiserationsgründen sonst zahlt, so ist dies Sache der Versicherungsgesellschaft. Betrug liegt hier jedenfalls seitens des B nicht vor, denn wie Besagt, hat ja die Versicherungs-Gesellschaft die Möglichkeit der Nachprüfung. BfidieptiscSi Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Hochleistung durch Kraftfahrzeugausbesserung. Ein praktisches Handbuch für Automobi'lbandwerker, Autodienststationen, Motorfahrzeugparks aller Art, Autoroobiltechniker usw. Von Oberingenieur E. Mayer- Sidd, München, und Mecbanikermeister Fr. Hutterer, München. Mit 122 Abbildungen. Kartoniert BiM. 6.50. Union Deutsche Verlagsgesellschaft Berlin, Roth & Co., Berlin SW 68. flaute, wo man mit allem Nachdruck bestrebt ist, die Zahl der Motorfabrzeugunfälle möglichst zu verringern, kommt dieses Buch zur rechten Zeit. Hier wird das Thema Sicherheit und Wirtschaftlichkeit vom Gesichtspunkt der Motorfahrzeugausbesserung aus behandelt, und zwar mit einer bisher wohl kaum gebotenen Ausführlichkeit und Gründlichkeit. In dem ersten Kapitel be-> fassen sich die Verfasser mit den Fehlern, die eine Verkehrssicherheit des Kraftfahrzeuges aufheben. Der zweite Teil ist der Wirtschaftlichkeit des Fahrz#uges gewidmet, und zwar lediglich vom Gesichtsfeld der Ausbesserung aus. Es werden daher Fehler behandelt; die eine-- Wirtschaftlichkeit herabsetzen, und Massnahmen, die die Wirtschaftlichkeit verbessern können. Der Abschnitt «Unwirtschaftliche Reparaturen» und die zahlreichen praktischen Beispiele und Winke werden nicht nur die Aufmerksamkeit der Fachleute, sondern auch sehr vieler Automobilisten finden. Die deutschen Ladenpreise sind für das Ausland um 25% gesenkt. Modelle werden ausgestellt sein im Casino Bern den 11., 12. und 13. März 1938 Auf Ihren Ausflügen sollten Sie nicht nur darauf ausgehen, Hunderte von Kilometern «herunterzuspulen», nur um möglichst viel Staub aufzuwirbeln, sondern Ihre Fahrt vielmehr möglichst komfortabel und angenehm zu gestalten. Dadurch leisten Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihren Mitreisenden einen grossen Dienst, weil sie auf diese Weise wirklich zu einem Genuss wird. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Wagen Ihren Anforderungen entspricht und lassen Sie Ihren Motor mit einem -Vergaser mit Startex, Diisensystezn 20, ausrüsten. Er verleiht Ihrem Motor Geschmeidigkeit, Rasse, leichte Lenkbarkeit und Leistungsfähigkeit. Willy & Co., Bern, Offiz. Fordvertretung Tel. 27.355 Versuchsweise Montage Ihren Garagisten. durch GENERALAGENTUR FÜR DIE SCHWEIZ HENRI BACH MANN