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E_1938_Zeitung_Nr.027

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Siebnen-Innerthal mit +24% (6001 gegen 4847) und Stalden Saas Baien mit +23% (2438 gegen 1982). Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man auf die absoluten Frequenzziffern abstellt. Tinter diesem Gesichtswinkel betrachtet, figuriert Nesslau-Buchs mit 59.139 Fahrgästen im ersten Rang und hat damit die Julierlinie überflügelt. Sie folgt mit 52.799 Personen (gegen 47.751 im Winter 1936/37) an zweiter Stelle, währenddem sich die Verbindung St. Moritz - Maloja - Castasegna mit 25.907 (26.211) auf dem dritten Platz behauptet hat. Veikehr Die Strassenverkehrsunfälle in Zürich. Die Strassenverkehrsunfalle bewegen sich in der Stadt Zürich wieder in aufsteigender Linie. Die Zahlen des 3. Quartals 1937 verzeigen gegenüber der vorjährigen Parallelperiode eine Zunahme von 1208 auf 1263, also um rund 55 oder etwa 4%. Wenn auch diese Unfallvermehrung nicht als sehr stark angesprochen werden darf, so mahnt sie deshalb zu vermehrton Massnahmen für Unfallverhütung, als auch die Unfälle mit Personenverletzungen und diejenigen mit tödlich verletzten Personen zugenommen haben. Die Sachschadenunfälle vermehrten sich um 45 auf 785, diejenigen mit Pereonenverletzungen um 10 auf 478. Leicht verletzt wurden hiebei 293 (290), schwer verletzt 223 (218) und tödlich verletzt 10 (6) Personen. Von den letztem entfallen allein 6 auf den Monat Juli. Von den insgesamt verletzten 526 (514) Personen entfielen 140 (131) auf Fussgänger. Der bei den Unfällen schätzungsweise festgestellte Sachschaden belief eich auf Fr. 202 000 (183 000). Bezüglich den Unfallbeteiligten zeigt es sich, dass alle Fahrzeugkategorien in stärkerem Masse an den Unfällen beteiligt waren, und zwar: private Personenautos 786 (773), Lastwagen 303 (281), Motorräder 138 (124), Fahrräder 729 (723), Strassenbahnwagen 98 (79), andere Fahrzeuge 56 (49), Fahrzeuge überhaupt 2110 (2029), Fussgänger 166 (161). Diese Zahlen beweisen, dass bei allen Strassenbenützern Aufklärung und Erziehung immer noch sehr not tut. Dabei müsste bei kommenden Unfallverhütungsaktionen das Hauptgewicht besonders auf die Ginprägung der elementarsten Verkehrsvorschriften und auf die Forderung nach vermehrter Rücksichtnahme auf die anderen Strassenbenützer gelegt werden. Wie oft muss man hei Diskussionen und Klagen über andere, scheinbar fehlbare Fahrer feststellen, dass bei vielen Fahrern noch die gröseten Meinungsverschiedenheiten und weitgehendste Unkenntnis über die geltenden Vorschriften herrscht. So ist man beispielsweise nicht Französische Propaganda für einmal über die Vortrittsregeln im klaren und die Holzkohle als Autotriebstoff. übersieht vollständig, dass für ausserorts und innerorts andere Vorschriften bestehen. Viele Fahrer kennen sich über die Fahrregeln bei automa- Dass man in gewissen südamerikanischen Ländern gelegentlich die Eisenbahnlokomotiven mit tischen Verkehrssignalen nicht aus und fahren ruhig in die Kreuzung ein, um nach rechts abzubiegen, trotzdem das rote Licht aufleuchtet. Auch über das Vorfahren und dessen Gefahren ist man sich oft zu einem wesentlichen Teil nicht bewusst Ein arges Kapitel ist auch die oft fehlende Rücksichtnahme auf die übrigen Strassenbenützer Ueberall will man sich durchzwängen, oft in den unmöglichsten Situationen, und gefährdet damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Es fehlt heute sehr viel am nötigen Anstand. Hier erwächst der Polizei die Pflicht, exemplarisch durchzugreifen. Dazu ist es aber nötig, dass man die Fehlbaren an Ort und Stelle zur Rede stellt, und zwar nicht nur die Automobilisten und Motorradfahrer, sondern auch alle anderen Strassenbenützer, vor allem auch die Radfahrer und Fussgänger. Das Jahr 1939 steht im Zeichen der schweizerischen Landesausstellung. Es wäre ein verdienstliches Beginnen, wenn dieses' Jahr auch in den Dienst der Unfallverhütungsaktion gestellt werden könnte. Ein schweizerischer «Unfallverhütungsmonat > als Auftakt zur Landesschau wäre eine Tat, die nicht nur unzählige Menschenleben vor Unheil bewahren, sondern auch der Landesausstellung gut anstehen würde. V Diskussionsversammlung über den Trolleybus. In den letzten Jahren macht ein neuartiges Verkehrsmittel immer mehr von sich reden, das in der Mitte zwischen der schienengebundenen Strassenbahn und dem Autobus steht: der «Trolleybus» oder «elektrische Fahrleitungsomnibus». Auch dieses Verkehrsmittel ist von der Schiene unabhängig und bewegt sich innert gewissen Grenzen frei auf der Strasse, ist aber, wie schon der Name sagt, von einer elektrischen Fahrleitung abhängig. Der Trolleybus bietet in verkehrstechnischer Beziehung verschiedene Vorteile, für die Schweiz, die über reichliche Wasserkräfte verfügt, ist das neue Verkehrsmittel noch von besonderer Bedeutung. In den vergangenen Jahren hat der Trolleybus in vielen Ländern überraschend grosse Fortschritte gemacht. Auch bei uns hat man begonnen, sich dafür zu interessieren; Zeugen sind die gelungene erste Linie Ouchy-Lausanne und der Beschluss für die Ausführung weiterer Linien im st. gallischen Rheintal und in Winterthur. Zur Besprechung der mit diesem neuen Verkehrsmittel zusammenhängenden ÄÖTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 29. MÄKZ 1938 — N° 27 technischen und wirtschaftlichen Fragen veranstaltet der Schweizerische Wasserwirtschaftsverband Mittwoch, den 30. März, im Hoel «Schweizerhof» in Bern, mit Beginn um 14.30 Uhr, eine öffentliche Diskussionsversammlung, an der die Ingenieure ML Hiertzeler in Baden, H. Wäger in Zürich und Direktor R. Bourgeois in Lausanne Referate mit Lichtbildern und Filmen halten werden. Ausland Getreide oder Kaffeebohnen heizte, diese Ketzerei erfolgte aus spekulativen Gründen und in der Absicht, die Weltmarktpreise hochzuhalten. Anders in Finnland oder Russland, wo man ein für unsere Begriffe gleichfalls kostbares Material, nämlich Holz, dauernd als Feuerungsmittel für Lokomotiven verwendet, was der grosse Waldreichtum dieser Länder auch gestattet. Gegenüber den begrenzten Petroleum- und Steinkohlenvorkommen hat Holz bei gleichzeitig intensiver Waldkultur den Vorteil ständiger Erneuerung. Dieser Umstand hat die französische Regierung bewogen, die vielen Anwendungsmöglichkeiten des Abfallholzes der Wälder, vorab auch der Holzkohle, der Bevölkerung vor Augen zu führen, mit dem Ziel, mit Hilfe des einheimischen Holzes die Einfuhr des ausländischen Benzins einzuschränken und auf diese Weise einen wertvollen Beitrag zur baldigen Sanierung der französischen Handelsbilanz zu leisten. Da sich die französischen Behörden zu diesem Zweck der modernen Propagandamittel bedient, wobei sie u. a. einen eigenen Eisenbahnzug für die aus Holz gewonnenen Heiz- und Betriebsstoffe im ganzen Lande herumführt und zudem die breite Oeffentlichkeit durch eine längere Artikelserie auf die Absichten der Regierung hingewiesen hat, besteht immerhin eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich das Publikum diesen Beobachtungen aufgeschlossen zeige. In diesen, über das ganze Land verbreiteten Zeitungsaufsätzen wurde vor ^Ilem die alle damit einverstanden. Wäre ein Nachlass auf der Steuer damit verbunden gewesen, so hätte Holzkohle als Autotriebsfoff propagiert. manch einer, der dagegen aufbegehrte, wohl mit sich reden lassen. Die Steuer ist nicht gering, berechnet sich nach dem Gewicht des Wagens und Begreiflich, dass man bei dieser Gelegenheit auch zweier. Franzosen gedachte, deren Andenken in bewegt sich zwischen ca. 15 bis 25 $. Aber der völlige Vergessenheit geraten war, obwohl sie inStaat dachte nicht an eine Reduktion. Und so kam jeder Weise als Pioniere für die moderne Holzverwertung gewirkt hatten. Diese weitblickenden diese Reklame wehrten, ja sogar den Staat zu ver- es, dass eine ganze Meng'e von Leuten sich gegen Männer waren der Ingenieur Philippe L e b o n klagen suchten. (Ob sie dabei Erfolg haben werden, weiss man noch nicht. Andere gaben ihrem und sein Eleässer Berufskollege I m b e r t. War Philippe Lebon der Erste, der Leuchtgas aus Holz Unwillen dadurch Ausdruck, dass sie unter ihren herzustellen verstand, so ermöglichte die Erfindung Schild ein zweites mit der Inschrift «Don't go* Imberts die Verwendung des Holzes als Triebstoff (gehen Sie nicht hin!) befestigten. für Autos. . Ob der Staat gegen diese Schlaumeier einschreiten kann, darüber hat ein grosses Werweisen an- Das nach Imberts Verfahren gewonnene, noch % der Verbrennungsenergie des Holzes enthaltende und gegenwärtig schon zahlreiche französi- ob die Reklame bleiben wird und ob diese «Widergehoben. Man wird ja sehen, ob er Recht bekommt, sche Militärcamion? und Privatautos treibende spenstigen» sämtlich nochmals antreten müssen, Kohlenoxyd ist das amtlicherseits «Holzgas» propagierte Der Propagandazug der Regierung demonstriert unter anderm auch in anschaulichster Weise die Crewinnung des Ausgangsproduktes für die Holzgaserzeugung, wobei allerdings statt der alten romantischen Kohlenmeiler leicht transportable und bis 20 Ster Holz fassende Oefen Verwendung finden. Bereits hat diese Werbekampagne ihre Früchte getragen: der Hardtwald Mülhausens lieferte nach Aufstellung von zehn Oefen vergangenes Jahr aus 2230 Ster Holz rund 160,000 kg Holzkohlen, womit 16 Dreitonnencamions 20,000 km zurücklegten. KLEINE CHRONIK Reklame auf Autonummern. Der 1. Februar ist der Stichtag in den Vereinigten Staaten, an welchem die neuen Nummernschilder bezogen sein müssen. Heuer erlebten indessen die Autofahrer des Staates New York eine Ueberraschung. Die Sache war nämlich die, dass der Staat sämtliche Schilder mit einer Reklame für die Weltausstellung, die 1339 in New York stattfindet, versehen hatte.Womit nun jeder Autofahrer sozusagen zum Reklameträger für die Weltausstellung wird. Doch die Amerikaner waren und sind nicht um ihre Nummernschilder gegen rein sachlicha auszutauschen. M. JT. Bas stabilisierte Mineralöl der Weltrekorde! G«n.-TMtr.f.d.Schweiz: i.Schoyftr.St.Niklanwtr.54.MMkm Lager: BaseL G«nf, Zürich SCHWEIZER MUSTERMESSE BASEL Diverses ZYSSET liefert Motoren, Getriebe, Rader, elektrische Apparate, Kühler etc. für ältere Wagen. Ankauf von Wagen zur Bestandteilverwertung. Künstler und Kaufleute! Wollen Sie Erfolg haben, dann 75213 Alraune Wurzeln echt Mandragora,Teilstücke Fr. 10.—. Versand gegen Nachnahme. Postfach 11697, Aadorf. OCCASION ! Wegen Todesfall günstig zu verkaufen: (26,27 Stöwer- Kleinwagen JchweiH etwas Besseres! 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m N" 27 »& ' H • • 0^^ N® 27 II. Blatt II. Blatt tmtadi eckläet: Der Motor Die modernen Wagen sind längst so betriebsiclier geworden, dass sie an die technischen Kenntnisse des Fahrers oder der Fahrerin keinerlei Anforderungen stellen. Main sitzt hinein, schliesst die Türe, dreht die Zündung an, drückt da auf einen Knopf, löst dort einen Hebel — alles, ohne sich um deren tiefere Bedeutung zu kümmern, denn man ist vollkommen überzeugt, dass das Auto jedem Befehl stets gehorsam nachkommt. Und doch schlummert im einen und andern das Bedürfnis, etwas mehr vom technischen Aufbau zu verstehen, zu wissen, womit man es zu tun hat, wenn die Kolbenringe ersetzt werden müssen oder eine Düse im Vergaser verstopft ist. Hier möchten unsere allgemeinverständlichen Ausführungen den Auto-Babys unter unsern Lesern und all jenen routinierten Fahrern, die sich bisher nicht stark um technische Dinge kümmerten, ein wenig «unter die Arme greifen». Die prinzipiellen Bauelemente normaler Motoren sind im Grunde genommen recht einfach beschaffen; einzig die konstruktiven Verfeinerungen lassen das Ganze schliesslich für Laienaugen so unfassbar kompliziert und mysteriös erscheinen. Im Automobilbau haben wir" es meist mit sogenannten Vier-, Sechsoder Achtzylindermotoren zu tun. Der Einfachheit halber aber wollen wir hier erst einmal die Bauelemente eines Einzylindermotors besprechen und erst nachher daraus in Gedanken einen Mehrzylinder erwachsen lassen. Der Ort, wo das Benzin, die Nahrung des Motors, in mechanische Arbeitsleistung umgesetzt wird, heisst Zylinder (Fig. 1). Dieser Name rührt daher, dass er in der Form an jenes famose, gleichbenamste Kleidungsstück erinnert, nur dass sein Querschnitt natürlich nicht oval, sondern kreisrund ist und dass ausserdem bei modernen Motoren der oberste Teil wie ein Deckel vom Töpfchen abgehoben werden kann. Man nennt ihn kurz Zylinderkopf. Im Zylinder sitzt ein Kolben, der darin frei auf und ab gleiten kann. Er hat ungefähr die Form eines auf dem Kopf stehenden zylindrischen Bechers mit dickem Boden und besitzt oben ringförmige Rinnen in der Wand, worin federnde Ringe untergebracht sind, welche sich gegen die Zylinderwand legen und die Abdichtung verbessern. Man nennt sie Kolbenringe. Flg. 1. Die Antriebsteile eines Einzyllndermotors in schematischer Darstellung. Links im zerlegten, rechts im zusammenmontierten Zustand. Durch die sogenannte Pleuelstange steht der Kolben mit der darunter befindlichen Kurbelwelle in Verbindung. Das obere Ende der Pleuelstange ragt von unten ins hohle Kolbeninnere. Ein durch die Bohrungen in der Kolbenwand und im obern Pleuelstangenkopf gesteckter Kolbenzapfen verbindet die beiden Teile miteinander. Mit der Kurbelwelle lässt sich die Pleuelstange dadurch verbinden, dass man ihr unteres Ende teilbar ausführt und die beiden Hälften erst zusammenschraubt, nachdem man sie von unten und oben gleichzeitig um den Kurbelzapfen gelegt hat. Angenommen nun der Kolben werde durch irgendeine Kraft nach unten getrieben, dann überträgt er diese durch die Pleuelstange an die Kurbelwelle und versetzt sie in Umdrehung. Im Prinzip geht dieser Antrieb genau vor sich wie beim Velo (Fig. 2), nur dass dort an die Stelle der Kurbelwelle die Pedale treten, die Kraft anstatt von Pleuelstangen durch die Unterschenkel übertragen und die auf die Kolben wirkende Kraft hier durch die Muskelkraft der Oberschenkel ersetzt wird. Der Automotor dagegen zieht die Explosionskraft einer Mischung von Benzinnebel mit Luft zur Arbeitsleistung heran. Bei den ersten Explosionsmotoren verwendete man im Gegensatz hiezu als Treibstoff richtigehen- Fig. 3. Zum Eintritt des brennbaren Gemischs aus Luft und Benzinnebel sowie zur Entferniinq der Abgase besitzt der Zvlinder oben zwei verschliessbare Oeffnunqen. Die pilzförmigen «Hähnchen», welche dem Abschluss dienen, nennt man Ventile. Sie werden durch einen mechanischen Druck geöffnet, der bei der gezeigten Anordnung von unten her erfolgen muss. Sobald der Druck aufhört, schliessen sie eich unter der Wirkung ihrer Federn wieder. Einlaes Fig. 2. Die Triebwerksteile des Motors legen einen Vergleich mit dem Antrieb eines Velos durch die Muskelkraft des Fahrers nahe. Der Kurbelwelle entsprechen die Tretkurbeln, den Pleuelstangen die Unterschenkel (Zweizylindermotor!) und der Explosionskraft die Muskelkraft der Oberschenkel. des Schiesspulver, das vor jedem Abwärtsgang des Kolbens in den Zylinder gebracht und entzündet wurde. Seine Explosion musste den Kolben nach unten treiben. Da diese Explosionen jedoch zu plötzlich, zu wenig weich erfolgten und zudem der «Brennstoff» zu teuer war, ging man rasch zum Betrieb mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff über. Während nun aber das Schiesspulver den zur Verbrennung benötigten Sauerstoff bereits in sich selbst enthält und daher ohne Zufuhr von Luft verpufft, sobald der Verbrennungsvorgang eingeleitet ist, können die wirkli- Auslass RAUTÜMOBIIF ZÜRICH P fla " z 8=hul8tr. 9 - Tel. 72.733 •iWiilwil Ausstellung Theaterstrasse 12 Der ADLE R hat durch zahlreiche Rekordund Dauerprüfungsfahrten bewiesen, dasserauchhoch gespannten Ansprüchen gerecht wird. Die Bequemlichkeit und das Behagen, die ADLER bietet, entspringen einer harmonischen Vereinigung von Sicherheit und wunderbaren Fahreigenschaften. Preise ab Fr. 4950.— Junior 5 PS Trumpf 8 PS 2,5 Liter. 6 Zylinder, 13 PS STELLEN-MARKT 27jähriger, lediger (27 Chauffeur routinierter Ueberlandfahrer, mit Saurer-Diesel, sucht Stelle auf Gesellschaftswagen, ev. 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