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E_1938_Zeitung_Nr.024

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BERN, Freitag, 18. März 1938 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 24 Ans dem Werke «Thron der Götter», erschienen im Morgarten-Verlag, Zürich Der eisgepanzerte Kunaling (6450 m) aus 5300 ta. Blick nach SE (H). Heim und Gansser: Am Thron Zwei Schweizer erforschen den Zentralhimalaya Gebiete wie das Himalayagebirge oder die Hochebene von Tibet erwecken bei uns weniger eingeweihten Europäern meist Vorstellungen von fremden Ländern, die uns ebenso wie ihre Bewohner in jeder Beziehung fern liegen. Vielleicht kommt dies daher, dass wir unsere Begriffe Ober diese Länder und Völker im allgemeinen nach ausländischen Reisebeschreibungen zu formen gezwungen sind. Im vorliegenden Werk aber finden wir das Gebiet des Himalaya und seine Bewohner durch die Brille von Schweizern gesehen, von Landsleuten, die sich mit feinem Einfühlungsvermögen dem Lande anzupassen verstanden und gerade dadurch selten befähigt waren, ihm für die Wissenschaft eine ganze Fülle von Geheimnissen zu entlocken. Wenn Europäer und Eingeborene wochenlang zusammen harte Strapazen ertragen, miteinander im gleichen Zelt oder in irgendeiner Höhle auf cGeissenböhnli» übernachten, im selben Kessel ihre einfache Mahlzeit aus einheimischen Nahrungsmitteln kochen, wenn sie sich zum Schutz gegen Erkältungen wie die Eingeborenen den Körper mit Oel einreiben, Gläubigen gleich weder rauchen noch alkoholische Getränke zu sich nehmen, so schafft dies eine Kameradschaft, die sich schliesslich auch in kitzligen Situationen bewährt. Wir denken da etwa an jenen zweiten kühnen Abstecher Dr. Ganssers ins unerlaubte Tibet, wo er sich sogar nicht scheute, Klöstern und einem Oberlama als grosser und daher — wohlweislich — stummer Heiliger aus dem Morgenlande seine Aufwartung zu machen oder als Tibetaner verkleidet, nur mit dem Geologenhammer bewaffnet, zusammen mit zwei Einheimischen rund um den heiligen Berg Kaylas, den Thron der tibetischen Götter, zu pilgern. Was uns aber ganz besonders frappiert ah dieser fesselnden Reisebeschreibung, das ist etwas, was mehr so als Unterton mitschwingt, das Wissen und Ahnen um kultur- und völkergeschichtliche Zusammenhänge, die noch zum Teil im Dunkel liegen. Himalaya, Wiege der Menschheit Gebirge, das sich immer näher dem Himmel entgegenreckt und daher vor Jahrtausenden Völkerwanderungen ausgelöst haben mag. Wir stossen da auf Legenden, die genau so gut aus unsern Alpen stammen könnten. So weiss eine alte Frau aus dem nepalischen Dörfchen Changru folgende Sage zu erzählen: «Einst kam eine Boro-Frau mit ihrem Kinde nach Changru und wollte sich hier ein Haus bauen. Das Kind spielte mit Steinen und verletzte sich am Finger. Als der Finger blutete, wuchsen die Mauern des Hauses selber weiter. Die Einwohner von Changru sahen das Wunder, vermuteten im Blute des Kindes übernatürliche Kräfte und töteten es, um noch mehr Wunder zu schauen. Aber nichts dergleichen geschah. Die verzweifelte Mutter verdammte das Dorf und wünschte ihm die schwarzen Pocken. Durch ihren Fluch vereiste der Pass und aus den blumigen Alpen wurden wilde Joshimath, in Garhwal oder Tessin? (G.) Gletscher. Niemand konnte mehr von Changru nach Marma (Stammort der Boros) wandern.» «Ist es nicht auffallend», bemerkt hierzu der Verfasser, «dass gerade ein Hauptmotiv unserer schweizerischen Bergsagen — das durch einen Fluch bedingte Verschwinden blumiger Alpen — auch in der unbekannten «Himalayaschweiz» zu finden ist?» Oder dann jene Photog.raphien von Joshimar, das in der Nähe des Wallfahrtsortes Badrinath liegt, wecken sie nicht in uns die Erinnerungen an ein Tessiner Dörfchen wach? Oder wenn Prof. Heim, der neben seinen geologischen Forschungen noch den vielseitigsten botanischen und -andern Studien obliegt, die Flora an einer Stelle folgendermassen beschreibt: «Bei 5000 m auf der Schattenseite ein Zwergvergissmeinnicht Madonnengesichter? In einer Hütte von Wan, Garhwal. machen wir uns mit der Reiseroute vertraut, der die beiden Forscher folgten. Passübergänge von mehr als 5000 m Höhe zu bewältigen, deren Gefährlichkeit zum Teil nichts zu wünschen übrigliess. «...Wir hatten keinen andern Ausweg», heisst's an einer Stelle, «als durch eine Lawinenfurche abzusteigen. Kaum sind wir alle unten, als Steine daherfliegen und eine Lawine hinterher braust. Alle werfen das Gepäck ab und eilen zur Seite. Nur jener Träger, der Trance-Tänzer war, stell)- sich hin und spuckt mit betenden Gebärden der Lawine entgegen. Und siehe da, die nasse Masse mit eingeschlossenen Felsblöcken bleibt einige Schritte vor seinen Füssen stehen ...» Als erstes Standquartier war Garbyang am Fusse des Nampa-Massivs (7100 m) ausersehen, von wo aus eine Reihe von geologischen Exkursionen — darunter ein kurzer Abstecher von Dr. Gansser ins unerlaubte Tiber — sowie verschiedene Erstbesteigungen unternommen werden. Schon hier treten die ersten Schwierigkeiten mit den Behörden zutage, indem ein Leutnant des Maharadja der Expedition erst einige Steine in den Weg legen will, bis sich schliesslich «dank seiner schlechten Einkommensverhältnisse» eine allerseits befriedigende Lösung finden lässt... Kuti heisst der nächste Ort, der für längere Zeit als Basis dienen sollte. Nahe der tibetanischen Grenze gelegen, und daher recht verlockend für einen Abstecher in verbotene Länder. Zwischen der indischen und tibetischen Regierung besteht nämlich eine Uebereinkunft, wonach die indische Polizei Fremde am Uebertreten der tibetanischen «Grenzpfähle» zu verhindern hat. Im Interesse der wissenschaftlichen Ausbeute der Expedition unternimmt von hier aus Dr. Gansser trotzdem seinen bereits erwähnten Vorstoss ins reli- giöse Zentrum von Tibet. Zusammen mit Einge- (H.) borenen, die zum Kauf von Vieh ausziehen, dringt er viele Tagereisen weit ins tibetische Hochland mit Pfahlwurzel und ein Zwergedelweiss, bei 4800 vor. A| $ «Schaftreiber» kehrt er zurück, den Meter auch Zwergenzianen...», weht da nicht schweren Tibetaner Fellrock gefüllt mit kostbaren Heimatluft? Und beim Betrachten jener wunder- Gesteinsproben, vollen Bergbilder, den imposanten schroffen Eiswänden — erinnern sie uns nicht an unsere Alpenwelt, dort wo sie am hehrsten ist? — Doch Gegen Ende April verlassen drei Schweizer mit einem Tross von Trägern zu Fuss den Ausgangspunkt der Expedition, Almora. Gleich in den ersten Tagen ereilt sie ein harter Schicksalsschlag, indem der bekannte Alpinist Weckert wegen akuter Blinddarmentzündung schleunigst zur Operation an den Ausgangspunkt der Reise zurückgetragen werden muss und daher als Teilnehmer ausscheidet. Wenn die durch diesen empfindlichen Verlust geschwächte Expedition trotzdem einen vollen wissenschaftlichen Erfolg erbrachte, so war dies neben den umsichtigen Vorbereitungen der Schweizer Weltreisenden sicher nicht zuletzt auch ihrer Bergerfahrung zuzuschreiben, die sich bei mehr als einer Gelegenheit zu bewähren hatte. So wurde von Gansser, der nunmehr als Führer wirkte, unter anderm mit nur einem Begleiter zwei 6000er, sowie zusammen mit Professor Heim eine Reihe von Gipfeln zwischen 5700 und 5800 m Höhe erstmals bestiegen. Dazu waren von der Expedition insgesamt fast zwei Dutzend Hirtenknabe auf der Alpweide bei Ramri, Garhwal von griechischem Typus. ffl.)