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E_1938_Zeitung_Nr.036

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« AUTOMOBIL-REVUE

« AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 3. MiAI 1938 — N°3tt Griffigkeit und günstigen reflektorischen Eigenschaften der Strassendecke bietet. Das anschliessende weitere Referat von Prof. T b o m a n n (E. T. H.) betreffend der Einführung des Trolleybus in der Schweiz werden wir in einer der nächsten Nummern in extenso publizieren. Am Vortage hatten schon verschiedene Gruppenvorträge stattgefunden. So sprach in der Gruppe der Kantonsingenieure der bernische Kreis-Oberingenieur W a 11 h e r Thun. über den zweiten Teil der Normalien für Berpstrassen. Während deren erster Teil, der, wie bekannt, von der Baudirektorenkonfd?enz genehmigt und in revidierter Form vom Kidgen. Departement des Innern als Terbind- Iich erklärt worden iet. sich auf die Linienführung der Strassen und die Hauptelemente ihres Baues bezieht, gilt der zweite, noch in Ausarbeitung begriffene Teil den eigentlich bautechnischen Fragen, die der Referent im einzelnen erläuterte. An Stelle des verhinderten angekündigten weitern Referenten, Chefingenieur Meystre von den Lausanner Elektrizitätswerken, sprach in der gleichen Gruppe Vizedirektor Roesgen von den Genfer Elektrizitätwerken über da für die Verkehrssicherheit eo wichtige Problem der Strassenbeleuchtuno. Von den dabei in Betracht kommenden drei Arten: Lichtquelle auf den Fahrzeugen selbst, oder ausserhalb der eigentlichen Strasse, oder endlieh durch eine selbstleuchtende Strasse (ein System, das bisher über Einzelversuche nicht hinausgekommen ist), bildete die zweitgenannte den Hauptgesrenstand des Referates. Indem der Vortragende alle Voraussetzungen für ein zweckmässiges Funktionieren der ortsfesten Beleucbtungsart. auch diejenigen physiologischer Natur im Hinblick auf den Fahrer, eingehend prüfte, gelangte er zu folgenden Schlußfolgerungen: Die Strasse muss durch Lichtquellen erleuchtet sein, die «ich über dem Boden befinden, und zwar in einer unbedingt beträchtlicheren Höhe als die Hindernisse, die es sichtbar zu machen gilt. Die ausgesandten Strahlen halben beiderseitig auf 75 Grad der Vertikalen beschränkt fcu werden Endlich sollte der die Rolle eines Lichtverteilers spielende Strassenbelag so hell wie möglich und so geartet sein, dass er die Strahlen nicht spiegelartig, sondern in diffuser Weise zurückwirft. Bie Strasse bat eine gleichmässige Beleuchtung aufzuweisen, damit selbst Hindernisse von kleinen Dimensionen immer bemerkt werden können. Die nächste Umgebung der Strasse, Böschungen, Mauern. Hecken usw sollen ebenfalls gut beleuchtet sein, um dem Wagenlenker einen genauen und vollständigen Begriff von der zu durchfahrenden Strecke zu geben. Hinsichtlich der anzuwendenden Apparate kommen drei Systeme in Betrach: Offene Armaturen mit lediglich emailliertem oder weiss lackiertem Inneren, offene, mit einem Metall- oder Glasspiege] versehene Armaturen, und endlich solche, die prismatische oder linsenartige Gläser aufweisen. Theoretisch müsste der letztgenannte Typ das beste Resultat zeitigen. Er hat aber den Nachteil eine6 höheren Preises, eines kostspieligen Unterhalts und vor allem einer leichteren Verminderung seiner Wirkung infolge von Beschmutzung durch Staub oder Insekten, so dass faktisch die praktischen Ergehnisse für alle drei Systeme ungefähr gleich sein werden. Die Apparate lassen sich in einer, zwei, ja sogar in drei Reihen aufstellen; doch kommt die letztgenannte Lösung nur für ganz breite Strassen in Frage. Die Doppelreihe gibt zweifellos die Gewähr einer besseren Gleichmässigkeit der Beleuchtung als nur die einfache Anordnung.^ Aber der beträchtlich höhere Preis rechtfertigt sich nicht immer im Hinblick auf das erzielte Resultat. Im allgemeinen wird man «ich daheT mit einer einzigen Linie von Lichtquellen begnügen, die seitwärts von der Strasse und nich in deren Achse »ujgestellt sind Die Anbringung der Armaturen auf den Trägern ist in einer Neigung vorzunehmen, die eine möglichst gute Verteilung de« Lichtes auf der ganzen Breite der Strasse ermöglicht Was die Arten der Lichtquellen betrifft, so hat das System, MetalMampf gegenüber den Glühlampen nicht nur den Vorteil einer grösseren Leuchtstärke, sondern auch den. dass es infolge seiner monochromatischen Gelbörange-Färbung die Sicht auf der Strasse beträchtlich verbessert, abgesehen davon, dass sie auch imstande ist. den Nebel zu durchdringen. In seinen Schlussfolgerungen betonte der Referent, dass, allgemein gesprochen, die Beleuchtung von grossen Verkehrsstrassen ein ausserordentlich kompliziertes Problem darstellt, indem viel mehr Faktoren zusammenwirken, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Eine rationelle und befriedigende Lösung vom technischen und wirtschaftlichen Standpunkt aus kann nur dann erzielt werden, wenn die Beleuchtungseinricbtung von Anfang an als integrierender Bestandteil der Strasse betrachtet wird und nicht als etwas Akzessorisches, das man der einmal gebauten Strasse schlecht und recht beifügt. Es wäre deshalb zu wünschen, dass der Bau oder die Verbesserung grosser Verkehrsstrassen künftig im Zusammenhang mit den durch das Beleuchtungsproblem gestellten Anforderungen geprüft werden In der Gruppe der Städte und Gemeinde-Ingenieure erläuterte in anschaulicher Weise der Chef des «Service de l'urbanisme» beim Genfer kantonalen Baudepartement. Ing. B o d m e r, die heute besonders aktuellen städtebaulichen Fragen Qenfs Die Rolle, die der Verkehrssicherheit und der Verkehrsleistung in der neuzeitlichen Planung zukommt legte in interessanten Ausführungen Ing. Bachman n vom Baudepartement der Stadt Basel dar. Er erläuterte auch die Art. wie sich jene beiden Begriffe mehr oder weniger genau zahlenmässig erfassen lassen Während dies hinsichtlich der Verkehrssicherheit mit Hilfe der Unfallstatistik bewerkstelligt werden kann, muss für die Bestimmung der Verkehrsleistung die theoretische Untersuchung herbeigezogen werden. Solche Prüfungen gestalten sich sehr umfangreich, da die Leistung irgendeiner Strassenfläche aus einer Mannigfaltigkeit von verschiedenen Elementen zusammengesetzt ist. Die Abmessungen und Fahreigenschaften der einzelnen Fahrzeuge, deren Fahrdichte und Reihenfolge, die Breite der Fdhrbabnfläche und verschiedene örtliche Verhältnisse beeinflussen den normalen Verkehrsfluss. Die Leistungswerte folgen den Gesetzen der grossen Zahlen, d. h. sie gelten eigentlich nur für grössere Zahlen- und Beobachtungsgruppen und haben demzufolge lediglich eine approximative Genauigkeit. Trotzdem ermöglichen sie einen wertvollen Einblick in den Grad der Veriehrsabwieklung und das Durchflussvermögen von Strassenschnitteh. Verkehrswirtschaftliche Untersuchungen, im besonderen solche über die maximale Leistungsfähigkeit, seien unumgänglich und bilden die Grundlage aller Verkehrsplanungen. An Beispielen aus der Stadt Basel legte der Referent im einzelnen die Grundsätze für die Verkehrsregelung in überlasteten Geschäftsstrassen (Freie Strasse und Gerbergasse), sowie für die Platzgestal- Autofuedfiöfe ~ Ute* und utttei dem Seinem Wagen gegenüber ist der Amerikaner alles andere als sentimental. Er trennt sieh von ihm auch nach Jahren treuer Dienstleistung völlig schmerzlos, wobei er sich nicht einmal die Mühe nimmt, das Vehikel für einige Dollars zu veräussern oder noch brauchbare Einzelteile zu verwerten. Er verabschiedet sein Auto, wo es sich gerade trifft, an einer beliebigen Stra-seenstelle und überlässt es dort einfach seinem Schicksal, das heisst, in diesem Fall der «öffentlichen Fürsorger Begreiflich, das.8 unter diesen Umständen in New-York Jährlich etwa 12 000 herrenlese Autos in die Hände der Polizei fallen. Sie macht damit kurzen Prozess und schleppt sie. ohne nach dem Besitzer zu forschen, auf den nächsten Autofriedhof. Bei der grossen Zahl der Autofindlinge allerdings gestaltet eich dieser «Abdeckerdienst» ziemlich kostspielig, belastet er doch die Gemeindefinanzen mit durchschnittlich 150 000 Dollars im Jahr, t Man hat sich mit Recht darüber gewundert, dass die findige Verkehrspolizei noch nicht auf die Idee gekommen ist, die Eigentümer dieser ausgesetzten Autos zu ermitteln, um ihnen die Abschleppkosten aufzubürden, oder sie zum Abtransport nach dem nächsten Autofriedhof zu veranlassen. Doch die Stadtverwaltung dachte anders: sie beschloss die Vermehrung der Autofriedhöfe und im Gegensatz zur bisherigen Gepflogenheit, deren Zentralisierung im Stadtinnern. Mit der Folge, dass man jetzt im Zentrum New-Yorks eine grosse Zahl von Autofriedhöfen trifft, — städtische «Rumpelkammern» für Autoinvalide mitten im Wolkenkratzerwald! tung dar, bei der, je nach Umständen, bald der Kreuzungsverkehr (Wielandsplatz) oder der Kreiselverkebr (Neuweilerplatz) angezeigt erscheint. Gleichzeitig hatten «ich die Unternehmer zum Zweck einer freien Aussprache übet strassenbauliche Fragen versammelt. -b- Ausstellungen Die Strasse an der Landesausstellung. Mit einer — freilich ganz anders gearteten — Spezialität auf diesem Gebiet wartet sodann Marseille auf, mit einem Wie es da unten aussieht? «Auto an Auto, Wagen neben Wagen gereiht, fahrtbereit, als ob sie eigens zu diesem Zwecke hier geparkt hätten!» erklärte der Taucher, den die Polizei zu einem «Augenschein» in den Marseiller Hafen «beordert» hatte, und wobei es sich herausstellte, dass die Zahl der im Marseiller Hafen «submarin» geparkten Autos überraschend gross ist und jedenfalls alle bisher angestellten Vermutungen weit übertrifft. Wohin der Taueber vordrang: Autos überall. Aber seine Entdeckung blieb nicht auf Wagenleichen beschränkt. In einem dieser Fahrzeuge stiess er auf ein menschliches Skelett. Ein Verbrechen also? Der Verdacht lässt sich nicht von der Hand weisen, um so weniger als die polizeilichen Ermittlungen auch ergeben haben, dass es «ich bei diesem «Unterwasser-Auf ofriedbof» nahezu ausnahmslos um «Opfer» krimineller Machenschaften handelt, sei es, das« die also auf den Meeresgrund versenkten Corpora delicti aus Diebstählen stammten und zur Verwischung der Spuren dem Meer übergeben wurden, sei es, das6 sie — wofür nicht wenig Indizien sprechen — von ihren Besitzern in der Absicht, die Versicherung zu betrügen, auf diese etwas ungewöhnliche Weise verschwanden und noch verschwinden. Die enge Gemeinschaft der Strasse mit den verschiedensten Wirtschaftszweigen wird an der Die zweite der Strasse gewidmete Sonderschau Etappen. nächstjährigen schweizerischen Landesausstellung ist im Pavillon für «Verkehr und Transport» untergebracht An Hand von Karten, Modellen, Plänen, in Zürich veranschaulicht werden und manchen Besucher vielleicht zum ersten Male so recht deutlich Zeichnungen, Apparaten und Photographien vermittelt sie dem Beschauer wertvolles Wissen über zum Bewussteein kommen. Die Schau «Die schöne Strasse» gliedert sich in die Bedeutung des Strassenwesens für unsere Wirtschaft. Neben der Entwicklung des schweizerischen zwei Teile: einen technischen in Form einer Strasse, welche die verschiedenartigen Strassenbeläge in Strassennetzes (Kantonsstrassen, Hauptstrassen mit sich vereinigt und eine Hallenausstellung im nördlichen Flügel des Pavillons, welche unter der Flagge «Verkehr und Transport» segelt. Die Strasse mit den verschiedenen Musterbelagsstrecken liegt unter der Höhenstrasse; sie führt vom Eingang beim Hafen Enge bis zum Bahnhof Wollishofen. Beim Begehen dieser einzigartigen Anlage erhält der Besucher Einblick in die komplizierte Beschaffenheit einer guten Strasse, deren Bau Wissenschaft und Fachleute ständig vor neue Probleme stellt. Soviel steht fest, dass die Entwicklung der Srassenbautechnik noch lange nicht abgeschlossen ist, und dies vor allem infolge der gesteigerten Anforderungen, welche das Verkehr- und Transportwesen an die Strasse stellt. Seit einem oder zwei Jahrzehnten beherrscht dieser Verkehr die Strasse; er ist intensiver, schwerer und schneller geworden und verlangt von der Fahrbahn, dass sie sich seinen Ansprüchen aupasse. Die Beläge auf dar Lar>desausstellungs-Musterstrasse verkörpern wohl die letzte der bisher von der schweizerischen Strassenbautechnik erreichten Vortrittsrecht usw) und dessen künftigen Ausbau (Alpenstrassen. Fernverkehrsstrassen, Radfahrer-, Geh- und Wanderwege), welche hier »ine instruk tive Darstellung erfahren, finden hier auch die Technik des Strassenbaues und die Verkehrssicherung (Signalisderung. Beleuchtung), ihre Veranschaulichung, in deren Rahmen überdies die Gemeinschaft der Strasse mit dem Fremdenverkehr und dem Transportwesen mit einbezogen wird. HJ'IM Ausflug mit diesem abenteuerlich«» Vehikel karte «ehr viel Ähnlichkeit mit dem Familienspicl „Eile mit Weile". Und wenn die Kiste «lle paar hundert Meter bockttill stand, t« hatten die Insassen für dem Spett nicht ra sorgen .,«« Unsere heutigem Motoren muten dane1»em wie das achte Weltwunder •B, aber riewürden nicht seltener stillstehen, als jene Vehikel ron 1833, wenn nicht auch die Chemiker ein Wunder vollbracht hätten ... Das selektiv raffinierte Sheü-Od — dieses Spitzenprodukt der modernen Odehemit — ist das ZMuiermütd, das uns heute sorglos im 100 Imnr Tetnm» fahren litt. Autofriedhof unter dem Meeresspiegel. Das achte Weltwunder Shell Sommer-Oele nach selektiver Lösungsraffination: e/tzr /zfeb jfi&t ist TfleetesspieQel Veranstaltungen. Ein Bodensee-Automobilisteniest Der Gau Baden des Deutschen Automobil-Clubs (D.D.A.C.) veranstaltet vom 21. und 22 Mai ein grosse «Blütenfahrt an den Bodensee», deren Programm für Samstag, den 21. Mai eine Zielfahrt nach Konstanz vorsieht, mit grossem Seenachtfest und Unterhaltungsabend im Konziliumssaal. Am 22. Mai folgt eine Kundgebung auf dem Marktplatz und nachmittags eine Bodenseeschiffahrt dem schweizerischen und deutschen Ufer entlang, wozu auch Delegationen der benachbarten A.C.S-Sektionen und des Vorarlberger Automobil-Clubs eingeladen sind. In den Tagen vom 19. bis 21. August führt der Gau Baden des D.D.A.C. eine dreitägige Schweizerahrt duroh, für welche Lausannne-Öuchy und Andermatt als Etappenorte vorgesehen sind und wobei auch der Jura in das Fahrprogramm miteinbezoeen wird. V Ausland « Moderne » Handelsgeschäfte : Autos int Tausch gegen Fische. Im Kampf gegen die Devisenschwierigkeiten reifen einzelne Länder zu den merkwürdigsten Tauschgeschäften. So liefert Italien neuerding« 120 Automobile nach Norwegen und bekommt dafür ala Gegenleistung 4Ö0.000 kg Fische. Rumäniens heutige Erdölfelder vor der Erschöpfung. Der rumänische Industrie- und Handelsminister Argetoianu hat in einer Rede festgestellt, das« die Erdölförderung und -ausfuhr Rumäniens 1937 um % gesunken sei und dass auch das laufende Jahr im Zeichen beträchtlicher Rückgänge stehe. Sie sind eine Folge der zunehmenden Erschöpfung der heutigen Erdölfelder, welche nach deren Urteil des staatlichen rumänischen geologischen Institutes in 5 bis 7 Jahren nicht mehr ausbeutungsfähig sein werden. Für den rumänischen Staat ist das ein sehr schwerwiegendes Problem, da über 50% seiner Einnahmen aus der Erdölwirtschaft stammen. Nach Angaben des genannten geologischen Institutes verfügt Rumänien noch über eine Reserve von 1 Million ha «möglicher» Erdölfelder, deren Erschliessung vorgenommen werden soll, was aber Kosten von 3—3,5 Milliarden Lei bedingt, deren Aufbringung durch Zusammenarbeit von Erdölgesellschaften und Staat erfolgen soll. A. C. «. Zürcher Gelände- und Orientierungsfahrt 1938. Die von der Sektion Zürich des A.C.S. vor swei Jahren eingeführte Gelände- und Orientierungsfahrt für Automobilisten hat bei den Fahrern eine derart gute Aufnahme gefunden, dass sie seit dem letzten Jahre als nationale Veranstaltung durchgeführt wird. Dieses Jahr fiel die Aufgabe der Sektion Neuenburg zu. Die Zürcher Automobilisten werden aber auch heuer ihre eigene Gelände- und Orientierungfahrt haben, welche Samstag, den 14. Mai, von Zürich *us durchgeführt wird. Die Aufgabe der Fahrer besteht wiederum darin, anhand der ihnen für jeden Streckenabschnitt kurz vor dem Start iibergebenen Croquis die Etappenziele aufzusuchen und sich anhand einer Karte 1 :100 000 und der vorhandenen Wegweiser im Gelände zu orientieren. Für jede Etappe ist eine Maximalzeit vorgeschrieben, deren Ueberschreiten Strafpunkte nach sich zieht Die Fahrt geht zum grössten Teil über Strassen zweiter und dritten Klasse. Der Start erfolgt ab 13.30 Uhr auf der Allmend I (Allmendstrass-e), gegenüber dem Bahnhof Brunau in Zürich, währenddem die Ankunft am Ziel in Winterthur (an der Schützenstrasse beim Eingang zum FussballsTJortplatz) ab 16.00 Uhr vorgesehen ist Die Preisverteilung wird abends im Restaurant «Wartmann» in Winterthur durchgeführt. n Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN An unsere verehrten Aktivmitglieder ergeht die freundliche £rUAFFMAII < ;FN Einladung, an der Monatsversammlung. Donnerstag. 5. Mai a. c, abends 20.15 Uhr, im Hotel Löwen, vollzählig zu erscheinen. Die reichhaltige Traktandenliste verlangt die Beteiligung sämtlicher Kollegen. Die Anmeldeliste für die Herrenfahrt am 29. Mai liegt zur Zeichnung auf. Freunde des Vereins sind herzlich willkommen! Erscheinen an der Monatsversammlung Ehrensache! Der Vorstand. NB. Der Familienbummel vom letzten Sonntag nach Thayngen war wiederum ein wohlgelungener Anlass. Eine schöne Anzahl unserer Mitglieder hatte sich mit Klein und Gross eingefunden. Der sehr ergiebige Regen, der uns unterwegs beschieden war, vermochte unseren Humor keinen Eintrag zu tun, da wir ja Musik genug hatten. Einige fröhliche Stunden bei unsern lieben Familien aus Bibern und Thayngen verstrichen nur allzu rasch, und eiligen Schrittes Rings aufs Zügli, das uns rasch den Augen unserer Kollegen entführte und uns im lieben Munotstädtchen auslud. A. B. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Wir laden unsere Mitglieder freundlich ein zur Teilnahme an der Monatsversammlung am Mittwoch, den 4. Mai, abend« 8.30 Uhr, im Rest. «Du Pont», 1. Stock. Zur Behandlung steht die dringende Beschlussfassung über unsere Ausfahrt, event. schon am 16. oder 22. Mai laut Einladung der I.G.C.Z. Ferner, ist mitzuteilen, dass nächsten Samstag, den 7. Mai, a-bends 9 30 Uhr, ebenfalls im «Du Pont», ein Vortrag über das Thema; Die Bodenhaltung der General-Pneu stattfindet. Referent ist Herr Zeitz, Freimitglied. Der Besuch dieses beruflich interessanten Vortrages wird sehr empfohlen. Der Vorstand.

.Automobli-Revue" — Hr. 36 BERN, Dienstag, 3. Mai 1938 Wissen ist Macht - 7000 6000 5000 3000 2000 KOTEG.1 ERSATZTHOENZIN.OELu. ZUBEHÖRDEN Das «Erfolgsblatt» für den Ersatxteil-, Benzin-, Oel- und Zubehörhandel. Wir wünschen Ihnen, dass Sie eine immer breiter werdende Fläche mit dem Blaustift schraffieren können. Falls Sie an Hand dieses Schemas den Geschäftsgang überprüfen, sollten Sie allerdings nicht vergessen, dass die Zu- und Abnahme der Lager unberücksichtigt geblieben ist Darum, ist nicht die Entwicklung von Monat zu Monat massgebend, eondern diejenige über eine längere Periode. 5000 4000 30D0 2000 KATEGI REPARATUHGARAGEBETRIEB Di« schraffierte Fläche zwischen der oberen Kurve für die Einnahmen und der unteren für die Ausgeben zeigt die «Ertragsmarge» des Werkstattbetriebes und ihre Entwicklung durch die Monate hindurch. Auch ein «schlechter» Monat hinterlässt seine Spuren in unmissverständlicher Weise! BETRlEBSERTWGu UNKOSTEN 3000 1—|—|—|—|— 2000 y(^ 1000' —py*p^ h>-* 1—— Mein lieber Sohn! Ob meiner Meinung nach die «Persönlichkeit » für den Erfolg im Verkauf eine Rolle spielt, erkundigst Du Dich. Ich glaube es nicht nur, sondern bin davon sogar fest überzeugt. Es ist etwas Eigenartiges um die « Persönlichkeit». «Ein jeder spürt's und keiner kann sie fassen.» — Da gibt sich ein Verkäufer während Monaten alle erdenkliche Mühe, um zum Abschluss zu kommen. Plötzlich tritt ein anderer dazwischen, dem man «Persönlichkeit» nachrühmt, unterhandelt ein- oder schnappt dem verdutzten Konkurrenten das Geschäft vor der Nase weg. Ohne viele Worte, ohne besonders zügige Argumente Inhalt des ersten Teils (siehe Nr. 32): Die sachgetnässe Führung des Betriebes verlangt eine fortlaufende Ueberwachung der Erträgnisse und der Aufwendungen. Die GPsamtumsätze vermitteln keine Kenntnis der einzelnen Verlustquellen; dagegen wird diese erreicht durch eine sachgemässe Gruppierung der Umsätze jedes Geschäftszweiges. Einen ganz anderen Charakter haben die Posten, welche sich auf den eigentlichen Werkstattbetrieb beziehen. Die Mietzinse bleiben gleich, ob das Geschäft floriert oder nicht. Die Werkstattlöhne und Abschreibungen auf den Maschinen sowie Licht und Kraft stellen direkte Auslagen dar r die durch die Einstellgebühren und Reparatur-Rechnungen bei weitem gedeckt werden sollten. Die Zusammenfassung dieser Gruppe bietet nun im Gegensatz zu der vorhergehenden eine direkte VereleJchsmöellchkett. Aus der obigen Statistik geht folgendes hervor: Im Januar wurden für Einstellung und Reparaturen Fr. 2930.— eingenommen. Für Mietzinse, Löhne, Abschreibungen, Licht und Kraft wurden dagegen Fr. 3240.— ausgegeben. Daraus ergibt sich ein Rückschlag von 310 Fr. Er hat seinen Grund darin, dass während dieses Monats der Beschäftigungsgrad in der Werkstatt das erfolgreiche Mass nicht erreichte. Mit dem Fortschreiten der Saison (Februar, März) verbessert sich das Resultat entsprechend. Die dritte Gruppe umfasst die eigentlichen Unkosten, und zwar die Verwaltungsspesen (Bureaupersonal, Bureauunkosten, Diverses, abzügl. den diversen Einnahmen). Sie müssen sich bei einer normalen Betriebsweise im Rahmen des durch die beiden andern Kategorien erzielten Ueberschusses bewegen. Im Interesse der Uebersicht ordnen wir deshalb die Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben etwas anders an; wir gruppieren sie nach Kategorien Einnahmen: Januar Februar März Kat. I (Handelszweige): Ersatzteile 1010.— 1230.— 1730.— Benzin u. Oel 2200.— 3130.— 3710.— Zubehöre 320.— 800.— 1100.— nr 3530.— 5160.- 6540.- E Die Quintessenz Ihrer Arbelt: Die volle Linie stellt Kat. II (Werkstattbetrieb): die Brutto-Erträgnisse ni—I—I der I Kat. ' I 1— und II dar, die punktierte Linie die Unkosten (Kat. III) und die Einstellgebühren 520.— 580.— 630.— Höhe der Schraffur den Nettogewinn der einzelnen Reparaturen 2410.— 3250.— 4080.— Monate. Vorauesetzuag ist allerdings, dass Ihre Lager regelmässis ergänzt werden. 2930.— 3830.— 4710.— Au toll ändler an seinen Sohn und erhalten dann nachstehende Tabelle: — als ob magische Kräfte geheimnisvolle Einflüsse geltend machten. Ruck, Zuck und Schluss! Mancher brave und fleissige Durchschnittsverkäufer hat sich wegen diesen überlegenen « Persönlichkeiten > gehärmt, sie als Glückspilze beneidet und die vermeintliche Ungerechtigkeit unserer Schöpfung beklagt, die dem einen die Erfolge scheffelweise in den Schoss Schütte, während sich der andere mit ein paar armseligen Krumen zufriedengeben müsse. Und wenn sie ihnen auch eine gewisse Ueberlegenheit ohne weiteres zuerkennen, so betrachten sie auch diese als eine Gunst des Schicksals, derer sie selbst nun einmal nicht teilhaftig geworden sind. Oder sie versuchen, das Gehaben dieser Erfolgsmenschen wenigstens äusserlich nachzuahmen, indem sie die zielbewussten und bestimmten Gebärden weitausholend und wichtigtuerisch kopieren und — sich bin- kurzem lächerlich zweimal undnen machen. In dieser Welt der Realitäten gibt es keine Wunder und weniger Zu- und Glücksfälle, als wir uns gerne glaubhaft machen AUCH IM GARAGEBETRIEB Aasgaben : Janaar Ftbmar März Kat. I (Handelszweige): Ersatzteile 340.— 1400.— 1120.— Benzin u. Oel 1620.— 2450.— 3410.— Zubehöre 430.— 510.— 600.— 2390.— 4360.— 5130.— Wir geben im Nachstehenden das Resultat einer Rundfrage wieder, die eich die Ermittlung der Gründe für den finanziellen Erfolg einer rewissen Anzahl Garagen zur Aufgabe gesetzt hatte. 1. Die Werkstatt ist sauber, gut ausgerüstet und kann infolgedessen sämtliche vorkommenden Arbeiten innert kürzester Frist ausführen. 2. Die Mechaniker sind c spezialisiert >. 3. Die Verkäufer sind geschult. Bei Anlass der täglichen Geschäftszusammenkunft vor Beginn der eigentlichen Arbeitszeit erklärt ihnen der Chef, was sie sagen sollen und was nicht. Sie sorgen für ihre Weiterbildung. 4. Der Chef ist immer anwesend. Er hat ein freundliches Wort für alle Kunden, die in die Garage kommen. Er gibt das gute Beispiel, wie jeder Kunde — ohne Ausnahme — empfangen werden soll. 5. Der Chef hat die Führung seines Geschäftes in der Hand; er ist vor allem Verkäufer. Er weiss, dass seine Zeit viel besser angewendet ist, wenn er den Verkauf überwacht, als wenn er die Arbeit eines Handlangers erledigt. Er ist sich bewusst, dass ihm der direkte Verkehr mit der Kundschaft mehr einbringt als die Erledigung kleiner Werkstattarbeiten. 6. Der Chef kontrolliert die Qualität der Arbeit seiner Mechaniker. Er ist immer um die Zufriedenheit seiner Kunden besorgt. 7. Der Chef verlangt Oberall Ordnung. Nichts liegt herum: Jedes Ding hat seinen Platz und ist auch immer dort zu finden. Es bleibt uns nur noch ein einziges Problem: Wir müssen eine Art der Darstellung finden, die uns ermöglicht, die Bewegung der einzelnen Umsätze fortlaufend zu kontrollieren und miteinander zu vergleichen. Dies erreichen wir durch die Verwendung von graphischen Tabellen, in welchen die vollen Linien die Erträgnisse, die punktierten Linien' die Aufwendungen darstellen. Damit haben wir erreicht, was wir am Anfang dieses Artikels als Hauptforderung aufstellten: 3240.— 3190.— 3410.— serem Wissen um das, was in unseren vier Kat. II (Werkstattarbeit): Eine möglichst eingehende und dabei doch Mietzinse 1450.— 1450.— 1450.— übersichtliche Darstellung der Erfolgsfaktoren Abschreibungen: unseres Geschäftes. Werkstattlöhne, Maschinen, Versicherungen etc. 1690.— 1650.-*- 1890.— Nun sind wir in der Lage, unsern Betrieb Licht u. Kraft 100.— 90.— 70.— mit fester Hand zu führen, weil wir dank un- Kat. III (Unkosten): Wänden vorgeht, auch die Macht besitzen. Verwalt'spesen 1000.— 1040.— 1110.— jederzeit korrigierend und wegleitend einzugreifen. Diverses 50.— 50.— 150.— 1050.— 990.— 1260.— = des Erfolges 8. Das Lager weist alle notwendigen Ersatzteile auf, aber kein Stück zuviel. Der Vorrat ist beschränkt, wird aber jeden Tag erneuert. Eine entbehrliche Festlegung von Kapital wird damit vermieden. 9. Der Chef ist konstant auf der Jagd nach Verbesserung seines Betriebes. Er interessiert sich für alles, womit er die Reparaturen besser und schneller und damit wirtschaftlicher erledigen könnte. 10. Er überwacht die Leistung eines jeden und behält nur solches Personal, das es verdient- 11. Er interessiert sich für den Verkauf von Zubehören. 12. Er untersucht die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden und tut alles, um ihnen entsprechen zu können. 13. Er hat das Service-Abonnement eingeführt. 14. Er wirbt konstant für die Abonnierung dieses Services. A&dteAen dex tBcetnssSecvice (Aus «Succ&s Automobile») Winke füt die Werkstatt Ventiizeiten ametikani&dtec TUodeUe 1938 Seite 10 Seite 10 Seite 11 Seite 11 möchten. Auch die «Persönlichkeit» macht davon keine Ausnahme, die «Persönlichkeit >, die wir zwar mit ein paar kurzen Worten nicht definieren, deren Auswirkungen wir aber um so besser feststellen können. «Persönlichkeit» ist undenkbar ohne eine gewisse Zahl von Charaktereigenschaften, unter denen ich beispielsweise nur erwähnen möchte: Bestimmtheit des Auftretens, Zielbewusstsein in der Arbeit, gewinnender Verkehr mit den Kunden, umfassende Kenntnis der Materie, Aus. dauer, Konzentration, Gedächtnis Usw. — Es gibt zwar Leute, die sich den Anschein der « Persönlichkeit» zu geben versuchen, deren Innere Leere aber bei der ersten ernsthaften Belastung mit aller Deutlichkeit zutage tritt. Ich lasse sie ausserhalb dem Rahmen dieser Betrachtung; hat sich doch selbst der König des Bluffs, Barnum, einmal geäussert: «Gewisse Leute kann man immer täuschen, man vermag sogar hie und da alle Leute zu erwischen; aber jedermann immer am Gängelband herumführen? Nein, das gibt es nicht.» — « Persönlichkeit » lässt sich auf die Dauer nicht vorspiegeln, weil die damit untrennbar verbundenen Charaktereigenschaften nur durch ein vollgerütteltes Mass von Arbeit am eigenen Ich zu erzielen sind. Da kommt eine bloss äusserliche Tünche nicht mehr mit. Eines der typischen Merkmale der «Persönlichkeit» besteht in der Ueberlegenheit, die jeder Situation gewachsen ist. Nehmen wir einmal den naheliegendsten Fall, den Automobilhandel. Hier entpuppt sie sich bei näherem Zusehen ausnahmslos als vorzügliche Kennerin des Wagens, die alle technischen Fragen eingehend zu beantworten vermag. Daneben verfügt sie über eine grosse Posis Menschenkenntnis und versteht es, sich auf jeden Kunden seinen individuellen Eigenschaften entsprechend einzustellen. Im weiteren ist die « Persönlichkeit» meistens rücksichtslos mit sich selbst. Sie unterstellt sich ohne Besinnen den Aufgaben, welche ihr das Leben stellt; sie erkennt die Erfordernisse der Verhältnisse auf weite Sicht und zögert keinen Augenblick, ihre Vollkraft einzusetzen. *•*