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E_1938_Zeitung_Nr.032

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Federsehmieriiiig' nicht

Federsehmieriiiig' nicht vergessen Quietscht Ihr Wagen, wenn Sie ihn durch Winke geben, wie man hiebei am besten abwechselndes Drauftreten auf die Stossdämpfer ein wenig zum Schaukeln bringen, Voraussetzung ist ein solides Ueberkleid, vorgeht wenn Sie über Unebenheiten fahren oder damit auf die Bekleidung bei der Arbeit morgens die Garage verlassen ? Dann ist es höchste Zeit,- die Federn wieder mal mit Schmierfett zu versehen. Die Blattfedern verlangen neben der Schmierung der Federbolzen auch eine Versorgung der Gleitflächen zwischen den Federblättern mit (möglichst graphitierten) Schmiermitteln, da- ' mit diese beim Durchfedern leicht aufeinander gleiten. Die Abschmierimg der Federn ist nicht gerade jedermanns Sache, gilt es doch, dazu unter den Wagen zu kriechen und dort — sagen wir mal — eine gute halbe Stunde auf dem Boden bei schlechter Beleuchtung zu arbeiten, die Federn mit einer Drahtbürste gut zu säubern und darauf die Schmierung vorzunehmen. Viele Wagenbesitzer ziehen es daher vor, sich diese Arbeit von der Vertrauensgarage regelmässig durchführen zu lassen. Daneben aber pflegen" anderseits zahlreiche Automobilisten die Abschmierung selbst zu besorgen, sei es aus Freude an technischen Dingen oder aus wirtschaftlichen Motiven. Ihnen wollen unsere kurzen Ausführungen einige Dieser Wagenheber lässt sich unter dem Trittbrett an einem Ausleger des Chassisrahmens ansetzen. Hebt man den Wagen damit an, so werden die Federn entlastet. Oben: Anheben des Wagens zur Entlastung der Federn. Bei Wagenwinden der gezeigten Art muss gelegentlich ein Holzklotz unterlegt werden, da ihre Höhe meist nur zum Unterstellen unter die Achse ausreicht. Mitte: Einspritzen der Feder mit graphltierfem Kriechöl. Unten: Bei Gewissen englischen Wagen sitzt unten am Federpaket ein Schmiernippel, der eine Abschmierung der Federblätter mit der Fettpresse an Stelle eines Besprühens mit Kriechöl gestattet. keine Rücksicht genommen zu werden braucht. Nun kann's losgehen. Also unter den Wagen gekrochen und mit der Drahtbürste an die Arbeit. Erweist sich der eingetrocknete Schmutz als zu hart, um ihn derart leicht zu entfernen (manchmal ist er fast so hart wie Zement), so weichen wir AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 19. APRIL 1938 — N° 32 strahl benetzen. Hierauf warten wir ungefähr eine Viertelstunde, damit die Feuchtigkeit in die Tiefe dringt, und haben nun gewonnenes SpieL Der Schmutz hat sich soweit gelöst, dass er sich leicht abbürsten lässt. Beim Benetzen der beschmutzten Federn ist darauf zu achten, dass kein Wasser in die Bremstrommeln gelangt weil dies die Wirkung der Bremsen beeinträchtigt, solange es nicht vollständig verdampft ist. Auf diese Reinigung folgt die Schmierung, wobei es von ausschlaggebender Bedeutung ist, dass das Schmiermittel richtig zwischen die Federblätter eindringt. Das zu diesem Zweck verwendete Kriechöl, das oft einen Zusatz von Graphit erhält, wird mit der Sprühkanne seitlich auf die Blattfedern aufgespritzt. Damit es richtig in die Tiefe dringen kann, empfiehlt es sich, ihn erst ein wenig ein, indem wir die beschmutzten Teile mit einem sanften Wasserden Wagen mit der Wagenwinde auf der gerade in Arbeit befindlichen Seite vom Boden abzuheben, um das Federpaket zu entlasten. Htezu darf der Wagenheber natürlich nicht unter die Vor der Schmierung sind die Federn mit einer Drahtbürste zu reinigen. Werden sie mit Hilfe der Wagenwinde entlastet, so kann man sie an Stella des Besprühens mit Kriecböl auch mit dünnem Motorenöl einpinseln. sich ohnehin stets direkt auf das Chassis ab. Bei normalen Hebern wird man dagegen oft gezwungen sein, Unterlagen zu verwenden, weil der Stempel nicht hoch genug hinaufreicht. Die Stelle, wo man den Heber in solchen Fällen ansetzt, wechselt je nach dem Wagenmodell. Bei den einen Fahrzeugen wird man irgend eine « gäbig©» Chassistraverse als Stützpunkt auserküren, bei einem andern vielleicht einen Holzbalken, den man so auf den Heberstempel legt, dass er beidseiüg von unten gegen die Chassislängsträger gedrückt wird (Vorsicht; gegen Umfallen sichern!) Sind die Federn sauber und derart entlastet, so kann man sie auch mit graphitiertem Motorenöl einpinseln, anstatt sie zu besprühen. Das Oel wird dann ebenfalls genügend tief eindringen, besonders wenn man noch während dieser Arbeit mit einem Schraubenzieher die Federblätter abwechslungsweise etwas spreizt. Neuerdings gehen gewisse englische Firmen dazu über, die Federblätter an ©inen Achsen gestellt werden, sondern er muss an Die Lagerstellen der Blattfedern besitzen Schmiernippel, die mit der Fettpresse periodisch ge- einem Teil des Chassisrahmens angreifen. Manche Arten von Wagenwinden, wie etwa schmiert werden müssen, sei es mit der jedem Wagen beigegebensn Hand-Schmierpresse oder mit gewisse hydraulische Mehrstempelheber oder einer grossen, stationären Presse ,mit Schlauchanschluss. Vor der Schmierung ist der Nippel gut die seitlich unter dem Tritthrett an einem Ausleger anzusetzenden Winden, stützen zu reinigen. GÖOO PERSONEN- UND LASTWAGENREIFEN E S H Ä vere delt gewöhnliches Benzin zu _____ einemSuperbrennstoff mit Wirkung wie Esso oder Dyamin, ist aber pro Liter 5 Rp. billiger. E S H Ä bewirkt vollständige Verbrennung, _____ daher kein Verrussen der Kerzen u. Zylinder, alter Russ wird aufgelöst u. verbrannt, daher bessere Energieausnützung. E S H Ä verbessert die Klopffestigkeit, da- ______ her ruhigerer Gang und weniger Schalten. Sofortiges Anspringen auch bei niederen Temperaturen. Versand in Literkannen zu Fr. 10.S0, reichend für 4001 Benzin, durch ESHA-Vertrieb, Bahnhofst*. lla, Zug H. 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N° 32 — DIENSTAG, 19. APRIL 1938 AUTOMOBIL-REVUE Die Einführung der Rechfsfahrordnung werde auch in der Tschechoslowakei erwogen, nachdem sich nun noch im Laufe dieses Jahres Oesterreich auf den Rechtsverkehr umstellt. Vom neuen Tunnel in London, der unter der Themse durchführen und dessen Vollendung das nette Sümmchen von ungefähr 70 Millionen Franken kosten wird. Der holländische Flugzeugkonstrukteur Koolhoven werde in Java eine Flugzeugfabrik errichten, die sich ausschliesslich mit dem Bau von Militärmaschinen befassen soll. In England seien auf Strassen mit vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten im Februar 1938 dreimal soviel Personen verunglückt, wie auf Strecken ohne Geschwindigkeitsvorschrift. Eine bekannte englische Versicherungsgesellschaft habe angekündigt, dass sie in Zukunft allen Autofahrern, die einem Abstinenzler-Verein angehören oder einem bestehenden Verein beizutreten beabsichtigen, einen lOprozentigen Rabatt auf die Versicherungsprämie gewähren. Dieser Nachlass soll zusätzlich neben dem Rabatt für unfallfreies Fahren gewährt werden. Dass nach amerikanischen Versuchen die schwarze Fahrzeugnummer auf weissem Schild um 42% der Zeit schneller gelesen werden kann als weisse Nummern auf schwarzem Grund. Dass die Vorschrift des Linksfahrens in ganz Oesterreich nur noch bis zum 3. Oktober des laufenden Jahres gilt. Danach tritt der bei uns übliche Rechtsverkehr in Kraft. In Wien soll sofort mit den Vorbereitungen für diese Verkehrsumstellung begonnen werden. NEUEN bei einem Stundenmittel Druokschmiernippel anzuschliessen, der an der Achs© sitzt. Er steht durch einen Kanal mit einer senkrecht durch das Federpaket führenden Bohrung in Verbindung. Von hier aus gelangt das Schmiermittel durch Nuten in der untern oder obern Gleitfläche der Federblätter (bzw. in deren Zwdschenlage) in Längsrichtung bis zu den Federenden hin. Seitlich wird es aus diesen Kanälen bei der Abschmierung zwischen die Federblätter gepresst. Diese neue Schmiermethode hat den Vorteil, dass das Schmieröl von innen nach aussen gelangt und nicht umgekehrt, wie dies normalerweise der Fall ist. Schmutz wird also bei druckgeschmierten Federblättern vom Oel ohne weiteres zwischen den Federblättern herausgequetscht. Neben den Blättern sind auch die Schmiernippel der Federbolzen periodisch abzuschmieren. Hiezu dient wie bei den übrigen Schmiernippeln des Chassis die Fettpresse, die mit dem im Schmierplan des Instruktionsbuches angegebenen Chassis-Schmiermittel gefüllt wird. Vor dem Ansetzen der Fettpresse sind die Nippel gut vom Schmutz zu reinigen. -b- Ted. Frage 13.321. Stimmt der Vergleich? Auf Grund verschiedener Erkundigungen bei Wagenbesitzern habe ich stark voneinander abweichende Angaben über Leistung und Verbrauch bekommen. Unter anderem stehen mir Zahlen über zwei Fabrzeugmodelle ungefähr gleichen Gewichts zur Verfügung, deren eines einen Achtzylindermotor von 2,2 Liter besitzt, während das andere über einen Vierzylinder von 1,7 Liter verfügt. Bei 4200 Touren leistet der erste 60 PS, der zweite dagegen bei 3300 T/Min. 38 PS. Der erste verbraucht 10,8 Liter Benzin auf 100 km, der zweite dagegen 11,5 Liter pro 100 km. Das macht im ersten Fall 180 ccm pro Brems-PS, im zweiten dagegen 303. Der Verbrauch pro Brems-PS liegt also im zweiten Fall bedeutend höher. M. S. in L. Antwort- Mit dieser Brennstoffverbrauchsrechnung befinden Sie eich zweifellos im Irrtum, denn die von Ihnen durchgeführte Vergleichsrechnung beweist rein gar nicht«. Dies aus dem einfachen Grunde, weil sie beim stärkeren Wagen nicht die ganzen 60 PS «vorspannen». sondern durchschnittlich vielleicht nur 25 oder nicht viel mehr. Ein Vergleich wäre nur dann zulässig, wenn Sie mit beiden Wagen bei genau gleicher Fahrweise und mit gleicher Geschwindigkeit dieselbe Strecke zurücklegten, also im Durchschnitt bei beiden ungefähr gleichviel PS «vor den Wagen spannen» würden. Hiebei wäre bei einer Leistung von ca. 30 PS wahrscheinlich der grössere Motor im Vorteil, da er im günstigsten Verbrauchsbereich arbeiten könnte, während der andere viel näher an die Spitzenleistung herankäme und aus diesem 1620 km von 111,951km! Das ist der letzte triumphale Erfolg des BALILLA 6 Ps - 1100 cm 3 - am "TAUSEND- MEILEN'-' RENNEN 3. APRIL 1 9 3 8 Sp»*