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E_1938_Zeitung_Nr.033

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10 Automobil-Revue —

10 Automobil-Revue — N° 33 ßenznoeh'n ^Amerika — Es steht so blass der Waldessaum In Frühlingswehn gekleidet, Die Amsel hüpft von Baum zu Baum, Es spinnt das Birklein seinen Traum Von zartem Grün beseidet. So blass liegt das erwachte Feld, So rauschend ziehn die Quellen, — Von Blumenborden rings umstellt —, Weit in die bunte Frühlingswelt, Auf leichten, duft'gen Wellen. So munter wacht die Seele auf, In dieses Morgenglänzen, Schwingt gleich der Lerche sich hinauf, Schliesst ihre Brust den Düften auf Von tausend — tausend Lenzen —. worden wie im Tunnel. Es wird nichts anderes übrig bleiben, als die zehn oder fünfzehn Kilometer nach Propriano zu Fuss zu laufen. Der Wind heult und auf dem schmalen Weg liegen spitze, grosse Steine, über die man bei jedem Schritt stolpert. Die Freunde in Marseille haben doch recht gehabt... «Ich wohne in der Nähe», sagt jemand neben mir, «wenn es Ihnen recht ist, kommen Sie mit.» Mein Abteilgenosse. Es geht nichts über die korsische Gastfreundschaft. «Ich bin Philipp Fernande Colombo», stellt er sich vor. «Freut mich», sage ich und nenne meinen Namen Er scheint betroffen, macht das Gesicht eines Schauspielers, der erwartet, mit Antrittsapplaus begrüsst zu werden und teilnahmslos empfangen wird. Aber weshalb sich darüber Gedanken machen? Colombos gibt es viele auf Korsika, wie Duponts in Paris und Browns in New-York. Der Name sagt nichts... Wir gehen in die Nacht hinaus. Er ist eine imposante Erscheinung, Philippe* Fernande, gross, ungebeugt, mit wallenden weissen Haaren und einer echten korsischen Nase. Nur an den Händen erkennt man, dass er über siebzig sein muss, am Schritt nicht. Kaum kann man ihm folgen, so schnell geht er. Eine halbe Stunde sind wir schon unterwegs, fast eine Stunde. Wälder, nichts als Wälder, die Nacht ist stockdunkel und keine Menschenseele ringsum. Unwillkürlich gehen einem allerhand Geschichten durch den Kopf, von Räubern und korsischen Banditen ... Eine Hütte, ein Licht, aus dem Dunkel bellt uns ein Hand an. «Wir sind da», sagt mein Begleiter. Ueber der Tür der armseligen Hütte hängt ein Schild, Zweimal muss ich es lesen, dreimal, um den Sinn des Wortes zu erfassen, hier im verlassenen Wald. — Auf dem Schild steht: «Bar.» In Frankreich bezeichnet man vom Florida- Dancings auf den Champs-Elysees bis zur Matrosenkneipe von Toulon alles mit «Bar», wo man etwas Trinkbares erhält. Es gibt seltsame Bars unter dem Himmel der Trikolore von Paris, Saigon, Madagaskar und Oran. Aber die seltsamste ist zweifellos das Etablissement des Herrn Philippe Fernande Colombo in den «Warum nennen Sie Ihren Jungen Columbus?» «Ja, wissen^Sie, er war der erste, der auf unserem Radio Amerika, gefunden hat!» Heinrich Briner. Wäldern von Propriano, zehn Kilometer weit von jeder menschlichen Behausung. Die Bar besteht aus einem Schankraum — zwei Weinflaschen bilden den «Schank» — und einem Hinterzimmer. Aha, wird man sagen, ein Hinterzimmer. Nein, kein solches Hinterzimmer! Kein Separee mit roten Lampen und schwellenden Polstern. Eine auffallend saubere Stube, in der drei Tische stehen. Auf jedem eine Unzahl Karten, Bilder, Zeitungsausschnitte, alte Stiche, fast ein Museum von Dokumenten; alle stellen nur einen Mann dar: Christoph Kolumbus. Erst jetzt erfahre ich, dass mein Gastgeber kein Geringerer als der Urenkel des Amerikaentdeckers ist. Erst jetzt verstehe ich den beleidigten Blick, als er sich mir vorstellte. Bedenken Sie doch: Der Urenkel Christoph Kolumbus'I Er hatte und hat nur ein Lebensziel: zu beweisen, dass sein Ahnherr ein Korse war. Die Herkunft des Christoph Kolumbus ist noch umstrittener als die Homers. Ausser Calci (auf Korsika), wo sein Geburtshaus — übrigens eine elende, verwitterte Baracke — gezeigt wird, nehmen noch Genua, Savona, Nervi, Cuccaro, Oneglia, Buggiasco, Pradella, Finale, Piacenza und Cogoletto die Ehre in Anspruch, ihn hervorgebracht zu haben. Philippe Fernande, Colombo reicht mir ein Zeitungsblatt, ein Exemplar der «Revue de Paris» vom 2. Mai 1841. Darin steht in klassischem Französisch, dass Kolumbus wohl in Genua geboren sei — da nämlich Korsika damals zu Genua gehörte, was unbestritten ist. Somit ist es einwandfrei bewiesen, dass Kolumbus der Landsmann Napoleons war. Enzyklopädien liegen herum, in denen man die betreffenden Stellen blau angezeichnet findet, Abschriften der notariellen Archive von Calvi... Nicolas Colombo, Filippo Colombo, Domenica Colombo, alle aus Calvi; der Trauschein von Francesco Colombo mit Rosa Fortuna; ein Stefano Colombo, ein Mario... Welch schöne Ahnentafel mein Gastgeber hat! Sie reicht ohne Lücken und Unklarheiten bis zum Jahre 1500. Kann man noch zweifeln? Diese Dokumente sind keine Fälschungen. Ich bin im Hause des Urenkels. «Vor wenigen Monaten waren zwei Amerikaner bei mir», sagt er. «Sie kamen von einer Gesellschaft, Kolumbus-Gesellschaft, glaube ich, hat sie geheissen. Sie wollten das alles hier kaufen für viel Geld.» Er zeigt auf seine Schätze. «Ich habe den Vorschlag nicht angenommen. Da stellten sie mir ein anderes Angebot: Die Sammlung bleibt hier bei mir im Wald. Aber an Stelle meiner Hütte wird ein Haus gebaut, Museum und Hotel zugleich. Denn sie müssen wissen, in diesem Hause haben schon meine Vorfahren gelebt und in dem Wald hat Christoph Kolumbus lange Zeit seines Lebens verbracht, im Wald von Propriano. Ich könnte Ihnen verschiedene Beweise dafür anbringen. Wir werden alles haben: einen Tennisplatz, Bäder, Musik, einen Golfplatz wie auf Ile-Rousse. Die Amerikaner werden alle herkommen, die Stelle zu sehen, wo Kolumbus gelebt hat...» «Und Sie?» fragte ich. «Ich werde weitersuchen und meine Sammlungen vervollständigen. Geld werde ich genug haben...» G. A. W. Amerikanische Ostereier Der Amerikaner lässt selten eine Gelegenheit, leiner Frau oder seinem sweetheart stwas zu schenken, ungenützt vorübergehen. Richtiger ausgedrückt: die Damen lassen die Gelegenheiten, beschenkt zu werden, ungern vorübergehen. Die Folge davon ist, dass zu den grossen Festen Weihnachten und Ostern die Schaufenster voll sind von kleinen und grossen Dingen, von denen man annehmen kann, dass Frauen daran Freude haben können. Der Bastei- und Erfindungsgeist des Amerikaners feiert förmliche Orgien, und den Ausmassen jedes Geldbeutels wird Rechnung getragen. Die kosmetische Industrie hat die «elektrische Puderquaste» auf den Markt gebracht. Eine gewöhnliche Quaste — nur die Ausmasse sind ungewöhnlich — ist oben auf einem runden Kästchen befestigt, das den Griff ersetzt. In dem Kästchen befindet sich ein winziger Elektromotor, den man durch einen Druck von aussen in Aktion setzt. Er verursacht eine starke Vibration des ganzen Gerätes, durch die der Puder durch einen Filter getrieben und in äusserst feiner Zerstäubung aufgetragen wird. — Ein anderes Gerät für die Damenhandtasche ist der tragbare Aschenbecher: eine Büchse, die wie eine Puderdose aussieht, springt beim Druck auf ein Knöpfchen auf und präsentiert sich als hermetisch verschliessbarer Aschenbecher, bei dem auch eine Vorrichtung zur Ablage der Zigarette nicht vergessen ist. Für gute Hausfrauen, die selber schneidern, ist ein anderes Geschenk bestimmt, das man im ersten Augenblick für eine neue Art Uhrenarmband halten würde. An Stelle der Uhr befindet sich an dem Lederriemen ein runder starker Magnet, der dazu dient, eine ganze Menge Stecknadeln festzuhalten. (Er ist übrigens kräftig genug, um auch dem Herrn des Hauses die Nägel zu halten, wenn er sich mit schwierigen Arbeiten wie Aufhängen von Bildern, Befestigen von Gardinen usw. beschäftigt!) — Eine andere, gleichfalls am Handgelenk zu befestigende Neuerung ist vor allem für Frauen bestimmt, die viel mit Schreibarbeiten zu tun haben. Es ist eine Löschwiege, die unterhalb der Hand angeschnallt wird; eine kurze Armbewegung genügt, um Briefe oder Unterschriften abzulöschen. Ein etwas' umfangreiches Osterei stellt schon der «angemessene Stuhl» dar. Eine Möbelfabrik hat sich auf die Maßschneiderei verlegt: alle Stühle und Sessel werden haargenau nach den Massen des Kunden angefertigt. Ein in allen Einzelteilen verstellbarer Mustersessel ermöglicht die exakte Festellung derjenigen Masse, die dem Kunden den bequemsten Sitz verbürgen; nach diesen Massen werden dann seine bzw. ihre Möbel angefertigt. Eine merkwürdig individualistische Neuerung Im lande des Götzen Standard! Für das ganz grosse Portemonnaie schliesslich ist ein ganz besonders prachtvolles Osterei reserviert: das Landhaus im Trailer. Man ist damit wohl auf einem Höhepunkt des Komforts beim Trailer — dem Auto-Anhänger -r- angelangt. Auf einem 5 Meter langen zweirädrigen Anhänger ist das gesamte Material zur Errichtung eines Häuschens zusammengestellt, das bei einem Grundriss von 5 X 3,6 Meter je einen kompletten Schlaf- und Wohnraum enthält. Die Sperrholzwände werden durch ein Aluminiumgerüst zusammengehalten. Das Dach wird durch ein schweres wasserdichtes Segeltuch gebildet. Für die Aufrichtung und Zerlegung des Häuschens genügen je einige wenige Stunden. Selbstverständlich enthält der Trailer auch alles, was zur gemütlichen Einrichtung der Villa vonnöten ist; obendrein aber beherbergt er noch ein 4,5 Meter langes Aussenbordmotorboot. Mehr kann man in einem Osterei wohl kaum erwarten! Der Artikel (Amerikanische Ostereier> war schon für die Otternummer pflichtgemäß gesetzt. Aber der Redaktor hat gefunden, es sei vielleicht besser, wenn er nach dem Fest erscheine — mit Rücksicht auf das Portmoneeh unserer mit guten Hausfrauen versehenen Laier. Bei UM erwacht in vielen Gemutern von Zeit zu Zeit eine Art Nachahmungstrieb für Anregungen, die aus Amerika kommen — deshalb wollte der Redaktor niemand in Versuchung führen. In Ansehung der Tatsache, dass das Benzin immer noch viel zu teuer istl immer wieder neu! Amerikanerinnen reisen Kleider kosten in Amerika nicht viel. Für 3—5 Dollar erhält die Amerikanerin das schönste Kleid, das ihr wie angegossen sitzt. Sie plagt sich darum weder mit Mass- noch mit Hausschneiderei, hat immer einen Schrank voll neuer Sachen und sieht zu jeder Stunde gut aus. Kein Wunder, dass sie Wert darauf legt, dann möglichst viel ihrer hübschen Sachen mitzunehmen, wenn sie auf Reisen geht. Da der grösste Teil der Durchschnittsamerikaner im Auto reisen, was viel billiger ist als mit der Bahn, sind die Damen in der Zahl der Koffer stets beschränkt. Dass die Männer brummen, wenn die Frauen noch und noch ein Suit-Case heranbringen, das «auch noch mit soll», das ist wohl in der ganzen Welt das Gleiche und hüben und drüben darin kein Unterschied. Hier aber hat man dem Abhilfe zu schaffen gesucht und wohl auch durch jene quadratischen Koffer gefunden, di« geschlossen wie Musterkoffer wirken, geöffnet jedoch sich als — kleine Schrankkoffer entpuppen. In die überraschend viel einzupacken möglich ist. Diese Koffer kann man wohl als die am wenigsten Platz beanspruchenden bezeichnen. Die Kleider der Dame werden nach bestimmter Vorschrift aufgehängt und im Unterraum des Koffers noch einmal gefaltet. Der Koffer öffnet sich in seiner Mitte so, dass die eine Hälfte nur die Bügelpartie enthält, während der andere Raum ein schöner Hohlraum ist, der zuweilen noch mit Einteilungen für Schuhe und dergleichen ausgenutzt ist. Da die Kleider dünn, die Stoffe leicht sind, können 6—8 Kleidchen in diesen erstaunlich kleinen Behältern gut untergebracht werden. Auch die Wäsche sahen wir auf Bügeln darin aufgehängt. Neben diesen viereckigen Koffern sind es dann grosse, weiche Reisesäcke, Wäschesäcke, die für Schuhe und Sportsachen mitgeführt werden. In hellem Leder mit Henkeln nach grossmütterlicher Art. Für grosse Reisen, die sich über Wochen hinstrecken, werden «trunks» mitgenommen resp. aufgegeben. Diese sind in Mittelgrössen gehalten zwischen unseren Handkoffern und den Ungetümen, die man bei uns als Schrankkoffer hat. Letztere finden nur zu Ueberseefahrten bei den Amerikanern Anwendung. Zur Sommerreise, oder auch zur Winterfahrt werden lieber zwei solcher mittelarosser Trunks mitgenommen, davon der eine nur für Kleider eingerichtet ist, während der anders mit Schubladen vollkommen ausgestattet ist, in welchen alles einzeln nach seiner Gattung verstaut und während der ganzen Reise gehalten werden kann. Auspacken kommt da gar nicht in Betracht. Die Wäsche, die Strümpfe, die Handschuhe, die Kragen — alles hat sein eigenes Gefach. Die Koffer sind leicht, sehr gerne aus jenem hellen Leinen gearbeitet, das wir auch schon in der Schweiz gesehen haben, das dann in Hellgelb, Naturfarben oder Grau gestrichen und geölt ist. Rohledergepäck scheint jede andere Art Ltder hier völlig zu verdrängen. In allen Grossen und Formen stehen die Rohlederkoffer in den Auslagen der 5. Avenue, wobei jedoch die quadratischen Koffer in verschiedenem Ausmass und die kleinen Trunks den Hauptanteil des Interesses für sich gewonnen haben. M. H. Die Indianer sterben nicht aus Die vielfach verbreitete Ansicht, dass die Indianer Nordamerikas im Aussterben begriffen seien, wird durch die soeben durchgeführte Volkszählung der in den Reservations lebenden Indianer schlagend widerlegt. Es handelt sich um insgesamt rund 800 Stämme, von denen die meisten sich seit der letzten Zählung stark vermehrt haben. Man rechnet damit, dass die nordamerikanischen Indianer im Jahre 1940 wieder die Zahl von 1 Million überschritten haben werden. Neuenburg - Handelsschule Kurse: Handeisfächer, moderne Sprachen; Post-, Eisenbahn- und Zollwesen — Drogistenklasse Spezialklassen für Mädchen Diplom und Handels-Matura Ferienkurse: 18. Juli bis 6. Aug., 22. Aug. bis 10. Sept. Beginn des Schuljahres 1938-39: 15. Sept. 1838 Für Auskünfte und Prospekte wende man sich an die Direktion

N° 38 — Intomobxl-Rrrn« 11 Antomobillstisches Kreuzworträtsel _1_ J 3 4 [Tj [TJT] | 8 I 9 [ 10 ILZZZZZWiLZ Z Z ftjLÄJi \§Lii§L 24_25_ 28_ 27 Ts 33_ jU 35_ 36^ J7_ _ftü Ä_ftü. WZ *o^# #^ 3 Neuerscheinungen unseres Verlages Mr. Deeds geht in die Stadt Waagrecht! 1. Wichtiger Teil der Kraftübertragung im Automobil (Mehrzahl). 11. Gedichtart. 12. Blutenstand des Getreides (Mehrzahl). 13. Poetischer Ausdruck für Löwe. 14. Teil des Vergasers. 16. Handlung. 18. Zischlaut. 20. Umstandswort. 22. Abessinischer Fürstentitel. 24. Kraftfahrzeuge. 29. Fürwort. 30. Faultier. 31. Ausruf. 32. Chemisches Zeichen für Molybdän. 33. Polizeilich geforderte Sicherheitsvorrichtung im Automobil. 38. Elend. 39. Sommer, französisch. 40. Abkürzung für Nummer. 42. Rein, ungemischt. 48. Laut. 47. Vater, lateinisch. 49. Schweizer Kanton. 50. Männlicher Vorname. 52. Chauffeur. 34. Teil des Vergasers. Senkrecht: 1. Französisches Automobil. 2. Stechpalme. 3. Feuer französisch. 4. Schwur. 6. Stadt in der «panischen Provinz Tarragona. 6. Amerikanisches Automobil. 7. Getränk. 8. Gattung. 9. Titelheld von Shakespeare. 10. Eingang. 13. Widerhall. 17. Tauchervogel. 19. Magenferment. 20. Weiden, Fressen des Wildes. 21. Beginn eines (Auto-) Rennens. 22. Röhren. 23. Fluss im Berner Oberland. 23. Europäische Münze (Mehrzahl). 26. Weiblicher Vorname. 27. Pöbel. 28. Schicksal. 33. Teil des Automotors. 34. Farbe. 33. Kleine altniederländische Kupfermünze. 36. Griechischer Buchstabe. 37. Stilepoche der Kunst 41. Blume. 42. Türkische Münze. 43. Vorrichtung zum Verkürzen der Segel. 44. Griechischer Kriegsgott. 46. Negation. 47. Wichtiger Punkt der Erde. 48. Teil des Automobils 49. Auerochsen. 51. Abkürzung für Doktor. 53. Ausruf des Schaudern«. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. CB.KELLAND 248 Seiten, Gebunden Fr. 5.80, broschiert Fr. 4.50 Als sympathischer junger Dichter, der in gutbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, findet Mr. Deeds sein Auskommen, das durch die Einkünfte des ererbten väterlichen Geschäftes noch vermehrt wird. Eines Tages wird er aus seiner Ruhe aufgescheucht: Der Vertreter einer Anwaltsfirma in New York teilt ihm mit, dass er der Alieinerbe eines grossen "Vermögens eines entfernten Verwandten sei. Mit dem Tage, da sich Mr. Deeds in die Großstadt begibt und die Erbschaft antritt, ist sein ruhevolles Leben dahin. Besprechungen mit seinen Anwälten, Verwaltiingsrats-Sitzungen, Subventionsgesuche, Auftritte mit Schauspielern, Erbansprüche und Plane heiratslustiger Frauen werfen ihn in tollem Wirbel aus dem Gleichgewicht, bis auf Mr. Deeds sogar der Verdacht der Ermordung einer Schauspielerin fällt. Mit Gleichmut und Konsequenz verteidigt er sich; wenn es am schlimmsten mit ihm »teht, findet er sich zur Dichtkunst zurück. Szenen köstlichen Humors rollen vor unseren Augen ab, bis Mr. Deeds schuldlos erklärt wird und in Simonetta die ihm nicht zugedachte Frau findet. - Der mit glänzendem Erfolg aufgeführte Film „Mr. Deeds geht in die Stadt" wurde nach diesem Buche gedreht; es steht dem Film in keiner Weise nach und wird auch für diejenigen von Interesse sein, die den Film gesehen haben. Intimes New York Von ROLAND LEBEL ^L§t 0^i 4£ ^i#^. ^WJtLZZ 50^ 51 #52^ 1LZZZ 240 Seiten, gebunden Fr. 5.80 Einaendetermin: 29. April 1938. Der Verfasser des Buches erhebt keinen Anspruch darauf, Amerika entdeckt ni haben. Er legt aber ein Zeugnis ab, das um so wertvoller ist, als es sich aut direkte Erfahrungen und Beobachtungen stützt, die er während drei verschiedenen Aulenthalten in New York aus dem Leben heraus gemacht hat. In New York kommt in grösstem Maßstabe die materielle und moralische Kraftentfaltung des amerikanischen Volkes zum Ausdruck. Mehr als anderswo spürt man hier den Pulsschlag des amerikanischen Volkes. Schilderungen über die Sprache, die Reklame, Krisenerscheinungen usf. wechseln ab mit entzückend erzählten Streiflichtern des privaten und geselligen Lebens, wobei wir an der Morgentoilette des New Yorkers teilnehmen, ihn zur Arbeit begleiten, mit ihm seine Mahlzeiten einnehmen und ihn erst wieder verlassen, wenn er von dem abendlichen Kinobesuch nach Hause geht. Auch die umstrittene Moral des New Yorkers und der New Yorkerin wird von Lebel kritisch betrachtet. Alles in allem nicht nur ein unterhaltsames, sondern ein ebenso lehrreiches Buch, das uns vor allem mit dem amerikanischen Einzelleben vertraut macht. Maximilianund Charlotte Lösung des von einem Neffen gestifteten Silbenrätsels. 1. Wergeland. 2. Idaho. 3. Rilke. 4. Deula. S. Absalom. 6. Niemann. 7. Klinger. 8. Einstein. 9. Niederlande. 10, Draga. 11. Emmer. 12. Maura. 13. Liestal. 14. Insterburg. IS, Elaborat. 16. Benares. 17. Eiter. 18. Niesen. 19. Omnibus. 20. Nirwana. 21. Klara. 22. Elegie. 23. Luton. 24. Fasel. 23. Ute. 26. Elle, Erste und dritte Buchstaben: Wir danken dem lieben Onkel für all aelne amüsanten XUtsel. Liste der sichtig eingesandten Lösungen: 3 Punktet ]. Aebischer, Merenschwand; A. Bachofen' Glarus; Frau B. Baerlocher, St. Gallen; E. Benz, Goldach; M. Bertschmann, Basel; Frl. M. Bossert, Lenz* bürg; Frau M. Canale, Brienz; Frl. M. Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau H. Gerber- Baumann, Aarwangen; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau E. Grob, Nesslau; J. Gustin, Schönenwerd; Frau S. Gysin-Rieder, Liestal; Frl. A. Hagmann, St. Gallen; W. Hohl, Bern; Frau J. Hopf, Bern; Frau Hörn, Bern; Frau R. Kallen, Grenchen; K. Keusen, Biel; Frau F. Junker, Töss; G. Laepple, Basel; Frau M. Läubli, Ermatingen; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; F. Meier, Zürich; P. Meier, Bern; Dr. E. Meier, Unterkulm; M. Nievergelt, Zürich; P. Nikiaus, Wabern; J. Nussbaumer, Benzenschwil; FrauL. Rock, Basel; Frl. T. Ruchti, Münchenbuchsee; G. Siegrist, Bern; H. Sommer, Zürich; Frl. M. Vetsch, Buchs; Frl. L. Warnat, Basel; Frl. A. Weidmann, Münchenstein; F. Wenger, Bern; E. Winteler, Glarus; H. Zimmermann, Bern. 2 Punkte: C. Burgener, Rorschach; P. Schmidt, Zürich. Der Onkel kann aufschnaufen. Keine Nicht», kein Neffe ist so bösartig gewesen, dem von einem Neffen Im Bernbiet gestifteten Rätsel das Selbstlob des Onkels anzukreiden. Dafür mekkert Neffe B. G. aus der Bundeshauptstadt mächtig von wegen Absalom und Delila, Nirwana etc. «Das war fein von dem Menschen, solch ein Rätsel zu stiften, heroisch, trotz allem. Ich werde seiner bis zu meinem Nirwana gedenken> — so schreibt er bissig, um aber gleich wieder zu bestätigen, dass er nur die A.-M.-Rätsel löse und alle andern aus prinzipiellen Gründen keines Blickes würdige. Fanny kommt diesmal in die Kränze! Der Onkel mag es ihr herzlich gönnen. Glarus Ist (ausnahmsweise) zufrieden mit ihm. Vielleicht weil die Näfelser Fahrt so prächtig abgelaufen ist. — Heute werdet Ihr auf Pneu und Kardan geprüft. Wohl bekomm's! Kommende Ereignisse | Xppenxelli 24. April: L*nds(rezneinde (Beginn 2 Via), Baseli 24. April: Kunstturner-Läriderkampf Selnreiz/TseReehsslomkei (Mustermette). - «Otter durch Suel 1938.» 37. April: Hans Huber-Saal: Konzert des Butch-Quutm». Eud. Serkin, Klavier. Ben: 23. April: Aufführung des Bemer Heimatsehutetheater«: «Hansjoggeli der Erbvetter» von Simon GfeUer. E8.-3O.AprO: Haydn-Woche unter Leitung Ton Prof. Ftiu Jode (Aula des Stadt. Gymnasiums). Siel! 28. Aprfl-10. Mai: Blumenausstellung. Brunnen: 24. April: Landsgemeinde des Bezirks Schwy* bn offenen Ring. Genf) 18. April-10. Sept.: «Geneve, Cite des Parcs», intsrnai. Gartenbauausstellung. Luftaoi 23./24. April: Kongress der Neuen Helvetischen G«M&- schait. Lnzemi 24. April-22. Mal: Kunstmuseum: FrühjahtsaussttUung der Kunstgesellschaft. Muxten: 24. April: Internat. Berufsfahrer-Kriterium auf geschlossener Kundstrecke. Neuenburg r Nat. Gelände- und Orientierungsfahrt für Automobile. Sus-Fee: 24. April: Frühlings-Skirennen. St. Gallen: 30. April: Kino Scala: Filmvortrag «Die Schweb: im Film», von Dr. Senger. Samen: 24. Aprü: Landsgemeinde. Stansi 24. April: Landsgemeinde in Wfl bei Etans. Zenutt: Bis 30. April: Hochalpine Skitouren-Wochen org. vem Monte Rosa Ski-Club. 2«riehi 24. April: Sechselauten-Kinderumzug. 28. Aprf: Fruhlingsfest Sechseläuten: Kostümierter Unutug der 7**nfte und Verbrennen des «Bögg». 39. April: Stiftungsfeier (Dies academicus) der Universität una \jtiuag der studentischen Korporationen. Glanz und Untergang eines Kaiserpaares L. DECAUX 240 Seiten, gebunden Fr. 6.80 Das Buch schildert das Schicksal des Erzherzogs Maximilian, der 1ung, schön, verwöhnt, von seinem Volke verehrt, als einer der begehrtesten Heiratskandidaten der damaligen regierenden Dynastien galt. Mit der jungen Prinzessin Charlotte von Belgien verbindet ihn eine Liebe auf den ersten Blick. Die Feindschaft seines Bruders, des Kaisers Franz Josef, lässt ihn den mexikanischen Kaiserthron annehmen; als dieser wankt und Charlotte nach Europa fährt, um bei ihrem Vater, dem König Leopold von Belgien, Hilfe zu holen, wird Maximilian gefangengenommen und erschossen. Charlotte verfällt dem Wahnsinn — aber selbst in ihren Phantasien verlangt sie nach dem heissgeliebten Gatten, bis sie in hohem Alter von ihrem unheilbaren Leiden erlöst wird. Erschüttert wird man das Buch aus den Händen legen. In allen B u c h h a n d l u n g e n e r h ä l t l i c h V E R L A G H A L L W A G B E R N Die HaupiMCht. DM hab« ich jedenfalls ?ut gemacht: Das Toltat Hess ich nicht aus den Händen! (London Opinion.) Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmld.