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E_1938_Zeitung_Nr.033

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Ersatzstoffe im

Ersatzstoffe im Automobilbau Molybdän statt Nickel; Stahl an Stelle von Kupfer; ganze Karosserien aus Preßstoff. Das autarkische Streben nach möglichst weitgehender Unabhängigkeit vom Ausland hat besonders in den rohstoffarmen Ländern zu Wandlungen in der Verwendung von Werkstoffen geführt. Neben der vermehrten Anwendung neuentwickelter, synthetischer Materialien macht sich mancherorts auch eine Umschichtung im Einsatz an sich bekannter Werkstoffe bemerkbar. Am weitgehendsten und gründlichsten werden diese Bestrebungen gegenwärtig in Deutschland gefördert. Man trachtet danach, erstens einmal die Nichteisenmetalle und andere importierten Rohmaterialien nach Möglichkeit gegen solche Stoffe auszutauschen, die im Lande selbst in ausreichenden Mengen vorhanden oder mit geringem Devisenaufwand erhältlich sind. Man hat ferner neue Gewinnungsverfahren für verschiedene Metalle entwickelt, welche erlauben, bisher nicht ausgebeutete Rohmaterialien zur Aufbereitung heranzuziehen. Man hat neue Kunststoffe herausgebracht wie etwa den synthetischen Gummi oder die verschiedenen Preßstoffe und neuartigen Spritzlacke, die sich ebenfalls aus deutschen Rohstoffen herstellen lassen, wobei vor allem die in riesigen Mengen im Lande vorhandene Steinkohle eine grosse Rolle spielt. Gerade im Automobilbau machen sich diese Bestrebungen eindringlich geltend und sind in mancher Beziehung auch für das Ausland zum mindesten von technischem Interesse. Zu bemerken wäre hier noch, dass die Ersatzstoffe vorderhand für die zum Export bestimmten Automobile keine Verwendung finden, da man damit erst im Inland umfassende Erfahrungen sammeln will. Der Ersatz ausländischer Nichteisenmetalle durch andere Werkstoffe mit ebenso günstigen Eigenschaften tritt vor allem beim Zinn« Nickel und zum Teil auch dem Kupfer in Erscheinung. An die Stelle von Lagerschalen mit zinnhaltiger Reibfläche treten solche aus Bleibronzen oder auch Leichtmetallen. Um Nickel zu sparen, zieht man die erstmals in den Vereinigten Staaten entwickelten Chrom- Molybdän-Stähle an Stelle von nickelhaltigen Stählen in vermehrtem Masse für die Herstellung von Zahnrädern heran. Die neuen Stahlsorten eignen sich vor allem für die Fabrikation kleinerer bis mittlerer Zahnräder. Um Zinn zu sparen, sind ferner Kühlerblöcke aus Leichtmetall und andere aus verzinktem Stahl geschaffen worden. Hiebei dient Stahlband von 0,1 mm Stärke als Werkstoff. Die Verzinkung erfolgt bei einer Temperatur von 440 Grad C. Im Hinblick auf eine Ersparnis an Kupfer sind biegsame Eisenrohre auf den Markt gekommen, die jetzt beispielsweise bei Zentralschmierungen an die Stelle von Kupferoder Messingrohren treten. Ein anderes Beispiel für die Verdrängung des Kupfers, wo es irgend angeht, sind die neuen Stahlasbestdichtungen, die in Dicken von 1,3 bis 2,5 mm hergestellt werden und sich sogar als Zylinderkopfdichtungen für Dieselmotoren eignen. An Stelle eines «Uebermantels» aus dünnem Kupferblech besitzen sie nur eine Einlage aus Stahlblech mit gezackter Oberfläche auf das von beiden Seiten eine dünne imprägnierte Asbestschicht aufgepresst wird. Die Imprägnierung soll den Asbest wasser- und ölunempfindlich machen. Die neuen Gewinnungsverfahren für Metalle betreffen vor allem Aluminium und Eisen. Bisher stützte sich die Aluminium-Erzeugung auch in Deutschland auf den aus Frankreich und Ungarn importierten Bauxit. Durch eine neue Herstellungsmethode gelingt es nun, Aluminium aus Tonerde zu erzeugen, die in den meisten Ländern in grössesen Mengen zur Verfügung steht. Dem Vernehmen nach soll noch in diesem Jahr in Deutschland ein derartiges Werk in Betrieb genommen werden. Daneben tritt das Streben zutage, an Stelle des Aluminiums immer mehr Magnesium zu verwenden, das in Deutschland aus den Ablaugen der Kali-Industrie In grossen Mengen gewonnen werden kann. Es ist sehr leicht zu bearbeiten, in schmiedbaren und giessbaren Legierungen erhältlich und zudem noch um 40% leichter als die üblichen Leicht- AUTOMOBIL-REVUE FREITAG. 22. APBIL 1938 — N° 35 Wir überholen unser Verkehrsgewisseu Einst hat uns ein anderer erklärt, wie man richtig fährt und welche Fehler zu vermeiden sind: Der Fahrlehrer. Und an der Fahrprüfung war unsere Fahrweise einwandfrei. Wir trugen das Gesetz in uns, das Gesetz, das Punkt für Punkt den Strassenverkehr regelt. Dann kam die Routine dazu. Fein, denn erst sie hat aus dem Autosäugling einen ganzen Fahrer werden lassen. Aber allmählich haben sich auch ein paar Eigenarten in unsern Fahrstil eingenistet, die uns seither geblieben sind. Unarten wäre vielleicht noch genauer ausgedrückt, Gewohnheiten, womit wir unbewusst uns selbst und andere gefährden. Bemüht sich das Verkehrsgesetz, uns so zu lenken, dass wir in allen Situationen ungeschoren aneinander vorbeikommen, so zeigt anderseits die bedeutende Zahl der Verkehrsunfälle, die zum Teü auf unkorrektes Fahren zurückzuführen sind, mit aller Deutlichkeit, wie nötig eine gelegentliche « Ueberholung •» unseres Gedächtnisses in Sachen Verkehrserziehung, eine Art periodische i-Entrümpelung» unseres Verkehrsgewissens ist. Nehmen wir uns da mal alle bei der eigenen Nase. Versuchen wir herauszukriegen, welchen Beitrag wir an die Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten könnten. Doch — gut Ding will Weile haben! Wenn wir wöchentlich nur einen einzigen Fehler aus unserem «Repertoir» komplett austilgen, so ist damit schon viel gewonnen. Zugegeben, dass nicht jedermann sich alle noch zu besprechenden Fahrfehler zuschulden kommen lässt. Finden wir bei diesem oder jenem, dass er uns absolut fern liegt — nun, dann um so besser. Der Fehler der Woche; Vor unübersichtlichen Stellen überholen. Die Situation in unserm Bild ist klar. Der Fahrer des schwarzen Wagens — das schwarze Schaf unserer Illustration sozusagen — hat eben seinen Vordermann überholt, obwohl ein Strassenbuckel die Sicht versperrt. Infolge seiner naturgemäss beträchtlichen Geschwindigkeit und der knappen Distanz bis zur Kuppe der Strassenerhebuna ist es ihm nicht möglich innert nützlicher Frist wieder auf die rechte Strassenseife hinüberzugelangen. Er wird also im Moment, wo er die vorausliegende Strosse wieder übersieht, noch mindestens die Strassenmitte einnehmen. Wir wünschen ihm von Herzen, dass ihm das Schicksal nicht eine Begegnung mit einem Gleichgesinnten bestimmt hat. Vvir hoffen jedoch eben so sehr, dass in diesem Augenblick auch kein korrekt fahrender Wagen vor ihm auftaucht. Denn sogar das würde schon genügen zur Erzeugung jener Situation, die auszumalen wir Ihrer Phantasie anheimstellen. Drum verfügt der Verkehrs-Gesetzgeber (Auszeichnungen von uns): Bundesgesetz, Art. 26. Absatz 3, sowie Vollziehungsverordnung, Art. 46, Absatz 2, gleichlautend: An Strassenkreuzungen, Bahnübergängen und an unübersichtlichen Stellen, besonders an Strassenbiegungen, darf nicht überholt werden. Original - Ersatzteile metal! - Legierungen. Zu den bekanntesten Magnesium - Leichlegierungen gehört das Elektron. Auch für Eisen sind neue Gewinnungsverfahren ausgebaut worden, die arme Erze zu verhütten gestatten. In diesem Zusammenhang wird der Name des Ministerpräsidenten Göring viel genannt, auf dessen Initiative die Schaffung der neuen Werke zurückzuführen ist. Nicht uninteressant zu vernehmen ist, dass in England bereits seit längerer Zeit Eisen aus ähnlich armen Erzen geprompt und billig durch die Generalvertretung S.A. FRATELLIAMBROSOLI LOCARNO Tel. 4.85 Still geniessend weiss sie kaum, dass sie in einem Bernawagen sitzt. Aber dafür vernimmt ihr Verwandtenund Bekanntenkreis nachher um so sicherer, wie komfortabel und zuverlässig Sie Ihre Gäste fahren. 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,N° 33 — FREITAG, 22. APRIL Wonnen wird, wie dies nun in Deutschland geschehen soll. Unter den neuen Kunststoffen sind vor allem der synthetische Gummi und die Preßstoffe dazu berufen, im Automobil- •und Motorfahrzeugbau eine hervorragende Rolle zu spielen. Man wollte sich damit in erster Linie von den Naturgummi-Importen für die Reifen frei machen und merkt nun, dass der erzeugte Kunstgummi in mancher Hinsicht dem naturgewachsenen Produkt so stark überlegen ist, dass sich ihm weitere Möglichkeiten auftun. Insbesondere ist er unempfindlich gegen Benzin und Oel, was gestattet, ihn zu Benzin- oder Oelschläuchen zu verarbeiten. Auch als Dichtungsmaterial gewinnt er, dank seiner Oelbeständigkeit, zusehends an Bedeutung. Ganz grosse Aussichten aber haben Preßstoffe, die bisher vor allem zur Herstellung von Karosseriezubehörteilen Verwendung finden. Als neustes Anwendungsbeispiel dieser Art nennen wir Fensterrahmen in der Farbe des Autolacks sowie ganze Instrumentenbretter aus diesem Material. Schon seit langem werden daneben Preßstoffe für leicht beanspruchte Zahnräder verwendet. Um dem Material die notwendige Zugfestigkeit zu verleihen, wird es mit Papier- oder Gewebe-Einlagen armiert, ähnlich wie man im Beton zur Aufnahme der Zugkräfte Eisenstangen einlegt. Man hat mit derartigen Zahnrädern z. B. für den Steuerungsantrieb gute Erfahrungen gemacht. Sie zeichnen sich insbesondere durch hohe Laufruhe aus und scheuen auch hinsichtlich der Abnützung den Vergleich mit Metallrädern keineswegs. Ihre Anwendung wurde in den Vereinigten Staaten schon vor einem Jahrzehnt eifrig propagiert. Diese Preßstoffe bieten jedoch noch weitere, ungeahnte Möglichkeiten. So wird gegenwärtig in Deutschland die Frage studiert, ob es nicht möglich wäre, ganze Karosserien anstatt in Stahl in Pressstoff auszuführen. Es ist sogar schon prophezeit worden, dass diese stahlsparende Bauweise im Laufe der kommenden Jahre in grösstem Maßstab verwirklicht werden soll. Uebrigens soll sich auch Henry Ford schon geäussert haben, dass man vielleicht eines Tages ganze Karosserien aus Preßstoff erzeugen werde. Nur ist natürlich diese Umstellung in Amerika weit weniger vordringlich als etwa in Deutschland, wo man damit Eisen zu sparen hofft. Anfrage 706. Autohaft Luzern. Ich gestatte mir als Ihr Aionneat, Sie in folgender Angelegenheit um Ihre Auskunft zu bitten: Ich habe bei der Gründung der «Autohaft Luzern» zwei Anteilscheine ä Fr. 100.— gezeichnet, ohne den Betrag je einzubezahlen. Da mir die ganze Angelegenheit später aber Misstrauen einflösste und meine bisherige Haftpflichtversicherung bis Ende 1937 Gültigkeit besass, erklärte ich mit Ghargesehreiben vom September 1935 meinen Austritt. Zu meinem Erstaunen wurde ich dann last zwei Jahre später, am 24. Juli 1937, aufgefordert, die Fr. 200.— einzubezahlen, was ich aber nicht tat. Seither ist nichts mehr gegangen, und ich wähnte die Sache als in Ordnung, bis ich kürzlich einen Zahlungsbefehl MT Fr. 200.— erhielt. Bin ich wirklich zur Bezahlung verpflichtet? T. in E. Antwort: Die Aufforderung zur Zeichnung von Anteilen der Auto-Haft Luzern erfolgte u. E. unter Verschweigung von Tatsachen, zu deren Mitteilung das Aktionskomitee verpflichtet war. Wir halten deshalb dafür, daes auf alle Fälle eine Verantwortungsklage bzw. eine Haftbarmachung des Initiativkomitees durch die Zeichnung von Anteilscheinen ohne weiteres möglich ist. Es ist festgestellt worden, dass sich dieses vor der Aufforderung, Anteilscheine zu zeichnen, nicht einma Ibeim Eidg. Versichorungsamt in Bern erkundigt hat, unter welchen Bedingungen die Gründung einer solchen Versicherungsgenossenschaft möglich wäre. Sie haben statutengemäss auf Ende des Jahres 1935 Ihren Austritt aus der Genossenschaft erklärt. Der Austritt musste genehmigt werden und ist auch zweifellos stillschweigend genehmigt worden. Da eine Einforderung des Betrages bis Ende des Jahres bei Danen nicht erfolgte und irgendwelche Vorbehalte an Ihren Austritt seitens der Genossenschaft nicht geknüpft wurden, so ist u. E. eine nachträgliche Einforderung des gezeichneten Kapitals nicht mehr zulässig. Wir empfehlen Ihnen deshalb, gegen den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag zu erheben. O Te«ff* s» Si» AUTOMOBIL-REVUE Frage 13.326. Wieso leistet der Achtzylinder mehr? Anhand verschiedener Erkundigungen bei Wagenbesitzern habe ich stark voneinander abweichende Angaben über Leistung und Verbrauch bekommen. Beispielsweise stehen mir Zahlen über zwei Fahrzeugmodelle ungefähr gleichen Gewichts zur Verfügung, deren eines einen 8-Zylindar-Motor von 2,2 Liter besitzt, während das andere über einen 4-Zylinder von 1,7 Liter verfügt. Bei 4200 Touren pro Minute leistet der erstere 60 Brems- PS, der zweite dagegen bei 3300 Touren pro Minute 38 PS. Die Literleistung des erstem beläuft sich also auf 26,1 PS, die des zweiten auf nur 22,3 PS. Es drängt sich mir nun die Frage auf, wieso dieser Unterschied möglich ist. Wie kommt es, dass der erstgenannte Motor 1:6,75 verdichtet werden kann, obwohl er seitengesteuert ist, während die Kompression beim zweiten viel weniger hoch- ist?;. Sind die -günstigsten ^Formen der V.er-J brennungsräume geschützt, so dass sie nicht von | allen Firmen verwendet werden dürfen? M. S. in L. Antwort; Was die höhere Literleistung des 8-Zylinder-Motors anbetrifft, so ist diese zum Teil auf die hohe Drehzahl zurückzuführen, die diejenige des 4-Zylinders um 27% übertrifft. Dass sich hiebei eine Erhöhung der Literleistung von 17% ergibt, ist ohne weiteres begreiflich, um so mehr, als auch das Kompressionsverhältnis des 8-Zylinders höher ist. Uebrigens stellt diese Zahl einen sehr theoretischen Wert dar und gibt keine erschöpfende Auskunft über die Höhe des Verdichtungsdruckes am Ende des Kompressionshubes, die schliesslich für die klopffreie Verbrennung massgebend ist, denn der rascher drehende Motor wird neben besonders grossen Ventilquerschnitten im Verhältnis zum Hubraum auch über längere Ventilzeiten verfügen. Bleibt jedoch das Einlassventil länger offen, so fängt die Kompression später an und der Enddruck der Verdichtung ist demzufolge weniger hoch. Daher ist das Verdichtungsverhältnis, das ja auf diese Unterschiede in den Ventilzeiten keine Rücksicht nimmt, nicht als einzig massgebender Gradmesser für die Zweckmäßigkeit einer Verbrennungsraumform zu betrachten. Dazu kommt noch, dass der Anfangsdruck der Verdichtung nicht bei jedem Motor gleich hoch zu sein braucht, woraus sich weitere Unterschiede im erreichten Druck ergeben. Einzelne Verbrennungsraumformen sind allerdings gesetzlich geschützt, doch stehen immer noch genug andere Möglichkeiten offen, und schliesslich ist es ja den Fabrikanten auch frei gestellt, einmal eine Lizenz zu nehmen. Nein, hierin liegt nicht das Geheimnis der höhern Literleistung des 8-Zylinders. Viel wichtiger ist die Unterteilung des Hubraums in kleine Zylindereinheiten, die niebt zuletzt auch zur Ermöglichung einer Drehzahlsteigerung beiträgt, da sich dabei verhältnismässig günstigere Ventilöffnungsquerschnitte und bessere Kühlverhältnisse ergeben. Aus diesem Grunde lassen 8zylindrige Motoren gleichen Hubraums auch eine höhere Wärmebelastung ihrer Zylinderwände, eine Kompression zu. Steigerung der -b- Schriftliche Antworten: Frage 13.327. Wer vertritt «Conord»? Können Sie mir die Adresse des schweizerischen Vertreters der Firma Conord bekanntgeben, welche Motoren für landwirtschaftliche Maschinen herstellt? G. in S. Frage 13.328. Wer vertritt «Tempo-Wagen?» Wer hat die schweizerische Generalvertretung der Tempo- Lieferwagen inne? M. in Z. Frage 13.329. Wer liefert Spezialguss? Können Sie uns die Lieferfirma für Spezialgussmetall mitteilen, das eine Temperatur von 1500 Grad aushält? R. in C. Frage 13.330. Adressen von Versicherungsgesellschaften gesucht. Ich ersuche Sie um Mitteilung der Adressen von Versicherungsgesellschaften, wo ich mich gegen Diebstahl von Velos, Motorrädern und Autos versichern kann. A. in F. Frage 13.331. Diebstahlsicherungen. Können Sie mir angeben, ob Sicherungen zum Schutz der Wagen und Motorräder gegen Diebstahl existieren. --, G. in F. Von einem Zweiliter-Riley-Rennwagen ohne Kompressor, dessen Motor über nicht weniger als 6 (sechs!) Vergaser verfügt. Dass die Zahl der in England im Betrieb befindlichen Automobile sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt hat, stieg sie doch in diesem Zeitraum von 800 000 auf 1800 000 Wagen. Dagegen nahm in der gleichen Zeit die Zahl der Velos von 712 000 auf 487 000 ab. Vom Preisrückgang beim deutschen synthetischen Gummi, der unter dem Namen Buna auf den Markt kommt. War er noch vor Jahresfrist ungefähr fünfmal so teuer wie Naturgummi, so hat sich dieser Preisabstand jetzt auf dreimal denjenigen von Latex reduziert. Eine Londoner Omnibus-Gesellschaft habe au! den Signalpfosten an ihren Haltestellen Lichtschriften angebracht, die von Wartenden des Nachts durch einen Druckknopf in Tätigkeit gesetzt werden können. Alsdann leuchten die Worte «Autobus Halt!» auf, die den Chauffeur zum Stoppen veranlassen. Im Jahr 1936 seien nicht weniger als 4 MM. Reifenlauf decken aufvulkanisiert worden. Wieviele werden es wohl im letzten Jahr und vor allem in diesem sein, nachdem man der Aufvulkanisation insbesondere in Deutschland erhöhtes Interesse entgegenbringt. Diese neue Praxis ist nicht ohne Einiluss auf den Gummimarkt, wurden doch bereits 1936 dadurch 21 Mill. kg Gummi eingespart. Die amerikanische Firma Chrysler habe den massgebenden ungarischen Behörden vorgeschlagen, gratis eine Autostrasse zwischen Wien und Budapest von 205 km Länge sowie eine zweite von Budapest aus nach Südwesten von 300 km Länge zu bauen, wenn man ihr als Gegenleistung durch Gesetzeserlass das Monopol für den Autoverkauf in Ungarn überlassen würde. Wir entnehmen diese Information der französischen Zeitschrift