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E_1938_Zeitung_Nr.038

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enddem es doch

enddem es doch gelegentlich technische Fragen zu beantworten gibt, die auch der sachkundige Richter ohne Beizug eines Experten nicht entscheiden kann. Wichtiger als die Schaffung von Spezialgerichten ist meines Erachtens die verkehrstechnische Ausbildung der Richter. Als gefährlich betrachte ich es aber, wenn die Ausbildung nur darin besteht, dass der Richter Fahrunterricht nimmt und die Führerprüfung ablegt, ohne dann in der Folge mehr oder weniger regelmässig Motorfahrzeuge zu lenken. Dadurch gewinnt er keineswegs das nötige Verkehrsgefühl. Muss er nach der Ablegung der Prüfung weiterhin als Anfänger bezeichnet werden, so beurteilt er die Erfordernisse, die an einen geübten Motorfahrzeuglenker gestellt werden müssen, von seinen ungenügenden Erfahrungen aus unrichtig. Ist der Richter aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage, ständig ein Motorfahrzeug zu lenken, so scheint es mir zweckmässiger, wenn auf die Erteilung von Fahrunterricht an Richter überhaupt verzichtet und nur durch Fachleute eine theoretische Ausbildung erteilt wird. A. Brüderlin, Ingenieur, Zürich. Es ist meines Erachtens in allererster Linie und dringend notwendig, dass keine Verkehrsunfälle mehr durch Bezirksanwälte, Staatsanwälte oder Richter behandelt werden, welche vom Automobilfahren nichts verstehen und keine verkehrstechnische Ausbildung und Verkehrspraxis besitzen. Ferner sollten verkehrstechnisch gebildete Richter bei schwierigen Fällen einen technischen Beistand haben, der anhand einer Rekonstruktion den Richter über den zeitlichen Ablauf des Ereignisses, die wahrscheinlichsten Geschwindigkeiten und die örtlichen Lagen der Fahrzeuge orientieren kann. Gewisse Verkehrsunfälle könnten auch auf Grund des Entscheides eines Schiedsgerichtes oder einer schiedsrichterlichen Kommission, bestehend beispielsweise aus zwei Berufsrichtern und zwei technisch geschulten Berufssachverständigen erledigt werden, was nach meiner Erfahrung viele kleine, aber oft « langatmige » Prozesse verhindern würde. Ein solches gemischtes Schiedsgericht bzw. schiedsrichterliche Verkehrskommission sollte auch nur konsultativ aufgerufen werden können und überall da in Funktion treten, wo das sachliche verkehrstechnische Ur- teil unerlässlich ist, wie z. B. bei beanstandeten Polizeibussen, bestrittenem Entzug der Fahrbewilligung, Voruntersuchungen durch die Staats- und Bezirksanwaltschaften und namentlich auch bei Zivilpror.essen, welche neben den zivilrechtlichen Ansprüchen auch noch den verkehrstechnischen Teil zu behandeln haben. Ein spezielles Verkehrsgericht, ähnlich dem Handelsgericht des Kantons Zürich (das sich ausschliesslich mit Handelsprozessen befasst), wäre als alleiniges Institut zur Aburteilung von Verkehrsunfällen wohl das zukünftige Ideal. Darüber sind jedoch in richterlichen Kreisen die Meinungen außerordentlich geteilt, so dass, um rasch genug etwas zu erreichen, Zwischenlösungen der angedeuteten oder anderer Art zu begrüssen wären, da die leider nicht wenigen laienhaft und dilettantisch geführten Untersuchungen und die Behandlung von Verkehrsunfällen baldigst verschwinden sollten. Den neuzeitlichen Forderungen und der Entwicklung des Verkehrs entsprechen sie nicht mehr. Ein bernischer Verkehrsfaclimann schreibt: Die Frage der Schaffung von Spezialgerichten für die Behandlung von Verkehrsunfällen — sie hat übrigens auch schon die kant. Verkehrskommission beschäftigt — ist nicht ganz einfach zu lösen. Es gibt nämlich im Kanton Bern immerhin 30 Richterämter. Sämtliche Verkehrsunfallangelegenheiten einem einzigen Gericht zur Erledigung zu übertragen, wäre meines Erachtens ausgeschlossen, vielmehr müssten deren mehrere eingesetzt werden. Dabei Hesse sich überlegen, ob nicht bloss die obere Instanz als Spezialgericht ausgestaltet werden sollte. Grundsätzlich neue Wege würden damit nicht beschriften, denn wir besitzen ja bereits im Handelsgericht ein gewisses Vorbild dafür. Würde die Oberinstanz als Verkehrs-Spezialgericht ausgestaltet, so vermöchte wohl eine solche «Kammer» zur Bewältigung der auf diesem Gebiet spielenden Prozesse zu genügen. Was die Zusammensetzung des Gerichts anbelangt, so versteht es sich wohl von selbst, dass der Präsident ein Oberrichter sein müsste; ihm wären zwei erfahrene Automobilisten als Richter beizugeben, wovon der eine besonders in technischen Dingen, der andere in den Fragen des Strassenverkehrs zuhause sein sollte. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 10. MAI »» — N° 38 Vier«S ducch Vocatpen und TJlUtdCand So mancher schöner Frühlingssonntag lockt uns ins Freie und doch wissen wir eigentlich nicht, welches Reiseziel wir wählen sollen. Man schwankt, ob dieser oder jener bekannte Ort besucht werden soll und kann sich zu keinem Entschluss durchringen. Deshalb sei im Nachfolgenden eine kleine Tagestour zusammengestellt, die, mit Zürich als Ausgangspunkt, über Täler und Höhen und vorbei an lieblichen Seen eine sehr abwechslungsreiche Landschaft erschliesst: Von Zürich aus fährt man hinauf zur Foren, vorbei an der gen Himmel strebenden Flamme des Soldatendenkmals, geniesst den weiten Blick über Greifen- und Pfäffikersee bis zum Zürcher Oberland; über Egg - Esslingen - Grüningen - Dürnten wird das industriereiche Rüti und in kurzer Zeit auch Rapperswil, mit dem stolzen Schloss als Wahrzeichen erreicht. Ueber den Seedamm gelangt man nach Pfäffikon und fährt nach Schindellegi - Biberbrücke ins Hochtal von Rothenthurm. Bei Sattel lässt sich ohne grossen Zeitverlust ein Abstecher zum Morgartendenkmal einschalten. Dann verfolgt man von Sattel aus die Schlagstrasse nach Schwyz hinunter. Dort lädt das neuerstellte Bundesarchiv zu einem Besuche ein. Nächstes Ziel ist Brunnen, am Vierwaldstättersee, dessen Ufer nun über Gersau - Vitznau - Weggis - Greppen - Küssnacht - Meggen bis nach Luzern nicht mehr verlassen wird. In Luzern lohnt sich ein Besuch des Gletschergartens mit dem Löwendenkmal, der Kapellbrücke, des Kunstmuseums, der Hof- oder Stiftskirche usw., vielleicht verleitet auch ein strahlender Sonntag zu einer Gondel fahrt auf dem See oder zu einem Abstecher auf Gütsch oder Dietschiberg. Von Luzern wählt man alsdann die grosse Strasse, die nordwestlich der Reuss entlang nach Emmenbrücke führt. Dort ist die kleine Emme nach Gerliswil zu überqueren, wo unmittelbar nachher rechts abgezweigt wird. Und weiter geht die Fahrt auf kleineren Strassen bergauf und bergab, über Rain - wmm¥*saMmw4. Römerswil an den Baldeggersee. Die nächsten Orte, die berührt werden, sind Ermensee und Mosen, womit auch sirhon das Gebiet des Hallwilersees erreicht ist Man wählt nun die Route über Aesch - Meisterschwanden nach Brestenberg, fährt weiter nach Seengen, dann auf schmalerer Strasse über den nächsten Höhenzug nach Sarmenstorf - Büttikon und gelangt ins Tal der Bünz nach Wohlen. Auf altbekannter breiter Strasse fährt man Bremgarten zu und schraubt sich durch die schön ausgebauten Kehren auf die Höhe des Mutscheller, von wo ein Rundblick ins Tal der Reuss zu einem kurzen Halte anregt. Dann geht es wieder hinunter ins Limmattal, um über Schlieren den Ausgangspunkt Zürich zu erreichen. Die ganze Tour fnisst 182 km. Sie lässt sich in 6—7 Fahrstunden' ohne weiteres durchführen. Wer vormittags von Zürich abfährt, kann gemütlich irgendwo am Vierwaldstättersee das Mittagessen oder den Lunch einnehmen, um dann im spätem Nachmittag die Heimfahrt durch das Luzernerland und das aargauische Seetal anzutreten, verbunden mit einem Kopfsprung in die kühlen Wasser des Hallwilersees — aber nur im Badeanzug und ohne den treuen Begleiter Motor! DIE MARKE VON WELTRUF DIE „POLISH" KÜHLER-REINIGER „Quickeasy", „Air Flo" oder „London- Coach" geben der Farbe des Wagens den neuen Glanz wieder. Chromium-Polish für alle verchromten Teile und Scheinwerfer-Reflektoren. GARANTIE FÜR QUALITÄT Entfernt Rost und Kesselstein im Kühlsystem. Greift weder Metallteile noch Gummi an. TEER-ENTFERNER löst jeden Oel- oder Teerflecken, ohne die Farbe anzugreifen. GLAS-REINIGER Ein neues Produkt, das unverzüglich Schmutz, Oel und Insekten etc. von der Windschutzscheibe entfernt. 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JfO 38 — DIENSTAG, 10. MAI 1938 AUTOMOBIL-REVUE Wo bleibt die Sachlichkeit? Etwas anderes aber entschleiert die Litra mit ihrer Angabe, dass 57% der mit Personenwagen eingetroffenen Autogäste am selben Tage wieder ausgefahren seien. Zu einer mittleren Besetzung von 3 Personen pro Fahrzeug berechnet blieben somit rund 51 % der fremden Automobilisten vom Bezug des um 13 Rp. verbilligten Ausländerbenzins a priori ausgeschlossen, weil diese noble Qeste nur bei einem mindestens dreitägigen Aufenthalt Wirksamkeit erlangt. Womit die Unrichtigkeit dieses verkehrspolitischen Schachzuges ihre Beleuchtung auch von dieser Seite her erfahren würde. Die Reserve, die wir schon oben ausgesprochen, vermögen wir dort noch weniger abzustreifen, wo die Litra davon balzt, die 1,076,000 ausländischen Autogäste verzeichneten 1,726,000 Logiernächte, was einem Durchschnitt von 1,6 Aufenthaltstagen gleichkomme. Mit dem Brustton der Ueberzeugung posaunt sie diesen Fund in die Welt hinaus und mutet uns kurzerhand zu, ihn gläubig als unumstössliehe Tatsache hinzunehmen. Auf welcher der vier Statistiken, die man ihr zugänglich gemacht, diese Quote beruht, darüber verrät sie nichts. Fest steht für uns indessen, dass das Eidg. Statistische Amt keine Unterlagen dafür besitzt. ...denn der Versuch — wie es sein Vorgehen selbst qualifiziert — die wirtschaftlichen Auswirkungen der Autotouristik zahlenmässig zu erfassen, erstreckte sich lediglich auf den Juli und August 1937. Dass aber eine solche fragmentarische Zählung keine exakten Resultate zu liefern vermag, liegt in der Unzulänglichkeit der Methode begründet, auf welche zu greifen man dabei genötigt war. Woher die Litra ihre Kenntnisse von der Logiernachtzahl und der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Autogäste bezogen hat, darüber können wir uns lediglich in Vermutungen ergehen. Nicht nur mutmasslich indessen, sondern sicher müssten diese Ziffern ebenfalls nach oben revidiert werden, wären die Voraussetzungen erfüllt gewesen, um auch jene Uebernachtungen mit zu berücksichtigen, welche von (Schluss aus Nr. 37.) bloss beim ersten Eintritt registrierten, mit Freipässen und Triptyks ausgestatteten Automobilisten herrühren. Mit derartiger Unvollkommenheit belastet, gerät auch diese Berechnung ins Wanken. Ihr «Verständnis» für das Motorfahrzeug als Verkehrs- und Wirtschaftsfaktor bekundet die Litra im weiteren mit dem Satz, dass rund zwei Drittel aller Personenwagen und über vier Fünftel aller Autocars die Schweizern dei» Monaten Juni, Juli, August und September bereisten. «In den übrigen Monaten des Jahres» — fährt sie fort, — «ganz besonders in der Wintersaison, hat der ausländische Autotourismus für den Fremdenverkehr geringe Bedeutung». Der geneigte Leser merkt etwas. Bisher waren wir nämlich der Meinung, das Jahrestotal dieses Verkehrs tntschtlde Ober dessen Wert für die schweizerische Zahlungsbilanz, wir lebten der Auffassung, dass jeder Fremdenverkehr, ganz gleichgültig wann und wo er fliesse. für unsere Volkswirtschaft einen Gewinn darstelle. Auf istischer 50 Millionen Dollar können gespart werden, wenn... Nach einer Feststellung des amerikanischen Petroleum-Institutes könnten 4ie Automobilisten der USA jährlich für 50 Millionen Dollar Benzin sparen, wenn sie die Vergaser ihrer Wagen genau einstellen würden. « Safety first » — auch für Roosevelt. Zwei neue und speziell für Präsident Roosvelt gebaute offene Tourenwagen, deren Geschwindigkeitsspitze um die 150 km/St, herum liegt, sind kürzlich an das Weisse Haus in Washington abgeliefert worden. Als pikante Einzelheit sei dabei der Umstand Auf die schiefe Ebene gleitet aber die Litra auch dort ab, wo sie die durchschnittliche Logiernachtzahl der Ausländer errechnet oder vielmehr zu errechnen sich anheischig macht. Ohne den Litra der Frage nach dem Betreffnis der ausländischen Bahn- und Autogäste an der Gesamtheit ihrer Logiernächte zuteil werden lässt Wie sie die Quoten von 75,5% für jene und von 21,7% für diese herausdividiert? Indem sie sich erstens kurz entschlossen auf die zwangsläufig lückenhaften Ergebnisse einer ihrem Ursprung nach nicht näher bezeichneten Zählung der Autologiernächto stützt, womit sie zweitens die auf einer blossen Annahme basierende Gesamtziffer der «Bahnlogiernächte» in Beziehung bringt. Aus diesen Grossen braut sie dann als Quintessenz die prozentualen Anteile, wobei sich die Wirkung der Fehlerquellen natürlich summiert. Das aber hindert die Litra nicht, sich auf der gleiehpn Basis noch in Berechnungen über die Ausgaben der Fremden einzulassen. Den Automobilisten manövriert sie hier noch dadurch in« Hintertreffen, dass sie dessen tätliche Aufwendungen mit durchschnittlich 25 Fr. denjenigen der Bahngäste gleichsetzt. Und die Garage? Und das Benzin? Und allfällige Reparaturkosten? Kalkuliert 6ie im ül l" gen die Auslagen der Eintagsreisenden auf 6 Fr. im Mittel so ist dieser Betrag für den Automobilisten gleichfalls zu tief gegriffen. Woraus erhellt, wie weit es mit der Richtigkeit der Konstatierung her ist, die ausländischen Autoreisenden hätten 23, die Bahngäste aber 74,5% des Gesamtertrags abgeworfen. Was schliesslich die inländische Autotouristik anbelangt, so begnügt sich die Litra damit, die Ergebnisse der vom Eidg. Statistischen Amt im Juli und August 1937 vorgenommenen Zählung der Autogäste und ihrer Logiernächte zu wiederholen, einer Erhebung, welche die zitierte Amtsstelle, wie gesagt, selbst als Versuch taxiert. Anstatt diese Resultate mit der dem «Versuchscharakter» entsprechenden und den Umständen nach auch gebotenen Zurückhaltung zu werten, stellt man sie glatt als vollendete Tatsache hin. Der Zweck heiligt das Mittel. Und dieser Zweck — die Schmälerung der Auto-Touristik als Wirtschaftsfaktor in den Augen der Oeffentlichkeit — lässt die Litra beispielsweise unbedenklich darüber hinwegschreiten, dass der Juli 1937 (bei 44.566 Grenzübertritten von Wagen) nach der erwähnten Zollstatistik mit 70 912 Ankünften, d. h. mit einer durchschnittliehen Besetzung von 1,59 Personen pro Wagen zu Buch stände, der August analog mit 1,18 Personen, währenddem die Litra selbst die mittlere «Fracht» auf schwach drei Personen veranschlagt... Dessenungeachtet verkündet sie am Schluss ihres Artikels wohlgemut: «Wir wollen auch hier die Verhältnisse sehen, wie Der Verkehrspolizist in der Schulstube. Währenddem im Jahr vor der Einführung sie sind». Dass wir es nur gestehen: Soviel erwähnt, dass man die Rückwand der beiden Vordersitze als Behälter für Tränengas Volksaufklärung, die keine ist, das riecht etwas des polizeilichen Verkehrsunterrichts in den Selbstbewusstsein auf eine Leistung im Dienste der und Revolver eingerichtet hat... nach Anmassung. Eine wirklich unvoreingenommene Erörterung dieses Fragenkomplexes hätte als Alpha und Omega auch eine Schweinfurt, die Stadt mit der grössten Autodichte Deutschlands. Die kleine fränkische Stadt Schweinfurt a. Main, die Heimat der Kugellagerindustrie, besitzt die grösste Motorfahrzeugdichte in ganz Deutschland. Dort entfällt au! jeden 12. Einwohner ein Motorfahrzeug. Kunstgriff einer Supposition glückt es ihr zwar nicht, die Zahlen so zurechtzukneten, dass dabei ein für sie befriedigendes Re- sultat herausschaut. Schon der Ausgangspunkt des Reehenexempels, die 7.94*3.000 Ausländer-Logiernächte, halten einer kritischen Prüfung nicht stand, weil darin auch die Auto-Logiernächte inbegriffen sind, für deren totalitäre Erfassung, wie dargelegt, die Vorbedingungen fehlen. Die Litra stört das keineswegs: sie jongliert munter mit den Ziffern und serviert uns mit traumwandlerischer Sicherheit die Feststellung, es treffe danach auf die fremden Bahngäste einen Durchschnitt von 6,7 Aufenthaltstagen (gegen 1,6 beim Auto). Müssten wir dieses Fazit schon aus den angeführten Gründen mit einem Fragezeichen versehen, so hat es mit dessen Zustandekommen noch seine ganz besondere Bewandtnis: es beruht nämlich obendrein auf einer willkürlichen Annahme, der Fiktion, die 887 000 auf der Schiene eingetroffenen Gäste hätten 6 Millionen Logiernächte bei uns verbracht. In dieser Art wird operiert, um ein «zuverlässiges» Bild der Anteile von Bahn und Auto am Fremdenverkehr zu konstruieren. Es geht nichts über selbstlose, uninteressierte Sachlichkeit! Dasselbe gilt von der Abklärung, welche die London baut Themsetunnel. In London ist der Bau eines Strassentannels unter der Themse hindurch geplant, dessen Kosten sich auf 3 Mill. £ belaufen sollen. Campbell bei Ford. Nach einer englischen Meldung ist der Weltrekordmann Sir Malcolm Campbell in den Vorstand der britischen Ford Motor Co. berufen worden. Das Autokreditgeschäft in Amerika. Nicht weniger als 1886 Mill. Wechselkredite an Autohändler und 1720 Mill. Abzahlungskredite an Aatokäufer haben im verflossenen Jahr die amerikanischen KreditHnanzierungs- Institute gewährt. Schulen der Stadt Bern von den ungefähr 10000 Schulkindern 46 in Strassenverkehrsunfälle verwickelt wurden, sank deren Zahl, wie statistische Erhebungen lehren, nach der Durchführung dieses Unterrichts auf 19, von denen überdies nur acht den Unfall selbst verschuldet haben sollen. Angesichts dieser günstigen Erfahrungen wird nun die Verkehrsschulung der Jugend durch die Berner Polizei systematisch weiterbetrieben. Würdigung der Autotouristik als zusätzlichen, neu hinzugekommenen Verkehr in sich schliessen müssen. Die Litra betrachtet es nicht für nötig, diese entscheidenden Tatsachen herauszuarbeiten. Wo bleibt da die Sachlichkeit, auf die sie sich soviel einbildet? CHAMFION ist der Name der in der ganzen Welt meistverlangten ZÜNDKERZE Dank ihres Sillimanit-Isolators und ihrer Elektroden in patentierter Speziallegierung konnte ihr diese Vorherrschaft nie genommen werden. Sie bleibt die sparsamste, im Gebrauch die billigste! icwxr In allen Garagen erhältlich ! S T A N D A B D ' M I N E R A L O E L P R O D U K T E A.G. G E G R Ü N D E T