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E_1938_Zeitung_Nr.038

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, tö. MAI 1938 — V r 38 n Pfe^s von Zürich IN AFRIKA Offizielle Nennliste zum Grossen Preis von Tripolis. Alfa-Corse: Farina, Biondetti. Siena, Sommer, auf Alfa Romeo 8, 12 und 16 Zylinder (3 Liter mit Kompressor). Maserati: Varzi. Trossi, auf Maserati 8 Zylinder X.3 Liter mit Kompr.). Daimler-Benz AG.: Caracciola, von Brauchitsch, Lang, auf Mercedes-Benz 12 Zylinder (3 Liter mit Kompr.). Ecurie Bleue: Dreyfus, Comotti, Schell, auf Delahaye 12 Zylinder (4,5 Liter ohne Kompr.). Bugatti: Wimille auf Bugatti 8 Zylinder (3 Liter mit Kompr.). Maserati 1500 ccm: Bocco, Pietsch, Bianoo, Lurani, Villoresi, Cortese, Taroffi, Ghersi, Hattaglia, Righetti, BaTuffi, Raph. Hug (Schweiz), Teagno, Eartmann, De Teffe, Plate. Bei Alfa-Corse wird man sich erst am letzten Trainingstag in Tripolis entscheiden, welche Moldelle man im Rennen selber einzusetzen gedenkt Wenn im Training alles nach Wunsch verläuft, so ist beabsichtigt, mit eines 16-Zylinder-, mit zwei 12-Zylinder- und einem 8-Zylinder-vAlfa an den Start zu sehen. IN U.S.A. Kein Vanderbilt-Cup! Die Rooseveltfieldbahn verkauft! Die Roosevelt-Rennbahn bei New York ist von ihren Besitzern als Pferderennbahn verkauft worden. Die Besitzer waren eine Gesellschaft von reichen Weinhändlern, deren Spleen darin lag, den Amerikanern das Verständnis für Automobilrennen auf Strassen nach europäischem Vorbild beizubringen. Sie erklären, dass dieser Versuch fehlgeschlagen sei. Die Amerikaner verstehen diese Art von Autorennen überhaupt nicht Im Jahre 1936 fuhr Nuvolari auf seinem zwölfzylindrigen Alfa Romeo mit zwei Kompressoren auf der schwierigen Kurvenstrecke der Roosevelt-Rennbahn einen Renndurchechnitt von 98 Kilometern heraus als Sieger dieses Rennens. Daraufhin schrieben Trosse New Yorker Zeitungen, dass das doch lächerlich sei. Dieser Renndurchschnitt sei weniger als die Höchstgeschwindigkeit eines New Yorker Taxis . .1 Dann •wurde die Roosevelt-Rennbahn auf deutschen Vorschlag hin so umgebaut, dass sie eine Gerade bekam, auf der 250 Kilometer Geschwindigkeit gefahren werden konnten. Der Renndurchschnitt des Siegers Rosemeyer im Jahre 1938 war 112 Kilometer Auch das genügte den Amerikanern immer noch nicht, weil eben die Rennen auf der Indianapolisbahn mit 180 Kilometer Durchschnitt gefahren werden. So war der Besuch des letztjährigen Vanderbilt-Rennens doch nicht so stark, dass die Bahn sich für den Veranstalter rentieren würde. Und da in diesem Jahre wegen Terminschwierigkeiten mit keiner europäischen Beteiligung zu rechnen ist, kam der Verkauf der Bahn als künftige Pferderennbahn zustande. Eigentümlich ist die Gleichartigkeit der Ansprüche der Bevölkerung von Millionenstädten. Es war doch für den Automobilclub von Frankreich nicht möglich, genügend Zuschauer selbst zu den interessantesten Autorennen auf die in nächster Nähe gelegene Montlberybahn zu bekommen. Der französische Grand Prix wurde vielmehr in die Provinz verlegt, wo mit einem ungeheuren Zustrom gerechnet wird. Und selbst die Millionenstadt New York entsandte zum letztjährigen Vanderbilt-Rennen nur rund 40000 Zuschauer! (Dipl.-Ing. Hundt in der «Motorwelt».) IN ENGLAND Das Rennen um die Internationale Trophäe vom vergangenen Samstag in Brooklands nahm einen aufsehenerregenden Anfang. Wenige hundert Meter nach dem Start stiess der Franzose Jean Paul, der den neuen Grand-Prrx-Delage steuerte, mit dem Engländer Lacey auf Darracq zusammen. Pauls Wagen ging sofort in Flammen auf; der Fahrer verlor die Herrschaft über den Boliden und rannte ins Publikum hinein, wobei acht Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Paul selbst konnte von seinem Sitz befreit werden, ehe das Feuer auf diesen übergriff. Man lieferte ihn mit einem gebrochenen Arm und verchiedenen Arm und verschiedenen Brandwunden an den Beinen ins Spital ein; sein Zustand ist indessen nicht besorgniserregend. Vom Rennverlauf ist zu sagen, dass Prinz «Bira» auf Maserati bis zur 52. Runde die Spitze innehatte. Dann aber wurde er das Opfer eines Hinterachsdefekts und sah sich zur Aufgabe gezwungen Nunmehr setzte zwischen Maclure auf einem kompressorlosen Riley und Raymond Mays auf ERA ein heisser Kampf um den Sieg ein, den der erstgenannte mit 2^5 Sekunden Vorsprung auf den ERA-Fahrer errang, als dieser eben daran war, zur entscheidenden Attacke auf Maclure auszuholen. Resultate: 1. Maclure (Riley) 328 km in 2:23:46,8 = 135,750 km/St; 2. Mays (ERA) 2:23:47,2. Ein Teilstück der vor den Toren der Stadt Zürich ausgebauten Ueberlandetrasse, auf der nächstes Jahr schnelle Rennwagen um den Grossen Preis von Zürich kämpfen werden. (Siehe Nr. 34 der cA.-R.» vom 26. April). IN DEUTSCHLAND Das Reglement zum Internat. Eifelrennen vom 12. Juni ist erschienen. Die Veranstaltung umfasst, wie in frühern Jahren, Prüfungen für Rennwagen (nach der internat. Formel), Sportwagen und Motorräder. Nachdem die Seitenwagenrennen von der O.N.S dieses Jahr verboten worden sind, konnten die Distanzen für die Sportwagen und Soloräder bedeutend verlängert werden, und zwar haben — mit Ausnahme der kleinen Sportwagen — alle Fahrzeuge, also auch die Rennwagen, 10 Runden ä 22,8 km = 228 km zurückzulegen. Für Sportwagen bis 1100 ccm Hubvolumen wurde die Distanz auf 8 Runden = 182,4 km festgesetzt. Die Grossereignisse nehmen mit dem Start der 3 Motorradklassen um 9 Uhr vormittags ihren Anfang; das Rennen der Sportwagen beginnt nach 10 Uhr, das der Rennwagen nach 13 Uhr. Sportwagen und Motorräder haben im Training 5 Pflichtrunden zu fahren; von jenen müssen Mindestdurchschnittsgeschwindigkeiten von 76—88 km/St, von diesen solche von 83—93 km/St erreicht werden. — Das Eifelrennen. an welchem die Auto-Union mit ihren neuen Boliden debütieren wird und sich überhaupt zum erstenmal nach der neuen Formel erbaute deutsche, englische, französische und italienische Rennwagen auf europäischem Boden im Kampfe gegenüberstehen, ist mit Preisen in der Höhe von ca. 28.000 Mark dotiert, wozu noch 12.000 Mark Zusatzprämien der Brennstoff-und Oelgesellscbaften kommen. Ferner erhalten die besten Privatfahrer besondere Preise und Unkostenzuschüsse. Das Hamburger Stadtparkrennen für Sportwagen, das am Sonntag zur Durchführung gelangte, zeitigte folgende Resultate; Bis 1000 ccm (7 Runden = 42,4 km)- 1. Sorge! (Köln) auf NSU/Fiat, 15:18,0 = 100 km/St; 2. Verheyen (Düsseldorf) auf MG. 97,7 km/St. Bis 1500 ccm (8 Runden = 48,48 km): 1. Wisvedel (Berlin) auf MG/Midget, 26:56,0 = 107,4 km/St; 2. Höger (Hamburg) auf Aston-Martin, 27:24.1 = 105,6 km/St Bis 2000 ccm (12 Runden = 72,72 km): 1. Paul Heinemann (Köln) auf BMW, 36:42,4 = 118,3 km/St; 2. Frhr. v. Langen (Stralsund) auf BMW, 36:43.3 = 118,0 km/St Hat auch Brivio genug ? In der italienischen Sportpresse zirkuliert ein Gerücht, wonach der langjährige Team-Fahrer der Scuderia Ferrari, Antonio Brivio, den Automobil- Rennsport endgültig aufgeben und sich inskünftig dem Motorboot-Sport widmen will. Leben ist auch hinter den Kulissen! Warum die < Automobil-Revue » seit 34 Jahren ihren Platz als führendes Blatt des Fachs unumstritten einhalten konnte? Weil auch hinter den Kulissen schöpferisches Leben pulsiert, das immer und immer wieder Neues zu schaffen sucht und in der Anschaulichkeit und Vielfältigkeit des Druckerzeugnisses seinen Niederschlag findet. Während Sie im bequemen Lehnstuhl das Blatt durchstöbern, schwitzt vielleicht in Amerika drüben einer unserer Mitarbeiter vor-, der Schreibmaschine, um Ihnen eine wichtige Neuerung « auf dem Präsentierteller » darzubieten. •. Vielleicht ist einer unserer Redaktoren gerade hinter einer Rennkanone her, um ihr ein bislang streng gehütetes Geheimnis zu entlocken... Vielleicht ist der Meister an der mächtigen. Rotationsmaschine im jetzigen Augenblick dabei, die Montage der Platten auf den Zylindern sorgfältig zu fiberprüfen... Vielleicht biegt ein Lastwagen ins Postgebäude ein, um die Spedition der letzten Nummer mit dem nächsten Zug noch zu erzwingen... Vielleicht ist Direktionssitzung, in der gewisse Tendenzen für die kommenden Wochen festgelegt werden... Vielleicht ärgert sich sogar gerade jemand, denn auch wir sind allemal Menschen aus Fleisch und Blut... Aber vorwärts rollen muss die ganze Karawane — gezogen oder gestossen — weil letzten Endes alle erfüllt sind vom Bestreben, an ihrem Posten das Beste zu geben, um Ilhen, Herr Automobilist, nützlich zu sein! Automobil*Reriie Das Trottinette für Erwachsene JL/as hier abgebildete „Fahrzeug* wurde im Jahre 1770 erfunden. Es ist eine Art Trottinette für Erwachsene, woraus man in bezug auf die Kinder Ton heute oder die Erwachsenen von damals allerhand Schlüsse ziehen mag. Sicher steckte die Technik zu jener Zeit noch tief in den Kinderschuhen - aber nicht nur die Technik! Hätten wir in der Oelchemie nicht sehr bedeutende, ja bahnbrechende Fortschritte erzielt, würden wir heute weder sorglos, noch im 100-km-Tempo fahren. Einen der bahnbrechendsten Fortschritte auf diesem Gebiet ist da selektive Losungsraffination, das Verfahren^ mit dem es gelungen ist, das hochwertigste Autob'l herzustellen. zfe^ Shell Sommer-Oele nach selektiver JLösungsraffination:

N° 38 — DIENSTAG, 10. MAI 1938 AUTOMOBIL-REVUE F E U I L L E T O N Blatt im Wind. Von Joe Lederer. 34 Fortsetzung. « Du bist schon ein komisches Mädchen », sagte er. € Ich bin nicht komisch, sondern lieb. Deine liebe Florence. Weisst du noch, wie du mich georfeigt hast, weil ich mit dem Fahrrad an deinem Wagen vorbei bin, und du hast beinah nicht mehr bremsen können ? Das war vor vier Jahren. Damals hast du noch hübsch schlecht chauffiert.» «Ich hab immer gut chauffiert», sagte er. « Also hol dir die Leica und schick mir den Chit ins Office hinüber.» Sie verneigte sich stumm, mit leicht vorgebeugtem Oberkörper, die Hände ineinandergelegt, wie ein Chinese. « Du bist ein grosser Narr >, sagte Hubert. « Ja >, sagte sie. Als sie hinausgingen, war sie anscheinend sehr zufrieden. Sie pfiff vor sich hin mit ihrem rotgeschminkten Mund. Er half ihr in den Wagen. Die Besuche nahmen kein Ende. Am Sonnabend schon waren eine Menge Qäste gekommen, Frau Knotz, Mrs. Harden, Frau Dr. Bach, Mrs. Sinclair mit ihren Töchtern, Frau von Schulenberg, Frau Santos und Lady Keith. Sie waren dagesessen, in bunten Kleidern, fast alle mit Schmuck behängt, hatten,. Tee getrunken und von ihren Kindern, von den Dienern und Europa gesprochen. Sie hatten Gary Fragen gestellt, vorsichtig und ungeschickt, ein Kreuzverhör zwischen Tee und Eiscreme, kleine Angeln, die immer wieder durch die Luft sausten, festhaken wollten und ins Leere fielen. Am Montagvormittag kamen Mrs. Denby und Miss Dinah White, die den grossen SchneidersaLon in der Nankingroad hatten. Miss White war sehr blond, hübsch wie ein Page. Blond und braun sassen sie da, beide nicht mehr ganz jung, beide sehr gepflegt. Sie blieben nicht lang, sie mussten ins Geschäft zurück, sie hatten noch zwei Anproben vor dem Tiffin. Vor der Tür stand ihr Wagen, ein schöner Chrysler. « Steig ein», sagte die hässliche bezaubernde Mrs. Denby zu Miss White. Sie reichte ihr die Tasche, die Handschuhe, die kleine Mütze. Blond und braun verschwanden sie in der Limousine. Es war heiss an diesem Vormittag. Cary sass im Haus herum, bei heruntergelassenen Bambusjalousien und sausenden elektrischen Fächern. Sie spielte Grammophon, während draussen die Hitze wuchs, und der Gestank der austrocknenden Kanäle in der Luft lag. Flötenkonzert von Mozart, sie hörte zu, Alben und Platten .um sich gebreitet, mit vorgebeugtem Rücken, den Kopf gesenkt. Der Salon klang und tönte, erfüllt von Musik. Cortot, der die Klaviersönate von Ravel spielte. Hubert rief an, aber er sprach nicht viel, er ärgerte sich über ein Haus, das in Amoy verbrannt war. Cary ging wieder in den Salon zurück» über dem Fussboden lagen die Platten zerstreut, sie hockte sich neben den Apparat und drehte die Kurbel an. Scherzo aus dem Sommernachtstraum. Toscanini und grosses Orchester. Toscanini und Mendelssohn. Toscanini und Europa. Hubert kam vor eins heim, und mit einem Schlag wurde das Haus lebendig. Cheng rannte, Shih rannte, Bad für den Master, Whisky für den Master, alles für den Master. Cary sass in Huberts Schlafzimmer auf dem Bett und sah ihm zu, wie er sich umzog. Das Zimmer war gross. mit einer Einrichtung, die noch aus Huberts Schulzeit stammte. Verbrauchte Rohrsessel standen herum, ein Schrank, der aussah, als würde er im nächsten Moment in sich zusammenstürzen. Es gab nichts Neues als das Bett und eine hohe, verchromte Stehlampe. An der Wand hing eine Landkarte, verblasst und rissig. Mitten im Atlantischen Ozean war ein Tintenfleck, der bis nach Südamerika reichte. «Ich hab Florence getroffen >, sagte Hubert. « Die Tochter von Meyer, weisst du. Nettes Mädchen, sie wird uns abends mal besuchen.» c Schön.» Er setzte sich zu ihr auf die Bettkante und zog sich die Schuhe an. Sein Haar war noch ganz nass. « Ich hab mit ihr einen Drink getrunken », sagte er. « Und dann war ich noch bei. Watson und wollt dir Verbeneniparfum kaufen. Gibt es aber hier nicht.» < Ich hab ja noch Parfüm, Hubert. > «Ich weiss », sagte er. «Ich wollt dir bloss was schenken.» Er richtete sich auf. « Komisch », sagte er. « Also Florence ist ein hübsches Mädchen und jung, aber für mich hat sie gar keinen Charme. Absolut nichts. Eine Figur. Eine Photographie. > « Und ? » fragte Cary. Auf die Ellenbogen gestützt sah sie ihn an. «Das ist doch merkwürdig >, sagte er. «Hat eigentlich je jemand herausgefunden, warum man sich in eine bestimmte Frau verliebt ? Man trifft hunderttausende...» « Wirklich ? » fragte sie. Aber er Hess sich nicht stören. «Beinah hunderttausend», sagte er. «Und da ist plötzlich eine, die sich vielleicht gar nicht so sehr von den andern unterscheidet, aber... Wieso ist das ? Zwei wildfremde Menschen lieben sich auf einmal ! » Trotz der geschlossenen Vorhänge war die Wand vom Mittagslicht glühend überflössen. Die dünne gelbe Seide war kein Hindernis für die Sonne. Es war heiss. Huberts Gesicht sah frisch und kühl aus. Sein Haar war dunkel von der Nässe. «Niemand weiss, warum», sagte er. « Kein Arzt, und kein Dichter, und nicht einmal die zwei, die sich lieben.» Er stand auf und ging zum Schrank. Er suchte zwischen den Krawatten herum. Sogar sein Rücken sah nachdenklich aus. O Hubert. Ununterbrochen entdeckte er die Welt. « Es ist ein Geheimnis ! » sagte er. Sie sah seinen Rücken an, den braunen Nacken über dem weissen Hemd. Alles, was sie von ihrer Liebe wusste, war ungenau. Und es war nicht viel. Aber es war trotzdem die Liebe. Sicher war es die Liebe. Gefangen sein von der Einmaligkeit eines Menschen. So wie er jetzt dastand, mit braunem Nacken, nach Lavendelwasser riechend, jung, mit breiten Schultern, erfüllt von unerhörten Entdeckungen, die jedem bekannt waren, nur nicht ihm, erweckte er in ihr Zärtlichkeit, Zuneigung, eine Sinnlichkeit, die aus Hunger und Erinnerung zusammengesetzt war, Vertrauen und das Gefühl von Verbundensein. « Was denkst du ? » fragte Hubert. Er hatte sich umgedreht, eine Krawatte in der Hand, sah er schon die ganze Zeit ihr Gesicht an. «. An den Biedermeier-Sekretär», sagte Cary. Er erkundigte sich : «Lügst du jetzt? Was?» « Ja », sagte sie. Als sie sich küssten, klopfte es an die Tür, sehr leise, es war nur der Schatten eines Klopfens. «Gh'ih fan », sagte Cheng draussen. Es war Zeit zum Mittagessen. 5. Kapitel. j)as Thermometer war langsam und zäh hinaufgekrochen, aber in der letzten Juniwoche ging es mit Sprüngen weiter, über Hundert hinweg, immer höher, jeder Tag brachte eine neue Glutwelle. Schmutzig, grau und lärmend lag Shanghai unter der Hitze. Mrs. Meyer und Florence reisten ab, Hubert und Cary hatten sie zum Abendessen erwartet, aber auf einem Yangtzedampfer war plötzlich eine Kabine frei geworden, Meyer, der allein und nach Luft schnaufend erschien, erzählte es ausführlich, was für ein Glück für die Mädchen, jetzt kamen sie um drei Tage früher ins Gebirge. Im weissen Seidenanzug, klein und dick, die Stirn glitzernd von Schweiss, sass Meyer da, die Gabel in den kurzen Fingern, et stocherte im Gemüse herum, niemand ass. Es war zu heiss. Eisgekühltes Sodawasser, eisgekühlter Wein. Meyer trank, langsam, pausenlos, und ohne betrunken zu werden. Er starrte Cary an. «Ich hab Smyth heut getroffen », sagte Hubert. « Er glaubt, es wird im Herbst wieder losgelm im Norden. Liu Hsiang soll mit den Tschechen wegen Waffen verhandelt haben.» «Vielleicht», sagte Meyer. Er wischte sich die glänzende rosa Stirn ab, die nach einer Sekunde wieder mit Schweissperlen bedeckt war. Er überlegte, ob er hierbleiben sollte oder nach dem Essen einfach verschwinden und Natascha anrufen. Aber je länger er daran dachte, desto weniger hatte er Lust mit ihr zusammen zu sein. Nein. Sie kam ihm auf einmal vor wie ein Stoffhase, abgegriffen und mit Sägespänen gefüllt. Wozu. Eine kleine Schlumpe. Tottraurig alles. An der Decke drehte sich ohne Unterlass der Fächer. Cheng goss die Gläser voll. « Wir könnten eigentlich nachher ins Kino gehn », sagte Hubert. « Dort ist es wenigstens luftig. » « Vielleicht will Mrs. Maquardt Heber tanzen ? Im Cathay ? Oder im French Club ? » fragte Meyer. (Fortsetzung folgt.) 2-fürige Coach4~ ml! hydraulischen Bremsen ^^M M&L ^^^ ^^^k Plätzer Fr.345Q- Der OMAC-PIan erleichtert dia Zahlung. Direkte Fabrikvertretungen: Aarau: Automobil A.-G / Amriswil: Ritzi & Wagner / Basel: Grosspeter A.-G / Bellinzona: P Ulrich & Cie. / Bern: Ritzi & Wagner, Garage Kasinoplatz / Biel: P. Lehmann / Chur: Grand Garage Dosen / Flüelen- J Rietmann / Glarus: E. Ryffel-Altmann / Huttwilr Graedel & Co. / Locarno: J. Wiedmann / Lugano: Henri Morel / Luzern. Autoverkaufs A.-G. / Oensingen: Rauber & Co. / Ölten: Max Moser & Co. / Rheinfelden: Gebr. Grell / Schaffhausen: E Rampinelli / Solothurn: Werkhof-Garage A.-G: /St. Gallen: Ritzi & Wagner / Baden: F. Knibiehler / Zofingen: H Lüthy & Co. / Zug: Alois Kaiser / Zürich: Titan A.-G. — Lokale Vertretungen: Berneck: Hch. Eggenberger / Birrwil: Garage Strobel / Buchs- Garage Blaser / Burgdorf: W. Fankhauser / Flawil: P. Wohler / Frauenfeld: Schloss-Garage / Herzogenbuchsee: W. Hofer / Hochdorf: J. Brun / Kreuzungen: E. Lang / Langenthai- Garage Geiser / Langnau: W. Wüthrich / Lichtensteig: Garage Brunner / Mels: J. Graf, Ing. / Rapperswil: Gebr. Pfenninger / Schüpfheim: A. Lötscher / Thun: Garage Volz / Vaduz: Garage Gerster / Willisau: Garage J Lustenberger / Winterthur: A. Bosshard / Wohlen: Central-Garage. JB.N m.sj SdimutT.BrAmcnn A fi Telephon »7.1 SO C»_A.•!*:.. 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