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E_1938_Zeitung_Nr.042

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 2i. MM 193S N»42 Zur Montage bereite Schweizer Pnens! Fast alle in Biel montierten Wagen werden mit Schweizer Pneus ausgerüstet In den Jahren 1936 und 1937 wurden in Biel 29,681 schweizerische Pneus montiert und damit wieder viele Arbeiter ausserhalb unseres Werkes beschäftigt VAUXHALL •ö Hier wird die Karosserie auf das Chassis montiert. Auch der weniger Begüterte soll sich ein gutes Automobil leisten können. Durch die weitgehende Normalisierung der Produktion in den General - Motors - Werken wird für die billigst mögliche Herstellung jedes einzelnen Teils gesorgt. Ganzstahl-Karosseriedächer z. B. werden auf den Riesenpressen in je 6 Minuten per Dach herge- i stellt, das auf jede andere Weise gefertigt | den Wagen viel zu teuer machen würde Am laufenden Band werden Sitzpolster hergestellt. Dass die schweizerische Textilindustrie sich so weit wie möglich am Bau unserer Wagen beteiligen soll, ist Selbstverständlichkeit. Für Sitzpolster und übrige Innenausstattung wurden in den Jahren 1936 und 1937 22,808 m 2 schweizerische Stoffe verwendet. P0NTUC Eine Schweiz. Batterie wird einmontiert. Vielfach wurde seit Ausbruch der Krise in den andern Ländern schweizerisches Material durch ausländisches ersetzt. Deshalb kommt auch den schweizerischen Fabriken von Batterien und anderem elektrischen Zubehör die Verwendung ihrer Erzeugnisse in unsern Wagen sehr zustatten. wissen Sie, dass das modernste Äutomontage- Werk Europas in Biel steht? Wer das Werk gern besichtigen möchte, ist freundlich dazu eingeladen (10.30 und 19.30 Uhr, Vereine und Schulen auf Anfrage). BUICK >i •• *••*•••••» »••••Dtiintiiiiiif ::::b;;::«:::::;;;;: Ein vorteilhafter Rollenwechsel! 511: H. mobil in der Schweiz die Rolle der fast 100%igen Auslandsware. — Dem schweizerischen Montagewerk der General Motors Suisse S. A. ist es gelungen, ihren in Biel montierten Wagen neue Rollen zuzuweisen: 1. Transportmittel, die den höchstmöglichen Wert per „Franken" Kaufpreis bieten und 2. Verdienstbringer für eine beträchtliche Zahl schweizerischer Arbeiter und Fabriken. — Nur 35% vom Preis, den der schweizerische Wiederverkäufer unserer Automobile zahlt, sind ausländische Arbeits- und Materialwerte. Die übrigen 65% bleiben im Land. Die in der Schweiz hergestellten Bestandteile, wie Pneus, Batterien, Räder, Stoffe etc. sind natürlich bedeutend weniger mit Fracht, Zoll und Valutaverlusten belastet, als wenn sie in fertigen Wagen aus dem Ausland kommen. — Etwa 50 ständige Grosslieferanten aus allen Kantonen sind an der Herstellung von Zubehör für die Bieler Montage beschäftigt. Im Jahre 1937 erhöhten sich die schweizerischen Materialeinkäufe nieder um 1,500,000 Franken gegenüber 1936. — Wie tief dem Schweizer Arbeiter der Qualitätsgedanke eingeprägt ist, haben wir mit Freude an unserer ganzen Belegschaft konstatieren dürfen. Diese Minner, von denen viele schon durch ihre frühere Arbeit in der Uhrenindustrie auf Präzision eingeschworen waren, würden sich zu jeder Zeit weigern, andere als beste Arbeit au leisten. — General-Motors-Service im ganzen Land! *- Ebenso wichtig wie die Qualität Ihres Wagens ist aber das weitverzweigte Netz gut ausgerüsteter General - Motors - Service - Stationen und -Ersatzteillager mit fachmännisch und periodisch geschultem Personal. — Unsere Mechaniker im ganzen Land herum werden durch die Zentralstelle in der Fabrik regelmässig über alle« Neuerungen und Verbesserungen auf dem laufenden gehalten und können daher dafür sorgen, dass das Fahrzeug den Dienst leistet, den Sie beim Kauf eines General-Motors-Wagens mit Recht erwarten dürfen. wer einen General-Motors-Wagen kauft, hilft der schwel- (Pmwmmml MAIAM« 6«l0en C! A zerischen Wirtschaft und hilft sich selbst am besten. UGHGrill lUOIOrS ÖU1SSB Oi iftai Biel

42 II. Blatt BERN, 24. Mai 1938 Automobil-Revue II. Blatt BERN, 24. Mai 1938 Arbeltsbeschaffungsprogramm und Ausbau der Alpenstrassen. Der Bundesrat hat gegenwärtig ein Arbeitsbeschaffungsprogramm im Wurf, dessen Rahmen u. a. auch den weiteren Ausbau der Alpenstrassen umfasst. Gewiss stehen dabei militärische Erwägungen im Vordergrund, doch wird man ein solches Projekt unter dem Gesichtswinkel der Interessen unseres Fremdenverkehrs ebenfalls nur begrüssen können, denn dass auch er aus der Modernisierung bestehender und der Anlage neuer Paßstrassen Nutzen zieht, liegt auf der Hand. Den Hauptpunkt des Programms bildet offenbar die Erstellung einer Nord-Südverbindung nach dem Kanton Graubünden, zu dem wir heute einzig den Zugang durch das De"file von Sargans besitzen, das im Ernstfall von einem Gegner mit Leichtigkeit unter Feuer gehalten werden könnte. Deshalb drängt sich die Notwendigkeit der Schaffung einer neuen Zufahrt nach dem Bündnerland auf, wofür der Kistenpass, der Segnes und der Panixer in Frage kommen. Ausserdem ist der Ausbau des Oberalps ins Auge gefasst. und zwar soll er in einer Art und Weise erfolgen, welche die Fahrbarkeit dieses Uebergangs auch 'm Winter gewährleistet. Voraussetzung dafür wäre der Bau von Lawinengalerien. Wenn weiter der Ausbau der Prageistrasse vorgesehen ist, so stellt er nur die Ergänzung des Plans für die Nord-Südverbindung über die Glarneralpen dar. Ob indessen eine Fahrbahnbreite des Prageis auf 4% m genügen würde, darüber kann man geteilter Meinung sein. Was die Finanzierung dieser Arbeiten anbelangt, so scheint man sie sich in der Form vorzustellen, dass in der Kreditvorlage für die Arbeitsbeschaffung gewisse zusätzliche Strassenbau-Kredite bewilligt würden, welche dann das Departement des Innern im Rahmen des geltenden Beschlusses über den Ausbau der Alpenstrassen zu verwenden hätte. /Sklttu^ll^s Die Umfahrung der Schweiz im Osten beginnt! Im Leitartikel der vorliegenden Nummer ist davon die Rede, dass sich mit der Eingliederung Oesterreichs ins Deutsche Reich für uns die Gefahr des «Abgefahrenwerdens» weiter verschärft habe. Dass es sich dabei nicht um Schwarzmalerei, sondern um Dinge handelt, die sich bereits zu konkreter Gestalt verdichtet haben, beweist die Tatsache, dass die bisher über die Schweiz verlaufende Postautolinie München-Meran, welche eine direkte Verbindung von St. Moritz mit Bayern einerseits und dem Südtirol anderseits geschaffen hatte, bereits von diesem Jahr an nicht mehr über unser Gebiet, sondern dirakt von München via Innsbruck und den Brenner nach Meran führen wird. Was nach der politischen Veränderung an unserer Ostgrenze zu be-? fürchten stand, das ist rascher als man gedacht zur Wirklichkeit geworden: die Schweiz wird im Strassenverkehr von Deutschland nach dem Süden als Durchgangsland glatt abgeschnitten. Ob man zuständigen Orts dieses Warnungszeichen in seiner ganzen Schwere erkennt und versteht? Wir hoffen es dringend, denn zu ernst sind die Perspektiven, die sich aus diesem typischen Beispiel für unsern Fremdenverkehr ergeben, als dass wir es verantworten könnten, der sich anbahnenden Entwicklung, deren Tendenz durch die Ausschaltung der Schweiz im Nord-Südverkehr gekennzeichnet ist, noch länger tatenlos zuzusehen. Händeln rnuss das Gebot der Stunde lauten — und zwar sofortiges Handeln. Unpassierbar gewordene Alpenstrassen. Die starke Abkühlung der letzten Tage war in den höheren Lagen von Schneefällen begleitet, welche den Verkehr auf einem Teil dar bereits geöffneten Paßstrassen wieder unterbunden haben. Gesperrt sind gegenwärtig der Gotthard von Göschenen bis Airolo, der Lukmanier, an Bernardino, Albula und St. Bernhard. Der Julier ist gepfadet und mit Ketten fahrbar. Als gänzlich schneefrei wird der Brünig gemeldet, ebenso wie die Zufahrt zu den Verladestationen am Gotthard (Airolo und Göschenen). Mitnahme von Ketten empfiehlt sich auf jeden Fall. Schweiz. Strassenverkehrsliga. aufgebauschten Meldungen über die Strassenunfälle haben von Automobilistenverbandsseite überhaupt keine Entgegnung und Abwehr gefunden, weil niemand dazu da ist. Hätte nicht noch die Fachpresse Zur Generalversammlung am 27. Mai. Schon seit dem letzten Herbst dauern die Anstrengungen für eine Umgestaltung der Spitzenfenden Behauptungen zurückgewiesen, wäre eine und vor allem die «Automobil-Revue> die unzutreforganisation der schweizerischen Strassenverkehrs- Erwiderung überhaupt ausgeblieben. Die kommenden Jahre werden aber schwere Kämpfe bringen; Interessentenverbände, die heute fehlt, für den Schutz der Interessen der schweizerischen Motorfahrzeugbesitzer und -führer jedoch dringend nötig Bern ganze Arbeit geleistet wird. Sollten anfänglich um so unerlässlicher ist es, dass am 27. Mai in ist. Man hat sich von dieser Notwendigkeit in den noch nicht alle Verbände in dem «Ding syn», so Verbänden, welche die Angelegenheit berührt, überzeugen lassen, weshalb schon seit etlichen Wochen torrad- und VelofaJuern etwas klareren Wein ein- wird es nötig sein, einmal den Automobilisten, Mo- die Reorganisation der Schweiz. Strassenverkehrsliga auf dem Wege einer Revision der Statuten im es wieder nicht zu der so dringenden Einheitsfront zuschenken und sie darüber aufzuklären, warum Gange ist. Die bisherigen Mitgliederverbände hatten aller nationalen, kantonalen und regionalen Verbände des schweizerischen Strassenverkehrs gekom- denn auch schon Gelegenheit, zum Statutenentwurf Stellung zu nehmen, wobei das Hauptmoment wohl men ist, in einem Moment, wo es jedem ums Ganze auf der grundsätzlichen Frage des Aufbaues der gehen wird und muss. Schweiz. Strassenverkehrsliga mit oder ohne kantonale oder regionale Verkehrsligen lag, zumal der schweizerischen Liga heute schon neben den grossen nationalen Verbänden auch einige kantonale Ligen .als Mitglieder angehören. Erst vor Monatsfrist hat auch der Zentralvorstand des A.C.S. zu diesem wichtigen grundsätzlichen Problem Stellung genommen, in dem Sinne zwar, dass er sich ein- stimmig für die Vertretung der kantonalen und regionalen Strassenverkehrsligen im Zentralkomitee und der Delegiertenversammlung der schweizerischen Liga aussprach. Dass dabei den nationalen Spitzenverbänden die massgebende Leitung zukommen muss, versteht sich wohl von selbst. Zur definitiven Abklärung all dieser Fragen findet nun am 27. Mai in Bern eine Generalversammlung der Schweiz.. Strassenv'erkehrsfiga statt, welche sich neben der Revision der Statuten auch mit der Neubestellung der leitenden Organe (Zentralvorstand und Präsident) und der Geschäftsleitung zu befassen hat. Es ist zu wünschen, dass eine grundsätzliche Einigung erzielt und so der Grundstein für den Zusammenschluss aller nationalen und kantonalen Verkehrsinteressenten-Verbände in einer Spitzenorganisation gelegt wird. Dass die Hauptaufgabe einer derart reorganisierten Liga im Schutz der Interessen der Strassenbenützer und nicht an- Va^un^em Vor der Tagung der « Alliance Internationale de Tourisme» in Berlin. Am Mittwoch, 25. Mai, tritt in Berlin die «Alliance Internationale de Tourisme» (A.I.T.) unter dem Vorsitz ihres Präsidenten, Dr. Henri Henneberg (Genf), der an der Spitze des Touring-Glubs der Schweiz steht, zu ihrer Jahresversammlung zusammen. Die Traktanden sind, entsprechend der umfassenden Tätigkeit dieser grossen Organisation, recht mannigfaltig. Einer der interessantesten Punkte wird die Behandlung der Frage der t r a n s- kontinentalen Autobahnen darstellen. Nachdem schon die heute zu einem Teil verwirklichte oder zum mindesten im Ausbau befindliche Purchzu?BstrassG London-Istanbul der Initiative der A.I.T. entsprungen ist, soll die gleiche Idee auch auf anderen Krdteilen zur Durchführung gelangen, und zwar in Gestalt einer transafrikanischen, transasiatischen und transamerikanischen Autobahn. Ferner gilt, es,- die Beziehungen der A.I.T. zu der «Association Internationale des Automobile-Clubs Reconnus (A.I.A.G,R.)> zu prüfen, was im Interesse derer Wirtschaftsgruppen liegen müss, wird ein eines rationellen Zusammenarbeitens auf dem Gebiete gemeinsam berührender Fragen nur erwünscht ebenso unerlässliehes Postulat sein. Wenn man sieht, wie grosszügig und schlagkräftig die Bahninteressenten in der «Litra» zusarnmengefasst sind, der A.I.T legt der Umstand Zeugnis ab, dass u. a. sein kann. Von dem weiten Bereich des Wirkens dann kann man sich der Einsicht nicht verschliessen, dass es nun auch für die Strassenbenützer glückte Automobile zur Debatte steht, ebenso wie auch die Hilfeleistung für in der Sahara verun- höchste Zeit wird, endlich zum Rechten zu sehen die Gründung eines Ausschusses der afrikanischen und eine analoge Spitzenorganisation mit tüchtiger Strassen. Zeitgemäss erscheinen im weiteren die Geschäftsleitung zu schaffen, wobei keine finanziellen Mittel gescheut werden dürfen. Der einzelne des gelben Lichtes, der Numerierung der Motore Probleme des Radfahr-Tourismus, der Verwendung Automobilist würde es nie verstehen, wenn sich und Fahrgestelle von Automobilen, touristischer Abkommen sowie zahlreiche Zoll-, Versicherungs- und hier die Verbände nicht tatkräftig einsetzen würden. Formalitäts-Fragen. Der Touringe-Club der Schweiz Heute steht es mit dieser Verteidigung schlimm. macht die Anregung eines zweckmässigen und Die letzten Kampagnen der «Litra> in der Tagespresse mit den hinkenden Vergleichen zwischen kostensparenden ' Austausches des Reiserouten- Dienstes zwischen 'den einzelnen Landesverbänden. Bahn und Auto im Fremdenverkehr und mit den H.B. asis ieses er a reu? Das Clirosol-Verfahren kommt ausschliesslxch für die Raffination von Mobiloil in Anwendung. Es beg nnt dort, wo andere Verfahren aufhören. Es verarbeitet ein an Schmierkraft reiches Oel, das schon sauber ist, weil es in feinen Dampf verwandelt wurde und dann kondensierte. Durch ein physikalisches Verfahren, das allen bisher üblichen chemischen Verfahren deutlich überlegen ist, werden die letzten Unreinheiten ausgewaschen und ein «reiner Schmierstoff» erzeugt. VACUUM O1L COMPANY.BASEt tritt einem SAUBEREN MOTOR erwenden Sie nicht irgendein Oel, das Ihren Motor V höchstwahrscheinlich verschmutzt. Ein inwendig schmut ziger Motor ist GEBREMST. Die Ventile kleben, auf den Kolben setzt sich Kohle an, im Kurbelgehäuse zeigt sich Schlamm. Verminderte Leistung des Motors, erhöhter Benzin- und Oelverbrauch sind die Folgen der Verwendung eines ungeeigneten Oeles. Das alles bedeutet Geldverlust. Um Ihren Motor SAUBER zu halten ist die Verwendung von Mobiloil dringend nötig : es ist das EINZIGE Oel, welches von allen schlammbildenden Anteilen durch das bekannte Clirosol-Verfahren befreit ist. Eine einwandfreie Schmierung ist dadurch gewährleistet. Um schnell, sorglos,und billig zu fahren : UND RASSI