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E_1938_Zeitung_Nr.043

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£•»«»»# In «K Sck Nationale Geschicklichkeitsprüfung in Baden. Auf 3er Nennliete für die von der Sektion AaTgau des A.C.S. organisierte, am nächsten Samstag anlässlich das ACS-Zentralfesteß in Baden zur Durchführung gelangende nationale Geschicklichkeitsprüfung figurieren nicht weniger als 58 verschiedene, von früheren automobilsportlichen Wettbewerben her grässtenteils bekannte Namen, von denen sich 13 nicht nur an der nationalen, sondern auch an der den Mitgliedern der angrenzenden Sektionen des ACS reservierten Veranstaltung beteiligen. So eklatant dieser Nennerfolg ist, so kam er doch keineswegs überraschend, zählt doch die Konkurrenz für die schweizerische Automobilmeisterschaft des Jahres 1938, wobei die Teilnahme an diesem Anlass im Meisterschaftereglement für alle jene Fahrer als obligatorisch erklärt wird, die im Preis von Bremgarten vom 20. August auf der Berner Rundstrecke nicht zu starten gedenken. Wir hatten bereits kurz Gelegenheit, auf Einzelheiten im Programm dieser Veranstaltung einzugehen, bei welcher die Piloten in einem nach allen Regeln der Kunst angelegten Gymkhana ihr fahrtechnisches Können unter Beweis zu stellen haben, so dass es sich erübrigt, nochmals darauf zurückzukommen. Der sportliche Erfolg der Badener Geschicklicbkeitsprüfung, an der man einmal mehr die hohe Schule des Automobilfahrens zu sehen bekommt, wird nicht ausbleiben. Nennliste _. ... . . . , Wagen- Kaietori« u. Start-Nr. Konkurrent marke veranstalte;. 1 Dr. Otto Heilbronn, Neuchätel Austin A * 2 M. Troesch, Zürich Fiat Et* 3 Martin Walther, Bern Fiat E t 4 Willy Moser, La Ch.-de-Fonds Fiat A t 5 Willy Bohl, Bern Fiat A * 6 «Zupp», Zürich Fiat At* 7 Albert Scherer. Basel Fiat At* 8 Hans Kuny, Küttigen Fiat A § 9 Hans Stich, La Ch.-de-Fonds Fiat E t 10 Walter Schärer, Zürich Fiat At* 11 Alfred Dattner, Zürich Fiat Et* 12 Hans K. v Tscharner, Bern M.G. At* ,13 Paul Nikiaus, Bern Riley A t 14 Hubert Patthey, Neuchätel Lancia E * 15 Robert Schnebli, Baden Lancia A § 16 Josef Voser, Baden Adler A § 17 Peter Lenzin, Zürich/Aarau Adler A § 18 H. Bruggisser, Aarau Adler E § 19 Fritz Kunath. Aarau Adler A § 20 Otto Diebold, Baden Adler E § 21 Kurt Flubacher, Liestal Adler A * 22 Bruno Rampinelli, Basel Opel E * 23 Traugott Alpsteg, Dürrenäsch Opel A § 24 Willy Graber, Aarau Opel E' § 25 Max Gretener, Zürich Opel A § 26 Karl Dudler. Laufenburg Citroen A § 27 Kurt Bold, Zürich B.M.W. At* 28 Hans -Rolf Gautschi, Bern B.M.W. A t 29 Willy Santschy, La Ch.-de-Fds. Peugeot E t 30 Martin Zimmermann, Zürich Vauxhall Et* 31 Hans Dietrich. Zürich Alfa Romeo A t 32 Anton Müller, Zurzach Wolseley A § 33 Frl. Ereöne Koch, Aaraa 34 Andre H^tz. Neuchätel 35 Aug. Scheibler, Laupen 36 Maurice Labhardt, Basel 37 Dr. Kurt Weber, Aarau 38 Walter Häsler. Interlaken 39 A. BosshaTdt, Zürich 40 Max Christen, Basel 41 Werner Locher, Zürich 42 Willy Schubarth, Basel 43 Dr. Karl Schäfer. Bern 44 Erwin Schober, Zürich 45 Hans Gübelin, Zürich 46 Max Bolli, Zürich 47 Jos. Villiger, Muri 48 Ernst Stirnemann, Zürich 49 Karl Tobler, Wildegg 50 Ernst Müller. Basel 51 Dr. Leo Girard, Basel 52 W. Baer, Zürich 53 Emilio Campolongo, Zürich 54 Ernst Sutter, Aarau 55 Hans Weber. Suhr 56 Erich Schäfer, Bern 57 Hans Portmann, Basel 58 Jos. Bucher, Luzern Renault A * Kategorie A = Amateur; Kategorie E = Expertet = Nationale Veranstaltung. * = Reservierte Veranstaltung für Mitglieder der angrenzenden Sektionen. § = Reservierte Veranstaltung für Mitglieder der Sektion Aargau des A.C.S. Das erste Engagement für den V. Grossen Preis der Schweiz. 21 August 1938 in Bern. Der V. Grosse Preis der Schweiz für Automobile am 21. August 1938 beginnt das Netz seiner Engagements um Europa zu spannen. Rennleiter Dir. W. Ed. Huber sieht eich auf den internationalen Kampfplätzen an den wichtigsten Autorennen um und wirbt für Bern. Die jetzige Rennformel hat neue Rennwagen hervorgebracht, welche alle Beteiligten, vom Equipenchef bis zum Mechaniker, vor neue Aufgaben stellen. Darin liegt der besondere Reiz der diesjährigen S'portsaison, die auch dem Publikum Neues bietet. Delahaye, ein neuer Stern unter den französischen Rennwagenmarken, greift aktiv in das Geschehen auf den internationalen Rennbahnen ein. Ihm wurde der Millionenfonds zugesprochen, den Frankreich für den zuverlässigsten einheimischen Rennwagen zu vergeben hatte. Delahaye, dieser vollblütige, kompressorlose 4,5-Liter-12-Zylinder-R«nnwagen hat seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, als er in Pau vor Mercedes-Benz den ersten Siegeslorbeer an seine Fahne heftete. Nun liegt bereits seine Anmeldung für den Grand Prix von Bern vor. Die Ecurle-Bleue, die Rennmannschaft von Delahaye, entsendet zwei Prominente: nämlich Rene Dreyfus, der Sieger von Pau und Cianfranco, und Comotti. ein Könner, der mit seinem neuen Boliden wieder in die Reihe der Spitzenfahrer aufrückt. Damt hat sich der Grand Prix schon beim ersten Engagement eine erfreuliche Marken-Bereicherung des internationalen Feldes gesichert. AUTOMOBIt-REVUE FREITAG, 27. MAI 1938 -- N"> 43 Terraplane A § Ford A § Bugatü E t Ford A § Mercedes A § Mercedes A * Mercedes E * Chevrolet A * Plymouth At* Terraplane A * A t Mercedes E * Et* Chrysler Et* Chrysler A § De Soto A § Dodge A § Studebaker A * Horch A * A t Hanomajr Et* Fiat A § Hansa E t A t Ford Et* Weitere ueberraschungen werden nicht auf eich warten lassen. Grosser Preis von Zürich 1939. Die Sektion Zürich des A.C.S. hat einen Organisationsausschuss für die Gestaltung des Programmes und der allgemeinen Richtlinien bezüglich des Grossen Preises von Zürich 1930 eingesetzt. Das auf der 4,580 km langen Rundstrecke vom Schwamendingen auszutragende Rennen ist für den 24. September 1939 vorgesehen. s •>«»••* in» Jkusl«and Rundrennen von Florenz abgesagt. Die Federazione Automobilistica Sportiva Italiana teilt mit, dass das im internationalen Sportkalender unterm 5. Juni figurierende, den Anderthalbliter-Rennwagen reservierte Rundrennen von Florenz nicht stattfinden werde. AJs Grossen Preis dieser Rennwagenklasse hat sie gleichzeitig das am 26. Juni zum Austrag kommende 3. Circuit von Neapel bezeichnet. Dieser Beschluss ist — wie in der letzten Nummer bekanntgegeben — auf den Umstand zurückzuführen, dass die Rennorganisation Alfa-Corse mit ihren neuen lK-Liter-Boliden bis auf weiteres nicht zu debütieren gedenkt, weshalb die Organisatoren der Florentiner Veranstaltung bei der italienischen Sportkommission um Verschiebung ihres Rennens nachsuchten. Dieser Bitte ist, wie aus den obigen Zeilen hervorgeht, nicht stattgegeben worden. Im Bergrennen von Shelsley Walsh, dem kürzesten Bergrennen der Welt, das morgen Samstagnachmittag in der Nähe von Birmingham (Grafschaft Worcester) auf einer 1000 Yards (910 Meter) langen Strecke zum Austrag kommt, stehen sich als grösste Rivalen der gegenwärtige Rekordmann, A.F.P. Fane und der mehrjährige Rekordinhaber Raymond Mays gegenüber. Fane startet einmal auf Frazer-Nash/B.M.W. und einmal auf Frazer-Nash 1500 ccm. während Mays — so berichten wenigstens die englischen Fachblätter — auf einem neuen Grand-Prix-ERA dem bisherigen Streckenrekord von 33,77 Sekunden = 85,277 km/St, zu Leibe rücken wird. Auf ERA starten ferner Lord Howe und Arthur Dobson. Die Sydenham-Trophäe, um welche am vergangenen Samstag auf der 'Kristallpalast-Rundstrecke in London ein erlesenes Feld englischer Fahrer kämpfte, wurde von Smith (M. G.) in der Zeit von 34:06,8 = 84,907 km/St, vor Prinz Bira auf ERA (34:19,7) und Maclure auf Riley (35:07) gewonnen. Kein Eifelrennen! Wie wir kurz vor Druokbeginn erfahren, soll das auf den 12. Juni angesetzte internationale Eifelrennen abgesagt werden, da nicht nur der Mailänder Alfa-Corse, sondern auch Talbot und die Auto-Union forfait erklärt haben. Grosser Preis von Antwerpen. Von diesem Rennen, das am letzten Sonntag erstmals zur Durchführung gelangte, und worüber wir in der Dienstagausgabe kurz berichteten, geben wir heute noch die genauen Resultate wieder: Kategorie über 2 Liter: 1. R. Mazaud. Delahaye, 3:48-12 = 132,6 km/St.; 2. Gerard, Delage; 3. Tremoulet, Delahaye; 4. Willing. Delahaye; 5. Snow, Delahaye; 6. Revellj. Bugatti; 7. Cornet, Alfa Romeo. Kategorie bis 2 Liter: 1. Roese, B.M.W., 4:07:08 = 122,4 km/St; 2. Briem, B. M.W., J18.6 km/St.; 3. Heinemann, B. M. W.; 4. Forestier, Riley; 5. Prinz zu Schaumburg-Lippe, B. M. W.; 6. Real. Lancia; 7. Thellusson, Lancia. Mays (ERA) Sieger fm Rennen um die Krönungstrophäe. Im 100-Meilen-Rennen um die Coronation-Trophy in Donington kam der S'tallfahrer von ERA, Raymond MayS, zu seinem ersten Saisonsieg. Er legte die 32 Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111,970 km/St zurück. Resultate: 1. Raymond Max (ERA 1488), 1:32:05 = 111,970 km/St; 2. A. P. R. Rolt (ERA 1488), 1:34:05 = 109.428 km/St.; 3. I. F Connell (ERA 1488), 1:34:25 = 108,945 km/St.; 4. I. Nickols (MG 746), 1:37:32 = 98,986 km/St Für das 24-Stundenrennen von Le Mans sind insgesamt 56 Nennungen eingegangen. Die 52 bekannten Marken, die bis dato bekannt sind, verteilen sich wie folgt auf die verschiedenen Konstruktionen: 2 Adler, 3 Alfa Romeo, 1 Aston-Martin, 1 Atalanta, 3 Austin. 3 Bugatti, 1 Delage, 8 Delabaye, 2 H.R.G., 1 Lancia, 2 M. G., 1 Morgan, 3 Peugept, 2 Riley, 1 Salmson, 9 Simca, 2 Singer, 6 Talbot und 1 Triumph. Neuerung im amerikanischen Automoburennen. In den meisten amerikanischen Automobilrennen war es bisher üblich, dass jeder Konkurrent noch einen Beifahrer im Wagen hatte, dem als Hauptaufgabe die Beobachtung des Rennens oblag. Im Grossen Preis von Indianapolis, der am 30. Mai ausgefahren wird, sind die Beifahrer nicht mehr zugelassen und die Wagen müssen mit Rückspiegeln versehen sein. J. Paul auf dem Weg der Genesung. Der Franzose J. Paul, der vor zwei Wochen auf einem neuen Grand Prix-Delage am Rennen um die internationale Trophäe in Brooklands teilnahm und mit einem Engländer zusammenstiess, wobei er leicht verletzt wurde, ist aus dem Spital entlassen worden und nach Paris zurückgekehrt, wo er weiter gepflegt wird. %u kaufen geöwcfit 7-8-Plätzer ttoousine. starker Amerikaner, lür Hotelbetnea Offerten unter Chiffre 21352 an die Automobil-Revue, Bern. 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TW0 A5 ITTJVTTin 97 M4T 1930 AUTOMOBIL-REVUE Eine Jurafahrt Der Jura ist während langen Jahren von den Automobilisten mehr oder weniger stiefmütterlich behandelt worden. Man glaubte, nur eine Alpenfahrt sei etwas «Zünftiges» und Hess deshalb ganz ungerechtfertigterweise den Jura häufig links liegen. Gebessert hat es mit dieser Verkennung dieses Gebietes in den letzten Jahren etwas und besonders derjenige, der sich darin auskennt, fährt immer wieder hin. Um aber auch denjenigen zu ermuntern, für den heute die Juraketten und -höhen noch unbekanntes Land sind, haben wir eine Rundfahrt zusammengestellt, die einen recht abwechslungsreichen Eindruck des Gebietes vermittelt. Ausgangspunkt ist Basel, wobei aber die Reiseroute überall angeschnitten werden kann, sei es nun in Neuenburg oder sei es von Biel oder Solothurn aus. Von Basel fährt man auf guter Strasse über Binningen nach Benken, dann kurz über «französisches Gebiet (Ausweise nicht notwendig) in den Zipfel von Rodersdorf. Ueber Metzerlen windet sich die Strasse hinauf auf den Blauen, mit prachtvollem Fernblick ins Sundgau, Vogesen und Schwarzwald. Dann geht's hinunter nach Röschenz und durch das malerische Städtchen Laufen. Von hier führt uns die Fahrt hinein ins Schwarzbubenland über Breitenbach oder Wahlen nach Büsserach, Erschwil und dann weiter hinauf zum Passwang, dessen Kamm durch einen kurzen Strassentunnel durchquert wird. Hübsch ist die Weiterfahrt hinunter ins Guldental nach Ramiswil. Von hier wendet man sich nicht talauswärts, sondern talaufwärts und kommt so über den Scheltenpass auf schmaler, aber interessanter Strasse, passiert die Dörfer Mervelier, Vermes und gelangt nach Roches und Montier; weiter durch Klüsen und Täler über Court, BSvilard, Tavannes und die Pierre Pertuis nach Sonceboz im St. Immertal. Nächste Station ist St. Immer und von hier geht's auf guter Strasse hinauf auf die Höhe des Chasseral. Der Blick hinaus ins Mittelland und hinüber zu den Alpen ist von dieser hohen Warte aus einmalig. Die Strasse führt dann hinunter zum Plateau von Tessenberg, man quert Lignieres und schraubt sich, immer auf aussichtsreicher Strasse, hinunter nach Landeron. Ueber St. Blaise wird Neuenburg erreicht mit Weiterfahrt durch die Seyonschhicht nach Valangin, mit dem altbekannten Schloss im Val de Ruz und dann über die Höhe der Vue-des-Alpes ins Uhrmacherzentrum La Chaux-de-Fonds. Ganz einzig in ihrer Art ist der weitere Verlauf der Route durch die Freiberge über Les Bois, Noirmont, Saignel6gier, Montfaucon, St. Brais und dann über die Höhenstrasse nach La Caquerelle und Les Rangiers, mit dem bekannten und machtvollen Soldatendenkmal. Wen's gelüstet, der fährt noch schnell in die Ajoie oder dann auf kürzestem Weg zurück hinunter in das Becken von Delsberg und immer der Birs entlang über Laufen, Zwingen, Grellingen nach Basel. Die ganze Strecke misst 289 Kilometer und ist in 8 bis 9 Fahrstunden leicht zurückzulegen. Mittagshalte empfehlen sich, sei es auf dem Chasseral oder an den Gestaden des Bieler- oder Neuenburgersees. St»««: ;«**•!»«••• Weiterer Aasbau der Radfahrwege in Deutschland. Man erinnert sich noch, dass der Schweiz. Autostrassen-Verein gegen Ende des vorletzten Jahres eine den Radfahrwegen gewidmete Wanderausstellung in einer Reihe von Sehweizerstädten veranstaltete, wobei auch die bisherigen Leistungen Deutschlands auf diesem Gebiet mithalfen, den Gedanken der Anlage besonderer Wege für die «Ritter des Stahlrosses» in unsere Bevölkerung hinauszutragen. Inzwischen aber ist die Entwicklung in unserem nördlichen Nachbarland nicht stillgestanden, und wenn eine der höchstgestel'lten Persönlichkeiten des Reichs den Satz prägte, die lückenlose Vollendung des Radfahrwege-Netzes sei eine Aufgabe, der keine geringere Bedeutung zukomme als dem Bau der Reichsautobahnen, dann legt dieser Ausspruch Zeugnis ab von der Verkehrs- und sozialpolitischen Tragweite, welche die deutschen Behörden diesem Fragenkomplex beimessen. Tatsächlich ist denn auch — neben den bereits existierenden 8000 km Radfahrwegen — der Bau weiterer 2000 km in Angriff genommen worden und ein kürzlieh erschienener Erlass des Generalinspektors für das deutsche Strassenwesen deutet darauf hin, dass die Anlage solcher Pisten inskünftig eine noch stärkere Förderung erfahren soll. Die Finanzierung erfolgt teilweise durch die Gewährung von Darlehen durch die privaten Versicherungsgesellschaften, welche einen Betrag von 20 Mill. RM. zugesagt haben. Und wir? Nicht dass das Problem der Fahrradwege bei uns angesichts der gewaltigen Zunahme des Velobestandes etwa weniger akut wäre, aber den Kantonen fehlt es in weit geringerem Masse am guten Willen als am nötigen Kleingeld. Denn allerdings haben die Einnahmen aus den Verkehrssteuern während der letzten Jahre aus Gründen, die nachgerade jedes Kind kennt, den Krebsgang angetreten. Wäre es wirklich nicht möglich, aus den Arbeitsbeschaffungskrediten etwas dafür zu erübrigen? Vo i«l«ol*a> Strassenbahnen mit Richtungszeiger. Eine jahrelange Forderung der Kopenhagener Auto- und Motorradfahrer wird im Laufe dieses Sommers in Erfüllung gehen: die Strassenbahnen werden künftig durch Lichtsignale den nachfahrenden Motorfahrzeugen anzeigen, ob sie stoppen oder nach rechts resp. links abbiegen. Da das Berliner System mit Richtungszeigern an Strassenbahnwagen sich nicht bewährt hat, werden an den 400 Kopenhagener Strassenbahnen mit einem Kostenaufwand von 100.000 Kronen Lichtsignale eingebaut, und zwar in folgender Anordnung: je zwei an der Vorder- und Rückseite und zwei an jeder Wagenseite, die einen scharfen roten Lichtkegel nach rückwärts ausstrahlen. Wenn auch nicht zu solcher Vollkommenheit entwickelt, so sind in der Schweiz bis heute bekanntlich nur die zwischen Vevey und Schlosa Chillon verkehrenden Tramwagen mit Richtungsanzeigern ausgerüstet. E. E. Uebungsstrassen für Kinder. Um schon den Kindern eindrücklich vor Augen zu führen, welche Bedeutung der Beachtung der Verkehrsregeln für die Strassensicherheit zukommt, werden im Lordship-Park, im Norden Londons, ungefähr anderthalb Kilometer Uebungsstrassen erstellt, worauf sich nachher die Kinder mit ihren Velos oder Miniaturautos tummeln können. Wer kein eigenes Fahrzeug besitzt, kann ein solches zum Preis von fünf Rappen für eine halbe Stunde mieten. Die ganze Anlage besteht aus zwei baumbestandenen Hauptstrassen, die neun Fuss breit und beidseitig mit Trottoirs versehen sein werden. Die N'ebenstrassen erhalten eine Breite von sechs Fuss und ebenalls Gehsteige. Selbstverständlich fehlen Fussgängerstreifen und Strassensignale so wenig wie Barrieren, Einbahnstrassen und Plätze für Kreiselverkehr. An die Kreuzung der beiden Hauptstrassen kommt eine richtige Telephonkabine zu stehen, damit auch « Unfälle » sofort rapportiert werden können. Sogar Polizisten wird es da geben, welche Unterricht erteilen und über die Einhaltung der Verkehrsvorschriften wachen. K1EINECHRONIK Am Rand der amerikanischen Autostrassen. Die amerikanischen Automobilisten brauchen weder zu verdursten, noch zu verhungern, selbst wenn sie lange Strecken im Wagen zurückzulegen haben. In der warmen Jahreszeit trifft man nämlich am Rande der Strasse ununterbrochen die verschiedenartigsten Stände, an denen betriebsame Farmer und Händler Fruchtsäfte Obst, Honig usw. verkaufen. Und oft genug erlebt man es, dass diese «Zwischenverpflegungsstationen», ob sie nun Kirschen oder Erdbeeren feilbieten, die Autofahrer anlocken, wie das Zuckerwasser die Fliegen. Schon in grösserer Distanz zuvor weisen Tafeln an der Strasse darauf hin, dass man sich zum Beispiel einem Kirschensaft-Ausschank nähert, womit sich der Automobilist allmählich mit dem an sich bitteren Gedanken befreunden kann, zu halten. Selbstredend werden alle Fruchtsäfte in eisgekühltem Zustand ausgeschenkt, wie das ja in Amerika allgemein üblich ist. Und die Verkäufer machen ein vorzügliches Geschäft. So glänzend geht der Handel, dass ihre eigenen Vorräte oft genug rasch erschöpft sind, weil sie aber weiter verdienen wollen, müssen sie ihren Bedarf bei Händlern oder weniger günstig gelegenen Nachbarn decken. Es konnte nicht ausbleiben, dass sich hämische Neider regten. Und in den Zeitungen Inserate etwa folgenden Inhalts erscheinen Hessen: «Liebe Autofahrer, wenn Ihr glaubt, dass die Eier, die Ihr naturfrisch bei einem Stand an der Landstrasse kauft, direkt von dem dort nebenan wohnenden Huhn gelegt sind, so habt Ihr zwar Sinn für Idyll, doch seid Ihr falsch berichtet; diese Eier stammen vielmehr vom gro«sen Markt in New York, von wo sie per Frachtauto in die einsame Natur verbracht worden sind. Von besonderer Frische kann also keine Rede sein.> Trotz dieser Warnungen, die natürlich auch von Interessenten ausgehen, lassen sich die amerikanischen Autofahrer ihren kindlichen — und meist ja auch berechtigten — Glauben an die besondere Frische der direkt vom Produzenten an der Landstrasse verkauften Naturerzeugnisse nicht nehmen. 6- und 8-Zyllnder 15/70 PS 20/105 PS 22/115 PS Die neuen NASH-Modelle bringen 60 wertvolle Neuerungen, Verbesserungen und Vervollkommnungen während einem Jahr und begnügen sich nicht nur allein damit, dem neuen NASH ein anderes Gesicht zu geben. Geringer Benzinverbrauch b*i grossem Reisedurchschnitt Karosserien: Vollkommen schall- und klapperfest, ganz besondere NASH-Bauart. Conditioned Air System: Die vollkommene Belüftung*-, Entlüftungsund Heizanlage. Ununterbrochene, zugfreie und restlose Erneuerung verbrauchter Luft. Im Sommer die beste zugfreie Karosserie-Kühlung bei geschlossenen Fenstern. Vollkommen staub- und insektenfrei. Schnell-, Schon- und Spargang, 3 Vorwäxtsgänge, automatische Einund Ausschaltung / Halbautomatische Getriebe-Schaltung durch Fingerdruck / Kurbelwellenlagerung: 7fach beim 6-Zylinder, 9fach beim 8-Zylinder / Ansaugleitung unverletzbar in den Motorblock gegossen, keine Störungen infolge Undichtigkeiten, stetige, gleichmassige Temperatur der Frischgase / Alle obengesteuerten NASH- Motoren mit Doppelzündung / Stromlinienförmige Ventile für beste Gemischfüllung und Wärmeleitung / Synchronisierte Federung / Spezialstossdämpfer für Steuerung / Neigungs-Stabilisator / Spezial-Federstossdämpfer „Sea-Leg" / Hydraulische Bremsen grösster Bremswirkung / Rückrollsicherung des Wagens, beim Anfahren am Berg ohne Bremsbetätigung, beide Hände sind beim Anfahren frei. Tourenfahren hat mit Autorennen nichts zu tun! Deshalb möchten Sie Ihren Motor auch nicht jene Menge Brennstoff verschlingen sehen, wie sie der Rennwagen benötigt. Auf der andern Seite werden Sie die Möglichkeit, aus Ihrem Wagen ein Maximum herauszuholen, sicher gern beim Schöpfe fassen, speziell dann, wenn Ihre Zeit sehr knapp bemessen ist. Mit einem Wort, der Automobilist möchte mit geringstem Kostenaufwand schnell und komfortabel fahren. Deshalb sollten Sie auf Ihren Motor heute noch versuchsweise einen Vergaser mit Starter, Düsensystem 20, montieren lassen. Er verschafft Ihnen verminderten Brennstoffkonsum bei gleichbleibender Leistungsfähigkeit, oder umgekehrt, erhöhte Leistungsfähigkeit bei gleichbleibendem Brennstoffverbrauch. Montage in jeder Garage n AOTDMnBIIE ZÜRICH Pflanzschulstr. 9 - Tel. 72.733 Ausstellung: Theaterttratsa 13 GENERALAGENTUR FÜR DIE SCHWEIZ:! HENRI BACHMANN Appenzell u. St. Gallen: H. Meyer & Co., Herisau. Bern: Sulgeneck-Garage AG., Bern.