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E_1938_Zeitung_Nr.049

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10 Automobil-Bevuo — N

10 Automobil-Bevuo — N r 49 Ein Chauffeur als Erfinder: Unsichtbarmaclieude Strahlen Im «Präger Tagblatt» war kürzlich die Schilderung eines Varieteprogrammes zu lesen, das eine besonders interessante Nummer aufweist: Unsichtbarmachende Strahlen. Da der Bericht darauf hinweist, dass hier die Lösung eines technischen Problems geglückt ist, das bisher auszuführen nicht gelang, wollen wir unsern Lesern die Darstellung der Prager Zeitung in einem kurzen Auszug wiedergeben. Wenn sich der Vorhang vor der «grossen Attraktion» hebt; dann steht ein riesiger, länglicher Kasten auf der Bühne, in dessen Mitte ein mannshohes Guckloch in Form eines Ganges nach hinten führt. Links eine Schalttafel, rechts geheimnisvolle Röhren. Nun sollen wir also, laut Programm, Zeugen eines Vorganges sein, den sich die Menschen in ihren Sagen und Märchen seit Urzeiten erträumen: Dinge, ja lebende Personen sollen vor unseren Augen verschwinden. Rudolf Balvin ist der Erfinder dieses Apparates, ein Amateurwissenschafter, von Beruf Chauffeur. — Der Gewährsmann des «Prager Tagblattes» fährt fort: Balvin tritt ans Schaltbrett. Es summt, blaues Licht flammt auf, in den geheimnisvollen Röhren rechts blitzt es drohend, und im Guckloch-Gang wird eine rotbeleuchtete Wand mit Gittereinteilung sichtbar. Vor diese Wand stellt man ein Tischchen mit einer Vase, Balvin schaltet und plötzlich scheint die Vase wie im Nebel zu verschwinden, die rote Gitterwand dahinter ist immer deutlicher hindurchzusehen — jetzt ist sie verschwunden, nur noch das leere Tischchen steht dann... Nächstes Experiment: zwei Kugeln werden an einer Stange über der roten Hintergrundwand aufgehängt, eine goldene und eine silberne. Das Publikum soll entscheiden, welche Kugel verschwinden soll. Und die betreffende Kugel löst sich in ein paar Sekunden ins Nichts auf — die andere bleibt sichtbar. Jetzt tritt ein Mitarbeiter Balvins vor die rote Gitterwand, stülpt sich eine helmartige Maske über den Kopf — wegen der Isolierung, heisst es — und... beginnt langsam zu verschwinden, genau wie Vase und Kugeil Nach fünf Sekunden ist der Platz, auf dem er gerade noch stand, leer, nur die Kopfmaske bleibt sichtbar. Für die Skeptischen unter den Zuschauern lässt Balvin nun eine Sekunde lang einen starken Scheinwerfer aufleuchten — und in dessen Strahl sieht man den verschwundenen Menschen in^ schwachen Konturen. Dann erscheint er, nach einigen Handgriffen Balvins am Schaltbrett, wieder in voller Dreidimensionalität. «Es ist ein elektro-optisches Prinzip, kein Varietetrick», erklärt Balvin. «Der Apparat kann noch viel mehr leisten, als auf der Bühne gezeigt wird. Wir können zum Beispiel einen Menschen, nicht nur verschwinden lassen, sondern ihn — ganz oder teilweise ausziehen ! Zum Beispiel die Jacke oder die Bluse oder beide samt dem Hemd — kurz, die Strahlen dringen langsam vor und lassen ein Kleidungsstück nach dem andern einfach verschwinden. Wir wollten auf diese Art ein junges Mädchen auf elektro-optische Art ausziehen — leider war die Polizei dagegen. Aber wenn Sie einmal zu mir nach Hause kommen und am einfachsten gleich eine passende Dame mitbringen ...» Nicht der Fahrer, der Ueberfahrene ist schuld! Auf einer belebten Strosse in. Kqrlskrona in der Gerichtssaal schon lange vor Beginn 1 der' Verhandlung überfüllt* war; Die ' Saaläiener ' hcitte'8 fn Südschweden trafen sich zwei Frauen, die sich schon lange nicht gesehen hatten. Nachdem sie Mühe, den Zustrom weiterer Zuhörer zufunterä schon fast eine halbe Stunde auf dem Trottoir in binden. Die Verhandlung gestaltete sich überaui angeregter Konversation gestanden waren, beschlossen sie, den Weg gemeinsam fortzusetzen. begreifen, dass sie und nicht der Radfahrer we- erregt, denn die beiden Frauen konnten es nicht Die lebhafte Diskussion ging weiter. Als sie gegen des Unfalls angeklagt waren. Das Gericht rade eine Strasse überqueren wollten, fiel es den beiden Damen ein, ein wenig auf dem Fahrdamm stehenzubleiben und sich weiter zu unterhalten. In diesem Augenblick kam ein Radfahrer heran, der nicht mehr ausweichen konnte und die beiden Frauen niederstiess. Sie wurden verletzt und mussten sich in ärztliche Behandlung begeben. Gross war nun die Ueberraschung der beiden Frauen, als sie wegen des Unfalls angeklagt wurden, und zwar wegen rücksichtslosen Herumstehens auf der Fahrbahn. Diese Anklage erregte in der Stadt allgemeines Aufsehen, weshalb auch Praktisch veranlagt «Und wenn wir uns nun scheiden lassen, Mädi, mit wem willst du bleiben?» «Mit dem, der das Auto kriegt, Vati.» (The Bystander-.) stellte sich auf den Standpunkt, dass in diesem Fall unbedingt die überfahrenen Frauen schuld seien. Jeder erwachsene Mensch müsse es wissen, dass der Fahrdamm für Unterhaltungen nicht der geeignete Platz sei. Wenn sich aber die redseligen Frauen diesen Ort für ihre Plauderei ausgesucht haben, tragen sie selbst Schuld an dem Unfall und müssen ausserdem wegen Behinderung und Gefährdung des Verkehrs zur Verantwortung gezogen werden. Sie wurden zu einer Geldstrafe von Je fünf Kronen verurteilt. (Aus dem Neuen Wiener Journal.) Die Vorzüge seiner Fehler Ein Automobilist stand vor einem Londoner Polizeigericht wegen Ueberschreitung des Geschwindigkeitsmasses. Dem Berichte des «Police-, man» nach ist das Vergehen festgestellt. Und das Urteil fällt aus dem Munde des Richters: «Fünf Pfund Sterling Geldstrafe. Das wird für, Sie eine gute Lehre sein, mein Herr, so schnell fahren zu wollen!...» «Ich bin jedoch, Herr Richter, schon einige Male für mein schnelles Fahren beglückwünscht worden.» «Aber gewiss nicht von mir, mein Herr!» «Nein! Aber von Seiner Majestät dem König und von allen Mitgliedern seiner Regierung. Ich bin Clouston.» Der Angeklagte war tatsächlich kein anderer als der berühmte Flugzeugführer Clouston, der Sieger der «Raids» London-Kapstadt und London-Australien Ȧber der Richter hatte doch das.letzte Wort: «Meine besten Glückwünsche, Herr Clouston. Sie haben wenigstens die Vorzüge Ihrer Fehler.» Lärm als Strafe für Lärmende Die Verkehrspolizei von Baltimore hat ein anscheinend ungeheuer wirksames Strafmittel gegen solche Verkehrssünder gefunden, die wegen verbotenen Hupens vor das Polizeigericht kommen. Die Lärm-Sünder werden in eine Zelle gebracht, in der mit Hilfe von verstärkt wiedergegebenen Grammophonplatten ein derart ohrenbetäubender Lärm gemacht wird, dass die «Schmerzschwelle» von 130 Phon nahezu erreicht wird. Es wird versichert, dass niemand, der auch nur 10 Minuten in der Lärmzelle gewesen ist, jemals wieder wagt; zur unrechten Zeit zu hupen oder sonst ein verbotenes Geräusch zu verursachen. cpr Nationaler Concours Kippique Thun 24., 25. und 26. Juni 1938, auf dem Areal der eidg. Pferderegieanstalt Billett-Vorverkauf: Regie Thun, Telephon 2076 R.B. Eine kluge Ziege Frühling, o Wonne, Im Kreise der Sonne Steht dein Beginn. Mit lindem Regen Fällt reicher Segen Auf Fluren hin. Es grünen die Wälder, Es blühen die Felder In bunter Pracht. Bereit ist die Erde, Es reife und werde, Mit sieghafter Macht. Ein Bewohner von Merseburg hatte in einem Dorf der ^Umgebung eine Ziege gekauft und führte sie nach Hause. Unterwegs aber lockte ihn bald dieses und bald jenes Wirtshaus — kurz, nach einiger Zeit zog nicht mehr er die Ziege, sondern die Ziege zog ihn. Immer aber, wenn sie ihn gerade zum Rand einer saftigen Wiese hingezogen hatte, erwachte in dem gur ten Mann genügend Energie, um das Tier nach der anderen Seite zu lenken. Bis es der Ziege offenbar zu dumm wurde: als beide wieder einmal am Strassenrand angelangt waren, lief sie ganz plötzlich wie verrückt im Kreise einige Male um ihren Herrn herum, so dass sich das ziemlichlange Leitseil um seine Arme und Beine wickelte und er hilflos auf die Strasse plumpste. Es war gerade noch Spielraum genug an dem Seil, um der Ziege das Grasen am Wiesenrand zu ermöglichen. Der wieder ganz nüchtern gewordene «Gefangene» aber war tatsächlich ausserstande, sich seiner Bande zu entledigen, so dass er warten musste, bis ihn nach längerer Zeit ein Passant aus seiner peinlichen Lage befreite. Fischnetze aus — Frauenhaar Eine englische Expedition unter Leitung von H. Vinall, dem Direktor des Aquariums im Londoner Zoologischen Garten, Ist unterwegs nach dem Persischen Golf, um einige nur dort vorkommende seltene Fischarten zu fangen. Da man die Schwierigkeit, dieser Fische habhaft zu werden, auf ihre verhältnismässige Schlauheit und Vorsicht zurückführt, dank derer sie es verstehen, sich den Nachstellungen mit gewöhnlichen Tiefseenetzen zu entziehen, bedient sich die Expedition «unsichtbarer» Netze. Diese sind aus echten Frauenhaaren geflochten und können, selbst wenn man über ihren Standort genau informiert ist, schon auf eine Entfernung von wenigen Metern im Wasser nicht mehr wahrgenommen werden. Nichtsdestoweniger erreicht ihre Festigkeit die der stärksten Tau-Netze. (Von der Festigkeit unsichtbarer Netze aus Frauenhaar hat sich ja auch schon mancher Zweibeiner überzeugen können!) Wie man sich vom Schnellzug überfahren lassen kann Ein amerikanischer Kameramann, dem man die Aufgabe gestellt hatte, das Erlebnis des Ueberfahrenweraens durch eine Schnellzugslokomotive möglichst realistisch darzustellen, bediente sich für. diesen Zweck einer ebenso einfachen wie gut • durchdachten Apparatur. Er stellte — natürlich im Einverständnis mit der Eisenbahnverwaltung — quer über die Schienen ein leichtes Lattengestell mit einem grossen Spiegel, der sich genau in einem Winkel von 45 Grad zu den Schienen befand. Dicht neben dem Geleise wurde die Kamera aufgestellt, die elektrisch betrieben werden -konnte und in deren Blickfeld sich der Spiegel befand. Als der Zug herangebraust kam, begann die Kamera zu arbeiten. Auf dem Bildstreifen wurde der Eindruck erweckt, dass die Lokomotive direkt auf das Objektiv losraste; in Wirklichkeit stürmte sie nur auf den Spiegel zu, den sie mitsamt dem Lattengestell hinwegfegte. Die bestbezahlten Soldaten der Welt Hollywood verfügt über ein ständiges Heer. Es besteht aus 300 Mann, durchgehend frühere Soldaten und Offiziere, wird von einem ehemaligen amerikanischen Oberst Joe Pennick kommandiert und überall dort eingesetzt, wo in einem Film Soldaten benötigt werden. Jeder Angehörige dieser Truppe erhält, gleichgültig, ob gefilmt wird oder nicht, fünfzehn Dollars täglich, ein Sold, der wohl in keiner anderen Armee der Erde bezahlt werden dürfte. Freitag, 24. Juni: Leichte Dressurprüfung (gültig auch für die Vielseitigkeitsprüfung) Samstag und Sonntag: Reitsportliche Vorführungen Gedeckte Tribüne. Autopark Idett Binz. Hu* |timttttjm-giabitt*tt Der heilige Affe in der Hochspannung Das grossartigste Begräbnis, das jemals ein Affe in Südindien bekam, wickelte sich vor einigen Tagen in Kumbakonam ab. Ein Affe hatte mit den elektrischen Leitungen in der Nähe eines Tempels des Affengottes Hanuman gespielt. Dabei hatte sich ein Kurzschluss ereignet, dem der Affe zum Opfer fiel. Da nun gerade der Geburtstag des Gottes Hanuman war, hielt man diesen Kurzschluss für ein Zeichen des Himmels und begrub den Affen mit allem Prunk und gab ihm den Titel eines Heiligen. Im Elektrizitätswerk aber behob man inzwischen die Stromstörung. Das Gebet auf dem Reiskorn In Europa sind die Menschen schon stolz darauf, wenn sie auf eine Briefmarke oder auf ein kleines Stück Papier mit feinsten Federn eine grössere Anzahl von Worten lesbar schreiben können. Es gibt sogenannte Rekordschreiber in dieser Hinsicht. Aber die grösste Sensation auf diesem Gebiet dürfte wohl in Indien erzeugt worden sein. Dort schrieb jemand auf ein einziges Reiskorn ein ganzes Gebet, für das man allerdings in Indien eine Reihe von Abkürzungen hat. Das Reiskorn aber wird in Delhi unter einem starken Vergrösserungs^ glas auf einem Kissen aus Samt gezeigt. Ein erfolgreicher Schlangenfänger In der Nähe von Mostar ist dem Bauern Hussein Begovitsch, der in der ganzen Gegend als Schlangenjäger berühmt ist, ein besonders guter Fang gelungen: am Südabhange eines Hügels entdeckte er zwei riesige «Schlangennester», in denen Hunderte von Schlangen ineinandergeknäuelt den Winterschlaf gehalten hatten. Begovitsch rannte in sein Dorf zurück, holte 20 Säcke und begann, die Schlangen lebend einzusammeln. Die Tiere waren halb erstarrt und machten keinen Versuch, zu beissen. Am Abend hatte Begovitsch 816 Schlangen gesammelt; für jede von ihnen erhielt er vom Gesundheitsamt in Mostar 10 Dinar. «Jetzt habe ichs gefunden! Wir haben kein Benzin!» (Maro Aurelio, Rom.) Samstag, 25. Juni: Dauerritt (Military) Mittlere Dressurprüfung Jagdspringen Der schlaue Fahrer Freitag und Samstag ermässigte Eintrittspreise Sonntag, 26. Juni: Eröffnungspreis (gültig auch für Military). Schwere Dressurprüfung Armeepreis Preis vom St. Georg

N° 49 — Automobil-Revue 11 Vom Samstagmittag bis Sonntagabend Reisen — nicht nur ein magisches, nein, ein geradezu gefährliches Wort. Ungeduld ist noch die harmloseste der Krankheiten, die es auslöst, Abenteuerlust weit schlimmer, und am schlimmsten das leise nagende Fernweh. Hat es uns einmal ergriffen, so genesen wir bestimmt erst, wenn wir den ganzen Alltags- und Kleinkram zurücklassen und uns in das Bekannte-Unbekannte stürzen. Welches Glück im Stahlross in die blaue Ferne zu steuern! Einen Tag, zwei Tage. Wir sind trotz all unserer Ansprüche doch auch wieder bescheiden; Stunden genügen zu unserer Genesung. Immerhin auch diese kurze Frist stellt Ansprüche im Kleifen, vielleicht mit einem neidischen Seitenblick auf das Nachtkleid aus rosafarbener Seide, das mit Spitzen so hold umkräuselt ist. Das Strandkleid geriiesst viele Sommerrechte. Ein Rock aus Pikee, besticktem Leinen oder Cretonne, dazu ein knallfarbiges Blusentuch, das mit neuem Schnittraffinement auf Büste gearbeitet ist und den Rücken freigebig Sonne und Lüften preisgibt. Ganz unerlässlich das Bolero, womit dieser Strandanzug jederzeit seine Strassenfähigkeit dartut. Schwer fällt die Wahl derbereich und der Bauch unseres Wagens muss in Koffern und Taschen verstaut vielerlei schlucken, dessen wir vom Mittag bis Mitternacht bedürfen. Das Lob des kleinen Kostüms aus zweierlei Geweben brauchen wir nicht mehr zu singen. Es hat auf der ganzen Linie gesiegt und wird uns auf manchen Sommerreisen begleiten, ergänzt vom zweifarbigen Handschuh und zweifarbigen Schuhwerk. Den geradefallenden Wettermantel aus Tweed werden wir vorsichtshalber nicht im Kasten vergessen oder an seiner Stelle doch wenigstens das ölseidene Regencape samt Kapuze mitführen. Jetzt aber zum reissverschlossenen Koffer! Ihm werden wir den Hausdress aus geblümtem Glanzkattun öder bedrucktem Surrah anvertrauen. Zärtlich umschmiegt er Taille und Büste und verhüllt sittsam die ganze Figur bis zu den Spitzen der Pantöffelchen. Der Streit zwischen Pyjama und Nachtgewand geht weiter. Wer auf Sportlichkeit schwört, wird unbedingt zum Pyjama greides Schwimmanzuges. Blumig bestickte, gestreifte und einfarbige Modelle mit grobem Borkenmuster versuchen sich den Rang und die Gunst der Käufer streitig zu machen. Der NEUCHATEL Fischspezialltaten. • Grosser schattiger Park. Terrasse, Orchester. Massige Preise. Neue Leitung: R. Studer. Bademantel ist die Koketterie in Person. Bestechend diese kurzen Modelle aus wattiertem Chintz, der mit Frotte gedoppelt ist. Aus Leinen- und Baumwollstoffen gibt es graziös gearbeitete Mäntel, denen Frotte Haltung und praktischen Wert verleiht. Vielleicht aber erfüllt der bequeme Chenillemantel mit den Riesentupfen oder mit biedermeierlichen Bordüren geschmückt doch noch am zuverlässigsten die Pflicht, den Körper vor Verkühlung zu schützen. Viel machen die hochsohligen Korksandalen von sich reden. Ihr einziger grosser Fehler ist ihre Sperrigkeit. Wie Sonnenschirme so umfangreich sind die buntgeflochtenen Strandhüte. Der strahlendste Sommerfag, der schier endlos erscheint, neigt sich doch immer einmal zum Abend. Wer weiss, was für Gelüste auf Tanz und Kasinobesuch einen da ankommen mögen. Also noch schnell ein kleines Abendkleid eingepackt aus Druckseide oder grosskariertem Taft. Ländlich und sommerschön das baumwollene Kleid, das die Anmut der Spitzen im Druck wiedergibt. nn. La Rotonde • • • - Wie die amerikanische Haasfrau sich das Leben erleichtert Nicht nur im grossen — durch möglichst komplette Mechanisierung, Standardisierung und Elektrifizierung des ganzen Hauses und Haushaltes — sondern auch in allen Einzelheiten bemüht sich die Amerikanerin, sich das Leben zu erleichtern, und die Industrie aller einschlägigen Sparten bemüht sich ihrerseits, diesen Bestrebungen gerecht zu werden. Es genügt, die kleinen Erfindungen der allerletzten Zeit zu registrieren, um zu sehen, in welcher Richtung diese Bemühungen sich erstrekken. Da ist beispielsweise ein neues Gefäss zum «Zwiebelschneiden ohne Tränen». Die geschälte Zwiebel wird in ein mit einem Deckel dicht verschliessbares Glas gelegt. Durch ein Loch mitten im Deckel läuft ein Stössel, der unten mit vier scharfen Klingen in Kreuzform versehen ist. Durch Stampfen mit diesem Stössel kann man die Zwiebel beliebig klein hacken. — Ein Gefäss zum Reiskochen, das auch für Pommes frttes benützt werden kann, hat einen aus etwa 20 einzelnen Plättchen bestehenden Rand, die fächerförmig übereinandergreifen und daher die Grosse des Gefässes variabel gestalten, so dass es in Töpfen von der verschiedensten Grosse Platz hat. — Ein neuartiges Bügeleisen besitzt einen Griff, der extra so gestaltet Ist, dass die elektrische Anschlußschnur nach Gebrauch darum herumgewunden werden kann, so dass sie nicht störend herumliegt. — Um den Rahm von der Milch zu entfernen, gibt es einen neuen Aluminiumeinsatz, der genau in den Hals der Standard-Milchflaschen hineinpasst. Man steckt ihn offen in die milchgefüllte Flasche; dann wird der Einsatz oben durch einen Deckel verschlossen, so dass man nach dem bekannten auf dem Ueberdruck der Luft beruhenden Gesetz jetzt die rahmhaltige Oberschicht der Milch abheben kann. — Ein Salz- und Pfefferbehälter ist so konstruiert, dass der Pfeffer in einem Röhrchen enthalten ist, das innen in einem grösseren, für das Salz bestimmten Röhrchen befestigt ist. Durch eine einfache Drehung des durchlöcherten Deckels kann man entweder dem Salz oder dem Pfeffer den Austritt freigeben. — Eine etwas umfangreichere Angelegenheit ist schliesslich ein runder Metalltisch für Drinks, Icecream usw.; damit sich diese guten Dinge, die in fast jedem «besseren» amerikanischen Haushalt eine gewichtige Rolle spielen, möglichst lange frisch erhalten, ist unter dem Tisch in einem Schutznetz ein Ventilator angebracht, der vollkommen geräuschlos arbeitet. Handschuhe und Billett-Tasche Erfahrungsgemäss geht der Autobus- oder Tramwayfahrschein am wenigsten in der Hand selbst verloren, wenn man, wie es üblich ist, ihn unter den Handschuh schiebt. Diese Tatsache wird von einer praktischen modischen Neuheit ausgewertet: in Deutschland werden jetzt Handschuhe hergestellt, die auf der Seite der Handfläche einen kleinen Reissverschluss haben. Mit einem Griff wird der Verschluss geöffnet, die Fahrkarte oder auch etwas Kleingeld in die Handfläche gelegt, worauf dann der Verschluss wieder zugemacht wird. Diese Erfindung erspart das lästige und oft vergebliche Herumsuchen nach dem Fahrschein und macht es überflüssig, im überfüllten Verkehrsmittel die oft ebenso überfüllte Handtasche zu öffnen und erst nach passendem Kleingeld zu suchen. Genussreiche Ferien in See- und Höhenkurorten am THUNERSEE Mangan 8li «an ftrtt|» Panortentn- Proaptkl das Barnar Obarlandtal Ein Ferienparadies für Wasser- und Berg-Sport. Kursäle / Strandbäder Segelschule / Golf Reise- Erleichterungen auf Bahnen, Schiffen und Autokursen. Seeluftkurabonnement Fr. 12.25. 15 tägiges Kilometerabonnement Fr. 20.- 8 tägiges Ferien- Generalabonnement, Verkaufspreis ausserhalb der Schweiz Fr. 27.- Penslonspreis von Fr. 7.— an. Auskünfte erhältlich bei sämtlichen Reisebüros, Verkehrsverband ^Thunersee, Thun, oder Oberländischer Verkehrsverein Interlaken §aute Eouture goutrureS % 5if)ciücgflcr=f oiimomi 93ern, ©pttalgaffe 3 28.121. SSertroucnSnouS bet eleganten grau am Llmmatplatz Telephon 68.011 Hotel - Restaurant - Säle. Wannen- nnd Medizinalbäder. Zimmer m. fl. Wasser 3.50 Zentralheizung. Geheizte Garage im Hause. Eigener Parkplatz.