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E_1938_Zeitung_Nr.049

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Besammlung der

Besammlung der Flugzeugbesatzungen auf 13.30 Uhr auf dem Flugplatz Speck angesetzt. Die Startfreigabe der Autos erfolgt um 14 Uhr in Abständen von 1 bis 3 Minuten bei Agasul. Die Veranstaltung dürfte um 17.30 Uhr zu Ende gehen. Um 18.30 Uhr findet die Bekanntgabe der Resultate und die Preisverteilung im Reetaurant des Zivilflugplatzes Dübendorf statt. Es besteht kein Zweifel, dass die Zürcher Autavia 1938 den Fliegern und Automobilisten eine äusserst interessante Aufgabe für die Schulung im Orientieren und Geländefahren stellen wird. — Die Resultate des automobilistißchen Teils der Konkurrenz zählen für die Zürcher AutomobilmeiBterschaft 1938. Biidiertificli Bernd Rosemeyer, ein Leben für den deutschen Sport. Von Hans Bretz. 160 Seiten, davon 40 Bilder. Broschiert RM. 2.40; Leinen RM. 3.—. Wilh. Limpert-Verlag, Berlin SW 68. Mit grosser Bestürzung vernahmen die Automobilsportenthusiasten aller Länder am 28. Januar dieses Jahres die furchtbare Botschaft vom tödlichen Unfall, der dem berühmten Spitzenfahrer der Auto-Union Bernd Rosemeyer anlässlich eines Rekordversuchs auf der Reichsautobahn Frankfurt- Darmstadt zugestossen war. Ausserordentlich früh hatte die grossartige Karriere dieses Rennfahrers und fairen Sportmanns einen jähen, völlig überraschenden Abschluss gefunden. Hans Bretz, unser gelegentlicher Mitarbeiter, hat nun mit grosser Liebe, in tiefer freundschaftlicher Verehrung und unter Benutzung bisher unbekannten Materials ein Gedenkbuch geschrieben, das ein jeder, der für Rosemeyer begeistert war, lesen sollte. Noch einmal sehen wir « unsern Bernd », diesen allzeit fröhlichen und lachenden Kämpfer, den strahlenden und glückseligen Sieger, an uns vorüberziehen. Wir lernen ihn als den Spross einer Familie kennen, die seit Jahrzehnten mit dem Sport aufs engste verbunden ist. Wir erleben seine ausgelassenen Jugendstreiche, seine Rennfahrerlaufbahn, welche ihn vom Fahrrad über die Grasbahnmaschine und das Motorrad zum Sportwagen und schliesslich zum schnellen Auto-Union-Rennwagen führte. Wir lachen über seinen Mutterwitz, über seine Tollheiten in allen Situationen des Lebens. Wir stehen bewundernd und gar oft mit Sorge an der Rennstrecke, begleiten ihn von einem Rennen zum andern bis hinunter zum Kap der Guten Hoffnung und hinüber zum Vanderbilt Cup auf der New Yorker Roosevelt-Fieldbahn, feiern ihn als Europameister, als Weltrekordinhaber und als den ersten Piloten, der auf einer Strasse die 400 - Kilometer - Grenze überschritt. Herzlich und erfrischend war Rosemeyer auch in seiner Menschlichkeit, ein prächtiger Junge, den alle Welt lieb haben musste. Der Jugend wird er ein leuchtendes Vorbild sein. Sie soll nicht vergessen, dass dem auf so tragische Weise Verunglückten nichts geschenkt wurde, dass es sein Wille und sein .Können waren, die seinen Ruhm begründeten. Dem Andenken an den unvergesslichen Bernd Rosemeyer ist dieses köstliche Erinnerungsbuch gewidmet, dem man nur weiteste Verbreitung wünschen kann. Einige Perlen aus amerikanischen Vei> kehrsgesetzen. Ein amerikanischer Beamter hat sich eine Sammlung von 2000 Kuriosa unter den amerikanischen Gesetzen angelegt, die zwar de jure noch bestehen, doch begreiflicherweise in der Praxis als nicht existierend behandelt werden. Nachstehend einige Beispiele aus diesem « Raritätenkabinett ». Beispielsweise dürfen laut Gesetzeserlass die Wagenbesitzer von Milwaukee ihren Wagen niemals länger als zwei Stunden in Stadtgebieten parkieren, « es sei denn dass ein Pferd vorgespannt ist». «L'Auto Italiana », dem wir diese und die folgenden Mitteilungen verdanken, bemerkt dazu, dass unter diesen Umständen Geschäftsleute, die viel in der Stadt zu tun haben, am besten dauernd ein Pony im Wagen mit sich führen sollten, um es beim Parkieren vorzuspannen und vor dem Einsteigen wieder im Wagen zu verstauen. Ein Verkehrsgesetz in Berea (Ohio) schreibt vor, dass Tiere, die nach Sonnenuntergang die Strasse benützen, hinten eine rote Laterne tragen müssen. Das ist offensichtlich auf Rindvieh, Katzen und Hunde gemünzt — vielleicht auch auf die so geschätzten Hühner und Gänse ! Aber den « Schönsten » hat sich der kalifornische Gesetzgeber geleistet, der verbietet, aus Automobilen mit dem Schiessgewehr Jagd auf «Vögel oder Säugetiere — ausgenommen Walfische —» zu machen. -b- Sff. V«»»k«»Hi» VIII. Int. Strassenkongress im Haag. In den Tagen vom 20.—25. Juni tritt, wie bereits gemeldet, der VIII. internationale Strassenkongress in Scheveningen zusammen. Ein umfangreiches Programm ist für die Veranstaltung, welche unter dem Patronat der Königin von Holland steht, ausgearbeitet worden. Die Erledigung der auf der Geschäftsliste figurierenden Fragen erfolgt in- zwei Abteilungen, deren erste sifh mit den Problemen des Baues und Unterhalts der Strassen befasst, währenddem in der zweiten die Themata Verkehr, Betrieb und Verwaltung zur Behandlung gelangen. In beide Abteilungen entsendet auch die Schweiz ihre Berichterstatter, und zwar werden die Kantonsingenieure Kirchhofer (St. Gallen) und Pesson (Genf) zum Thema « Fortschritte in der Verwendung vöW AUTOMOBIL-REYÜE FREITAG, 17 JUNI 1998

FREITAG. 17. JTTNI 1938 Empfehlungen über die Häufigkeit des Oelwechsels Vorbemerkung: Eine Gruppe amerikanischer Spezialisten der Schmierölbranche hat einen Bericht, betitelt tEmpfehlungen über die Häufigkeit des Oelwechsel* in Personenautomobilen» auegearbeitet, den wir nachstehend in wörtlicher Uebersetzung wiedergeben. Dieser Bericht wurde dem «American Petroleum Institute» vorgelegt und von diesem gutgebeissen, ebenso wie ihn auch eine grosse Anzahl Oelgesellschaften geprüft und darauf dem Komitee für Autofahrempfehlungen des Institute« (Automotive Advisory Committee) unterbreitet haben. Auf dessen Vorschlag wurde er am 22. Januar 1937 vom Exekutivkomitee des oben erwähnten Institutes zutgeheissen. Warum das Oel gewechselt werden muss. Die Hauptgründe, die zum Oelwechsel zwingen, können wie folgt zusammengefasst werden: Bericht an das amerikanische Petroleum-Institut in Personenautomobilen 1. Verunreinigung durch Wasser. Es ist eine nicht allgemein bekannte Tatsache, dass bei Verbrennung eines Liters Benzin im Motor etwas über ein Liter Wasser gebildet wird. Dieses Wasser tritt normalerweise in Dampfform auf. Bei tiefen Kühlwassertemperaturen kondensiert jedoch ein Teil dieses Dampfes und fällt als Wasser in das Kurbelgehäuse. Diese Waseerkondenaation wird durch kühles Wetter natürlich begünstigt, und bei Lufttemperaturen unter Null geht sie sehr schnell vor sich. Sie ist besonders stark, wenn der Wasren nur kurze Strecken gefahren, häufig angehalten und wieder angelassen. werden muss, wie es s. B. bei Aerzten, Inspektoren und Handelsreisenden der Fall ist. Unter demselben Uehel leiden auch die Wagen jener Automobilisten, die ihr Fahrzeug nur benutzen, um eur Arbeitsstätte und wieder heim zu fahren. Unter solchen Fahrbedingungen kann zwar das Kühlwasser «eine normale Temperatur erreichen, aber die Fahrstrecke ist in der Regel zu kurz, um auch das Oel im Kurbelgehäuse auf eine genügend hohe Temperatur «u bringen, bei welcher das bereits eingedrungene Wasser durch Verdampfung wieder ausgetrieben wird. Im Winter ist diese Ansammlung von Kondenswasser im Kurbelgehäuse der Hauptfaktor der Oelverschlechterung, denn sie führt fast restelmässig zur Bildung einer dicken, mayonnaiseartigen Emulsion des Oels mit dem Wasser. Die Emulsionsbildung wird noch wesentlich verstärkt, wenn frostschutzhaKiges Wasser vom Kühlsystem in das Kurbelgehäuse durchsickert. Diese Emulsionen wechseln mit normaler Schmiermittelzufnhr ab und führen zu bedenklichen Ergebnissen. Während der strengen Kälteperiode jedes Winters gibt es immer eine ganze Anzahl von Fällen, in welchen Lager, Kolben und Zylinderwandungen zerstört werden, weil das Schmiersystem durch solche Emulsionen verstopft wurde. Schwere Schäden sind auch schon dadurch entstanden, dass im Kurbelgehäuse niedergeschlagenes Wasser bei langem Parkieren in der Kälte gefror. Die Betriebsbedingungen des Motors im Winter bringen auch eine stärkere Verdünnung des Schmieröls durch schlecht vergasten Brennstoff mit sich. Bei intermittierender Fahrweise (kurze Fahrstrecken, häufiges Anhalten und Anlassen) ist es möglich, dass der automatische Ghoke während der ganzen Betriebszeit des Motors in Funktion ist, so dass der Motor dauernd mit reichem Gemisch gespeist wird. Dadurch ergibt sich eine starke Verdünnung des Oels. Ueberdies ist bei kaltem Wetter die Leitung der elektrischen Apparate immer schlechter als "bei warmem. Die Batteriespannung ist etwas reduziert, wodurch die Zühdstärke ungünstig beeinflusst wird. Daraus ergeben sich unvollständige Verbrennung des Gemisches sowie gelegentliche Fehlzündungen. Hiebei erhöht sich die Menge unverbrannten Brennstoffs, der ins Kurbelgehäuse durchsickert utid das Oel übermässig verdünnt. ' 2. Staub. Staub ist in der Luft überall zugegen. Der Staubniederschlag auf der Karosserie und den öligen Oberflächen des Motors sind ein genügender Beweis dafür. Selbst in der Stadt, wo man ihn kaum bemerkt, ist der Staubgehalt der Luft sehr beträchtlich. Das Gesundheitsdepartement der Vereinigten Staaten hat festgestellt, dass in amerikanischen Städten ein Staubniederschlag von 1 bis 4 Tonnen täglich pro Quadratmeile Bodenfläche ganz normal ist (0.38 bis 1,54 Tonnen pro km*)' Je nach den Umständen werden normalerweise 3—27 Kubik-Fuss (0,085—0,765 m' oder 85—765 Liter) Luft per Minute als Ventilationsluft durch das Kurbelgehäuse eines Motors getrieben. Im Vergleich zur Luftmenge, die durch den Vergaser in die Zylinder angesaugt wird, ist das wenig. Unter normalen Betriebsbedingungen beträgt die vom Motor eines amerikanischen Automobils durchschnittlicher Grosse angesaugte Luftmenge ungefähr 100 Kubik-Fuss (2,83 Kubikmeter oder 2830 Liter) per Minute. Da die Kurbelgehäuseventilatoren gewöhnlich keine wirksamen Anlagen für die Lüftreinigung haben und' da. die meisten Vergaserluftreiniger im AUTOMOBIL-REVUE Durchschnitt nicht mehr al« 50% Leistungsgrad aufweisen, gelangen auch unter normalen Betriebsbedingungen in augenscheinlich staubfreien Gegenden beträchtliche Mengen Staub in das Motoreninnere. Niin ist aber Staub ein sehr energischer Schmirgelstoff, der die Abnützung der Gleitflächen immer stark fördert Es sind extreme Fälle bekannt, in welchen Motoren durch Staub innert 1200 Meilen (ca. 2000 km) Fahrstrecke vollständig ruiniert wurden, Oelfilter stellen nur selten einen vollkommenen Schutz gegen die durch Staub und andere Verunreinigungen des Oels bewirkte Abnützung dar, da sie nur von einem kleinen Teil des Oels durchflössen werden, weil sie meist nicht in Serie, sondern parallel tu den Oelleitungen geschaltet sind. 3. Oelverunreinlgung. Während des Betriebs verändert sich dag Oel auch chemisch. Diese chemische Veränderung geht langsam aber stetig unter Einwirkung der heissen Luft und der Berührung mit dem Metall vor sich. Dabei bilden sich Produkte (sog. Alterungsprodukte), die das Oel verschmutzen und schliesslich Schäden an Lagern, Zylinderwandungen, Kolbenbolzen und andern feinbearbeiteten Flächen verursachen können. Die chemischen Veränderungen, die zur Bildung dieser Oel-Alterungsprodukte führen, werden durch die Anwesenheit dieser Substanzen selbst beschleunigt, gerade wie ein fauler Apfel in einem Korb zum baldigen Anfaulen der übrigen, noch gesunden Früohte führt Ansammlungen dieser Alterungsprodukte im Oel als Niederschlag im Kurbelgehäuse oder im Oelfilter, gefährden die Stabilität des Schmiermittels ernstlich. Zu lange Verwendung des Oeles führt nur zu häufig zur Bildung nichtschmierender Substanzen, die die Schlattimbildung erhöhen, schnelle Verkokung des Oels verursachen und als Folge die Verklebüng der Kolbenrinee, die Verstopfung der Oelfilter und zuletzt den Unterbruch der Schmiermittelsuführ und damit einschneidende Schädigung des Motors zeitigen. 4. Di« Menge der verunreinigenden Elemente im Oel hängt von der mit dem gleichen Oel gefahrenen Strecke und den Betriebsbedingungen ab. Einzig die Untersuchung des Oels in einem Laboratorium kann Aufschluss über die Menge dieser im Oel enthaltenen, aber nicht sichtbaren Verschmutzungen geben. Da eine fortwährende Beobachtung des Oelzustandes im Laboratorium nicht im Bereiche der Möglichkeit eines Automobilisten liegt, ist die einzige Sicherheits'massregel. die ihm zum wirksamen Schutz seines Motors vor vorzeitigen Schäden zur Verfügung steht, die. den Oelwechsel innert genügend kurzen Abständen vorzunehmen, um gefahrdrohende Verschmutzung des Oels zu vermeiden. Die oben besprochenen Fragen erklären, warum regelmässiger Oelwechsel so wichtig ist. Der Abstand von Oelwechsel zum Oelwechsel hängt von den dominierenden Betriebsbedingungen ab. Begreiflieherweise ist es praktisch nicht möglich, ein Schema aufzustellen, das für alle auftretenden Betriebsbedingungen angibt, wann der Oelwechsel vorgenommen werden muss. Es ist nur möglich allgemeine Empfehlungen zu geben, die eine ausreichende Sidherheitsmarge für alle bekannten Betriebsbedingungen, denen ein Automobil normaler- Der Fehler der Woche: Parken an engen Passagen Der Fahrer des schwarzen Wagen in unserm Bild hat sich sicher nichts Böses dabei gedacht, als er gerade an dieser engen Stelle seinen Wagen an den Randstein lenkte, um seinen Passagier zuvorkommenderweise direkt beim Hauseingang aussteigen zu lassen, denn er wollte ursprünglich sofort weiterfahren. Doch erstens kommt es anders ... Aus den «Abschiedszeremonien> entwikkelte sich unvermutet ein Gespräch, das vielleicht eine Minute oder deren zwei, eventuell auch eine ganze «Zigarettenlänge» dauerte. Derweil verstopft der schwarze Wagen die Fahrbahn für den übrigen Verkehr und nimmt zudem den andern Fahrern die Sicht auf den Trottoirrand, die doch gerade an dieser Stelle besonders wichtig wäre, da jederzeit ein eiliger Fussgänger die Fahrbahn queren kann. Die Sichtbehinderung wird um so schlimmer, je grösser das parkierende Fahrzeug ist. Denken wir uns nur mal den dicken, weissen Möbel- oder Lieferwagen an jene Stellei Er würde ein noch ärgeres Hindernis für die Sicht darstellen. Passiert durch diese scheinbar kleine «Sünde» des stationierenden Fahrzeugs ein Unfall, so dürfte es seinem Halter schwer fallen, seine Hände reinzuwaschen, denn die Vollziehungsverordnung zum Verkehrsgesetz sagt diesbezüglich klipp und klar: Art. 49, Abschnitt 2 und 3: Motorfahrzeuge sind so aufzustellen, dass sie den Verkehr nicht stören können. Solche, die auf steilen Strassen usw.... An engen Strassenstellen, Strassenkreuzungen und -einmündungen, scharfen Biegungen, auf Brücken, Fussgängerstreifen und vor Löschgerätschaftsmagazinen, sowie Haltestellen von Strassenbahnen und fahrplanmässigen Motorwagenkursen dürfen Motorfahrzeuge nicht aufgestellt werden. 6-und8-Zy!inder sein, dass diese Bohden soviel zu leisten vermögen, wenn Sie von Ihren Motoren ein Gleiches verlangen können? Ob Tourenwagen, Lastwagen oder Traktoren, bei allen wollen Sie doch mit einem minimalen Kostenaufwand ein Maximum aus Ihren Motoren herausholen. Lassen Sie deshalb den einen oder andern mit einem Appenzell und St Gallen: H. Meyer & Co., Bern: Sulgeneckgarage A.-G., Bern Bessere Bremsen durch MANVILLE Marie« ii Besuchen Sie bitte unverbindlich unsere AUSSTELLUNG Theaterstrasse 12, b. Corso AG.fürAUTOMOBILE Zürich • PfUnzsctiilstr. I • TU. 72.733 -Vergaser mit Starter, Düsensystem. 20 ausrüsten, er verleiht ihm bisher ungeahnte Eigenschaften. Versuchsweise Montage durch Ihren Garagisten. 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