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E_1938_Zeitung_Nr.049

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BERN C H A R A K T E R S K I Z Z E N Der Hochherrschaftliche: Er ist Sehnsucht und Traum der vielen, die auf einer alten Kiste durch die Gegend schaukeln. Denn der Hochherrschaftliche ist eine Klasse für sich. Er kann zwar nicht besser fahren, er macht schliesslich auch nur das, was die andern tun: Dreht die Steuerung, gibt und nimmt Gas, schaltet, bremst, hupt. Also darin unterscheidet er sich nicht. Aber er hat eine bessere Kluft, wunderschöne Gamaschen, einen feinen Anzug und sieht überhaupt immer aus, als wäre er aus dem Ei gepellt. Man sieht ihm keine Arbeit an. Sein Wagen glänzt im Sonnenschein, und niemand kann sich denken, dass er den Wagen selbst wäscht. Er hält viel von der Herrschaft, unterhält sich nicht mit jedem und tut etwas blasiert. Das kann und darf er auch. Denn was er fährt, ist Klasse. Was er fährt, ist hundertpferdig, hat Schnellgang, Stromlinie und ist mit allen Schikanen ausgerüstet. Schlechte Reifen kennt er nicht. Um Reparaturen braucht er sich nicht zu kümmern. Er ist nur für die Herrschaft da. Für die Herrschaft ist der Wagen wichtig. Und er gehört zum Wagen. Also ist er auch wichtig. Der Lastwagen-Führer: Er ist der Landsknecht unter seinen Kollegen. Heimatlos. Genügsam wandert er Tag und Nacht, Sommer und Winter über die Landstrassen. Er kennt alle Dörfer und Städte. Er kennt den Frühling und den Herbst. Vor ihm spielt sich das Werden und Vergehen der Jahreszeiten ab. Es ist aber nicht bekannt, ob er Sinn und Auge dafür hat. Er wird kaum Zeit für Romantik haben, er, dessen Beruf und Tätigkeit am romantischsten wirken. Er ist ein Landsknecht mit gebundener Marschroute. Staubig und verarbeitet sieht er aus. Er wird auch müde sein. Ein Bett sieht er nicht oft. Wenn er zu müde ist, hält er an, macht es sich auf dem Führersitz so bequem wie möglich, schläft, um nach einigen Stunden sich zur Weiterfahrt zu rüsten. Denn seine Zeit ist berechnet. Irgendwo in Bern, in Genf oder am Bodensee warten sie auf ihn, Er schleppt seine Last von zwölf Tonnen nicht zu seinem Vergnügen durch die Lande. Er steht im Dienst der Wirtschaft und macht nur nach aussen hin den Eindruck, als ob er noch von der alten Garde wäre. Es ist nicht jedermanns Sache, sich Tag und Nacht auf den Landstrassen herumzuschlagen und dazu noch unrechtmässigerweise zur rücksichtslosen Kategorie der Fahrer gezählt zu werden. Er erfüllt ja nur seine Pflicht. Das genügt ihm. Der Taxi-Chauffeur: Der Cowboy der Städte! Ueberall zu finden, Verwegen rennt er durch, die Strassen, kennt jedes Schlagloch, jede Kreuzung, jede Strasse, jede Hausnummer. Und das ist viel. Hat eine fabelhafte Fähigkeit, sich durch das dichteste Gewimmel zu wühlen, sich aus lebensgefährlichen Sachen mit einer beispiellosen Eleganz herauszuwickeln. Wo andere zaudern, da ist er längst schon durchgehuscht. Er leistet Millimeterarbeit. Wo andern die Haare zu Berge stehen, da grinst er, weil er selbst die gefährlichsten Augenblicke noch spassig findet, Er ist fest verwachsen mit seiner Rpsinante. Nichts kann ihn so leicht aus dem Sattel heben. Auf die Herrenfahrer ist er im allgemeinen nicht gut zu sprechen, weil die nach Von Willy Diethelm seiner Ansicht grundlos durch die Strassen fahren. Denn die Strasse gehört doch ihm... Der Motorrad-Fahrer: Der Motorradfahrer — homo vehicolosus terribilis — entstand durch Abspaltung von den Autofahrern, die im Gegensatz zu ihm durch vier Räder kenntlich sind. Er ist eines der am meisten beachteten Lebewesen und bildet eine Klasse für sich.- Sein Nervensystem ist ganz besonders entwickelt. Während die Bewegungsnerven ausserordentlich stark ausgebildet sind, fehlen andere wichtige Nervenstränge vollkommen. So ist er zum Beispiel gegen Lärm, Geruch, Luftdruck usw. völlig unempfindlich. Seine Bewegungen sind verschieden: Im dicksten Strassenverkehr gleichen sie denen eines Aales. Er windet sich durch jegliches Gewühl, wobei er vielfach rote oder grüne Lichter übersieht oder missachtet. Auf den Landstrassen jedoch nehmen seine Bewegungen eine schnurgerade Richtung ein, die nur in allernotwendigsten Fällen, und dann auch erst im letzten Augenblick, geändert wird. Seine Geschwindigkeit geht meistens sofort nach der Abfahrt in die beschleunigte Bewegung über. Sein Sehnsuchtsziel ist, die Mündungsgeschwindigkeit einer Gewehrkugel zu erreichen. Er nimmt ständig unglaubliche Gefahren auf sich. Weil er stets in grösster Eile zu sein scheint, das Hörn bläst und in seiner Rüstung gefährlich aussieht, erregt er überall Aufmerksamkeit und Furcht. Hat er das für ihn lästige, aber unbedeutende Getriebe einer Stadt hinter sich, so kommt er allmählich in das ihm von der Natur zugewiesene Element. Bei der Erfüllung seines Daseinszweckes — möglichst lange Strecken in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen — schaut er weder rechts noch links. Irgendwo sich aufzuhalten, scheint ihm unmännlich; es sei denn, dass eine Panne ihn zu kürzerem oder längerem Verweilen zwingt. Wenn er durch Zufall seine Frau oder ein Mädchen seiner oft sehr ausgedehnten Be- ' känntschaft in einem der komisch geformten Behälter neben* sich mitführt, wird man höchst selten bemerken, dass er diesem Lebewesen irgendwelche Beachtung schenkt. Es sei denn, dass seine Begleiterin bei einer Kurve in sanftem Bogen das Fahrzeug verlässt, um auf einer weichen Wiese zu landen. Aber auch hier hat es sich schon ereignet, dass der Motorradfahrer, ganz erfüllt von seiner Aufgabe, von diesem Vorgang keine Kenntnis genommen hat und erst am Ziel der Fahrt den leeren Behälter bemerkte. So sitzt die Begleiterin meistens in ängstlicher Einsamkeit neben ihm, mit grossen Augen in die vorbeiflitzende Gegend schauend und von Zeit zu Zeit den im knallenden Lärm verhallenden Bittschrei ausstossend, nicht so zu rasen. Er hört es indessen nicht, denn sie ist aus seinem Gedankengang ausgeschaltet. Und wenn er ganz von seinem Ziel erfüllt ist, so scheint ihm die Begleiterin eine unvermeidbare Ueberfracht, die seine Möglichkeiten hindert. Der Motorradfahrer trägt stets einen unveränderlichen Ausdruck der Entschlossenheit zur Schau, vorausgesetzt, dass er uns Zeit lässt, ihn kurz zu betrachten. Bei seinem Erscheinen treten für den Mitmenschen immer neben der üblichen Angst einige Fragen auf: Warum rast er so schnell? Wohin will er eigentlich? Wer grüsst ihn am Ende seiner Reise? Man hat immer den Eindruck, dass er ein seltsames und einsames Wesen ist, das eine ganz wichtige Aufgabe zu erfüllen hat. Vielleicht muss er eine Kriegserklärung an Japan überbringen! Vielleicht auch eine Botschaft an irgendeinen Marsbewohner ! Wer kann es wissen? Jedenfalls scheint er immer im Dienst zu sein. In einem Dienst, von dessen Verrichtung Glück und Lebensmöglichkeiten ganzer Erdteile abhängen. Je mehr Erde er an sein schattenhaftes Dasein heftet, desto glücklicher ist er. Er ist der Herr der Welt. Nur eine Macht bezwingt ihn: Die motorisierte Polizei. Du «Radio-Taxi» von Pari«. . , Fast alle neueren Pariser Tiads haben njr Unterhaltung ihrer Fahrgäste Radio eingebaut Für jeden Fahrtast ist *esdr#! Für üebesfcait* daü •*»- timentak Lied und für den Böisenfaehmanh die letzten KurejUchriohten...