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E_1938_Zeitung_Nr.044

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12 ATJTOMOBTC-KEVTJE

12 ATJTOMOBTC-KEVTJE DIENSTAG, 31. MAI 1938 - N° Instandhaltung der Wasserpumpen Jetzt ruckt allmählich der Zeitpunkt heran, wo je nach der gefahrenen Strecke diese oder jene Wasserpumpe < einer kleinen Ueberholung bedarf. Wir geben de'shalh nachstehend einen Ueberblick Über die Service-Arbeiten an den Wasserpumpen der amerikanischen Wagenmodelle von 1037. Redaktion. Die meisten amerikanischen Wagen verfügten letztes Jahr bereits über stopfbüchsenlose, selbstnachstdlende Wasserpumpen. Auss«rdem ist die Pumpetrwelle in vielen Fällen auf Kugellager montiert, die in einer Fettpackung laufen und nicht Beschmiert werden müssen. Bei vielen Pumpen besteht daher heute die einzige Servicearbeit darin, die- abgenützten Teile zu ersetzen und den Antriebslederriemen gelegentlich anzuziehen. Er soll weder zu straff noch zu locker gespannt sein, am besten so, dass er sich mit einem Finger zwischen den zwei Riemenscheiben von Dynamo und Ventilator leicht um ca. 1 cm durchdrücken lässt. Ist der Riemen zu stark gespannt, so resultiert daraus eine übermässige Abnützung der Pumpenlager. Desgleichen kann eine ungeeignete Schmierung sich in dieser Weise auswirken. Die Konstruktionen der Pumpenlager, ihrer Oelzuführungen und Dichtungstelle sind so verschieden, dass auch die unterschiedlichsten Schmiermittel notwendig sind, um bei allen eine befriedigende Schmierung zu erzielen. Ebenso schädlich wie ein© mangelhafte Schmierung ist jedoch «ine allzu reichliche Zufuhr von Schmiermitteln. Daher ging bereits ein Fabrikant (Hudson) dazu über, den Schmiernlppeil mit einem Ventil auszustatten, das die Schmieröfmung abschliesst, sobald genug Schmierfett in den Schmierbehälter der Pumpe gepresst wurde. Hierdurch verhindert man, dass Fett ins Kühlwasser oder nach aussen auf den Lederriemen gelangt. Bulck; Die Pumpenwelle ruht in «wei als Oeldichtung wirkenden Büchsen. Wird aus irgend einem Grunde die eine davon entfernt, so muss auch die zweite, sowie die dazwischen liegende Packung ersetzt werden. Das Länesepiel der Pumpenwelle sollte 0,1 bis 0,lft mm betragen. Die Packung stellt sich seihst nach. Sie wird durch das zur Schmierung der Büchse dienende Oel, sowie durch das bei der Montage eingefüllte TPett geschmiert. Die Büchsen erhalten ihr Oei Ton einem in das Pumpengehäuse eingegossenen Oelreservoir, das alle 15.000 km mit Oel «u füllen Ist. Zur Montage und Demontage der Pumpe sind Speziälwerkzeuge nötig. Cadillac, La Salle: Die Fumpenvadkung und Buchsen sind alle 1500 km durch einen. Schmiernippel mit Wasserpumpenfett zu versorgen. Di« Packung stellt sich gelbst nach, ßie einzige Instindhaltungsarbeit besteht im Ersatz der Packung, wenn sie sich abgenützt hat. Um die Pumpe iu diesem Zweck auseinander tu bauen, entfernt man dig Riemenscheibe und den Scfmäppririg' hinter derselben von der Welle. Nun wird das Putfipenrad nach hinten gestossen und die Unterlegscheibe hinter dem vordem Lager abgenommen. Hierauf entfernt man die Sicherungsfeder vorn am hintertt Läger, wonach sich Pumpenrad und Pumpenwelle abnehmen lassen. Die hintere Büchse nebst allein «Drum und Dran» wird gegen vorn entfernt, wobei darauf zu achten ist, dass kein Teil verloren geht. Die vordere Büchse wird nach vorn herauagepresst. Beim Zusammenbau ist die Nut nahe dem hintern Ende der Welle mit einer darum gelegten Schnur aufzufüllen, damit die Oberflache der Welle beim Aufschieben der Packung eben ist. Die Packungen sind vor dem Aufziehen mit Wasserpumpenfett einzuschmieren. Die mit einer Nut versehene Seite der mittleren Büchse soll gegen dia hintere Packung hin ru liegen kommen. Chevrolet: Die Waiserpumpe hat ein Oelreservoir, woraus durch eine Bohrung Oel zur vorderri Graphitbüchse, sowie durch einen fcupfergräphitdocht rur hintern Kupfergraphithüchse, zur Welle und den zwischen den Büchsen vorhandenen Pak- •vkungen gelangt. Eine Schraubenfeder drückt die Packung rundum an Gehäuse, Welle und Büöhsen das Geld tollt oder nicht, ob die Fabriken laufen oder stillstehen, ob Woche für Woche so und so viele Tausend Familienväter ihre volle Zahltagsdüte nach Hause tragen können. Wer: daran denkt, wird sich kaum mehr dazu verleiten lassen, den Automobilverkäufer über die Achsel anzusehen. Die Maschinerie des Wirtschaftslebens sorgt je länger je mehr mit einer beinah fatalistischen Präzision dafür, dass sich die gebratenen Tauben niemand mehr zwischen die Zähne drängen. Wenn ein Verkäufer auch heute noch sein gutes Aus« kommen findet, so heisst das einfach, dass er sein Fach in allen Teilen versteht und weiter nichts. Vergiss darum nie — besonders wenn sich wieder einmal Minderwertigkeitsgefühle regen — dass zum Beruf des Auto* mobilverkäufers wenige auserwählt sind und jene darauf stolz sein dürfen, die ihren Posten voll und ganz ausfüllen. 0 Dein Vater. an letztjährigen Amerikaner Modellen an. Die Wasserpumpe sollte nur mit Spezialwerkzeugen überholt werden, die notwendig sind, um die Kupfergraphitbüchsen ohne Beschädigung und einwandfrei zu montieren. Bei den Motoren Nr. 1 bis 88.076 ist kein Loch nun untern Teil des Öelreservoirs vorgesehen. Sollte eine derartige Pumpe vorgefunden werden, so ist sie zu ersetzen, falls in der Mitte der Bohrung zwischen den Büchsen eis Loch vorgesehen ist, soll nachgesehen werden, ob der Doch! nicht fehlt. Andernfalls ist einer einzubauen, wozu der Deckel des Reservoir* abgenommen werden muss. Man demon- CHEVROLET tiert ihn, indem man einen Schraubenzieher zwischen seinen Rand und das Gehäuse klemmt und ihn auf diese Weise hinausdrüekt. Zwei Dochtarten wurden in der Fabrikation Verwendet, nämlich solche aus Kupfergraphit und andere aus Fik. Bei den Motoren 38.076 bis 427.405 ist ein Fütdocht eingebaut, der nur durch einen ebensolchen ersetzt werden darf, während anderseits im Pumpen mit Kupfergrapbitdocht nur ein solcher als Ersatzteil dienen dar. Nach dem Abnehmen deg Oelreservoirdeokels lassen sieh die beiden Dochtftrten «ohon daran leicht unterscheiden, dass der Kupfergraphitdocht zusammen mit einer Feder eingebaut ist, der Filzdocht dagegen ohne solche. Ein neuer KwpfergrapMtdoeht wird in der Weise eingebaut, dass man ihn in die Gehäusebohrung presst, bis er nur 1,5 mm von der Innenfläche der Büchsenbohrung entfernt ist. Ein neuer Filzdocht wird einfach durch das Loch gestossen und innen an die Innenwand der Büchsenbohrung gebogen. Wenn das Oelreservoir abgenommen wird, sollte nachher zur Verhinderung von Undichtigkeiten ein neuer Deckel eingebaut werden. Chrysler, De Soio, Dodge, Plymouth: Da sich die Packung selbst nachstellt, kommt als einzige Service-Arbeit eine regelmäßige lAbschmiprung „mit Wasserpümpenfett nach je 3000 km 'm iFrägi. Muss die Pumpe demontiert werden, eo sollen, die losen Teile in nachstehender Reihenfolge auf der Welle angebracht werden, nachdem man das Pumpenrad darauf befestigt hat; Längs-Druckfeder der 5 6 7 CHRYSLER AIRFLOW Chrysler Alrflow-Wasserpumpt Im Schnitt: 1 — Pumpehrad. 2 «=* Pumpendichtuns. 8 = Sieherung*- ring. i = Druekringr. 8 s= Längedruckfeder. 6s= hintere Büchse. 7»= vordere Büchse. Pumpendichtung, er Pumpendichdie Pumpendichsteckt man die das Drueklager, sowie die -vordere Büchse und presst schliesslich den Ventilator unter Einhaltung eines Endspiels von 1/10 mm auf die Welle. Ford V8, 60: Die Pumpe besitzt vorn eine abgedichtete Büchse und hinten eine poröse Büchse. Das hintere Laser wird automatisch durch Oel aus dem Steuerräderkasten reschmiert. Die Packungen 6tellen sich dank der in die Pumpenwelle eingebauten Schraubenfeder von selbst nach, weshalb die Pumpe, abgesehen von der gelegentlichen Erneuerung abgenützter Teile keiner Wartung bedarf. Ford V8, 85s Die Pumipenwelle läuft auf abgedichteten^ und in der Fabrik in Fett gepackten Kugellagern' Eine weitere Schmierung ist unnötig. Die Packung stellt sich selbst nach, so dass ausscr dem Ersatz abgenützter Teile keine Wartung nötig ist. VIfTnAA%i Hudtön. Terräplane: Die wassefpümpe besitzt keine Packungen. Der Raum im Gehäuse zwischen den Lagern dient für diese als Schmiermittel- Reservoir. Der Schmiernippel besitzt eine Art von Ventil, das sich beim Einpressen von Fett schliesst, sobald der Behälter voll ist und somit der Druck rapid steigt. Dadurch wird verhindert, dass Fett ins Kühlwasser gelangt. Speslalwerkieuge «ind zur Ueberholung der Pumpe unerlässlich. Bei einer gelegentlichen Montage Bollte das Endspiel auf 0,15 bis 0,25 mm eingestellt werden. Lincoln-Zephyr; Die Pumpen besitzen keine Packung. Ein Oelbehälter sorgt für die Schmierung des Gleitlager?. Ein Kugellager und eine poröse Büchse dienen *ur Lagerung der Pumpenwelle. Ersteres ist abgedichtet, sowie geschmiert und bedarf keiner weiteren Wartung. Das Oelreservoir ist mit Motorenöl zu lullen, das die Doröse Büchse durchdringt und ihre Gleitfläche »chmiert. Die rechte und linke Pumpe sind nicht austauschbar. Nash: Als Abdichtung werden normale Pumpendichtungsringe verwendet, die sich durch Anriehen der Stopfbüchsenmutter nachstellen lassen. Die Pumpe wird durch einen Hochdrucknippel mit Wasserpümpenfett versorgt. Oldsmobile; Die Pumpe verfügt über dauergeschmierte Kugellager und eine nicht nachstellbare Dichtung. Der äussere Lagerring wird durch einen Sicherungsring in Lagermitte gehalten. Letzterer muss entfernt werden, falls man die Pumpe zum Ersatz alter Teile -demontieren will. Nuten in der Pumpenwelle dienen als Laufflächen für die Lagerkugeln und nehmen zugleich den Längsdruck von Pumpe und Ventilator auf. Die Dauerdichtung des Lagers besteht aus einer Graphitscheibe direkt neben dem Pumpenrad, einer dahinter liegenden Gummidichtung und einer Bronzefeder mit Haltevorrichtung zur Aufrechterhaltung eines konstanten Druckes zwischen diesen zwei Teilen. Alle erwähn- LINCOLN-ZEPHYR Schnitt durch dl« VtfMserpumpe des Lincoln-Zephyr 1937: 1== Oeler. 2 = Riemenscheibe. 3 = Filzring. 4. ~ Distanzring. 5 = Sicherungsring. 6 = Welle. 7 = Sicherungsring. 8 = Kugellager. 9 = Oeldichtung. 10 = Distanzring. 11 — Oelbehälter. 12 — Pumpenrad. 13 = Dichtungsring, 14 = Dichtüngsfeder. 15 = Dichtungskapsel. 16 = Packung. 17 = Scheibe. 18 = Poröse Büchse. 19 = Pumpengehäuse. Autaspettgtecei: Undichte Brennstoffbehälter bedeuten insbesondere dann eine Gefahr für Wagen und Insassen, wenn sie sich unter der Motorhaube befinden. Es ist deshalb notwendig, sie beim Auftreten eines Defektes raschmöglichst zu reparieren. Aber auch ein Leck am hiuteniegenden Tank ist eine durchaus ernste Angelegenheit. Uns ist ein Fall bekannt, wo ein parkierter Wagen durch eine 20 m weit von ihm entfernt weggeworfene glimmende Zigarette in Brand geriet, da 4er auslaufende Brennstoff durch die Strassenrinne langsam abwärts floss. Daher bei Undlohtigikeiten stets eine Reparatur empfehlen! Zur gefahrlosen Durchftihrug dieser Arbeit sind eine Reihe von Slcherheltsraassnahnien nötig. Vor allem soll der Tank dazu unbedingt vom Wagen abmontiert werden, nachdem man ihn entleert und die Anschlüsse der Brennstoffleitungen abgeschraubt hat. Seine sämtlichen Oeffnungen sind darauf abzudekken und der Tank äusserlich gut zu reinigen. Um Einblick ins Innere zu erhalten, darf nitmals mit einem brennenden Licht oder Feuer hin^ eingeleuchtet werden, selbst wenn der Tank vorher mit Wasser ausgespült wurde, denn jeder Behälter, der einmal mit Benzin gefüllt war. Ist explosionsgefährlich. Ueberhaupt sollen offent Flammin vom Tank ferngehalten wtrdtn. Vor dem Löten ist der Tank von Benzin« dämpfen zu befreien. Dies kann geschehen, indem man ein paar Liter Brennspiritus In den Tank giesst, um alle Wände damit abzuspülen und auch die schwerer siedenden Anteile des Benzins nach Möglichkeit zu lösen. Hierauf wird der Spiritus entfernt und der Tank mit heissem Wasser ausgespült. Noch besser eignet sich zum gründlichen Aasspülen von Benzin- oder Benzolbehältern Tetrachlorkohlenstoff oder Trychlorazetylen. Diese beiden Flüssigkeiten sind in der Drogerie erhältlich. Sie können nach Gebrauch in eine Flasche geschüttet und für die nächste Reparatur aufbewahrt ten Einzelteile stehen still und verhindern den Durchtritt von Waseer vom Pumpenraum in die Lager. Packard 6, 120: Ein geteilter Packungsring wird Wer bei der Reparatur eingebaut, während in der "Fabrik ein ungeteilter Ring montiert wurde. Die Büchsen bestehen aus einem Sonderwerkstoff, der nicht mit der Reibahle bearbeitet werden darf. Um die Demontage und den Zusammenbau zu erleichtern, wärmt man das Pumpenrad vor der Arbeit in heissem Wasser an. Das Spiel zwischen der Vorderfläche der Pumpenschaufeln und dem Gehäuse sollte 0,5 his 1 mtn betragen. Zwischen der hintern Fläche der Pumpenradnaie und der Vorderseite der Rückplatte «ollte ein Abstand von 0,15 bis 0,4 mm gewährt werden. Die Laserstellen werden mit Oel geschmiert. PACKARD 6 Die Wasserpumpe des Packard 6 1937 aufgeschnittin. A = Stopfbiichsenmutter. B — Pumpenrad. G = Pumpenwelle. D = Büchse. E = Packung. F = Oeler. G = Büchse. Packard Super 8: Die Pumpenwelle ist auf Kugellagern montiert, zwischen denen eich eine Dauerpackung befindet. Das Spiel in der Stopfbüchse wird durch Anziehen ihrer Mutter reguliert. Der Abstand zwischen der Vorderseite des Pumpenrades und dem Gehäuse soll 0,25 bis 0,75 mm betragen, wenn man das Pumpenrad nach vorn etösfit. Die Dichtung zwischen Pump© und Zylinderkopf soll 0,65 mm stark

N» 44 DIENSTAG, 3t. MAI 1938 AUTOMOBIL-REVUE 13 stellt man die Kohlensäurezufuhr während der Reparatur nicht ganz ab. Ist die Durchspülung aus irgend einem Grunde unmöglich, so verwendet man zum Löten eines Messingtanks nur den Lötkolben allein, den man vorher mit einer Drahtbürste gut Vom Zunder befreit hat, da er sonst manchmal darunter glüht, ohne dass man dies bemerkt. Der Kolben darf nämlich für diesen Zweck nicht so stark angewärmt werden, dass er sichtbar zum Glühen kommt. Arbeitet man in hellem Tageslicht, so prüft man den erwärmten Kolben am besten zuerst an einem dunklen Platz daraufhin, ob er wirklich nicht glüht. Damit er doch warm genug bleibt, verwendet man einen möglichst grossen Kolben. Elektrische Lötkolben dagegen dürfen nicht benützt werden, da deren Heizspirale glüht, selbst wenn sich der Kolben selbst nicht auf Glühtemperatur erhitzt. Im übrigen ist beim Löten allgemein zu beachten, dass vor dem Zusammenfügen alte aufeitianderliegenden Flächen ebenso wie etwaige Nieten oder Schrauben verzinnt werden. Bördelungen oder Abkantungen sind mit einem ausreichenden Innenradius auszuführen. Wie man Beulen aus dem Tank entfernt. Oft gelingt das Herausziehen der Beule mit Hilfe eines alten Ventils, dessen Teller man erst blank feilt und dann an der betreffenden Stelle einlötet. Flache Beulen kann man manchmal mit einem passend geformten Werkzeug, das durch die Einfüllöffnung eingeführt wird, herausdrücken. Darnach wärmt man die verbeulte Stelle mit einer Lötlampe an und klopft die Beule wieder vorsichtig zurück. Zu dieser Arbeit muss der Tank, wie beschrieben, entweder mit Sand oder Kohlensäure gefüllt sein. Eine Wasserfüllung kommt dagegen nicht in Frage. In ähnlicher Weise können durch punktweises Anwärmen und einiges Klopfen oft auch schlaffe Tankwände gestrafft werden. (Das Verfahren wird beispielsweise auch im Eisenbahnwagenbau zum Spannen der Blechtafeln der Wände angewendet.) Ist die Beule besonders tief, so dass beim Ausbeulen eine Schwächung der Wand zu befürchten ist, so lötet man am besten einfach eine Wand über diese Stelle. Durchgestossene Partien schneidet man erst rechteckig mit stark abgerundeten Ecken oder kreisrund heraus. Hierauf wird ein Blechstück zugeschnitten, das so bemessen ist, dass es rundum 10 mm über die Oeffnung hinaus vorsteht Nun werden in passenden Abständen am Rande einige Löcher gebohrt und dann unter Verwendung eines Bleches als Schablone aus dem Tank angerissen und ebenfalls gebohrt. Die Auilagestellen werden an beiden Stellen gut verzinnt und darauf der Flecken mit verzinnten 'Kupfernieten (meist unmöglich) oder von innen nach aussen geführten Schräubchen festgemacht. Hierauf dichtet man ringsum durch sorgsame Weichlötung gut ab. Reparaturen des Einfüllstutzens. Ist der Stutzen geknickt, so holt man ihn zurück und untersucht dann, ob die Tankwand nicht geschwächt wurde. Ist dies zu befürchten, so schneidet man den Stutzen kurzerhand heraus und bringt ihn mit einem Blechverstärkungsring neu an. Vor dem Löten befestigt man ihn — wie bereits beschrieben — ebenfalls mit verzinnten Kupfernieten oder Mutterschräubchen. Nach Beendigung der Reparatur reinigt man die Lötstelle gründlich mit einem petroleumgetränkten Lappen oder heissem Wasser, danach mit Brennsprit und zuletzt mit Brennstoff. Anschliessend folgt eine Prüfung des Tanks auf Dichtheit. Nach dem Verschliessen der übrigen Oeffnungen lässt man durch einen Schlauchanschluss Druckluft von 0,2 at Ueberdruck in den Tank einströmen. Ein angeschlossenes Manometer zeigt die Höhe des Innendruckes an. Hierauf wird der Tank völlig unter Wasser getaucht und beobachtet, ob irgendwo Luftperlen austreten. Eventuell kann man statt dessen den Tank auch mit Seifenwasser einpinseln, wobei sich dann bei lecken Stellen Seifenblasen bilden. Stehen weder Druckluft noch Pumpe oder Manometer zur Verfügung, so füllt man den Tank mit Wasser, schliesst durch einen Schlauch einen kleinen, wassergefüllten Behälter an, den man ca. 2 m höher stellt und sucht nun allfällige undichte Stellen. Wasserleitungsdruck darf hierzu nicht Verwendung finden, da «r meist höher ist als 0,2 bis 0,3 at.! Im Notfall genügt sogar ein einfaches Füllen des Tanks mit Wasser und Prüfung der verdächtigen Stellen durch leichtes Abklopfen. Nach der Reparatur ist der Tank innerlich- zu reinige 1 «. Es sind Feilspäne oder andere Fremdkörper bzw. Unreinigkeiten durch Druckluft, Kohlensäure oder sonstwie zu entfernen. Die Siebe, Dichtungen und das Loch im TankversChluss sind auf Verstopfungen zu prüfen und gegebenen- J falls zo säubern. Nach der Etifleenntg des Tanks wird erst mit Brennsprit und darauf mit Benzin oder Benzol gespült. Wasser oder irgendeine andere Flüssigkeit darf nach der Reparatur nicht im Tank bleiben. Instandhaltung der Wasserpumpe. (Schluss von Seite 12.) Pontiac: Ein Pumpentyp ohne Packung wird an allen Wagen von Nummer 500,694 weg verwendet. Die Welle- dieser Pumpe läuft auf einem abgedichteten Lager, das keine Schmierung verlangt und durch einen Sicherungsring an Ort und Stelle gehalten wird. Muss die Pumpenwelle zum Ersatz defekter Teile ausgebaut werden, so entfernt man den Sicherungsring des Lagers und drückt Welle und Lager als Montagegruppe zusammen heraus. Dies hat deshalb eo zu geschehen, -weil 'die Welle als «Innenring» für die Lager dient. Der Abstand zwischen Pumpengehäuse und Vorderseite des Pumpenrades soll 1 mm betragen, wenn man auf der Ventilatorseite in Längsrichtung auf die Welle drückt. Ist der Lager-Sicherungsring abgenützt, was bedeutet, dass eich das Lager dreht und einen ühermässigen Längedruck ausübt, eo sind Lager und Pumpenaggregat zu ersetzen. Desgleichen, falls das Pumpenrad wegen übermäseigen Endspiels am Gehäuse reibt. Sfudebaker Dictator. Hier wird eine normale Stopfbüchse mit Nachetellmutter verwendet. Ein Nippel dient zur Abschmierung der vordem Büchse mit der Fettpresse, während das hintere Lager von einer Fettbüchse aus mit Wasserpumpenfett versorgt wird. Das Endspiel der Pumpenwelle sollte «ich in den Grenzen zwischen 0,1 und 0,15 mm halten, wenn die Pumpe ganz zusammengebaut ist. Das Spiel der Welle in den Büchsen soll 0,025 bis 0,075 mm betragen. Studebaker President: Hier wird gleichfalls eine nachstellbare Stopfbüchse verwendet. Die Pumpenwelle läuft auf zwei Lagern. Eines davon sitzt im Pumpendeckel, das andere in einer Manschette, die mit einem Gewinde für die Stopfbüchsenmutter versehen ist. Die Manschette und ihre Büchse werden beim Service als Baueinheit behandelt. Das richtige Spiel der Welle in der Büchse beträgt 0,025 bis 0,075 mm. Wenn neue Büchsen eingebaut wurden, so ist es manchmal notwendig, das innere Ende etwa« zu kürzen, um das vorgeschriebene Endspiel von 0,075 bis 0,125 Millimeter zu erhalten. Die beiden Fettlbüchsen sollten ausschliesslich mit Wasserpumpenfett gespült werden. Willys: Eine nachstellbare Stopfbüchse ist hier vorgesehen. Die Welle von Pumpe und Ventilator läuft auf einem Gleit- und einem Kugellager. Da« hinten liegende Gleitlager wird mit Wasserpumpenfett von einer Fettbüchse aus geschmiert, während das Kugellager auf der Ventilatorseite durch einen Oelnippel mit Motorenöl versorgt wird. \\ Btidierl»cli Behanttiung und Instandsetzung von FahrzeuB- Dieselmotoren. Für die Praxis bearbeitet von Heinz Fiebelkorn. Mit 113 Abb. Verlag Wim. Knapp, Halle (S.\ Auslandspreis BM. 3.60. Der Verfasser ist schon durch zwei -umfangreichere Werke über Automechanik und Fahrzeugdieselmotoren bekannt geworden, die dem Praktiker viel Wissenswertes bieten. Auch das vorliegende, knapper gefasste Buch ist •wiederum äusserst instruktiv gehalten und dazu bestimmt, dem Fachmann •wirklich •wertvolle Anleitung über die Instandstellung und Behandlung von Dieselmotoren zu geben. Werkstoffkunde und Werkstoffbearbeitung von H. Koop, 6. Teil der «Kraftfahrzeugkunde». Verlag Richard Carl Schmidt & Co., Kart. RM. 2.70. Dieses Werk ist daau bestimmt, vor allem in Gewerbeschulen und andern Fachschulen als Lehrmittel zu dienen. Ebenso leistet es sum Selbststudium wertvolle Dienste, da der ganze Inhalt dem Zweck entsprechend sowohl textlich als illustrativ leicht fasslich und prägnant gehalten ist. Das Buch schliesst Kapitel über die technologischen Eigenschaften der Werkstoffe, solche über Werkstoffprüfung: (Funkenprobe etc.) sowie endlich solche über die grundsätzlichen ren ein. Bearbeitungsverfah- Wie repariere ich Einspritzpumpen und Düsen für Fahrzeugdieselmotoren? Von H. Kummet, Ing., Verlag Richard Carl Schmidt, Berlin. 76 Abbildungen und 8 Tafeln. 1937. Kart. 3.60 RM. In knapper und doch vollständiger Form, unterstützt durch zahlreiches instruktives Bildmaterial, gibt der Verfasser einen Uefeerbliok über die Reparaturen der trächtigsten Einspritzpumpensysteme für Dieselmotoren. Er behandelt u. a. die Pumpen von Bosch, Deutz, l'Orange und Scintilla. Weitere Abschnitte befassen eich mit den Pumpenreglern und deren Einstellung, den Düsen und dem übrigen Zubehör der EinspriUvorrichtungen. Anschliessend wird kurz auf die Düsenprüfung sowie die bei den marktgängigsten deutschen Dieselmotoren vorgesehenen .Einspritzdrucke und « Zündieiten » eingegangen. Eine tabellarische Zusammenstellung der wichtigsten Störungen des Dieselmotors und ihrer Abhilfe beschliesst dieses nützliche Werk. Kraftfahrlehre für Kraftwagenhalter u. -fahrer. Von Ad. König, Ziviling. Verlag Hichard Carl Schmidt & Co., Berlin. 1037. Geb. RM. 3.85. Kart. RM. 3—. Das Buch ist als Lehrwerk für Automobilisten und Berufschauffeure gedacht. Es vermittelt eine gründliche Kenntnis des Wagens, ohne anderseits allzu hohe Anforderungen an das Auffassungsvermögen des Lesenden zu stellen. Ein Kapitel über Betriebsstörungen am Motor und an der Kraftübertragung, ein solches über Fahrtechnik und Verkehrsregeln, ein auf blaues Papier gedruckter Teil mit Fragen und Antworten für die Fahrprüfung sowie ein Anhang mit den in Deutschland gültigen Verkehrsgesetzen besehliessen dieses rund 450 Seiten starke Werk. Der technische und fahrtechnische Teil umfassen rund 850 Seiten. Verschiedene Mehrfarbentafeln erleichtern das Verständnis für die Wirkungsweise der verschiedenen Maschinenteile. können Sie sich in jeder Ausgabe der „Kleinen Revue" vertreten und dadurch dem gesamten Automobilfach In empfehlende Erinnerung rufen lassen. 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