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E_1938_Zeitung_Nr.044

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14 AUTOMOBIL-REVUE

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PJTÖ 44 — DIENSTAG, 31. MAI 1938 Schwei •Z^M •xcke Am 18. Mai a.c. hörte die ständerätliche Geschäftsprüfungskommission in Bern ein ausführliches Referat von Bundesrat Minger über den Geschäftsbericht des eidg. Militärdepartements an. In der nachfolgenden Aussprache zwischen den einzelnen Mitgliedern dieser von Ständerat Käser (Schaffhausen) präsidierten Kommission wurde dann darauf aufmerksam gemacht, dass gewisse, in jüngster Zeit erschienene, kritisch eingestellte Zeitungsartikel höherer Offiziere über militärische Massnabmen und Einrichtungen dazu angetan seien, in der Bevölkerung eine gewisse Unsicherheit und Beunruhigung hervorzurufen. Die um die Landesverteidigung hochbesorgten Herren äusserten deshalb den Wunsch, dass derartige Anliegen und Anregungen künftig doch besser direkt dem eidg. Militärdepartement zur Prüfung unterbreitet werden sollten. Man bat den schweizerischen Wehrminister um Erlass der bezüglichen Direktiven, denn — hiess es — im Interesse des Landes müsse- in diesen Dingen mehr Zurückhaltung und Klugheit beobachtet werden ! Zuerst nahm man weitherum und nicht zuletzt in militärischen Kreisen selbst an, dieses ständerätliche Redeverbot hänge zusammen mit Aeusserungen prominenter Offiziere hinsichtlich der unbestreitbaren Mängel, welche dem System unserer Armeeleitung anhaften. Allmählich aber sah man klarer : Sprach nun der Ständerat oder der Präsident der Litra zu dieser Sache ? Hat Ständerat Käser, amtierender Präsident der Litra (Ehrenpräsident ist übrigens alt Bundesrat rfaab) in diesem Falle nicht die Interessen der Litra mit denjenigen des Landes verwechselt ? Wer vermöchte das so genau zu sagen ! Es entbehrt jedenfalls eines gewissen Etwas nicht, dass ausgerechnet der Litrapräsident auf Grund wohlüberlegter Mahnrufe der Obersten Ruf und Steinmann, unter Hinweis auf in militärischen Fachblättern erschienene Abhandlungen verschiedener Offiziere über die unbefriedigenden Verhältnisse auf dem Gebiete der Heeresmotorisierung, als um das Wohl des Landes besorgter Ständerat vom Vorsteher des Militärdepartementes eine Art Schweigegebot für Offiziere aller Grade zu erwirken versuchte. Ist es um den Erfolg der Gütertransportinitiative, um die Projekte der Litra zur Ab- Schwelzerlsche Strassenverkehrsiiea. Die letzten Freitag den 27. Mai in Bern vereinigte Generalversammlung der Schweizerischen Strassenverkehrsliga hat sich neue Statuten gegeben, die eine weitere Konsolidierung dieser Organisation bezwecken, die durch eine engere Mitarbet der kantonalen und regionalen Verkehrsligen ergänzt werden soll. Die hauptsächlichsten von der Schweizerischen Strassenverkehrsliga verfolgten Ziele bleiben auch weiterhin bestehen ; Entwicklung des Strassenausbaus und seine immer bessere Anpassung an die ständig wachsenden Verkehrsbedürfnisse; Schaffung einer Strassenverkehrsgesetzgebung, die dem Fortschritt und den Möglichkeiten des Strassenverkehrs besser Rechnung trägt, Bekämpfung der Verkehrsunfälle. An Stelle des zurücktretenden bisherigen Präsidenten Dr. Stadler (Uster) wurde der Direktor des Automobilclub der Schweiz, Primault, zum Präsidenten der Schweizerischen Strassenverkehrsliga ernannt. Anm. d. Red. Direktor Primault wird den Präsidentenposten der Strassenverkehrsliga vorläufig nur provisorisch und für die Dauer eines Jahres besetzen, in der Meinung, dass eventuell turnusgemäss jeder in der Liga vertretene Verband den Vorsitz übernehme. Diese Lösung scheint nicht die schlechteste zu sein, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Geschäftsstelle von einer charakterfesten und in der schweizerischen Verkehrspolitik sich auskennenden Persönlichkeit geleitet wird. Denn dass Marionetten an ähnlichen Posten unserer Automobilwirtschaft keine guten Dienste leisten, dürfte man in weiten Kreisen endlich begriffen haben. Der «Eisenbahner» schimpft und höhnt; die «Automobil-Revue» hat sich nämlich kürzlich erlaubt, die Eisenbalrnergewerkschaft ganz respektwidrig als Staat im Staate zu bezeichnen. Wir seien ausserordentlich nervös geworden, wohl ob dem Bombenerfolg der Gütertransportinitiative, meint das Organ des S. E. V. und fährt in seinen Betrachtungen dann schwarz auf weiss weiter: «Wieder einmal muss das Schlagwort vom Staat im Staate herhalten. Als ob die Güterwürgung des motorisierten Strassenverkehrs so schlecht bestellt, dass ihr Präsident als Standesherr eines demokratisch regierten Staatswesens zu solchen Mitteln greifen muss ? Dem von Ständerat Käser unterzeichneten Geschäftsbericht der Litra pro 1937 entnehmen wir folgenden Passus: « Immer mehr tauchen im Verkehrsstreit neben den rein ökonomischen Ueberlegungen solche militärischer N'atur auf. Gewiss steckt hinter diesen zweitgenannten Ueberlegungen oft die ernste Sorge um die Schlagfähigkeit unserer Armee; leider muss aber festgestellt werden, dass sich oft auch nackte Sonderinteressen hinter solchen Ueberlegungen verbergen. » Genau das, was der Litrapräsident hier rügt und an den Pranger stellt, aber tut er nun in seiner Eigenschaft als Präsident der ständerätlichen Geschäftsprüfungskommission ! Welch sonderbare 'Dinge : Der Präsident eines Verbandes zur Abwürgung des motorisierten Strassenverkehrs reicht als Ständerat ein Postulat zwecks Vermehrung militärtauglicher Lastwagen ein: er regt als Ständerat eine Einschränkung der Offiziere in ihrer Rede- und Schreibfreiheit an, weil deren Kritiken « beunruhigend > auf die Bevölkerung wirken könnten und hat die Notwendigkeit dieser Ausführungen, die Ursache für die kritisierten Zustände als Präsident der Litra mitverschuldet. Und dann nimmt eben diese Litra das Recht zur < bitter notwendigen Aufklärung der Oeffentlichkeit über die Probleme der Verkehrswirtschaft und über die Massnahmen zu einer Verkehrsgesundung » für sich in Anspruch ! Ein Trost nur, dass der schaffhausische Ständeherr nicht einmal in seiner Heimat mehr Verständnis für solches Tun findet. Hören wir, was das '« Schaffhauser Intelligenzblatt > zu seinem dringenden Ansuchen an den Chef des Militärdepartements meint: transportinitiative vom Schweizerischen Eisenbahnerverband lanciert worden wäre!» Welche Spiegelfechterei! Natürlich hat der S. E. V. offiziell am Entstehen derselben nicht mitgewirkt; natürlich zeichnet ein sogenanntes überparteiisches Komitee von 35 Mitgliedern verantwortlich für diese Initiative. Aber es gibt schliesslich ja noch andere, ganz gewichtige Dienste, die man einer Sache auch inoffiziell leisten kann. Vielleicht ist der S.E.V. oder Nationalrat Bratschi an seiner Stelle in der Lage, uns das grosse Geheimnis — nämlich wer diese famose Gütert'ransportinitiative eigentlich finanzierte — zu verraten. Die bekannte Litra, welche als Geschäftsstelle figuriert, kann es nicht gewesen sein. Der Grund dafür ist einfach: Die Jahresrechnung der Litra pro 1936, also vor Auftauchen und Durchführung der Monstre-Initiative, zeigte folgendes Bild: Einahmen Ausgaben Rundsdiau SptacA et als Stästdeeat odec ah £Ucapcäsideut? Der Staat im Staate. «Die sachliche Erörterung von militärischen Problemen wird der Landesverteidigung nie schädlich sein. Wer aber soll zu dieser Erörterung eine bessere Legitimation besitzen als der Offizier, von dem man mit Recht erwartet, dass er jahrein jahraus in ununterbrochenem ausserdienstlichem Ein- satz an seiner militärischen Ausbildung weiterarbeite, demgemäss also alle aktuellen militärischen Angelegenheiten gründlich prüfe und zu ihnen Stellung nehme! Dem Offizierskorps eine Beschränkung auferlegen zu wollen in seinem Recht zur Ansichtsäusserung gegenüber der Oeffentlichkgit, heisst nichts anderes, als die Offiziere zu Bürgern zweiter Klasse degradieren!» Einnahmenüberochuss Fr. 25 932.90 » 25 504.30 Fr. 428.60 Im Initiative-Jahr 1937 sieht die Litra-Jahresrechnung folgendermassen aus: Einnahmen (inkl. Vorjahressaldo) Fr. 21 606.80 Ausgaben » 21468.15 Einnahmenüberschuss Fr. 138.65 Dabei oblagen in diesem Jahre aber der Litra —laut ihrem eigenen Geschäftsberichte — im Zusammenhange mit der Gütertransportinitiative, die nachfolgenden Funktionen: Veranlassung der Schaffung von Unterkommissionen in der ganzen Schweiz, Abfassung des Propaganda- und Orientierungsmaterials AUTOMOBIL-REVUE 15 hat es zu besagen, dass der Eisenbahnerverband diese nicht offiziell lanciert, wenn dessen Mitglieder nachgewiesenermassen an ihrer Durchführung in solch erheblichem Masse beteiligt sind? Man fühlt sich wirklich sehr versucht, in den Ruf des «Freien Lastwagen» einzustimmen: Robert, wo bist Du? Robert heisst — zur Orientierung Uneingeweihter— Nationalrat Bratschi, der Generalsekretär des Schweizerischen Eisenbahnerverbandes! Schwelzerische Treibstoffimporte. Der Monat April ist gekennzeichnet durch eine Vermehrung der Benzin- und Benzolimporte gegenüber der vorjährigen Parallelperiode um 29,831 q. Insgesamt stellen sich die Einfuhren von Benzin und Benzol zum Antrieb von Explosionsmotoren in den ersten 4 Monaten auf 516,128 q. Trotz der vermehrten Aprileinfuhr konnte der im ersten Quartal, insbesondere während den Monaten Januar und Februar ausgewiesene Minderimport nicht restlos ausgeglichen werden, wurden doch in den ersten 4 Monaten des Vorjahres 521,588 q importiert, so dass immer noch ein Manko von 5460 q zu decken übrig bleibt. Erholt haben sich ebenfalls die Einfuhren von Mineral- und Teeröl zum Antrieb von Fahrzeugmotoren. Diese stellen sich im Monat April auf 7215 q resp. auf 6187 q im entsprechenden Berichtsabschnitt des Vorjahres. Für die ersten 4 Monate resultiert für diese Einfuhrkategorie ein Mehrimport von 1611 q. Mindereinfuhren verzeichnen hingegen Petroleum wie Petroleumsurrogate zum Antrieb von Fahrzeugmotoren. In der ersten Warenkategorie wurden 104 q, in der zweiten 647 q weniger importiert als im März 1937. Insgesamt sind während den ersten 4 Monaten 5213 q oder 365 q mehr Petroleum eingeführt worden als vom Januar bis April 1937. Demgegenüber verzeichnet die Einfuhr von Petroleumsurrogaten während den ersten 4 Monaten gegenüber der vorjährigen Parallelperiode einen Rückgang von insgesamt 880 q, d.h. von 2240 auf 1560 q. Die lange Bank. Die ständerätliche Kommission für die Behandlung der Bundesbahnvorlage nahm letzten Mittwoch die artikelweise Beratung in Angriff. Artikel 1 führte bereits zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung über die der Bundesbahn in Zu- Verzögerung hätte eine weitere Schwächung des Bestandes an requirierbaren feldtauglichen Motorfahrzeugen zur Folge und würde kunft zu verleihende Rechtsform. Ein Antrag, unser grösstes Staatsunternehmen zu einem selbstständigen Betrieb mit eigener Rechtspersönlichkeit schliesslich dazu führen, dass unter Aufwand zu machen, blieb in Minderheit. Die Mehrheit entachloss sich gemäss den Anträgen des Bundeseigener Fahrzeugpark geschaffen werden gewaltiger finanzieller Mittel ein armeerates für die selbstständige Verwaltung im Rahmen müsste. der Bunde&gesetzgehung. Bereits bei Artikel 5 aber wurden die Verhandlungen abgebrochen und die Beratungen auf Ende August vertagt. Da der Entwurf des Bundesgesetzes über die Schweiz. Bundesbahnen nicht weniger als 27 Artikel enthält, so kann man sich wohl heute schon ein ungefähres Bild über die Dauer der Verhandlungen machen Anderseits vernimmt man immer wieder den Ruf nach einer dringlichen Sanierung des schweizerischen Verkehrswesens — aber eben, es geht zuerst um politisch-taktische TJeberlegungen. Als Besänftigungsmittelchen mueg dann das Schlagwort: «Die Schweizerbahnen dem Schweizervolk» wieder Wunder wirken! Umbau des Rapperswller Seedammes. Unter dem Vorsitz von Landammann Keel (St. Gallen) fand kürzlich in Rapperswil eine vom Linth-Limmatverband einberufene öffentliche Versammlung statt, bei welchem Anlass der Präsident der interkantonalen Seedammkommission, der St. Galler Regierungsrat Kobelt, den geschichtlichen KLEINE CHRONIK Prof. Delaauls demissioniert als Direktor des TCS. Der bisherige Direktor des TCS. Prof. E. Delaquis, der dieses Amt seit 1934 bekleidete, hat seinen Rücktritt erklärt, um auf Anfang Oktober das Generalsekretariat des Internat. Bureaus für juristische Studien in Bern zu iibernehmtn. *US d