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E_1938_Zeitung_Nr.044

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ÄÜTOMOBIL-ReVÜE w. KiXt > t'^v-j K°44 Warum Firestone-Reifen führend sindl ie Zeiten ändern sich und die Reifen auch Immer mehr Automobilisten montieren Schweizer-Firestone-Reifen, denn diese verkörpern stets Fortschritt und Qualität. Sie sind nicht zu vergleichen mit Reifen billiger Sorte, mit denen unser Land mehr und mehr überschwemmt wird. Wer Schweizer Arbeit ehrt, bleibt bei der Qualität. Neue extra Verstärker-Gummi rippe Zwei extra Cord-Lagen unter der Lauffläche Gummigetauchtes Cordgewebe, 25-40% bessere Ki lometerleistung Auf wissenschaftlicher Grundlage aufgebautes Sicherheitsprofil Fabrik für Firestone-Produkte A.G., Pratteln bei Basel Druck, Clichet und 5erl*p HALLWAG A.-Q, Htüerschg Buchdruckerei und W»jnersche Xeilagsjnitalt, Bern,

No 44 II. Blatt BERN, 31. Mai 1938 N» 44 II. Blatt BERN, 31. Mai 1938 Bremsen und Ueberholen in Zeitlupendarstellung Im Gegensatz zum Anfahren ist 2. das Bremsen, ein Bewegungsvorgang, der als gleichförmig verzögerte Bewegung aufgefasst werden kann. Dabei wird die Geschwindigkeit in jeder Sekunde um denselben Wert vermindert und diese sekundliche Abnahme der Geschwindigkeit als Verzögerung bezeichnet. Die durch das Bremsen bewirkte Verzögerung ist im Mittel 5 m in der Sekunde, so dass also die Geschwindigkeit in jeder Sekunde um den Betrag 5 vermindert wird. Ist die ursprüngliche Geschwindigkeit c und die Verzögerung b, so ist die Geschwindigkeit Tor Beginn der Bremsperiode c m/Sek. nach Ablauf der 1. Sek. ist sie o — b > » » » 2. » » » c — (bX2) » » » > 3. > > > c — 0>X3) » » » von t Sekunden c—(bXt) » In t Sekunden ist demnach die Geschwindigkeit vermindert worden auf v = c — (bXt) m/Sek.... (4) Ist nach einer Bremszeit T das Fahrzeug zum Stilletand gekommen, dann ist natürlich v = 0 = c — (bXT) und Bremszeit T daher T = — (5) Von besonderer Bedeutung ist die Grosse des Bremsweges, d. i. der Strecke, nach welcher der Wagen zum Stillstand kommt. Nach Gleichung (3) •war der Weg bei der Beschleunigung Abb. 3. Die Abnahme der Fahrgeschwindigkeit beim Bremsen, wenn eine gleichmässige Verzögerung angenommen wird. Die Ausgangsgeschwindigkeit von 20 m/sec = 72 km/Std. sinkt in 4 Sekunden auf Null. (Fortsetzung aus Nr. 43.) 8 mm 2 Dieser ^ert gilt sinngetääss auch für die Verzögerung, wenn statt der Beschleunigung p der Wert für die Verzögerung eingesetzt wird. Demzufolge nimmt die Gleichung (3) die Form bxT» 2 pt» an. Beispiel: Ein Fahrzeug habe die Geschwindigkeit 72 km/St. == 20 m/Sei. Seine Bremsen bewir- Abb. 4. Die Abnahm« der Fahrgeschwindigkeit beim Bremsen in Abhängigkeit vom zurückgelegten Weg. Der Kurvenzug wird in, einfacher Weise aus Bild 3 erhalten. ken eine YersSgerung b = 5 m in der Sekunde. Dann ergibt Gleichung (5) die Bremszeit o 20 T = — = — = 4 Sekunden b 5 nnd Gleichung (6) den Bremswee 5x4« 5 X 16 5 «- -» — 40 m 2 2 Die graphische Darstellung zeigt diesen Bewegungsvorgang viel anschaulicher und überdies nahezu ohne Rechnung. In Abbildung 3 ist auf der Horizontalen die Zeit t — 4 Sekunden aufgetragen. Bei 0 Sekunden, also vor Beginn des Bremsens, war die Geschwindig-keit 20 m/Sek. In jeder Sekunde wird die Geschwindigkeit um je 5 m/Sek. vermindert, so dass nach 4 Sekunden der Stillstand, also v = 0 erreicht wird. Eine Verbindung der Punkte a—e ergibt wieder die Geschwindigkeitskurve, das heisst eine Darstellung der Grosse der Geschwindigkeit in jeder Sekunde. Ebenso wie beim Beschleunigen ist auch beim Bremsen oder Verzögern der Weg in jeder Sekunde gleich der mittleren Geschwindigkeit in jeder Sekunde, die errechnet oder einfacher direkt aus der Geschwindigkeitskurve abgelesen werden kann. Sie ist nach Abbildung 3 in Punkt I .. 17,5, in Punkt II... 12,5, in III... 7,5 und in IV... 2,5 m/Sek. Werden diese Werte in Abbildung 4 vom Punkt© a angefangen horizontal aufgetragen und nach jeder Sekunde der Wert der Geschwindigkeit um 5 m/Sek. vermindert, so ergibt sich der Linienzug a—e. Die die Punkte a—e verbindende Kurve ergibt ein Bild der Geschwindigkeiten entsprechend den zurückgelegten Wegen und wird allgemein als Bremsdiagramm bezeichnet. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass die Geschwindigkeit zum Beispiel nach einem Weg von 30 m auf den Wert 10 m/Sek. gesunken ist. Schliesslich sei erwähnt, dass die graphische Darstellung bei den sogenannten Tachographen, das sind selbstregistierende Geschwindigkeitsmesser, Anwendung findet, in denen selbsttätig die jeweilige Geschwindigkeit während der durchfahrenen Kilometer aufgezeichnet wird. Sie sind häufig auf Lokomotiven in Verwendung. 3. Das Ueberholen. Das Ueberholen eines Fahrzeuges durch ein anderes kann als gleichförmige Bewegung aufgefasst •werden. Dabei ist die Ueberholslrecke abhängig von 4t> 44 J% 4T>4» Jf 4L t) •* * 3 H S • * a 9 *o •» 4t 4H* •i£4k •