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E_1938_Zeitung_Nr.047

E_1938_Zeitung_Nr.047

dabei der Nutzen für

dabei der Nutzen für unsere Wirtschaft bliebe, ist bald ausgerechnet. Darüber sind wir uns alle einig: Intensivierung des Verkehrs tut not. Aber nicht nur den Bahnen, sondern dem Lande ganz allgemein. Förderung und Belebung der Inlandstouristik niuss angesichts der unsichern Lage im internationalen Fremdenverkehr die Parole lauten. Die VerbMligung der Bahntaxen würde einen wirksamen Schritt in dieser Richtung verkörpern. Dabei jedoch dürfen wir nicht stehen bleiben, wenn wir dem Binnenreiseverkehr zu neuem Aufschwung verhelfen wollen. Was hinzukommen muss, ist eine gleichzeitige Senkung des Benzinpreises, ein Gedanke, mit dem wir keineswegs etwa Neuland betreten, hat ihn doch Nationalrat Vallotton vor gut anderthalb Jahren schon in seiner Interpellation ausgesprochen, die auf den Eriass tatkräftiger Massahmen zur Erhaltung unseres Fremdenverkehrs hinzielte. Auch heute noch stehen wir vor dieser Notwendigkeit. Nicht Steigerung der Bahnfreiuenzen allein, sondern Erleichterung im Bahn- und im Strassenverkehr — nur so und nicht anders lässt sich bei einer Betrachtungsweise, welche die Dinge nicht einseitig durch die Bahnbrille sieht, unsere Aufgabe umsehreiben. Dass die Autohaltung in der Schweiz zu teuer, die fiskalische Belastung des Benzins übersetzt ist, gesteht der Bundesrat selbst mit der Abgabe verbilligten Treibstoffs an die Ausländer. Das eine tun : die Bahntarife herabsetzen — und das andere nicht lassen : einen massiven Abstrich auf dem Benzinpreis, ein solches Vorgehen müsste sich eine Verkehrspolitik, welche den Blick aufs Ganze gerichtet hält, zur Richtschnur nehmen. Sonst nämlich könnte man es erleben, dass der schweizerische Automobilist, verärgert über die Bevorzugung der Bahnreisenden wie der fremden Autogäste (sofern nicht das Ausländerbenzin zusammen mit der SOprozentigen Ermässigung für im Ausland gelöste Bilette dahmfällt), seine Weekend- und Ferienfahrten in noch stärkerem Masse als bisher nach jenen Ländern orientiert, die ihn zuvorkommender behandeln als seine eigene Heimat. Volkswagen und Benzinbedarf in Deutschland. Kürzlich wurde in Deutschland der Grundstein zu einer Fabrik gelegt (siehe « A.-R.» Nr. 45), die ausschliesslich der Herstellung des deutschen « Volkswagens » vorbehalten bleiben soll. Die Schaffung dieses Wagens steht bekanntlich seit mehreren Jahren auf dem Programm des Dritten Reiches und ist nunmehr mit der Fertigstellung einer beschränkten Anzahl von Exemplaren und ihrer praktischen Erprobung in das erste Stadium der Verwirklichung gerückt. Nach den Mitteilungen gelegentlich der Grundsteinlegung stellt der neue Wagen in der Tat nach mehr als einer Richtung ein Novum dar. Mit einem Preis von 990 RM wird er um etwa ein Drittel niedriger zum Verkauf stehen als die bisher billigsten deutschen Personenwagen, während er mit einem Kraftstoffverbrauch von 6—7 Liter je 100 km und einer Dauergeschwindigkeit von 100 km je Stunde die besten Kleinwagen erreichen und übertreffen wird. Die Riesenmasse, auf die die Produktion des jetzt erstehenden Werkes eingestellt ist, lassen keinen Zweifel darüber, dass eine Massenherstellung allergrössten Formats zu erwarten steht. Anderseits bieten die bereits vorliegenden Pläne für ein neuartiges Spar- und Versicherungssystem, das in Wochenraten von 6 RM die Anschaffung und Versicherung des Volksautomobils ermöglichen soll, eine weitgehende Gewähr dafür, dass auch ein entsprechender Massenabsatz auf breitester Grundlage erreicht werden wird. Der Hinweis des deutschen Reichskanzlers auf die 6—7 Millionen Kraftwagen, für die in Deutschland ein Bedarf vorhanden sei, gibt eine Vorstellung von dem weiteren Wachstum der Motorisierung, das der Reichsregierung für die Zukunft vorschwebt. Wenn auch zur Zeit noch genauere Angaben über die Produktionskapazität der neuen Fabrik und über die in den kommenden Jahren zu erwartenden Absatzziffern fehlen, so ist doch schon jetzt mit Sicherheit vorauszusehen, dass mit dem Erscheinen der ersten Volkswagen auf dem durch die Einbeziehung Oesterreichs nunmehr noch bedeutend erweiterten Markt die deutschen Autozulassungsziffern ihren bisherigen Anstieg in einer bei den Personenwagen besonders kräftigen Aufwärtsbewegung fortsetzen werden. Damit aber wird auch der Benzinbedarf Deutschlands eine weitere starke Erhöhung erfahren. Selbst unter Berücksichtigung dessen, das sich in der Zusammensetzung des deutschen Personenwagenbestandes das Schwergewicht künftig noch ausgeprägter nach den kleineren Fahrzeugen mit einem Der für das zweite Ausbauprogramm vorhandene Restkredit von nur noch Fr. 23 Mill. wird voll in Anspruch genommen durch zurückgelegte Bauaufgaben in den Kernregionen des Landes, zur Schliessung von im ersten Ausbauprogramm vorhandenen Lücken, endlich durch nicht voraussehbare Ausführungskosten. Als besondere Notwendigkeit wird in der Botschaft vor allem ein weiterer Ausbau der Verbindungen von der Ost- und Zentralschweiz nach dem Kanton Graubünden hervorgehoben. Anlässlich der Besprechungen bezüglich Vorbereitung des ersten Alpenstrassenausbauprogramms hat der Kanton Glarus u. a. das Projekt einer • Panixer- oder Segnesstrasse in die Diskussion geworfen. Aus verschiedenen Gründen konnte dieses Projekt vorläufig nicht weiter verfolgt werden. Der Bundesrat hält es jedoch für angezeigt, heute das Projekt einer neuen Strassenverbindung zwischen Glarus und Graubünden wieder aufzugreifen. Die Abklärung wichtiger technischer Fragen (Tunnelbelüftung), welche sich bei diesen Projekten stellen, denen aber zugleich allgemeine Bedeutung im Sinne der Klärung des Problems der Erstellung allfälliger Alpenstrassentumnels zukommt, ist-bereits im Interesse des Zeitgewinnes eingeleitet worden. Ob einer Strasse über den Panixer- oder den Segnespass der Vorzug zu geben ist, oder ob schliesslich an deren Stelle eine neue Verbindung von Linthal nach Brigels mit Durchstich unter dem Kistenstöckli geschaffen werden soll, wird erst noch zu entscheiden sein. Im Rahmen der Verbesserung der erwähnten Verbindung liegt auch die Erstellung einer Strasse von Muotathal über den Pragel nach Glarus, für die der Bundesversammlung eine Spezialvorlage unterbreitet wird. Die Regierungen der Kantone Schwyz und Glarus haben sich für den Bau dieser Strasse wiederholt eingesetzt. Eine Prageistrasse wäre im Winter viel leichter offenzuhalten als der Klausen.. Es ist vorgesehen, das Projekt in Form d

47 FREITAG, 10. JUNI 193S AUTOMOBIL-REVUE • Die Rennformel hatte Unrecht. Beim Grossen Preis von Tripolis fuhren die 3- Liter-Rennwagen während des Rennens ihre schnellste Runde mit 225 km/St, die 1,5-Liter- Rennwagen mit 189 km/St. Die Spitzengeschwindigkeit der 3-Liter-Rennwagen war für Alfa Romeo etwa 280 km/St., für die Mercedes-Benz-Rennwagen ziemlich genau 300 km/St, während die 1,5-Liter- Maseratis zum Beispiel etwa 240 bis 250 km/St, fuhren. Man muss nun zugeben, dass zu Runden von 180 bis 190 km/St. Durchschnitt der 1,5-Liter- Rennwagen auch ein beträchtliches Fahrkönnen gehört. Da müssen die Kurven sauber angeschnitten und wegen der schlechten Strassenlage sehr zügig durchfahren werden. Die 3-Liter-Rennwagen müssen, um ihren höheren Durchschnitt zu erreichen, natürlich noch schneller durch ie Kurven brausen. Man kann nun von den 1,5-Liter-Fahrern nicht verlangen, dass sie in den Kurven scharf rechts bleiben, um die schnelleren 3-Liter nicht zu gefährden. Anderseits ist es für die ungeheuer schnellen 3-Liter-Wagen äusserst gefährlich, in Kurven oder vor allem hinter schnellen Kurven plötzlich einen 1,5-Liter-Rennwagen vor sich zu haben, der ziemlich links fährt. Diese Fälle führten in Tripolis ja zum Sturz von Siena auf Alfa Romeo, der sofort tot war, und von Farina, der auf Hartmanns 1,5- Liter-Maserati prallte. Farina wurde verletzt, Hartmann starb an seinen Verletzungen. Was ist zu tun? Die Fahrer der 1,5-Liter-Wagen sagen: «Wir fahren unser Rennen in einer Angst, immer den halben Blick im Rückspiegel, den halben Blick auf die Strecke». — Die Fahrer der prossen Rennwagen dagegen berichten: «Wir haben eine panische Angst vor den 1,5-Liter- Rennwagen, deren Fahrer nach den Linkskurven beispielsweise nicht rasch genug wieder rechts heranfahren. Wir können manchmal ein Unglück kaum noch vermeiden.» Lang, von Brauchitsch und Caracciola kamen während des Rennens alle in die gleiche Situation, die bei Siena und Farina zu so schweren Unfällen führte. Nur der enormen Bremsmöglichkeit des Mercedes-Rennwagens war die Rettung zu verdanken Ẇas ist zu tun? Man wird sagen: die 1,5-Liter- Wagen und die « grossen » 3-Liter-Wagen dürfen eben nicht zusammen in einem Rennen starten.*t)ie Rennformel jedoch hält fest, dass alle diese Fahrzeuge vom 650-ccm-Kompressorwägelchen bis zum 3-Hter-Kompressorwagen und vom 1100 ccm gebläselosen bis zum 4,5 Liter ohne Kompressor zusammen starten dürfen, sofern sie die Bedingungen der Rennformel (Gewichtsabstufung) gleichermassen erfüllen. Man sieht also, dass die Rennformel keineswegs alle Wünsche erfüllt. Als nach Bekanntwerden der Formel vor zwei Jahren sofort Stimmen laut wurden, die den 3-Liter-Kompressorwagen alle Chancen zusprachen (auf manchen Strecken vielleicht auch den 4,5-Liter-Wagen) und die kleineren 2-Liter-, 2,5-Liter-Typen usw. als aussichtslose Konkurrenten bezeichneten, wollte das niemand wahr haben. Nun ist die Situation so geworden, dass sich die Klasse der 1,5-Liter-Rennwagen immer stärker herausbildet. Das Schicksal der Rennformel wird sich vielleicht beim « Grossen Preis von Frankreich > am 3. Juli entscheiden. Wenn Mercedes-Benz — und wer wollte der Untertürkheimer Firma die Anstrengungen verargen — wieder so haushoch siegt wie in Tripolis, dann verlieren die anderen die Lust. Gibt es aber einen Auto-Union-Sieg oder einen französischen oder italienischen Erfolg, dann wird das Interesse wieder gewaltig steigen! Hundt Schneller, immer schneller... Absoluter Weltschnelligkeitsrekord in Gefahr! Eyston's bevorstehende zweite Expedition nach USA. Captain G. E.T. Eyston, der Sohnelligkeits- Weltrekordmann im Automobil, der im November des Vorjahres auf dem «Thunderbolt» die fliegende Meile mit 501,2 km/St, und den fliegenden Kilometer mit 502,1 km/St, zurücklegte, beabsichtigt diese Rekorde in wenigen Wochen anzugreifen und sie, wenn immer möglich, auf rund 550 km/St, zu verbessern. Er wird sich am 29. Juni mit dem englischen Riesendampfer «Queen Mary» nach den Vereinigten Staaten einschiffen, um seine Zelte am Salzsee im Staate Utah, der schon 1937 Schauplatz seiner Rekordfahrten war, aufzuschlagen. In jeder Wagengruppe der drei Kategorien erfolgt die Bewertung nach der kürzesten Fahrzeit. Bei den Touren- und Sportwagen findet je eine separate Klassierung der Amateure und Experten statt. Die Anmeldungen sind auf dem offiziellen Anmeldeformular an das Sekretariat der Sektion St. Gallen-Appenzell des A.C.S., Schützengasse 12, St. Gallen, zu richten. Anmeldungen zum einfachen Nenngeld (Fr. 25.— für jeden Touren-, Sport- oder Rennwagen) werden bis Donnerstag, 16. Juni, 18 Uhr, solche zum doppelten Nenngeld OFr. 50.—) bis Montag, den 20. Juni, 18 Uhr, angenommen. Gleichzeitig ist auch die Dritthaftversicherungsprämie im Betrage von Fr. 10-— pro Fahrzeug einzuzahlen. Die Ueberweisungen haben auf Postcheckkonto IX 4Ö82, St. Gallen, zu erfolgen. Zum « Grand Prix des Frontieres» IN BELGIEN erhalten wir vom Zürcher Fahrer Hans Gübelin, der auf BMW am Rennen der Kategorie bis 2000 ccm teilnahm und im Klassement den Ehrenplatz belegte, einen Kurzbericht, der uns vorerst einmal veranlasst, die in der Dienstagausgabe veröffentlichten Resultate, bzw. die angegebenen Durchschnitte zu rektifizieren, die auf Grund einer Totaldistanz von 15 Runden = 163 km berechnet waren, während diese in Tat und Wahrheit auf 12 Runden = 130,4 im herabgesetzt wurde, was au® den uns am Dienstag zugekommenen Meldungen nicht hervorging. Das Klassement lautet demnach: Kategorie ober 2 Liter: 1. Trintignant (Bugatti), 1:03*7 = 122,383 km/St.; 2. Mazaud (Delahaye), 1:04:29; 3. Matthieson (Bugatti), 1:05:08; 5. Mandi rola., S ch w ei z (Maserati). Kategorie bis 2 Liter: 1. Roese (BMW), 1:06:42 — 117,337 km/St; 2. Gübelin, Schweiz (BMW), 1:07:19 = 117,028 km/St.; 3. Gerrini (Lancia), 1:12:32; 4. Biolay (Amilcar); 5. Herkuleyns (MG); 6. Paul (Bugatti). Dazu schreibt unser Landsmann: « Kurz vor dem Start hatte es zu regnen aufgehört, doch hielt ich es für ratsam, mit Regenschutz in die Arena zu steigen. Zum 12-Runden-Kampf starteten u. a. Roese, Düsseldorf, auf BMW, der Schreibende, als einziger Schweizer, auf BMW, Barbieri, Italien, auf Maserati, Gerrini, Italien, auf Lancia, Herkuleyns, Holland, auf MG etc. Gleich beim Start übernahm Roese die Spitze, die ich ihm aber schon nach dem 2. Kilometer entreissen konnte. Barbieri auf Maserati fiel bereits in der 1. Runde wegen eines Motordefektes aus. Das Rennen, dessen Länge wegen Zeitüberschreitung bef den Motorrädern von 15 auf 12 Runden ä 10,870 km herabgesetzt wurde, gestaltete sich allmählich zu einem Zweikampf zwischen Roese und mir selbst. Nach dem Ausscheiden Barbieris fand sich BMW überhaupt keinem zu fürchtenden Konkurrenten mehr gegenüber, trotzdem 5 der gestarteten Wagen, auch Barbieris Maserati, der Rennwagenkategorie angehörten, während wir auf serienmässig hergestellten Sportwagen im Kampfe lagen. Sport- und Rennwagen wurden also in einem Lauf zusammen gestartet, jedoch hatten nur die ersten drei im Gesamtklassement Anspruch auf einen Preis.. Vier Kilometer der Rennstrecke führen über einen gewöhnlichen Strassenbelag. Dieses Teilstück ist zudem sehr schmal und kann am besten etwa mit unsern Zweitklass-Strassen verglichen werden. Ich lag von der ersten bis zur letzten Runde an der Spitze und hatte Roese dank der grösseren Endgeschwindigkeit meines Wagens nicht zu fürchten. Sobald jeweilen das Fahrzeug Roeses in meinem Rückspiegel sichtbar wurde, gab ich Vollgas, um alsdann wieder etwas langsamer zu fahren und so den Motor zu schonen. Leider kam der Wagen 5 km vor dem Ziel — beim Ueberholen des MG- Piloten Herkuleyns — ins Schleudern, schlug ans Strassenbord, stand einen Augenblick auf zwei Rändern — beinahe auf der Kippe — und blieb im Strassengraben stehen. Aussteigen, den Kotflügel, der das linke Hinterrad berührte, herausreissen, wieder einsteigen und den Motor anspringen lassen, war eins. Doch in diesem Moment flitzte Roese an mir vorbei und heimste den Siesreslorbeer ein. — Der gefahrene Durchschnitt der beiden BMW-Wagen mit über 117 km/St, ist sehr hoch, wenn man bedenkt, dass Trintignant in der Kategorie über 2 Liter mit einem Kompressor-Bugatti die Geschwindigkeit bei trockener Strasse nur um 5 km/St, steigern konnte.» IN FRANKREICH Talbot-Kompressor-Rennwagen erst im Herbst startbereit. Der Verwaltungsratdelegierte der Talbot-Werke, Ing. A. Lago, hat dieser Tage einem Vertreter der italienischen Fachpresse ein Interview gewährt und dabei unter anderem durchblicken lassen, dass die Konstruktion des 3-Liter-Kompressor-Rennwagens schon ziemlich weit gediehen ist. (Talbot hat aus dem französischen Rennwagenfonds bekanntlich 600 000 frz. Fr. zugesprochen erhalten, durch die der Bau des Kompressormotors nach der neuen Formel ermöglicht werden soll.) Es handelt sich um einen 16-Zylinder-Motor, bestehend aus 2 in V-Form angeordneten 8-Zylinder-Blöcken. Das Debüt dieses Boliden wird jedoch unter keinen Umständen vor August/September erfolgen. Dagegen beabsichtigt man in Suresnes, am Grossen Preis von Frankreich mit zwei 6-Zylinder-4,5-Liter-Rennwagen (unverdichtet) an den Start zu gehen, wobei einer Philipp Etancelin anvertraut werden dürfte. -m-iwimm #. Bof d'Or-Rekord um 300 km überboten! In der letzten Nummer -kennten wir noch Berichten, dass der Italo-Franzose Gordini auf Simca-8 als Sieger aus dem anstrengenden Bold'Or-24-Stunden-Rennen hervorgegangen sei, das am Pfingstsonntag/Pfingstmontag auf der 5 km langen Piste der Montlhery-Rennbahn ausgetragen wurde. Inzwischen sind auch die genauen Resultate bekannt geworden, aus denen erhellt, dass Gordini seinen eigenen Rekord, den er 1936 auf der Rundstrecke von Saint-Germain aufstellte, um rund 300 km von 2179 km 084 auf 2456 km 334 verbessert hat Klassement. Klasse 1500 ccm (Sportwagen): 1. F o l i e d r Y auf Aston-Martin, 2326 km 622 = 96,942 km/St. (Rekord); 2. Constantin auf Bugatti, 2088 km 371. Klasse 1100 ccm (Rennwaqen): 1. De B u r n a y auf M.G., 2406 km 059 = 100,252 km/St, (neuer Rekord); 2. Duval auf B.N.C., 1935 km 535. Klasse 1100 ccm (Sportwagen): 1. Gordini auf Simca-8, 2456 km 334 = 102,347 km/St, (neuer Rekord und beste Tagesleistung); 2. Robert auf Simca, 2147 km 083; 3. Vernet auf Simca, 2135 km 800; 4. Molinari auf Simca, 2073 km 502. Klasse 750 ccm (Sportwagen): 1. H o r v i l l e u r auf Simca-5, 2027 km 900 = 84,495 km/St, (neuer Rekord); 2. Levy auf Simca-5, 1971 km 525. Grosser Preis der Picardie. Anglo-italienisches Duell in Sicht. Auf dem 9,765 km langen cGircuit de Peronne» kommt am nächsten Sonntag der Grosse Preis der Picardie für Rennwagen der Anderthalbliterklasse zur Durchführung, und zwar wird sich die Veranstaltung in 2 Ausscheidungsläufen über 10 Runden und einem Finale über 15 Runden abwickeln. Dia Startliste weist die Namen folgender Fahrer auf: E.R.A.; Raymond Mays, Earl Howe, Prinz cBira», Wilson, Wakefield, Tongue. Maserati: Bianco, Uboldi, Raph, Soffietti, Hanson Ḃugatti: Delmore, Villeneuve. Delage: C. E.G. Martin. Salmson; Burnay. M. G.: Herkuleyns. Maserati startet in Reims. Die Bologneser Firma Maserati wird — wie wir der französischen Fachpresse entnehmen, am Grossen Preis von Frankreich in Reims vom 3. Juli definitiv mit zwei Wagen an den Start gehen. Als Fahrer werden Graf Trossi und Achille Varzi genannt 24 Stunden von LeMans ohne Bugatti. Die Molsheimer Werke, welche für die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans vom 18./19. Juni für Sportwagen eine einzige Nennung abgegeben haben, werden diese nicht erfüllen, da die Vorbereitungen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden können. Dagegen macht Bugatti alle Anstrengungen, um den 3-Liter-Kompressor-Rennwagen am Grossen Preis von Frankreich — mit Wimille am Steuer — an den Start zu bringen. IN SÜDAMERIKA Grosser Preis von Rio. Tadini und Pintacuda aut Alfa Romeo am Start. Auf der 11,6 km langen, mit gegen 60 schweren Kurven gesegneten Gavea-Rundstrecke wird übermorgen Sonntag der Grosse Automobilpreis von Rio de Janeiro ausgetragen, an welchem als einzige Vertreter unseres Kontinents die Italiener Carlo Pintacuda und Mario Tadini auf 8-Zyl.-2,9-Liter- Alfa-Romeo teilnehmen. Sie werden an diesem grössten brasilianischen Rennen den südamerikanischen Elitefahrern gegenübertreten, als da sind: Arzani auf Alfa Romeo, Oliveira auf Bugatti, Nascimento, Landi, Braga, Santomauro auf Alfa Romeo usw. — Das letztjährige Rennen,, das, wie das heurige, über 25 Runden = 290 km ging, wurde von Pintacuda auf Alfa Romeo vor Stuck auf Auto- Union in 3:22:07 = 82,8 km/St, gewonnen. IN UNGARN Grosser Preis von Ungarn abgesagt. Was wir in der letzten Nummer der «A.-R.» vermuteten, hat sich bewahrheitet: der im internationalen Sportkalender unterm 19. Juni figurierende 2. Grosse Preis von Ungarn für Automobile ist abgesagt worden. Me Gründe, welche den Veranstalter zu diesem Entschluss gezwungen haben, sind offiziell noch nicht bekannt; doch dürften sie, wie bereits gemeldet, vorwiegend finanzieller Art IN DER SCHWEIZ Bergprufungsfahrt Rheineck-Walzenhausen-Lachen Sonntag, den 26. Juni, führt die Sektion St. Gallen-Appenzell des A.C.S. auf der 6,5 km langen Strecke vom Hotel Hecht in Rheineck bis zum Dorfeingang von Lachen das Bergrennen Rheineck- Walzenhausen-Lachen für Touren-, Sport- und Rennwagen durch. Es ist eine Höhendifferenz von 433 Meter bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,7% und einer maximalen Steigung von 11,0% zu überwinden. Die verschiedenen Klassen werden in folgende Wertungsgruppen eingeteilt: Touren- und Sportwagen-Kategorie. Gruppe I: Klassen J, I, H, G bis 1100 cora. Gruppe II: Klasse F, von 1101 bis 1500 ccm. Gruppe III: Klasse E, von 1501 bis 2000 ccm. Gruppe IV: Klasse D, von 2001 bis 3000 ccm. Gruppe V: Klasse C, von 3001 bis 5000 ccm. Gruppe VI: Klassen B und A von über 5000 ccm. Rennwagen-Kategorie. Gruppe I: Klassen J, I, H, G bis 1100 ccm. Gruppe II: Klasse F, von 1101 bis 1500 ccm. Gruppe III: Klasse E, von 1501 bis 2000 ccm. (Gruppe IVi Klassen D, C. B und A über 2000 ocm. IN ITALIEN. Nuvolari hat seinen Vergnügungsaufenthalt in den Vereinigten Staaten abgebrochen und sich wieder nach Italien eingeschifft; er wird am 18. Juni in Mantua zurückerwartet. Das Stilfserjoch-Bergrennen, ursprünglich auf den 28. August angesetzt, ist auf den 21. August vorverlegt worden. Obwohl es im internationalen Sportkalender eingeschrieben ist, wird es absolut nationalen Charakter haben und der Sportwagen-Kategorie reserviert sein. IN IRLAND Ulster-Grand-Prix findet nicht statt. Der Grosse Preis von Ulster für Renn- und Sportwagen, der am 18. Juni hätte zum Austrag gelangen sollen, ist abgesagt worden, da die vorgesehenen baulichen Verbesserungen der Strecke bis zu diesem Datum nicht abgeschlossen werden können.