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E_1938_Zeitung_Nr.051

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12 Automobil-Revue —

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Prospekte durch SchWOb & Cie. ,Bem 1, Hirschengraben Der Stein im Elio-See „Wenn Ihr mich seht, werdet Ihr weinen!" 1779... ein Jahr furchtbarer Dürre - Der Spruch auf dem Stein im See - Ein Wanderbursche sah ihn das zweitemal - Verkünder von Dürre und Not (Vor kurzem ist bekanntlich im Elio-See an der Tessiner Grenze infolge des durch die Trokkenheit verursachten Sinkens des Wasserspiegels ein grosser Fels an die Oberfläche getreten, in dem die Inschrift zu lesen ist: «Quando mi vedrete piangerete. Anno 1779.» Zu Deutsch: «Wenn Ihr mich sehen werdet, dann werdet Ihr weinen.» Die Bevölkerung des Gebietes am Elio- See behauptete, dass der Stein nie gesehen worden sei. Sie hat sich geirrt. Die unheimliche Prophezeiung ist, wie ein französischer Geologe zu berichten weiss, seit 1779 zweimal, wenn auch nur für wenige Stunden, aus der stillen Tiefe des Sees gekommen. Wann das war, davon mag der nachstehende Artikel einiges erzählen. Menschen liml Tiere hungern Als kürzlich der grosse Stein über die Fläche des Elio-Sees trat und die Bauern schreckensbleich auf die düstere Inschrift starrten, die ihnen im Sonnenstein entgegenleuchtete, klar und deutlich, zerbrachen sie sich den Kopf, was 1779, vor fast 160 Jahren, geschehen sein könnte, das ihren Vorfahren Veranlassung gab, dem Fels eine so traurige Kunde anzuvertrauen. Sie blätterten in ihren Familienchroniken und Kirchenbüchern, aber diese geben sonderbarerweise keine Auskunft über das Unglück, das in jenem Jahr über den Tessin hereingebrochen sein muss. Man kann nur vermuten, dass das Land von einer furchtbaren Dürre heimgesucht wurde, und diese Annahme stützt sich auf die Feststellung eines französischen Geschichtsschreibers, der in seinem 1885 herausgegebenen Werk schrieb: «Das Jahr 1779 brachte der Menschheit in den Alpenländern eine unerhörte Trockenheit; Menschen und Tiere litten gleichermassen unter Hunger und Durst...» Und so wird es auch gewesen sein. Der Spiegel des. Elio-Sees ist unter der Einwirkung der Hitze so tief gesunken, dass die Bauern auf dem hervortretenden Stein die Prophezeiung anbringen konnten. «Wenn Ihr mich seht, werdet Ihr weinen.» (Von unserem Berichterstatter.) Als Napoleon die Welt erschütterte... Wir schreiben anno 1812. Wieder werden die Menschen von sengender Hitze gepeinigt, wieder brennt die Sonne den Boden aus, die Felder und die Wiesen, wieder fällt das Wasser im Elio-See, und am sechsten Tage der Dürre taucht aus ihm der Fels auf, der Fels und seine unheimliche Botschaft. Doch nun bemerkt kein Bauer, keine Seele Jetzt war wieder die Zeit da, wo der Hansruedeli Zürcher bei der Tante Elisabeth im Luzernbiet in den Ferien •weilte. — Die Tante Elisabeth war eine währschafte Bauernfrau, und ihr Heimen mit den grossen Ställen, den Rössern und den vielen Kühen, der Schweinekoben und der Hühnerhof gefielen dem kleinen Stadtbuben ausnehmend wohl. — Es gab jeden Tag etwas Neues zu entdecken, es gab jeden Tag kuhwarme Milch, selbstgemachtes Bauernbrot, frische Eier und Käse und Honig. Zum Abmagern hätte der Hansruedeli gar keine Gelegenheit gehabt. — Und an einem Sonntag, da nahm ihn die Tante Elisabeth sogar mit in die Kirche, in die Predigt und zum Hochamt, und der Hansruedeli versprach ihr, er wolle ganz brav sein und ruhig neben ihr sitzen. — Es gab dann aber so viel zu wundern, dass er sein Versprechen dann doch nicht halten konnte und sie immer wieder eindringlich und leise nach dem und jenem fragen musste, was er, der kleine Protestant, sich nicht recht erklären konnte; zum Beispiel warum der Herr Pfarrer so ein herrliches Messgewand trage, und ob die Buben in den spitzenbesetzten Chorröcklein nun wirklich richtige Ministrantenbuben seien? — Auf einen sanften Verweis der Tante, dass man während der Messe nicht sprechen dürfe, war er wieder für eine Weile mäuschenstill. Als der Herr Kaplan zuletzt mit den Vorgang. Die Menschen meiden den Aufenthalt im Freien, bleiben lieber im Scharten ihrer Hütten und beten zu Gott, dass er das Uebel vorübergehen lassen möge. Nur einer steht an diesem Tage an dem Ufer des Sees. Ein Wanderbursche, anscheinend, der sich über das Wasser beugt und den quälenden Durst mit einem Trunke stillt. Dann zieht der Wandersmann die Schuhe aus und watet durch den See. Als er den Felsen aus dem Wasser ragen sieht, lenkt er seine Schritte dorthin, liest die lateinischen Buchstaben ...«dann werdet Ihr weinen.» In Italien, dem Ziel seiner Wanderung, hat er später sein eigenartiges Erlebnis erzählt, und von dort ist die Geschichte weitergewandert. Zu der gleichen Zeit aber rüstet Napoleon zu seinem grossen Kriegszug gegen Russland, zu dem Zug anfänglicher Triumphe und Siege, die sich bald verwandeln werden in Hunger und Schrekken und Elend und Not. Hunderttausende von Menschen aus aller Herren Länder sterben in den endlosen Schneefeldern Russlands, der Tod verfolgt sie bis an die Grenzen Deutschlands, «mit Mann und Ross und Wagen hat sie der Herr geschlagen». Der Stein, dem der wandernde Gesell begegnete, ist am siebenten Tage nach Beginn der Trockenheit versunken, weil in der Nacht darauf ein heftiger Regen niederging, der Mensch und Tier und Pflanze Erlösung brachte. Aber seine Prophezeiung ist schrecklich in Erfüllung gegangen: dem Todesmarsch aus Russland folgen Jahre des Krieges, die neues Leid, doch auch das Glück der Freiheit für unterjochte Völker bringen. Vor dem Mord an Kaiserin Elisabeth Im Jahre 1898 bricht abermals eine Hitzewelle über die südlichen Alpen herein; ist sie auch nicht so verheerend wie in früheren Zeiten, so macht sie doch der Bevölkerung grosse Sorge, und aus dem Elio-See tritt wiederum der Felsen hervor. Die Inschrift kann man nicht erkennen, weil die Hälfte des Steines vom Wasser bedeckt ist; doch wer sich die Mühe nimmt, mit dem Boot heranzufahren, kann sie unschwer lesen. Und abermals wird Wirklichkeit, was sie verkündet: die Menschen im Schweizerland und in Oesterreich weinen — weinen um die edelste Fürstin des damaligen Europa, um die stille, einsame Frau, die am Genfersee von einem anarchistischen Mörder gemeuchelt wird. Sterbend wird Kaiserin Elisabeth, die Gemahlin des unglücklichen Franz Joseph, auf das Schiff gebracht... Es ist behauptet worden, der Stein sei noch einmal kurz vor Ausbruch des Weltkrieges über den See getreten. Das kann aber nicht stimmen, da seit 1898 bis 1938 keine anormale Hitze im Tessiner Land und am Elio-See geherrscht hat. Gäll, du hasch mi nüd verwütscht! dem Siegristen, der den Weihwasserkessel trug, die Gangmitte entlangschritt und den tropfnassen Wedel mit dem geweihten Wasser über die Gläubigen hinsprühen Hess, da riss der kleine Stadtbub seine Augen vor lauter Staunen wieder ganz weit auf; es ward ihm ein wenig unheimlich zumute und seine Bubensünden fielen ihm alle auf einmal wieder ein. — Zuerst duckte er sich ein wenig vor den sprühenden Tropfen, als aber der Herr Kaplan von dem Seitengang her noch einmal energisch mit dem Weihwasserwedel die Andächtigen besprengte, ohne dass der Hansruedeli ein Tröpüein abbekommen hatte, vergass er auf einmal, dass er sich an geheiligter Stätte befand und rief dem Herrn Kaplan bübischschadenfroh nach: «Gäll, du hasch mi nüd verwütscht.» Marianne Imhof. Der Talisman Karls des Grossen. Im Museum der Orangerie in Paris, wird gegenwärtig eine Ausstellung gezeigt, die die wundervollen Schätze von Reims in seltener Schönheit und Vollständigkeit vereint. Aber ein Stück fehlt. Niemand anders als der ehemalige Gesandte und Historiker Maurice Palöologue hat darauf aufmerksam gemacht: der Talisman Karls des Grossen. Dieses sagenhafte Kleinod existiert wirklich. Seine Geschichte ist seltsam genug. Als der berühmte Kalif Harun al Raschid an den Kaiser Karl Geschenke sandte, befand sich darunter auch ein mit Perlen und Saphiren besetzter Anhänger, der in seinem Innern ein Stück vom Kreuz Christi enthielt. Als Karl der Grosse 814 in Aachen beigesettzt wurde, trug er die Reliquie noch auf der Brust. Später öffneten Mönche das Grab und benutzten den Talisman zu Ausstellungszwecken bei Wallfahrten. Ungefähr tausend Jahre später schenkte Napoleon ihn seiner Josephine zur Trauung. Von ihr ging es an die Königin Hortense über. 1833 befand es sich unter den Hochzeitsgeschenken, als Napoleon der Dritte Fräulein von Montijo, spätere Kaiserin Eugenie, freite. Diese hat nun Paleologue oft von dem Schmuckstück erzählt. Sie hatte es während der Geburt ihres Sohnes bei sich im Wochenbett. «Sehr oft hat mich der Erzbischof von Köln um die Rückgabe der Reliquie gebeten. Ebenso das Domkapitel von Aachen. Nach der Beschiessung von Reims im Weltkriege aber widmete ich es der dortigen Kathedrale.»

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An den spärlich bewachsenen Höhen von Stecnelberg, Gimmelwald und Isenfluh, wo der Mensch dem Boden nur einen kargen Ertrag abzuringen vermag, hat sich in den letzten Jahren die Heimindustrie eingebürgert. Dadurch ist den Frauen die Möglichkeit gegeben, beim Barverdienst mitzuhelfen. Besonders die Klöppelei bildet heute einen Hauptzweig der Heimarbeit. Unermüdlich arbeiten die Bergbäuerinnen an den schwierigsten Mustern und beweisen dabei staunenswerte Fähigkeiten. Vom Morgen bis zum Abend sitzen sie oft hinter dem Klöppelpolster, auf dem der Klöppelbrief befestigt ist, ein Streifen Papier, worauf das gewünschte Muster mit Nadelstichen vorgezeichnet ist. Die Klöppel sind zirka 10 cm lange Holzstäbchen, auf denen der zu verarbeitende Zwirn aufgewickelt wird. Die Löcher des Musterbriefes werden bei der Arbeit mit Nadeln besteckt, und die Fäden durch Hin- und Herwerfen der Klöppel, die vom Polster herabhängen, zwischen den Nadeln verflochten In dem Masse wie die Arbeit vorangeht, zieht man aus der fertigen Spitze die Nadeln aus, und steckt sie in die folgenden offenen Löcher des Klöppelbriefes. Die Zahl der Klöppelpaare kann je nach Grund und Muster, auch bei weniger kunstvollen Stöcken, 40 und mehr Paare betragen, woraus man ersehen kann, dass diese Arbeit grosse Aufmerksamkeit erfordert. Die einfachste und älteste Klöppelei, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, ist die Flechtspitze, die mit zwei Klöppelpaaren verfertigt wird. Die Oberländer Bergbäuerinnen stellen heute Spitzen vom einfachsten bis zum kompliziertesten Muster in wundervoller Exacktheit her. Die Mädchen werden schon früh zum Klöppeln herangezogen, und wer im Frühling durch die stillen Dörfchen wandert, kann oft Grossmutter, Mutter und Kind am offenen Fenster oder vor dem Hause bei der fleissigen Arbeit sehen. Die schönsten, kunstreichsten Spitzen, Einsätze und Milieus entstehen unter ihren geübten Fingern. Gerade die handgearbeiteten Klöppeleien sind von einer fast unbegrenzten Haltbarkeit und werden gerne zu Decken, Kissen, Leintüchern und für feine Wäsche verwendet. Sie büssen selbst durch das Waschen nichts an Schönheit ein, gereichen jeder Haushaltung zur Zierde und werden der Hausfrau dadurch stets Freude bereiten. Ein weiterer Erwerbszweig ist den Berglerinnen im Oberhasli, in Saanen und Zweisimmen durch die Handweberei eröffnet worden. Haben auch ihre Vorfahren schon die heimische Schafwolle und den selbstgepflanzten Flachs gesponnen, so wurde vor zwei Jahrzehnten die Weberei doch als eine völlig neue Heimindustrie begrüsst. Der bescheidene Nebenverdienst bildet heute eine willkommene Stütze im Haushalt der meist armen Bergbevölkerung. In den Arbeiten der Hasfitaler tut sich ihre besondere Eigenart kund; sehr gediegen wirken die reichen Muster im hausgewobenen Leinen. Die bunten Bildstreifen verraten in ihrer strengen Zeichnung und ihren wundervollen Farbenkontrasten einen ganz..eigenen.Stil. Sehr beliebt sind eimarbdf daneben italienische Tiermuster, die durch den mittelalterlichen Säumerverkehr über den Gries- und Grimselpass in das Hasli eingeführt wurden. Oft findet man aber auch in italienischen Landesteilen ausgesprochene Hasliwebmuster an Bettbezügen und Decken. Dem Hasli war von altersher aus der Ueberlieferung ein grosser Reichtum an Motiven und leuchtenden Farbenzusammenstellungen eigen, so dass die neueingeführte Heimindustrie einen wohlvorbereiteten Boden fand. In vielen Berghäusern hatte man noch die alten Flachwebstühle, auf denen früher Seide gewoben wurde. Alle Bedingungen waren also für die Hausweberei gegeben- und bald entstanden aus Leinen, dem einheimischen Halbleinen und der Baumwolle die prächtigsten Decken, Vorhänge, Tischtücher und Kissenbezüge, die sich in der Schweiz einer stets wachsenden Beliebtheit erfreuen. Die Bevölkerung des Simmen- und Frufigtales hat sich mehr der Teppichweberei und Strickerei zugewendet. Die Wollweberei wurde rasch erlernt, während es mit dem Stricken langsamer voranging. Heute ist man auch damit über dem Berg. Die schönsten, praktischsten Handstrickereien liefert uns das Bemer Oberland. An Teppichen, Vorlagen und Milieus wird Hervorragendes geleistet. Farbenprächtige, solide und festgewobene Ware, die gut auf dem Boden aufliegt und nach jedem Wunsch und Geschmack gewoben wird, findet immer gerne Absatz. Es können Stücke bis zu 3 m Breite verfertigt werden, und so fällt das unschöne Zusammensetzen der Teppiche vollkommen weg. Das Saanenland ist besonders bekannt durch seine praktischen «Bodentüchen. Das sind aus alten oder neuen Stoffstreifen zusammengewobene Teppiche, die je nach Geschmack der Weberinnen die originellsten Farbmuster aufweisen. Auch von Privaten eingeschickte Resten werden zu bunten Vorlagen und Wandbehängen verarbeitet. Manche Hausfrau, die grosse Ausmusterung hält, wird froh sein, für die alten, nicht mehr benutzten Mäntel und Kleider eine so vorteilhafte Verwendung zu wissen. Da der Absatz von grossen Stükken nicht-immer stark ist, hat man begonnen, Taschentücher mit bunten Borten, Decken und Deckchen mit feingearbeiteten Hohlsäumen aus farbigem Garn herzustellen, die jederzeit einen schönen Geschenkartikel bilden. Seit ungefähr 4 Jahren folgte auch Zweisimmen dem Vorbild von Oberhasli und Saanen, indem es mit der Handweberei von Tischtuchstoffen und Flickteppichen, den sog. «Hudlen>, begann. Spezialität aber wurde die Herstellung von Vorhangstoffen, die ganz nach eigenen Entwürfen und bestimmten Mustern gewoben, in jeder bestellten Farbe, absolut licht- und waschecht'zu haben sind. Nebenbei verfertigen die Zweisimmer Bäuerinnen reizende Schürzchen, bunte sehr strapazierfähige Kinderkleidchen, Einkaufstaschen, Hand- und Küchentücher. Wunderhübsch sind besonders die gestreiften Tischtücher, die jedem Raum ein freundliches Aussehen geben. Ueberhaupt eignen sich alle diese handgewobenen Gegenstände vorzüglich zur Einrichtung des modernen Heims, weil sie sich durch ihre Schlichtheit, die feine Farbenzusammenstellung und Qualität iedenv-Stii anzupassen vermögen,. BOLTIGEN Hotel Simmenthal T. c. s. Brienzwiler Hotel Bahnhof Grisnsel- Passhöhe GUNTEN Park-Hotel T.C.S. Interlaken Waldhotel Unspunnen Oberried T.C.S. Goldswil Adresse int Winter: I Interlaken A.C.S. Günstig gelegener Rendez-vous-Platz mit kleinen und grossen heimeligen Lokalitäten. - Ia Küche und Keller. 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