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E_1938_Zeitung_Nr.056

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Federzwischenlagen.

Federzwischenlagen. Fortsetzung von Seite 7. Aber auch nichtmetallisohe Federzwischenlagen haben im Automobilbau bereits Eingang gefunden. Wir nennen die Marken La Salle und Cadillac, die mit Wachs imprägnierte Gewebe als Einlagen benützen. Nash verwendet dagegen solche aus einem Freßstoff zur Verminderung der Federreibung. Anfrage 724. Bei wem liegt die Schuld? Mein Wagen fuhr auf der Hauptstrasse stadteinwärts, Richtung Murten. Rechts der Hauptstrasse mündet eine N'ebenstrasse (Umgehungsstrasse) in diese ein. Mein Fahrzeug befand sich mit dem Vorwagen schon über der Mitte der Einmündungsstrasse, als im selben Moment ein anderer Lastwagen in voller Fahrt im 40 km-Tempo in den Hinterwagen meines Camions hineinfuhr. Die Einmündungsstrasse weist eine unübersichtliche starke Kurve auf und um in die Hauptstrasse einzubiegen, muss zuerst eine starke Steigung passiert •werden, wodurch eine klare Uebersicht auf die Hauptstrasse (und umgekehrt) unmöglich wird. Zu bemerken ist, dass der andere Wagen die Kurve geschnitten hat, da er Richtung Lausanne fahren wollte. Der Lastenzug, der mit meinem Wagen kollidierte, bestand aus Motorwagen und Anhänger. Trotzdem dieses Fahrzeug ebenfalls mit neuzeitlichen Bremsen ausgerüstet war, hinterliess es keinen Zentimeter Bremsspur. M. R. in 0. Antwort: Unseres Erachtens trifft die beiden Beteiligten ein Verschulden am Unfall. Ihr Verschulden liegt darin, dass Sie das Vortrittsrecht des von rechts kommenden Fahrzeuges nicht respektiert haben. Als nichtvortrittsberechtigter Fahrer waren Sie verpflichtet, so langsam die Strasseneinmündung zu queren, dass es Ihnen möglich gewesen wäre, Ihr Fahrzeug auf jeden Fall vor der Mittellinie der von rechts einmündenden Strasse zum Stehen zu bringen. Das Verschulden des andern Automobilisten scheint uns allerdings bedeutend schwerer als das Ihrige. Nicht nur fuhr er, sofern Ihre Angaben stimmen, mit einer stark übersetzten Geschwindigkeit, sondern er fuhr auch links und hat dadurch zum Unfall wesentlich beigetragen. Das Verschulden des andern Fahrers erscheint umso schwerer, je unbedeutender die Nebenstrasse ist, aus der er in die Hauptstrasse einbog. • Frage 13.466. Wo erhalte Ich Flaschenkuhlhalfer? Wir ersuchen Sie um Mitteilung, wo der besprochene Flaschen-Kühlhalter gekauft werden kann - S. in H. Fragt 13.467. Wo erhalte ich Kolbenringe? Können Sie mir mitteilen, wer die mehrteiligen Kolbenringe «Champion» und «Simplex» vertreibt? S. in P. Frage 13.468. Oelreinigungsapparat «Digesfor». Was halten Sie vom Oelreinigungsapparat «Digestor»? p, in w. Frage 13.469. Instruktionsbuch Ober Carter-Vergaser. Möchte Sie höflich anfragen, ob Sie mir die Adresse über Instruktions- und Konstruktionsbücher vom Carter-Fallstromvergaser mitteilen könnten. G. in B. Frage 13.470. Speichen-Schutzdeckel gesucht. Ich beabsichtige, auf die Speichenräder meines Kleinwagens 1936 innen und aussen Platten montieren zu lassen, um das Reinigen der Speichen zu vermeiden. Können Sie mir eine Firma angeben, bei der ich die gewünschten Artikel beziehen könnte? J. in T. Frage 13.471. Wer baut in der Schweiz Chassis? Als Abonnent der «Automobil-Revue» ersuche ich Sie höflich um Bekanntgabe von schweizerischen Fabriken für Auto-Chassis-Bestandteile. Da ich mit den betreffenden Unternehmen wegen einer neuen Chassis-Vorrichtung unterhandeln möchte, wäre ich Ihnen für dio Mitteilung von solchen Firmen sehr verbunden. S. in S. Frage 13.472. Dichtungsmittel für Cabriolet-Verdecke. Auch ich bitte um Bekanntgabe eines Dichtungsmittels für Cabriolet-Verdecke, E. in XL Ein besonders ausgeklügeltes System von Federeinlagen hat die Firma Packard entwickelt. Sie presst in die einzelnen Federblätter nahe deren Enden kreisrunde Vertiefungen ein, worin zum Teil Gummieinjagen und teilweise solche aus verschiedenen Nichteisenmetallen eingebaut werden. Die Gummipolster bewirken eine besonders angenehme und weiche Abfederung. Den metallischen Einlagen jedoch, die teilweise demselben Zweck dienen, kommt daneben nach den Ausfüllungen von C. E. Paton von der Packardgesellschaft noch eine andere Aufgabe zu. Es ist nämlich bekannt, dass die Eeibung zwischen den einzelnen Blättern eines Federpakets die Federausschläge ähnlich einem Stossdämpfer mildert, weil dadurch ein Teil der Schwingungsenergie «vernichtet» wird. Nun verändert sich diese Dämpfungswirkung bei normalen Blattfedern mit der Härte der Feder selbst, d. h. in Abhängigkeit vom Zustand der Gleitflächen ihrer Biälter. Durch Einbau von metallischen Zwischenlagen lässt sich, wie wir sahen, die Härte der Feder dauernd auf gleicher Höhe halten. Damit aber bleibt auch ihre Dämpfungswirkung konstant. Aus den Untersuchungen der Packard-Gesellschaft geht hervor, dass zwischen den einzelnen Nichteisenmetallen diesbezüglich grosse Unterschiede bestehen. Während Antimon-Bleilegierungen speziell auf die langsameren Schwingungen dämpfenden Einfluss haben, bewirken anderseits geschmierte Bronzeeinlagen dasselbe bei raschen Fahrbahnstössen. Die Dämpfungscharakteristiken der erwähnten Bleilegierung verändern sich je nach dem Antimongehalt ganz beträchtlich. Packard hat aus diesen Versuchen die Konsequenzen gezogen und verwendet als Zwischenlage einerseits die erwähnten Gummipolster, anderseits solche aus Antimonblei mit 5 bezw. 6%> Antimon sowie solche aus einer porösen Spezialbronze, deren Poren mit Schmiermitteln imprägniert sind. In dieser Weise wurden Federn mit sehr vollkommenen Eigenschaften erhalten. Unsere Fig. 4 vermittelt in schematischer Weise einen Begriff vom Aufbau der Paokard-Hinterfedera mit den beschriebenen Zwischenlagen, -b- %)le 3 Tlodbewaeßlett des neuen »AutastlaioitsJlenMnotMs nebst einer schematischen Darstellung des Ventilmechanismus. S«» 'i&tMmatsasmft Schriftliche Antworten: Die mittlere Nockenwelle betätigt die sämtlichen Einlassventile E, während die beiden aussenliegenden Nockenwellen die AuspuÜventile A steuern. Letzte Sportnachrichten Vielversprechende Engagements für den Preis von Bern. Die international besetzten Veranstaltungen der 1,5-Liter-Klasse, welche als Preis von Bern auf der Bremgartenwaldrundstrecke in Bern zur Austragung gelangen, finden beim Publikum stets wachsende Anteilnahme. Die Bedeutung dieser Rennen wird besonders unterstrichen durch die enge Verwandtschaft dieser schnellen vollblütigen Fahrzeuge mit den normalen sportlichen Gebrauchs*" wagen. Raffinierter Fahrstil und ein feines technisches Verständnis für die mit vielen Tricks frisierten Maschinen kennzeichnen den erfolgreichen Fahrer dieser Kategorie. Der fast ebenbürtige Konstruktionsstandard der engilischen und italienischen Rennwagen mit weniger als 1500 cem Zylinderinhalt, ruft bei solchen Konkurrenzen stets spannende Kämpfe und überraschende Veränderungen der Positionen hervor. Bis heute konnten für den am 21. August stattfindenden PREIS VON BERN", der wie letztes Jahr Aufgabe gezwungen, während Wilson sich in Bern erstmals vorstellt Die Liste der Engagements weist siohero Anzeichen für eine interessante internationale Besetzung auf, welche durch die in Aussicht stehende Verpflichtung des siamesischen Prinzen «BIRA» auf ERA, der in diesem Jahre von sieben Konkurrenzen vier mit ersten und drei mit zweiten Plätzen belegte, in glücklicher Weise ergänzt wird. Wir werden bald in der Lage sein, die Galerie berühmter Fahrer beim Preis von Bern mit interessanten Nennungen zu ergänzen. Vorverkauf für den Großen Preis der Schweiz eröffnet. Noch trennen uns rund sechs Wochen vom y. Grossen Preis für Automobile, und schon sind die Besucherkarten im Sekretariat der A.C.S.-Sektionen von Aarau, Basel, Bern, Biel, Genf, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Zürich, sowie bei Wwe. Flury und Söhne, Zigarrenhandlung, Bahnhofplatz Bern, und im Reisebureau Kehrli & Oehler, Bubenbergplatz, Bern, erhältlich. Der Preis der Billette betragt (einschliesslich städtische und kant. Billetsteuer) Eintritt für Erwachsene im Vorverkauf Fr. 3.— Eintritt f. Erwachsene (an der Tageskasse) Fr. 3.50 Eintritt für Militär und Kinder Fr. 2.30 Preisvergünstigtmg für ACS-MJtgUeder im Vorverkauf. Im Vorverkauf werden den A.CiS.-Mitgtiedern auf Grund der vorzuweisenden Mitgliederkarte folgende Vergünstigungen gewährt: Bei Bestellung von: Logenplätzen: 2 Gratis-Elntritte Fr. 7.— Logen-Banketten: 1 Gratis-Eintr., 1 Progr. Fr. 4.50 Sperrsitzen: 1 Gratis-Eintritt, 1 Programm Fr. 4.50 I. Plätzen: 1 Gratis-Eintritt Fr. 3.50 II. Plätzen: 1 Gratis-Eintritt Fr. 3.50 Promenoir: 1 Gratis-Eintritt Fr. 3.50 Startkurventribüne: 1 Gratis-Eintritt Fr. 3.50 Der Grosse Preis von Albl sah, entgegen allen Erwartungen, nur italienische Piloten, sowie den Schweizer Hug und den Deutschen Berg auf Maserati um die Siegespalme kämpfen, nachdem Mays (ERA) infolge Maschinenschadens am Start verhindert war und Prinz «Bira» seine Nennung annulliert hatte. Bianco, der als Favorit gestartet war und im ersten Vorlauf mit Villoresi um den 1. Platz kämpfte, geriet ins Schleudern und rannte mit eeinem Maserati gegen einen Telephon-Mast, wobei der Fahrer ziemlich schwer verletzt wurde. Resultate: 1. Villoresi (Maserati), 2:24:13,2 = 145,103 km/Std.; 2. Soffietti (Maserati), 2:30:48; 3. Plate (Plate^Special). Im Rennen um die Nuffield-Trophäe vom vergangenen Samstag in Donington kam Prinz «Bira» auf ERA zu seinem 5. Saisonsieg. Er ver- in zwei Vorläufen und einem Endlauf ausgetragen wird, folgende hervorragende Spezialisten der 1,5- mochte sich mit einem Stundenmittel von 116,446 Liter-Klasse definitiv engagiert werden: Der Maserati-Fahrer Ettore Bianco ist Inhaber der italieni- km/St, vor Hadley auf Austin (110,747 km/St) und A. C. Dobson auf ERA (82,096 km/St) zu sohen Automobilmeisterschaft der Kategorie 1500 klassieren. cem pro 1937. An den grossen Preisen von Tripolis und der Picardie klassierte er sich in den vordersten Rängen. AKTUELLES Squadra Automobilistica «SABAUDA» entsendet ihre neuesten Maserati, die von Teagno, dem Sieger im letztjährigen Eifelrennen für Sportwagen, Genfer Regierung und Benzinpreis. und den in Bern erstmals startenden Fahrer Dioscoride Lanza gesteuert wird. In der Schlußsitzung des Genfer Grossen Die im letztjährigen Preis von Bern unschlagbar Rates vom letzten Samstag hatte die Regierung u. a. auch eine Anfrage Randon zu beant- gebliebenen engilischen ERA-Wagen werden auch dieses Jahr wieder die schärfsten Rivalen Maseratis worten, welche die wirtschaftliche Lage der sein. Für ERA liegen die Nennungen der englischen Klassefahrer John Wakefield und Norman Wilson Völkerbundsstadt und das Transportproblem vor. Wakefield wurde bei seinem letztjährigen Start beschlug. Wie aus der Erwiderung auf die am Preis von Bern durch Maschinendefekt zur Interpellation hervorging, unternimmt der CHYRO KÜHLER tut« mSftl 4MUCA. L.CHYTIL »STRÄUB KÜHLERFABRiK ^^h ^K ^ ^ & ^VCt • & ^BB A AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. 1938 « N°56 Zuschlag für numerierte Sitzplätze. ' Weltrekorde! Gen.-V*rtr.f. d.Schweiz: 4. Schnyütr, St. Niklausstr.54, Mlotbm Laser: Basel, Genf, Zürich GRAND GARAGE 50, Bd des Tranchees GENF Tel. 41.200 Platz für 300Waoen Vertretung und Service von Hotchkiss - Voisin - Hispano-Suiza ERSATZTEILLAGER Oelregenerator am Wagen Oelnachfüllen ohne Oelwechsel Genfer Staatsrat in Bern sozusagen dauernd Schritte, deren Ziel eine Senkung des Benzinpreises bildet. Man erinnert sich in diesem Zusammenhang, dass die Regierung Genfs seinerzeit — als einzige im ganzen Land — gegen die am 28. Juli 1937 erfolgte Erhöhung des Benzinpreises von 43 auf 45 Rappen Front gemacht hatte und deswegen beim Bundesrat vorstellig geworden war. Ausklang des CCTI-Kongresses Tn Montreux. Von Interlaken kommend, das sie am Freitag morgen verlassen und von wo aus sie nach, freier Wahl dem Jungfrauioch oder dem Gornergrat eine Visite abgestattet, trafen gegen die Dämmerstunde hin die Teilnehmer am Kongress des Conseil central du Tourisme international an den Gestaden des Leman, in Montreux ein. Galt der Samstagvormittag einem Besuch des Schlosses Chillon, so sahen die Mittagsstunden die Schar, oben im Caux beim Schlussbankett, das durch eine geistsprühende Rede Bundesrat PileMjolaz' seine besondere Note erhielt Fremdenverkehr und dessen wirtschaftliche Bedeutung für unser Land insbesondere — um dieses Thema flocht unser Verkehrsminister seine Ansprache, womit er dem Kongress Grass und Dank der Landesbehörden darbrachte. Ihm erwiderte der Präsident des Internationalen Verkehrs-* rates, Comte de Liedekerke, mit artigen Komplimenten für die untadelige Organisation durch die Schweizerische Verkehrszen- Ehrentribüne Murtenstrasse (gedeckt): Logen dper Platz) Fr. 25.20 Logen-Bankette Fr. 22.— Sperrsitz Fr. 19.20 I. Platz Fr. 15.20 II. Platz Fr. 11.20 Promenior '(ungedeckt) Fr. 13.20 Startkurventribüne (ungedeckt) Fr. 13.20 Allee-Tribüne (ungedeckt): Block A Fr. 10.— Block B Fr. 8.— trale wie für die unerschöpfliche Gastfreund- die der Kongress in der Schweiz, Block G Fr. 6.65schaft, dem Lande des (Friedens gefunden. Das stabilisierte Mineralöl der Scharfe Reaktion auf die Benzinpreiserhöhung In Frankreich. Mit seinem neuesten Beutezug auf die Taschen der Automobilisten, der dazu auserkoren ist, die Kosten der Umwandlung des Getreideüberschusses in Alkohol zu berappen, hat der französische Fiskus alle irgendwie am Automobil und Strassenverkehr interessierten Kreise zu einer Abwehrfont zusammengeschweisst. Nicht nur die Automobilisten laufen Sturm gegen diese neue Zumutung, sondern auch im Benzinhandel und bei den Tankstellenbesitzern herrscht helle Empörung darüber. Der Regierung wird zu verstehen gegeben, dass infolge der Preiserhöhungen am laufenden Band der Benzin- und Autoölkonsum allein während der letzten vier Monate um 23% zurückgegangen sei, wobei der Staat das kokette Sümmchen von 80 Millionen verloren habe. Dass solche Methoden — wird beigefügt — der Notwendigkeit einer Milderung der Krise in der Auto-Industrie schnurstracks zuwiderlaufen und unweigerlich zu einer weiteren Schmälerung der Existenzgrundlagen all jener führen müssen, die vom Automobil leben, liege klar zutage. Im Verlauf der letzten Woche hat,denn auch die französische Strassenverkehrsliga. die mehrere hunderttausend Mitglieder in ihren Reihen zählt, einstimmig die Lancierung einer umfassenden Protestaktion beschlossen, die auf einen Abbau der untragbar gewordenen Lasten hinzielt Wenn irgendwo, dann wird es bestimmt bei uns nicht an Verständnis für den Unwillen und die daraus erwachsenden Abwehrmassnahmen unserer französischen Kollegen fehlen, weil auch wir wissen, was es heisst, vom Fiskus für alle möglichen und unmöglichen Zwecke übers Fell geschoren zu werden. Toui ^usl^and iSpsvedh al T. F. 1060. Illustriertes Toursnbuch. Ich führe alle meine Auslandsreisen an Hand Ihres Handbuches «EUROPA TJOURING» durch, ohne den ich mir eine grosse Tour gar nicht vorstellen könnte. Ich vermisse darin nur eines: Bilder. Können Sie mir ein autotouristisches Werk nennen, das als Ergänzung des Karteniühreis in. Betracht käme? W. S. in B. Eine gute Nachricht für Motorfahrzeugbesitzer! Um dem Versohleisa, dem Leistungsverlust und der Erhitzung des Motors, welche die Lebensdauer der Fahrzeuge verkürzen und die Leistungsfähigkeit des Motors vermindern, Einhalt zu gebieten, ist ein Oel mit aussergewöhnliohen Qualitäten erforderlich. Dieses Oel muss genügend flüssig sein, um auch bei niedrigsten Temperaturen unmittelbar bis zu den zu schmierenden Organen zu gelangen und ein sofortiges Anspringen zu ermöglichen. Indessen muss es genügend «Körper» beibehalten, um auch bei hohen Temperaturen eine ausreichende Schutzschicht zu bilden. Ferner muss jeder Oeltropfen der Oxydation widerstehen, wenn das Oel seinen Zweck erfüllen soll. Dem Motorfahrzeugbesitzer bietet sich jetzt die Möglichkeit. Oele zu verwenden, welche alle diese Eigenschaften besitzen: die neuen Veedol-Oele. Durch die Wahl des Rohstoffs, die bei der Herstellung verwendete Sorgfalt und die Sjpezialraffinierung gewähren sie Steigerung der Kilometerleistung und erhöhten Schutz der Motoren. Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer (abw.). Dipl.-Ino. F. 0. Weber.

.Automobil-Revue" — Hr. 56 Dienstag, 12. Juli 1938 Der JUtwaijetikäiif er Sie kennen ihn doch, nicht wahr? ben, die der Wagen im Rahmen des Betriebes zu erfüllen hat, keine grössere Kapital- ; vielleicht hat der Käufer erst Eines Tages tritt er unvermutet in dieinvestition Garage, sieht sich scheinbar gleichgültig kürzlich seine Fahrbewilligung erworben nach den vorhandenen Occasionswagen um, und zieht es vor, seine Fahrkunst auf einem will dann auf einmal hundert Einzelheiten etwas weniger kostspieligen Vehikel ( auszuschleifen; vielleicht möchte er sich einen wissen, hört sich die gegebenen Erklärungen misstrauisch an, geht ohne zu kaufen weg, repräsentativen Wagen leisten, ohne daran kehrt nach zwei Tagen mit einer festen Offerte zurück, legt beim Abschluss die tausend oder zweitausend Franken in Bargeld auf den Tisch und fährt den Wagen gleich nach Hause. Kennen Sie ihn wirklich? Sind Sie mit seiner Gedanken- und Interessenwelt, seinen Gewohnheiten und Lebensansprüchen so eingehend vertraut, dass Sie genau wissen, wie Sie ihn zu Ihrem eigenen Vorteil behandeln müssen ? Es wäre falsch, ihn einfach als eine « zweite Auflage» des Neuwagen-Käufers betrachten zu wollen. Wenn er mit jenem auch Vieles gemeinsam hat, so unterscheidet er sich davon doch in verschiedenen Beziehungen von Grund auf und verlangt deshalb auch eine unterschiedliche Einstellung seitens des Verkäufers. Wohl haben beide dasselbe Bestreben, für ihr Geld einen möglichst grossen Gegenwert zu erhalten. Sobald sie aber über die Wagen zu sprechen beginnen, die sie kaufen möchten, treten die ersten Unterschiede bereits zutage. Der Käufer eines neuen « nammon » weiss, dass sein Wagen < frisch aus der Emaillierkabine» kommt, dass auch der letzte Teil neuwertig ist und dass er obendrein noch durch einen Garantieschein gegen allfällige unerwünschte Qualitätsmangel gedeckt ist. Anders der Käufer eines Occasionswagens. Er ist sich bewusst, dass die Limousine, die er gerade so sorgfältig inspiziert, schon drei oder vier Jahre alt ist, dass sie bereits 50,000 km oder mehr zurückgelegt, dass sie wahrscheinlich schon manchen «Sturm» hinter sich hat und dass sich früher oder später bislang unbemerkte Schäden zeigen dürften. Ein anderer prinzipieller Unterschied besteht in den Motiven, welche die beiden zum Wagenkauf veranlassen. Wer statt 7000 Fr. für einen Neuwagen nur 2500 Fr. für einen gebrauchten auslegen will, der hat dafür meistens seine guten Gründe. Vielleicht rechtfertigen die Aufga- eut Aiiioliäiullcr 12 Mein lieber Sohn! an seinen Sohn Da bist also der festen Ueberzeugung, dass Dich gegenwärtig eine Pechsträhne verfolgt, wie Du sie bis jetzt noch nie erlebt hast? Deine Enttäuschung treibt Dich sogar zur Bemerkung: «Am liebsten würde ich die ganze Verkauferei an den Nagel hängen!» Lass Dir vor allem eines sagen: Jeder, der im Kampf um den Absatz in der vordersten Linie steht, macht gelegentlich solche Zeiten durch — selbst jene, die in der Statistik an erster Stelle stehen und von ihren weniger erfolgreichen Kollegen als Lieblinge des Glücks beäugt und beneidet werden. — Ich bestreite also keineswegs, dass hie nnd da solche Perioden des Misserfolgs eintreten; dagegen ist es vollständig falsch, ihnen andere als rein natürliche und erklärliche Ursachen zuschreiben zu wollen. Die Jahre haben mich gelehrt, dass es sich dabei meist um das Er wird sich bemühen, die Bedürfnisse der allzuviel anzuwenden und kommt auf den Kunden, die zu ihm kommen, aufs Genaueste Gedanken, dass ein zwei- oder dreijähriger kennenzulernen. hochpferdiger Wagen, der unter den gegenwärtigen Umständen billig zu haben ist, den i Dadurch ist er in der Lage, nicht nur auf Zweck vollauf erfüllen würde; vielleicht benötigt er ein solches starkes Vehikel wegen der Verhältnisse, unter denen dasselbe später gefahren wird. Auch die Anforderungen, die der Käufer eines Occasionswagens stellt, sind meist viel präziser gehalten, als dies bei der Anschaffung eines neuen der Fall ist. Seit der in Frage stehende Gebrauchtwagen die Fabrik verliess, hat die Automobilkonstruktion ganz bedeutende Fortschritte gemacht, so dass die nunmehr in Verkehr gelangenden Neuwagen bedeutend mehr leisten. Der Unterschied lässt sich nur dadurch wettmachen, dass solche Occasionen gewählt werden, die auf die betreffenden Verhältnisse weitgehend zugeschnitten sind, was wiederum eine äusserst präzise Formulierung der gestellten Anforderungen notwendig macht. Alle diese Umstände bringen natürlich eine entsprechende Komplikation des Occasionshandels mit sich. Nicht umsonst wird er von gewissen Neuwagenhändlern als notwendiges Uebel betrachtet, dem kein grosses Interesse abzugewinnen ist und das darum auch gerne vernachlässigt wird — sehr zu Unrecht. Denn die Erfahrung hat immer wieder gelehrt, dass sich mit der Zunahme der Schwierigkeiten auch die Erfolgsaussichten bessern, wenigstens für denjenigen, der entschlossen ist, mit jeder um jeden Preis fertig zu werden. Wenn die Gewinnung des Vertrauens im Occasionsgeschäft schwieriger ist als im Neuwagenhandel, dann muss es auch Mitttel und Wege geben, diese Hindernisse durch vermehrte Anstrengungen und erhöhte Aufmerksamkeit zu beseitigen. Da aber diese vermehrten Schwierigkeiten automatisch auch die Konkurrenz vermindern, stellen sich damit auch die Aussichten wieder entsprechend besser. Welches sind nun die Mittel, die der Occasionshändler in der Hand hat, um den besondern Ansprüchen seines Handels gerecht zu werden ? zufällige Zusammentreffen verschiedener ungünstiger Umstände handelt, die miteinander eigentlich in gar keiner Beziehung stehen, in ihrer Gesamtheit jedoch jenen lähmenden Eindruck erwecken, dass sich alles gegen Dich verschworen hätte. Dabei vergisst man oft mit einem wohligen Selbstbetrug, dass einer der wichtigsten Faktoren dieser Pechsträhnen im Menschen selber liegt. Der Schaffensdrang des Erdenbürgers hat nicht immer dieselbe Intensität, sondern verläuft in einem steten Auf und Nieder, in einer eigentlichen Wellenlinie. Ergibt es sich nun, dass mit einem « Tief » zwei oder drei ausserhalb des Willensbereichs liegende Elemente — wie politische Komplikationen, Lieferungsschwierigkeiten, Konkurrenzpropaganda usw. — zusammentreffen, so kann es leicht vorkommen, dass « der sich heimgesucht Geglaubte» die Umwelt von allen guten Geistern verlassen und seine Zukunft auf ewige Zeiten unterminiert wähnt. Wenn Du die Erfolgsmenschen auf ihre Methoden und Gewohnheiten hin aufmerksam beobachtest, so kannst Du fast ausnahmslos feststellen, dass sie gerade in solchen Augenblicken den Kopf oben behalten und sich unbekümmert um alle Hindernisse mit doppelter Energie in die Arbeit stürzen. Sie haben aus der Erfahrung vor allem eine grosse und wichtige Sein erstes Bestreben wird dahingehen müssen, den Ruf der absoluten Seriosität zu erwerben. Er wird grosses Gewicht darauf legen, dass der letzte seiner Kunden mit den gelieferten Wagen zufrieden ist, denn er weiss, wie die Geschäftsmethoden des einzelnen oder einer Firma in der Allgemeinheit bekanntwerden, und dass es für den Erfolg seines Geschäftes keine bessere Grundlage gibt, als dafür zu gelten, jeden Kunden zu seiner vollen Zufriedenheit zu bedienen. alle gestellten Fragen erschöpfende Aus-